Schwerin, Mecklenburgisches Staatstheater, André Chénier – Umberto Giordano, 11.01.2019

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Mecklenburgisches Staatstheater

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin © Silke Winkler

 André Chénier – Umberto Giordano

– EIN DICHTER IN DER NACHT DES SCHRECKENS –

von Peter M. Peters

André Chénier ist das einzige Werk, das außerhalb Italiens seinen festen Platz im Repertoire der großen Opernhäuser bis heute behalten hat und dem Komponisten Umberto Giordano (1867-1948) zu Weltruhm verhalf. Sein Textdichter Luigi Illica (1857-1919) verfasste das Opernlibretto indem er die tragische Gestalt eines Poeten zur Zeit der Schreckensherrschaft der französischen Revolution erzählt.

André Marie de Chénier (1762-1794), in Konstantinopel geboren, war ein von der hellenischen und klassischen Literatur geprägter Dichter. Sein kurzes Werk ist von der romantischen Bewegung beeinflusst, aber auch mit politischen und freiheitsliebenden Gedanken genährt. Nach seinem frühen gewaltsamen Tode wurde sein poetischer Nachlass veröffentlicht und äußerst gelobt, insbesondere von dem jungen Victor Hugo (1802-1885). Im Mittelpunkt der Oper, in dem nach dem Vorbild der grand opéra Dichtung und Wahrheit auf höchst effektvolle Weise miteinander verwoben sind, steht die historische Gestalt des Dichters Chénier, der als einer der bedeutendsten französischen Lyriker des 18.Jahrhunderts gilt. Das er in Adelskreisen verkehrte, wo man sein Talent zu schätzen wusste, ist überliefert, nicht jedoch dass sich eine adlige Dame in ihn verliebte, die sogar bereit war, mit ihm im in den Tod zu gehen. Das historische Vorbild der Maddalena di Coigny ist bei Illica la Duchesse Anne-Françoise- Aimée de Franquetot de Coigny (1769-1820), mit der Chénier einige Zeit das Gefängnis Saint-Lazare teilte. Dagegen die Gestalt des Gérard ist bare Erfindung, eingeführt nur aus dem einfachen Grunde, um der traditionellen Dramaturgie des Ottocento zu entsprechen, die den Dreieckskonflikt zur Grundlage des melodramma machte.

Andre Chenier – Umberto Giordano
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Was André Chenier vor anderen Opern seiner Zeit auszeichnet, ist die Abkehr von der starren Typisierung, die Hinwendung zu einer Charakterentwicklung. Die  Schwarzweißmalerei weicht damit einer differenzierten Darstellung der individuellen Persönlichkeit. Insbesondere  von der Titelgestalt wird zweifellos im Hinblick auf das historische Vorbild, ein vielschichtiges Porträt entworfen. Chéniers Arie « Un di all’azzurro spazio » (1.Bild) zeigt den Dichter als Kritiker des Ancien Régime, zugleich auch als Künder einer neuen Epoche, in der die tief empfundene Liebe den ersten Platz einnimmt – eine herausragende Facette im Wesen Chéniers, die sich mit Deutlichkeit in der Szene mit Maddalena (« Ora soave,  sublime ora d’amore  »,2.Bild) offenbart. Im 3.Bild wird das heroische Moment akzentuiert, als Chénier vor dem Tribunal eine Verteidigungsrede hält (« Si, fui soldato ») und den Wohlfahrtsausschuss wegen seines Schreckensregimes anklagt. Das 4.Bild zeigt, gewissermaßen als Pendant zum 1.Bild, noch einmal den empfindsamen Dichter (Arioso « Come un bel di di maggio »), andererseits den von ekstatischer Liebe erfüllten Menschen (Duett « Vicino a te »).

Durchaus ambivalent präsentiert sich auch die Gestalt des Gérard. Zwar hat er zunächst keine Skrupel, ähnlich wie Scarpia (Puccini: Tosca), seine öffentliche Stellung für seine privaten Ziele zu missbrauchen. Doch ist er auch der Reflexion fähig, ist bereit, sich selbst der Kritik zu unterziehen (Monolog « Nemico della patria », 3.Bild), vermag zu erkennen, dass er, der frühere Domestik, zum Sklaven seiner eigenen Begierden geworden, also Knecht geblieben ist. Den endgültigen Wandel führt die Begegnung mit Maddalena herbei, deren Bereitschaft, sich für einen anderen zu opfern, ihn in tiefster Seele rührt; anders als der Baron Scarpia hat sich der Proletarier Gérard seine Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit bewahrt.

Ähnlich wie bei Giacomo Meyerbeer (1791-1864) hat in André Chénier das historische Element nicht den Charakter einer bloßen Folie, vor der sich die Tragödie der Individuen abspielt. Vielmehr greift der geschichtliche Augenblick, hier also die Französische Revolution, in das Geschehen ein, wird selbst zum Gegenstand künstlerischer Gestaltung. Musikalisch wird das Ambiente der Revolution nicht nur durch Zitate einiger bekannter Revolutionslieder wie «Ça ira», der Carmagnole und der Marseillaise eingefangen, sondern auch durch naturalistische Techniken: nicht wenige Vokalpartien sind in ihrer Diktion an der gesprochenen Sprache orientiert, beziehen Rufe und Schreie mit ein, imitieren das Stimmengewirr durch eine kalkulierte Regellosigkeit des vokalen Satzes. Kontrastierend dazu wird im 1.Bild die Zeit des Rokoko beschworen: durch Schäferidylle, Clavecinspiel und eine Gavotte, wobei es sich hier nicht um Zitate, sondern um Stilkopien handelt.

Aufgrund der dankbaren Rollen entwickelte sich André Chénier zu einer der beliebtesten Opern des Verismus und zu den herausragenden Interpreten der Titelpartie zählen Enrico Caruso, Beniamino Gigli, und nach dem zweiten Weltkrieg vor allem Mario del Monaco, Franco Corelli, José Carrera und natürlich Placido Domingo.

Mecklenburgisches Staatstheater / Andre Chenier - hier : Jasmin Etezadzahdeh, Yoontaek Rhim, Paul Kroeger, Raphale Käding © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater / Andre Chenier – hier : Jasmin Etezadzahdeh, Yoontaek Rhim, Paul Kroeger, Raphale Käding © Silke Winkler

Ursprung des musikalischen Verismus

Ausgehend von der naturalistischen Bewegung in Frankreich u.a. durch Émile Zola (1840-1902), Guy de Maupassant (1850-1893) und Alphonse Daudet (1840-1897) entwickelte sich im letzten Viertel des 19.Jahrhundert in Italien eine literarische Gruppe: « verismo » . Die mit ihrem Hauptvertreter Giovanni Verga (1840-1922), eine Literatur  behaupteten, die das Leben der anonymen Massen  und die Wahrheit des Lebens schilderte: Bauern, Handwerker, Fischer, Bettler, Vagabunden, Mörder, Prostituierte, Kurtisanen, die Ärmsten der Armen wurden hier die Hauptpersonen ihrer eigenen Geschichte. Inspiriert von dieser Bewegung entwickelte sich der musikalische Verismus u.a. mit Pietro Mascagni (1863-1945), Cavalleria rusticana, (1890) der mit diesem Werk einen sensationellen Erfolg erzielte. Seine Librettisten inspirierten sich nach einer Novelle « Vita dei Campi » des Giovanni Verga.

Desgleichen Ruggero Leoncavallo (1857-1919), I Pagliacci (1892) hatte zwei Jahre später einen ähnlichen großen Erfolg mit seiner Oper, indem er das Libretto selbst schrieb nach einer wahren Begebenheit, die sich um 1865 in Kalabrien abspielte.

Immer mehr Werke im Stil des Verismus erblickten die Welt: der sogenannte bürgerliche und historische Verismus entstand u.a. mit André Chénier (1896) von Giordano oder Adriana Lecouvreur (1902) von Francesco Cilea (1866-1950) und nicht zu vergessen Giacomo Puccini (1858-1924), der mehrere weltweit bekannte Musikdramen in diesem Stil hinterließ.

Der Musikstil verbreitete sich über die Grenzen Italiens aus und mehrere europäische Länder waren empfänglich für diese neue Ästhetik, jedoch es wurde nie eine Schule oder ein Manifest des Verismus. Die Musiksprache eines jeden Komponisten behielt seine persönliche Individualität und Kreativität verstärkt durch die Mentalität seines Landes. In Frankreich z.B. Gustave Charpentier (1860-1956) der in seiner Oper Louise (1900) das Schicksal einer Frau und deren Emanzipation als Thema hat.

Auch Deutschland hat seinen Verismus mit Eugen d’Albert (1864-1932), der mit seinem Werk Tiefland (1903) die elenden Zustände der Knechte und Zugehfrauen unter dem sadistischen Joch eines Großgrundbesitzers erzählte, oder Spanien mit der blutigen Familientragödie in einem überwiegend von Zigeunern bewohntem Stadtteil von Granada mit La Vida breve (1904-1905) von Manuel de Falla (1876-1946). Nicht zu vergessen unsere osteuropäischen Nachbarn:  Jenufa (1905) von Leoš Janácek (1854-1928) und Lady Macbeth von Mzensk (1932) von Dmitrij Schostakowitsch (1906-1975) sind außergewöhnliche Werke des Musiktheaters, die auch die erniedrigen menschlichen Konditionen  zum Inhalt hat. Der Verismus machte sich nicht zuletzt die Aufgabe Menschen an der untersten Stufe der sozialen Leiter zu zeigen.

Mecklenburgisches Staatstheater / Andre Chenier - hier : Karen Leiber, Jasmin Etezadzadeh, Zurab Zurabvishvili, Bruno Vargas © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater / Andre Chenier – hier : Karen Leiber, Jasmin Etezadzadeh, Zurab Zurabvishvili, Bruno Vargas © Silke Winkler

Aufführung 3.Januar 2020 – Mecklenburgisches Staatstheater Schwerin

Das erste Bild übermittelt die letzten Atemzüge des Ancien Régime im Schloss der Contessa di Coigny, die ihre Freunde zu einem großen Fest einlädt. Ein Schäferspiel zeigt die ganze obszöne Dekadenz einer sterbenden Gesellschaft: Schäferinnen und Travestien spielen miteinander sonderbare Spiele, ein kleiner Knabe wird Objekt einer seltsamen Lustbegierde…! Sehr scharfe Kritik zeigt der Dichter Chénier anhand seiner Gedichte an dieser skrupellosen Gesellschaft, die natürlich starke Empörung hervorruft. Durch eine Gavotte wird diese Verstimmung beseitigt und das Fest geht weiter. Aber da bricht die Revolution in das Schloss ein, indem Gérard mit Gleichgesinnten brutal das Fest beendet. Der radikale Übergang von Schäferidylle zu grausamen Straßenschlachten, Demonstrationen und hasserfüllten Massen ist dem Regisseur Roman Hovenbitzer außerordentlich deutlich gelungen. Der Rhythmus der Inszenierung wird der Musik und der Dramatik des Werkes äußerst gerecht. Eine großartige Idee ist die des «  le musicien rouge »,  eine zusätzliche Person, die als Moritatensänger zwischen den Bildern vor dem Vorhang, teils alleine oder begleitet mit Mathieu, genannt « Populus » seine kleinen Interludes vorträgt, die an Macky Messer und Charlot erinnern: « Ça ira », la Marseillaise ou la Carmagnole.

Inzwischen hat sich die Revolution als Schreckensherrschaft etabliert und die ehemaligen Diener sind zum Werkzeug dieser grausamen Tyrannei geworden: es wimmelt von Spionen und nur ein ungewolltes Wort kann zum Tode führen. Im Grunde nichts neues in unserer langen Menschheitsgeschichte, doch schockiert diese Unmenschlichkeit immer wieder. In diesem und der nächsten Bilder sieht man nur noch undekorative hässliche Metallgerüste, die wohl das Chaos vermitteln sollen. Vollbehangen mit Politbildern, Manifesten, Graffitis aus allen Epochen und Zeiten, Mahnbilder eines nie vergehenden Wahnsinns. Der Bühnenbildner Hermann Feuchter hat hier eine interessante Lösung gefunden. Auch die Kostüme von Roy Spahn sind inspiriert vom Zeitlosen, indem er ausgehend vom Rokoko bis hin in die Neuzeit verschiedene Kleidungsstile vermischt und neu entwirft. Das gesamte Produktionsteam hat hier einzigartige inspirierte Arbeit geleistet und wir waren überrascht über diesen Qualitätsanspruch, den oft viel größere Häuser mit gewaltigen Mitteln nicht erreichen.

Die musikalische Seite liegt auf keinem Fall im Schatten des Produktionsteam. Der junge amerikanische Dirigent Michael Ellis Ingram ziselierte mit viel Sensibilität die ganze Schönheit der Partitur heraus ohne ins Sentimentale abzurutschen. Der musikalische Rhythmus bewegt sich mit dem Inszenierungstempo, sodass ein geschlossenes Ganzes vor unseren Sinnen erscheint, ideal für eine Musiktheaterproduktion. Der Chor des Mecklenburgischen Staatstheaters und die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin sind überaus präzise und folgen ihrem jungen talentierten Dirigenten mit Begeisterung.

Der georgische Tenor Zurab Zurabishvili hat die geeignete Stimme für die Titelpartie, robust in den tiefen Lagen und strahlend in den Höhen, obwohl an diesem Abend hatte er mehrmals Schwierigkeiten den richtigen Anfangston zu finden. Dennoch bleibt es eine hervorragende Leistung für eine der schwierigsten Partien seines Faches. In seinem Duett mit Maddalena im vierten Bild zeigt er sein ganzes Können und vereint mit der Sopranstimme ist es vielleicht ein Sternstundenmoment, der häufig Gänsehaut erzeugt.

Maddalena di Coigny wurde ideal von der Sopranistin Karen Leiber interpretiert indem sie stimmlich sowie auch schauspielerisch die vielen Facetten einer glaubwürdigen Verwandlung darstellte: eine junge verwöhnte kokette Aristokratin bis hin zu einer reifen liebenden aufopfernden Frau. Ihre große Arie « La mamma morta m’hanno alla porta » wird mit Intensität und Schönheit vorgetragen und ist einer der Höhepunkte des Abends. Nicht zu vergessen das berühmte schon erwähnte Duett mit Chénier im vierten Bild.

Mecklenburgisches Staatstheater / Andre Chenier - hier : Zurab Zurabvishvili, Bruno Vargas, Jasmin Etezadzadeh © Silke Winkler

Mecklenburgisches Staatstheater / Andre Chenier – hier : Zurab Zurabvishvili, Bruno Vargas, Jasmin Etezadzadeh © Silke Winkler

Der südkoreanische Bariton Yoontaek Rhim als Carlo Gérard bekam den größten Applaus an diesem Abend und unserer Meinung nach auch berechtigt. Seine Stimme versehen mit einem schwarz-metallischen Timbre flutet durch die Orchestermassen mit einer derartigen Kraft und Leichtigkeit und die nuancenreiche Interpretation seiner Rolle ist einerseits mit grausamer Brutalität und andererseits mit sensibler Melancholie versehen, wie es die zwielichtige Person des Gérard verlangt. In seinem Monolog « Nemico della Patria » wird besonders die mit sich selbst kämpfende Person glaubwürdig dargestellt.

Der junge amerikanische Tenor Paul Kroeger ist ungemein gut besetzt für die schmierige aalglatte Person des Incredibile, indem er sich als Spion allgegenwärtig heimlich in Häuser und Wände einschleicht den Tod mit sich bringend und immer neue Opfer sucht. Seine leichte Tenorstimme zeigt den nötigen Charakter für diese makabre Rolleninterpretation. Außer dieser Rolle hat er noch einige kleinere Rollen übernommen: L’Abbate, ein Dichter und Dumas.

Der Bariton Cornelius Lewenberg hat zwei völlig gegensätzliche Rollen zu bewältigen, zum einen den immer vorteilsuchenden Dandy-Romancier Pietro Fléville (1. Bild), der gleich einem Salonlöwen sich geschickt lächeln durch die Gesellschaft schleicht. Und zum anderen den gefährlichen Sansculotto Matthieu, genannt « Populus », ein aus dem Proletariat entstiegener gehbehinderter und übergewichtiger Anhänger des Terrorregimes. Seine tiefschwarze Seele ist ihm gewissermaßen auf die Haut geschrieben und sein Großmaul schreit Parolen die er nicht versteht. Unsere politische Vergangenheit rückt näher und erinnert an nicht sehr glorreiche Zeiten. Sein diabolischesTimbre gleicht einer Farbpalette die sich den schwärzesten Situationen anpasst.

Roucher, Chéniers Freund, singt der Bariton Sebastian Kroggel mit einer samtigen Stimme,  die von beeindruckender Schönheit und Sensibilität sehr überzeugend wirkt. In seiner einzigen großen Szene mit Chénier «La femminil marea parigina» zeigt er sein ganzes Können und man denkt unweigerlich an Carlo und Posa (Verdi: Don Carlo).

Auch die spanische Mezzosopranistin Itziar Leseka hat zwei Rollen zu interpretieren, zum einen die arrogante standesbewusste Contessa di Coigny (1. Bild) und zum anderen die um ihre gefallenen Söhne trauernde Madelone. Die überzeugende Revolutionärin opfert weinend ihre letzten Söhne für den bevorstehenden Krieg, ein äußerst beeindruckender Moment unserer eigenen Geschichte, denn die kleinen Soldaten sind mit Stahlhelmen des zweiten Weltkrieges behelmt. Eine sehr berührende Szene mit einer « Mutter Courage Vision » versehen und die nie endende Unzulänglichkeit menschlichen Wesens vorführt. Gesanglich eine sehr bemerkenswerte Interpretation.

Die Mulatta Bersi wurde von der Sopranistin Hanna Larissa Naujoks mit ihrem in allen Lagen ansprechenden lirico-spinto und mit weit fließenden Legato gemeistert. Ihre einzige Szene «Temer? Perchè? Perchè temer dovrò?» sang sie mit viel Ironie,Trotz und Mut.

Auch die kleineren Partien waren bewundernswert homogen besetzt. Ein Extralob für den Musiker und Schauspieler Raphael Käding, der die von der Regie zusätzliche erfundene Person  « Le musicien rouge» mit Bravour, Witz und Ironie darstellte.

Kleine Schweriner Kulturgeschichte

Die wechselreiche Schweriner Theatertradition reicht zurück bis ins 16.Jahrhundert und viele «Comoedianten»-Truppen hatten sich zeitweise am fürstlichen Hofe angesiedelt. Der Schauspieler Konrad Ekhof (1720-1778), von Theaterhistorikern als der «Vater der deutschen Schauspielkunst» bezeichnet, gründet in der mecklenburgischen Metropole 1753 die erste deutsche Schauspielerakademie. Die erste Blütezeit des Schweriner Theaters endet abrupt 1756 mit dem Tode des kunstliebenden Herzogs Christian Ludwig II. Dessen Nachfolger, Friedrich «der Fromme» verbietet jegliches Theaterspielen. Und erst als Friedrich stirbt, kommt das Kulturleben der Stadt wieder in Schwung. 1788 wird ein ehemaliges Reit- und Ballspielhaus am alten Garten zu einem Schauspielhaus umgebaut. Schwerin hat sein erstes « richtiges » Theatergebäude. Es erfüllt seinen Zweck bis 1831, dann brennt es ab.

Der Architekt Georg Adolph Demmler (1804-1886), dessen Bauten auch heute noch wesentlich das Stadtbild des alten Schwerin prägen, erhält den Auftrag, ein neues zu bauen. 1836 ist es vollendet, und die Stadt hat mit dem Großherzoglichen Hoftheater am Alten Garten ein repräsentatives Haus. Eine neue Epoche der Schweriner Theatergeschichte beginnt. Diese Ära ist u.a. geprägt von der siebenjährigen Intendantenzeit des Komponisten Friedrich von Flotow (1812-1883), der 1856 den Dirigenten Georg Alois Schmitt (1827-1902) zu sich holt. Er macht Schwerin nach Bayreuth zur zweiten « Wagner-Stadt » in Deutschland und baut die seit 1563 bestehende Staatskapelle zu einem der bedeutendsten des Landes aus. Mit dem Orchester konzertieren beispielsweise Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809-1847), Clara Schumann (1819-1896), Joseph Joachim (1831-1907), Camille Saint-Saëns (1835-1921) und Johannes Brahms (1833-1897). Wagners Opern prägen den Spielplan und zur Walküre –Inszenierung im Jahre 1878 kommen Enthusiasten per Sonderzug aus Hamburg und Berlin. Diese glückliche Entwicklung wird durch einen erneuten großen Brand des Gebäudes unterbrochen.

Der Neubau im neo-barocken Stil wurde am 3.Oktober 1886 eröffnet und ab 1918 nannte es sich Mecklenburgisches Staatstheater. Das heutige Theater mit seiner eigenen Truppe spielt in jeder Saison ein umfangreiches Programm: Musiktheater, Schauspiel, Ballett, Fritz-Reuter-Bühne (Plattdeutsches Theater), Junges Staatstheater Parchim und Konzerte. In dieser Saison werden u.a. folgende Neuinszenierungen angeboten: Fidelio (Schlossfestspiele), Rigoletto, Orfeo ed Euridice, Die tote Stadt, Weiße Rose, Chess – The Musical, Mephisto, Mutter Courage und ihre Kinder.

—| Pressemeldung Mecklenburgisches Staatstheater |—

Essen, Aalto-Theater, Wiederaufnahme Cosi fan tutte, 22.09.2019

September 13, 2019 by  
Filed under Aalto Theater Essen, Oper, Pressemeldung

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Aalto Theater Essen

Aalto-Theater-Essen © IOCO

Aalto-Theater-Essen © IOCO

Mozarts „Così fan tutte“ kehrt zum Saisonauftakt zurück

Wiederaufnahme der Oper am Sonntag, 22. September 2019, um 18 Uhr im Aalto-Theater

Mit Mozarts „Così fan tutte“ verabschiedete sich das Aalto-Musiktheater in die Sommerpause – jetzt begrüßt das Essener Haus sein Publikum mit dieser Perle des Opernrepertoires zur neuen Saison: Am Sonntag, 22. September 2019, um 18 Uhr im Aalto-Theater feiert die Oper in der Inszenierung von Stephen Lawless ihre Wiederaufnahme. Weitere Vorstellungen folgen am 5. Oktober sowie am 1. und 29. November. Zu erleben sind aus der Premierenbesetzung Tamara Banješevi? (Fiordiligi), Dmitry Ivanchey (Ferrando), Martijn Cornet (Guglielmo), Baurzhan Anderzhanov (Don Alfonso) und Liliana de Sousa (Despina) sowie Bettina Ranch, die ihr Rollendebüt als Dorabella feiern wird.

Aalto Theater Essen / Così fan tutte © Matthias Jung

Aalto Theater Essen / Così fan tutte © Matthias Jung

Mit „Così fan tutte“ schufen Wolfgang Amadeus Mozart und sein Librettist Lorenzo da Ponte eine psychologische Versuchsanordnung über Liebe, Treue, verborgene Sehnsüchte und Enttäuschungen, die bis heute hinsichtlich ihrer Raffinesse ihresgleichen sucht. Was als scheinbar heiteres Spiel beginnt, wird bald bitterer Ernst. Einzig die Musik wagt es, den Kern des Spiels zu enthüllen und die wahren Leidenschaften der Protagonisten ans Licht zu bringen. Alles beginnt mit einer Wette. Angestachelt von dem lebenserfahrenen Don Alfonso wollen Ferrando und Guglielmo die Treue ihrer Verlobten Dorabella und Fiordiligi testen. Also täuschen die beiden jungen Männer eine Kriegseinberufung vor, kehren verkleidet zurück und werben über Kreuz um die Gunst der jeweils anderen Frau. Bald schon unterliegen diese ihren Verführungskünsten, denn „Così fan tutte“ – So machen’s alle (Frauen?). Doch nun entspinnt sich ein emotionales Verwirrspiel. Wer liebt jetzt eigentlich wen?

Kaum zu glauben, dass Kaiser Joseph II. diesen brisanten Stoff persönlich initiiert haben soll und das Werk ausgerechnet zur Zeit der Französischen Revolution 1790 am Wiener Burgtheater zur Uraufführung kam, wo es doch in einer Zeit politischer Unruhen demonstriert, dass auch gesellschaftliche Institutionen wie die Ehe nicht unantastbar sind.

Karten (€ 11,00 – 55,00) unter T 02 01 81 22-200 oder www.theater-essen.de.

—| Pressemeldung  Aalto Theater Essen |—

Lüttich, Opéra Royal de Wallonie-Liège, Anna Bolena – Gaetano Donizetti, IOCO kritik, 12.04.2019

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège.

Opéra Royal de Wallonie-Liège © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège

Anna Bolena – Gaetano Donizetti

Belcanto in hoch-ästhetischer Optik

von Ingo Hamacher

Die Oper Anna Bolena von Gaetano Donizetti war seit 1982 nicht mehr auf der Lütticher Bühne zu sehen. Die jetzige Produktion ist eine Co-Produktion des königlichen Opernhaus von Muscat (Oman) mit der Opéra de Lausanne und der ABAO-OLBE Associación Bilbaina Amigos de la Óera (Bilbao). Nur durch diese Bündelung der Kräfte konnte die Belcanto-Oper in einer derart hochästhetischen Optik auf die Bühne der Opera Royal de Wallonie-Liège gebracht werden.

Nicht nur die Ausstattung,  auch die dargebotene Originalfassung, von allen nachträglichen Transpositionen nach unten bereinigt, was besonders dem Tenor Töne weit über dem hohen C abverlangt, geht über üblicherweise erlebbares hinaus.

Anna Bolena  –  Gaetano Donizetti
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Olga Peretyatko  meistert in ihrem Rollendebut als Anna Bolena  an der Opéra Royal de Wallonie-Lüttich die Herausforderungen mit Bravour. Mit ihrem silbern-leichten Sopran, einer herausragenden Spielfreude, der notwendigen Italianità, einem schönen Legato und einer runden Stimme, die in den Registern keinerlei Brüche aufweist, singt sie die Partie mit perlenden Kolloraturen, unterstützt von Giampaolo Bisanti am Pult und der Orchester der Opéra Royal de Wallonie-Liège die ein gutes Gespür für die besonderen Anforderungen des Belcanto beweisen.

Entsprechend groß war denn – nach zahllosem Szenenapplaus – zum Premierenende der Jubel,  mit der die Leistung der Solistin und des gesamten Ensembles gefeiert wurde. Eine großartige Leistung alles Beteiligten, die noch lange im Gedächtnis haften wird.

Für Gaetano Donizetti (1797 – 1848) sind 71 Opern nachweisbar. Dies hohe Zahl belegt nicht zwangsläufig unerschöpfliche Kreativität des Komponisten, sondern verweist eher auf die Schaffensnotwendigkeit der verheerend schlecht bezahlten Komponisten des Belcanto. Ursprünglich hatte Donizetti versucht, seinen übermächtigen und jüngeren Konkurrenten Vincenzo Bellini (1801 – 1835) mit einem, diesem entgegengesetzten Stil zu begegnen: Donizetti entwickelte hochdramatische, beton erotische und männliche “Schlager-Opern der neuen Kürze”, mit denen er in Neapel großen Erfolg hatte.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Anna Bolena - hier :  Marco Mimica als Heinrich VIII und Sofia Soloviy als Jane Seymour © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Anna Bolena – hier : Marco Mimica als Heinrich VIII und Sofia Soloviy als Jane Seymour © Opéra Royal de Wallonie-Liège

In Mailand gelang ihm jedoch nicht, mit dieser Art von Opern das Publikum zu gewinnen. Warum Donizetti  mit der 29sten, seiner großen „Durchbruchsoper“ Anna Bolena, eine Serie großer Erfolge begann, ist umstritten. Nach Ansicht einiger Musikwissenschaftlicher begann er, sich dem Stil von Vincenzo Bellini in größerem Maße musikalisch anzupassen. Donizetti entwickelte halbkreisförmige Begleitfiguren, die sich zu Wellenbändern aneinander reihen, lustvoll-langgezogenen Lyrismen, schwelgerische, feminine Terzenchöre, schwerfällig gleitende Ensemblewerke von komplexer Harmonik und Polyphonie.

Diese Hinwendung zum Bellinianismus ist nicht unbestritten geblieben, sondern wird alternativ durch eine zunehmende kompositorische Reife und einer Vervielfältigung seiner Mittel erklärt. Zudem stellt Donizetti in jeder Szene die höfische Gesellschaft dar, sodass mehr Duette und Ensembles als Solostücke zu hören sind.  Insgesamt hat er seine Musikdramatik ganz auf das Tableau ausgerichtet. So ist es auch von Stefano Mazzonis di Pralafera in seiner Inszenierung aufgegriffen worden.

Die Zeitgenossen der Uraufführung bestach das Libretto der Oper durch einen weiteren Aspekt: Mehr als 30 Jahre nach der französischen Revolution erweckte der “untergegangene Adel” inzwischen auch das Mitleid der Öffentlichkeit.  Die Menschen der Romantik liebten den morbiden Charme des verfallenen Glanzes der Aristokratie; damals wie heute erfreuen sich Schicksalsschilderungen aus dem Hochadel größtem Interesse.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Anna Bolena - hier :  Olga Peretyatko als Anna Bolena © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Anna Bolena – hier : Olga Peretyatko als Anna Bolena © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Der Plot von der Oper Anna Bolena ist wahrlich interessant: Heinrich VIII. hat sich von seiner zweiten Gattin, Anna Boleyn, abgewandt und Jane Seymour zu seiner Mätresse gemacht. – Nach dem Öffnen des Vorhangs sehen wir denn auch Jane Seymour splitterfasernackt mit dem König durch die Bettlaken springen.  Im Grunde jedoch startet alles mit einem Missverständnis: Jane Seymour, Hofdame und Vertraute der Königin, bittet Heinrich, das unwürdige heimliche Verhältnis zu beenden, da sie unter ihren Schuldgefühlen gegenüber ihrer Königin emotional zerbricht.

Der König missversteht ihr Anliegen jedoch dahingehend, dass sie den Stand einer Mätresse verlassen und selber Königin werden will. Seiner zweiten Frau bereits überdrüssig, ist er zu nichts lieber bereit und entwickelt folgenden Plan: Indem er Anna beschuldigt, mit ihrem Jugendfreund Lord Percy ein Verhältnis zu haben, sucht er sich seiner 2. Gattin auf legaler Weise zu entledigen und Jane Seymour zu seiner dritten Gattin zu machen.  Die Intrige des Königs gelingt: Anna Boleyn wird hingerichtet.

Die Geschichte  wurde dabei so stark romantisch überformt, das das Libretto streng historisch gesehen nicht haltbar ist. Anna ist eine schuldbeladene, charakterschwache, ehrsüchtige Frau, die ihrem Tod mit Schrecken entgegen sieht. Sie verließ aus freien Stücken ihrer ersten Mann Percy, um an der Seite Henrys den Thron zu besteigen. Percy, seine Liebe nicht aufgebend, erscheint am Hof.  Obwohl Anna ihn weiterhin liebt, versucht sie ihn abzuwimmeln, um Henry keinen Grund zu geben, sie zu verstoßen.  Trotzdem wird sie von Heinrich des Ehebruchs angeklagt und zum Tode verurteilt. Um die Hölle der letzten Augenblicke nicht erleiden zu müssen, flüchtet sie sich in einen Wahn, der aber kurz vor ihrem Tod wieder verfliegt. Dies ist der wirkungsvollste und dramatischste Augenblick in Donizettis bisherigem Schaffen.

Da zur Zeit der Uraufführung der Oper, am 26. Dezember 1830, Revolutionskriege wie die Enthauptung Marie-Antoniettes noch nervenerregend präsent in den Köpfen der Bevölkerung war, wundert nicht, dass das Publikum wie von einem Rausch ergriffen Donizettis und die Oper Anna Bolena  triumphal feierte.

„Erfolg, Triumph, Delirium: es war, als ob das Publikum verrückt geworden wäre. Alle sagten, sie könnten sich nicht erinnern, je bei einem solchen Triumph zugegen gewesen zu sein”, schrieb Donizetti unmittelbar nach der Uraufführung seiner Frau Anna Virginia.

Der Schatten des Untergangs hängt schon in der ersten Szene über Anna Bolena: Düstere, mäandernde Streicherfiguren, durchzogen von eine elegischen Oboenmelodie, beschwören die Atmosphäre von Bedrohung und Täuschung am Hof. “Ihr Herz quält sich”, heißt es in der chorische Intrada über die Königin, die eine Art von Dacapo zu Beginn der Wahnsinnsszene findet.

Fortan entwickelt sich, insbesondere durch Verschmelzung von dramatischem Dialog und ariosen Formen, ein komplexes, seelisch verschlungenes Geschehen: ein Labyrinth von Lügen und Täuschungen, der in den Wahnsinn getriebenen Königin, ihrer ehrgeizigen und von Schuldgefühlen geplagten Gegenspielerin Giovanna, dem ruchlosen und von Selbstzweifeln geplagten König und den beiden enttäuschten Liebhabern: dem zur Schachfigur der Intrige gemachten Lord Percy und dem Hoffnungslos in die Königin verliebten Smeton.

Nicht enden wollender Jubel feierte Sänger/innen, Orchester und das Produktionsteam. Langer Applaus. Das Auditorium war hingerissen.

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Anna Bolena - hier : Celseo Albelo als Lord Riccardo Percy © Opéra Royal de Wallonie-Liège

Opéra Royal de Wallonie-Liège / Anna Bolena – hier : Celseo Albelo als Lord Riccardo Percy © Opéra Royal de Wallonie-Liège


 Die Protagonisten – Auf und hinter der Bühne

Dirigent: Der international tätige Giampaolo Bisanti wurde Januar 2018 zum Generalmusikdirektor des Teatro Petruzzelli in Bari ernannt.

Regie: Stefano Mazzonis di Pralafera, in Italien geboren, ist künstlerischer Direktor der Opera Royal de Wallonie-Liège

Bühne: Gary Ma Cann zaubert eine in tausend Arten wandlungsfähige Szenerie, die immer die Schwere der Tudor-Architektur darstellt, jedoch gleichzeitig auf unnachahmliche Weise Blickwinkel, Perspektiven und Handlungsräume eröffnet und damit der Statik der Tableaus das notwendige flexible Leben vermittelt, die uns bei der ansonsten etwas bewegungsarmen Regie fehlen würde. Der Nordirische Bühnenbildner arbeitet erstmalig in Lüttich.

Kostüme: Fernand Ruiz, der früher fest an der Opera Liege gearbetet hat, ist inzwischen hauptsächlich an der Israeli Opera tätig. Seine Kostüme sind ganz im Tudor-Stil gehalten, farblich optimal aufeinander abgestimmt und passen damit perfekt in das historische Bühnenbild.

Lichtdesigner Franco Marri, in Italien geboren, arbeitet für zahlreich intenationale Bühnen und Festivals. Ihm gelingt es, mit seinen stimmungsvollen Lichteffeckten die verschiedenen Stimmungen und Handlungsabläufe mit einer emotionalen Qualität aufzuladen, die den Handlungsverlauf für den Zuschauer noch intensiver macht.

Chorleiter  Pierre Iodice  liefert mit präzisen Einsätzen und stimmschönem Gesang die Leistung, die wir inzwischen nach all den postiven Vorerfahrungen als selbstverständlich anzusehen gewohnt sind.

Sein Liège-Debüt gibt Marco Mimica als Enrico VIII. Der junge kroatische Bass-Bariton hat viele Jahre an der Deutschen Oper Berlin gesungen und ist der Partie vollumfänglich gewachsen.

In der Rolle der Giovanna Seymour ist Sofia Soloviy zu erleben. Die Ukrainische Mezzosopranistin verkörperte die Partie bereits in Bergamo und  auf einer Japan-Tournee, so dass sie voll vertraut mit den Herausforderungen der Rolle allen Erwartungen gerecht wird.

Als Lord Riccardo Percy, dem in dieser ursprünglich für Battista Rubini geschriebenen Partie der Originalfassung singt der spanische Tenor Celso Albelo. Albelo, der mit seinem Donizetti-Schwerpunkt auf allen großen internationalen Bühen auftritt, meistert diese Aufgabe makellos.

In weitern Rollen: Luciano Montanaro, ein italienischer Bass, als Lord Rochford, war in 2018/19  in Lüttich schon als König in AIDA zu erleben . Maxime Melnik, junger Tenor aus Charleroi, besetzt die Partie des Sir Nervey.

Die Partie des Smeton singt die junge italienische Sopranistin Francesca Ascioti, ebenfalls mit ihrem Lüttich-Debut.


Anna Bolena an der Opéra Royal de Wallonie-Liège; die weiteren Termine 14.04. (15:00); 17.04.;  20.04.2019

—| IOCO Kritik Opéra Royal de Wallonie-Liège |—

Radebeul, Landesbühne Sachsen, Premieren und Spielplan Februar – März 2019

Februar 13, 2019 by  
Filed under Theater Dresden Landesbühne Sachsen

Landesbühnen Sachsen 

Landesbühne Sachsen / Die Mitte der Welt - Johannes Krobbach © Martin Reißmann

Landesbühne Sachsen / Die Mitte der Welt – Johannes Krobbach © Martin Reißmann


Höhepunkte im März 2019:


2 Premieren und eine Ausstellungseröffnung am 10. März  2019:

Schülertheaterwochen im Kulturhaus Freital und im Kulturhaus Böhlen

Wir sind dabei bei der Langen Nacht der Dresdner Theater am 30.3.2019

„Der aufhaltsame Untergang des Arturo Ui“ gastiert zu den Landesbühnentagen in Tübingen am 29. März 2019

WINTERLOUNGE 2019- B L U E S – F O L K  – G O S P E L – S O U L

vom 22. FEBRUAR – 2. März 2019 im Theater Radebeul

22.2. | 19.00 UHR | «Winterreise» Konzert mit Triozean und dem DegeleQuartett

23.2. | 19.00 UHR | «Hot Club D‘Allemagne», Gypsy-Swing-Jazz Quartett mit Pariser Swing der 30er und 40er Jahre

24.2. | 19.00 UHR | «Der Karneval von Venedig – Unterhaltungsmusik um 1900» mit Joachim Schäfer, Trompete

1.3.| 19.00 UHR | «Von Scarlatti bis Piazzolla», Orgel trifft Bandoneón – mit Tango Amoratado

2.3. | 19.00 UHR | «Tschaikowski bei Klezmer, Tango, Jazz, Klassik und mehr», Duo Kratschkowski

2 Premieren

MEIN ZIEMLICH SELTSAMER FREUND WALTER, Stück für junge Menschen von Sibylle Berg (ab 9)

Premiere am Sonntag, 10..3.2019, 16.00 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen

Lisa ist fast neun Jahre alt und meistens allein. Seit ihre Eltern arbeitslos geworden sind, bewegen sie sich eigentlich nur noch vom Bett auf das Sofa, hören merkwürdige Musik und trinken Wein. Die meiste Zeit muss Lisa sich um sich selbst kümmern, sich auf ihrem Schulweg gegen Pseudo-Rapper wehren und in der Schule tanzen ihr die anderen Schüler auf der Nase herum oder beachten sie erst gar nicht. Selbst die Lehrerin kann Lisa nicht leiden. Kein Wunder, dass sich Lisa in andere Galaxien träumt und sich einen Freund wünscht, der, ein bisschen wie sie selbst, von einem anderen Stern kommt…

I/A: Alexandra Wilke

„Die Mitte der Welt“, Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Andreas Steinhöfel, Dramatisiert von Gisela Kahl

Premiere am Sonntag, 10. März 2019, 19.00 Uhr  in den Landesbühnen Sachsen

Glass war siebzehn Jahre alt und im neunten Monat schwanger, als sie das Schiff bestieg, das im Hafen von Boston zum Auslaufen nach Europa bereitlag. Schneidende Kälte empfing sie, als sie acht Tage später, mittags, die alte Welt betrat. Nachts hatte sie ihr Ziel fast erreicht: Visible, das Haus ihrer Schwester, außerhalb der Stadt am Waldrand, auf dieser Seite des Flusses gelegen. Mitten im Wald bekam sie Wehen, und ein Mädchen und ein Junge verließen ihren Körper und fielen auf den verkrusteten Schnee …

Siebzehn Jahre später sucht Phil, der Junge, zwischen Familiengeheimnissen und dem eigenen Erwachsenwerden seinen Platz in der Welt. Denn ein normales Leben, was auch immer das sein mag, hat Phil nie kennengelernt. So ungewöhnlich seine Geburt war, so ungewöhnlich ist auch das verfallene Haus, in dem er lebt und sind die Menschen, die dort ein- und ausgehen: seine chaotische Mutter, die einen merkwürdigen Zauber auf Menschen ausüben kann, Gable, der Seefahrer, seine eigenwillige Zwillingsschwester Dianne, die rothaarige Juristin Tereza und deren Freundin Pascal. Die Leute auf der anderen Seite des Flusses beobachten Phil und seine Familie mit Argwohn, aber auch mit Neid. Und schließlich ist da noch Nicolas, der Unerreichbare, in den Phil sich unsterblich verliebt. Doch dann entscheidet sich Phil, den umgekehrten Weg seiner Mutter zu gehen. Er bricht auf nach Amerika.

Andreas Steinhöfel erzählt von der großen Liebe. Mit dem ihm eigenen magischen Realismus hat er ein heutiges Märchen über die Suche nach Orientierung in einer Welt ohne Wegmarken geschaffen. Ein Stück pralles Leben, heiter und sentimental, voller Hoffnung, Zauber und Zuversicht – für Jugendliche und Erwachsene.

Inszenierung: Manuel Schöbel

Ausstattung: Barbara Blaschke


Plan März 2019  Landesbühnen Sachsen in Radebeul: Große Bühne, Studiobühne, Glashaus, Goldne Weintraube


Fr            01.03.2019           19:00     Winterlounge: «Von Scarlatti bis Piazzolla» Orgel trifft Bandoneón – mit Tango Amoratado

        Landesbühnen Sachsen – Glashaus


Sa            02.03.2019           19:00     Winterlounge: «Tschaikowski bei Klezmer, Tango, Jazz, Klassik und mehr» Duo Kratschkowski

        Landesbühnen Sachsen – Glashaus


Fr    08.03.2019 19:30               Willi`s Rumpelkammer – Hits, Ufa-Schlager, Von Frech bis Frivol                                                 Goldne Weintraube – Die Theaterkneipe


So   10.03.2019 16:00               Premiere  Mein ziemlich seltsamer Freund Walter, Stück für Junge Menschen von Sibylle Berg (Ab 9)         Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


So   10.03.2019 17:30               Vernissage zu «Kunstspuren Radebeul»                                                                                             Landesbühnen Sachsen – Glashaus


So   10.03.2019 19:00               Premiere Die Mitte der Welt, Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Andreas Steinhöfel    Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Mo  11.03.2019 09:00+11:15  Macbeth, englisches Gastspiel                                                                                                              Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Mo  11.03.2019 17:00               Kochen Kunterbunt


Mo  11.03.2019 18:00               Schulprojekt                                                                                                                                             Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Di    12.03.2019 10:00               Mein ziemlich seltsamer Freund Walter                                                                                            Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Mi   13.03.2019 10:00               Mein ziemlich seltsamer Freund Walter                                                                                            Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Do   14.03.2019 09:50               Musik im Klassenzimmer                                                  Landesbühnen Sachsen – Orchesterprobenraum


Do   14.03.2019 11:00               Der Frosch muss weg                                                                                                                             Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Do   14.03.2019 11:30               Musik im Klassenzimmer                                                                                                                       Landesbühnen Sachsen – Orchesterprobenraum


Fr    15.03.2019 19:30               Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui, Schauspiel von Bertolt Brecht                                     Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Fr    15.03.2019 20:00               Coppélia – Android Q1, Tanz-Schauspiel zum Thema Transhumanismus von Sandra Maria Huimann, mit Wencke Kriemer de Matos und Holger Uwe Thews (Ab 16)                                                                                                                                          Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Sa    16.03.2019 19:30               Die Mitte der Welt                                                                                                                                 Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Sa    16.03.2019 20:00               Draußen vor der Tür, Schauspiel von Wolfgang Borchert                                                               Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


So   17.03.2019 18:30               Einführung 3. Philharmonisches Konzert der Elbland Philharmonie Sachsen                              Landesbühnen Sachsen – Glashaus


So   17.03.2019 19:00               3. Philharmonisches Konzert der Elbland Philharmonie Sachsen                                                  Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Do   21.03.2019 19:30               Zum letzten Mal in Radebeul! Tschick, Road Opera von Ludger Vollmer , Nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf         Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Do   21.03.2019 20:00               Theatersport                                                                                                                                            Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Fr    22.03.2019 10:00               König sein, Figurentheater nach «Le Petit Guili, De Mario Ramos» (Ab 9),                                  Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Fr    22.03.2019 19:30               Draußen vor der Tür                                                                                                                               Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Fr    22.03.2019 20:00               Pariser Leben,  Operette von Jacques Offenbach,                                                                           Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Sa    23.03.2019 19:30               Zum letzten Mal in Radebeul Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui                                        Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


So   24.03.2019 19:00               CANALETTO  QUARTETT- Konzert                                                                                                         Landesbühnen Sachsen – Glashaus


Di    26.03.2019 10:00               Theatersport                                                                                                                                            Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Mi   27.03.2019 10:00               König sein                                                                                                                                                 Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Mi   27.03.2019 18:00               Theatersport, Improvisationsshow aus Kanada                                                                                   Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Do   28.03.2019 10:00               Der Frosch muss weg, Kinderoperette nach dem Märchen DER FROSCHKÖNIG von Peter Lund (Buch) und Winfried Radeke (Musik)

        Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Fr    29.03.2019 19:30               Coppélia – Android Q1 , Tanz-Schauspiel zum Thema Transhumanismus von Sandra Maria Huimann, mit Wencke Kriemer de Matos und Holger Uwe Thews (Ab 16),                                                                                                                Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Lange Nacht der Dresdner Theater 


Sa    30.03.2019 17:00 – 17:30 Hirsch Heinrich                                                                                                                                         Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Sa    30.03.2019 18:00 – 18:30 Ich hab‘ geweint heut Nacht                                                                                                                Goldne Weintraube – Die Theaterkneipe


Sa    30.03.2019 19:00 – 19:30 Coppélia – Android Q1                                                                                                                           Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Sa    30.03.2019 20:00 – 20:30 Ich hab‘ geweint heut Nacht                                                                                                                Goldne Weintraube – Die Theaterkneipe


Sa    30.03.2019 21:00 – 21:30 Coppélia – Android Q1                                                                                                                           Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


So   31.03.2019 11:00               Matinee zu «Freie Radikale»                                                                                                                Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


So   31.03.2019 15:00               Zum letzten Mal in Radebeul! Ein Sommernachtstraum, Komödie von William Shakespeare Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Unterwegs: Alle Abstecherorte


Mo  04.03.2019 10:00               Ladsch und Bommel gehen ins Theater, Clowneskes Puppenspiel (Ab 4)                                   Grundschule Friedrich Schiller


Mo  04.03.2019 10:00 +12.00             Faust I – Der Tragödie erster Teil, Klassenzimmerstück von Thilo Schlüssler ,Nach Johann Wolfgang Goethe (Ab 14)   Oberschule Kötzschenbroda


Di    05.03.2019 10:00+12.00              Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                            Schiller Gymnasium Pirna


Mi   06.03.2019 10:00+12:00              Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                            Oberschule Coswig Kötitz


Mi   06.03.2019 10:00                           Ladsch und Bommel gehen ins Theater                                                                                 Grundschule Oberlößnitz


Mi   06.03.2019 10:00                           Erste Stunde,  Klassenzimmerstück von Jörg Menke-Peitzmeyer (Ab 14)                         Oberschule Kötzschenbroda


Mi   06.03.2019 19:30                           Pariser Leben, Operette von Jacques Offenbach                                                                  Lausitzhalle Hoyerswerda


Do   07.03.2019 10:30                           Erste Stunde                                                                                                                                Marie-Curie Oberschule Dohna


Do   07.03.2019 12:00                           Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                            Gymnasium Coswig


Fr    08.03.2019 10:30                           Erste Stunde                                                                                                                                Marie-Curie Oberschule Dohna


Sa    09.03.2019 16:00                           Im Weißen Rössl, Singspiel von Ralph Benatzky, Fassung: «Bar Jeder Vernunft»           Kulturhaus Torgau


Mo  11.03.2019 10:00                           Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                            Kulturhaus Freital


Di    12.03.2019 10:00                           Odysseus, Schauspiel von Kim Nørrevig (Ab 10)                                                                    Kulturhaus Freital


Di    12.03.2019 10:00                           Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                            Kulturhaus Freital


Di    12.03.2019 10:00                           Erste Stunde                                                                                                                                Oberschule Kötzschenbroda


Mi   13.03.2019 10:00                           Der Frosch muss weg, Kinderoper nach dem Märchen «Der Froschkönig» von Peter Lund (Text) und Winfried Radeke (Musik) (Ab 5)                               Kulturhaus Freital


Mi   13.03.2019 10:00                           heimWeh, Klassenzimmerstück von Thomas B. Hoffmann (Ab 14)                                     Kulturhaus Freital


Mi   13.03.2019 10:00+12:00              Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                            Schiller Gymnasium Pirna


Do   14.03.2019 10:00                           Einer für alle,  Von Katrin Eppler nach Alexandre Dumas (Ab 10),                                      Kulturhaus Freital


Do   14.03.2019 10:00                           Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                            Kulturhaus Freital


Fr    15.03.2019 10:00                           Hirsch Heinrich, Figurentheater mit Flachfiguren nach Fred Rodrian (Ab 4)                   Kulturhaus Freital


Fr    15.03.2019 10:00                           Pandora, Schauspiel von Christopher Weiss (Ab 14)                                                            Kulturhaus Freital


Fr    15.03.2019 19:30                           Pariser Leben, Operette von Jacques Offenbach                                                                 König Albert Theater Bad Elster


So   17.03.2019 17:30               Einführung „Pariser Leben“                                                                                                                  Großenhain Schloss


So   17.03.2019 18:00                           Pariser Leben,, Operette von Jacques Offenbach                                                                Großenhain Schloss


Mo  18.03.2019 10:00                           Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                            Kulturhaus Freital


Mo  18.03.2019 10:00                           König sein, Figurentheater nach «Le Petit Guili, De Mario Ramos» (Ab 9)                        Kulturhaus Freital


Mo  18.03.2019 10:30                           Fluchtwege                                                                                                                                  Oberschule Meißen Triebischtal


Di    19.03.2019 10:00                           Mein ziemlich seltsamer Freund Walter, Stück für junge Menschen von Sibylle Berg (Ab 9)       Kulturhaus Freital


Di    19.03.2019 10:00                           Die Geschichte von Lena, Von Michael Ramløse und Kirstin Elhauge (Ab 9)                    Kulturhaus Freital


Di    19.03.2019 10:00                           Der Frosch muss weg, Kinderoper nach dem Märchen «Der Froschkönig» von Peter Lund (Text) und Winfried Radeke (Musik) (Ab 5)                  Böhlen Kulturhaus


Di    19.03.2019 10:00                           Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                            Böhlen Kulturhaus


Di    19.03.2019 12:15                           Erste Stunde                                                                                                                                St. Benno Gymnasium Dresden


Di    19.03.2019 19:00               Einführung                  Boléro                                                                                                                  Lausitzhalle Hoyerswerda


Di    19.03.2019 19:30               Boléro, Tanzabend von Carlos Matos und Gastchoreografen, Musik von Maurice Ravel            Lausitzhalle Hoyerswerda


Mi   20.03.2019 10:00+12:00  Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                                        Oberschule Merzdorfer Park Riesa


Mi   20.03.2019 10:00               Pandora, Schauspiel von Christopher Weiss (Ab 14)                                                                         Böhlen Kulturhaus


Mi   20.03.2019 10:00               König sein                                                                                                                                                 Böhlen Kulturhaus


Mi   20.03.2019 11:00               Tschick, Road Opera von Ludger Vollmer,Nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf                Kulturhaus Freital


Mi   20.03.2019 20:00               Fisch zu viert, Komödie von Wolfgang Kohlhaase, Mitautorin: Rita Zimmer                                  Theaterkahn Dresden


Do   21.03.2019 10:00               Fluchtwege, Schauspiel von Nick Wood (Ab 14)                                                                                Kulturhaus Freital


Do   21.03.2019 10:00               Die Kuh Rosmarie, von Andri Beyeler (Ab 8)                                                                                      Böhlen Kulturhaus


Do   21.03.2019 10:30+12:30  Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                                        Marie-Curie Oberschule Dohna


Fr    22.03.2019 10:00               Die Kuh Rosmarie                                                                                                                                    Kulturhaus Freital


Fr    22.03.2019 10:00               Hirsch Heinrich, Figurentheater mit Flachfiguren nach Fred Rodrian (Ab 4)                                 Böhlen Kulturhaus


Fr    22.03.2019 19:00               Die Mitte der Welt                                                                                                                                 Kulturhaus Freital


So   24.03.2019 17:00               Pariser Leben, Operette von Jacques Offenbach                                                                             Neustadthalle Neustadt


Di    26.03.2019 10:00               Hirsch Heinrich                                                                                                                                         Kulturhaus Freital


Mi   27.03.2019 10:00               Die Geschichte von Lena                                                                                                                        Kulturhaus Freital


Do   28.03.2019 10:15+12:30  Die Geschichte von Lena                                                                                                                        Goethe-Gymnasium Bischofswerda


Fr    29.03.2019 10:00+12:00  Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                                        Oberschule am Sportzentrum Riesa


Fr    29.03.2019 19:30               Der Vetter aus Dingsda, Operette von Eduard Künneke                                                                 Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen


Fr    29.3.2019 20.00                Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui                                                                                            Landestheater Tübingen zu den Landesbühnentagen


Sa    30.03.2019 19:30               Der Vetter aus Dingsda                                                                                                                          Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen


So   31.03.2019 16:00               Der Frosch muss weg                                                                                                                             Zentralgasthof Weinböhla

Plan Februar  Landesbühnen Sachsen in Radebeul: Große Bühne, Studiobühne, Glashaus, Goldne Weintraube


Fr    01.02.2019 19:30               Zum letzten Mal in Radebeul!! Der Besuch der alten Dame, Oper von Gottfried von Einem   Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Fr    01.02.2019 20:00               Premiere  Coppélia – Android Q1, Tanz-Schauspiel zum Thema Transhumanismus von Sandra Maria Huimann, mit Wencke Kriemer de Matos und Holger Uwe Thews (Ab 16) – Uraufführung –                                                                          Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Sa    02.02.2019 19:30               Kammerkonzert mit dem Ensemble SERENATA SAXONIA                                                             Landesbühnen Sachsen – Glashaus


So   03.02.2019 11:00               Mit Märchen durch die Welt – Lesung                                                                                               Landesbühnen Sachsen – Glashaus


So   03.02.2019 18:30               Einführung ins 2. Philharmonisches Konzert der Elbland Philharmonie Sachsen                        Landesbühnen Sachsen – Glashaus


So   03.02.2019 19:00               2. Philharmonisches Konzert der Elbland Philharmonie Sachsen: Das Himmlische Leben       Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

                                                                       Programm: Felix Mendelssohn Bartholdy: Die Hebriden, Konzert-Overtüre Op. 26
Walter Braunsfels: Schottische Fantasie Op. 47 Für Bratsche Und Orchester

Gustav Mahler: 4. Sinfonie G-Dur

                                                      Solisten: Johanna Knauth- Sopran; Manuel Vioque-Judde – Viola

                                                      Musikalische Leitung: Ekkehard Klemm


Sa    09.02.2019 16:00               Kammerkonzert des Bläserensembles des Freundeskreises der Landesbühnen Sachsen und der Felsenbühne Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Sa    09.02.2019 19:30               Ein Sommernachtstraum, Komödie von William Shakespeare                                                       Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


So   10.02.2019 19:00               Coppélia – Android Q1                                                                                                                            Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Sa    16.02.2019 19:30               Bühnenball der Landesbühnen Sachsen: PARISER LEBEN                                                               Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Fr    22.02.2019 19:00               Winterlounge: «Winterreise», Konzert mit Triozean und dem Degelequartett                       Landesbühnen Sachsen – Glashaus


Sa    23.02.2019 19:00               Winterlounge: «Hot Club d’Allemagne», Gypsy–Swing–Jazz Quartett mit Pariser Swing der 30er und 40er Jahre        Landesbühnen Sachsen – Glashaus


So   24.02.2019 19:00               Winterlounge: «Der Karneval von Venedig – Unterhaltungsmusik um 1900» mit Joachim Schäfer, Trompete        Landesbühnen Sachsen – Glashaus


Unterwegs: Alle Abstecher im Februar 2019


Fr    01.02.2019 19:00               Draußen vor der Tür , Schauspiel von Wolfgang Borchert                                                               Klosterkirche Riesa

Fr    01.02.2019 19:30               Heute Abend: Lola Blau, Musical für eine Darstellerin von Georg Kreisler                                  Kulturhaus Freital


Sa    02.02.2019 19:00               Draußen vor der Tür                                                                                                                               Klosterkirche Riesa


So   03.02.2019 16:00               Romeo und Julia, Tanztheater von Carlos Matos und Wencke Kriemer De Matos, nach William Shakespeare           Carl-Maria-von-Weber-Theater Bernburg


So   03.02.2019 19:00               Dantons Tod, Drama von Georg Büchner                                                                                             König Albert Theater Bad Elster


Mo  04.02.2019 10:00               Dantons Tod                                                                                                                                             König Albert Theater Bad Elster


Di    05.02.2019 09:45               heimWeh


Mi   06.02.2019 09:30 +11:30 Faust I – Der Tragödie erster Teil, Klassenzimmerstück von Thilo Schlüssler ,Nach Johann Wolfgang Goethe (Ab 14)        Goethe Oberschule Pirna


So   10.02.2019 15:00               Premiere  Pariser Leben, Operette von Jacques Offenbach                                                          König Albert Theater Bad Elster


So   10.02.2019 16:00               Premiere  König sein,  Figurentheater nach «Le Petit Guili, De Mario Ramos» (Ab 9)                Stadtmuseum Riesa


So   10.02.2019 18:00               we are family oder warum nicht, Komödie von Murray Schisgal                                                  Großenhain Schloss


Mo  11.02.2019 10:00               König sein                                                                                                                                                 Stadtmuseum Riesa


Di    12.02.2019 10:00+12:00  Faust I – Der Tragödie erster Teil                                                                                                          Siegfried Richter Oberschule Gröditz


Di    12.02.2019 10:00               König sein                                                                                                                                                 Stadtmuseum Riesa


Mi   13.02.2019 10:30               Romeo und Julia                                                                                                                                      Theater Döbeln


Die Mitte der Welt

Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Andreas Steinhöfel

Dramatisiert von Gisela Kahl

Am Sonntag, 10. März 2019, 19.00 Uhr  in den Landesbühnen Sachsen

Glass war siebzehn Jahre alt und im neunten Monat schwanger, als sie das Schiff bestieg, das im Hafen von Boston zum Auslaufen nach Europa bereitlag. Schneidende Kälte empfing sie, als sie acht Tage später, mittags, die alte Welt betrat. Nachts hatte sie ihr Ziel fast erreicht: Visible, das Haus ihrer Schwester, außerhalb der Stadt am Waldrand, auf dieser Seite des Flusses gelegen. Mitten im Wald bekam sie Wehen, und ein Mädchen und ein Junge verließen ihren Körper und fielen auf den verkrusteten Schnee …

Siebzehn Jahre später sucht Phil, der Junge, zwischen Familiengeheimnissen und dem eigenen Erwachsenwerden seinen Platz in der Welt. Denn ein normales Leben, was auch immer das sein mag, hat Phil nie kennengelernt. So ungewöhnlich seine Geburt war, so ungewöhnlich ist auch das verfallene Haus, in dem er lebt und sind die Menschen, die dort ein- und ausgehen: seine chaotische Mutter, die einen merkwürdigen Zauber auf Menschen ausüben kann, Gable, der Seefahrer, seine eigenwillige Zwillingsschwester Dianne, die rothaarige Juristin Tereza und deren Freundin Pascal. Die Leute auf der anderen Seite des Flusses beobachten Phil und seine Familie mit Argwohn, aber auch mit Neid. Und schließlich ist da noch Nicolas, der Unerreichbare, in den Phil sich unsterblich verliebt. Doch dann entscheidet sich Phil, den umgekehrten Weg seiner Mutter zu gehen. Er bricht auf nach Amerika.

Andreas Steinhöfel erzählt von der großen Liebe. Mit dem ihm eigenen magischen Realismus hat er ein heutiges Märchen über die Suche nach Orientierung in einer Welt ohne Wegmarken geschaffen. Ein Stück pralles Leben, heiter und sentimental, voller Hoffnung, Zauber und Zuversicht – für Jugendliche und Erwachsene.

Inszenierung: Manuel Schöbel

Ausstattung: Barbara Blaschke

Darsteller:  Phil – Johannes Krobbach;  Glass – Sophie Lüpfert; Dianne/Annie/Pascal – Cordula Hanns a.G.;

Kat/Frl. Tröht – Hannah Hupfauer a.G.;  Teresa/Kora – Sandra Maria Huimann; Gable/ Henndricks- Michael Heuser;  Wolf/Denise/ Polizist  –  Jens Bache a.G.;  Michael/Thomas- Alexander Wulke; Nicolas  –  Christian Miebach A.G.;  Lehrer Händel –Dirk Girschik a.G.;  Tröht/Brocken – Mirko Warnatz

Band:  Alexander Wulke, Mirko Warnatz, Dirk Girschik


COPPÉLIA – ANDROID Q1 -UA , Tanz-Theater-Abend zum Thema Transhumanismus von Sandra Maria Huimann mit Wencke Kriemer de Matos und Holger Uwe Thews

Premiere am 1. Februar 2019 , 20.00 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen

Ein Leben ohne Technik? Heutzutage unvorstellbar. Im Ballett «Coppélia» bekommt der Puppenbauer Coppelius einen gehörigen Schreck, als sein Experiment, die Puppe Coppélia, plötzlich nicht mehr beherrschbar ist und sich gegen ihn wendet.

In einer Welt, in der Effi zienz und Leistung im Vordergrund stehen und Emotionen sich unterzuordnen haben, stellen sich die Fragen: «Wieviel Roboterhaftes steckt in uns? Wann agieren wir wie Maschinen? In welchen Situationen bleibt der Mensch noch Mensch?»

Choreografie: Wencke Kriemer de Matos; Inszenierung: Sandra Maria Huimann; Ausstattung: Irina Steiner


KÖNIG SEIN, Figurentheater nach dem Kinderbuch LE PETIT GUILI von Mario Ramos (ab 9) Deutsch von Alexander Potyka

Premiere am 10. Februar 2019, 16.00 Uhr im Stadtmuseum Riesa

Der frisch gekrönte König Leo entwickelt sich im Tierreich zu einem grausamen Herrscher. Er drangsaliert seine Untertanen, bis ein kleiner lebenslustiger Vogel namens Gilli ihm seine Krone stibitzt. Denn Gilli sieht nicht ein, warum die Tiere sich von einem Tyrannen regieren lassen. Voller Mut und Lust auf die Zukunft macht er es sich zur Aufgabe, die Absichten der anderen Tiere zu erforschen. Er setzt ihnen die Königskrone auf und beobachtet, was passiert.

Das Kinderbuch KÖNIG SEIN wird mit Flachfi guren in der magischen Theatermaschine von «Cie. Freaks und Fremde» als unausweichliche Fabel erzählt, die Fragen weckt: Was macht einen König zum König? Wie wärst du als König?

Inszenierung und Ausstattung: Heiki lkkola


„PARISER LEBEN“, OPERETTE VON JACQUES OFFENBACH

Am Sonntag, 10. Februar 2019, 15.00 Uhr im König Albert Theater Bad Elster

Den 200. Geburtstag Jacques Offenbachs feiern wir 2019 mit PARISER LEBEN. Die Operette zählt neben ORPHEUS IN DER UNTERWELT und der SCHÖNEN HELENA zu den erfolgreichsten Werken des Komponisten, der hier mit seinen Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy einen spöttischen Blick wirft auf das Klischee, das die Touristen aller Welt von Paris haben als einer Metropole des Champagner-Rausches und der lockeren Sitten.

Anders als ein reicher Mexikaner, der sein Geld jedes Jahr in der Stadt an der Seine verjubelt, reisen ein wohlhabender schwedischer Baron und seine Gattin aus dem kühlen Norden erstmals nach Paris, um sich – wie sie heimlich planen – durchaus nicht immer gemeinsam zu vergnügen!

Als Fremdenführer bieten sich ihnen die mittellosen Lebemänner Gardefeu und Bobinet an: Um an Geld und die hübsche Schwedin heranzukommen, erklärt Gardefeu kurzerhand seine Wohnung zu einer Filiale des «überbuchten» Grandhotels und einen Tag später verwandelt sich Freund Bobinet in einen «Admiral», um in den Räumlichkeiten einer verreisten Tante ein großes Fest zu geben – mit der verkleideten Dienerschaft als «Hautevollee». Natürlich fliegt der Schwindel auf, doch schließlich verzichtet der schwedische Baron auf ein Duell mit seinen Gastgebern: Denn wie der Mexikaner seinen Maskenball, hat auch er das «Paris seiner Träume» finanziell mitinszeniert und sich wie alle Beteiligten beim Feiern zur Musik dieser berauschenden Offenbachiade prächtig amüsiert!

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

Musikalische Leitung: GMD Florian Merz (Bad Elster)/ Karl Bernewitz

Inszenierung und Choreografie: Christopher Tölle

Ausstattung: Stefan Wiel

Besetzung:

Baronin Christine von Gondremark- Anna Erxleben;  Baron von Gondremark -Michael König / Hagen Erkrath;  Raoul De Gardefeu- Sebastjan Podbregar; Gabrielle – Kirsten Labonte;

Jean Frick – Kay Frenzel ; Métella – Katarzyna Wlodarczyk ;  Pompa Die Matadores – Andreas Petzoldt; Pauline – Iris Stefanie Maier;  Bobinet Chicard- Edward Lee; Mme Quimper-Karadec – Stephanie Krone;  Urbain – Johannes Leuschner; Gontram – Fred Bonitz

Es singt der Opernchor der Landesbühnen Sachsen


DRAUSSEN VOR DER TÜR.,SCHAUSPIEL VON WOLFGANG BORCHERT

Premiere am Sonnabend, 12.01.2019 , 19.00 Uhr auf der Studiobühne der LANDESBÜHNEN SACHSEN –

Der junge Unteroffizier Beckmann kehrt drei Jahre nach der Schlacht um Stalingrad zurück nach Deutschland. Hinkend, weil ihm die Kniescheibe weggeschossen wurde, gehüllt in einen Heeresmantel und auf der Nase immer noch die Brille, die er unter der Gasmaske trug, hat er doch überlebt und hofft, dem Schrecken entkommen zu sein. Aber der Albtraum geht weiter.

Traumatisiert vom Krieg und an der eigenen Schuld leidend, sucht er in seiner Heimatstadt nach Menschlichkeit und Geborgenheit. Seine Frau lebt jedoch inzwischen mit einem anderen Mann und seine Eltern haben sich als einst überzeugte Nationalsozialisten das Leben genommen. Die Daheimgebliebenen begegnen ihm mit Desinteresse und Ablehnung und die Türen schlagen vor ihm zu. Wie im Fieber wandert er verloren durch das zerstörte Hamburg und findet sich nicht mehr zurecht zwischen Vergangenheit und Gegenwart, Traum und Realität, Leben und Tod.

Selbst die Elbe, in der er sich zu ertränken versucht, will ihn nicht haben und spuckt ihn wieder aus. Vom Krieg möchte keiner mehr etwas hören, die Geschichte soll weitergehen, als wäre nie etwas gewesen. Für Beckmann gibt es keinen Platz.

Wolfgang Borchert kehrte mit 26 verwundet und schwer gezeichnet nach vier Kriegsjahren zurück nach Deutschland und schrieb DRAUSSEN VOR DER TÜR innerhalb weniger Tage unter dem Eindruck seiner Erfahrungen. Er gab mit seinem Stück einer von Verzweiflung gelähmten und verstummten Generation eine Stimme.

Die Eindringlichkeit seiner Schilderung und die Fragen, die Borchert seine Hauptfigur stellen lässt, verleihen dem Text – angesichts weltweiter kriegerischer Auseinandersetzungen – eine bestürzende Aktualität.

Besetzung:

Beckmann- Felix Lydike; Elbe/Mädchen/Frau Kramer/Tod – Julia Vincze; Der Andere/Kabarettdirektor – Grian Duesberg; Oberst/Einbeiniger/Gott – Marcus Staiger

Musiker (Xylofon) : Prof. Hendrik Gläßer / Stefan Köcher

Inszenierung: Peter Kube; Ausstattung: Tom Böhm; Regiemitarbeit: Ute Raab; Dramaturgie:  Uta Böhme-Girod


„heimWEH“ , Klassenzimmerstück von Thomas B. Hoffmann (ab 14),

Achtung Premiere verschoben auf Mi., 24.10.10.00 Uhr in der Oberschule Radebeul Kötzschebroda

(Premiere war geplant im Lößnitzgymnasium Radebeul am 4.10.2018, 10.00 Uhr)

Gewalt und Schläge sind bei Sebastian daheim an der Tagesordnung. Für seine Eltern sind das legitime Erziehungsmethoden. Er müsse stark sein, sich wehren, meint der Vater. Er solle funktionieren und dürfe die Ordnung nicht gefährden, meint seine Mutter. In Unkenntnis anderer Konfliktlösungsstrategien lässt Sebastian auch unter Gleichaltrigen das Gesetz des Stärkeren regieren und wird zunehmend selbst gewalttätig, um sich zu behaupten. Auf schonungslose Weise erzählt Thomas B. Hoffmann von elterlicher Gewalt gegen Kinder und gibt mit seinem Stück die Möglichkeit, genau hinzusehen,

um einen Ausweg aus der Gewaltspirale zu finden.

I: Tine Josch; A: Stefan Wiel


„WE ARE FAMILY ODER WARUM NICHT …“, Komödie von Murray Schisgal

Premiere am Sonnabend, 12. Oktober 2018, 19.30 Uhr auf der Studiobühne der Landesbühnen Sachsen

Sam Kogan, ein erfolgreicher Bühnenautor, erklärt nach enttäuschenden Erfahrungen die Mann-Frau-Beziehung für gescheitert

und beschließt, schwul zu werden. Er überredet Billy, seinen alten Collegefreund, zu einem homoerotischen Experiment, bis der zurück

in die Arme seiner Frau Laura flieht. Sam muss nun auf Mario zurückgreifen, der schon immer für ihn schwärmte. Doch unverhofft trifft

Sam auf Laura, mit der er als Teenager eine Affäre hatte. Das Chaos scheint perfekt. Aber Billy hat bereits ein Auge auf Mario geworfen …

Eine turbulente Beziehungskomödie, die pointenreich mit gängigen Klischees jongliert.

I: Marcus Staiger; A: Irina Steiner |


„DANTONS TOD“ Drama von Georg Büchner,

1794 sind George Danton und Maximilien de Robespierre, einst Kampfgefährten und Anführer der Französischen Revolution, zu erbitterten

Feinden geworden. Sie entzweit die Frage, mit welchen Mitteln der Kampf für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit fortgeführt werden

soll. Wie lassen sich die einstigen Ideale mit der Grausamkeit vereinbaren, die der Preis für ihre Durchsetzung zu sein scheint?

In seinem kraftvollen Drama untersucht Büchner die Motive politischen Handelns und zeigt, wie politische Morde inszeniert werden.

I: Peter Kube; A: Tom Böhm |


HIRSCH HEINRICH,  Figurentheater nach Fred Rodrian und den Illustrationen von Werner Klemke (ab 4)

Nach langer Reise aus dem weit entfernten China kommt Hirsch Heinrich in einem Zoo an. Nach seiner Ankunft ist alles ganz anders als zuvor.

Heinrich hat viele spannende Begegnungen in seinem neuen Zuhause aber trotzdem Sehnsucht nach seiner Heimat. Als am Weihnachtsabend

auch noch die Kinder ausbleiben, beschließt Hirsch Heinrich auszubüxen. Die Inszenierung nimmt sich des Kinderbuchklassikers von Fred Rodrian

liebevoll an und lässt die Original-Illustrationen von Werner Klemke mithilfe von Flachfiguren für eine weitere Generation lebendig werden.

I: Steffi Lampe; A: Wolf-Dieter Gööck


“ROMEO UND JULIA”, Tanztheater nach William Shakespeare, Musik von Sergej Prokofj ew

Zu der leidenschaftlichen Musik Sergej Prokofjews erzählt das Tanztheater die Geschichte des wohl berühmtesten Liebespaares der Weltliteratur

neu. Wie bei Shakespeare hoff en Romeo und Julia, dass ihre Liebe den blutigen Zwist ihrer Familien beenden kann. Doch ihre Liebe scheitert an den gesellschaftlichen Umständen. Das ist tragisch, denn ob das Schicksal Einzelner gesellschaftlich etwas bewegen kann, steht heute mehr denn je in Frage.

CH: Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos; A: Stefan Weil;


DER FROSCH MUSS WEG, Kinderoperette nach dem Märchen DER FROSCHKÖNIG von Peter Lund (Buch) und Winfried Radeke (Musik)

In dem Märchen – musikalisch auf ein heutiges Kinderpublikum zugeschnitten mit Melodien, die sofort ins Ohr gehen – erscheint einer einsamen Prinzessin plötzlich ein hilfsbereiter Frosch, der mit Gastfreundschaft belohnt werden möchte. Die Mutter der Prinzessin ist entsetzt: Der ungebetene Gast, der nun im Kinderzimmer mit ihrer Tochter die verrücktesten Spiele erfi ndet, macht Krach: Der Frosch muss weg!

ML: Thomas Tuscheerer, Uwe Zimmermann; I: Rebekah Rota; A: Irina Steiner


FIDELIO , Oper von Ludwig van Beethoven

Mit FIDELIO schrieb Beethoven eine politische Oper, in der der Bastillesturm musikalisch nachhallt. Verkleidet als Mann sucht Leonore, die sich Fidelio nennt, in dem Kerker des Gefängnisdespoten Don Pizarro nach Florestan, ihrem freiheitsliebenden Gatten, der seit zwei Jahren verschwunden ist. In letzter Minute kann sie den Mord Pizarros  an einem streng abgeschirmten Staatsgefangenen verhindern, in dem sie schließlich ihren Florestan erkennt.

ML: Hans-Peter Preu I: Manuel Schöbel; A: Marlit Mosler;    Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen


DORNRÖSCHEN, Märchen nach den Brüdern Grimm von Peter Ensikat (ab 6)

Von Neugier durch das Schloss getrieben, triff t Dornröschen auf eine alte Frau an einem Spinnrad. Die Prinzessin sticht sich mit der Spindel in den Finger und schläft ein. Mit ihr versinkt das ganze Schloss in einen tiefen Schlaf, bis auf den Küchenjungen, der aus Angst vor einer Ohrfeige davon gelaufen ist. Der Angsthase nun wird es sein, der dem mutigen Prinzen hilft, die Dornenhecke zu überwinden.

I: Steffen Pietsch; A: Katharina Lorenz; M: Sebastian Undisz;


STÜCKINDEX


MUSIKTHEATER TANZ SCHAUSPIEL FIGURENTHEATER JUNGES.STUDIO SPARTENÜBERGREIFEND

A: AUSSTATTUNG, B: BÜHNE, CH: CHOREOGRAFIE, FB: FIGURENBAU, I: INSZENIERUNG, K: KOSTÜME, KGL: KÜNSTLERISCHE GESAMTLEITUNG KL: KÜNSTLERISCHE LEITUNG, M: MUSIK, ML: MUSIKALISCHE LEITUNG, O: ORCHESTER, PL: PROJEKTLEITUNG, SZE: SZENISCHE EINRICHTUNG,

UA: URAUFFÜHRUNG, V: VIDEO

S P I E L P L A N 9 | 10 | 11

Bühnenball DER LANDESBÜHNEN SACHSEN: PARISER LEBEN

16.2.2019, Theater Radebeul

KARTEN

AB Deutschsprachige Erstaufführung:

„DAS LICHT AUF DER PIAZZA

Buch: Craig Lucas, Musik und Gesangstexte: Adam Guettel, Deutsche Fassung: Roman Hinze, Produziert mit freundlicher Genehmigung der Turner Entertainment Company, Inhaber des Originalfilms «Light in the Piazza» nach dem Roman von Elizabeth Spencer

Jede Mutter kennt sie: Die Sorge um ihr Kind, wenn es erwachsen zu werden beginnt und die erste Liebe seines Lebens womöglich sofort heiraten will. Und wie alle Mütter dieser Welt möchte auch die Amerikanerin Margaret Johnson ihre Tochter Clara vor Unglück bewahren und zugleich glücklich wissen. Allerdings handelt es sich bei Clara um einen Sonderfall.

Wegen eines Unfalls geistig zurückgeblieben, scheint Clara mit ihren 26 Jahren noch ein Kind zu sein und entsprechend fürsorglich ist Margaret um ihre Tochter bemüht.

Gemeinsam mit Clara auf Reisen in Italien, verliebt sich nun plötzlich ein junger Florentiner namens Fabrizio in ihre hübsche Tochter und diese sich in ihn. Vergeblich versucht Margaret, Fabrizios Familie das Problem ihres Kindes zu erklären und das Paar zu trennen, bis sie schließlich erkennt: Die Liebe, die ihre Tochter aufblühen lässt und in eine Frau verwandelt, ist wichtiger für Clara, als ihr mütterlicher Behütungsanspruch.

Im Vertrauen auf Fabrizio gibt Margaret ihr Kind endlich frei …

Das psychologisch feinfühlige Musical, produziert 2003 in Seattle, 2005 erfolgreich am Broadway aufgeführt und ausgezeichnet mit sechs Tony Awards u. a. für die beste Originalmusik (Musik und Gesangstexte), basiert auf der Erzählung von Elizabeth Spencer THE LIGHT IN THE PIAZZA aus dem Jahr 1960 und dem gleichnamigen US-amerikanischen Film von 1962.

An den Landesbühnen Sachsen wird das Werk 2018 seine deutschsprachige Erstaufführung erleben.

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

MUSIKALISCHE LEITUNG: Hans-Peter Preu; INSZENIERUNG, AUSSTATTUNG, LICHT: Sebastian Ritschel

ERHÄLTLICH

DAS LICHT AUF DER PIAZZA – DSEA –; Buch Craig Lucas / Musik und Gesangstexte Adam Guettel Deutsche Fassung von Roman Hinze

In dem romantischen Musical gerät die Amerikanerin Margaret Johnson – gemeinsam mit ihrer volljährigen, aber geistig leicht behinderten Tochter Clara auf Reisen in Italien – in einen Gewissenskonflikt: Darf sie zulassen, dass sich ein nichtsahnender junger Italiener ernsthaft um die Hand der hübschen Clara bemüht? Wäre es nicht ihre Pflicht, das Paar zu trennen? Oder sollte sie ihre Tochter doch endlich loslassen?

ML: Hans-Peter Preu; I/A/L: Sebastian Ritschel; Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

heimWEH , Klassenzimmerstück von Thomas B. Hoffmann (ab 14)

Gewalt und Schläge sind bei Sebastian daheim an der Tagesordnung. Für seine Eltern sind das legitime Erziehungsmethoden. Er müsse stark sein, sich wehren, meint der Vater. Er solle funktionieren und dürfe die Ordnung nicht gefährden, meint seine Mutter. In Unkenntnis anderer Konfliktlösungsstrategien lässt Sebastian auch unter Gleichaltrigen das Gesetz des Stärkeren regieren und wird zunehmend selbst gewalttätig, um sich zu behaupten. Auf schonungslose Weise erzählt Thomas B. Hoffmann von elterlicher Gewalt gegen Kinder und gibt mit seinem Stück die Möglichkeit, genau hinzusehen, um einen Ausweg aus der Gewaltspirale zu finden.

I: Tine Josch; A: Stefan Wiel

WE ARE FAMILY ODER WARUM NICHT …, Komödie von Murray Schisgal

Sam Kogan, ein erfolgreicher Bühnenautor, erklärt nach enttäuschenden Erfahrungen die Mann-Frau-Beziehung für gescheitert und beschließt, schwul zu werden. Er überredet Billy, seinen alten Collegefreund, zu einem homoerotischen Experiment, bis der zurück in die Arme seiner Frau Laura flieht. Sam muss nun auf Mario zurückgreifen, der schon immer für ihn schwärmte. Doch unverhofft trifft Sam auf Laura, mit der er als Teenager eine Affäre hatte. Das Chaos scheint perfekt. Aber Billy hat bereits ein Auge auf Mario geworfen … Eine turbulente Beziehungskomödie, die pointenreich mit gängigen Klischees jongliert.

I: Marcus Staiger; A: Irina Steiner |

DANTONS TOD , Drama von Georg Büchner

1794 sind George Danton und Maximilien de Robespierre, einst Kampfgefährten und Anführer der Französischen Revolution, zu erbitterten Feinden geworden. Sie entzweit die Frage, mit welchen Mitteln der Kampf für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit fortgeführt werden soll. Wie lassen sich die einstigen Ideale mit der Grausamkeit vereinbaren, die der Preis für ihre Durchsetzung zu sein scheint? In seinem kraftvollen Drama untersucht Büchner die Motive politischen Handelns und zeigt, wie politische Morde inszeniert werden.

I: Peter Kube; A: Tom Böhm |

HIRSCH HEINRICH Figurentheater nach Fred Rodrian und den Illustrationen von Werner Klemke (ab 4)

Nach langer Reise aus dem weit entfernten China kommt Hirsch Heinrich in einem Zoo an. Nach seiner Ankunft ist alles ganz anders als zuvor. Heinrich hat viele spannende Begegnungen in seinem neuen Zuhause aber trotzdem Sehnsucht nach seiner Heimat. Als am Weihnachtsabend auch noch die Kinder ausbleiben, beschließt Hirsch Heinrich auszubüxen. Die Inszenierung nimmt sich des Kinderbuchklassikers von Fred Rodrian liebevoll an und lässt die Original-Illustrationen von Werner Klemke mithilfe von Flachfi guren für eine weitere Generation lebendig werden.

I: Steffi Lampe; A: Wolf-Dieter Gööck

ROMEO UND JULIA, Tanztheater nach William Shakespeare Musik von Sergej Prokofj ew

Zu der leidenschaftlichen Musik Sergej Prokofjews erzählt das Tanztheater die Geschichte des wohl berühmtesten Liebespaares der Weltliteratur neu. Wie bei Shakespeare hoff en Romeo und Julia, dass ihre Liebe den blutigen Zwist ihrer Familien beenden kann. Doch ihre Liebe scheitert an den gesellschaftlichen Umständen. Das ist tragisch, denn ob das Schicksal Einzelner gesellschaftlich etwas bewegen kann, steht heute mehr denn je in Frage. CH: Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos; A: Stefan Wiel

DER FROSCH MUSS WEG, Kinderoperette nach dem Märchen DER FROSCHKÖNIG von Peter Lund (Buch) und Winfried Radeke (Musik)

In dem Märchen – musikalisch auf ein heutiges Kinderpublikum zugeschnitten mit Melodien, die sofort ins Ohr gehen – erscheint einer einsamen Prinzessin plötzlich ein hilfsbereiter Frosch, der mit Gastfreundschaft belohnt werden möchte. Die Mutter der Prinzessin ist entsetzt: Der ungebetene Gast, der nun im Kinderzimmer mit ihrer Tochter die verrücktesten Spiele erfi ndet, macht Krach: Der Frosch muss weg! ML: Thomas Tuscheerer, Uwe Zimmermann; I: Rebekah Rota;

A: Irina Steiner |

FIDELIO Oper von Ludwig van Beethoven

Mit FIDELIO schrieb Beethoven eine politische Oper, in der der Bastillesturm musikalisch nachhallt. Verkleidet als Mann sucht Leonore, die sich Fidelio nennt, in dem Kerker des Gefängnisdespoten Don Pizarro nach Florestan, ihrem freiheitsliebenden Gatten, der seit zwei Jahren verschwunden ist. In letzter Minute kann sie den Mord Pizarros  an einem streng abgeschirmten Staatsgefangenen verhindern, in dem sie schließlich ihren Florestan erkennt.

ML: Hans-Peter Preu I: Manuel Schöbel; A: Marlit Mosler;    Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen |

DORNRÖSCHEN, Märchen nach den Brüdern Grimm von Peter Ensikat (ab 6)

Von Neugier durch das Schloss getrieben, triff t Dornröschen auf eine alte Frau an einem Spinnrad. Die Prinzessin sticht sich mit der Spindel in den Finger und schläft ein. Mit ihr versinkt das ganze Schloss in einen tiefen Schlaf, bis auf den Küchenjungen, der aus Angst vor einer Ohrfeige davon gelaufen ist. Der Angsthase nun wird es sein, der dem mutigen Prinzen hilft, die Dornenhecke zu überwinden.

I: Steffen Pietsch; A: Katharina Lorenz; M: Sebastian Undisz

DAS JAHRMARKTSFEST ZU KÖTZSCHENBRODA; von Peter Hacks nach Johann Wolfgang von Goethe, Originaltitel: Das Jahrmarktsfest zu Plundersweilern

In Kötzschenbroda ist Jahrmarkt und eine fahrende Schauspieltruppe will für Vergnügen sorgen. Doch bevor das Spektakel, auf das alle warten, losgehen kann, wird der Markt selbst zur Bühne: kuriose Typen treten auf, deftige Zoten werden gesungen, Moralpredigten erteilt, mannstolle Madames hinters Licht geführt und Gendarmen ausgetrickst. Doch dann ist es endlich soweit: Der Vorhang hebt sich, das Intrigenspiel am Hof des persischen Königs Ahasveros kann beginnen: Haman, der Berater des Königs, will seinen Konkurrenten Mardochai aus dem Weg schaff en. Doch da greift Esther, die kluge Königin, zu den Waffen einer Frau …

I/A: Peter Dehler; K: Marlit Mosler | |

DAS SCHWANENSEE-MÄRCHEN Tanztheater von Wencke Kriemer de Matos mit Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski (ab 5)

Zauberer Rotbart hat die schöne Prinzessin Odette fest in seiner Hand. Von ihm in einen Schwan verwandelt, kann der Fluch einzig durch eine große Liebe gebannt werden. Choreografin Wencke Kriemer de Matos erzählt in der modernen Tanzproduktion die märchenhafte Geschichte des berühmten Tschaikowski-Balletts für junges Publikum – mit mutiger Erzählerin und ohne Tutu.

CH: Wencke Kriemer de Matos; A: Tom Böhm |

DER VETTER AUS DINGSDA Operette von Eduard Künneke

Die Berliner Erfolgsoperette von 1921 empfiehlt sich durch ihre Ohrwürmer und den musikalischen Einfallsreichtum ihrer Partitur. Der Valse Boston «Strahlender Mond, der am Himmelszelt thront» soll Julias Küsse zu ihrem Roderich nach Dingsda in Indien tragen, doch da erscheint August, verkündet «Ich bin nur ein armer Wandergesell‘» und verdreht Julia seinerseits den Kopf.

ML: Jan Michael Horstmann; I: Manuel Schöbel; A: Katharina Lorenz

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

DER VORNAME, Komödie von Matthieu Delaporte und Alexandre de la Patellière

Ein gemütlicher Abend bei Pierre Garaud und seiner Frau Elisabeth entwickelt sich zu einer wahren Familienschlacht, als Elisabeths Bruder Vincent der Runde den geplanten Vornamen seines noch ungeborenen Sohnes enthüllt: Adolphe.

I: Dietrich Kunze; A: Stefan Wiel |

DIE GOLDENE GANS ODER WAS WIRKLICH KLEBEN BLEIBT Märchen mit Musik für die ganze Familie von Peter Kube nach den Brüdern Grimm, Musik von Jörg Kandl (ab 6)

Zum Golde drängt doch alles, selbst wenn es nur ein goldiges Federvieh ist. Frei nach den Brüdern Grimm erleben wir die Geschichte vom gutherzigen «Dummling» Klaus, der mit Hilfe der magischen Anziehungskraft einer goldenen Gans am Ende doch den Sieg über seine Brüder davonträgt und die traurige Prinzessin zum Lachen bringt.

I: Peter Kube; A: Ulrike Kunze

DIE KUH ROSMARIE Schauspiel von Andri Beyeler (ab 6)

Alles könnte so schön sein auf dem Bauernhof, wenn die Kuh Rosmarie mit ihrer penetranten Besserwisserei nicht alle Tiere und sogar den Bauern nerven würde. Der schickt Rosmarie kurzerhand nach Afrika. Kurz darauf tauchen auf dem Bauernhof verzweifelte Tiere aus Afrika auf … Eine turbulente Geschichte über Respekt und Toleranz im Umgang miteinander und mit fremden Kulturen.

I: Klaus-Peter Fischer; A: Irina Steiner |

DIE TROERINNEN  Nach Jean Paul Sartre

Zehn Jahre tobte der Trojanische Krieg, bis Troja fi el.  Die «Beute», die überlebenden trojanischen Frauen, werden als Sklavinnen von den Griechen in die Fremde verschleppt. Nach SALOME – EIN ELECTRODRAMA stellt Sandra Maria Huimann in DIE TROERINNEN erneut einen antiken Stoff ins Zentrum. Der Einbezug journalistischer Kriegsberichte und investigativer  Hintergrundberichterstattung über heutige Kriegsführung setzt die antike Geschichte in einen aktuellen Zusammenhang. Was für eine Rolle spielen Frauen in Kriegssituationen? Wann werden sie zu Akteurinnen?

I: Sandra Maria Huimann; ML: Jörg Schittkowski, Sandra Maria Huimann (Machine de Beauvoir); A: Irina Steiner |

DIE VERMESSUNG DER WELT, Schauspiel nach dem Roman von Daniel Kehlmann,  Bühnenfassung von Dirk Engler

Zum Deutschen Naturforscherkongress 1828 in Berlin treffen sich zwei sehr unterschiedliche Genies: Alexander von Humboldt, Forscher und «zweiter Entdecker Amerikas», und Carl Friedrich Gauß, der große Mathematiker und Astronom. Und doch haben beide das gleiche Ziel: die Vermessung der Welt. Was sie zu einer Einheit werden lässt, ist die spannende Frage nach dem Verhältnis von Geist und Raum, das sie auf jeweils eigene Art definieren und leben. Ein höchst vergnügliches und spannendes Abenteuer, das die große Welt in poetischer Verdichtung auf die Bühne bringt!

I: Lutz Hillmann; A: Miroslaw Nowotny |

EINE NACHT IN VENEDIG   Operette von Johann Strauß

In Venedig ist Karneval – die Zeit der Masken, der heimlichen Rendezvous und der großen Verwechslungen: «Komm in die Gondel», lockt Caramello die Senatorengattin Barbara, um sie zum Herzog zu entführen. Doch ebenso wie Caramello kein wahrer Gondoliere ist, ist auch die verkleidete Schöne in seinem Boot nicht die Senatorengattin …

ML: GMD Florian Merz (Bad Elster) / Hans-Peter Preu; I: Wolfgang Dosch; A: Stefan Wiel; MI: Ralf Herzog; Es spielt die Elbland Philharmonie; Sachsen |

FISCH ZU VIERT, Komödie von Wolfgang Kohlhaase, Mitautorin: Rita Zimmer Kooperation mit dem Theaterkahn Dresden

Seit 30 Jahren ist Diener Rudolf den gut betuchten Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine in buchstäblich jeder Lage zu Diensten. Dafür hat jede von ihnen versprochen, ihn im Testament zu bedenken. Als Rudolf jedoch um vorzeitige Auszahlung seines Anspruchs bittet, will keine der Schwestern mehr von ihrem Versprechen wissen. Stattdessen bringen sie Arsen und manipulierte Blitzableiter ins Spiel. Tempo, Sprachwitz und Komik in einer der erfolgreichsten Kriminalkomödien!

I: Peter Kube; A: Tom Böhm; M: Wolfgang Torkler, Christian Schöbel;

FLY SEIN – UA –, Tanzabend junger ChoreografInnen (ab 13)

Ein Song kann fly sein, ein Gefühl, aber auch materielle Dinge … Fly ist, was angesagt ist! Wenn eine Person fl y ist, gilt sie als cool, hebt sich von anderen – der Masse – ab. Fly heißt fliegen, Grenzen überwinden, andere Horizonte sehen. Junge Tänzerinnen und Tänzer unserer Compagnie choreografi eren und tanzen in FLY SEIN für junge Menschen und erzählen so im drive der Bewegungen von ihren Ängsten, Frustrationen, Verletzungen aber auch von ihren Träumen und Sehnsüchten auf der schwierigen Suche nach sich selbst.

CH: Leonardo Germani, Anita Suzanne Gregory, Brian Scalini;

A: Tom Böhm |

GRÄFIN COSEL – UA –, Tanztheater von Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos mit Musik von Antonio Vivaldi über Giovanni Paisiello bis hin zu Komponisten der Gegenwart

In ihrem Tanzabend lassen uns Wencke Kriemer de Matos und Carlos Matos teilhaben an dem außergewöhnlichen Schicksal der Gräfin Cosel. Einst heiß geliebte Mätresse August des Starken, musste sie schließlich fast 50 Jahre lang eingesperrt auf Burg Stolpen leben. Nichts als ihre Erinnerungen sind ihr geblieben von ihrer glanzvollen Vergangenheit. Doch war die Gräfin tatsächlich nur «ein Opfer von Intrigen»?

CH: Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos; A: Annett Hunger;

HEUTE ABEND: LOLA BLAU, Musical für eine Darstellerin von Georg Kreisler

Die berührende Geschichte einer Künstlerin spiegelt in melancholischen, bissigen und komischen Chansons das Schicksal Kreislers, der Wien als Jude 1938 verlassen musste: Auch Lola Blau wird aus Europa vertrieben. Die Sängerin, in den USA gnadenlos vermarktet, hofft nach dem Krieg auf einen beruflichen Neubeginn in Wien, doch die restaurativen Verhältnisse machen es ihr dort nicht leicht.

ML: Uwe Zimmermann; I: Ute Raab; A: Irina Steiner |

LADSCH UND BOMMEL GEHEN INS THEATER, Ein clowneskes Puppenspiel von Hepakri van der Mulde (ab 4)

Ladsch und Bommel sind die dicksten Freunde. Doch als Bommel unbedingt ins Theater gehen will, stößt er bei Ladsch auf taube Ohren. Denn Ladsch will nur eines: Schlafen. Aber Bommel ist nicht dumm. Geschickt verwickelt er Ladsch in ein Spiel, bei dem die beiden immer tiefer in die Theaterwelt mit Kartenverkäufern, Garderobieren, Platzanweisern, Ritterprinzen und  Bergmonstern eintauchen.

I: Maik Evers; A: Jens Hellwig

PANDORA – UA – Schauspiel von Christopher Weiß (ab 14)

Paul lebt allein mit seinem Vater – eher aneinander vorbei als miteinander. Warum will sein Vater auch nicht kapieren, dass er eigene Vorstellungen von seinem Leben hat? Doch Paul meidet die Konfrontation und flüchtet sich in virtuelle Sphären. Kommunikation findet online statt und die digitale Welt scheint mit der realen zu verschwimmen. Eines Tages ist Paul plötzlich spurlos verschwunden … Ohne moralischen Zeigefi nger stellt das Stück Fragen nach Internetkonsum und Medienkompetenz.

I: Alexandra Wilke |

PHILEMON UND BAUCIS Marionettenoper von Joseph Haydn / Kooperation mit dem Deutsch-Sorbischen Volkstheater Bautzen

Jupiter verhängt, um die Menschen zu prüfen und zu strafen, ein Unwetter über die Welt. Ein Blitz tötet an ihrem Hochzeitstag die Braut Narcissa und Aret, den geliebten Sohn des alten Ehepaares Philemon und Baucis. Jupiter will an den Reaktionen der Menschen auf dieses Unwetter erkennen, wer ihm sein Vertrauen schenkt und treu ist. Er reist mit Merkur zur Erde und kehrt – als Pilger verkleidet – in die karge Hütte von Philemon und Baucis ein.

ML: Jan Michael Horstmann; I: Therese Thomaschke; A: Eberhard Keienburg; Es spielt das «Ensemble Charpentier» der Elbland Philharmonie Sachsen;

TSCHICK, Road opera von Ludger Vollmer, Libretto von Tiina Hartmann nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf

TSCHICK ist – vom Bestsellerroman über das Schauspiel und den Film bis hin zur Oper – eine Erfolgsgeschichte. Zwei 14jährige Außenseiter, unterwegs in einem gestohlenen Auto, sehen die Welt mit völlig neuen Augen: Diesem gesteigerten Erleben von Realität musikalischen Ausdruck zu verleihen, ist Ludger Vollmer in seiner jüngsten Gegenwartsoper auf beeindruckende Weise gelungen.

ML: Hans-Peter Preu; I/A: Sebastian Ritschel; Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen. |

VOM NUTZEN DES WEINS ODER GENUSS PASSIERT IM KOPF – UA –, Monolog einer zugereisten Winzerin von Fabian Wast

Die aus der Wachau zugereiste Winzerin Manja Sacher plaudert über die Geheimisse des Weins, des Winzerlebens, besonders in Sachsen, und lädt zur Premiere ihrer speziellen Erfindung ein: einer seltenen Siebener Weinverkostung ohne Wein!

I: Manuel Schöbel; A: Marlit Mosler |

WILLI´S RUMPELKAMMER – HITS, 

In der Rumpelkammer haben sich illustre Gäste angesagt: Einstige Filmstars, die vor allem sich selbst und ihre größten Erfolge präsentieren wollen. Musikalische Comedy für Liebhaber des Tonfilm-Schlagers.

ML: Thomas Tuchscheerer / Hans-Peter Preu; KL: Michael König; A: Irina Steiner |

KOCHEN KUNTERBUNT, eine Begegnung von Mitarbeitern der Landesbühnen Sachsen, Radebeuler Bürgern und geflüchteten Menschen, wo geplaudert, gesungen, gespielt und gekocht wird.


STÜCKINDEX

A: AUSSTATTUNG, B: BÜHNE, CH: CHOREOGRAFIE, FB: FIGURENBAU, I: INSZENIERUNG,

K: KOSTÜME, KGL: KÜNSTLERISCHE GESAMTLEITUNG, KL: KÜNSTLERISCHE LEITUNG,

L: LICHT, M: MUSIK, MI: MIMOGRAFIE, ML: MUSIKALISCHE LEITUNG, O: ORCHESTER, PL:

PROJEKTLEITUNG, SZE: SZENISCHE EINRICHTUNG, UA: URAUFFÜHRUNG, V: VIDEO

MUSIKTHEATER TANZ SCHAUSPIEL FIGURENTHEATER

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—| Pressemeldung Landesbühne Sachsen |—

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