Hildesheim, TfN, Die Hochzeit des Figaro – Wolfgang A. Mozart, IOCO Kritik, 19.09.2018

September 19, 2018 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Theater für Niedersachsen

TFN_Logo neu.jpg

Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Die Hochzeit des Figaro – Wolfgang A. Mozart

Ius primae noctis – Das Recht der ersten Nacht

Von Randi Dohrin

Unter der präzisen Leitung seines GMD Florian Ziemen, gelingt dem brilliant aufspielenden TfN-Orchester die atmosphärische Einstimmung des von keiner Opernbühne mehr wegzudenkenden Singspiels, Die Hochzeit des Figaro. Mit zart einsetzendem Pianissimo bis zum strahlenden Fortissimo verwandelt das Orchester die Töne der Ouvertüre quirlig sprudelnd wie Champagner in heitere Lebenslust um.

Mit der deutschen Singspielfassung von Christian August Vulpius und Adolph Freiherr Knigge, bringen Florian Ziemen als musikalischer Leiter und der Regisseur Wolfgang Nägele, die im 18. Jahrhundert weit verbreitete und beliebte Aufführungspraxis mit gesprochenen Dialogen zu Gehör, anstelle der gesungenen Rezitative.

Wolfgang Nägele stellte sich mit dieser heiteren, humorvoll gelungenen Inszenierung – ganz im Sinne einer Opera buffa – dem Hildesheimer Premierenpublikum vor und erfüllte alle Erwartungen. Achim Falkenhausen war für die hervorragende Einstudierung des Opernchores verantwortlich. Die Ausstattung der Bühne und Kostüme in Commedia dell’arte Ästhetik, gestaltete Hannah König perfektioniert und geschickt.

Theater für Niedersachsen / Die Hochzeit des Figaro - Ensemble © J. Quast

Theater für Niedersachsen / Die Hochzeit des Figaro – Ensemble © J. Quast

Die Oper spielt um 1780 am Hofe des Grafen Almaviva in der Nähe von Sevilla und ist die Fortsetzung des Theaterstücks Der Barbier von Sevilla von Pierre Augustin Caron de Beaumarchais. Figaro (Peter Kubik) ist der Kammerdiener des Grafen Almaviva (Martin Berner) und mit der jungen hübschen Kammerzofe Susanna (Meike Hartmann) verlobt. Peter Kubik überzeugt als Figaro von der ersten bis zur letzten Arie textverständlich und klangvoll mit warm timbrierter Stimme und wird seiner Titelrolle in jeder Hinsicht gerecht.

Die Hochzeit von Figaro und Susanna soll in Kürze stattfinden, was vor allem von Marcellina (Isabell Bringmann) nicht gern gesehen wird, weil Figaro sich einst Geld von ihr geliehen hatte. Bei ausbleibender Rückzahlung versprach er ihr die Ehe. Isabell Bringmann als komische Alte in der Rolle der Marcellina, setzt ihren Mezzosopran gekonnt ein und erhält Unterstützung von Bartolo (Uwe Tobias Hieronimi), der mit seinem sonoren Bass die Rolle als Arzt und des Gärtners Antonio souverän einsetzt.

Julian Rohde debütierte und begeisterte als intriganter Basilo und eingebildeter Jurist Don Curzio, in seinen Tenorrollen mit ausgeprägtem schauspielerischen Talent.

Theater für Niedersachsen / Die Hochzeit des Figaro © J. Quast

Theater für Niedersachsen / Die Hochzeit des Figaro © J. Quast

Voller Berechnung hat Graf Almaviva dem Paar, direkt neben seinen Gemächern, ein Zimmer zur Verfügung gestellt und bedauert zutiefst sein „Recht der ersten Nacht“, viel zu früh bei Susanna aufgegeben zu haben. Verführerisch bemüht er sich um die Liebe der jungen Susanna, was dem Bräutigam Figaro natürlich nicht entgeht. Mit viel schauspielerischem Verve trumpft Martin Berner als Graf mitreißend und stimmgewaltig auf, als er seinen Pagen Cherubino (Neele Kramer) liebestoll bei seiner Frau, der Gräfin Almaviva, entdeckt und versucht, ihn mit allen Mitteln loszuwerden. Cherubino, gesungen von Neele Kramer, glänzt verzaubernd als personifizierter Amor in ihrer Hosenrolle und verbleibt als Frau bekleidet im Schloss, dank der Hilfe der süßen Barbarina (Vanessa Peschel).  Die Cavatine „Heil’ge Quelle reiner Triebe“ meisterte Antonia Radneva als Gräfin Almaviva mit schön geführtem lyrischen Sopran im 2. Akt. Wohlklingend harmonisch berühren dann im 3. Akt Meike Hartmann als Susanna und Antonia Radneva als Gräfin mit der Arie „Wenn die sanften Abendlüfte“. Meike Hartmann lässt im 4. Akt mit ihrem aparten Sopran, die Gefühlspalette der liebenden Susanna in dem Rezitativ „Endlich naht sich die Stunde“ und der Arie „O Säume länger nicht, geliebte Seele“ im zügigen Tempo erklingen.

Das listig intrigante Verwirrspiel dieser Versteck- und Verkleidungskomödie nimmt seinen unerbittlichen Verlauf, als die Zofe Susanna und die Gräfin Almaviva beschlossen, den Grafen zu einem nächtlichen Rendezvous in den stockdunklen Garten zu locken. Verkleidete Gestalten ertappen sich bei Liebesabenteuern im Schlosspark. Der Graf erwischt die vermeintliche Gräfin, die aber Susanna ist, mit Figaro und will einen Skandal inszenieren. Die Gräfin gibt sich zu erkennen und der Graf bittet sie um Verzeihung. Die Oper endet im ausgelassenen Gesang eines spielfreudigen und tänzerisch talentierten Ensembles.

Theater für Niedersachsen / Die Hochzeit des Figaro © J. Quast

Theater für Niedersachsen / Die Hochzeit des Figaro © J. Quast

Das Publikum dankte allen Beteiligten mit Standing Ovation, Bravorufen und einem nicht enden wollenden rhythmischen Applaus für einen kurzweiligen Opernabend ganz im Sinne von Mozart.

TfNDie Hochzeit des Figaro; weitere Termine: Hildesheim 19.9.; 24.9.; Luckenwalde 29.9.; Hildesheim 12.10.; Wolfenbüttel 21.10.; Hildesheim 30.10.2018 und mehr …

—| IOCO Kritik Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, TfN Spielzeitstart mit Sonderangebot, August 2018

TFN_Logo neu.jpg

Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Spielzeitstart am TfN mit Sonderangebot „4 gewinnt“

Mit der Eröffnung des Theatergartens und einem Premieren-Quartett startet das Theater für Niedersachsen in die neue Spielzeit

Nach der Sommerpause meldet sich das Theater für Niedersachsen wieder zurück. Der Startschuss für die neue Saison fällt am Samstag, 18. August, um 16 Uhr, mit der Eröffnung des Theatergartens durch Intendant Jörg Gade und Landrat Olaf Levonen. Das musikalische Rahmenprogramm gestaltet Opernsänger Uwe Tobias Hieronimi.

Vom 18. August bis 16. September erwartet die Besucherinnen und Besucher beim 6. „Theatergarten“ ein vielfältiges künstlerisches Programm, erste Einblicke in die neuen Produktionen der Spielzeit 2018/19 und ein wechselndes gastronomisches Angebot. In Kooperation mit der Event Werft freut sich das TfN auf lauschige Stunden in sommerlichem Ambiente.

Am Freitag, 7. September (19:30 Uhr), nimmt die Spielzeit dann richtig Fahrt auf mit einem wahren Premieren-Marathon – 4 Premieren in 10 Tagen!

Den Anfang macht die Gaunerkomödie Auf und Davon von Peter Yeldham. Axel Stöcker inszeniert das erste Theaterstück Yeldhams, das immer wieder mit einer ungeahnten Wendung überrascht und sich seit seiner deutschen Erstaufführung 1970 in Berlin einen festen Platz auf den Spielplänen gesichert hat. In der rasanten Boulevardkomödie um zwei Hochstaplerinnen wechseln sich Wortgefechte und Slapstick ab. Witzige und intelligente Dialoge und eine packende Handlung versprechen großes Bühnenvergnügen – der perfekte Start in eine vielseitige und spannende neue Spielzeit!

Einen Tag später startet dann auch die MusicalCompany in die neue Saison. Die Brücken am Fluss feiert am Samstag, 8. September (19 Uhr), Premiere. Basierend auf dem Roman von Robert James Waller, wurde die Verfilmung mit Meryl Streep und Clint Eastwood 1995 weltberühmt. Für die Musicaladaption schrieb der Komponist Jason Robert Brown eine Musik mit großen, gefühlvollen Melodien. Das waschechte Melodram zeichnet sich durch abwechslungsreiche und ungewöhnliche Klänge aus und wird von Musicaldirektor Craig Simmons besonders stimmungsvoll inszeniert. In den beiden Hauptrollen erleben die Zuschauerinnen und Zuschauer zwei neue Ensemblemitglieder am TfN: Fotograf Robert Kincaid wird dargestellt von Gerard Michel, der damit sein Debüt in Hildesheim feiert. Marysol Ximénez-Carrillo, die die Rolle der Francesca übernimmt, ist dem Hildesheimer Publikum bereits bekannt.

Mit Die Hochzeit des Figaro startet das zweite Premierenwochenende am Samstag, 15. September (19 Uhr). Regisseur Wolfgang Nägele und GMD Florian Ziemen zeigen Mozarts Klassiker in einer deutschen Singspielfassung mit gesprochenen Dialogen. Das TfN bringt erstmals wieder eine Aufführungspraxis auf die Bühne, die zur Entstehungszeit des „Figaro“ nicht nur weit verbreitet war, sondern durch seine offene und leicht zugängliche Konzeption auf große Wertschätzung beim Publikum stieß – und damit auch zur Wiederbelebung einer deutschen Opernkultur beigetragen hat.

Für die zeitgenössische Übersetzung zeichnen zwei prominente Namen verantwortlich: Christian August Vulpius, Goethes Schwager, und der deutsche Schriftsteller und Aufklärer Adolph Freiherr Knigge. Mit dieser Premiere stellt sich auch Tenor Julian Rohde erstmals dem Hildesheimer Publikum vor – er übernimmt die Rollen des Basilio und des Don Curzio.

Die letzte Premiere des Quartetts bringt am Sonntag, 16. September (19 Uhr), noch einmal große Emotionen auf die Bühne: In „Gift. Eine Ehegeschichte“ treffen sich ein Mann und eine Frau nach dem Verlust ihres einzigen Kindes und einem jahrelangen Schweigen wieder. Emotionale und atmosphärische Inszenierungen sind eine Spezialität des Regisseurs Gero Vierhuff, wie er bereits mehrfach bewies. Der Dialog Lot Vekemans ist anspruchsvoll und verlangt von den beiden Darstellern eine große Bandbreite von Empfindungen. Katharina Wilberg und Moritz Nikolaus Koch widmen sich diesem intensiven Kammerspiel auf der großen Bühne. Eine ergreifende Begegnung, klug und berührend inszeniert.

Bis zum 23. August gilt noch das Spezialangebot 4 gewinnt : Beim Kauf von je einer Karte für die vier Eröffnungspremieren erhalten die Besucherinnen und Besucher eine Ermäßigung von 25 %. Weitere Informationen gibt gerne das TfN-ServiceCenter in der Theaterstraße 6, 31141 Hildesheim, service@tfn-online.de, 05121 1693-1693

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Die Blume von Hawaii – Paul Abraham, IOCO Kritik, 08.05.2018

TFN_Logo neu.jpg

Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Die Blume von Hawaii  von Paul Abraham

Ein Paradies am Meeresstrand

Von Randi Dohrin

Es geht um das Schicksal Hawaiis und das Finden der wahren Liebe innerhalb unsäglicher Liebeswirren unter Südseepalmen. Der ungarische Komponist Paul Abraham (1892-1960), galt als einer der gefragtesten, erfolgreichsten und modernsten Operettenkomponisten der 1920er Jahre. Mit zunehmender Popularität siedelte er nach Berlin um, was ihm – nicht zu Unrecht – die Bezeichnung „Operettenkönig von Berlin“ einbrachte.

Abraham gelang mit der  spritzig mit- und hinreißenden Revue-Operette Die Blume von Haiwaii ein  rhythmisches Ohrenfeuerwerk romantisch herzanrührender Melodien,  im bruchlosen Wechsel des typisch swingend angehauchten Jazzsounds der 1920er Jahre. Die Blume von Haiwai wurde am 24. Juli 1931 in Leipzig uraufgeführt unter der Leitung des Komponisten.

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii hier_Peter_Kubik_ als Kapitän Stome, Meike Hartmann als Laya © F. von Traubenberg

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii hier_Peter_Kubik_ als Kapitän Stome, Meike Hartmann als Laya © F. von Traubenberg

Nun erlebt diese Operette im Theater für Niedersachsen (TfN) Hildesheim eine wohlverdiente Renaissance. Unter der  exzellenten Leitung von GMD Florian Ziemen, gelingt  die musikalische Rekonstruktion der Originalfassung dieser  Operette mit Bravour; in einer durchweg schmissig lockeren Musizierweise, perfekt abgestuft in der Dynamik und  den Tempi  erklingt eine gekonnte Interpretation.  Entsprechend anders ist das Orchester besetzt.

Die gelungene Inszenierung von Tamara Heimbrock, nimmt das Publikum, voller Humor und tänzerischer Leichtigkeit,  mit auf die sehnsuchtsvolle  Reise einer sehr illustren Gesellschaft. Honolulu ist in Aufruhr, denn kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts, soll Hawaii von den nordamerikanischen Besetzern befreit werden.

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii - hier: Meike_Hartmann als Laya, Ziad Nehme als Lilo Taro, Ensemble und Chor © F. von Traubenberg

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii – hier: Meike_Hartmann als Laya, Ziad Nehme als Lilo Taro, Ensemble und Chor © F. von Traubenberg

Meike Hartmann als Prinzessin Laya, die sich als die berühmte Sängerin Susanne Provence ausgibt,  wird zu diesem Zweck inkognito aus dem Pariser Exil geholt, um sie mit Ziad Nehme, dem Prinzen Lilo Taro, zu vermählen. Gouverneur Harrison hegt jedoch den Plan, seine Nichte Neele Kramer (Bessie), aus politischen Gründen mit dem Prinzen Lilo Taro zu verheiraten. Das gefällt seinem Sekretär Aljoscha Lennert  (John Buffy) nun überhaupt nicht, denn ihm gefällt die bezaubernde Bessie außerordentlich…

Peter Kubik (Kapitän Stone) verliebt sich in die vermeintliche Sängerin Susanne Provence, das Liebes-Verwirrspiel nimmt seinen undurchschaubaren Verlauf, in dem Uwe Tobias Hieronimi  als Jim Boy und Antonia Radneva als Raka ebenfalls ordentlich mitmischen. Die muntere Gesellschaft verschlägt es ins europäische  Monte Carlo und vier Paare finden endlich – nach einer geglückten komplizierten Entwirrung –  verliebt zueinander.

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii - hier : Meike_Hartmann als Laya, Ensemble und Chor © F. von Traubenberg

Theater für Niedersachen Hildesheim / Die Blume von Hawaii – hier : Meike_Hartmann als Laya, Ensemble und Chor © F. von Traubenberg

Die stimmlich alles andere als einfach zu interpretierenden Gassenhauer „Ein Paradies am Meeresstrand“, „Blume von Hawaii“, „My little boy“, „Will dir die Welt zu Füßen legen“, Bin nur ein Jonny, zieh durch die Welt“, „Die traumschöne Perle der Südsee“ und mehr erreichten allesamt Ohrenschmaus-Qualität durch die bestens disponierten Solisten und Chorsänger. Das mit sprudelndem Drive spielende Orchester des TfN Hildesheim, unterstützte nicht nur  die ausführenden Solisten und  hervorragenden Chöre (Leitung Achim Falkenhausen), es   ließ die von allen Darstellern mitreißend ausgeführte Choreographie von  Jaume Costa I Guerreros, temperamentvoll erblühen.

Die geschickte Gestaltung der Bühne und Kostüme der 1920er Jahre von Julie Weideli,  verliehen  dieser schwungvollen Operetten-Premiere den richtigen Rahmen und zusätzlichen Ausdruck.

Das begeisterte Publikum erlebte einen durch und durch gelungenen Operetten-Premieren-Abend.  Es bedankte sich mit lang anhaltendem rhythmischen Applaus bei allen Beteiligten und nochmals tosendem Beifall, als die  Musiker aus ihrem Orchestergraben auf die Bühne kletterten.

Die Blume von Hawaii am TfN, Hildesheim:  Weitere Vorstellungen 12.5.; 27.5.; 18.6.2018

 

—| IOCO Kritik Theater für Niedersachsen |—

Hildesheim, Theater für Niedersachsen, Premiere Die Blume von Hawaii, 05.05.2018

TFN_Logo neu.jpg

Theater für Niedersachsen

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Theater für Niedersachsen / Stadttheater Hildesheim © Andreas Hartmann

Die Blume von Hawaii – Paul Abraham

am 5. Mai feiert Paul Abrahams Operette DIE BLUME VON HAWAII in einer Neuinszenierung von Tamara Heimbrock und unter der Musikalischen Leitung von TfN-GMD Florian Ziemen in Hildesheim Premiere. Die mitreißende Musik Abrahams erlebt derzeit eine verdiente Renaissance und so ist am Theater für Niedersachsen nun eine Rekonstruktion der originalen Abrahamschen improvisatorischen Musizierweise zu erleben.

Im Vorfeld lädt das TfN zur Matinee am 29. April um 11.15 Uhr mit der Regisseurin, dem Musikalischen Leiter und weiteren Mitgliedern des Regie-Teams und des Ensembles ein.

Ensemblemitglieder und das Regie-Team geben erste Einblicke in Die Blume von Hawaii von Paul Abraham. Bei der Matinee am 29. April um 11.15 Uhr erfährt das Publikum Wissenswertes zu der diesjährigen Operetten-Produktion.

Kurz vor Beginn des 20. Jahrhunderts hat die amerikanische Armee Hawaii besetzt und die Königin entmachtet. Seither herrscht ein Gouverneur über die Inselgruppe. Mittendrin: Prinzessin Laya, die die nächste Königin von Hawaii werden könnte, aber lieber als französische Jazzsängerin incognito bleibt; der in sie verliebte amerikanische Marine-Admiral Stone; der verschollen geglaubte, hawaiianische Prinz in spe Lilo-Taro – ebenfalls in sie verliebt; die schöne Insulanerin Raka, die beiden Jazz- Sänger Jim Boy und Suzanne Provence … Und das sind noch längst nicht alle Figuren in Paul Abrahams turbulenter Jazz-Operette, an dessen Ende sich sage und schreibe vier glückliche Paare finden. Ab dem 5. Mai ist Abrahams erfolgreichstes Werk voller Lebenslust, im Tempo und Stil einer schillernden Revue der 30er Jahre im Theater für Niedersachsen auf der Bühne zu erleben.

Bereits am 29. April um 11.15 Uhr geben Regisseurin Tamara Heimbrock, Ausstatterin Julie Weideli und der Musikalische Leiter Florian Ziemen im Gespräch mit Musiktheaterdramaturg Maximilian Hagemeyer erste Einblicke in die Produktion und die musikalische Umsetzung. Auch mit dabei sind die Ensemblemitglieder Meike Hartmann, Antonia Radneva, Ziad Nehme und Uwe Tobias Hieronimi.

—| Pressemeldung Theater für Niedersachsen |—

 

 

Nächste Seite »