Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Tristan und Isolde – Richard Wagner, 19.11.2019

November 18, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater für Niedersachsen

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Tristan und Isolde  –   Richard Wagner

  – IM TODE MEIN – 

Von Randi Dohrin

“Dieser Tristan wird was Furchtbares.“…, schrieb Wagner 1858 an seine Muse Mathilde Wesendonck von der er sich verstanden fühlte in seinem künstlerischen Schaffen.

Mit seiner Gattungsbezeichnung „Eine Handlung in 3 Aufzügen“, wie sie Wagner dem Erstdruck der Partitur und dem Klavierauszug hinzufügte, setzte er mit dieser Oper Mathilde Wesendonck ein musikalisch literarisches Denkmal unerreichten Ausdrucks. Die Oper wurde zu einem Höhepunkt romantischer Musik, in der er seine genauen Klangvorstellungen umsetzte.

Die umjubelte Uraufführung dieses Werkes fand am 10. Juni 1865 im Königlichen Hof- und Nationaltheater in München unter der Leitung von Hans von Bülow statt und wäre ohne die großzügige Unterstützung von König Ludwig II von Bayern nicht möglich gewesen, denn trotz der großen Erfolge und Hilfe seiner Freunde gelang es Wagner nicht, sein Leben wirtschaftlich abzusichern.

Theater für Niedersachsen / Tristan und Isolde - hier :  Ensemble © T.Behind-Photographics

Theater für Niedersachsen / Tristan und Isolde – hier : Ensemble © T.Behind-Photographics

Im Jahre 1857 unterbricht Wagner die Komposition des Siegfried und wendet sich während seines Züricher Asyls (1849 – 1858) ganz seiner Oper Tristan und Isolde zu. Entsprechend seiner Biographie, überträgt Wagner die leidenschaftliche, aber nicht erfüllbare, Liebe zwischen ihm und Mathilde Wesendonck auf die Hauptgestalten seines Musikdramas, Tristan und Isolde.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Hildesheimer Theaters öffnete sich – nach umfangreichem Umbau – der Vorhang für Wagners Tristan und Isolde. Dieses monumentale Meisterwerk zur festlichen Wiedereröffnung auf die Bühne zu bringen, offenbarte wieder einmal eindrucksvoll die Stärke des Theaters für Niedersachsen in Hildesheim

Voller atmosphärischer Spannung, Dynamik und Dramatik breitete das Orchester unter der musikalischen Leitung von Operndirektor Florian Ziemen, einen farbenprächtigen Klangteppich und Spannungsbogen bis zur letzten Minute aus.

Durchsichtig, fließend gelang den hervorragend spielenden Musikern packend die Gestaltung, auch in den zuhauf vorkommenden, glanzvollen Soli der verschiedenen Instrumentengruppen. Gefühlstief und berührend erklang das lange Englischhorn-Solo im 3. Aufzug.

In den Vorspielen des 1. und 2. Aufzuges verdeutlichte das Orchester im ruhigen und langsamen Tempo das sehnsuchtsvolle Liebesverlangen von Tristan und Isolde, deren Erfüllung sie nur im gemeinsamen Tode zu finden glauben, da die gesellschaftlichen Bedingungen auf Erden ihre Liebe nicht zulassen.

Theater für Niedersachsen / Tristan und Isolde - hier :  Julia Borchert als Isolde, Neele Kramer als Brangäne © T.Behind-Photographics

Theater für Niedersachsen / Tristan und Isolde – hier : Julia Borchert als Isolde, Neele Kramer als Brangäne © T.Behind-Photographics

Das Schicksal von Tristan und Isolde fand vor allem in der Musik des fantastisch aufspielenden Orchesters in Originalbesetzung statt (trotz erforderlicher Teilabdeckung des Grabens).  Chapeau!

Besessen vom Rachegedanken „Tod für Tristan“, gestaltete Julia Borchert überzeugend den äußerst schwierigen Part der Isolde, die von Liebestränken so gar nichts wissen will und Tristan, glaubwürdig gespielt und gesungen von Hugo Mallet, den vermeintlichen Todestrank überreicht. Brangäne, die Vertraute Isoldes, stimmlich überragend und glänzend besetzt durch Neele Kramer, vertauschte den Todestrank jedoch in einen Liebestrank.

Der Hass Isoldes verwandelt sich in vorhandener, aber noch nicht eingestandener Liebe und somit entreißt sie Tristan den Sühnetrank sofort wieder, um ihn selbst zu trinken. Im Angesicht des vermuteten Todes gestehen sich beide ihre Liebe ein und sind davon überzeugt, nur im Jenseits zusammenkommen zu können.

Unter der weitgehend Libretto treuen Inszenierung von Tobias Heyder und adäquat gelungenen Bühnen- und Kostümausstattung von Pascal Seibicke, gelang die Premiere im Theater für Niedersachen berückend ausdrucksstark  voller Leiden, Leidenschaft, Liebe und Schmerz, Verzweiflung, Sehnsucht, Todessehnsucht und Tod.

Weshalb Tobias Heyder im 3. Aufzug Isolde, neben dem verstorbenen Tristan, im Stehen sterben lässt, vermag sich mir allerding partout nicht zu erschließen.

Unverkennbar bewährt setzte Uwe Tobias Hieronimi seinen sonoren Bass in der Rolle des König Marke ein, während Levente György als Kurwenal und   helfender Diener des Tristan, seinen recht hohen Baritonpart mit Bravour meisterte.

Gut besetzt waren auch der intrigante Melot mit Roman Tsotsalas und dem temperamentvollen Julian Rohde als Hirte. Neben dem gut disponierten, voluminös erklingenden Herrenchor, Einstudierung Achim Falkenhausen, boten Chun Ding als junger Seemann und Jesper Mikkelsen als Steuermann, ausgezeichnete stimmliche und darstellerische Leistungen.

Das beeindruckte Publikum bedankte sich mit Bravorufen, stehenden Ovationen  und langem anerkennenden Applaus für alle Mitwirkenden auf, unter und hinter der Bühne im noch recht ungewohnten, neuen Ambiente des Theaters für Niedersachsen in Hildesheim.

—| IOCO Kritik Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Tristan und Isolde – Richard Wagner, 16.11.2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Tristan und Isolde –  Richard Wagner

Wagners Meisterwerk erstmals in Hildesheim

zur feierlichen Wiedereröffnung des Stadttheaters nach der Sanierung ist ab dem 16. November 2019 erstmals Wagners grandioses Musiktheaterwerk Tristan und Isolde in Hildesheim zu sehen. Die musikalische Leitung übernimmt Generalmusikdirektor und Operndirektor Florian Ziemen, Regie führt Tobias Heyder. Erste Einblicke in die Inszenierung gibt es bereits bei der Matinee am 10. November in der Musikschule Hildesheim.

Knapp fünf Monate war das Stadttheater Hildesheim für den Umbau des Großen Hauses geschlossen. In dieser Zeit wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Zuschauerraum durchgeführt. Dazu gehört neben der Installation einer neuen Klimatechnik und Schallsegeln, die die Akustik verbessern, auch die Erneuerung der Theaterbestuhlung.

Zur feierlichen Wiedereröffnung bringt das Theater für Niedersachsen am 16. November Richard Wagners grandioses Musiktheaterwerk Tristan und Isolde erstmals in der über 100-jährigen Geschichte des Hildesheimer Theaters auf die Bühne. Das monumentale, rauschhafte Stück ist ein Meilenstein der Musik- und Operngeschichte und stellt an Sänger und Orchester höchste Anforderungen. GMD und Operndirektor Florian Ziemen dirigiert, Regisseur Tobias Heyder setzt die obsessive, alles überwindende, todessehnsüchtige Liebe von Tristan und Isolde in Szene, für die Ausstattung zeichnet Pascal Seibicke verantwortlich. In der Partie des Tristan ist der in London geborene Tenor Hugo Mallet zu erleben, Isolde wird verkörpert durch Julia Borchert. Beide geben damit ihr Rollendebüt.

Im Rahmen der Reihe „Innen Stadt Theater“ findet am 10. November, 11.15 Uhr, die Matinee zu Tristan und Isolde in der Musikschule Hildesheim statt, moderiert von Musiktheaterdramaturgin Susanne von Tobien. Kostenfreie Eintrittskarten sind im TfN-ServiceCenter erhältlich.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Open-Air-Konzert, 18.08.2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Das TfN ist wieder da!

Das Theater für Niedersachsen ist aus der Sommerpause zurück und startet mit einem großen Open-Air-Konzert auf dem Domplatz in die aufregende und vielseitige letzte Spielzeit von Intendant Jörg Gade. Der Ticketvorverkauf für alle Stücke startet am 8. August, 10 Uhr.

Der Spielzeitstart am TfN ist in diesem Jahr besonders aufregend: Durch die Sanierung des Stadttheaters gehen die ersten Veranstaltungen der Saison an verschiedenen Orten in Hildesheim über die Bühne. Und noch etwas ist neu: Der allseits beliebte Theatergarten findet nicht zu Beginn der Saison statt, sondern an dessen Ende und ist damit ein letzter Abschiedsgruß von Intendant Jörg Gade, der das TfN im Sommer 2020 verlässt.

Theater für Niedersachsen / Saisoneröffnung 2019-20 © C. Grossmann

Theater für Niedersachsen / Saisoneröffnung 2019-20 © C. Grossmann

Den Startschuss für die Saison 2019/20 gibt das große Open-Air-Konzert auf dem Domplatz am Sonntag, 18. August, unter der musikalischen Leitung von Florian Ziemen. Mit Wagners Ouvertüre zum „Tannhäuser“, Beethovens 5. Sinfonie und Mendelssohns Violinkonzert e-Moll präsentiert die TfN-Philharmonie unvergängliche Klassiker des Konzertrepertoires. Der Eintritt ist frei. Im August findet sich außerdem noch ein zweites großes Konzert auf dem Programm: Bei „La vie en rose“ im Kloster Marienrode am Samstag, 24. August, obliegt die Leitung Chordirektor Achim Falkenhausen unter Beteiligung der Philharmonie, des Chors und des Kinderchors des TfN.

Die erste Premiere der Spielzeit am Samstag, 7. September, führt das TfN-Schauspielensemble in das Burgtheater auf der Domäne Marienburg. Regisseurin Alice Asper dramatisiert Ödön von Horváths 1937 erschienenen Roman „Jugend ohne Gott“ für das TfN neu und stellt die Frage, wie eine Gesellschaft ins Totalitäre kippt. Am Freitag, 20. September, starten dann auch die MusicalCompany und das Opernensemble in die neue Spielzeit. Gemeinsam mit der TfN-Philharmonie und vielen Statistinnen und Statisten laden sie das Publikum zu einem Kurzurlaub nach Österreich ein: Die Kult-Operette „Im weißen Rössl“ wird in Szene gesetzt von Erik Petersen und choreografiert von Ludwig Mond. Sowohl zur Domäne Marienburg als auch zur Halle39 sorgt das TfN für einen kostenlosen Shuttle-Service.

Am 16. November öffnet sich dann zum ersten Mal der Vorhang im frisch sanierten Stadttheater und die Spielzeit nimmt mit dem monumentalen Musiktheaterwerk „Tristan und Isolde“ richtig an Fahrt auf. Weitere Informationen sowie das gesamte Programm der Spielzeit 2019/20 stehen auf der Homepage des TfN (www.tfn-online.de) zur Verfügung.

Karten für alle Stücke sind ab 8. August, 10 Uhr, im TfN-ServiceCenter (Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim), unter 05121 16931693 sowie unter www.tfn-online.de und an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich. Auch bei der ersten Theatersprechstunde am Samstag, 10. August, 10 bis 13 Uhr, auf dem Vorplatz der Literaturkirche St. Jakobi, können Karten erworben werden.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Spielplan April 2019

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Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann


Spielplan April 2019


Mi 03.04.2019
20:00
Gronau, Theatersaal
Dinge, die ich sicher weiß (Premiere)
Schauspiel von Andrew Bowell


Do 04.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Addams Family
Musical von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Elice


Do 04.04.2019
11:00
15:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Die Schöne und der Schmied
Figurentheater nach einer Novelle von Nikolai W. Gogol


Do 04.04.2019
20:00
Nienburg, Theater auf dem Hornwerk
Die unsichtbare Hand
Schauspiel von Ayad Akhtar


Fr 05.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Pantöffelchen
Oper von Piotr. I Tschaikowsky


Fr 05.04.2019
19:30
Bad Bevensen, Kurhaus
Nathan der Weise
Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing Sa 06.04.2019 19:00 Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus Dinge, die ich sicher weiß (Hildesheim-Premiere) Schauspiel von Andrew Bowell


So 07.04.2019
19:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Jasper in Deadland
Musical von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster


So 07.04.2019
11:15
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Matinee zu Tod in Venedig (Eintritt frei)


Mo 08.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Pantöffelchen (Zum letzten Mal)
Oper von Piotr. I Tschaikowsky


Di 09.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Brücken Am Fluss (The Bridges of Madison County) (Zum letzten Mal)
Musical von Jason Robert Brown und Marsha Norman


Do 11.04.2019
11:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Do 11.04.2019
20:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
Impro im Foyer (Eintritt frei)
spezial


Fr 12.04.2019
20:00
Burgdorf, Theater am Berliner Ring
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


Fr 12.04.2019
11:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Fr 12.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Jasper in Deadland
Musical von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster


Fr 12.04.2019
23:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
Nachtbar #7Sins
Zorn


Sa 13.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Sa 13.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Mutter Courage und ihre Kinder Schauspiel von Bertolt Brecht, Musik von Paul Dessau
Spielplanübersicht April 2019. Stand: 4.3.2019 – Änderungen vorbehalten!


So 14.04.2019
16:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Hochzeit des Figaro
(Zum letzten Mal in dieser Spielzeit)
Deutsches Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart


So 14.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – theo
Herr Glück und Frau Unglück
Stück nach Antonie Schneider und Susanne Straßer


Mo 15.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


Do 18.04.2019
20:30
Hildesheim, Bar Wohnzimmer
TfN im Wohnzimmer Lesung der Erzählung „Der Schatten über Innsmouth“ Sa 20.04.2019 19:00 Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus Tod in Venedig (Premiere) Oper von Benjamin Britten


Mo 22.04.2019
19:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Die Addams Family
Musical von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Elice


Mi 24.04.2019
20:00
Gronau, Theatersaal
Nathan der Weise
Schauspiel von Gotthold Ephraim Lessing


Mi 24.04.2019
20:00
Hildesheim, Stadttheater – Van der Valk Hotel
Auf der Besetzungscouch (Eintritt frei)
Der TfN-Theater-Talk


Fr 26.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Tod in Venedig
Oper von Benjamin Britten


Sa 27.04.2019
14:00
Hildesheim, Stadttheater – Treffpunkt Bühneneingang
Blick hinter die Kulissen
Expertenführung Schauspieler/-in


Sa 27.04.2019
19:00
Garbsen, IGS Meyenfelder Straße
Die Brücken Am Fluss (The Bridges of Madison County) Musical von Jason Robert Brown und Marsha Norman


Sa 27.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
5. Kammerkonzert
Oktett op. 166 von Franz Schubert


Sa 27.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Mutter Courage und ihre Kinder
Schauspiel von Bertolt Brecht | Musik von Paul Dessau


So 28.04.2019
17:00
Hameln, Theater
Die Blume von Hawaii
Operette von Paul Abraham


So 28.04.2019
19:00
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


So 28.04.2019
11:15
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Matinee zu Elternabend (Eintritt frei)


So 28.04.2019
15:00
Hildesheim, Stadttheater – F1
Theater Extra zu Schahname – Das Buch der Könige (Eintritt frei)
Eine Veranstaltung der Freunde des TfN


Mo 29.04.2019
19:30
Hildesheim, Stadttheater – Großes Haus
Dinge, die ich sicher weiß
Schauspiel von Andrew Bowell


Di 30.04.2019
19:30
Gütersloh, Theater
Tod in Venedig
Oper von Benjamin Britten



AUF DER BESETZUNGSCOUCH
Der TfN-Theater-Talk
Nach den Erfolgen im Theatergarten gibt es endlich eine neue Auflage des beliebten Talk-Formats. Benjamin R. Riebsamen, Marketingleiter am TfN, lädt wieder zum Talk ein – diesmal mit Operndirektor Florian Ziemen und einem weiteren Gast aus dem Ensemble. In entspannter Bar-Atmosphäre wird über Interessantes, Ungeahntes, Überraschendes geplaudert. Freuen Sie sich auf spannende Einblicke in die Arbeit moderner Opern-Schaffender. Der Eintritt ist frei.
TERMIN Mi, 24.4., 20:00 Uhr, Van der Valk Hotel, Stadtschenke


PREMIEREN


DINGE, DIE ICH SICHER WEIß
Schauspiel von Andrew Bovell
„Ich dachte, sie würden so werden wie wir“, sagt Bob Prize über seine erwachsenen Kinder, „nur besser als wir. Mit besseren Jobs. Und besseren Aussichten. Dafür haben wir doch so hart gearbeitet.“ Doch alle vier Kinder gehen Lebenswege, die Bob und seine Frau Fran ganz und gar nicht nachvollziehen können. Das sicher geglaubte Familiengefüge gerät ins Wanken …
Der australische Autor Andrew Bovell schreibt poetisch und zutiefst ehrlich über die große Liebe, die diese Familie zusammenhält und sie zugleich auseinandertreibt. Inszenierung Jörg Gade Ausstattung Swana Gutke Dramaturgie Astrid Reibstein Mit Simone Mende (Fran), Gotthard Hauschild (Bob), Katharina Wilberg (Pip), Jonas Kling (Mark), Jonas Nowack (Ben), Lilli Meinhardt (Rosie)
PREMIERE Mi, 3.4., Gronau | HILDESHEIM-PREMIERE Sa, 6.4., 19:00 Uhr, Großes Haus
MATINEE So, 24.3., 11:15 Uhr, Großes Haus (Eintritt frei)
Im Anschluss an die Vorstellung am Montag, 15.4., findet das Publikumsgespräch „nachgefragt“ im F1 statt.


TOD IN VENEDIG
Oper von Benjamin Britten | Libretto von Myfanwy Piper
Nach der gleichnamigen Novelle von Thomas Mann | In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
In einer Schaffenskrise begibt sich der Schriftsteller Gustav von Aschenbach nach Venedig, getrieben von der Sehnsucht nach etwas ganz Neuem, Fremden. Hier gibt er sich – fasziniert von der unbekümmerten Anmut des hübschen Jungen Tadzio – seinen Tagträumen am Strand hin und ignoriert alle Warnzeichen der aufkeimenden Cholera … Benjamin Britten vertonte
in seiner letzten Oper Thomas Manns berühmte Novelle nach einem Libretto von Myfanwy Piper, das die Handlung zwischen Rausch, Obsession, Verdrängung, Lebensbejahung und Todessehnsucht in magische, vielfarbige und exotische Klangbilder übersetzt. Musikalische Leitung und Chor Achim Falkenhausen Inszenierung Felix Seiler Ausstattung Hannes Neumaier Dramaturgie Susanne von Tobien Mit Hans Jürgen Schöpflin (Gustav von Aschenbach), Uwe Tobias Hieronimi (Der Reisende u.a.), Tobias Hechler (Stimme des Apollo), Julian Rohde (Hotelportier) sowie Opernchor, Jugendchor und Orchester des TfN
PREMIERE Sa, 20.4., 19:00 Uhr, Großes Haus | MATINEE So, 7.4., 11:15 Uhr, Großes Haus (Eintritt frei)


KONZERT


5. KAMMERKONZERT
Schon während Schubert an seinem monumentalen Oktett in F-Dur arbeitete, wusste er, dass er mit diesem Werk die Grenzen der Kammermusik sprengen würde. Er wollte sich endlich „den Weg zur großen Sinfonie bahnen“ und das Oktett ist als eine Art Vorstudie für diesen Weg zu verstehen. Zum Vorbild nahm er sich Beethovens bahnbrechendes Septett in Es-Dur, erweiterte es um eine 2. Violine für größere Klangfülle und einen stärker ausgeprägten sinfonischen Charakter. Diesen unterstrich er noch durch die bedeutenden langsamen Einleitungen, die er dem ersten und letzten Satz
vorausschicke, sozusagen eine Sinfonie für acht Stimmen.
TERMIN Sa, 27.4., 15:00 Uhr, F1
Spielplanübersicht April 2019. Stand: 4.3.2019 – Änderungen vorbehalten!


REPERTOIRE


DIE ADDAMS FAMILY Musical von Andrew Lippa, Marshall Brickman und Rick Elice
Die exzentrischen Addams leben in einer Villa im New Yorker Central Park – und dort spukt es ganz gewaltig. Das eigentliche Problem ist jedoch: Tochter Wednesday will den Sohn einer durchschnittlichen Familie heiraten. Bei einem gemeinsamen Dinner nehmen die Dinge ihren chaotisch-gruseligen Verlauf. Inszenierung April Hailer Musikalische Leitung Andreas Unsicker Ausstattung Esther Bätschmann Choreografie Annika Dickel Mit Alexander Prosek (Gomez Addams), Marysol Ximénez-Carrillo (Morticia Addams), Sandra Pangl (Wednesday Addams), Johannes Osenberg (Pugsley Addams), Jens Krause (Onkel Fester), Lisa Maria Hörl (Grandma), Michael Günther (Lurch), Gerald Michel (Mal Beineke), Elisabeth Köstner (Alice Beineke), Nicolo Soller (Lucas Beineke/ Das eiskalte Händchen), Mitglieder des TfN-Jugendchores und des TfN-MusicalClubs (Ahnen der Addams) Dauer ca. 2 Stunden 50 Minuten, inklusive einer Pause


DIE BRÜCKEN AM FLUSS (THE BRIDGES OF MADISON COUNTY)
Musical von Jason Robert Brown und Marsha Norman
Francesca lebt zufrieden mit ihrem Mann und zwei Kindern auf einer Farm, irgendwo im Mittleren Westen der USA. Eines Tages begegnet sie zufällig Robert, der als Fotograf für eine Reportage in dieser Gegend unterwegs ist. Wird Francesca für diese Liebe ihre Familie verlassen? Der Film mit Meryl Streep und Clint Eastwood wurde 1995 weltberühmt. Inszenierung und Choreografie Craig Simmons Musikalische Leitung Andreas Unsicker Ausstattung Esther Bätschmann Mit Marysol Ximénez-Carrillo (Francesca), Alexander Prosek (Richard „Bud“), Gerald Michel (Robert Kincaid), Elisabeth Köstner (Marian u.a.), Johannes Osenberg (Michael), Sandra Pangl (Carolyn), Katharina Schutza (Marge), Jens Krause (Charlie), Lisa Maria Hörl (Country Sängerin/ Kellnerin u.a.), Jürgen Brehm (Junger Bud/ Sprecher) und Live-Band Dauer ca. 2 Stunden 40 Minuten, inklusive einer Pause


DIE HOCHZEIT DES FIGARO Deutsches Singspiel von Wolfgang Amadeus Mozart Libretto von Lorenzo Da Ponte | Übersetzung von Christian August Vulpius und Adolph Knigge
Wie kaum eine andere Oper spielt DIE HOCHZEIT DES FIGARO mühelos auf der Klaviatur der Gefühle, zwischen Liebe und Leidenschaft, Intrige und Happy End. Auch mehr als 200 Jahre nach der Uraufführung 1786 hat Mozarts Musik nichts von ihrer Faszination verloren. Die Neuinszenierung in deutscher Sprache präsentiert sich als Singspielfassung mit gesprochenen Dialogen anstatt gesungener Rezitative. Musikalische Leitung Florian Ziemen Inszenierung Wolfgang Nägele Ausstattung Hannah König Chor Achim Falkenhausen Mit Martin Berner (Graf Almaviva), Antonia Radneva (Gräfin Almaviva), Meike Hartmann (Susanne), Peter Kubik/ Levente György (Figaro), Neele Kramer (Cherubin), Isabell Bringmann (Marzelline), Uwe Tobias Hieronimi (Bartolo/ Antonio), Julian Rohde (Basilio/ Gänsekopf), Vanessa Peschel/ Franziska Schonebeck/ Kathelijne Wagner (Bärbchen), Steffi Fischer, Anne Lütje (Blumenmädchen), Opernchor des TfN, Orchester des TfN Dauer ca. 3 Stunden 15 Minuten, inklusive einer Pause


DIE PANTÖFFELCHEN
Komisch-fantastische Oper von Pjotr I. Tschaikowsky | Libretto von Jakow Polonski
Nach „Die Nacht vor Weihnachten“ von Nikolai Gogol | In deutscher Übersetzung
Es geht zu wie im Märchen: Der Schmied Wakula muss seiner Oxana die Pantöffelchen der Zarin besorgen, um ihre Liebe zu gewinnen. Auf einer abenteuerlichen Reise gelingt es ihm nicht nur, geschickt den Teufel auszutricksen, er schafft auch das scheinbar Unmögliche und kann am Ende mit den ersehnten Schuhen im Gepäck zu seiner Liebsten zurückkehren.
Musikalische Leitung Florian Ziemen Inszenierung Anna Katharina Bernreitner Ausstattung Hannah Oellinger, Manfred Rainer Chöre Achim Falkenhausen Mit Neele Kramer (Solocha), Wolfgang Schwaninger/ Beau Gibson (Wakula), Peter Kubik (Der Teufel/ Stimme des Waldteufel), Uwe Tobias Hieronimi (Tschub / Ein alter Saporoger), Antonia Radneva/ Katja Bördner (Oxana), Levente György (Pan Golowa/ Durchlaucht), Julian Rohde (Panass/ Schulmeister), Jesper Mikkelsen (Der Zeremonienmeister), Opernchor, Jugend- und Extrachor des TfN, Orchester des TfN Dauer ca. 3 Stunden, inkl. einer Pause


JASPER IN DEADLAND Europäische Erstaufführung | Musical von Ryan Scott Oliver und Hunter Foster
Jasper liebt Agnes. Nach ihrer Liebesnacht erscheint Agnes nicht zum Treffen an den Klippen. Jasper ist sicher: Agnes ist ins Meer gesprungen. Unterstützt von Rockmusik kämpft Jasper in der Unterwelt gegen gefährliche Dämonen, um Agnes zurück ins Leben zu holen. Doch ihm bleibt nur wenig Zeit … Inszenierung und Choreografie Bart de Clercq Musikalische Leitung Andreas Unsicker Ausstattung Hannes Neumaier Mit Nicolo Soller (Jasper), Elisabeth Köstner (Agnes/ Gretchen u. a.), Alexander Prosek (Lethe u. a.), Sandra Pangl (Beatrix Pontinari/ Blind Justice u. a.), Marysol Ximénez-Carillo (Persephone/ Blind Justice u. a.), Lisa Maria Hörl (Eurydike/ Blind Justice u. a.), Amanda Whitford (Ammut u. a.), Gerald Michel (Hathaway/ Pluto u. a.), Johannes Osenberg (Little Lu u. a.), Jens Krause (Virgil/ Dante u. a.) Dauer ca. 2 Stunden 20 Minuten, inklusive einer Pause
Spielplanübersicht April 2019. Stand: 4.3.2019 – Änderungen vorbehalten!


MUTTER COURAGE UND IHRE KINDER Schauspiel von Bertolt Brecht | Musik von Paul Dessau
Krieg ist ihr Geschäft! Mit ihren drei Kindern zieht Anna Fierling, wegen ihres Mutes auch Mutter Courage genannt, den kämpfenden Truppen im Dreißigjährigen Krieg hinterher. Sie will Geschäfte machen, sie will am Krieg gewinnen. Doch am Ende hat sie fast alles verloren, auch ihre Kinder, und zieht allein mit ihrem Marketenderwagen weiter. Für sie zählt nur eins: „Ich muss wieder in den Handel kommen.“ Brechts Klassiker, uraufgeführt 1941, ist heute aktueller denn je. Er zeigt den Krieg als Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln. Und zeigt zugleich: Im Krieg gibt es nur Verlierer.
Inszenierung Lydia Bunk Ausstattung Julia Hattstein Musikalische Leitung Szilvia Csaranko Mit Simone Mende (Mutter Courage), Lilli Meinhardt (Kattrin), Dennis Habermehl (Eilif/ Obrist/ Fähnrich), Tonio Schneider (Schweizerkas/ verletzter Bauer/ singender Soldat/ Bauerssohn), Martin Schwartengräber (Koch), Moritz Nikolaus Koch (Feldprediger), Michaela Allendorf (Yvette Pottier/ verletzte Bauersfrau/ singende Stimme/ Bäuerin), Jonas Kling (Feldwebel/ Feldhauptmann/ Schreiber/ versch. Soldaten), Stephan Sitaras (Werber/ Zeugmeister/ Der mit der Binde/ 2. Soldat/ Bauer), Szilvia Csaranko (Der Tod)


JUNGES THEATER


DIE SCHÖNE UND DER SCHMIED Märchen nach Motiven einer Novelle von Nikolai W. Gogol
Gastspiel Marc Schnittger Figuren Theater, ab 5 Jahren
Die Schöne und der Schmied ist ein romantisch-fantastisches Puppenspiel voller Humor, Liebe, Licht und Kohlenstaub. Marc Schnittger spielt mit Hand- und Stockpuppen auf mehreren Ebenen hinter drei Paravents. Inszenierung Marc Lowitz Text, Spiel, Bühne, Puppen Marc Schnittger Bühnenbau Arne Bustorff Musik Anna Hüdepohl Kostüm Claudia Bornscheuer Dauer ca. 50 Minuten, keine Pause
HERR GLÜCK UND FRAU UNGLÜCK Ein Theaterstück nach dem Bilderbuch von Antonie Schneider und
Susanne Straßer | Uraufführung Koproduktion des TfN mit dem Theater Karo Acht, ab 4 Jahren
Ein Stück über das Glück – und darüber, wo es zu Hause ist. Mit Musik, Tanz, Schauspiel und Malerei zaubert das Theater Karo Acht die wunderbare Geschichte dieser ungleichen Nachbarn auf die Bühne. Inszenierung Carmen Grünwald-Waack Bühne Fabian Wessel Kostüme Ulrike Schörghofer Live-Painting und Live-Musik Sönke Franz Mit Julia Solórzano, Sönke Franz, Kian Pourian Dauer ca. 45 Minuten, keine Pause


EXTRA


IMPRO IM FOYER spezial
Zu IMPRO IM FOYER spezial kommen die Gäste von fern und nah – dieses Mal wieder aus Hannover. Christine Nitschke und Sebastian Barnstorf begrüßen Sonja Thöneböhn und Marc Beinsen vom Ensemble „Die Improkokken“.
Die beiden Schauspieler haben sich bereits Ende der 1990er Jahre mit dem Virus des Improvisationstheaters infiziert!
TERMIN Do, 11.4., 20:00 Uhr, F1 (Eintritt frei)


NACHTBAR #7SINS Zorn
Du spürst dieses Brodeln, tief in dir. Du willst schreien, willst treten, willst dich auf den Boden werfen und heulen. Du bist so wütend, so zornig, du willst ausrasten. Doch du kannst nicht. Warum eigentlich?
TERMIN Fr, 12.4., 23:00 Uhr, F1 (Eingang Teichstraße)
TfN IM WOHNZIMMER Der Schatten über Innsmouth
Grusellesung mit Musik und handgemachten Geräuschen nach der Erzählung von H. P. Lovecraft. „Sie könnten auch den alten Bus nehmen, vermute ich, aber die Leute hier machen das eigentlich nich‘. Er fährt über Innsmouth. Nachts würde ich an Ihrer Stelle dort nicht bleiben.“ Mit Jonas Kling u. a.
TERMIN Do, 18.4., 20:30 Uhr, Bar Wohnzimmer (Kaiserstraße 41)


TheaterExtra zu SCHÃHNÃME – DAS BUCH DER KÖNIGE Eine Veranstaltung der Freunde des TfN
„Wir müssen unsere Träume austauschen“ – Wir fragen einmal andersherum: Was bringen Menschen, die in unser Land flüchten, aus ihrer Kultur mit? Geschichten wie das Heldenepos Schãhnãme des persischen Dichters Ferdosi. Was empfangen sie, wenn sie zu uns kommen? Schãhnãme gehört zur Weltliteratur und erzählt von den Grunderfahrungen jeder Gesellschaft: Flucht – Heimat – Sehnsucht nach Frieden. Diskussion über Integration unter dem Vorzeichen interkulturellen Austausches. Mit Dr. Eike Wittrock (Universität Hildesheim), Flüchtlingsrat Niedersachsen,
Naja Marie Domsel und Karla Hennersdorf (Schauspielerinnen), Dr. Doris Wendt, Reiner Müller
TERMIN So, 28.4., 15:00 Uhr, F1 (Eintritt frei)


—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

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