Hof, Theater Hof, Reinhardt Friese – Intendant bis 2024, IOCO Aktuell, 02.08.2019

Theater Hof

Theater Hof © Foto: Thomann

Theater Hof © Foto: Thomann

Reinhardt Friese bleibt Intendant des Theater Hof

Mit knapp 100.000 Besuchern / Jahr ist das 1822  gegründete Theater Hof  bedeutender Kulturträger seiner Region. Am Rande der Altstadt der Stadt Hof gelegen, erwartet den Besucher im Theater Hof ein vielfältiger Spielplan mit etwa zwanzig Produktionen pro Spielzeit, darunter Opern, Musicals, Operetten, Komödien, Dramen, Ballettabende sowie Kinder- und Jugendtheater. 1949 wurde das Theater Hof als Städtebundtheater neugegründet, 1994 bezog man den Neubau in der Kulmbacher Straße. Das Theater unterhält eigene Ensembles im Schauspiel, Musiktheater und Ballett. Als vierte Sparte nimmt seit der Spielzeit 2014/15 das Junge Theater Hof einen höheren Stellenwert aufgrund eigener künstlerischer Leitung ein. Geschäftsführer der Theater Hof GmbH sind gleichberechtigt Reinhardt Friese und Florian Lühnsdorf.

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Thaeter Hof / Intendant Reinhard Friese © Theater Hof

Thaeter Hof / Intendant Reinhard Friese © Theater Hof

Die Stadt Hof hat sich mit Reinhardt Friese auf eine erneute Verlängerung seines Vertrages bis zum Sommer 2024 geeinigt. „Ich freue mich, dass Sie uns weiter treu bleiben und dass wir frühzeitig Klarheit für unser Theater haben“, erklärte Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner bei der Vertragsunterzeichnung. Die zweifelsfreie und gremienübergreifende Vertragsverlängerung sei ein schönes Zeichen des Vertrauens und der Wertschätzung.

Reinhardt Friese ist seit 2012 Intendant am Theater Hof. In seiner Amtszeit gründete er das Junge Theater Hof als vierte Sparte des Hauses. Außerdem hat das Theater Hof durch zahlreiche Ur- und Erstaufführungen sowie die Wiederentdeckung reizvoller Raritäten auch überregional auf sich aufmerksam gemacht. Als Regisseur verantwortet Friese einige große Publikumserfolge der vergangenen Jahre, wie zum Beispiel die Rocky Horror Show, das  Rockmusical Der Ring oder die Oper Der fliegende Holländer.

DER RING Musical von Frank Nimsgern und Daniel Call
youtube Trailer des Theater Hof
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Bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus betonte Friese, dass in Hof auch abseits der großen Metropolen großes Theater stattfindet: „Ich nehme das Publikum ernst und versuche, für Hof mit dem selben hohen Anspruch an die Spielplangestaltung und die Auswahl der Künstler heranzugehen, wie ich das auch in München oder Hamburg machen würde. Wir trauen unseren Zuschauern etwas zu, auch moderne und sperrige Themen. Gleichzeitig soll Theater auch Spaß machen. Das führen wir in einem vielfältigen Programm zusammen. Ich bin dem Hofer Publikum dankbar, dass es so neugierig und aufgeschlossen unsere Aufführungen besucht und verspreche für die Zukunft weiterhin spannendes und sinnliches Theater auf der Höhe der Zeit!“

Friese (*1968 in Mainz) wurde 2018 mit der Ehrenmedaille in Silber des Bezirks Oberfranken ausgezeichnet. Er sieht dies auch als Auszeichnung für das Engagement aller Mitarbeiter des Theaters Hof, die sich mit Herzblut und Fleiß jeden Tag dafür einsetzen, dass Opern, Schauspiel und Ballett auf höchstem Niveau stattfinden können.

„Besonders die im Sommer 2020 beginnende Sanierung wird eine große Herausforderung für alle Mitarbeiter des Hauses, die wir aber mit Schwung und Optimismus angehen, um dem Publikum auch in der Ersatzspielstätte fantastisches Theater bieten zu können. Und wir freuen uns natürlich darauf, danach ins Stammhaus zurückkehren zu können, das dann wieder in Topform ist. Durch die Vertragsverlängerung kann ich diesen Wiedereinzug weiter begleiten, was mich sehr freut“, so Friese.

Derzeit befindet sich Reinhardt Friese, der an vielen Theatern im gesamten deutschsprachigen Raum ein gefragter Gastregisseur ist, in den Proben zu der Komödie Besucher von Botho Strauß. Das ebenso humorvolle wie rätselhafte Portrait der Vor-Wendezeit hat am 5. Oktober (also kurz vor dem 30 Jahrestag des Mauerfalls) Premiere im Großen Haus des Theater Hof.  

—| IOCO Aktuell Theater Hof |—

Hof, Theater Hof, ROCK-MUSICAL – DER RING von Frank Nimsgern, 17.04.2017

Februar 9, 2017 by  
Filed under Musical, Pressemeldung, Theater Hof

Theater Hof

Theater Hof © Foto: Thomann

Theater Hof © Foto: Thomann

OSTERMONTAG ins ROCK-MUSICAL
DER RING  von Frank Nimsgern
Montag, 17.04.2017, 19.30 Uhr im Großen Haus

DER RING wurde in Hof neu geschmiedet als mitreißendes Rock-Musical, das auch überregional Begeisterung entfacht hat. Das Musical von Frank Nimsgern und Daniel Call wurde in einer extra für das Theater Hof neu überarbeiteten Fassung von Intendant Reinhardt Friese persönlich inszeniert und feierte seine rauschende Premiere im Herbst.

Theater Hof / ROCK-MUSICAL: „DER RING“ © H. Dietz Fotografie

Theater Hof / ROCK-MUSICAL: „DER RING“ © H. Dietz Fotografie

Mehr als einen Monat vor der nächsten „Der Ring“-Vorstellung am 3. März sind keine Karten mehr für das Rock-Musical zu haben. Wegen der starken Nachfrage setzt das Theater Hof nun für den 17. April eine weitere Zusatzvorstellung an, denn Fans der rockigen Nibelungensage und auch neugierige Wagnerianer schauen sich das Stück sogar mehrfach an. Wer also noch ein besonderes Geschenk zu Ostern sucht, kann am Ostermontag zum letzten Mal Wotan, Brunhild, Siegfried, Alberich und die heißen Rheinamazonen in der aufwendigen Inszenierung von Intendant Reinhardt Friese erleben.

—| Pressemeldung Theater Hof |—

Trier, Theater Trier, Tanztheater Premiere FALCO – THE SPIRIT NEVER DIES, 20.04.2013

April 3, 2013 by  
Filed under Ballett, Premieren, Pressemeldung, Theater Trier

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Theater Trier

Theater Trier © Theater Trier

Theater Trier © Theater Trier

TANZTHEATER PREMIERE: 

FALCO – THE SPIRIT NEVER DIES

 
Tanzstück von Amy Share-Kissiov
Nach einer Idee von Peter Oppermann
– Uraufführung –
 
Das Tanztheater Trier belebt die kultigen 80er Jahre wieder! „The spirit never dies – we last forever“: Ob „Rock me Amadeus“, „Der Kommissar“ oder „Jeanny“ – die Welthits des Wiener Ausnahmekünstlers Falco sind bis heute unvergessen. Falco schaffte es als einziger deutschsprachiger Musiker an die Spitze der amerikanischen Charts, galt mit seinem Rapgesang als Pionier der deutschsprachigen HipHop-Szene und demonstrierte Qualitäten als Lyriker der Wiener Kunstszene. 
Nach Publikumserfolgen wie BREL – LE GRAND JACQUES, PIAF und CHAGALL – LA VIE nähert sich das Tanztheater Trier erneut einer schillernden Künstlerpersönlichkeit des 20. Jahrhunderts an. FALCO – THE SPIRIT NEVER DIES, in der Inszenierung der erstmalig am Theater Trier arbeitenden australischen Choreografin Amy Share-Kissiov, bringt Falcos Hits erstmalig als Tanztheater auf die Bühne. Dabei orientiert sich das Stück an wichtigen Lebensstationen des Musikers. Falco wird als großer Visionär skizziert, der in Songs wie TITANIC gesellschaftspolitische Ereignisse, wie die weltweite Finanzkrise vorausgesehen und in seiner Musik kritisch überhöht hat. Zugleich beschäftigt sich der Tanzabend mit der Ambivalenz einer Musikerikone, die der Dekadenz zwar mit bissiger Satire begegnete, den Luxus jedoch bis hin zur Selbstzerstörung auskostete. Dabei wird das schnelllebige Showbusiness durchleuchtet, das gerade in unserer Zeit Talente für den Massengeschmack „züchtet“ und ebenso schnell wieder fallen lässt. 
 
Als Falco-Double konnte einer der bekanntesten deutschen Musical-Sänger, Alexander Kerbst, gewonnen werden, der Falco bereits im Musical „FALCO MEETS AMADEUS“ doubelte. Der renommierte Komponist und Arrangeur Frank Nimsgern besorgt die musikalische Einspielung.
 
Inszenierung und Choreografie: Amy Share-Kissiov 
Ausstattung: Olga von Wahl
 
Mit dem Tanztheaterensemble des Theaters Trier
 
PREMIERE AM 20.04.2013, 19.30 UHR IM GROSSEN HAUS 
 
Theatercafé : im Rahmen einer öffentlichen Probe im Großen Haus: 12.04.2013, 19.00 Uhr
 
Weitere Termine: 24.04., 20Uhr / 26.04., 20Uhr / 30.04., 20Uhr / 4.05., 19.30Uhr / 12.05., 16.00Uhr / 18.05. 19.30Uhr / 15.06., 19.30Uhr / 30.06., 18Uhr (zum letzten Mal)
 
 
Pressemeldung Theater Trier

Bonn, Theater Bonn, Premiere SnoWhite: Was wirklich mit Schneewittchen geschah, IOCO Kritik,

September 4, 2012 by  
Filed under Kritiken, Musical, Theater Bonn


Kritik

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Theater Bonn

Theater Bonn / Premiere snoWhite Queen (Aino Laos) © Lilian Szokody

Theater Bonn / Premiere snoWhite Queen (Aino Laos) © Lilian Szokody

Theater Bonn / Premiere snoWhite Queen (Aino Laos) © Lilian Szokody

Theater Bonn / Premiere snoWhite Queen (Aino Laos) © Lilian Szokody

Theater Bonn © Theater Bonn

Theater Bonn © Theater Bonn

 

 

 

 

 

 

Schneewittchen Modern:
Frustrierte Hexen, Breakdance, Rapper, Rock

Nein, ein verzauberndes Kindermärchen, wie Schneewittchen der Brüder Grimm, ist das von Frank Nimsgern, (43), für das Theater Bonn produzierte Musical SnoWhite wahrlich nicht. Jugendliche wie reife Fans erwartet dagegen in Bonn eine heiße SnoWhite-Produktion (Tonbeispiele nächster Absatz), welche bald in der ersten Reihe großer Musical stehen wird. Frank Nimsgern, ausgebildeter Jazzgitarrist, komponiert seit Jahren zahlreiche Crossover aus klassischen Themen mit Musikstilen, Jazz, Soul, Rhythm & Blues nach selbst gestalteten musikdramatischen Konzepten. So auch SnoWhite. Durch Ausbildung und Vater, dem bekannten Wagner-Sänger und Grammy-Preisträger, Siegmund Nimsgern musikalisch vorbelastet, komponiert und produziert Frank Nimsgern modern wie erfolgreich: Für klassisches Musiktheater, Film, Fernsehen, Werbung und Show. Mal greift er zurück auf die Brüder Grimm (Hänsel und Gretel, Schneewittchen), dann auf Edgar Allen Poe oder Richard Wagners Ring-Trilogie, welche 2007/08 am Theater Bonn uraufgeführt wurde.

 

In SnoWhite transponiert Nimsgern das anrührende Kindermärchen Schneewittchen in moderne Zeiten, versetzt die dramatischen Elemente des Grimmschen Kindermärchens mit Texten, Gesängen, Tänzen und Musik der heutigen Jugend- und Erwachsenenwelt: Hexen, hinter den Zauberspiegeln der Königin gefangen, sind es leid, die immer gleiche Frage nach der „schönsten im ganzen Land“  beantworten zu müssen…. So schaffen Komponist Nimsgern und Librettist Frank Felicetti eine verschmitzt-moderne musiktheatralische Geschichte, welche sprudelnd unterhält, berauscht. Bereits SnoWhite´ erste Spielzeit 2000 am Saarländischen Staatstheater war vollständig ausverkauft. Für das Theater Bonn wurde das Musical aufwendig neu produziert.

Theater Bonn / Premiere snoWhite Queen (Aino Laos) © Lilian Szokody

Theater Bonn / Premiere snoWhite Queen (Aino Laos) © Lilian Szokody

Theater Bonn / Premiere snoWhite Queen (Aino Laos) © Lilian Szokody

Theater Bonn / Premiere snoWhite Queen (Aino Laos) © Lilian Szokody

Theater Bonn / Premiere snoWhite / Zwerge betrauern totes Schneewittchen © Lilian Szokody © Lilian Szokody

Theater Bonn / Premiere snoWhite / Zwerge betrauern totes Schneewittchen © Lilian Szokody © Lilian Szokody

Regisseur  Elmar Ottenthal, ehemals Intendant des Theater Aachen,  bringt im Theater Bonn eine spektakuläre, künstlerisch wie technisch anspruchsvolle  Neuproduktion des Musicals SnoWhite  auf die Bühne. Die Fülle abgeleiteter Märchenmotive treibt Ottenthal´s Produktion in riesige ausgefeilte Bild- und Filmprojektionen, aufwendig phantasievolle Kostüme wie beeindruckende Bühnen- und Lichttechnik. Dazu schaffen Tempo, Erzählweise und Tanz, so Ottenthal, die Grundlagen des stimmungsreichen Rockmusical SnoWhite. Die Urväter Grimm erhalten mit SnoWhite und dessen nachdenklichen wie witzig-cleveren Texten einen packend modernen Abkömmling: Freiheit suchende junge Hexen; einen vom Auftragsmörder zum Liebenden gewandelten „Jäger“;  zum Ende keine in „rotglühenden Schuhen sterbende“ sondern eine lebende, altersreife   Königin. Dazu fetzt, leidet, rockt Komponist Frank Nimsgern live und perfekt mit seiner Frank-Nimsgern-Group.

Bereits das erste Bild von SnoWhite ist stark: In der verruchten HexenkneipeWitches Inn“ singt die  Queen (Aino Laos) als Barsängerin die kultverdächtig, heiße SnoWhite-Rocksoul-Hymne: Königin ist  Queen, ist Superstar.… Spieglein, Spieglein an der Wand….Kein Weib auf der weiten, weiten Welt..den Vergleich mit ihr, mit Königin hält…  Königin ist Queen, ist SuperstarAino Laos ist tatsächlich Superstar des Stückes, nicht allein durch ihre Partie.  Aino Laos dominiert SnoWhite mit fesselnder Bühnenpräsenz und mächtig breit timbrierter Rocksoulstimme. Hinter riesigen Spiegeln klagen und kreischen, packend arrangiert, die Hexen der Queen über ihre Gefangenschaft („uns gehört die Nacht…durch den Spiegel führt kein Weg zurück„), welche solange anhält, wie die Queen die Schönste ist. Und so verprügeln sie in der Hexenkneipe den Jäger (John Davies) und treiben ihn an („Wohin der Weg mich führt„), Schneewittchen, von Michaela Kovarikova mit lyrisch feiner Stimme gut besetzt, zu finden und zu töten. Schneewittchen entkommt und findet bei den Hütern des Waldes, den sieben Zwergen („Wir sind die sieben Zwerge, das Schärfste der Berge, sind mächtig klein, kommen überall rein„), Unterkunft. Chefzwerg und Texter Minitou (Frank Felicetti) persifliert dabei mit grandioser Sprachfertigkeit mitreissend das skurrile Weltbild der Zwerge. Minitou  gebietet über die tanzerfahrenen Zwerge (Streetdancer aus Köln)  Bert, Pille, Palle, Ajax den Römer, Zoiing den Stummen und den stets tänzelnden Transvestit (Maurice Stocsek), deren schelmisch-witzigen Texte mit zahllos akrobatischen Rap-, Breakdance- und Tanz-Einlagen ein eigenes gelungenes Meisterwerk innerhalb des Musicals darstellen.

Theater Bonn / Premierenfeier SnoWhite / Regisseur Ottenthal (1.vl), Komponist Frank Nimsgern (2.vl), Intendant Klaus Weise mit Mikro © IOCO

Theater Bonn / Premierenfeier SnoWhite / Regisseur Ottenthal (1.vl), Komponist Frank Nimsgern (2.vl), Intendant Klaus Weise mit Mikro © IOCO

Nimsgern, Felicetti und Ottenthal schufen mit SnoWhite ein kultverdächtiges Rocksoul-Musical, welches das klassische deutsche Kindermärchen in eine musikalische Lebensreise verwandelt. Vom Aufstand jugendlicher Hexen bis hin zur Altersreife der Königin ist SnoWhite fetzig komponiert, facettenreich choreographiert und dazu augenzwinkernd erzählt. Das nicht immer jugendliche Publikum im ausverkauften Theater Bonn schrie, johlte seine Begeisterung heraus, oft wenig altersadäquat. SnoWhite wird bis zum 27. April 2013 im Theater Bonn noch 19 Mal gespielt werden. Volles Haus garantiert.  IOCO / Viktor Jarosch / 03.09.2012

 

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