Baden-Baden, Festspielhaus, Venice Baroque Orchestra – HERBSTFESTSPIELE 2019, 05.10.2019

September 18, 2019 by  
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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

HERBSTFESTSPIELE 2019

Samstag, 5. Oktober 2019, 18 Uhr

Fest der Barockmusik – Andrea Marcon und das Venice Baroque Orchestra laden zu Werken von Vivaldi, Pergolesi und Zeitgenossen rund um den Orpheus-Mythos

Im Festspielhaus Baden-Baden knüpfen Andrea Marcon und das Venice Baroque Orchestra an John Neumeiers „Orphée et Eurydice“ zum Saisonauftakt an: Wie Neumeiers Ballettoper beschäftigt sich das exklusiv für Baden-Baden zusammengestellte Konzertprogramm am 5. Oktober 2019, 18 Uhr, mit dem Mythos des Orpheus und der Macht der Musik.

Festspielhaus Baden - Baden / Venice Baroque Orchestra © Harald Hoffmann

Festspielhaus Baden – Baden / Venice Baroque Orchestra © Harald Hoffmann

Vivaldi, Pergolesi, Geminiani, Veracini – und das ist nur eine kleine Auswahl der Komponisten, deren Musik unser Fest der italienischen Barockmusik bereichern wird. Im Zentrum des Abends steht der Orpheus-Mythos. Neben Kantaten und Arien aus Opern über den traurigen Helden und Euridice, seine Geliebte, erklingen historische Tanzmusik und virtuose Konzerte. Die reichhaltige Auswahl nimmt den Hörer mit auf einen Spaziergang durch die Geschichte des italienischen Barocks: von Luigi Rossi, dessen Orpheus-Oper eine Generation nach Monteverdi den Ruhm der italienischen Oper auch im Ausland begründete, bis hin zu Pergolesi, dessen Stil bereits die Errungenschaften der Wiener Klassik vorwegnahm.

Festspielhaus Baden - Baden / Dorothee Mields © Harald Hoffmann

Festspielhaus Baden – Baden / Dorothee Mields © Harald Hoffmann

Der vokale Konzertteil mit der Sopranistin Dorothee Mields beginnt mit Ausschnitten der Orpheus-Oper von Antonio Sarturio. Aus dessen 1673 vollendetem „L´Orfeo“ singt Dorothee Mields zwei repräsentative Arien.

Auch der Komponist Luigi Rossi hat sich dem Mythos angenommen: Seine Oper „Orfeo“ wurde 1647 uraufgeführt – in Paris wohlgemerkt, denn mit dieser Oper sollte den Franzosen die italienische Oper nahegebracht werden. Und mit Erfolg: der Weltruhm der Gattung war eingeleitet. In Baden-Baden erklingt aus dieser Oper die dramatische Arie „Lasciate averno“. Den vokalen Teil der musikalischen Reise schließt die kleine Orfeo-Kantate aus dem Jahr 1735 von Giovanni Battista Pergolesi ab. Diese Kantate steht beispielhaft für den lyrisch-expressiven Stil, der Pergolesi so einflussreich für die Nachwelt werden ließ.

Beim Betrachten der instrumentalen Konzertbeiträge fällt ein deutscher Name auf: Johann Rosenmüller. Gleichwohl in den ‚italienischen Reigen‘ passend, da er den Großteil seines Lebens in Italien verbrachte. Seine „Sinfonia Nr. 5“, eine Sammlung instrumentaler Tänze, eröffnet das Konzert im Festspielhaus. Im Laufe des Abends folgt eine spätbarocke Ouvertüre von Francesco Maria Veracini und drei Konzerte von Antonio Vivaldi.

Festspielhaus Baden - Baden / Venice Baroque Orchestra © Anna Carmignola

Festspielhaus Baden – Baden / Venice Baroque Orchestra © Anna Carmignola

Zum Abschluss erklingt eines der berühmtesten Orchesterwerke des italienischen Barocks: das Concerto grosso d-Moll über die beliebte Melodie „La Folia” von Francesco Geminiani.

Andrea Marcon zählt zu den großen Kennern der venezianischen Barockmusik und es ist ihm gelungen, einige barocke Meisterwerke vor dem Vergessen zu bewahren. Als Künstlerischer Leiter des Venice Baroque Orchestra und Gastdirigent am Pult namhafter Orchester wie Concerto Köln oder dem Freiburger Barockorchester besitzt er ein besonderes Gespür für die Klangwelten des 17. und 18. Jahrhunderts. Der italienische Organist, Cembalist und Dirigent wurde in Treviso (Venetien) geboren und studierte an der Schola Cantorum Basiliensis, u. a. bei Jean-Claude Zehnder Orgel und Cembalo, bei Hans Martin Linde Dirigieren und bei Jordi Savall Kammermusik.

Im Jahr 1997 gründete Andrea Marcon das Venice Baroque Orchestra, welches sich als eines der führenden Ensembles Europas auf Alte Musik und das Musizieren auf authentischen Instrumenten spezialisiert hat. Unter Marcons Leitung führte das Orchester barocke Werke wie Cavallis „L’Orione“, Vivaldis „Atenaide und Andromeda liberata“ und Boccherinis „La Clementina“ erstmals seit deren Uraufführung wieder auf. Mit dem Teatro La Fenice in Venedig brachte das Orchester Händels „Siroe“ auf die Bühne und präsentierte es dann erstmalig in den Vereinigten Staaten. Weltweite Tourneen sowie zahlreiche Auszeichnung wie der Diaspason D’Or, der Choc du Monde de la Musique, der Preis der Deutschen Schallplattenkritik und der Edison Award sprechen für die Qualität des Venice Baroque Orchestra.

Glockenhell und engelsgleich: Das sind Attribute, die einem beim Hören der Stimme von Dorothee Mields in den Sinn kommen. Und ihre Stimme klingt in ihrer Klar- und Reinheit nie asketisch-knabenhaft sondern von sinnlicher Wärme erfüllt. Sie gilt als eine der führenden Interpretinnen für die Musik des 17. und 18. Jahrhunderts und wird von Publikum und Presse für ihr einzigartiges Timbre und ihre berührenden Interpretationen geliebt, so auch bei ihrem Auftritt im Festspielhaus in Bachs h-Moll-Messe bei den letztjährigen Pfingstfestspielen. Die Sopranistin studierte an der Hochschule der Künste in Bremen und in Stuttgart. Dorothee Mields ist gern gesehener Gast internationaler Festspiele wie dem Bachfest Leipzig, Suntory Music Foundation Festival in Japan, Boston Early Music Festival oder den Wiener Festwochen. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Collegium Vocale Gent, dem Freiburger Barockorchester und der Lautten Compagney Berlin sowie mit Dirigenten wie Ivor Bolton, Philippe Herreweghe, Thomas Hengelbrock und Masaaki Suzuki. Ein wichtiger Bereich ihres künstlerischen Schaffens sind Solo- und Kammermusikprojekte wie. „Lord Nelson am Nil“, die die Seeschlachten von Lord Nelson musikalisch erlebbar machen.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Münster, Theater Münster, Konzertvorschau Oktober 2016

September 19, 2016 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Konzertvorschau Oktober 2016
Sinfonieorchester Münster

Sonntag, 2. Oktober, 18.00 Uhr
Großes Haus
1. Sinfoniekonzert
Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll WAB 108
Sinfonieorchester Münster
Dirigent: Fabrizio Ventura


Donnerstag, 13. Oktober, 19.30 Uhr
Rathausfestsaal
1. Rathauskonzert
Carl Maria von Weber: Klarinettenquintett B-Dur op. 34
Richard Strauss: TILL EULENSPIEGEL einmal anders op. 28. Grotesque musicale für fünf Instrumente, arr. Von Franz Hasenoehrl
Ludwig van Beethoven: Septett op. 20
Mihai Ionescu, Violine, Christian Büscherfeld, Violine, Svenja Ciliberto, Viola, Michael Schlechtriem, Violoncello, Werner Raabe, Klarinette, Heidrun Schulze, Fagott, Konrad Balint, Horn


Montag, 17. Oktober, 20.00 Uhr
Erbdrostenhof
1. Erbdrostenhofkonzert
Programmänderung: Der angekündigte Solist must kurzfristig absagen;
das neue Programm wird bald möglich bekanntgegeben.


Dienstag. 25. Oktober, 19.30 Uhr
Mittwoch, 26. Oktober, 19.30 Uhr
Sonntag, 30. Oktober, 18.00 Uhr
Großes Haus
2. Sinfoniekonzert
Ludwig van Beethoven: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 61
Alfredo Cassella: Sinfonie Nr. 2 c-Moll op. 12
Solist: Nemanja Radulovi?, Violine
Sinfonieorchester Münster
Dirigent: Fabrizio Ventura


Donnerstag, 27. Oktober, 9.30 Uhr/11.00 Uhr
Kleines Haus
1. Konzert für Kinder
ZAUBERWALD UND FABELWESEN
Musik von Edvard Grieg, Francesco Geminiani, Igor Strawinsky u. a.
Konzeption & Moderation: Julia Dina Heße
Sinfonieorchester Münster
Musikalische Leitung: Stefan Veselka
Pressemeldung Theater Münster

—| Pressemeldung Theater Münster |—

Köln, Philharmonie Köln, KONZERT G. Capuçon, Venice Baroque Orchestra, A. Marcon, 19.11.2913

Oktober 25, 2013 by  
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Kölner Philharmonie

Philharmonie Köln © IOCO

Philharmonie Köln © IOCO

Konzert: G. Capuçon, Venice Baroque Orchestra, A. Marcon: Bach, Geminiani, Tartini, Vivaldi

 
19.11.2013 Dienstag 20:00 Uhr
 
Gautier Capuçon Violoncello 
 
Venice Baroque Orchestra 
Andrea Marcon Dirigent 
 
PROGRAMM:
Antonio Vivaldi 
Concerto für Streicher und Basso continuo G-Dur RV 146
 
Antonio Vivaldi 
Konzert für zwei Violoncelli, Streicher und Basso continuo g-Moll RV 531
 
Carl Philipp Emanuel Bach 
Konzert für Violoncello und Streicher a-Moll Wq 170 (1750/53)
 
Pause 
 
Francesco Geminiani 
Concerto grosso Nr. 12 d-Moll (1729)
für Streicher und Cembalo. Arrangiert nach dem Concerto grosso op. 5 Nr. 12 von Arcangelo Corelli
„La Follia“
 
Giuseppe Tartini 
Konzert für Violoncello und Streicher A-Dur
 
Antonio Vivaldi 
Konzert für Violoncello, Streicher und Basso continuo a-Moll RV 418
 
 
—| Pressemeldung Kölner Philharmonie |—

Berlin, Berliner Philharmoniker, Live am Mittwoch: Die Berliner Barock Solisten mit einem englisch-italienischen Abend, 21.03.2012

März 20, 2012 by  
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Berliner Philharmoniker

Live am Mittwoch: Die Berliner Barock Solisten mit einem englisch-italienischen Abend

Sinn und Sinnlichkeit

Mi, 21. Mär. 2012 20 Uhr (Ortszeit)

»Eine perfekte Verschmelzung aus modernem Spiel und historischem Bewusstsein« attestierte die Zeitschrift Gramophone den Berliner Barock Solisten. Und in der Tat: Nur selten wird man ein Ensemble finden, in dem das Spiel auf heutigen Instrumenten und die Kenntnis alter Musizierpraxis so mühelos und klangsinnlich zusammenfinden. In diesem Konzert widmen sich die Musiker – die meisten von ihnen Mitglieder der Berliner Philharmoniker – der spannenden Beziehung zwischen englischen und italienischen Komponisten zur Zeit des Barock.

Die in diesem Zusammenhang alles überragende Musikerpersönlichkeit war aus heutiger Sicht der Deutsche Georg Friedrich Händel, der nach Lehrjahren in Italien zum wichtigsten Opern- und Oratorienkomponisten Englands avancierte. Die Zeitgenossen hingegen stritten sich darum, welcher Komponist der größere sei: Händel oder der Italiener Francesco Geminiani, der seit 1714 in London wirkte. Ausgelöst wurde dieser Streit durch einen Essay von Charles Avison, Schüler Geminianis und einer der erfolgreichsten Tonsetzer des Landes. Wenn es um England geht, darf ein weiterer Name nicht fehlen: Henry Purcell, der wichtigste britische Komponist im 17. Jahrhundert. Er gehörte zwar einer früheren Komponistengeneration an als die drei genannten und hat Italien selbst nie kennen gelernt. Gleichwohl ließ auch er sich von der Musik des Landes beeinflussen und hatte einen entscheidenden Anteil daran, den italienischen Stil in der englischen Musik zu verankern.

Berliner Barock Solisten
Bernhard Forck Violine und Leitung
Mark Padmore Tenor

PROGRAMM:
Henry Purcell: Ouvertüre für Streicher und Basso continuo G-Dur Z 770
Georg Friedrich Händel: Arien aus dem Oratorium Samson HWV 57
Charles Avison: Concerto grosso Nr. 7 g-Moll (nach Domenico Scarlatti)
Georg Friedrich Händel: Auszüge aus dem Oratorium Jephtha HWV 70
Francesco Geminiani: Concerto grosso e-Moll op. 3 Nr. 3

Live-Übertragung am Mi, 21. Feb 2012, 20 Uhr

—| Pressemeldung Berliner Philharmoniker |—