Wien, Wiener Staatsoper, Fidelio – In der Urfassung, 01.02.2020

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

 FIDELIO –  Ludwig van Beethoven
In der Urfassung  – LEONORE

PREMIERE 1. FEBRUAR 2020

Anlässlich des 250. Geburtstags Ludwig van Beethovens kommt im Haus am Ring am Samstag, 1. Februar 2020 erstmals die Urfassung von Fidelio (Leonore) in einer Neuproduktion auf die Bühne.

Die einzige Oper des „Jahresregenten“ erlebte (unter wechselnden Titeln) gleich dreimal eine Uraufführung: Die erste Fassung wurde 1805 im Theater an der Wien gegeben, die zweite rund ein Jahr später und die dritte 1814 an der Hofoper im Kärntnertortheater: die Version, die seit jeher im Haus am Ring gespielt wird – unter anderem auch bei der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper nach dem 2. Weltkrieg im November 1955. Nicht nur formale Änderungen prägen die Überarbeitungen Beethovens, sondern auch musikalisch wie inhaltlich durchlief Fidelio eine umfassende Revision durch Straffungen, Kürzungen und Umstellungen.

Ludwig van Beethoven © IOCO

Ludwig van Beethoven © IOCO

Die derzeit aktuelle Produktion der letzten Fassung (Inszenierung: Otto Schenk) ist seit 1970 im Repertoire. Ergänzend dazu wird nun die Urversion des Werks zur Staatsopern-Premiere gebracht. Das Haus am Ring bietet damit die seltene und außergewöhnliche Möglichkeit, gleich zwei Fassungen in einer Spielzeit zu erleben (Otto Schenks Inszenierung von Fidelio ist wieder im April/Mai 2020 zu sehen).

Zum Leading Team

Musikalisch geleitet wird die Neuproduktion von Tomáš Netopil. Der tschechische Dirigent war von 2008 bis 2012 Musikdirektor des Prager Nationaltheaters und Ständetheaters, ist seit 2013 Generalmusikdirektor des Aalto Theaters und der Philharmonie Essen und gastierte u. a. an der Deutschen Oper Berlin, der Semperoper, der Bayerischen Staatsoper, der Hamburgischen Staatsoper, in Paris, Antwerpen, Valencia, Venedig, bei den Salzburger Festspielen und am Opernhaus Zürich. Er debütierte 2014 mit Rusalka an der Wiener Staatsoper und dirigierte hier in weiterer Folge noch Repertoirevorstellungen von Das schlaue Füchslein, Così fan tutte, Kátja Kabanová und Idomeneo sowie die Premiere von Der Freischütz (2018).

Mit Fidelio Urfassung (Leonore) präsentiert die deutsche Regisseurin Amélie Niermeyer erstmals eine Arbeit im Haus am Ring. Ihre bisherige Laufbahn führte sie bisher u. a. an das Münchner Residenztheater, wo sie mit 23 Jahren ihre Regiekarriere startete und später als Hausregisseurin zurückkehrte; an das Schauspiel Frankfurt (als Oberspielleiterin), das Theater Freiburg (Generalintendantin von 2001 bis 2005), an das Düsseldorfer Schauspielhaus (Generalintendantin von 2006 bis 2011). Opern- und Schauspielproduktionen schuf sie bisher u. a. am Thalia Theater Hamburg, am Deutschen Theater Berlin, in Basel, Los Angeles, die Deutsche Oper am Rhein, in Salzburg, an der Bayerischen Staatsoper München, am Theater an der Wien und an der Staatsoper Hamburg. Seit 2011 ist sie zudem Regieprofessorin am Mozarteium Salzburg und leitet dort den Studiengang für Schauspiel und Regie.

Das Bühnenbild stammt von Alexander Müller-Elmau, der mit der Fidelio Urfassung sein Debüt im Haus am Ring gibt und den mit Regisseurin Amélie Niermeyer eine enge Zusammenarbeit verbindet. Der vielseitige deutsche Künstler begann seine Karriere als Bühnenbild- und Regieassistent, arbeitete als Bühnen- und Kostümbildner (u. a. Residenztheater München, Staatstheater Stuttgart, Thalia Theater Hamburg, Deutsches Theater Berlin, Theater in der Josefstadt) und inszeniert seit 2003 auch selbst. Als Dramatiker schuf er mehrere Bühnenwerke.

Die Kostüme kreierte die belgische Kostüm- und Bühnenbildnerin Annelies Vanlaere, die mit der Premiere ebenfalls erstmals ihre Arbeit an der Wiener Staatsoper präsentiert. Bisherige Stationen ihrer Karriere umfassten u. a. Engagements als Kostümassistentin am Thalia Theater Hamburg sowie Kostüm- und Bühnenbilder u. a. am Staatstheater Stuttgart, am Thalia Theater Hamburg, in Graz, Amsterdam, Köln, Berlin, Basel und München.

Für das Lichtdesign zeichnet Gerrit Jurda verantwortlich (bisherige Arbeit im Haus am Ring: Samson et Dalila, 2018), für die Choreographie Thomas Wilhelm (Choreographie für die Staatsopern-Produktion von Alceste, 2012), Produktionsdramaturgin ist Yvonne Gebauer).

Die Besetzung

Am Premierenabend geben alle Sängerinnen und Sänger ihr Staatsopern-Rollendebüt in der Urfassung von Fidelio (Leonore); zwei Solistinnen stellen sich mit der Neuproduktion dem Publikum des Hauses am Ring vor:

Als Leonore gibt die irische Sopranistin Jennifer Davis ihr Debüt an der Wiener Staatsoper und gleichzeitig ihr weltweites Debüt in dieser Partie. Erste Auftritte führten die Sängerin bald an das Londoner Royal Opera House, wo sie u. a. Adina (L’elisir d’amore) und Gretel (Hänsel und Gretel) verkörperte und 2018 ihr Rollendebüt als Elsa (Lohengrin) gab – eine Partie, die sie auch an der Opera Vlaanderen und in Stuttgart gestaltete. Weiters gastierte sie u. a. als Donna Anna (Don Giovanni) an der Opera North und als Pamina (Die Zauberflöte) an der Irish Opera; künftige Projekte umfassen u. a. Contessa d’Almaviva (Le nozze di Figaro) an der San Francisco Opera, Elsa an der Opera Australia, in Lissabon und Berlin.

In Amélie Niermeyers Produktion steht neben der Leonore auch die Figur „Leonore – die Schauspielerin“ auf der Bühne. In dieser Rolle gibt die deutsche Film- und Theaterschauspielerin Katrin Röver ihr Debüt an der Wiener Staatsoper.

Den Florestan verkörpert Benjamin Bruns – der gefragte deutsche Tenor ist seit 2010 Ensemblemitglied der Wiener Staatsoper und gastierte zuletzt als Lohengrin in Salzburg. Im Haus am Ring sang er bisher zahlreiche Partien wie Tito (La clemenza di Tito), Tamino (Die Zauberflöte), Don Ottavio (Don Giovanni), Ferrando (Così fan tutte), Matteo (Arabella), Conte d’Almaviva (Il barbiere di Siviglia), Don Ramiro (La cenerentola), Camille Desmoulins (Dantons Tod), darunter mehrere Premierenproduktionen.

Als Rocco ist KS Falk Struckmann zu erleben. Der deutsche Bassbariton zählt zu den bedeutendsten Sängern seines Fachs. Dem Staatsopernpublikum ist er aus unzähligen Auftritten bekannt, u. a. als Wotan/Wanderer (Der Ring des Nibelungen), Amfortas und Gurnemanz (Parsifal), Jochanaan (Salome), Scarpia (Tosca), Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg). Zu seinen bisherigen Premierenrollen im Haus am Ring zählen u. a. die Titelpartie in Der fliegende Holländer, Jago (Otello), Orest (Elektra) und Barak (Die Frau ohne Schatten).

Den Pizarro verkörpert Thomas Johannes Mayer. Die anstehende Neuproduktion ist nach der Staatsopern-Erstaufführung von Trojahns Orest in der vergangenen Spielzeit, in der der international erfolgreiche deutsche Bariton in der Titelpartie zu erleben war, die zweite Premiere im Haus am Ring. Hier sang er bisher weiters Telramund (Lohengrin), Wotan/Wanderer (Der Ring des Nibelungen) sowie Don Pizarro (Fidelio).

Staatsopern-Ensemblemitglied Samuel Hasselhorn singt den Don Fernando. Nach Die Frau ohne Schatten (als Der Einäugige) ist Fidelio/Leonore seine zweite Premiere im Haus am Ring, wo er bisher u. a. auch als Figaro (Il barbiere di Siviglia), Belcore (L’elisir d’amore), Schaunard (La Bohème) und Ottokar (Der Freischütz) zu erleben war.

Die seit ihrem Staatsopern-Debüt 2009 als Sophie (Der Rosenkavalier) dem Haus eng verbundene israelische Sopranistin Chen Reiss ist als Marzelline zu erleben. Neben u. a. Susanna (Le nozze di Figaro), Marzelline (Fidelio) und Adina (L’elisir d’amore) sang die international erfolgreiche Künstlerin im Haus am Ring bereits fünf Premieren: die Servilia (La clemenza di Tito), Pamina (Die Zauberflöte), die Titelpartie in Das schlaue Füchslein, Ilia (Idomeneo) und zuletzt Ginevra (Ariodante).

Jörg Schneider verkörpert den Jaquino. Zu den bisherigen Staatsopernpartien des beliebten österreichischen Tenors und Ensemblemitglied des Hauses am Ring zählen u. a. Tamino (Die Zauberflöte), Alfred (Die Fledermaus), Aegisth (Elektra), Jaquino sowie Narraboth und Herodes (Salome).

Es spielt das Orchester der Wiener Staatsoper und es singt der Chor der Wiener Staatsoper unter der Leitung von Thomas Lang.

Fidelio im Livestream sowie im Radio

Die Premiere am 1. Februar 2020 wird via WIENER STAATSOPER live at home weltweit in HD gestreamt (www.staatsoperlive.com) sowie live in Radio Ö1 (+ EBU) übertragen.

Auch auf arte.tv/opera wird die Premiere am 1. Februar 2020 live gestreamt – im Rahmen der Saison ARTE Opera 2019-2020 zeigt die Online-Plattform in der laufenden Spielzeit verschiedene Inszenierungen aus 23 Opernhäusern in 14 europäischen Ländern.

Regisseurin Amélie Niermeyer ist zudem am 1. Februar 2020 zu Gast im Ö1 Klassik-Treffpunkt (10.05 Uhr, live aus dem RadioCafe in Wien).

Beethoven an der Wiener Staatsoper – weitere Aktivitäten

Neben der anstehenden Staatsopern-Erstaufführung der Fidelio Urfassung (Leonore) zollt die Wiener Staatsoper Ludwig van Beethoven, wie bereits eingangs erwähnt, mit Vorstellungen der heutzutage meistgespielten dritten Fassung von Fidelio Tribut: In der Produktion von Otto Schenk (Bühnenbild: Günther Schneider-Siemssen) sind unter der musikalischen Leitung von Staatsopern-Ehrenmitglied Adam Fischer u. a. Simone Schneider als Leonore, Andreas Schager als Florestan, KS Tomasz Konieczny als Don Pizarro und Günther Groissböck als Rocco zu erleben (22., 25., 28. April, 2. Mai 2020).

Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper singen in vier Konzerten an einem Wochenende alle Lieder von Ludwig van Beethoven im Gustav Mahler-Saal des Hauses am Ring. Die Termine der Beethoven-Lieder I-IV gestalten wie folgt: 1. Februar, 11 Uhr: Stephanie Houtzeel (Mezzosopran), Rafael Fingerlos (Bariton), Jendrik Springer (Klavier), 1. Februar, 15 Uhr: Margaret Plummer (Mezzosopran), Michael Laurenz (Tenor), Annemarie Herfurth (Klavier); 2. Februar, 11 Uhr: Bryony Dwyer (Sopran), KS Herbert Lippert (Tenor), Cécile Restier (Klavier); 2. Februar, 15 Uhr: Daniela Fally (Sopran), Samuel Hasselhorn (Bariton), Kristin Okerlund (Klavier).

Außerdem widmen die Wiener Philharmoniker in der laufenden Spielzeit ihren beliebten Matineenzyklus „Kammermusik der Wiener Philharmoniker“ dem Komponisten – auch in den noch anstehenden Terminen (28. März, 18. April, 9. Mai und 13. Juni 2020) präsentieren unterschiedliche Ensembles ausschließlich Werke von Ludwig van Beethoven.

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere TRISTAN UND ISOLDE, 19.01.2020

Dezember 19, 2019 by  
Filed under Oper, Oper Frankfurt, Premieren, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Premiere
TRISTAN UND ISOLDE
Handlung in drei Aufzügen von Richard Wagner
Text vom Komponisten

nach dem Versroman Tristan (um 1210) von Gottfried von Straßburg
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle
Regie: Katharina Thoma
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Irina Bartels
Licht: Olaf Winter
Herrenchor: Tilman Michael
Dramaturgie: Mareike Wink
Tristan: Vincent Wolfsteiner
Isolde: Rachel Nicholls
König Marke: Andreas Bauer Kanabas / Falk Struckmann (Juni, Juli 2020)
Brangäne: Claudia Mahnke / Tanja Ariane Baumgartner (Juni, Juli 2020)
Kurwenal: Christoph Pohl / Simon Bailey (Juni, Juli 2020)
Melot: Iain MacNeil
Ein Hirte: Tianji Lin
Ein Steuermann: Liviu Holender

Stimme eines jungen Seemanns: Michael Porter / Michael Petruccelli (14., 23. Februar 2020)
Herrenchor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Oper Frankfurt /  Nicholls Rachel © David Shoukry

Oper Frankfurt / Nicholls Rachel © David Shoukry

Tristan und Isolde gilt als einer der Höhepunkte im Schaffen von Richard Wagner (1813-1883) und als gewaltiger Schritt in die musikalische Moderne. Etwas wie der „Tristan-Akkord“, der erst am Ende während Isoldes „Liebestod“ seine harmonische Auflösung erfährt, schien bis dahin unmöglich. Der Komponist war sich der Schwierigkeiten bewusst, die eine Realisierung seiner anspruchsvollen Handlung in drei Akten mit sich bringen würde: „Nur mittelmäßige Aufführungen können mich retten“, so schrieb er an Mathilde Wesendonck. Die Uraufführung am 10. Juni 1865 am Münchner Nationaltheater auf Befehl von König Ludwig II. wurde gleichwohl begeistert aufgenommen. Die letzte Frankfurter Inszenierung des Tristan feierte 2003 in der Regie von Christof Nel Premiere.

Oper Frankfurt /  Vincent Wolfsteiner © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Vincent Wolfsteiner © Barbara Aumüller

Zum Inhalt: Obwohl Tristan den Verlobten Isoldes im Kampf getötet hat, pflegt die irische Prinzessin den verletzten Ritter gesund, unfähig, ihre Rache zu vollziehen. Später treffen beide auf dem Schiff, das Isolde ihrem neuen Gemahl, Cornwalls König Marke, zuführen soll, erneut aufeinander. Dort lädt Isolde den Brautwerber zum Sühnetrunk, doch ihre Dienerin Brangäne vertauscht den Todes- mit einem Liebestrank, so dass beide in tiefer Leidenschaft zueinander entbrennen. In Cornwall werden sie bei einem nächtlichen Treffen von König Marke ertappt, woraufhin Tristan von einem der Männer Markes schwer verwundet wird. In seiner Burg Kareol wartet der fiebernde Tristan auf die Geliebte und stirbt noch vor ihrer Ankunft. Isolde sinkt neben seiner Leiche zusammen.

Nachdem sie hier bereits 2016/17 Flotows Martha gemeinsam herausgebracht haben, finden Frankfurts GMD Sebastian Weigle und die Regisseurin Katharina Thoma, ehemals Regieassistentin am Haus, für die Neuproduktion von Tristan und Isolde erneut zusammen. Während er auf den renommierten Opernbühnen vor allem als ausgewiesener Spezialist für die Werke Strauss’ und Wagners gilt, führten sie ihre Arbeiten neben Barbers Vanessa in Stockholm und Frankfurt u.a. nach Glyndebourne. Die Engländerin Rachel Nicholls (Isolde) gibt ihr Frankfurt-Debüt, nachdem sie die Partie zuletzt in Rom und Turin mit großem Erfolg verkörpert hat. Vincent Wolfsteiner (Tristan) zählt seit 2014/15 zum Frankfurter Ensemble, wo er u.a. als Lohengrin sowie als Siegfried im Ring des Nibelungen und Erik in Der fliegende Holländer erfolgreich war. Andreas Bauer Kanabas (König Marke) stieß 2013/14 zum Sängerstamm Frankfurts, wo er u.a. als Daland (Fliegender Holländer) und Heinrich der Vogler (Lohengrin), aber auch als Philipp II. in Verdis Don Carlo zu erleben war. Die zuletzt genannte Partie verkörpert er gerade in der aktuellen Wiederaufnahme des Werks erneut. Claudia Mahnke (Brangäne), seit 2006/07 fest in Frankfurt engagiert, sang hier u.a. Fricka und Waltraute im Ring. Regelmäßig gastiert sie in Bayreuth. Seit 2005 ist Christoph Pohl (Kurwenal) Ensemblemitglied an der Dresdner Semperoper. Dort sang er neben Wolfram im Tannhäuser u.a. auch Danilo in Lehárs Die lustige Witwe, als der er 2018/19 auch erstmals in Frankfurt gastierte. Alle weiteren Partien – auch die Alternativbesetzungen – übernehmen Angehörige des Frankfurter Ensembles und Opernstudios sowie wenige Gäste.

Premiere: Sonntag, 19. Januar 2020, um 17.00 Uhr im Opernhaus

Weitere Vorstellungen: 25. Januar, 1., 9. (15.30 Uhr), 14., 23. (15.30 Uhr), 29. Februar,
12., 20., 28. (15.30 Uhr) Juni, 2. Juli 2020

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 17.00 Uhr
Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)
Karten sind bei unseren üblichen Vorverkaufsstellen, online unter www.oper-frankfurt.de oder im telefonischen Vorverkauf 069 – 212 49 49 4 erhältlich.

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Don Carlos – Giuseppe Verdi, IOCO Kritik, 02.11.2019,

November 2, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper, Staatsoper Stuttgart

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Don Carlos – Giuseppe Verdi

Staat und Kirche vereint – gegen jede Menschlichkeit

von Peter Schlang

Größer könnten die Unterschiede kaum sein:  Als am Sonntag, dem 27. Oktober 2019 die Amazonas-Synode im Vatikan neue Wege für die Zulassung zu den Weiheämtern propagierte und somit Möglichkeiten für eine menschenfreundlichere, volksnahe Kirche aufzeigt, präsentiert die Staatoper Stuttgart in ihrer Neu-Inszenierung von  Don Carlos einen Groß-Inquisitor, dem alles Menschenfreundliche und erst recht die Nächstenliebe ein Gräuel ist. Stattdessen hat er Machterhalt und Ausübung des Gewaltmonopols um jeden Preis zu seinen einzigen Zielen gemacht und Menschenverachtung und Zynismus  zu seinen wichtigsten Werten erklärt.

Don Carlos Giuseppe Verdi
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Aber auch über dieses „katholische Thema“ hinaus bietet die von der jungen niederländischen Regisseurin  Lotte de Beer und ihrem Bühnen- und Kostümbildner Christof Hetzer verantwortete erste Stuttgarter Neu-Produktion der aktuellen Spielzeit manche Vergleichsmöglichkeit mit aktuellen Befunden und liefert aufschlussreiche psychologische,  soziologische und politische Erkenntnisse.

Lotte de Beer, Preisträgerin der International Opera Awards, und ihr Team wählten für ihren Stuttgarter Don Carlos eine fünfaktige Fassung in französischer Sprache, die sich weitgehend an der Pariser Urfassung von 1866/67 orientiert.

Im Unterschied zu anderen Aufführungen dieser Version, einer von sieben dieser wohl traurigsten und hoffnungslosesten Oper von Giuseppe Verdi, weist die Stuttgarter Produktion drei Besonderheiten auf: Eine nur in der Generalprobe zur Uraufführung gespielte Szene tritt an den Beginn des ersten Aktes – und stellt mit der darin dargestellten Flüchtlingsthematik einen weiteren Gegenwartsbezug her. Die manchmal gestrichenen Ballettmusiken, wichtiger Bestandteil der damals in Paris obligatorischen Grand Opéra,  werden in Stuttgart musiziert, allerdings nicht, wie vielleicht von manchen Opernbesuchern erwartet, klassisch  getanzt, sondern  jeweils von einer Gruppe von fünf ganz in weiß gekleideten Kindern szenisch-darstellerisch interpretiert. Verkörpern diese anfänglich noch viel kindliche Unschuld, stumpfen sie im Verlauf ihrer Auftritte gegenüber den ringsum tobenden Grausamkeiten beständig ab und passen sich so der deutlich eskalierenden Gewalt der dargestellten Gesellschaft an.

Staatsoper Stuttgart / Don Carlos - hier : Olga Busuioc als Elisabeth von Valois, Massimo Giordano als Don Carlos; vorne kniend, Christopher Sokolowski als Graf von Lerma / Ein königlicher Herold, Ensemble © Matthias Baus

Staatsoper Stuttgart / Don Carlos – hier : Olga Busuioc als Elisabeth von Valois, Massimo Giordano als Don Carlos; vorne kniend, Christopher Sokolowski als Graf von Lerma / Ein königlicher Herold, Ensemble © Matthias Baus

Die letzte dieser Ballett-Zwischen-Musiken wurde jedoch vom musikalischen Leiter dieser Produktion, dem Stuttgarter GMD Cornelius Meister, durch  die 2015 entstandene “Pussy-(r)-PolkaGerhard E. Winklers ersetzt, die nicht nur das Finale von Verdis Original-Ballettmusik zitiert, sondern, wie es schon im Titel anklingt, Bezug auf einen politisch-kulturellen Skandal in Russland nimmt. Bei diesem demonstrierten bekanntlich weibliche Mitglieder der regierungs- und kirchenkritischen Punkband Pussy Riot öffentlich und wurden dafür von Staat und Kirche abgestraft. Es sei bereits an dieser Stelle erwähnt, dass der Rezensent die Verknüpfung  des Verdischen  Originals mit der zeitgenössischen Überschreibung  sowohl musikalisch als auch inhaltlich als äußerst schlüssig und erhellend empfand. Modernes Opernregietheater darf sich solche Eingriffe durchaus erlauben, erst recht, wenn wie in Stuttgart mit einem solchen gut gemachten Kunstkniff ein interessanter und erhellender Erkenntnisgewinn und eine erweiterte Sicht auf Zusammenhänge verbunden sind.

Diese sind insgesamt an vielen Stellen der Inszenierung sehr hoch, wozu neben der schlüssigen und intensiven Zeichnung der Hauptfiguren auch das recht puristische Bühnenbild beiträgt, das wie ein Brennglas den Blick auf Charakter und Verfassung der Akteure und der von ihnen verkörperten Rollen lenkt.

In der Mitte des meist leeren, schwarzen Bühnenraums sieht man lediglich einzelne Möbelstücke oder Versatzstücke: Ein überdimensioniertes Ehebett (Im ersten Akt räkeln sich darin Don Carlos und seine zu diesem Zeitpunkt vermeintliche Braut Elisabeth; im vierten Akt teilt sich König Philipp dieses Bett mit seiner Mätresse,  Prinzessin Eboli) ein Schreibtisch, eine angedeutete Treppe und eine seltsam geformte Wolke – alle in einem für die Macht  stehenden gleißenden Weiß gehalten. Um diese sparsamen Requisiten kreist eine dunkle angewinkelte gewaltige Wand, die häufig am vorderen Bühnenrand angehalten wird, dabei das  Innen vom Außen trennend, Platz für Umbauten und Auftritte bietend, vor allem aber das Dunkle und Dämonische der verschiedenen Szenen unterstreichend. Allerdings schränkt sie an manchen Stellen auch den Bewegungsspielraum der vor ihr agierenden Sängerinnen und Sänger ein.

Staatsoper Stuttgart / Don Carlos - hier : Ksenia Dudnikova als Prinzessin Eboli, Olga Busuioc als Elisabeth von Valois © Matthias Baus

Staatsoper Stuttgart / Don Carlos – hier : Ksenia Dudnikova als Prinzessin Eboli, Olga Busuioc als Elisabeth von Valois © Matthias Baus

Der dahinter liegende Raum bietet darüber hinaus einen idealen Auftrittsrahmen für die großen Chorszenen, bei denen der gerade zum zwölften Mal als Opernchor des Jahres ausgezeichnete Stuttgarter Staatsopernchor auch unter seinem neuen Leiter Manuel Pujol seine ganze sängerische und darstellerische Ausnahmeklasse beweisen kann. Außerdem ist die leere Bühne Projektionsfläche für einige imposante „Tableau vivants“, bei denen die Regisseurin jeweils zur Szene passende Gemälde diverser Epochen der Kunstgeschichte nachstellt und zur Illustration innerer Vorgänge mit prallem Leben erfüllt.

Diese äußeren Elemente setzen zusammen mit der fast ausnahmslos schlüssigen und konsequenten Personenführung die jahrzehntelange Stuttgarter Tradition packenden Regietheaters konsequent fort und lassen trotz der wagnerschen Länge von fast vier Stunden reiner Spielzeit an keiner Stelle Langeweile oder Leere aufkommen. Dazu dürfte auch beigetragen haben, dass das Regieteam – neben den bereits erwähnten Lotte de Beer als Regisseurin  und Christoph Hetzer als Ausstatter gehört noch der für eine fantastische , szenengenaue Beleuchtung sorgende Alex Brok  dazu – Mittel und Wege verwendet, welche dem Zuschauer bekannt vorkommen, diesen aber dennoch fesseln und neugierig halten. So verortet die Regie die Handlung, wie dem aufwändig und hervorragend gemachten Programmheft zu entnehmen ist, in einem zwanzig bis dreißig Jahre vor uns liegenden „visionären Spanien“, in dem psychische Kälte, physische Gewalt und staatlicher Terror zu absolut(istisch) bestimmenden Größen geworden sind. Deren Umsetzung und Wirkung kommt uns, nicht zuletzt durch die getragene Kleidung und die eingesetzten physischen Mittel der Gewaltausübung, recht bekannt vor und erinnert uns an die zahlreichen aktuellen, von Gewalt beherrschten Assoziationsfelder rund um den Globus.

So wird In Stuttgart aus dem „anti-autoritären Polit-Thriller“ ein deprimierendes Kaleidoskop aus gegenseitigen Verletzungen, Verrat, Lüge, blindem Egoismus, skrupelloser Machtausübung und  Unterdrückung,  ja Vernichtung, des Individuums.

Und wie die katholische Kirche in Person des aalglatten und schmierigen, von Falk Struckmann bis in die Bewegung seiner Fingerspitzen als  fies, zynisch, ja dämonisch charakterisierten Großinquisitors dabei die Fäden in der Hand hält, lässt einem angesichts der vor nicht allzu langer Zeit aufgedeckten Verfehlungen zahlreicher realer  kirchlicher Würdenträger die Haare zu Berge stehen.

Wie Struckmann geben auch die Darsteller der anderen sechs Hauptrollen wie der vier eher kleineren Nebenrollen an diesem Abend nicht nur alle ihr Rollendebüt, sondern sicht- und hörbar auch ihr Bestes.

Don Carlos die Darsteller beschreiben die Musik der Oper
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Dass dieses, wie im Falle des Don-Carlos-Darstellers, nicht immer zur vollen Zufriedenheit des Premierenpublikums möglich war, mag neben einer gewissen Nervosität und Unerfahrenheit  auch dem Regiekonzept geschuldet sein. Dieses entwirft für Don Carlos das pathologische Grundprofil eines spät-pubertierendem, unreifen, ohne Mutterliebe und vom Vater kaum als Individuum wahrgenommenen jungen Mannes, der zudem stark autistische Züge aufweist und sichtbar kaum kommunikations- und bindungsfähig ist. Zudem wird er von manchen Obsessionen beherrscht, was ihm seinen Kampf um Freiheit und Selbstverwirklichung nicht gerade erleichtert. Dem stimmlich erst im Verlauf des zweiten Aktes zu sich findenden Massimo Giordano als Don Carlos fällt die schauspielerische Umsetzung dieser Charakteranforderungen an manchen Stellen etwas schwer, was selbst noch beim Applaus an etwas unbeholfenen, eher kindischen Gesten zu bemerken ist. Dabei ist dem Sänger sicherlich zu Gute zu halten, dass er zumindest darstellerisch die mit Abstand anspruchsvollste Rolle der ganzen Oper auszufüllen hat.

Etwas leichter haben es da die anderen Darstellerinnen und Darsteller, und sie machen es erfreulicherweise auch deutlich besser. Dies gilt zunächst  für Goran Juric, der seinem Philipp II mit schön gefärbtem Bass viel Abgründig-Dämonisches, aber auch etwas opferhaft-Verletztes verleiht, genauso aber für den famosen Bariton Björn Bürger als Marquis von Posa, der dessen mehrfache Verwandlungsakte äußerst glaubhaft und souverän auf die Bühne bringt und mit seinem jugendlichen Timbre in allen Registern zu überzeugen vermag. Der famose, alle Fäden des teuflischen sicher webende Großinquisitor Frank Struckmanns wurde ja an anderer Stelle schon ausführlich gewürdigt, und es würde zu weit führen, alle seine bis ins Detail sicher beherrschten darstellerischen Kabinettstückchen einzeln zu beschreiben.

 Staatsoper Stuttgart / Don Carlos - hier : Christopher Sokolowski als Graf von Lerma / Ein königlicher Herold und der Staatsopernchor Stuttgart© Matthias Baus

Staatsoper Stuttgart / Don Carlos – hier : Christopher Sokolowski als Graf von Lerma / Ein königlicher Herold und der Staatsopernchor Stuttgart© Matthias Baus

Die Prinzessin Eboli der Ksenia Dudnikova besticht durch einen dramatisch-energischen Mezzo-Sopran, der sowohl in der Tiefe wie in den Höhen samtig, aber kraftvoll und äußerst biegsam klingt und  dem Charakter dieser ja ebenfalls sehr gespaltenen Figur  jederzeit beredt Ausdruck verleiht.

Die absolute Spitzenleistung in diesem ja ausnahmslos aus hauseigenen Kräften zusammengestellten  Solistenensemble  vollbringt  an diesem Abend die junge, aus Moldavien stammende und seit der letzten Spielzeit zum Stuttgarter Ensemble gehörende Sopranistin Olga Busuioc. Mit großer  Zartheit, Verletzlichkeit und einer gewissen Unschuld verleiht sie ihrer Elisabeth das von Libretto und Geschichtsschreibung vermutete jugendliche Alter, dabei mit klarem, fein geführten, streckenweise geradezu schwerelos wirkendem Sopran jederzeit überzeugend – eine wahre (Welt-) Klasseleistung!.

Den ganzen langen Abend über sicherer Garant bzw. Ermöglicher dieser und anderer Stimmfreuden ist das Staatsorchester Stuttgart,  das  unter der Hand seines Chefdirigenten Cornelius Meister hörbar an Strahlkraft und Klang-Opulenz gewonnen hat. Dass die Musikerinnen und Musiker – in geänderter Aufstellung im proppenvollen Orchestergraben sitzend – ihren singenden Kolleginnen und Kollegen auf der Bühne bis auf ganz wenige etwas zu laut geratene Stellen ein verlässlicher, einfühlsamer Begleiter sind, mag auch an der erhöhten Position Maestro Meisters liegen, der so jederzeit den vollen Überblick behält. Wer ihn besser kennt,  kann sich gut vorstellen, wie er dabei das ihm anvertraute musikalische Personal auch mit seinem freundlichen Lächeln und anderer feiner Mimik durch den Abend führt.

Allerdings soll diese Würdigung nicht darüber hinwegtäuschen, dass der neue Stuttgarter  Don Carlos ein Unterfangen ist, das sowohl den Mitwirkenden als auch den Zuschauenden einiges abverlangt und thematisch inhaltlich kein Wohlfühlabend ist.

Dafür gibt einem das Gesehene und Gehörte manche Denkaufgabe und erfüllt so eine wichtige Aufgabe zeitgemäßer Opernregie. Manche Besucher fühlten sich dadurch vielleicht überfordert oder auch enttäuscht, was die doch recht kräftigen Buhrufe für das Regieteam  erklären könnte, die sich hörbar unter den freilich deutlich stärkeren Premierenjubel mischten.

Don Carlos an der Staatsoper Stuttgart; weitere Vorstellungen am 1. 3., 8. und 10. November 2019 und – in einer zweiten Aufführungsserie –  am 15., 21., 26. März sowie am 18. April 2020

—| PIOCO Kritik Staatsoper Stuttgart |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, PREMIERE Don Carlos, 27.10.2019

September 26, 2019 by  
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Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

PREMIERE Don Carlos Giuseppe Verdi

Sonntag, 27. Oktober 2019, 17 Uhr

Weitere Vorstellungen
01. / 03. / 08. / 10. November 2019
15. / 21. / 26. März 2020
18. April 2020

Der Kampf um Macht und Einfluss

Verdis Don Carlos feiert Premiere im Stuttgarter Opernhaus

Generalmusikdirektor Cornelius Meister dirigiert; Lotte de Beer inszeniert; Bühne und Kostüme von Christof Hetzer

Am Sonntag, 27. Oktober 2019, eröffnet die Staatsoper Stuttgart um 17 Uhr den Premierenreigen der Saison mit Giuseppe Verdis Don Carlos. Generalmusikdirektor Cornelius Meister dirigiert, Regie führt Lotte de Beer. Die Preisträgerin der „International Opera Awards“ inszenierte bereits u. a. am Theater an der Wien, an De Nationale Opera Amsterdam und an der Israeli Opera Tel Aviv. Die Ausstattung entwirft Christof Hetzer, regelmäßiger künstlerischer Partner der Regisseurin.

An der Staatsoper Stuttgart ist die erstmals 1886 in Modena gezeigte, vom Komponisten revidierte fünfaktige Fassung in französischer Sprache zu hören. Generalmusikdirektor Cornelius Meister dazu: „Die große Anzahl an existierenden Fassungen von Verdis Don Carlos erfordert eine intensive Auseinandersetzung mit den höchst unterschiedlichen Versionen des Werks. Letztlich haben wir uns für die Sprache der Uraufführung entschieden: Verdis Musik im Don Carlos ist meiner Ansicht nach deutlich auf die französische Sprache hin komponiert.“ Die Neuproduktion der Staatsoper Stuttgart beinhaltet dabei auch eine selten gespielte Szene aus der Pariser Urfassung des Don Carlos von 1866/67 und eine „Stuttgarter Fassung“ der Ballett-Suite mit einer zeitgenössischen Übermalung durch den österreichischen Komponisten Gerhard E. Winkler.

Lotte de Beer verlagert das Geschehen in eine nahe Zukunft. Verschiedene Konflikte und Krisen haben den Planeten verändert, es herrscht politisch-ideologischer Ausnahmezustand. Vor diesem Hintergrund inszeniert sie Verdis Meisterwerk nach Friedrich Schillers Drama Don Karlos, Infant von Spanien, als einen Kampf zwischen Masse und Individuum um die Entscheidungsgewalt. „Ich bin überzeugt davon, dass wir Menschen in unserer Machart außerstande sind, mit dieser Macht umzugehen“, so die Regisseurin.

In der Titelpartie kehrt Massimo Giordano an die Staatsoper Stuttgart zurück. Hier war er in der vergangenen Saison u. a. an der Seite von Catherine Naglestad als Cavaradossi in Puccinis Tosca zu erleben. Erneut zu Gast ist auch Falk Struckmann, der 2018 im ehemaligen Paketpostamt als Herzog Blaubart sein Stuttgart-Debüt gab. In Don Carlos singt er die Rolle des Großinquisitors. Die weiteren zentralen Partien verkörpern die Ensemblemitglieder Björn Bürger (Marquis von Posa), Olga Busuioc (Elisabeth von Valois), Goran Juri? (Philipp II.) sowie der soeben zum zwölften Mal zum „Opernchor des Jahres“ gekürte Staatsopernchor Stuttgart.

Musikalische Leitung Cornelius Meister

Regie Lotte de Beer
Bühne & Kostüme Christof Hetzer
Licht Alex Brok
Chor Manuel Pujol
Dramaturgie Franz-Erdmann Meyer-Herder, Peter Te Nuyl
Philipp II. Goran Juri?
Don Carlos Massimo Giordano
Marquis von Posa Björn Bürger
Der Großinquisitor Falk Struckmann
Ein Mönch Michael Nagl
Elisabeth von Valois Olga Busuioc
Prinzessin Eboli Ksenia Dudnikova
Thibault, Page Elisabeths Carina Schmieger*
Eine Stimme vom Himmel Claudia Muschio*
Graf von Lerma Christopher Sokolowski*
*Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Staatsoper Stuttgart
Staatsopernchor Stuttgart
Staatsorchester Stuttgart

Begleitveranstaltungen

Einführungsmatinee
Sonntag, 20. Oktober 2019, 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang
Das Produktionsteam gibt Einblicke in die Konzeption der Neuinszenierung.

Einführungen
Eine Einführung vor jeder Vorstellung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang, statt.

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

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