Mannheim, Nationaltheater Mannheim, Premiere Francesca da Rimini – Sergej Rachmaninow, 24.03.2019

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

   Francesca da Rimini  von  Sergej Rachmaninow

Premiere Sonntag, 24. März, 19 Uhr,  weitere Aufführungen 31. März, 18. April 2019

Nach dem fulminanten Erfolg von Tschaikowskys Jolanthe in der vergangenen Spielzeit wird die Tradition konzertanter Opernaufführungen am NTM und die Linie slawisch-russischen Repertoires mit Francesca da Rimini von Sergej Rachmaninow fortgesetzt.

Nationaltheater Mannheim / Astrd Kessler © Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim / Astrd Kessler © Nationaltheater Mannheim

Eine der größten Liebesgeschichten der Weltliteratur wird in Dantes Göttlicher Komödie erzählt: Francesca ist die Frau des Kriegers Lanceotto Malatesta. Sie liebt jedoch dessen jüngeren Bruder Paolo, dem sie ewige Treue geschworen hat. Lanceotto stellt den Liebenden eine Falle und erdolcht schließlich beide. Auf ihrem Weg durch die Hölle begegnen Dante und der Geist Vergils den »verdammten Seelen« von Paolo und Francesca und lauschen ihrem Lied.

In Sergej Rachmaninows einaktiger Oper Francesca da Rimini wird die Geschichte der beiden Liebenden in Form einer Rückblende erzählt, umrahmt von einem Prolog und einem Epilog in der Hölle. Besonders das Orchester wird bei Rachmaninow zum spätromantischen Medium, vom Unaussprechlichen zu sprechen.

Astrid Kessler, die bejubelte Jolanthe, wird auch hier wieder die Titelpartie singen – Premiere ist am Sonntag, 24. März um 19 Uhr im Opernhaus. In der Liebesgeschichte singen Ilya Lapich als Vergils Geist, Juraj Hollý als Dante, Bartosz Urbanowicz als Francescas Ehemann Lanciotto Malatesta und Andreas Hermann als ihr Geliebter Paolo. Der stellvertretende Generalmusikdirektor Benjamin Reiners dirigiert Orchester und Chor des NTM.

Karten sind ab 12 Euro (ermäßigt 9 Euro) erhältlich.

—| Pressemeldung Nationaltheater Mannheim |—

Stuttgart, Oper Stuttgart, Russischen Woche, 17. bis 21.07.2013

Juli 8, 2013 by  
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Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus ©  A.T. Schaefer

Stuttgart Opernhaus © A.T. Schaefer

Russische Seele im Exil

 
Zwischen russischen Weisen und sowjetischem Jazz, zwischen Melancholie und Surrealismus bewegt sich das Programm der Russischen Woche: ein musikalischer Russlandschwerpunkt von 17. bis 21 Juli 2013, der mit Konzerten und Bühnenwerken die „russische Seele im Exil“ rund um unerfüllte Liebe und schicksalhafte Begegnungen erkundet.
 
Zu erleben sind unter anderem Sergej Rachmaninovs Francesca da Rimini und Edison Denisovs beseelte Oper Der Schaum der Tage, die vom Publikum und den Feuilletons bis hin zur New York Times gefeiert worden ist.
 
Das Liedkonzert Schneescheiterhaufen und das Nachtkonzert Russische Seele im Exil entführen die Zuhörer in eine Welt voll seltsamer Unruhe und süßer Melancholie, während das Kammerkonzert Summer Music Chansons und Songs für laue Sommernächte bringt. 
 
 
 
Pressemeldung Oper Stuttgart

Stuttgart, Oper Stuttgart, Letzte Premiere der Spielzeit: FRANCESCA DA RIMINI / SINFONIE NR.3, 19.07.2013

Juni 13, 2013 by  
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Oper Stuttgart

Stuttgart Opernhaus / Saal Mitte © Martin Sigmund

Stuttgart Opernhaus / Saal Mitte © Martin Sigmund

Cambreling dirigiert letzte Premiere der Spielzeit: „Francesca da Rimini / Sinfonie Nr. 3“ am 19.07.2013

Oper Stuttgart /  Sylvain Cambreling  © Marco Borggreve

Oper Stuttgart / Sylvain Cambreling © Marco Borggreve

 
Als letzte Premiere der Spielzeit 2012/13 präsentiert die Oper Stuttgart die konzertante Aufführung von Sergej Rachmaninovs Oper Francesca da Rimini unter der Musikalischen Leitung von GMD Sylvain Cambreling. Nur zweimal wird das Werk im Rahmen der „Russischen Woche“ (17. – 21. Juli 2013) im Opernhaus zu erleben sein: Am Freitag, 19. Juli um 19.30 Uhr und am Samstag, 20. Juli um 19 Uhr. Rachmaninovs Einakter wird umrahmt durch die Sinfonie Nr. 3 von Galina Ustwolskaja, in der die russische Komponistin einen mittelalterlichen Gebetstext des Mönchs Hermann der Lahme vertont. Die beiden Werke werden miteinander verzahnt aufgeführt, sodass Teile der Sinfonie zum Vor-, Zwischen- und Nachspiel der Oper werden.
Oper Stuttgart / Marina Poplavskaya   © Ryan Schumann

Oper Stuttgart / Marina Poplavskaya © Ryan Schumann

 
In der Titelpartie gibt die international gefeierte junge Sopranistin Marina Poplavskaya ihr Debüt an der Oper Stuttgart. Der ukrainische Tenor Dmytro Popov, der von 2009 bis 2012 zum Solistenensemble der Oper Stuttgart gehörte, kehrt als Paolo Malatesta an sein ehemaliges Stammhaus zurück. Sergej Leiferkus, einer der renommiertesten Baritone der Welt, interpretiert die Partie des Lanceotto Malatesta und übernimmt außerdem die Rolle des Rezitators in Ustwolskajas 3. Sinfonie. Zudem wirken die Ensemblemitglieder Stanley Jackson (Dante Alighieri) und Ks. Shigeo Ishino (Geist des Virgil) sowie der Staatsopernchor Stuttgart (Einstudierung: Christoph Heil) mit.
 
Rachmaninov bearbeitet in seiner letzten, 1906 am Moskauer Bolschoi Theater uraufgeführten Oper eine der berühmtesten Episoden aus Dante Alighieris Inferno, dem ersten Teil seiner Göttlichen Komödie: Dante wird von Vergil durch die Hölle geführt. Zögernd betreten sie den 2. Höllenkreis, in dem Sünden der Liebe bestraft werden. Im Sturm der Leiber, der vorüberfegt, erweckt der leichte Flug eines „Taubenpaars“ Dantes Interesse. Auf seinen Anruf hin erzählen ihm Paolo und Francesca ihre Liebesgeschichte: Paolo hatte sich als Brautwerber seines Bruders Lanceotto in dessen Braut Francesca verliebt. Doch erst die gemeinsame Lektüre eines Liebesromans löste beiden die Zunge, bis diese nicht nur die Wechselseitigkeit ihrer Liebe gestand, sondern auch im leidenschaftlichen Kuss den Mund des anderen fand. „Ein Kuppler war das Buch, und der’s verfasste – An jenem Tage lasen wir nicht mehr.“ Francescas Ehemann hat ihnen aufgelauert und tötet sie in flagranti.
 
Rachmaninov dramatisiert das Geschehen in einer Rückblende, die das archetypische Beziehungs-Dreieck Bariton-Sopran-Tenor mit verzehrendem spätromantischen Lyrismus zelebriert, gerahmt von der Höllenszene, in der ein wortloser Chor das Heulen der Verdammten intoniert. Der große Anteil an instrumentaler Musik und die Konzentration auf die innere Handlung rückt das Werk in die Nähe der Symphonischen Dichtung.
 
 
Russische Woche: Russische Seele im Exil
Mittwoch, 17. Juli 2013, 19.30 Uhr: 7. Kammerkonzert, Liederhalle
Donnerstag, 18. Juli 2013, 19.30 Uhr: Onegin (Stuttgarter Ballett), Opernhaus
Freitag, 19. Juli 2013, 19.30 Uhr: Francesca da Rimini / Sinfonie Nr. 3 (Premiere), Opernhaus
Samstag, 20. Juli 2013, 19.00 Uhr: Francesca da Rimini / Sinfonie Nr. 3, Opernhaus
Samstag, 20. Juli 2013, 22.00 Uhr: Nachtkonzert: Russische Seele im Exil, Opernhaus, Foyer I. Rang
Sonntag, 21. Juli 2013, 14.00 Uhr: Der Schaum der Tage, Opernhaus
Sonntag, 21. Juli 2013, 20.00 Uhr: 6. Liedkonzert, Opernhaus
 
Weitere Informationen hier.
 
 
 
Pressemeldung Oper Stuttgart

Stuttgart, Oper Stuttgart, Sylvain Cambreling erhält das Bundesverdienstkreuz 30.11.2012

Dezember 3, 2012 by  
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Oper Stuttgart

Sylvain Cambreling erhält Bundesverdienstkreuz

Staatsoper Stuttgart / Sylvain Cambreling © Martin Sigmund

Staatsoper Stuttgart / Sylvain Cambreling © Martin Sigmund

Ehrung für „überragendes künstlerisches Wirken“und Engagement für Musikvermittlung an Jugendliche

Bundespräsident Joachim Gauck hat Sylvain Cambreling, Generalmusikdirektor der OperStuttgart, für sein langjähriges künstlerisches Wirken sowie die von ihm initiierten und geleiteten Projekte im Bereich der Musikvermittlung an Jugendliche das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Überreicht wird der Orden am Freitag, 30. November 2012 in Stuttgart durch Kunststaatssekretär Jürgen Walter.

„Mit dieser Auszeichnung würdigt die Bundesrepublik Ihre überragendenkünstlerischen Leistungen, die das Musikleben Baden-Württembergs und der Bundesrepublik unermesslich bereichert haben. Bereits als Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg haben Sie einen unschätzbaren Beitrag zum überregionalen und internationalen Ruf Baden-Württembergs als Musikland geleistet“, so Staatssekretär Walter.

Mit weit über das normale Maß hinausgehendem Engagement habe sich Cambreling jedoch auch im Bereich der Musikvermittlung an Jugendliche einen Namen gemacht. Jürgen Walter: „Sylvain Cambreling hat beispielhaft in zahlreichen Projekten eine neuartige künstlerische und pädagogische Form des Zusammenwirkens von musizierenden Jugendlichen und professionellen Musikern verwirklicht. In diese waren Jugendliche mit unterschiedlichsten Fähigkeiten, etliche davon mit Behinderung, eingebunden.“ Baden-Württemberg könne sich glücklich schätzen, dass sein kreativer Einsatz nun in Stuttgart einem breiten Publikum zugutekomme.

Opernintendant Jossi Wieler über die Auszeichnung des Generalmusikdirektorsder Oper Stuttgart: „Ich freue mich sehr über diese ehrenvolle Würdigung unseres Generalmusikdirektors Sylvain Cambreling durch den Bundespräsidenten und gratuliere ihm von Herzen! Sylvain Cambreling ist nicht nur einer der bedeutendsten Dirigenten der heutigen Zeit; er versteht es auch wie kaum ein anderer, Menschen durch Musik zu inspirieren und zu berühren, sie für Neues und Außergewöhnliches zu begeistern und ihnen einen sinnlich-intellektuellen Zugang auch zu vermeintlich „sperrigeren“ Werken des Opern- und Konzertrepertoires zu ermöglichen. Wir sind sehr glücklich, dass sich Sylvain Cambreling dazu entschieden hat, in den kommenden Jahren gemeinsam mit uns in Stuttgart zu arbeiten. Er ist ein unschätzbarer Gewinn für unser Haus, für die Stadt und die Region.“

Biografie

Sylvain Cambreling, geboren in Amiens, Frankreich. Studium am dortigen Konservatorium und am Conser-vatoire de Paris. 1975 Direktor der Opéra Nouveau Lyon, 1976 Gastdirigent des Ensemble intercontemporain. Sein Debüt an der Opéra National de Paris gab er 1981 mit Offenbachs Les Contes d’Hoffmann. 1981 bis 1991 Generalmusikdirektor des Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel. 1993 bis 1997 Künstlerischer Leiter und Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt (unter seiner Leitung 1996 „Opernhaus des Jahres“). 1994 wurde er selbst zum „Dirigenten des Jahres“ gewählt. 1999 bis 2011 Chefdirigent des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg mit dem er u.a. das Orchesterwerk von Messiaen einspielte, wofür er 2009 als Dirigent des Jahres mit dem ECHO Klassik Preis sowie dem deutschen Schallplattenpreis und 2010 dem MIDEM Contemporary Music Award ausgezeichnet wurde. Regelmäßig gastierte er u.a. bei den Wiener und den Berliner Philharmonikern, bei den Münchner Philharmonikern und bei den Wiener Symphonikern, beim BBC Symphony Orchestra und bei The Cleveland Orchestra sowie bei den Salzburger Festspielen. Seit 2010 Chefdirigent des Yomiuri Nippon Symphony Orchestra. Im Februar 2012 wurde Sylvain Cambreling mit dem „Premio Lírico Teatro Campoamor 2011″ von Oviedo (Spanien) für seine musikalische Leitung in Saint François d’Assise von Olivier Messiaen am Teatro Real in Madrid ausgezeichnet. Als Generalmusikdirektor der Oper Stuttgart dirigiert er in dieser Saison das Eröffnungskonzert, das 2., 5. und 7. Sinfoniekonzert sowie das 1. Kammerkonzert. Als Operndirigent leitet Sylvain Cambreling in dieser Spielzeit den Doppelabend Die glückliche Hand/Schicksal(Osud), Der Schaum der Tage, Parsifal und Francesca da Rimini.

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