Münster, Theater Münster, Premiere UN BALLO IN MASCHERA, 14.09.2019

September 9, 2019 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

UN BALLO IN MASCHERA (Ein Maskenball)
Premiere: Samstag, 14. September 2019, 19.30 Uhr
Großes Haus des Theaters Münster

Oper in drei Akten von Giuseppe Verdi
Dichtung von Antonio Somma nach dem Libretto GUSTAVE III. von Eugène Scribe
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Theater Münster / Ein Maskenball ©  Oliver Berg

Theater Münster / Ein Maskenball © Oliver Berg

Gegen den Schwedenkönig Gustav III. ist eine Verschwörung im Gange. Er trifft Vorbereitungen für einen Maskenball, auf dessen Gästeliste auch der Name Amelias steht, der Frau seines Freundes Renato. Amelia leidet unter dem Widerstreit zwischen der Liebe zu ihrem Ehemann und ihren Gefühlen zu Riccardo. Von der Wahrsagerin Ulrica erbittet sie ein Mittel gegen ihre Zuneigung zu Riccardo. Als Renato die Beziehung zwischen Amelia und Riccardo ahnt, schließt er sich blind vor Eifersucht den Verschwörern an. Auf dem Maskenball, bei dem Riccardo sich für immer von Amelia verabschieden möchte, tötet Renato in Verkennung der wahren Umstände seinen Freund. Damit erfüllt sich Ulricas Prophezeiung, dass Riccardo durch die Hand eines Freundes sterben wird.

Theater Münster / Ein Maskenball ©  Oliver Berg

Theater Münster / Ein Maskenball © Oliver Berg

Sich maskieren, sich verstellen, etwas verbergen – dies sind die Umstände, unter denen sich die Figuren in Verdis Oper begegnen. Fast jede Figur, so scheint es jedenfalls, hat im Verlauf des Geschehens etwas zu verbergen, seien es geheime Informationen, heimliche Gefühle oder gar die eigene Identität. Hinter diesen Masken verbindet sich tödliches Schicksal mit sprudelnder Leichtigkeit aus der Tradition der französischen Opéra-comique, steht Komisches und Tragisches dicht beieinander, sind Licht und Dunkel untrennbar miteinander verbunden. Ein Maskenball wird zum Schauplatz tödlicher Enthüllungen. Eine Oper, packend wie ein Thriller und leidenschaftlich, wie es nur ein Werk von Verdi sein kann.

Theater Münster / Ein Maskenball ©  Oliver Berg

Theater Münster / Ein Maskenball © Oliver Berg

Musikalische Leitung Golo Berg
Inszenierung Marc Adam
Choreografie Pascale-Sabine Chevroton
Bühne & Kostüme Monika Gora
Choreinstudierung Joseph Feigl
Dramaturgie Ronny Scholz

Mitwirkende:
Riccardo (Garrie Davislim), Amelia (Kristi Anna Isene), Renato (Filippo Bettoschi), Ulrica (Monika Walerowicz), Oscar (Marielle Murphy), Silvano (Valmar Saar), Tom (Christoph Stegemann), Samuel (Gregor Dalal), Richter (Christian-Kai Sander), Diener (Jae Joon Pak), Opernchor des Theaters Münster, Extrachor des Theaters Münster ,Sinfonieorchester Münster

Theater Münster / Ein Maskenball ©  Oliver Berg

Theater Münster / Ein Maskenball © Oliver Berg

Weitere Vorstellungen im September:
Donnerstag, 19. September, 19.30 Uhr
Dienstag, 24. September, 19.30 Uhr
Sonntag, 29. September, 19.00 Uhr

—| Pressemeldung Theater Münster |—

Münster, Theater Münster, UN BALLO IN MASCHERA – Giuseppe Verdi, 14.09.2019

August 14, 2019 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

UN BALLO IN MASCHERA  –  Giuseppe Verdi
Dichtung Antonio Somma, nach GUSTAVE III. von Eugène Scribe

Premiere: Samstag, 14. September 2019, 19.30 Uhr

Gegen den Schwedenkönig Gustav III. ist eine Verschwörung im Gange. Er trifft Vorbereitungen für einen Maskenball, auf dessen Gästeliste auch der Name Amelias steht, der Frau seines Freundes Renato. Amelia leidet unter dem Widerstreit zwischen der Liebe zu ihrem Ehemann und ihren Gefühlen zu Riccardo. Von der Wahrsagerin Ulrica erbittet sie ein Mittel gegen ihre Zuneigung zu Riccardo. Als Renato die Beziehung zwischen Amelia und Riccardo ahnt, schließt er sich blind vor Eifersucht den Verschwörern an. Auf dem Maskenball, bei dem Riccardo sich für immer von Amelia verabschieden möchte, tötet Renato in Verkennung der wahren Umstände seinen Freund. Damit erfüllt sich Ulricas Prophezeiung, dass Riccardo durch die Hand eines Freundes sterben wird.

Sich maskieren, sich verstellen, etwas verbergen – dies sind die Umstände, unter denen sich die Figuren in Verdis Oper begegnen. Fast jede Figur, so scheint es jedenfalls, hat im Verlauf des Geschehens etwas zu verbergen, seien es geheime Informationen, heimliche Gefühle oder gar die eigene Identität. Hinter diesen Masken verbindet sich tödliches Schicksal mit sprudelnder Leichtigkeit aus der Tradition der französischen Opéra-comique, steht Komisches und Tragisches dicht beieinander, sind Licht und Dunkel untrennbar miteinander verbunden. Ein Maskenball wird zum Schauplatz tödlicher Enthüllungen. Eine Oper, packend wie ein Thriller und leidenschaftlich, wie es nur ein Werk von Verdi sein kann.

Musikalische Leitung: Golo Berg, Inszenierung: Marc Adam, Choreografie: Pascale-Sabine Chevroton, Bühne & Kostüme: Monika Gora, Choreinstudierung: Joseph Feigl, Dramaturgie: Ronny Scholz

Mitwirkende:
Riccardo (Garrie Davislim), Amelia (Kristi Anna Isene), Renato (Filippo Bettoschi), Ulrica (Monika Walerowicz), Oscar (Marielle Murphy), Silvano (Valmar Saar), Tom (Christoph Stegemann), Samuel (Gregor Dalal), Richter (Christian-Kai Sander), Diener (Jae Joon Pak), Opernchor des Theaters Münster, Extrachor des Theaters Münster ,Sinfonieorchester Münster

Matinée:  Sonntag, 1. September, 11.30 Uhr, Oberes Foyer

Weitere Vorstellungen im September: Donnerstag, 19. September, 19.30 Uhr, Dienstag, 24. September, 19.30 Uhr, Sonntag, 29. September, 15.00 Uhr

—| Pressemeldung Theater Münster |—

Münster, Theater Münster, Premiere STREET SCENE – Kurt Weill, 22.12.2018

November 26, 2018 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

STREET SCENE – Oper von Kurt Weill

Premiere: Samstag, 22. Dezember 2018, 19.30 Uhr,  Vorstellungen im Januar: Donnerstag, 3. Januar, 9. Januar, 11. Januar,  31. Januar 2019 

STREET SCENE spielt in Manhattan. Anna Maurrants außer­eheliche Affäre mit dem Milchmann Sankey ist das Gespräch der Straße. Der junge Nachbar Sam Kaplan und Annas ­Tochter Rose sind heimlich ineinander verliebt und träumen davon, dem ärmlichen Wohnblock zu entfliehen. Annas stumpfsinniger Ehemann Frank weiß nichts von der Liebschaft seiner Frau, ahnt jedoch etwas. So kommt er unerwartet früher nach Hause, erwischt die beiden und erschießt sie. Gemeinsam mit ihrem Bruder Willie, aber ohne Sam, verlässt die schockierte Rose daraufhin die elterliche Wohnung, um irgendwo weit weg ein besseres Leben zu suchen.

Die Oper STREET SCENE von Kurt Weill (1900–1950) wurde am 9. Januar 1947 im Adelphi Theater in New York City uraufgeführt und zeigt einen Ausschnitt aus dem Leben einfacher Mietshausbewohner in New York, deren Wünsche und Probleme, Hoffnungen und Enttäuschungen. Weill verwirklichte in diesem Werk seinen Traum einer American Opera. Er mischt Oper und Operette mit Musical-Versatz­stücken und erlaubt neben der großen Arie auch Swing, Blues und Jazz. Die Partitur ordnet alles akribisch genau der jeweiligen Situation zu und baut aus dieser sonderbaren Mischung ein spannendes Ganzes.

Musikalische Leitung: Stefan Veselka, Inszenierung: Hendrik Müller, Choreografie: Andrea Danae Kingston, Bühnenbild: Rifail Ajdarpasic, Kostüme: Katharina Weissenborn, Choreinstudierung: Inna Batyuk, Einstudierung Kinderchor & Kindersolisten: Claudia Runde, Dramaturgie: Ronny Scholz

Mitwirkende:
Rose Maurrant (Kathrin Filip), Sam Kaplan (Garrie Davislim), Abraham Kaplan (Christian-Kai Sander), Shirley Kaplan (Ute Hopp), Harry Easter (Juan Sebastián Hurtado Ramírez), Henry Davis (Filippo Bettoschi), Vincent/ Boy/ Joe Conolly (Til Ormeloh), Lippo Fiorentino (Pascal Herington), Joan/ Grace/ Mary/ Graduation Girl/ Myrtle/ Woman/ Voice (Carmen Finzel), George Jones (Lars Hübel), Carl Olsen (Dieter Goffing), Mrs. Greta Fiorentino (Marielle Murphy), Emma Jones (Chrysanthi Spitadi), Mrs. Olga Olsen (Suzanne McLeod), Daniel Buchanan (Youn-Seong Shim), Jenny Hildebrand/ 1. Nurse/ Salvation Army Girl/ Graduation Girl (Melanie Spitau), Charlie  Graduation Boy/ Man (Konstantin Schumann), Mrs. Hildebrand (Barbara Bräckelmann), 2. Nurse/ Salvation Army Girl (Christina Holzinger), Dick McGann Jendrik Sigwart, Mae Jones (Kara Kemeny), Mr. Sankey (Jörn Dummann). Dr. Wilson (Simona Maestrini), Officer Murphy (Eva Lillian Thingbø), City Marshall (Frank Göbel), Opernchor des Theaters Münster, Sinfonieorchester Münster

Öffentliche Probe: Samstag, 15. Dezember, 10.30 Uhr, Großes Haus

 Vorstellungen im Januar: Donnerstag, 3. Januar, Mittwoch, 9. Januar,    , Freitag, 11. Januar, Donnerstag, 31. Januar 2019

—| Pressemeldung Theater Münster |—

Münster, Theater Münster, Madama Butterfly – Giacomo Puccini, IOCO Kritik, 11.10.2018

Oktober 13, 2018 by  
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Theater Münster

Theater Münster © Rüdiger Wölk

Theater Münster © Rüdiger Wölk

 Madama Butterfly  –  Giacomo Puccini

 In psychologisch konstruierter Täter-Opfer-Kette

Von Hanns Butterhof

Schon zur Ouvertüre von Giacomo Puccinis Oper Madama Butterfly von 1904 bricht eine Welt zusammen. Der Vater eines Mädchens, das mit verbundenen Augen am Bühnenrand unter einem Kirschbäumchen kniet (Foto), begeht im Bühnenhintergrund rituell Selbstmord. Was diese Erfahrung mit und aus dem Kind macht, erzählt Regisseur Hans Walter Richter im Großen Haus des Theaters Münster mit feinsinniger Psychologie.

Madama Butterfly – Giacomo Puccini
Youtube Trailer  des Theater Münster
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Alles ist in dieser sehr jetzigen Madama Butterfly kaputt. Das leichtgebaute Japanhaus mit seinen Schiebetüren, das den ganzen Bühnenraum umschließt, mutet wie ein Gefängnis an (Bühne und Kostüme: Bernhard Niechotz). Der grüne Blechcontainer mittendrin mit dem roten Leuchtschriftzug „home sweet home“  ist ein freudlos kalter Fremdkörper.

Die 15-jährige Geisha Cio-Cio-San, auch Butterfly genannt, ist das Kind mit den verbundenen Augen. Kristi Anna Isene gibt sie, nach der harten Erfahrung, mit dem Vater die soziale Stellung verloren zu haben, realistisch ohne kindliche Naivität. Ihrem dramatischen Sopran ist ein Grundton von Traurigkeit auch in den Arien des Glücks eingeschrieben. Wer ihr blindes Vertrauen in das Treueversprechen ihres amerikanischen Ehemanns zu erschüttern versucht, muss ihren Zorn ertragen wie ihre klarsichtige Dienerin Suzuki (Judith Gennrich). Erschütternd tritt sie aus der eigenen heimatlichen Tradition heraus, ohne in einer neuen anzukommen; am Ende tötet sie sich gemäß dem Ehrencodex ihres Vaters.

Theater Muenster / Madama Butterfly - hier : Cio-Cio-San erlebt den Selbstmord ihres Vaters © Oliver Berg

Theater Muenster / Madama Butterfly – hier : Cio-Cio-San erlebt den Selbstmord ihres Vaters © Oliver Berg

Garrie Davislim als der amerikanische Marineoffizier Pinkerton, der sie von dem mafiosen Goro (Pascal Herington) mitsamt Container gekauft hat, lässt von Anfang an keinen Zweifel daran, dass er ein gewissenloser, selbstbezogener Zyniker ist. Schon bei seiner Hochzeit mit Cio-Cio-San stimmt er mit unbekümmertem Tenor ein Hoch auf seine künftige amerikanische Ehefrau an. Die Warnungen des Konsuls Sharpless (Filippo Bettoschi) vor solchem Leichtsinn nimmt er nicht ernst; verantwortungslos verlässt er Cio-Cio-San. Am Ende erfrecht er sich zwar, ihr den gemeinsamen Sohn zu nehmen, ist aber zu feige, ihr selber gegenüberzutreten.

Die Regie Hans Walter Richters zeichnet die Charaktere und ihre Welt eindringlich. Dass er aber den aus Amerika zurückkehrenden Sohn erfindet, der sich ebenfalls umbringt, dimmt Cio-Cio-San auf ein Glied in einer zu psychologisch konstruierten Täter-Opfer-Kette herunter. Das wird ihr als tragischer Figur der absoluten Heimatlosigkeit nicht gerecht.

Theater Muenster / Madama Butterfly - hier : Braut und Container hat Pinkerton gekauft (Kristi Anna Isene, Garrie Davislim) © Oliver Berg

Theater Muenster / Madama Butterfly – hier : Braut und Container hat Pinkerton gekauft (Kristi Anna Isene, Garrie Davislim) © Oliver Berg

In der musikalisch überzeugenden Aufführung sind die Stimmen ausgewogen gut besetzt und klingen hervorragend zusammen. GMD Golo Berg und das Sinfonieorchester Münster können trotz unsentimental zupackendem, die Dissonanzen und Intervallsprünge betonenden Dirigats nicht verhindern, dass es spätestens beim Summchor (Choreinstudierung: Inna Batyuk) Cio-Cio-San ist, die auch als Schuldige zutiefst ergreift.

Madama Butterfly im Theater Münster: Die nächsten Termine: 14.10.; 10.11; 27.11.und 29.12. 2018

—| IOCO Kritik Theater Münster |—

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