Essen, Philharmonie Essen, Countertenor Philippe Jaroussky – Francesco Cavalli, 13.04.2019

April 12, 2019 by  
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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen / Philippe Jaroussky © Simon Fowler/Erato Warner Classics

Philharmonie Essen / Philippe Jaroussky © Simon Fowler/Erato Warner Classics

  Philippe Jaroussky  mit  Francesco Cavalli

 Samstag, 13. April 2019 20 Uhr  –  Philharmonie Essen

Für das Konzert mit dem Countertenor Philippe Jaroussky am Samstag, 13. April 2019, um 20 Uhr in der Philharmonie Essen sind noch einige Karten erhältlich. Gemeinsam mit dem Ensemble Artaserse präsentiert der französische Sänger in der Reihe „Alte Musik bei Kerzenschein“ ein Programm mit Arien von Francesco Cavalli. Intensiv hat sich Jaroussky mit den 37 Opern des italienischen Frühbarock-Komponisten beschäftigt und aus etwa einem Dutzend sein Recital zusammengestellt. „Der Reichtum und die Modernität seiner Werke ist wirklich bemerkenswert“, sagt der Sänger. „Eine solche Bandbreite an schier grenzenloser Fantasie, Humor und Emotion ist in den Opern seiner Zeit sonst nicht zu finden.“ Francesco Cavalli (1602 bis 1676) kam als Jugendlicher nach Venedig und war noch Schüler des „Opernerfinders“ Claudio Monteverdi. Als in der Lagunenstadt die ersten Opernhäuser entstanden, in denen die neue Gattung vor allem zur Karnevalszeit auf dem Spielplan stand, wurden seine Werke beim bunt maskierten Publikum zum Dauerbrenner.

Karten (Preis: € 30,00 – 50,00) und Infos unter T 02 01 81 22-200 und www.philharmonie-essen.de.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

Hamburg, Elbphilharmonie, Konzert Philippe Jaroussky – Ensemble Artaserse, IOCO Kritik, 11.11.2017

November 11, 2017 by  
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Elbphilharmonie Hamburg

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Philippe Jaroussky und das Ensemble Artaserse

Arien aus Opern von  Georg Friedrich Händel

Von Sebastian Siercke 

Große Stimmen Von Pro Arte Konzertreihe in der Elbphilharmonie präsentiert. 07.11.2017 – Erstes Konzert dieser Reihe am 7.11.2017 mit  Philippe Jaroussky

 Elbphilharmonie Hamburg / Philippe Jaroussky und das Ensemble Artaserse © Patrik Klein

Elbphilharmonie Hamburg / Philippe Jaroussky und das Ensemble Artaserse © Patrik Klein

Wenn man unter dem Titel Große Stimmen nun Heldentenöre und hochdramatische Soprane erwartet, ist ein Countertenor zunächst einmal etwas verblüffend.

Grabplatte - Georg Friedrich Händel © IOCO

Grabplatte – Georg Friedrich Händel © IOCO

Was der weltbekannte Philippe Jaroussky, der in der letzten Saison Artist in Residence beim hiesigen NDR-Elbphilharmonieorchester war, uns an die Elbe brachte, war dann allerdings ganz große Kunst und sehr große Stimme in unglaublicher Perfektion. Das Programm bestand abwechselnd aus händelschen Orchesterstücken, hauptsächlich Teilen aus dessen Concerti grossi und Arien aus den sieben Opern Ezio, Flavio, Siroe, Imeneo, Radamisto, Giustino, Tolomeo  von Georg Friedrich Händel.

Das von Jaroussky mitgegründete Ensemble Artaserse spielte die kurzen Orchesterparts wunderbar. Dieses Ensemble hätte es verdient, auch alleine in diesem Haus konzertieren zu dürfen. Star des Abends war aber natürlich der Franzose Philippe Jaroussky! Der Begriff „engelsgleich“ ist für einen Countertenor zwar etwas abgegriffen, trifft aber doch exakt seine Stimme, die sich so mühelos in höchste Höhen aufschwingt.

 Elbphilharmonie Hamburg / Philippe Jaroussky © Patrik Klein

Elbphilharmonie Hamburg / Philippe Jaroussky © Patrik Klein

Ob es die eher zart getragenen Teile der Rezitative, oder die furiosen Koloraturen der Arien waren, jeder Ton kam absolut mühelos und mit beachtlicher Ausdrucksintensität. Traurigkeit und Kummer um die verlorene Geliebte, Wut über die Ungerechtigkeiten des Lebens oder jugendliche Begeisterung auf dem Weg in den Krieg, alles war der Stimme zu entnehmen. Wäre Händel nicht bereits vor 258 Jahren gestorben, man könnte glauben, er hätte diese Arien direkt auf die Stimme Jarousskys und ihre unfassbaren Möglichkeiten komponiert.

Das Publikum, am Anfang noch etwas abwartend und verhalten, brachte dem Künstlern am Schluss stehende Ovationen entgegen, die dieser mit drei Zugaben entlohnte.

Nach einer weiteren Arie aus Radamisto folgte eine atemberaubende Koloraturarie aus Xerxes, von Jaroussky humoristisch angekündigt und auch entsprechend gesungen und gespielt. Das Publikum lachte herzlich und war hingerissen. Zum krönenden Abschluss wurde dann noch Xerxes`  Ombra mai fu gespielt und gesungen, nicht umsonst Händels wohl beliebteste und bekannteste Arie.

Wer immer die Möglichkeit haben sollte eine weitere der Stationen dieser Konzerttournee zu besuchen – es lohnt sich! Die Stimme Philippe Jarousskys ist ein lohnendes Erlebnis für jeden Musikliebhaber!

—| IOCO Kritik Elbphilharmonie Hamburg |—