Berlin, Deutsche Oper Berlin, Adriana Lecouvreur mit Anna Netrebko, 04. – 07.2019

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Deutsche Oper Berlin

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com)

Deutsche Oper Berlin © Leo Seidel (Kontakt: leoseidel@googlemail.com) 

ADRIANA LECOUVREUR –  Konzertant

Libretto Arturo Colautti nach Eugène Scribe und Ernest Legouvé, Uraufführung am 6. November 1902 am Teatro Lirico in Mailand

4. und 7. September 2019

Anna Netrebkos berührende Interpretation der Adriana ist auf den großen Bühnen der Welt von Wien bis New York Legende. An der Seite ihres Mannes Yusif Eyvazov als Graf Maurizio präsentiert sie sich nun an der Deutschen Oper Berlin in einer ihrer Paraderollen.

mit  Anna Netrebko und Ehemann – Yusif Eyvazov

Ein kompliziertes Netz von Intrigen, eine eifersüchtige Prinzessin, ein vergifteter Veilchenstrauß und eine begnadete Künstlerin, um deren Tod sich düstere Legenden ranken: Nichts Geringeres verwandelte Eugène Scribe in sein Theaterstück über Adrienne Lecouvreur, die bedeutendste Schauspielerin des frühen 18. Jahrhunderts. Seine dramatische Studie des verruchten, kunstsinnigen Ancien Régime von 1849 verarbeitete Francesco Cilea gut 50 Jahre später zu seiner wohl berühmtesten Oper ADRIANA LECOUVREUR. In der atemraubend unübersichtlichen Intrigenhandlung streiten sich Adriana und ihre Rivalin, die eifersüchtige Prinzessin Bouillon, um die Liebe des Grafen Maurizio, des historischen Grafen Moritz von Sachsen. Zwar rügten Kritiker schon bei der Uraufführung 1902 das nach Verismo-Maßstäben unwahrscheinliche Ende der Schauspielerin, die ein vergifteter Strauß Blumen zur Strecke bringt. Doch nicht zuletzt die lyrischen, virtuosen Gesangspartien machen das Stück bis heute zu einem unangefochtenen Klassiker der Opernliteratur. Vor allem die Titelpartie der Adriana gilt als Meisterstück jeder großen Sopranistin.

BESETZUNG
Musikalische Leitung : Michelangelo Mazza, Chöre : Jeremy Bines, Maurizio : Yusif Eyvazov, Der Fürst von Bouillon : Patrick Guetti, Der Abbé von Chazeuil : Burkhard Ulrich
Michonnet : Alessandro Corbelli, Adriana Lecouvreur : Anna Netrebko, Die Fürstin von Bouillon : Olesya Petrova, Mademoiselle Jouvenot : Jacquelyn Stucker, Mademoiselle Dangeville : Aigul Akhmetshina, Quinault : Padraic Rowan Poisson :Ya-Chung Huang

Chöre
Chor der Deutschen Oper Berlin
Orchester : Orchester der Deutschen Oper Berlin

—| Pressemeldung Deutsche Oper Berlin |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Adriana Lecouvreur mit Anna Netrebko, 20./23.07.2018

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Eifersuchtskrimi   – Adriana Lecouvreur

Anna Netrebko mit Ehemann – 20. – 23. Juli 2018 in Baden-Baden

Anna Netrebko und Yusif Eyvazov stehen erstmals in einer szenischen Oper gemeinsam auf der Bühne des Festspielhauses Baden-Baden. Am 20. und 23. Juli 2018 singen sie unter der Leitung von Valery Gergiev in der Oper Adriana Lecouvreur. Für die zweite Vorstellung am 23. Juli 2018 gibt es noch Eintrittskarten, teilt das Festspielhaus mit.

Festspielhaus Baden-Baden / Anna Netrebko und Yusif Eyvazov © Vladimir Shirokov

Festspielhaus Baden-Baden / Anna Netrebko und Yusif Eyvazov © Vladimir Shirokov

Das Künstlerpaar gab sich privat 2015 das Jawort und spielt in Baden-Baden nun zwei unerfüllt Liebende, deren Ende tragisch ist. In Francesco Cileas Opernkrimi Adriana Lecouvreur verkörpert die Weltklasse-Sopranistin die Titelrolle. Yusif Eyvazov, der erst vor wenigen Tagen wie auch Anna Netrebko in der Eröffnungsgala der Fußball-Weltmeisterschaft auf dem Roten Platz in Moskau sang, übernimmt die Partie des von Adriana geliebten Fähnrichs Maurizio. Ekatarina Semenchuk gibt die eifersüchtige Fürstin von Bouillon, die ihre vermeintliche Nebenbuhlerin Adriana vergiftet.

Festspielhaus Baden-Baden / Adriana Lecouvreur - Anna Netrebko © Natasha Razina / State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden-Baden / Adriana Lecouvreur – Anna Netrebko © Natasha Razina / State Academic Mariinsky Theatre

Adriana Lecouvreur wurde 2017 im Mariinsky Theater neu inszeniert. Das St. Petersburger Publikum war hingerissen – und dies nicht nur wegen der üppigen Kostüme, die an das 18. Jahrhundert erinnern. Valery Gergievs Dirigat sorgte dafür, dass die bis in die 1920er Jahre weltweit beliebte Oper – Uraufführung feierte sie 1902 – neu in Russland entdeckt wurde.

Francesco Cilea ließ sich von dem Schauspiel Adrienne Lecouvreur der Autoren Scribe und Legouvé zu seiner Oper inspirieren. Im Mittelpunkt steht die Intrige der ihrerseits untreuen Fürstin von Bouillon gegen die beliebte Schauspielerin Adriana Lecouvreur. Die Künstlerin verhilft der Adligen zu einem Alibi, während sich die Fürstin, von Maurizio zurückgewiesen, in blinder Eifersucht gegen dessen Geliebte Adriana wendet.

Festspielhaus Baden-Baden / Adriana Lecouvreur - Anna Netrebko und Yusif Eyvazov © Natasha Razina / State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden-Baden / Adriana Lecouvreur – Anna Netrebko und Yusif Eyvazov © Natasha Razina / State Academic Mariinsky Theatre

Die zentrale Personenkonstellation gleicht der Anordnung eines modernen Psycho-Thrillers. Die extrovertierte und intrigante Fürstin trifft auf die bürgerliche Künstlerin und fühlt sich moralisch überlegen. Dabei handelt die Adlige zutiefst unmoralisch und ignoriert, dass ihr Angebeteter ihre Liebe nicht erwidert. Im Mord an der vermeintlichen Rivalin sieht die Fürstin eine Chance, die nur in ihrer Fantasie existierende Beziehung zu Maurizio zu retten. Adriana wiederum bleibt ehrlich und kann ihre Gefühle nicht verbergen. Bis an ihr Ende lässt sie sich nicht in das böse Spiel der Fürstin hineinziehen.

Festspielhaus Baden-Baden / Adriana Lecouvreur - Anna Netrebko und Yusif Eyvazov © Natasha Razina / State Academic Mariinsky Theatre

Festspielhaus Baden-Baden / Adriana Lecouvreur – Anna Netrebko und Yusif Eyvazov © Natasha Razina / State Academic Mariinsky Theatre

Dies alles verbindet Francesco Cilea mit wunderschöner Musik. Adrianas Arien und Duette mit Maurizio sind von großer Würde und einer klingenden Wahrhaftigkeit geprägt, die zu Tränen rühren. Dagegen hat die Fürstin große emotionale Ausbrüche – das stark besetzte Orchester macht hier deutlich, dass wir uns in der Ära von Puccini und Richard Strauss befinden.

Genau vor 20 Jahren gastierte das Mariinsky Theater aus St. Petersburg zum ersten Mal im damals neu eröffneten Festspielhaus Baden-Baden. Anna Netrebko sang hier bereits 2001 – drei Jahre bevor sie erstmals bei den Salzburger Festspielen reüssierte. Ihr Entdecker Valery Gergiev hatte sie zuerst in Baden-Baden vorgestellt und später mit ihr weitere Erfolge – unter anderem in der Tschaikowsky-Oper „Jolanthe“ an der Oos gefeiert.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Innsbruck, Tiroler Landestheater, Sechs Schikaneder-Nominierungen, Adriana Lecouvreur – Charlie Chaplin – Cabaret, 27.06.2016

Tiroler Landestheater und Symphonieorchester Innsbruck

Tiroler Landestheater Innsbruck © Landestheater

Tiroler Landestheater Innsbruck © Landestheater

Sechs Schikaneder-Nominierungen für Tiroler Landestheater

Die Nominierungen für die 16 Kategorien des Österreichischen Musiktheaterpreis Goldener Schikaneder 2016 stehen fest. Das Tiroler Landestheater in Innsbruck ging dabei als Nominierungssieger hervor.

Die Innsbrucker Produktion Adriana Lecouvreur erhielt insgesamt vier Nominierungen: Karina Flores wurde für Adriana als Beste weibliche Hauptrolle nominiert, Susan Maclean für die Fürstin von Bouillon als Beste weibliche Nebenrolle. Bruno Klimek erhielt eine Nominierung für die Beste Regie und Chefdirigent Francesco Angelico für die Beste Musikalische Leitung von Adriana Lecouvreur.

Außerdem wurde als Beste Ballettproduktion Charlie Chaplin von Marie Stockhausen nominiert. In der Kategorie Musical erhielt Nina Proll, die am Tiroler Landestheater in Cabaret Sally Bowles verkörperte, eine Nominierung.

Die Preisverleihung findet am 27. Juni in im Wiener Ronacher statt

Pressemeldung Tiroler Landestheater257