Bonn, Theater Bonn, La finta Giardiniera – Wolfgang A. Mozart, IOCO Krtitik, 06.11.2011

November 9, 2011 by  
Filed under Kritiken, Theater Bonn

bonn_theater_bonn

Theater Bonn

Theater Bonn © Thilo Beu

Theater Bonn © Thilo Beu

La finta Giardiniera – Wolfgang Amadeus Mozart

Senkrechtes Labyrinth mit höhensicherem Ensemble

Von Viktor Jarosch

Gerade einmal 18 Jahre war Wolfgang Amadeus Mozart als er im Herbst 1774 den Auftrag erhielt, für das Hoftheater München zur nächsten Karnevals-Saison die Musikkomödie La finta Giardiniera (deutsch: Gärtnerin aus Liebe), seine zweite Opera Buffa zu komponieren. Der italienische Text von Giuseppe Petrosellini war vorgegeben. Der Genius des Wolfgang Amadeus Mozart entwickelte sich gerade erst; er bedient in dieser Oper noch die Tradition der ausklingenden Opera Seria mit Überhöhung des Adels, Sprechgesang, Kastratenrolle.

Theater Bonn / La fintaGiardinera / Belfiore (Roschkowski) und Sandrina (Siminska) in luftiger Höhe © Theater Bonn

Theater Bonn / La finta Giardinera / Belfiore (Roschkowski) und Sandrina (Siminska) in luftiger Höhe © Theater Bonn

Die Einschränkungen einer Auftragsoper tragen selten die Voraussetzungen zu einem Meisterwerk. Und doch, in der instrumentalen Komplexität, der Vitalität der Komposition trägt dieses Werk bereits meisterliche Züge, der schwer zu beschreibende geniale Charakter Mozart wird nach wenigen Takten erkennbar. Die vollständige Komposition Mozarts dauert 3,5 Stunden. Man fühlt in diesem Werk Mozarts Entwicklung zu Figaro, Cosi, Don Giovanni. Auch Vater Leopold Mozart, 1719  – 1787,  schrieb begeistert nach der ersten Probedie Composition gefällt erstaunlich..“.

Die Inszenierung am Theater Bonn ist auf 2 Stunden und ihre Kernstücke reduziert. Es entsteht eine musikalisch nahezu perfekte Komposition des jungen Mozart. Regisseur Philipp Himmelmann findet zur weiteren Entwirrung der etwas verqueren Handlung einen wahrhaft atemraubenden Königsweg. Er sieht das Werk über „Die vorgetäuschte Gärtnerin“ als eine Art Heilungsprozess, zu dessen Beginn die Figuren ihre Konflikte beschreiben, kurze Reflexionen verunsicherter Charaktere, verstörte Menschenseelen .

Theater Bonn, La finta Giardinera / Aufgerichtetes Labyrinth ordnet die Handlung, Ensemble dem Steigen verpflichtet © Theater Bonn

Theater Bonn, La finta Giardinera / Aufgerichtetes Labyrinth ordnet die Handlung, Ensemble dem Steigen verpflichtet © Theater Bonn

Die identitätssuchenden Protagonisten der Handlung klettern in einem hochgestellten, goldfarbenem 10 x 10 Meter fassendem „Labyrinth“ (Hermann Feuchter) auf und ab. Auf Absätzen, meist in luftigen Höhen bis zu 10 Metern, wird gesungen, gespielt: Gefährlich und anstrengend für das Ensemble; plastisch und übersichtlich dagegen für die Besucher. Weiche ästhetische Kostüme (Gesine Völlm)  deuten Barock an. Kleinere Slapstick-Einlagen wie Zickenkrieg oder Tunten-Tanz erheitern wohltuend, nicht laut. Der Besucher findet in diesem strukturierten, teilenden Bühnenbild schnell zum Stück. Der scheinbar verwirrende Inhalt dieser Oper, die Ängste und Nöte der einzelnen Charaktere, werden urplötzlich greifbar, werden konkret. Das Stück als Ganzes findet  zu musikalisch-dramatischer Wahrheit. Nur die Höhenakrobatik verschlägt immer wieder den Atem.

Theater Bonn / La finta Giadiniera / Das Labyrinth als gliederndes Element © Theater Bonn

Theater Bonn / La finta Giadiniera / Das Labyrinth als gliederndes Element © Theater Bonn

Mozart-Versteher Hendrik Vestmann, setzt die Partitur mit großer Verve und Leichtigkeit, aber ernsthaft bis in alle Details um. Mozart-Idylle. Seine spürbare Präsenz überträgt sich Mozart-eigen unaufdringlich auf das Beethoven Orchester Bonn. Gemeinsam breiten Dirigent und Orchester einen harmonisch vitalen Klangteppich aus, in dem sich die Sänger gut zurechtfinden, der Spannung aufbaut und diese auch im weniger buffonesken Teil hält. Das versierte Ensemble des Theater Bonn allerdings ist für den gloriosen buffonesken Gesamteindruck der Inszenierung mitverantwortlich. Nicht nur stimmlich, sondern auch akrobatisch, fast freischwebend in 8 Meter Höhe. Im Mittelpunkt des Geschehens stehen Anna Siminska als Sandrina oder Gräfin Violante und  Mirko Roschkowski als Belfiore und ihre Entwicklung von Leid, Unsicherheit zu Liebesglück.

Anna Siminska gestaltet ihre Sopran-Partie mit runder, feingezeichneter Anmut. Sie changiert, nuanciert zwischen liedhafter Schlichtheit,  entrücktem Arioso und dramatischen Aufwühlungen. Mirko Roschkowski lebte die zentrale Partie des  Belfiore: Schauspielerisch charismatisch. Stimmlich mit  hellem, wohl timbriert klingenden Tenor, welcher gleichbleibend  die nötige Kraft und lyrische Qualitäten offenbarte. Roschkowski´s stimmliche wie schauspielerische Umsetzung der Registerarie,  in welcher Belfiore seine Abstammung wunderbar karikiert, war ein Highlight der Premiere.

Theater Bonn / La finta Giadiniera / Ensemble auf 10 meter hoch © Theater Bonn

Theater Bonn / Lafinta Giadiniera / Ensemble auf 10 meter hoch © Theater Bonn

Dem cholerischen  Podestà  verleiht Mark Rosenthal körperlich und stimmlich  bürgermeisterliche Präsenz. Bei aller Wucht und Polterei behält er immer Kontrolle über seine Stimme.  Susanne Blattert gibt der Hosenrolle des Cavaliere Ramiro  koloraturensichere Mezzo-Struktur, Arminda wird durch Julia Kamenik treffend besetzt. Im Gegensatz  zu den vermeintlich grossen Gefühlstiefen der Herrschaften lieferten die Bediensteten, Giorgos Kanaris als schwerenöterischer Nardo und Kammerzofe Serpetta Ingrid Froseth, stimmlich überzeugende, schauspielerisch erheiternde  Kontrapunkte,  Höhepunkt die Nationalitäten-Parodie.

Große Zustimmung im Theater Bonn zu Inszenierung und Darstellung spürte man bereits während der Premiere. Großer Beifall zum Ende der Vorstellung hatte sich  lange angekündigt. Trotzdem war der Jubel überraschend massiv und ungeteilt, für Regie, Orchester und Ensemble. Mit derartiger Begeisterung fühlte man sich fast eher in Verona als im Rheinland. Dies Toben ließ den spürbar ergriffenen Intendant Klaus Weise für einen guten Augenblick seine politischen Sorgen vergessen. Und auf gute Zeiten im schönen Theater Bonn  hoffen.

—| IOCO Kritik Theater Bonn |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, 3. Festliche Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung, 3.3.2012

Oktober 28, 2011 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Pressemeldung

logo_dor2.jpg

Deutsche Oper am Rhein

 3. Festliche Operngala  am 3. März 2012

Internationale Opernstars engagieren sich für die Deutsche AIDS-Stiftung: Am Samstag, 3. März 2012, um 18.00 Uhr öffnet sich das Opernhaus Düsseldorf zum dritten Mal zu einem hochkarätigen Benefiz-Abend für Menschen, die an HIV oder AIDS erkrankt sind. Zehn internationale Opernstars gestalten ihn gemein­sam mit den Duisburger Philharmonikern und dem Chor der Deutschen Oper am Rhein unter Leitung von Generalmusikdirektor Axel Kober.

Der Erlös von 300.000 Euro aus der ersten und zweiten AIDS-Gala in Düsseldorf ist der größte Ansporn, am 3. März 2012 – das Konzert beginnt um 19.00 Uhr – den dritten Benefiz-Abend für die Deutsche AIDS-Stiftung folgen zu lassen. Auch sein Erlös kommt benachteiligten Menschen mit HIV und AIDS in Düsseldorf und Nordrhein-Westfalen zu Gute. Unterstützung findet auch das Hilfsprogramm DREAM, das die Mutter-Kinder-Übertragung von HIV in Mosambik verhindert.

Elf internationale Opernstars – darunter drei Ensemblemitglieder der Deutschen Oper am Rhein – haben ihren Auftritt zugesagt. Zu Gunsten der Deutschen AIDS-Stiftung verzichten sie auf ihre Gage und präsentieren gemein­sam mit dem Opernchor und den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von GMD Axel Kober Arien und Duette aus beliebten Opern und Operetten. Die unterhaltende und fachkundige Mode­ra­tion übernimmt wieder der Klassikexperte Holger Wemhoff. Für das Publikum verbindet sich Opernge­nuss, glanzvolle Gesellschaft und die Gewissheit Gutes zu tun zu einem hochkarätigen Abend im Opernhaus, für den Düsseldorfs Oberbürger­meister Dirk Elbers bereits zum dritten Mal die Schirmherrschaft übernimmt.

Alle Solisten der Düsseldorfer AIDS-Gala gastieren auf großen internationalen Opernbühnen und bei den wichtigsten Festivals, sind Gewinner namhafter Wettbewerbe oder junge Stars, die international von sich reden machen: Der Italiener Nicola Alaimo ist nach Debüts an der Mailänder Scala, bei den Salzburger Festspielen und an der Metropolitan Opera New York als Belcore („L’elisir d’amore“) an der Wiener Staatsoper zu erleben, die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson war im Sommer als Fiordiligi („Cosi fan tutte“) bei den Salzburger Festspielen zu hören. Nicole Cabell erhielt 2005 als Gewinnerin des „BBC Cardiff Singer of the World“-Wettbe­werbs eine der wichtigsten Auszeichnungen der Opernwelt, der Spanier Ismaël Jordi wird in Tenorpartien wie Des Grieux („Manon“), Alfredo („La traviata“) und Edgardo („Lucia di Lammermoor“) in ganz Europa gefeiert. Aus Moskau stammt der Tenor Dmitry Korchak, dem Preise bei zwei namhaften Gesangswettbewerben die Tür zu einer internationalen Karriere öffneten. Für ihre „dramatische Durchschlagskraft, federleichte Koloraturen und berückend feines Piano“ wird die Sopranistin Irina Lungu gelobt, Elena Maximova ist nach ihren Debüts an der Bayerischen Staatsoper München und der Scala in Mailand als Carmen an der Wiener Staatsoper zu erleben. Mit großen Basspartien wie Hunding („Die Walküre“) und Philipp II. („Don Carlo“) reüssiert Mikhail Petrenko an Häusern wie der Staatsoper Berlin und der Nederlandse Opera Amsterdam.

Drei Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein stellen sich vor: Die Mezzosopranistin Susan Maclean wird in Düsseldorf und Duisburg als Amme („Die Frau ohne Schatten“), Mme de Croissy („Dialogues des Carmélites“) und Kundry („Parsifal“) gefeiert, eine Partie, mit der sie 2010 und 2011 bei den Bayreuther Festspielen gastierte. Dmitry Lavrov und Adam Palka zählen zu den Jungtalenten der Deutschen Oper am Rhein und machen in dieser Spielzeit mit wichtigen Partien auf sich aufmerksam: Der Bariton Dmitry Lavrov, Gewinner des Emmerich-Smola-Förder­preises 2011, singt Silvio in „Pagliacci“, der polnische Bassist Adam Palka steht als Don Basilio („Il barbiere di Siviglia“) und Leporello („Don Giovanni“) auf er Bühne. Die künstlerische Leitung der AIDS-Gala übernimmt erneut Alard von Rohr, ehemaliger Direktor der Deutschen Oper Berlin und einer der Initiatoren der Festlichen Operngala in Berlin.

Menschen mit HIV und AIDS brauchen weiterhin unsere Hilfe. In Deutschland leben zur Zeit rund 70.000 Menschen mit dem Virus, so viele wie nie zuvor. Trotz verbesserter Therapiemöglichkeiten geht es vielen Betroffenen gesundheitlich und finanziell sehr schlecht. In diesen Notlagen hilft die Stiftung, indem sie dringend benötigte Anschaffungen, Krankenreisen und Projekte fördert, zum Beispiel ein Wochenende für betroffene Mütter und ihre Kinder an der Ostsee. „Durch dieses bedeutende Klassikevent gelingt es uns, das Thema AIDS in die Öffentlichkeit zu bringen und auf die schwierige Lage betroffener Menschen hinzuweisen“, so Dr. Christoph Uleer und Dr. Ulrich Heide, Vorstand der Deutschen AIDS-Stiftung. „Das Engagement aller Beteiligten, der Veranstalter, der Künstler und der Gäste soll auch diesmal zum Ziel haben, möglichst vielen Menschen zu helfen.“

In den Dienst der guten Sache stellt sich auch das Kuratorium der Festlichen Operngala in Düsseldorf, das offen ist für weitere Mitglieder, die als Multiplikatoren für die AIDS-Gala wirken und Spenden einwerben: Dieter Blanck (Volksbank Ruhr Mitte eG), Dr. Eckhard Cordes (METRO GROUP), Prof. Tony Cragg (Rektor Kunst­akademie Düsseldorf), Heinz-Richard Heinemann (Chocolatier), Dr. Volker Leienbach (Verband der privaten Krankenversicherung e.V.), Thomas Michels (AXA Krankenversicherung AG), Prof. Dr. med. Elisabeth Pott und Dr. jur. Hans-Michael Pott, Martin Renker (Private Wealth Management Deutsche Bank AG), Susan Weiss (Stand 14.10.2011). Als Partner und Förderer engagieren sich die METRO GROUP (Hauptsponsor), die Rheinische Post (Medienpartner), AUDI (Automobilpartner) und BUCHERER (Hauptsponsor).

Die Tickets zwischen 49 € und 175 € schließen ein Getränk beim Empfang und in der Pause ein. Sie sind erhältlich bei der Deutschen Oper am Rhein (Telefon 02 11.89 25 211; E-Mail: ticket@operamrhein.de).

VIP-Karten für 500 €, die ein Gala-Dinner mit Künstlern und Ehrengästen im Anschluss an das Konzert im Foyer des Opernhauses einschließen, können bei der Deutschen AIDS-Stiftung bestellt werden (Telefon 0228.60 469-34; www.aids-stiftung.de).

Biographien

HOLGER WEMHOFF – Moderation

Allen Fans des Senders Klassik Radio ist seine Stimme wohlvertraut: Holger Wemhoff ist seit mehr als zehn Jahren als Chefmoderator und stellvertretender Programmdirektor bei dem Sender tätig, den er bereits während seiner Studienzeit zu lieben begann. Geboren 1969 im westfälischen Ibbenbüren studierte Holger Wemhoff nach dem Abitur Theaterwissenschaft mit dem Schwerpunkt Musiktheater sowie Italienische Philologie und Neue
deutsche Literaturgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zunächst wollte er Opernregisseur werden, sammelte erste Theatererfahrungen als Abendspielleiter am Staatstheater am  Gärtnerplatz in München und nahm einen Lehrauftrag für Operndarstellung an der Hochschule für Musik und Theater München an. Neben seinen Sendungen bei Klassik Radio, an denen er nach eigenem Bekunden insbesondere „die Begegnung mit Klassikstars, den Kontakt mit unseren Hörern (Wunschmusik am Samstag) und die Tatsache, dass auch meine andere große Leidenschaft bei Klassik Radio nicht zu kurz kommt: Kino- und Filmmusik“ liebt, ist er immer wieder auch als Moderator live bei zahlreichen Konzert-, Filmmusik- und Opernevents zu erleben. Die Festliche AIDS-Gala in der Deutschen Oper am Rhein moderiert Holger Wemhoffbereits zum dritten Mal.

AXEL KOBER – Musikalische Leitung
Axel Kober ist seit 2009/10 GMD der Deutschen Oper am Rhein. Er startete hier mit der Premiere von Brittens „Peter Grimes“ und widmete sich in seiner ersten Spielzeit vor allem den Neuproduktionen „Die lustige Witwe“ (Lehár), „Louise“ (Charpentier), „Tristan und Isolde“ (Wagner) sowie Jörg Widmanns Oper „Das Gesicht im Spiegel“. Axel Kober studierte an der Hochschule für Musik in Würzburg und kam 1994 an das Staatstheater Schwerin. Von 1998 bis 2003 arbeitete er am Theater Dortmund, zuletzt als Erster Kapellmeister und Stellvertreter des GMD. 2003 wechselte er an das Nationaltheater Mannheim, wo er 2005/06 zum stellvertretenden GMD und ein Jahr später zum kommissarischen GMD ernannt wurde. In dieser Zeit erarbeitete er sich ein breites Opernrepertoire von Mozart, Wagner, Verdi, Strauss bis zu Alban Bergs „Wozzeck“. 2007wechselte Axel Kober als Musikdirektor nach Leipzig und übernahm an der Seite von Riccardo Chailly die  musikalische Leitung des dortigen Opernhauses. Er dirigierte zahlreiche Aufführungen, darunter Janá?eks „Jenufa“ und eine Schönberg-Trilogie. Im Januar 2007 gab er sein Debüt beim Großen Konzert des Gewandh ausorchesters, was zu jährlichen Folgeeinladungen führte. An der Oper Leipzig dirigierte er Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Tristan und Isolde“ – eine Produktion, die auch beim Hongkong Arts Festival unter seiner Leitung zu erleben war. Darüber hinaus führten Gastspiele Axel Kober an die Königliche Oper Kopenhagen, mit „Ariadne auf Naxos“ (Strauss) an die Volksoper Wien und mit „Parsifal“ (Wagner) ans Theater Basel. In Hamburg gastierte er beim NDR Sinfonieorchester und ist wiederholt an die Staatsoper eingeladen. Sein Debut an der Deutschen Oper Berlin gab er 2009 mit Strauss‘ „Die Frau ohne Schatten“, die er auch an der Deutschen Oper am Rhein leitet. Hier stand er 2010/11 u.a. bei den Neuproduktionen „Dialogues des Carmélites“ (Poulenc), „Così fan tutte“ (Mozart) und Brahms‘ „Ein Deutsches Requiem“ im Ballettabend b.09  am Pult, desgleichen bei Konzerten mit den Düsseldorfer Symphonikern und den Duisburger Philharmonikern. 2011/12 dirigiert Axel Kober u.a. „Carmen“, „Il barbiere di Siviglia“, „Die Frau ohne Schatten“, „Walküre“ und „The Rake‘ s Progress“. Mit „Castor et Pollux“ (Rameau) setzt er die Arbeit mit Martin Schläpfer diesmal in derBarockoper fort und freut sich auf die Zusammenarbeit mit der Neuen Düsseldorfer Hofmusik.

DIE SÄNGERINNEN UND SÄNGER

NICOLA ALAIMO
Nicola Laimo erhielt seine musikalische Ausbildung in seiner Heimatstadt Palermo und bei Vittoria Mazzoni. Er gewann den Giuseppe di Stefano-Wettbewerb in Trapani, wo er auch sein Debüt als Dandini (Rossini „La Cenerentola“) gab. Schlag auf Schlag folgten Engagements mit den großen Rollen im italienisch Fach von Rossini, Verdi und Puccini an die Festivals in Wexford, Ravenna und Torre del Lago sowie an die Accademia Rossiniana in Pesaro, die Scala Milano, die Opernhäuser in Neapel, Treviso, Bari, Lucca, Livorno, Bergamo, Piacenza und Catania. Unter der Leitung von Riccardo Muti war er in der Titelrolle von Donizettis „Don Pasquale“ in Malta, Moskau, St. Petersburg und im Wiener Musikverein zu erleben sowie als Tulipano (Paisiello „Il matrimonio inaspettato“) und Jago (Verdi „Otello“) bei den Salzburger Festspielen und in Rom. Unter Zubin Mehta sang er den Fra Melitone (Verdi „La forza del destino“) beim Maggio Musicale Fiorentino – eine Partie,
mit der er auch an der Opéra National de Paris gastierte. Nach seinem erfolgreichen Debüt als Paolo (Verdi „Simone Boccanegra“) an der New Yorker Met unter James Levine sind für die Zukunft weitere Partien an diesem bedeutenden Opernhaus geplant. In dieser Spielzeit folgen „La Cenerentola“ an der Opéra National de Paris, Sir John Falstaff (Verdi „Falstaff“) an der Fundação Calouste Gulbenkian in Lissabon, Stankar (Verdi „Stiffelio“) an der Opéra de Monte-Carlo, die Titelrolle in „Guillaume Tell“ (Rossini) an der Nederlands Opera Amsterdam, „L’elisir d’amore“ in Wien und Attila (Verdi) am Teatro dell’Opera in Rom.

MARIA BENGTSSON
Die schwedische Sopranistin Maria Bengtsson begann ihre Gesangsausbildung in Malmö und schloss sie im Jahr 2000 bei Beata Heuer-Christen an der Hochschule für Musik in Freiburg ab. Seit 2002 arbeitet sie mit Irmgard Hartmann- Dressler in Berlin. Im selben Jahr wurde sie als Ensemblemitglied an die Volksoper Wien engagiert. Zwei Jahre später wechselte sie an die Komische Oper Berlin, wo sie bis 2007 Ensemblemitglied war. In renommierten Opernhäusern und Konzertsälen in ganz Europa arbeitet Maria Bengtsson heute mit Dirigenten wie Kirill Petrenko, Bertrand de Billy, Thomas Hengelbrock, Simone Young, Antonio Pappano, Riccardo  Chailly, Philippe Jordan, Asher Fisch, Leopold Hager, Konrad Junghänel, Vladimir Jurowsky, Michael Gielen, Markus Stenz, Christopher Moulds und Regisseuren wie Hans Neuenfels, Sebastian Baumgarten, Peter  Konwitschny, Andreas Homoki, Calixto Bieito, Claus Guth, Lukas Hemleb, Jonathan Miller und Philippe
Arlaud. Einen besonderen Schwerpunkt in Maria Bengtssons Karriere bildet die Auseinandersetzung mit den großen Sopran-Partien Mozarts. Als Pamina („Die Zauberflöte“) war sie an der Opéra National de Paris, der Bayerischen Staatsoper München und der Opera National de Bordeaux zu erleben, als Donna Elvira („Don Giovanni“) an der Oper Frankfurt, der Nationaloper Peking und der Oper Köln, als Fiordiligi („Così fan tutte“) an der Oper in Graz und dem Royal Opera House Covent Garden London, als Konstanze („Die Entführung aus dem Serail) an der Staatsoper Unter den Linden Berlin und der Bayerischen Staatsoper München. Als Konzertsängerin und Liedinterpretin gastierte sie u.a. bei den Salzburger Festspielen, dem Carinthischen Sommer, den Berliner Festspielen, im Konzerthaus Wien, im Musikverein Wien, beim KlangBogenFestival Wien, in der Alten Oper Frankfurt, bei der Gulbenkian Foundation und am Teatro Nacional São Carlos in Lissabon. Zukünftige Engagements beinhalten ihr Debüt an der Oper in Lyon als Donna Anna und Fiordiligi. Als Fiordiligi wird sie außerdem zu den Salzburger Festspielen und an die Staatsoper Unter den Linden zurückkehren sowie in Berlin in einer Neuinszenierung von Vincent Boussard und unter der musikalischen Leitung von Wayne Marshall die
Cunigonde in Bernsteins „Candide“ verkörpern.

NICOLE CABELL

Die junge US-amerikanische Sopranistin, geboren im kalifornischen Panorama City, startete ihre internationale Karriere mit dem Gewinn des BBC Cardiff Singer of the World Competition 2005. An der Lyric Opera Chicago, ihrem „Stammhaus“, gab sie ihr Rollendebüt als Leïla (Bizet „Les pêcheurs de perles“). In der New Yorker Carnegie Hall wirkte sie in einem Konzert zu Marilyn Hornes 75. Geburtstag mit. An der Deutschen Oper Berlin  debütierte sie 2006 als Juliette (Gounod „Roméo et Juliette“) in einer konzertanten Aufführung und war dort in der Folge außerdem als Ilia (Mozart „Idomeneo“) und Pamina („Die Zauberflöte“) zu hören. In der Neuverfilmung von Puccinis „La Bohème“ glänzte sie an der Seite von Anna Netrebko und Rolando Villazón in  der Partie der Musetta. Ihr Debüt an der Metropolitan Opera New York gab sie als Pamina in Mozarts „Die Zauberflöte“. Zu ihren Partien zählen außerdem Euridice (Gluck „Orfeo ed Euridice“), Micaëla (Bizet „Carmen“) und Gräfin (Mozart „Die Hochzeit des Figaro“), die sie u. a. an die Opernhäuser von New York, Chicago, London, Buenos Aires, Atlanta, New Orleans, Madrid und Washington geführt haben. Als Donna Elvira debütierte sie zuletzt an der Oper Köln und der Deutschen Oper Berlin. Ihr Solo-Album „Soprano“ wurde mit dem Editor’s Choice ausgezeichnet und gewann 2007 den Georg Solti Orphée d’Or der Französischen Académie du Disque Lyrique und den Echo Klassik Award.

ISMAËL JORDI
In Jerez de la Frontera geboren, studierte Ismaël Jordi Gesang an der Escuela Superior de Música in Madrid bei Alfredo Kraus und wurde von der Königin Sofia als „Bester Schüler“ sowie von der Kritik als „Spanischer Tenor des 21. Jahrhunderts“ ausgezeichnet. Seit 2000 übernahm er zahlreiche Rollen des lyrischen Tenor-Repertoires (Mozart, Rossini, Donizetti) an Häusern wie dem Teatro Real Madrid, Teatro de la Maestranza Sevilla, Palacio de Festivales de Santander, Teatro Villamara de Jerez, Teatro Campoamor de Oviedo, Sala de los Espejos del Liceu de Barcelona, Festival de Peralada Valencia, in Bilbao und Malaga. Spätere Engagements führten ihn an das Théâtre du Châtelet und die Opéra Comique Paris, an die Volksoper Wien, in die Schweiz, die Niederlande und die USA. In Deutschland trat der Tenor an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf und an der  Staatsoper Unter den Linden Berlin als Graf Almaviva (Rossini „Il barbiere di Siviglia“), an der Semperoper Dresden an der Seite von Edita Gruberova als Edgardo (Donizetti „Lucia di Lammermoor“), an der Deutschen Oper Berlin und der Hamburgischen Staatsoper als Alfredo (Verdi „La traviata“) und an der Oper Frankfurt als
Lord Riccardo Percy (Donizetti „Anna Bolena“) auf.

DMITRY KORCHAK
Dmitry Korchak, studierte Solo- und Chorgesang in Moskau. Seit er 2004 den Francisco-Viñas-Gesangswettbewerb sowie zwei Preise bei Plácido Domingos Operalia gewonnen hatte, tritt er als Solist auf Konzert- und Opernbühnen weltweit auf, u.a. in der Royal Festival Hall London, der Carnegie Hall New York, in Palermo, Sevilla, Verona, Rom, Neapel, Marseille, Amsterdam, Köln, am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, beim Macerata-Festival, Rossini-Festival Pesaro, Rheingau Musikfestival, an der Berliner Staatsoper Unter den Linden, der Scala di Milano, dem Opernhaus Zürich, dem Théâtre du Châtelet Paris, an der Bayerischen Staatsoper München und in Japan. Zu seinem Repertoire gehören u.a. Partien wie Tamino (Mozart „Die Zauberflöte“), Ferrando (Mozart „Così fan tutte“), Graf Almaviva (Rossini „Il barbiere di Siviglia“), Giannetto (Rossini „La gazza ladra“), Elvino (Bellinia „La sonnambula“), Nemorino (Donizetti „L’elisir d’amore“), Fenton (Verdi „Falstaff“) sowie die Titelpartien in „Dom Sébastien“ (Donizetti) und „Werther“ (Massenet). In Brüssel war er zuletzt als Rodrigo (Rossini „Otello“), an der Opéra Comique in Paris als Nadir (Bizet „Les pêcheurs de perles“) zu erleben.

DMITRY LAVROV
Der russische Bariton Dmitry Lavrov studierte von 2002 bis 2007 am St. Petersburger Rimski-Korsakow-Konservatorium. Meisterkurse u.a. bei Gundula Hintz, Linda Watson und Franz Grundheber runden seine Ausbildung ab. Bereits während seines Studiums war er ab 2005 am Theater Zazerkalie engagiert und seit 2008  am Mariinsky-Theater St. Petersburg. Im gleichen Jahr gewann er den 2. Preis beim renommierten Shtokolov- Wettbewerb. Er ist Gewinner des Emmerich Smola Förderpreises 2011. Zu seinen Partien zählen u.a. die Titelpartien in „Eugen Onegin“ (Tschaikowsky) und „Don Giovanni“ (Mozart) sowie Robert (Tschaikowsky „Iolanta“), Marco (Puccini „Gianni Schicchi“), Silvio (Leoncavallo „Pagliacci“), Shelkalov (Mussorgsky „Boris Godunow“) und Yeletsky (Tschaikowsky „Pique Dame“). Seit der Spielzeit 2010/11 ist Dmitry Lavrov Mitglied des Opernstudios der Deutschen Oper am Rhein, wo er u.a. in „Dialogues des Carmélites“ (Poulenc), „Billy Budd“ (Britten), „Il matrimonio segreto“ (Cimarosa) und der „Zauberflöte für Kinder“ (nach Mozart) zu erleben war. Ab der Spielzeit 2011/12 ist er festes Ensemblemitglied der Deutschen Oper am Rhein und ist u.a. als Silvio (Leoncavallo „Pagliacci“) und Figaro (Rossini „Il barbiere di Siviglia“) zu hören.

IRINA LUNGU
Irina Lungu wurde 1980 in Moldova geboren und studierte u.a. Klavier und Gesang am Staatlichen Konservatorium in Voronezh. Zu ihren Debütrollen dort gehörte u.a. Desdemona (Verdi „Otello“). 2003 wurde sie Mitglied der Accademia del Teatro alla Scala di Milano. Sie war Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, darunter der Belvedere-Wettbewerb Wien, Maria-Callas-Wettbewerb Athen und die Voci Verdiane in Busseto. An der Mailänder Scala war sie in Partien wie Anaïs (Rossini „Moïse et Pharaon“) unter Riccardo Muti, als Sancta Susanna in Hindemiths gleichnamigem Werk unter der Leitung von Lorin Maazel sowie als Violetta (Verdi „La traviata“) zu erleben – eine Rolle, die sie auch in Rom verkörperte. Am Teatro São Carlos in Lissabon gastierte sie als Tschaikowskijs Iolanta und Fiordiligi (Mozart „Così fan tutte“). In Toulon gab sie als Liù (Puccini „Turandot“) ihr Frankreich-Debüt. 2009 debütierte sie als Micaëla in der Arena di Verona. In dieser Spielzeit ist sie in „L’elisir d’amore“ (Donizetti) in La Coruña, in „La traviata“ in Dijon und Caen, in „Falstaff“ (Verdi) in Mailand, in „Rigoletto“ in Aix en Provence und Brüssel sowie in „La Bohème“ in London zu erleben.

SUSAN MACLEAN
Die Mezzosopranistin Susan Maclean studierte in Minnesota und am Opernstudio Zürich. Von 1988 bis 1994 war sie am Theater Bielefeld engagiert. 2001 bis 2004 wechselte sie nach Kaiserslautern, wo sie u.a. als Iocaste (Strawinsky „Oedipus Rex“), Ortrud (Wagner „Lohengrin“) und Dalila (Saint-Saëns „Samson und Dalila“) zu erleben war. Außerdem gastierte sie als Dido (Purcell „Dido und Aeneas“), Komponist (Strauss „Ariadne auf Naxos“), Amneris (Verdi „Aida“) und Venus (Wagner „Tannhäuser“) u.a. in Antwerpen und Dresden, wo sie  2008 als Kundry vielbeachtet debütierte. 2004 kam Susan Maclean an das Nationaltheater Mannheim und feierte dort große Erfolge u.a. als Amme (Strauss „Die Frau ohne Schatten“), Brangäne (Wagner „Tristan und Isolde“), Didon (Berlioz „Les Troyens“), Eboli (Verdi „Don Carlo“), Marie (Berg „Wozzeck“), Venus sowie Fricka und Waltraute (Wagner „Der Ring des Nibelungen“). 2008 bis 2010 war sie Ensemblemitglied der Oper Leipzig, bevor sie an die Deutschen Oper am Rhein wechselte. 2009 debütierte sie an der Bayerischen Staatsoper  München und 2010 bei den Bayreuther Festspielen, wo sie auch 2011 als Kundry zu erleben war. 2011/12 ist sie u.a. als Mme. de Croissy (Poulenc „Dialogues des Carmélites“), als Amme, Santuzza (Mascagni „Cavalleria
rusticana“) und Baba the Turk (Strawinsky „The Rake’s Progress“) zu sehen.

ELENA MAXIMOVA
Elena Maximova schloss ihre Gesangsausbildung am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium ab. Im Anschluss wurde sie 2000 ans Moskauer Stanislawski-Theater engagiert, wo sie in Partien wie Polina (Tschaikowsky „Pique Dame“), Siébel (Gounod „Faust“), Orlofsky (Strauß „Die Fledermaus“), Carmen (Bizet), Despina (Mozart „Così fan tutte“) und Suzuki (Puccini „Madama Butterfly“) auftrat. Sie war Preisträgerin u.a. beim Michail-Glinka-Gesangswettbewerb und beim Elena-Obraztsova-Wettbewerb. An der Bayerischen Staatsoper war sie als Federica (Verdi „Luisa Miller“) und Olga (Tschaikowsky „Eugen Onegin“) zu erleben. Weitere Engagements führten sie an die Scala di Milano, die Opéra National de Lyon sowie als Carmen an die Berliner Staatsoper Unter den Linden und die Wiener Staatsoper.

ADAM PALKA
Der junge polnische Bassist Adam Palka wurde 1983 geboren und erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Musikakademie in Gdansk, wo er u.a. in der Uraufführung von „Comedy of a dumb wife“ des polnischen Komponisten Tadeusz Zyfryd Kassern mitwirkte. Erste internationale Aufmerksamkeit erregte er durch  zahlreiche Konzerte in Deutschland, Frankreich, Italien, Russland und Ungarn. Seit 2005 war Adam Palka an der Baltischen Oper in Gdansk engagiert und dort als Sparafucile (Verdi „Rigoletto“), Colline (Puccini „La Bohème“), Leporello (Mozart „Don Giovanni“), Colatinius (Britten „The Rape of Lucretia“), Don Basilio (Rossini „Il barbiere di Siviglia“), Banco (Verdi „Macbeth“) und als Mozarts Figaro zu erleben. 2008 gab er als Sparafucile sein Debüt an der Oper in Warschau. Im gleichen Jahr sang er Colatinius in Szeged (Ungarn) in einer Produktion, die vom französischen Fernsehsender „Mezzo“ übertragen wurde. Er war 2007 Stipendiat am Teatro Lirico Sperimentale in Spoleto und später Mitglied des internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich. Seit 2010/11 gehört er zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein, wo er u.a. als Don Basilio, Colline und Leporello zu erleben ist.

MIKHAIL PETRENKO
Mikhal Petrenko wurde in St. Petersburg geboren und studierte Gesang am dortigen Rimski-Korsakow- Konservatorium. Er ist Preisträger mehrerer internationaler Gesangswettbewerbe, darunter der Rimski- Korsakow-Wettbewerb. Schon während seines Studiums trat er am Mariinsky Theater auf und war inzwischen mit dessen Ensemble bei Gastspielen u.a. an der Mailänder Scala, an der Royal Opera Covent Garden London sowie in Paris, Madrid und bei den Salzburger Festspielen zu erleben. An der New Yorker Metropolitan Opera debütierte er in Prokofiews „Krieg und Frieden“. In Baden-Baden sang er Hagen und Fafner in Wagners „Der Ring des Nibelungen“, an der Oper in Bilbao Heinrich in Wagners „Lohengrin“ und an der Staatsoper Unter den Linden Berlin Hunding in Wagners „Die Walküre“. An der Bayerischen Staatsoper München war er als Bonzo (Puccini „Madama Butterfly“), Angelotti (Puccini „Tosca“) und Monterone (Verdi „Rigoletto“) zu erleben.

CHOR DER DEUTSCHEN OPER AM RHEIN
Nachdem der Opernchor der Deutschen Oper am Rhein 1956 mit der Theatergemeinschaft Düsseldorf-Duisburg neu gegründet wurde, erarbeitete er sich unter seinen Chordirektoren Hans Frank (1957-1967), Rudolf Staude (1967-1996), Volkmar Olbrich (1996-1999), dem stellvertretenden Chordirektor Wolfgang Dünwald (1969- 2001) und seit 2000 Gerhard Michalski mit seinem Stellvertreter Christoph Kurig einen hervorragenden Ruf. Es gibt kaum eine Oper, in der die Chordamen und -herren der Deutschen Oper am Rhein nicht auf der Bühne stehen. Während es in Düsseldorf und Duisburg jeweils eigene Orchester gibt, ist der Chor auf beiden Bühnen zu Hause. Nach dem grandiosen Erfolg mit Schönbergs „Moses und Aron“ im Mai 2009 waren in letzter Zeit vor allem Brittens „Peter Grimes“ und „Billy Budd“, Charpentiers „Louise“, Poulencs „Dialogues des Carmélites“ und die Rameau-Opern „Les Paladins“ und „Platée“ eine erneute Bestätigung für die Stilvielfalt und die außerordentliche Leistungs- und Begeisterungsfähigkeit des Ensembles. „Ein Deutsches Requiem“ von Johannes Brahms war die erste Zusammenarbeit mit dem Ballett am Rhein Martin Schläpfers, die in dieser Spielzeit mit Strawinskys „Psalmensinfonie“ und der Opern- und Ballettpremiere „Castor et Pollux“ von Rameau ihre Fortsetzung findet.

DUISBURGER PHILHARMONIKER
Mit ihrer mehr als 130-jährigen Geschichte sind die Duisburger Philharmoniker eines der traditionsreichsten Orchester Deutschlands. Nach neun erfolgreichen Jahren unter der Leitung von Jonathan Darlington geht das Orchester ausnahmsweise ohne Generalmusikdirektor in die Saison 2011/12 und kann seinen vitalen Musiziergeist und seine Klangkultur in der Zusammenarbeit mit zwölf renommierten Gastdirigenten bewähren.
In der Philharmonie Mercatorhalle tritt das Orchester gemeinsam mit internationalen Stars der Musikszene auf, als Orchester der Deutschen Oper am Rhein prägt es die Opernaufführungen im Theater Duisburg. Crossover- Projekte gehören ebenso zum Programm wie das Mitwirken im Rahmen des Open-Air Kinos im  Landschaftspark Duisburg-Nord. Eindrucksvoll liest sich die Liste der Gastdirigenten: Carlos Kleiber, Horst Stein, Fritz Busch, Hermann Scherchen, Hermann Abendroth, Alberto Erede, Heinz Wallberg und Alberto Zedda gastierten am Duisburger Podium ebenso wie namhafte Vertreter der jüngeren Generation, darunter Fabio Luisi, Kirill Petrenko, Christian Thielemann und Anu Tali. Konzertreisen führten die Duisburger Philharmoniker nach China, Polen und Litauen sowie in die Sowjetunion, Niederlande, Schweiz, Spanien, Finnland, Großbritannien und Griechenland.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Wien, Wiener Staatsoper, Der Ring des Nibelungen: Live-Übertragung auf den Herbert von Karajan-Platz, ab 1.11.2011

Oktober 27, 2011 by  
Filed under Pressemeldung, Wiener Staatsoper

wien_neu.gif

Wiener Staatsoper

Der Ring des Nibelungen: Live-Übertragung auf den Herbert von Karajan-Platz

Ab Dienstag, 1. November 2011 steht an der Wiener Staatsoper ein Zyklus von Richard Wagners Der Ring des Nibelungen auf dem Programm. Aufgrund der großen Nachfrage werden alle vier Vorstellungen – Das Rheingold am 1., Die Walküre am 6., Siegfried am 9. und Götterdämmerung am 13. November – live auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

Wien, Staatsoper mit Leinwand am Herbert von Karajan Platz © IOCO

Wien, Staatsoper mit Leinwand am Herbert von Karajan Platz © IOCO

Christian Thielemann dirigiert erstmals den Ring des Nibelungen an der Wiener Staatsoper. Albert Dohmen singt anstelle des erkrankten Juha Uusitalo den Wotan/Wanderer, Adrian Eröd verkörpert den Loge, Tomasz Konieczny den Alberich, Wolfgang Schmidt den Mime, Christopher Ventris den Siegmund, Waltraud Meier die Sieglinde, Katarina Dalayman die
Brünnhilde (Hausdebüt), Eric Halfvarson den Hunding (Rollendebüt im Haus am Ring) und Hagen, Stephen Gould den Siegfried. Anna Larsson ist als Erda zu erleben, Ain Anger als Fafner, Lars Woldt als Fasolt (Rollendebüt an der Wiener Staatsoper), Janina Baechle als Fricka und Waltraute (Götterdämmerung), Herbert Lippert als Froh (Rollendebüt im Haus am Ring), Markus Eiche als Donner und Gunther sowie Caroline Wenborne als Gutrune.

Kurzbiografie (Hausdebüt)
Die Karriere der schwedischen Sopranistin Katarina Dalayman begann als Amelia in Simon Boccanegra an der Oper Stockholm. Zu ihren wichtigsten zurückliegenden Engagements gehören Marie (Wozzeck) in Brüssel, Paris und New York sowie beim Maggio Musicale Fiorentino, Elisabeth (Tannhäuser) in München, Lisa (Pique Dame) in Chicago, New York, San Francisco und München, Brangäne (Tristan und Isolde) in New York, Isolde (Tristan und Isolde) in New York und Berlin, Kundry (Parsifal) in Paris, Katerina (Lady Macbeth von Mzensk) und Sieglinde (Die Walküre) am Londoner Royal Opera House Covent Garden, der Königlichen Oper  Stockholm und an der Met. Weitere Auftritte führten sie u. a. nach Köln, München, Amsterdam, Helsinki, Berlin und Kopenhagen mit Partien wie Desdemona (Otello), Eva (Die Meistersinger
von Nürnberg), Elisabetta (Don Carlo), Mimì (La Bohème) sowie den Titelpartien von Salome, Tosca und Ariadne auf Naxos. Im Dezember 2000 wurde sie durch Seine Majestät den König von Schweden zur Hovsångare (Hofsängerin) ernannt.

Pressemeldung Wiener Staatsoper

München, Bayerische Staatsoper München, Erster Carlos Kleiber-Preis an Constantinos Carydis, Oktober 2011

Oktober 25, 2011 by  
Filed under Bayerische Staatsoper, Pressemeldung

Bayrische Staatsoper.jpg

Bayerische Staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

 Erster Carlos Kleiber-Preis an Constantinos Carydis

Am 4. November wird erstmals der Carlos Kleiber-Preis verliehen. Dieser im Jahr 2010 von den „Freunden des Nationaltheaters e.V.“ gestiftete Preis soll junge Dirigenten und Korrepetitoren ehren, die sich an den Münchner Wirkungsstätten Carlos Kleibers besonders hervorgetan haben. Der erste Preisträger ist der Grieche Constantinos Carydis, der am 31. Oktober mit seiner Interpretation von Offenbachs Les Contes d’Hoffmann zum ersten Mal eine Premiere an der Bayerischen Staatsoper dirigieren wird.

„Constantinos Carydis ist eines der herausragenden Talente seiner Generation. Er spürt mit großer Sensibilität und Emotion dem Geist des Komponisten nach und interpretiert ihn mutig für die Gegenwart“, so Staatsintendant Nikolaus Bachler über den Preisträger.

Carlos Kleiber wird von seinem Münchner Publikum nach wie vor verehrt. Als bürgerschaftliche Mäzenatenvereinigung haben die „Freunde des Nationaltheaters e.V.“ deshalb den 80. Geburtstag von Carlos Kleiber am 3. Juli 2010 zum Anlass genommen, in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsoper den Carlos Kleiber-Preis für junge Dirigenten und Korrepetitoren zu stiften. Mit dieser Auszeichnung soll ein wiederkehrender Anlass zum Gedenken an Carlos Kleiber geschaffen werden. Der Preis soll darüber hinaus jungen außerordentlich begabten Dirigenten und Korrepetitoren mit starker persönlicher Ausstrahlung Ansporn, Auszeichnung und Verpflichtung in Hinblick auf ihr Talent und ihr hervorragendes fachliches Können sein.

Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird ab 2011 alle zwei Jahre verliehen. Die Kandidaten werden von Mitgliedern der Jury vorgeschlagen, die aus Staatsintendant Nikolaus Bachler, Generalmusikdirektor Kent Nagano, dem Chefdirigenten des BR Symphonieorchesters Mariss Jansons und Holger Schinköthe, Orchestervorstand des Bayerischern Staatsorchesters, besteht. Die Jury wird ergänzt durch ein nicht stimmberechtigtes Ehrenkomitee. Dieses setzt sich aus einem Mitglied des Vorstandes der „Freunde der Nationaltheaters“ und einem Mitglied der Familie Kleiber zusammen. Das Ehrenkomitee beteiligt sich an der Beratung bei der Auswahl der Kandidaten. Voraussetzung für den Vorschlag eines Künstlers ist die aktuelle oder frühere Tätigkeit an einer Münchner Kulturinstitution, an welcher Carlos Kleiber gewirkt hat (Bayerische Staatsoper, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Staatstheater am Gärtnerplatz).

Constantinos Carydis, in Athen geboren, studierte am dortigen Konservatorium Musiktheorie und Klavier, anschließend Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater in München. Erste Engagements führten ihn ans Staatstheater am Gärtnerplatz München und an die Staatsoper Stuttgart. Darüber hinaus dirigierte er unter anderem. am Royal Opera House Covent Garden, London, an der Komischen Oper Berlin, der Nederlandse Opera Amsterdam, der Opéra de Lyon, der Oper Frankfurt sowie an den Staatsopern von Wien, Berlin und Athen. Konzertverpflichtungen führten ihn unter zu den Münchner Philharmonikern, dem Deutschen Symphonieorchester Berlin, dem Mahler Chamber Orchestra, dem Radio-Symhonieorchester Stuttgart und Wien, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Orchester des Maggio Musicale Fiorentino und zum Münchner Kammerorchester.

Der Dirigent Carlos Kleiber (* 3.7.1930/ † 13.7.2004) gehört zu den weltweit eindrucksvollsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Seine jahrzehntelange Beziehung zu München reicht bis in das Jahr 1952 zurück, in dem er seine Tätigkeit als Korrepetitor am Staatstheater am Gärtnerplatz aufnahm. Von 1968 an wirkte er als Gastdirigent an der Bayerischen Staatsoper, bei welcher vor allem seine Dirigate des Rosenkavaliers und der Fledermaus dem Münchner Publikum zahlreiche Sternstunden bescherten. Die letzten Auftritte Carlos Kleibers fanden mit dem Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks 1999 statt.

—| Pressemeldung Bayerische Staatsoper München |—

« Vorherige SeiteNächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung