Heidenheim, Opernfestspiele Heidenheim, Bilanz Corona-Spielzeit 2020

August 6, 2020 by  
Filed under Heidenheim Festspiele, Konzert, Pressemeldung

Opernfestspiele Heidenheim

Opernfestpiele Heidenheim / Klappstuhlkonzerte Serenade im Rittersaal, Blechbläserensemble der OH! @ Oliver Vogel

Opernfestpiele Heidenheim / Klappstuhlkonzerte Serenade im Rittersaal, Blechbläserensemble der OH! @ Oliver Vogel

Opernfestspiele Heidenheim – OH!

Bilanz Corona-Spielzeit 2020

Die Opernfestspiele Heidenheim setzten mit den OH! Klappstuhlkonzerten im Juli ein Zeichen in die corona-gebeutelte, weithin stillstehende Kulturlandschaft. 21 Konzerte vom Jazzfrühstück über die Schlossserenaden im leeren Rittersaal bis hin zum zweifachen Projekt der Cappella AquileiaOrchester der OH! verzeichneten eine Auslastung von 97%. Erstmals spielte in Heidenheim mit der Cappella Aquileia ein vollständig coronagetestetes deutsches Orchester in Vollbesetzung. Und mit der Pop-up- Opera Elser: Nau bens hald I überlebte sogar eine Opernproduktion aus dem OH!-Programm 2020 den shutdown – und kam ganz groß raus.

„Die Absage der Festspiele 2020 schmerzt anhaltend – umso wichtiger war für die Stadt Heidenheim dieses hochkreative Festspielprogramm in festspielloser Zeit“ äußert sich Oberbürgerneister Bernhard Ilg zufrieden. „Ein Programm, das wir uns noch vor wenigen Wochen nicht hätten vorstellen können“ sagt Festspieldirektor Marcus Bosch. „Wir wollten unbedingt spielen und – unter Einhaltung aller Sicherheitsbestimmungen – zeigen, was möglich ist zwischen Kunst und Publikum auch in diesen Tagen.“

Wo sonst große Oper spielt boten Sänger und Musiker kleine Schlossserenaden – wie zu den Anfangszeiten der Festspiele vor 56 Jahren, im nahezu leeren Rittersaal Schloss Hellenstein. Und das Rahmenformat „Jazzfrühstück“ im Brunnengarten wurde zum andächtig aufgenommenem Erlebnis für das auf Klappstühlen und mit Abstand platzierte, „hungrige“ Festspielpublikum.

Große Oper im kleinen Format spielten die OH! mit „Oper auf schwäbisch“ – an wechselnden Orten in Stadt und Kreis vor hunderten von Zuschauern. Oper als Straßenmusik: Das Auftragswerk Elser: Nau bens hald I (Libretto Hendrik Rupp, Musik Sebstian Schwab) zeigte in drei komprimierten Bildern und 25 Minuten Leben und Wirkung des schwäbischen Einzelkämpfers und Hitler-Attentäters Georg Elser.

Das Projekt wurde möglich durch Mittel aus der Initiative Landkultur des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Eine „fulminante Elser-Hommage in Opernform“, urteilte die Presse (Manfred Kubiak, Heidenheimer Zeitung).

Opernfestpiele Heidenheim / KLangwolke, das Orchester der OH! live auf SWR 4 Baden-Württemberg, Cappella Aquileia Leitung Marcus Bosch, Raffaela Lintl, Sopran; Zoltán Nágy, Bass, im Congress Centrum Heidenheim@ Oliver Vogel

Opernfestpiele Heidenheim / KLangwolke, das Orchester der OH! live auf SWR 4 Baden-Württemberg, Cappella Aquileia Leitung Marcus Bosch, Raffaela Lintl, Sopran; Zoltán Nágy, Bass, im Congress Centrum Heidenheim@ Oliver Vogel

Das Finale setzte schließlich die Cappella Aquileia – Orchester der OH! mit öffentlichen Aufnahmesitzungen im bislang überragend besprochenen 5-teiligen Beethovenprojekt für das Label CPO und mit der „Klangwolke“: Die SWR-Übertragung eines Konzerts des Orchesters aus dem mit 150 Zuhörern besetzten Festspielhaus CCH in die Haushalte von Stadt und Region war nicht nur künstlerisch ein Erfolg. „Die Cappella Aquileia konnte aufgrund der von Marcus Bosch und der Firma Centogene ermöglichten Tests der Musiker in nahezu normaler Orchesteraufstellung spielen.

Ein aufwendiges Hygienekonzept – und ein überaus wichtiges Signal in die so verletzte wie orientierungssuchende Kulturszene dieses Landes“ sagt Matthias Jochner, Kulturchef der Festspielstadt. „Stadt, Sponsoren und die Kunst standen zusammen. Das macht Mut für Zeiten, die erst mal nicht einfacher werden.“ Eleonore Büning freut sich nachdenklich in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, „[…] dass vor fünf Tagen erstmals wieder ein volles Orchester auf der Bühne musizierte in Deutschland seit Beginn der Seuchenzeitenwende. […] Deshalb ist die Salzburger Elektra, sind die individuellen Aktionen von Bosch oder Levit, die phantasievollen Bach-Ersatzfestspiele von Michael Maul in Leipzig oder die dreißig von Franz Xaver Ohnesorg im Ruhrgebiet ‚geretteten Konzerte‘ so wichtig. Sie sind der Liebe Nahrung: Sie machen großzügig. Sie spenden Mut. Freude. Glück.“

—| Pressemeldung Schimmer PR / Opernfestspiele Heidenheim |—

Salzburg, Festspielhaus, Ungebaute Feentempel in Salzburg – eine Story, IOCO Aktuell, 06.08.2020

August 5, 2020 by  
Filed under IOCO Aktuell, Salzburger Festspiele

Das Salzburger Festspielhaus bei Nacht - ein Künstlerplakat @ SF / Luigi Caputo

Das Salzburger Festspielhaus bei Nacht – ein Künstlerplakat @ SF / Luigi Caputo

 „Der Traum von einem Feentempel“  

Ideen und Pläne –  Nie gebaute Salzburger Festspielhäuser

Ein zerknittertes Blatt Papier am Wegesrand, ein riesiger weißer Tisch mitten im Buchenwald, gestempelte Pflöcke im Nashorngehege des Hellbrunner Zoos in Salzburg und ein golden lackierter Portalrahmen im Mirabellgarten – all diese Kunstwerke im Grünen erinnern ab heute an verworfene Ideen und Pläne zur Erbauung eines Festspielhauses in Salzburg. Von Anfang an war die Idee von Festspielen eng verbunden mit der Idee, ein Festspielhaus zu errichten. In den vergangenen 130 Jahren sind zahlreiche Bauplätze und Planungen angedacht worden. Vier dieser historischen Bauplätze wurden nun durch künstlerische Interventionen im Zuge des 100-Jahr-Jubiläums der Salzburger Festspiele wiederbelebt.

Feentempel Moenchsberg / hier : zerknitterte Vorlagen dazu vl Mayr, Stocker, Lasinger, Rabl-Stadler vorne @ SF / Anne Zeuner

Feentempel Moenchsberg / hier : zerknitterte Vorlagen dazu vl Mayr, Stocker, Lasinger, Rabl-Stadler vorne @ SF / Anne Zeuner

Schlosspark Hellbrunn, Mönchsberg, Kapuzinerberg, Mirabellgarten

Den ältesten dieser Entwürfe haben das seinerzeit führende, auf Theaterbauten spezialisierte Architekturbüro  Fellner und Helmer (sie erbauten 48 Theater, ua in Wien, Rijeka, Wiesbaden, Bratislava, Prag, Salzburg, Gießen) im Jahr 1890 erdacht. Am Mönchsberg hätte ein Mozart-Festspielhaus als Gegenentwurf zum Wagner-Weihetempel Bayreuth fern vom Lärm der Stadt entstehen sollen. Künstlerin Esther Stocker hat an eben dieser Stelle eine dreiteilige Knitterskulptur erschaffen. Wie achtlos zerknülltes Papier liegen die Skulpturen aus Aluminium in der Wiese; auf ihnen zu sehen sind der überdimensionierte Grundriss des Festspielhausentwurfes, eine weitere Seite aus der Broschüre des ActionsComites.

Das Mozart-Festspielhaus in Salzburg von 1890 und dessen Deckblatt. „Ich habe mit dieser Utopie und mit dieser visionären Idee künstlerisch gespielt. Mich hat vor allem die Frage beschäftigt, was von dieser Idee heute übrig geblieben ist und was weitergewandert ist“, sagt Esther Stocker. Die Hingabe, mit der die Schrift verfasst wurde, habe sie besonders fasziniert, das internationale Denken der Architekten und deren Wunsch, schon so früh eine Einladung an die Welt auszusprechen. Die Blätter, so nennt sie die Skulpturen, bestehen aus Aluminium, die oberste Schicht aus einer bedruckten Außenplane. Die Knitterung verkörpere, dass mit den Ideen gearbeitet wurde, sie aber am Ende wieder verworfen wurden. Überresten gleich liegen sie nun wie zufällig hingeworfen auf der Wiese und sollen die Menschen, die daran vorbeilaufen, zum Nachdenken anregen.

Der Theatermagier und Festspielmitbegründer Max Reinhardt schwärmte bereits in seiner Denkschrift zur Errichtung eines Festspielhauses in Hellbrunn 1917 von einem durch die Trambahn gut erschlossenen Ort „abseits vom städtischen Alltagsgetriebe“. In der südlichsten Kurve des Hellbrunner Parks gehen heutzutage Menschen spazieren oder betätigen sich sportlich. Wären die damaligen Pläne des Berliner Architekten Hans Poelzig umgesetzt worden, stünde man an dieser Stelle mitten im Orchestergraben des Festspielhauses. Die Architekten Maria Flöckner und Hermann Schnöll haben zusammen mit Projektleiter Norbert Mayr eine sehr konkrete Intervention geschaffen, die dem heutigen Besucher auf direktem Weg die Ausmaße des Bauvorhabens vor Augen führt. Über 1000 Pflöcke haben sie per Hand gestempelt (Foto unten) und damit die Umrisse des 160 Meter langen und 110 Meter breiten Gebäudes markiert. Darauf zu lesen sind Zitate aus der Rede Poelzigs, die er vor der Festspielhaus-Gemeinde in Salzburg gehalten hat. Die Pflöcke dürfen im Übrigen als Erinnerungsstücke mitgenommen werden. Das Konzept der Architekten sieht die schrittweise Auflösung des Projektes im Laufe des Jahres vor, sodass nur die Achse in Erinnerung bleibt.

Feentempel in Hellbrunn / hier : die Markierungen im Park @ SF / Anne Zeuner

Feentempel in Hellbrunn / hier : die Markierungen im Park @ SF / Anne Zeuner

Sogenannte „Platzanweiser“ (Foto) geben auf der Längsachse an, wo im Haus man sich befunden hätte. Der Eiserne Vorhang wird durch einen 24 Meter langen Bretterstapel verortet, der die Besucher wie eine Bank zum Verweilen einlädt. „Wir wollten die Ausmaße und Dimensionen dieses Gebäudes zeigen und darstellen, welche Auswirkungen der Bau letztendlich auf das Parkgelände hier gehabt hätte“, sagt Hermann Schnöll.Das Projekt arbeitet mit Elementen der Baustelleneinrichtung, beispielsweise Vermessungspflöcken für das erste Einmessen des Gebäudeumrisses“, ergänzt Maria Flöckner. Es habe damals noch eine Grundsteinlegung gegeben, Gelder wurden gesammelt, aber die Inflation habe letztlich dazu geführt, dass das Projekt nicht umgesetzt werden konnte. Die gelben Platzanweiser führen nicht nur durch den südlichsten Teil des Hellbrunner Parks, sie ragen hinein bis ins heutige Nashorngehege des Hellbrunner Zoos. Wo heute Nashörner, Gazellen und Zebras leben, hätten sich der Eingang und das Foyer des Festspielhauses befunden,.

 Feentempel auf dem Kapuzinerberg / hier : die Markierungen im Park @ SF / Lukas Pilz

Feentempel auf dem Kapuzinerberg / hier : die Markierungen im Park @ SF / Lukas Pilz

Ausgangspunkt der Intervention von Werner Feiersinger ist das Gipsmodell für das – in ein größenwahnsinniges Gauforum integriertes – Festspielhaus von Architekt Otto Reitter aus der Sammlung des Salzburg Museum, das den vorletzten Projektstand 1942 zeigt. Adolf Hitler hatte 1942 bei der projektierten Gauanlage auf dem Salzburger Kapuzinerberg entschieden, dass eine neue Lage für das Festspielhaus zu erarbeiten sei. So sollte dieses seinen Platz gegenüber dem von Architekt Otto Strohmayr entworfenen Gauhaus auf dem südöstlichen Abschluss des massiven Verbauungskomplexes bekommen. Otto Reitter richtete die Gebäudeachse auf die Festung Hohensalzburg aus, um damit die Präsenz der NS-Diktatur im Stadtbild zu erhöhen. „Ich wollte diesem gigantomanischen Entwurf ein möglichst kleines Modell entgegensetzen“, sagt Werner Feiersinger. Mit dieser bewusst einfachen und reduzierten Arbeit habe er die kritische Auseinandersetzung mit dem Projekt ausdrücken wollen, um der Falle einer Legitimierung aus dem Weg zu gehen. Der Tisch gebe dem Modell die entsprechende Bühne und lade gleichzeitig Besucher zum Verweilen ein. Die Oberflächengestaltung spiele eine große Rolle in seiner Arbeit, sagt der Künstler. Nichts sei glatt und perfekt, er spricht von einer Orangenhaut, an der auch im Laufe der Zeit die Natur anhaften darf.

„Ich wollte meine Arbeit nicht am markantesten Punkt präsentieren“, sagt Werner Feiersinger. „Ich war öfter hier oben am Kapuzinerberg, ehe ich die für mich passende Stelle entscheiden konnte.“ Ein permanentes Ausprobieren, ein Vor und Zurück, so beschreibt er seine Arbeitsweise. Sowohl die Frage, wo der Tisch situiert sein solle als auch die Frage, wo auf dem Tisch das Modell stehen solle, habe er nicht mit intellektuellen Überlegungen beantwortet, sondern durch fortwährendes Ausprobieren. Er habe eine Arbeit schaffen wollen, die gleichzeitig kritisch ist, aber dennoch anziehend wirkt, eine offene Arbeit, die verschiedene intuitive Zugänge ermögliche.

Salzburger Feentempel hier : im Mirabellgarten_isa-rosenberger @ SF / Anne-Zeuner

Salzburger Feentempel hier : im Mirabellgarten_isa-rosenberger @ SF / Anne-Zeuner

Der Entwurf für die künstlerische Intervention am Rosenhügel im Mirabellgarten greift Clemens Holzmeisters Überlegungen zur Einheit von Bühne und Zuschauerraum und zur Überwindung der Grenze zwischen Natur und Architektur auf. Mit ihrem dreiteiligen, gold lackierten Portalrahmen abstrahiert die Künstlerin Isa Rosenberger die Umrisse jener HinterbühnenPortale, die Holzmeister für ein Festspielhaus am Rosenhügel geplant hat: Der Blick über den Mirabellgarten und auf die Festung Hohensalzburg wird „gerahmt“. Die Stadt wird damit selbst zur Bühne, so wie es sich Festspielgründer Max Reinhardt immer gewünscht hat.

Der Rosenhügel hätte für den Bau abgetragen werden müssen. Isa Rosenberger berechnet diesen Faktor in ihr Kunstwerk mit ein: Ihr Rahmen ist 19,5 Meter breit und 7,5 Meter hoch, der Holzmeister-Bau wäre 9,5 Meter hoch geworden (also minus die 2 Meter des Rosenhügels). Der Firma Stahlbau Ziegler, langjähriger Partner der Salzburger Festspiele, ist es zu verdanken, dass der Portalrahmen nun in den Originaldimensionen (entsprechend dem geplanten Bau von Holzmeister) realisiert werden konnte. Das Festspielhaus von Holzmeister wäre nur 10 Meter vom Schloss Mirabell entfernt gewesen; vom Portalrahmen aus hätte sich der Bau 110 Meter nach hinten bis zur Auerspergstraße hin erstreckt. „Der Portalrahmen soll eine Einladung an die Besucher zur Selbstinszenierung sein“, sagt die Künstlerin. Die Position habe sie so gewählt, dass das klassische Salzburg-Bild geframed wird. Sie hoffe dadurch verschiedene Sichtweisen auf die Stadt möglich zu machen.

—| IOCO Aktuell Salzburger Festspiele |—

Halfing, Immling Festival, Konzerte im Abendrot,17.07. – 02.08.2020

Juli 2, 2020 by  
Filed under Immling-Festival, Pressemeldung, Spielpläne

Immling Festival

Immling Festival / Immlinger Konzerte im Abendrot © Immling Festival / Christine Unterseer

Immling Festival / Immlinger Konzerte im Abendrot © Immling Festival / Christine Unterseer

„Ohne Musik wäre das Leben Irrtum“ – Immlinger Konzerte im Abendrot

Friedrich Nietzsches Satz „Ohne Musik wäre das Leben Irrtum“ hat sich gerade in Corona Zeiten als prägend erwiesen – auch wenn gemeinsames Musizieren nicht mehr möglich war: Musik erklang online über veröffentlichte Konzertaufnahmen, Live-Streams und von italienischen Balkonen. Die Sehnsucht nach Musik war auch bei den Gästen des Immling Festivals ungebrochen.

Das Immling Festival hatte Ende April bekannt gegeben, die Festspielsaison mit den Operneigenproduktionen und verschieden Orchesterkonzerten auf das nächste Jahr zu verschieben. Das Team rund um den Intendanten Ludwig Baumann möchte den Sommer dennoch nicht stumm ‚verklingen lassen‘. Unter Rücksichtnahme aller geltenden Bestimmungen sollen nun ab dem 17. Juli Abende zum Träumen geschaffen werden. Von Klassikern wie Beethoven hin zu temperamentvollen Melodien der Spanischen Nacht: Das Festival meldet sich mit einem vielseitigen Programm aus der Zwangspause zurück. Mit den ‚Immlinger Konzerten im Abendrot‘ gilt es, die Rückkehr der Musik und der Kultur zu feiern. Die 11 Veranstaltungen der Reihe bieten eine musikalische Reise von Wien über Spanien bis nach Napoli, von Beethoven über Flamenco bis Jazz und durch die 20er bis 40er Jahre.

Festspielhaus Gut Immling © Nicole Richter

Festspielhaus Gut Immling © Nicole Richter

„Wir freuen uns auf die namhaften internationalen und regionalen KünstlerInnen und Kulturinstitutionen, die bei uns gastieren werden.“, so musikalische Leiterin Cornelia von Kerssenbrock. Zu Gast sind unter anderem Hans Berger mit seinem Ensemble, wie auch der Kulturverein Rosenheim mit den Musikern Dieter Lallinger und Wen-Sinn Yang und das international renommierte Vokalensemble Singer Pur. Kinder und Familien entführt das Theater Herwegh mit dem Stück „RabenSchaben“ in die zauberhafte Welt der Fabeln. Auch Kultabende wie der Wiener Operettenabend, der Liederabend und die Operngala „Nessun dorma! – Keiner schlafe!“ werden mit den internationalen SolistInnen des Immling Festivals dargeboten.

Die Piazza vor dem Festspielhaus mit ihrem traumhaften Blumengarten war schon in früheren Festspielen Schauplatz von Open-Air Veranstaltungen. Sie bietet ausreichend Platz um alle Sicherheitsabstände zu wahren und liefert zudem noch eine eindrucksvolle Kulisse durch den atemberaubenden Immlinger Sonnenuntergang. Bei schlechtem Wetter bietet das Festspielhaus genügend Raum, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.

„Dieses Programm ist nicht nur für uns und unsere Künstler die Möglichkeit, endlich wieder Musik zu machen. In erster Linie ist es für unsere Gäste, Freunde und Unterstützer. Ein musikalisches Dankeschön an alle, die uns in dieser schwierigen Zeit unterstützt haben.“, betont Cornelia von Kerssenbrock. „Diese Konzerte sind unsere Art, all diesen Menschen etwas zurück zu geben.“

Immling Festival / Immling Impressionen © Christine Unterseer

Immling Festival / Immling Impressionen © Christine Unterseer


Spielplan


Der Ticketverkauf für diese Konzertreihe findet auf Grund vorgeschriebener personalisierter Tickets ausschließlich über das Immling Festival Ticketbüro statt. Sie erreichen dieses täglich von 9 Uhr bis 12 Uhr telefonisch unter 08055/90 34 0 oder per E-Mail: tickets@immling.de.


Fr. 17.7. I 19.30 Uhr
Freunde, das Leben ist lebenswert
Operettenzauber und Wiener Melodien
A 36,- € I B 29,- €


Sa. 18.7. I 19.30 Uhr
La Vida Loca – Spanische Nacht
Mit Ricardo Volkert & Ensemble
A 36,- € I B 29,- €


So. 19.7. I 11.00 Uhr
RabenSchaben
Kinder- und Familientheater Herwegh
Erw. 12,- € I Ki. 8,- €


So. 19.7. I 19.30 Uhr
Du bist mir so unendlich lieb
Schumann Liederabend und Lesung
A 36,-  € I B 29,- €


Fr. 24.7. I 19.30 Uhr
Melodie ist das sinnliche Leben der Poesie
Beethoven Sonaten mit Dieter Lallinger und Wen-Sinn Yang
A 36,- € I B 29,- €


Sa. 25.7. I 19.30 Uhr
Fields of Gold
Mit dem Vokalensemble Singer Pur
A 36,- € I B 29,- €


So. 26.7. I 19.30 Uhr
Kann denn Liebe Sünde sein?
Mit Katja Ritter und Ensemble
A 29,- € I B 22,- €


Fr. 31.7. I 19.30 Uhr
Das Beste der Musik steht nicht in Noten
Moser Trio – Von Beethoven bis Birdland
A 36,- € I B 29,- €


So. 2.8. I 11.00 Uhr
Almsommer
Bay. Frühschoppen mit Hans Berger & Ensemble
A 29,- € I B 22,- €


Sa. 1.8. und So. 2.8. I 19.30 Uhr
Nessun Dorma!- Keiner schlafe!
Operngala
A 49,- € I B 36,- €

—| Pressemeldung Immling Festival |—

Bayreuth, Bayreuther Festspiele, Aktuelles – Festspiele – Katharina Wagner, IOCO Aktuell, 01.05.2020

Festspielhaus Bayreuth © IOCO

Festspielhaus Bayreuth © IOCO

Bayreuther Festspiele – Aktuelles – Festspielzeiten 2020 / 2021

Sorgen um Katharina Wagner

von Viktor Jarosch

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Richard Wagner Bayreuth © IOCO

Ende März 2020 erklärten die Bayreuther Festspiele in einer Mitteilung, dass angesichts der Corona Krise die Festspiele 2020 abgesagt werden müssen:

„Angesichts der bereits jetzt eingetretenen  Auswirkungen der Corona Krise auf dem Betrieb der Bayreuther Festspiele GmbH bedauern Geschäftsführer und Gesellschafter der Bayreuther Festspiele GmbH, daß die Bayreuther Festspiele im kommenden Sommer 2020 ausgesetzt werden müssen. Dadurch müssen die nachfolgenden Festspieljahrgänge umdisponiert werden. In der Saison 2021 werden neben der vorgesehenen  Neuproduktion Der fliegende Holländer  die Wiederaufnahmen Tannhäuser  und  der Sängerkrieg auf der Wartburg, Lohengrin und drei konzertante Aufführungen der Walküre  auf dem Spielplan stehen. Die für diese Saison geplante Neuproduktion Der Ring des Nibelungen kann aus Gründen der Probenplanung voraussichtlich erst im Jahr 2022 Premiere feiern.

Grundsätzlich bleiben die bereits für 2020 gekauften Karten  für die Festspiele 2022 gültig. Zur Klärung der Modalitäten bezüglich konkreter Termine wird das Kartenbüro in den kommenden Wochen alle Kartenkäufer der Festspiele 2020 kontaktieren.

Bayern Kunstminister Bernd Sibler betont hierzu: „Als begeisterter Anhänger der Bayreuther Festspiele und der ausdrucksstarken Musik Richard Wagners bedauere ich es sehr, daß wir in dieser Jahr nicht mehr in den Genuss der Aufführungen auf dem Grünen Hügel kommen. Für das kulturelle Leben ist der Ausfall ein herber Verlust. Die lange Festspieltradition hat im bayerischen Kulturstaat einen hohen Stellenwert.“.

Bayreuth / Festspiele Bayreuth - Katharina Wagner © Matthias Balk

Bayreuth / Festspiele Bayreuth – Katharina Wagner © Matthias Balk

 2020 – Ein schlechtes Jahr für Katharina Wagner

Das Jahr 2020 trifft Katharina Wagner zusätzlich zum Ausfall der Festspiele sehr hart:   Am 19. März 2020 sollte am Gran Teatro del Liceu im Barcelona die Premiere der von ihr inszenierten Lohengrin – Produktion stattfinden: die geplante Besetzung: Klaus Florian Vogt als Lohengrin, Günther Groissböck als Heinrich der Vogler, Erin Wall als Elsa von Brabant; Evelyn Herlitzius als Ortrud   IOCO-Korrespondent  Dr. Julian Führer wäre ebenfalls zur Premiere in Barcelona gewesen: Katharina Wagner hatte Julian Führer / IOCO, auch aufgrund der Besprechung ihrer Tristan und Isolde Inszenierung in Bayreuth, link HIER, persönlich nach Barcelona eingeladen. Wegen der  Ausbreitung des Corona Virus in Spanien wurde die  Lohengrin – Premiere  abgesagt; der IOCO Besuch fiel damit leider ebenfalls aus .

Bayreuther Festspiele 2017 – hier die lebensfrohe Eröffnung mit viel Prominenz
youtube Trailer Bayreuther Festspiele
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Ende April 2020 kommt vom Grünen Hügel eine weitere schlechte Nachricht: Katharina Wagner, 42, ist längerfristig erkrankt (nicht am Corona-Virus) und zurzeit nicht geschäftsfähig. Wann sie ihre Arbeit wieder aufnimmt,  kann  zurzeit ebenfalls nicht gesagt werden.  Die Tochter von Wolfgang Wagner (1919 – 2010) und  Urenkelin Richard Wagners (1813-1883)  leitet die Bayreuther Festspiele seit 2015; der Vertrag mit ihr wurde 2019 bis 2025 verlängert.

Der Betrieb der Bayreuther Festspiele wird zurzeit neben Holger von Berg auch von Heinz-Dieter Sense geleitet. Sense, 81, wurde vom Verwaltungsrat und der Gesellschafterversammlung zum weiteren Geschäftsführer der Bayreuther Festspiele bestellt; er vertritt Katharina Wagner kommissarisch. Sense ist mit dem Grünen Hügel und seinen Gepflogenheiten seit Jahren bestens vertraut.

So wünschen auch  IOCO und alle Kollegen hier und heute Katharina Wagner wie den Bayreuther Festspielen von ganzem Herzen baldige Genesung.

—| IOCO Aktuell Bayreuther Festspiele |—

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