Duisburg, Deutsche Oper am Rhein, Geisterritter – Jugendoper, 19.06.2019

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

 Geisterritter – Jugendoper von James Reynolds

Geisterritter hat am Mittwoch, 19. Juni, 11.00 Uhr Premiere im Theater Duisburg. „Wir sind sehr froh, die neue Familienoper nach dem großen Wasserschaden wie geplant im Theater Duisburg realisieren zu können“, sagt Generalintendant Christoph Meyer.

Deutsche Oper am Rhein / GEISTERRITTER - OPER VON JAMES REYNOLDS Uraufführung im Theater Bonn - David Fischer (Jon Whitcroft), Martin Tzonev (Mr. Rifkin), Ensemble © Thilo Beu

Deutsche Oper am Rhein / GEISTERRITTER – OPER VON JAMES REYNOLDS
Uraufführung im Theater Bonn – David Fischer (Jon Whitcroft), Martin Tzonev (Mr. Rifkin), Ensemble © Thilo Beu

Die Jugendoper von James Reynolds ist die erste nach einem Kinderbuch von Cornelia Funke. Für die  Kooperation Junge Opern Rhein Ruhr autorisierte sie die Vertonung ihres 2011 erschienenen Beststellers. Erik Petersen hat Geisterritter als großformatiges Bühnenwerk inszeniert, das im Dezember 2017 am Theater Bonn uraufgeführt wurde. Unter der musikalischen Leitung von Patrick Francis Chestnut kommt es am 19. Juni zur Premiere im Theater Duisburg, bevor es in den folgenden Spielzeiten auch im Opernhaus Düssel­dorf und im Theater Dortmund zu erleben ist.

Die Geschichte, empfohlen ab 10 Jahren, ist zum Gruseln: Kaum ist Jon Whitcroft unfreiwillig in ein alt­ehrwürdiges Internat in Salisbury eingezogen, trachtet ihm dort der Geist von Lord Stourton nach dem Leben. Seine Mitschüler, die den Geist nicht sehen können, halten ihn für verrückt, nur seine Klassenkamera­din Ella glaubt ihm. Gemeinsam mit Ellas eigenwilliger Großmutter Zelda und der zum Leben erwachten Statue des Ritters William Longspee nimmt Jon den Kampf mit seinem untoten Gegner auf …

Geisterritter,  Oper von  James Reynolds  nach dem Roman von Cornelia Funke. Auftragskomposition mit einem Libretto von Christoph Klimke. In deutscher Sprache mit Übertiteln. Dauer ca. 2 Stunden, eine Pause. Empfohlen ab 10 Jahren.

Musikalische Leitung: Patrick Francis Chestnut, Inszenierung: Erik Petersen, Bühne: fettFilm, Kostüme: Kristopher Kempf, Licht: Thomas Roscher, Choreographie: Yara, Hassan, Chorleitung: Patrick Francis Chestnut, Kinderchorleitung: Sabina López Miguez

Jon Whitcroft: David Fischer / Cornel Frey, Ella Littlejohn: Monika Rydz / Anke Krabbe, Zelda Littlejohn: Karina Repova, William Longspee: David Jerusalem, Lord Stourton: Bernhard Landauer, Mr. Rifkin: Rolf A. Schneider, Angus: Dmitri Vargin, Stu: Luis Fernando Piedra, Ela Longspee: Lisa Griffith, Aleister Jindrich: Johannes Preißinger, Edward Popplewell: Peter Nikolaus Kante, Alma Popplewell: Romana Noack
1. Kröte: Cedric Sprick, Chor: Chor der Deutschen Oper am Rhein, Kinderchor: Kinderchor am Rhein, Orchester: Duisburger Philharmoniker

Aufführungen im Theater Duisburg:
für Schulklassen: Mi 19.06. / Di 02.07. / Di 09.07. / Mi 10.07. – jeweils 11.00 Uhr
für Familien: Sa 22.06. – 18.00 Uhr / So 07.07. – 15.00 Uhr
Premiere im Opernhaus Düsseldorf: Fr 20.09. – 18.00 Uhr

Familienopernwerkstatt vor der Premiere:  Am Freitag, 14. Juni, um 18.00 Uhr gibt die  Junge Oper am Rhein zusammen mit beteiligten Künstlerinnen und Künstlern Einblick in die Produktion. Szenisches Spielen und Musizieren und der anschließende Probenbesuch ergänzen das Programm der Familienopernwerkstatt im Theater Duisburg. Der Eintritt ist frei.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Coburg, Landestheater Coburg, Premiere PINOCCHIO von Pierangelo Valtinoni, 10.03.2018

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Landestheater Coburg

Landestheater Coburg © Andrea Kremper

Landestheater Coburg © Andrea Kremper

PINOCCHIO von Pierangelo Valtinoni

Familienoper: Lügen haben lange Nasen!“

Am Samstag, 10. März um 16.00 Uhr feiert Pierangelo Valtinonis Oper „Pinocchio“ nach Carlo Collodis Buch Die Abenteuer von Pinocchio Premiere im Großen Haus des Landestheaters Coburg. Jeder kennt die Geschichte von Pinocchio, der Holzpuppe, die lebendig wird und viele Abendteuer erlebt und denkt wahrscheinlich sofort an die beim Lügen wachsende Nase, der man alle Unwahrheiten ansehen kann.

Landestheater Coburg / Pinocchio -Plakatmotiv © Sebastian Buff

Landestheater Coburg / Pinocchio -Plakatmotiv © Sebastian Buff

Pinocchio erzählt eine Geschichte über die Grundwerte des Lebens, die unser Mensch-Sein ausmachen und niemals an Aktualität verlieren. Kaum hat Geppetto Pinocchio aus einem Stück Holz geschnitzt, wird dieser lebendig und läuft von zu Hause weg. Er schwänzt die Schule und geht stattdessen ins Puppentheater, dessen Direktor ihn losschickt, Geschichten zu sammeln. Dabei gerät Pinocchio von einem Schlamassel in den nächsten: Er erlebt Gefahren und seine Rettung daraus, reist ins Schlaraffenland und spürt, was Einsamkeit bedeutet, und landet im Bauch eines riesigen Haies, wo er auf Geppetto trifft. Wer weiß, was am Ende aus Pinocchio geworden wäre, hätte er nicht auch liebevolle Freunde gefunden, die mit vereinten Kräften versuchen, ihn auf den rechten Weg zu bringen.

Der Komponist Pierangelo Valtinoni hat sich für seinen Pinocchio die Kapitel aus Collodis Buch ausgewählt, die ihm am besten gefallen haben. Um eine Oper zu schaffen, die gleichermaßen Kinder und Erwachsene anspricht, thematisiert er Begriffe wie den Traum, die Freiheit oder das Verhältnis zwischen den Generationen. Das Besondere an seiner Oper ist, dass zahlreiche Rollen von Kindern übernommen werden: Ein großer Auftritt für die Kindersolisten und den Kinderchor des Landestheaters, einstudiert von Chorleiterin Daniela Pfaff- Lapins, die so an der Seite Pinocchios zu den Hauptakteuren des Stücks werden können. Die Musik der Oper in der Fassung aus dem Jahr 2006, die in deutscher Sprache auf die Bühne gebracht wird, lässt sich als sehr filmisch beschreiben. Der Komponist verzichtet auf experimentelle, zeitgenössische Musik.

Landestheater Coburg / Erik Petersen Regisseur (Foto : Rechtefrei)

Landestheater Coburg / Erik Petersen Regisseur (Foto : Rechtefrei)

Regisseur Erik Petersen und Bühnen- und Kostümbildnerin Anja Lichtenegger nutzen in ihrer Inszenierung des Werks den Zauber der Bühne und die fantastische Ebene des Stücks. Das Thema Holz, aus dem Pinocchio entsteht, wird über ein „Jenga“-Spiel ins Bühnenbild integriert, dessen Steine auch dazu dienen werden, Räume zu schaffen und die Phantasie anzuregen.


PINOCCHIO
Familienoper ab 8 Jahren von Pierangelo Valtinoni; Libretto von Paolo Madron in deutscher Textfassung von Hanna Francesconi

Musikalische Leitung Paul Willot-Förster, Inszenierung Erik Petersen, Bühnenbild und Kostüme Anja Lichtenegger Choreografie Daniel Cimpean, Dramaturgie Susanne von Tobien Einstudierung Kinderchor Daniela Pfaff-Lapins,

Pinocchio Francesca Paratore / Maximiliane Schweda, Geppetto Franz Xaver Schlecht, Fee Julia Da Rio, Kater Gabriela Künzler, Fuchs Paul Kroeger, Mangiafuoco Padraic Rowan, Lucignolo Rosalie Mertl / Lilli Diane Weiß, Vier Gendarmen Lars Schneider, Simon Bär, Leonie Sattler, Eva-Marie Zier, Harlekin Katharina Trapp / Chiara Mitter, Pulcinella Julia Jakob / Linnéa Benz, Wirt Tom Schwerdt / Jonathan Altmann, Schnecke Merle Kleist / Eische Wessels, Dr. Rabe Alexander Partes / Salome Umlauff, Dr. Eule Helena Leyde / Klara Kulke, Thunfisch Clara Wölfel / Maria Partes, Sechs Hasen Clara Sinß, Jula Betges, Anna Weiß, Anna-Amalia Leyde, Mira Kulke, Leticia Fröhlich, Viola Fröhlich, Sprechende Grille Linnéa Benz, Lilli Diane Weiß, Saskia Fruntke, Annie Holmes, Pia Schäffner, Laura Engelgeh, Elisabeth Umlauff, Chiara Mitter, Philharmonisches Orchester Landestheater Coburg, Kinderchor des Landestheaters Coburg


Premiere Samstag, 10. März 2018 16.00 Uhr, weitere Vorstellungen Mittwoch, 14. März 2018, 19.30 Uhr, Mittwoch, 21. März 2018, 18.00 Uhr, Dienstag, 27. März 2018, 19.30 Uhr, Freitag, 6. April 2018, 19.30 Uhr, Freitag, 13. April 2018, 19.30 Uhr, Donnerstag, 26. April 2018, 19.30 Uhr, Donnerstag, 3. Mai 2018, 18.00 Uhr, Sonntag, 6. Mai 2018, 15.00 Uhr, Samstag, 19. Mai 2018, 16.00 Uhr 

—| Pressemeldung Landestheater Coburg |—

Linz, Landestheater Linz, Tanztheater MUSIC FOR A WHILE, 14.10.2017

Oktober 16, 2017 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

URAUFFÜHRUNG – MUSIC FOR A WHILE

TANZSTÜCK VON MEI HONG LIN. In Kooperation mit Christina Pluhar und dem Ensemble L’Arpeggiata, Musik von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel, Claudio Monteverdi, Christina Pluhar u. a.

Premiere Samstag, 14. Oktober 2017, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungstermine: 27. Oktober; 6., 13., 16., 18., 21. November; 17. Dezember 2017

Mei Hong Lin erzählt in ihrem Tanzstück Music for a while vom Selbsterleben des Menschen bei Fest und Tanz. Schauplatz ihres Stücks ist ein Tanzsaal, ein Übergangsort, in dem eine zufällig aufeinandertreffende Gruppe von Menschen die Abenteuer und Begegnungen des Moments mit ihrer aktuellen Lebenssituation verknüpft. Der Raum wird zur Bühne eines kleinen Welttheaters von Szenen archetypischer Selbsterfahrung, in deren Zentrum die Sehnsucht nach Liebe steht.

In einzelnen, für sich stehenden Schlaglichtern werden Begegnungen und Erfahrungen im Zustand gesteigerter Intensität beleuchtet. Kleine, individuelle Vorgänge, werden zu Zeichen. Der Tanzsaal ist Ritualort, Schauplatz der Begegnung und Geschichten einer Auswahl von Menschen, die nur eines verbindet, die Sehnsucht nach der Durchbrechung des Alltags, dem Rausch, dem Ausnahmezustand und der tiefen Verankerung im Dasein.

Mit Christina Pluhar und dem Ensemble L‘Arpeggiata hat Lin kongeniale Partner gefunden, die auf der Basis ihrer jahrelangen Auseinandersetzung mit der Musik des Barock in ein lebendiges Gespräch mit dem Repertoire von Händel, Purcell und Monteverdi eintreten. Auf der Grundlage der barocken Harmonien und einer ostinaten Basslinie eröffnen sie mit Techniken der Jazz-Improvisation den Raum für die Zwiesprache von Gegenwart und Vergangenheit.

Landestheater Linz / Christina Pluhar © Marco Borggreve

Landestheater Linz / Christina Pluhar © Marco Borggreve

Choreografie und Inszenierung Mei Hong Lin Bühne und Kostüme Dirk Hofacker Lichtdesign Johann Hofbauer Dramaturgie Katharina John

DarstellerInnen Rie Akiyama, Lara Bonnel Almonem, Kayla May Corbin, Tura Gómez Coll, Mireia González Fernández, Rutsuki Kanazawa,Gyeongjin Lee, Jacqueline Lopez, Andressa Miyazato,Alessia Rizzi, Yu-Teng Huang, Hodei Iriarte Kaperotxipi, Valerio Iurato,Caspar Leonard Knops, Filip Löbl,Urko Fernandez Marzana, Edward Nunes, Pavel Povrazník, Jonatan Salgado Romero, Andrea SchulerAlter Mann im Rollstuhl Fritz Brunner / Dieter Köbl

MusikerInnen Ensemble L’Arpeggiata Theorbe und Musikalische Leitung Christina PluharSopran Céline ScheenAlt Vincenzo Capezzuto Klarinette Gianluigi TrovesiZink Doron SherwinBarockgeige Adriana AlcaideGambe Rodney Prada

Barockgitarre, Laute    Josep Maria Marti Duran, Schlagwerk   Sergey Saprychev, Piano, Orgel, Cembalo   Francesco Turrisi, Kontrabass   Boris Schmidt


BIOGRAFIEN

CHRISTINA PLUHAR –  MUSIKALISCHE LEITUNG

Christina Pluhar ist eine der innovativsten Musikerinnen der Alte-Musik-Szene, die in ihren Projekten die Grenzen der Musikstile überschreitet und damit wie kaum ein anderer Künstler überzeugt.

Sie wurde in Graz geboren und entdeckte nach ihrem Studium der Konzertgitarre ihre Liebe zur Renaissance-, und Barockmusik. Ihr Lautenstudium begann Christina Pluhar bei Toyohiko Satoh am Koninklijk Conservatorium in Den Haag. Sie erlangte dort 1989 das Solistendiplom für Laute, setzte aber ihre Ausbildung bei Hopkinson Smith an der Schola Cantorum Basiliensis fort, wo sie 1992 das “Diplom für Alte Musik” erlangte. Barockharfe studierte sie bei Mara Galassi an der Scuolo Civica di Milano. Der Besuch von zahlreichen Meisterkursen bei Paul O’dette, Jesper Christensen und Andrew-Lawrence King prägte ihren musikalischen Werdegang.

Seit 1992 lebt sie als freischaffende Musikerin in Paris und hat als Solistin und gefragte Continuistin mit verschiedenen Kammermusikensembles und Barockorchestern musiziert wie „La Fenice” (Jean Tubery), „Hesperion XXI“ (Jordi Savall), „Il Giardino Armonico“, “Accordone” (Marco Beasley), ”Ricercar Consort” (Philippe Pierlot), “Concerto Soave” (Maria Cristina Kiehr), “Elyma” (Gabriel Garrido) , “Les musiciens du Louvre” (Marc Minkowsky), “Akademia” (Françoise Laserre), “La Grande Ecurie et la Chambre du Roi” (Jean-Claude Malgoire), “Concerto Cölln” (Konrad Junghänel). Sie war unter der Leitung von René Jacobs, Ivor Bolton, Alessandro di Marchi, Gabriel Garrido u.v.a. sowie als Begleiterin von Andreas Scholl, Marco Beasley und Dominique Visse in allen europäischen Festivals zu hören. Christina Pluhar war Assistentin von Ivor Bolton an der Münchner Staatsoper.

2000 gründete sie ihr eigenes Ensemble “L’Arpeggiata“, mit dem sie bei allen bedeutenden Festivals in Europa und Südamerika auftritt und bei dem französischen Label Alpha einspielt. Die CD’s La Villanella, Homo fugit velut umbra, La Tarantella, All’Improvviso, Rappresentatione di Anima et di Corpo, Teatro d’amore, Via crucis, Marienvesper wurden mit den Schallplattenpreisen „10 Répertoire“, „Diapason D’Or“, „CD der Woche“ (BBC), „CD des Monats“ (Amadeus, Italien), „Prix Exellentia“ (Pizzicato, Luxembourg), Cannes Classicals Awards (2004), Edison Price Holland (2009 und 2011) und Echo Klassik (2009, 2010 und 2011) ausgezeichnet.

Seit 1999 unterrichtet sie eine Klasse für Barockharfe am Königlichen Konservatorium in Den Haag.

MEI HONG LIN –  CHOREOGRAFIE & INSZENIERUNG

Mei Hong Lin wurde in Taiwan geboren und erhielt eine Ausbildung in klassischem chinesischen Tanz in ihrer Heimat. Anschließend studierte sie an der Accademia Nazionale di Danza in Rom sowie an der Folkwanghochschule in Essen bei Pina Bausch. Diese unterschiedlichen stilistischen Wurzeln finden Niederschlag in ihrer choreografischen Arbeit. 1991/1992 leitete sie das Ballett am Theater Plauen, von 1997 bis 2002 war sie in gleicher Position am Theater Dortmund engagiert. In der Spielzeit 2004/2005 übernahm Lin die Tanzdirektion am Staatstheater Darmstadt. Ihre Stücke Das Haus der Bernarda Alba, The Juliet Letters – Briefe an Julia, Last Minute sowie Macbeth erlangten überregionale Aufmerksamkeit. Für die Tanzstücke Die Brautschminkerin und Romeo und Julia wurde Mei Hong Lin 2011 für den Deutschen Theaterpreis DER FAUST nominiert. Mit der Spielzeit 2013/2014 übernahm Lin die Tanzsparte am Landestheater Linz. Eine Einladung zum renommierten Seoul Performing Arts Festival führte die Kompanie 2014 mit dem Stück Blind Date nach Korea und 2016 mit Orfeo ed Euridice zum 14. Internationalen Opern Festival nach Daegu (Korea), wo die Produktion mit dem Grand Prix ausgezeichnet wurde.

Neben ihren Tanzproduktionen führte Mei Hong Lin auch selbst Regie und kreierte zahlreiche Choreografien für Oper, Operette, Musical und Schauspiel sowie spartenübergreifende Produktionen für die Theater von Augsburg, Bielefeld, Innsbruck, Kaiserslautern, Linz, Schwerin, Rostock die Oper Leipzig, das Schauspiel Leipzig, die Staatsoperette Dresden, die Oper Toulon, das Teatro Real Madrid, die Oper Göteborg und die Erfurter Domstufen-Festspiele.

2017 wurde sie für ihre Produktion Schwanensee mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichnet und ihre Brautschminkerin in der Kritikerumfrage der Fachzeitschrift „Die deutsche Bühne“ als beste Tanzproduktion des Jahres nominiert.

DIRK HOFACKER –  BÜHNE UND KOSTÜME

Der Bühnen- und Kostümbildner Dirk Hofacker arbeitet freischaffend und kreierte bisher in 20 Ländern Bühnenbilder und Kostüme für über 100 Opern-Ballett-Tanztheater- und Musical- Produktionen, darunter vielfach für die Opéra de Nice, die Los Angeles Oper, das Staatstheater Darmstadt, das Landestheater Linz und die Vest Norges Opera. Zu seinen jüngsten Ausstattungen zählen das Musical Der kleine Horrorladen (Theater Bonn), Capriccio (Théatre Metz Metropole), Faust (MET/Seoul), Coppelia (Royal Opera Ballet Stockholm), das Musical Annie (Det Ny Teater Kopenhagen), Evgenij Onegin (Ural Oper/Yekatarinburg), Masterclass (Theater Biel Solothurn) sowie Evita und Pinocchio (Staatstheater Oldenburg). Weitere Arbeiten der letzten Jahre waren Wozzeck, La Sonnambula, La Traviata sowie die Musicals Evita und Footloose für das Staatstheater Darmstadt. Für das Landestheater Linz kreierte er die Ausstattungen der Uraufführung der Oper Die andere Seite, sowie für zahlreiche Tanztheaterproduktionen.

Seine letzten Arbeiten entstanden mit den Regisseuren John Dew, Dieter Kaegi, Daniel Bohr, Erik Petersen und Jens Kerbel. Mit Mei Hong Lin verbindet ihn eine langjährige Zusammenarbeit. Seit 2010 entwirft er die Bühnenbilder für alle ihre Tanzstücke, für einige auch die Kostüme. In der Spielzeit 2017/2018 und den kommenden Jahren zeichnet Dirk Hofacker verantwortlich für die Ausstattungen von u.a. Turandot (Ural Opera), Radames und Lohengrin (Theater Biel/Solothurn), West Side Story (Theater Bonn) und am Landestheater Linz für die Tanzstücke Music for a while, Tod und das Mädchen sowie Romeo und Julia von Mei Hong Lin.

 

ENSEMBLE L‘ARPEGGIATA MUSIK

Das hochdekorierte Ensemble „L’Arpeggiata“ wurde im Jahre 2000 von Christina Pluhar gegründet und besteht aus ausschließlich virtuosen und künstlerisch herausragenden Musikern. In Zusammenarbeit mit Solisten begeistert das Ensemble Publikum und Presse in der ganzen Welt durch unkonventionelle, mitreißende Aufführungen.

Benannt nach der gleichnamigen Toccata von Giovanni Girolamo Kapsberger hat sich „L’Arpeggiata“ ganz auf die Aufführung der Musik des 17. Jahrhunderts spezialisiert. Dabei treffen überschäumende Spielfreude, Lust am Improvisieren und Experimentierfreudigkeit auf das musikalische Handwerk der historischen Aufführungspraxis.

Seit seiner Gründung ist das Ensemble regelmäßig bei den bekanntesten Festivals und den renommiertesten Theatern europa- und weltweit zu Gast: Concertgebouw Amsterdam, Tonhalle Zürich, Alte Oper Frankfurt, Festival de Saint-Denis, Utrecht Oude Muziek, Festival d’Ambronay, Philharmonie Luxembourg, Hong Kong Arts Festival, Ruhrtriennale, Ludwigsburger Schlossfestspiele, Opéra de Bordeaux, Philharmonie Köln, Sydney City Recital Hall, Théâtre des Champs Elysees u.v.a. Tourneen haben das Ensemble durch Australien, Südamerika, Asien und die USA geführt.

„L’Arpeggiata“ war im Jahre 2012 zu einer Künstlerresidenz in der Carnegie Hall New York und 2014 in der Wigmore Hall in London eingeladen. Im Juni 2011 führte „L’Arpeggiata“ die unbekannte Oper Il Paride des Komponisten Giovanni Andrea Bontempi (1662) in der Inszenierung von Christoph von Bernuth bei den Musikfestspielen Potsdam Sanssouci auf. Das Werk stand erneut bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im August 2012 auf dem Programm.

Die Diskografie von „L’Arpeggiata“ trifft bei Kritik und Zuhörern immer wieder auf einstimmigen Widerhall. So wurde dem Ensemble 2009, 2010 und 2011 der deutsche Echo Klassik Preis zuerkannt, 2009 der Edison Price in den Niederlanden, und 2008 der VSCD Musiekprijs, Diapason D’Or, Cannes Classicals Awards (2004) u.v.a.

In 2014 erschien die CD Music for a while – Improvisationen über Purcell, im Oktober 2015 die CD Francesco Cavalli – L’Amore Innamorato. Im Oktober 2016 wurde die CD/DVD Orfeo, der Schamane veröffentlicht – eine Oper in 5 Akten, die Christina Pluhar komponiert und arrangiert hat.

CÉLINE SCHEEN SOPRAN

Die belgische Sopranistin Céline Scheen, Jahrgang 1976, war in den Jahren 1994 bis 1996 Mitglied im Weltjugendchor und schloss ihre Gesangsausbildung nach Studien in Mons und Brüssel an der Guildhall School of Music in London ab. Im Opernfach sang sie unterschiedlichste Rollen in Werken von Händel, Gluck, Haydn und Mozart ebenso wie Rossini, Bizet, Poulenc oder Menotti. Als Konzertsängerin trat u.a. sie in Carl Orffs Carmina Burana, dem Requiem von Gabriel Fauré, der Krönungsmesse von Mozart, und in Bachs Johannespassion auf. Zu den Ensembles, mit denen Céline Scheen zusammenarbeitete, gehören Musica Antiqua Köln, Il Fondamento, das Ricercar Consort, das Ensemble Clematis und La Fénice. Dabei sang sie unter so bekannten Dirigenten wie Philippe Herreweghe, Jordi Savall, Andrea Marcon, Christophe Rousset oder Philippe Pierlot. Zu ihren nächsten Konzerten gehören Bach (Johannes- und Matthäus-Passion), Mahler (4. Symphonie), Mozarts Exsultate, Jubilate sowie Opern- und Konzertarien. Auf der Opernbühne wird sie in Venus et Adonis von John Blow in einer neuen Produktion am Théâtre de Caen und am Grand Théâtre du Luxembourg zu hören sein.

VINCENZO CAPEZZUTO ALT

Geboren 1979 in Salerno, studierte Vincenzo Capezzuto zunächst klassischen Tanz am Teatro di San Carlo in Neapel und war von 2005 bis 2011 Solotänzer der italienischen Tanzkompanie Aterbaletto. Im Jahr 2009 wurde er von Christina Pluhar auch als Sänger entdeckt. Seitdem arbeitet er regelmäßig mit L’Arpeggiata zusammen und wirkte bei den CD’s Via Crucis (2010), Los Pajaros Perdidos (2012), Mediterraneo (2013) und Music for a while (2014) mit. Neben den Ludwigsburger Schlossfestspielen trat er mit L’Arpeggiata auf weiteren internationalen Musikfestivals wie dem Hong-Kong Festival oder den Dresdner Musikfestspielen sowie in der Carnegie Hall in New York und Wigmore Hall in London auf. Außerdem entwickelte er zusammen mit dem Regisseur Claudio Borggiani das gattungsübergreifende Kunstprojekt Soqquadro Italiano, mit dem er u.a. auf der Biennale di Venezia zu erleben war. 2013 spielte er barocke venezianische Gondellieder mit dem Barockorchester Pomo d’oro (Riccardo Minasi) ein, welche als CD mit dem Buch Gondola von Donna Leon veröffentlicht wurden.

GIANLUIGI TROVESI KLARINETTE

Der Klarinettist, Saxofonist und Komponist Gianluigi Trovesi wurde 1944 in Nembro bei Bergamo geboren. Bereits in jungen Jahren etablierte er sich als herausragender Solist und gilt bis heute als führender Jazzmusiker Italiens. Mit seinem Schaffen steht er für einen europäischen Jazz, der sich auf das Erbe der klassischen Musik ebenso bezieht wie auf die vielfältige europäische Volksmusik. Trovesi arbeitete u.a. mit bedeutenden internationalen Musikern wie Anthony Braxton, Albert Mangelsdorff und Kenny Wheeler. In Italien waren Paolo Fresu, Enrico Rava und Paolo Damiani seine Partner. Mit seinem Ensemble Gianluigi Trovesi Otteto und Tonträgern wie From G to G gelang ihm in den 1990er-Jahren der endgültige internationale Durchbruch. Seit 1991 ist Trovesi, der mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde, Mitglied des Italian Instabile Orchestra. Darüber hinaus ist er mit seinem neuen Nonett, dem Duo Radici mit Gianni Coscia und einem Trio mit Riccardo Tesi und Patrick Vaillant musikalisch aktiv.

Pressemeldung Landestheater Linz

Dortmund, Theater Dortmund, HÄNSEL UND GRETEL von Engelbert Humperdinck, 06.11.2016

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Die Weihnachtsoper für die ganze Familie –
HÄNSEL UND GRETEL von Engelbert Humperdinck

Oper Dortmund / Hänsel und Gretel © Anke Sundermeier

Oper Dortmund / Hänsel und Gretel © Anke Sundermeier

Pünktlich zur beginnenden Weihnachtszeit wird Engelbert Humperdincks Oper HÄNSEL UND GRETEL am Sonntag, 6. November 2016, um 18 Uhr im Opernhaus wiederaufgenommen. Was ursprünglich nur aus vier kleinen Musikstücken für ein Theaterstück im Familienkreis gedacht war, wurde zum Inbegriff der Weihnachtsoper.

Wiederaufnahme 6.11.2016 18 Uhr; Weitere Vorstellungen:  20.11.2016; 3.12.2016; 7.12.2016; 18.12.2016; 22.12.2016; 28.12.2016; 6.12.2016

Oper Dortmund / Hänsel und Gretel © Anke Sundermeier

Oper Dortmund / Hänsel und Gretel © Anke Sundermeier

Hänsel und Gretel war schon im 19. Jahrhundert eines der bekanntesten Märchen, verbreitet durch die Grimmsche Sammlung, der das Libretto jedoch nicht immer folgt. In der Oper gibt es keine böse Stiefmutter, die die Kinder im Wald aussetzen will. Es ist stattdessen eine über die Armut verzweifelnde Mutter, die Hänsel und Gretel zum Erdbeerpflücken in den Wald schickt und überglücklich ist, als sie ihre Kinder nach banger Suche wieder in die Arme schließen kann. Der Reiz dieser Fassung liegt in dem Gegensatz von ungeschminktem Realismus, mit dem die soziale Not der Familie gezeigt wird, und dem phantastischen Märchenstoff, der mit der Hexe, einem Sandmännchen und einem Taumännchen aufwartet.

Regisseur Erik Petersen setzte bei seiner Inszenierung auf große Bilder und kleine Details – und hat das Opernpublikum von morgen im Blick. Die Bühnen- und Kostümbildnerin Tatjana Ivschina hat bereits durch ihre zahlreichen Arbeiten an der Oper Dortmund ihr Talent für wirkungsvolle Phantasiewelten unter Beweis gestellt. In ihrem Wald, in den sich Hänsel und Gretel verirren, wohnen nicht nur die böse Hexe oder Sand- und Taumännchen, sondern auch andere skurrile Waldwesen, die die Geschwister begleiten und beschützen.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—