Wiesbaden, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Eröffnung der Internationalen Maifestspiele 2012 mit Lohengrin, 28.04.2012

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Eröffnung der Internationalen Maifestspiele 2012 mit Lohengrin

Premiere: Samstag, 28. April 2012 I 17.00 Uhr I Großes Haus

Weitere Vorstellung: 17. Mai 2012 I 17.00 Uhr I Großes Haus

Die Internationalen Maifestspiele 2012 werden am Samstag, 28. April 2012 feierlich eröffnet mit Richard Wagners Lohengrin, in einer Inszenierung von Kirsten Harms. Die Musikalische Leitung liegt bei Generalmusikdirektor Marc Piollet, der sich mit dieser Operneinstudierung als Generalmusikdirektor von Wiesbaden verabschiedet. Die Hauptrollen singen Albert Pesendorfer (Heinrich der Vogler), Endrik Wottrich (Lohengrin), Lydia Easley (Elsa von Brabant), Thomas de Vries (Friedrich von Telramund) und Andrea Baker (Ortrud). Joachim Goltz singt die Partie des Heerrufers. Vor der Premiere werden die Festivalgäste um 16.00 Uhr in den Theaterkolonnaden feierlich eingestimmt. Ernst August Klötzke hat mit Nie sollst du mich befragen eine Komposition für Blechbläser erarbeitet, die das Gralsmotiv des Wagnerschen Lohengrin als Ausgangspunkt nimmt.

Lohengrin bezeichnet in der Biografie Richard Wagners eine Schnittstelle hin zu einer neuen, zukunftsweisenden Opernform. Die Figur des Lohengrin basiert auf der Gestalt des Gralsritters Loherangrîn in Wolfram von Eschenbachs mittelhochdeutschem Versepos Parzival. Der Sohn des Gralskönigs Parzival wird auf einem Schwan der Herzogin von Brabant als Helfer und Beschützer gesandt. Als Bedingung für seine Hilfe darf sie ihn jedoch niemals fragen, wer er sei, wie er heiße und woher er komme. Als sie, von Telramund und Ortrud geschickt manipuliert und von Zweifeln geplagt, sein Gebot bricht, muss er sie verlassen.

LOHENGRIN – Eröffnung der Internationalen Maifestspiele 2012

Oper von Richard Wagner

Musikalische Leitung Marc Piollet

Inszenierung Kirsten Harms

Musikalische Leitung Marc Piollet I Inszenierung Kirsten Harms I Bühnenbild und Kostüme Bernd Damowsky I Choreinstudierung Anton Tremmel I Dramaturgie Karin Dietrich

Mit: Albert Pesendorfer (Heinrich der Vogler), Endrik Wottrich (Lohengrin), Lydia Easley (Elsa von Brabant), Thomas de Vries (Friedrich von Telramund), Andrea Baker (Ortrud), Joachim Goltz (Der Heerrufer des Königs), Erik Biegel, Jonas Gudmundsson, Reinhold Schreyer-Morlock, Hye-Soo Sonn (Vier brabantische Edle)

Orchester, Chor, Extra-Chor und Statisterie des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Biografien

Marc Piollet (Musikalische Leitung), 1962 in Paris geboren, ist nach Kapellmeisterstationen in Halle und Kassel und als Musikalischer Direktor der Volksoper Wien seit 2004 Generalmusikdirektor in Wiesbaden, wo er dem Publikum mit großem Erfolg spannende, anspruchsvolle Opern- und Konzertabende beschert und ein entsprechendes Echo in der Presse erfährt. Er eröffnete mit Beethovens Fidelio die Spielzeit 2011/12 und leitete im Januar 2012 die Premiere von Verdis Simon Boccanegra. Als Konzertdirigent stand Marc Piollet am Pult renommierter Orchester wie den Münchner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, den Bamberger Symphonikern sowie weiteren führenden Orchestern in Europa und Japan. Im Februar 2011 debütierte er beim Orchestre Symphonique de Montréal. Im Festspielhaus Baden-Baden dirigierte er im Februar 2012 ein Beethoven-Konzert mit dem Mozarteum-Orchester Salzburg und dem Pianisten Lang Lang. Nach Operngastspielen in Wien (Staatsoper), Paris (Opéra Bastille), Barcelona (Gran Teatre del Liceu), Kopenhagen, Stuttgart, Hamburg und Berlin (Deutsche Oper) ist er in dieser Saison mit zwei Produktionen erstmals am Teatro Real in Madrid zu Gast: mit konzertanten Aufführungen von Massenets Don Quichotte und mit C(h)oeurs, einer Produktion in Kooperation mit dem Choreografen Alain Platel. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit der Sopranistin Annette Dasch. Zuletzt konzertierten die beiden Künstler im April 2011 sehr erfolgreich mit dem Münchner Rundfunkorchester und bei der Aufführung von Händels Messias 2012 im Wiesbadener Kurhaus. Am Hessischen Staatstheater Wiesbaden eröffnet er mit Wagners Lohengrin die Internationalen Maifestspiele 2012.

Kirsten Harms (Inszenierung) studierte an der Universität Hamburg Musikwissenschaft sowie Musiktheater-Regie an der dortigen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Von 1985 bis 1988 erarbeitete sie als Regieassistentin an den Städtischen Bühnen Dortmund bereits erste eigene Inszenierungen. Im Anschluss folgten Regiearbeiten in Bremen, Hannover, Kiel, Saarbrücken, Darmstadt, Innsbruck, Mainz und ab 1992 auch ein Lehrauftrag am Studiengang Musiktheater-Regie der Hamburger Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. 1995 wurde Kirsten Harms zur Intendantin der Oper Kiel berufen, wo sie mit Uraufführungen, Wiederentdeckungen und einem Team junger Regisseure ein klares künstlerisches Profil entwickelte. Ihre Inszenierung von Wagners Ring-Zyklus sicherte ihr überregionale Anerkennung, ebenso wie die Uraufführungen The Magic Fountain (Frederick Delius) und Der Schimmelreiter (Wilfried Hiller) sowie Wiederentdeckungen wie Franz Schrekers Das Spielwerk und die Prinzessin. An der Deutschen Oper Berlin debütierte Kirsten Harms 2003 als Regisseurin von Rossinis Semiramide. Von 2006 bis 2011 war Kirsten Harms Intendantin der Deutschen Oper Berlin. Unter ihrer Regie entstanden dort Franchettis Germania und der Doppelabend Cassandra/Elektra von Vittorio Gnecchi/Richard Strauss, Tannhäuser von Richard Wagner sowie Die Frau ohne Schatten und Die Liebe der Danae von Richard Strauss. Für das Puccini-Festival 2010 in Torre del Lago erarbeitete sie zuletzt La Fanciullla del West. Ihre Inszenierung von Lohengrin eröffnet in Wiesbaden die Internationalen Maifestspiele 2012.

Bernd Damovsky (Bühne und Kostüme) studierte Bildhauerei und arbeitete als Bühnenbildassistent am Staatstheater Stuttgart und an der Berliner Schaubühne. Seit 1984 ist er als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner an verschiedenen Theatern und Opernhäusern tätig. Seit 2003 hat er an der Deutschen Oper Berlin die Bühnenbilder für Kirsten Harms‘ Inszenierungen von Semiramide, Germania, Die Frau ohne Schatten, Cassandra/Elektra, Tannhäuser und Die Liebe der Danae entworfen. Außerdem erarbeitete er Arabella und Der Freischütz zusammen mit dem Regisseur Alexander von Pfeil. An der Hamburgischen Staatsoper folgte La Fille du Régiment. Daneben entstanden unter seiner Mitwirkung über 30 ‚Kosmos‘-Veranstaltungen, zwei Klang-Raum-Installationen und die halbszenische Aufführung des Oberst Chabert an der Deutschen Oper Berlin.

Endrik Wottrich (Lohengrin) wurde in Celle geboren und studierte Violine und Gesang in Würzburg und an der Juilliard-School in New York. Sein Bühnendebüt gab er im September 1992 am Staatstheater Wiesbaden, an das er nun als Lohengrin zur Eröffnung der Internationalen Maifestspiele zurückkehrt. Daniel Barenboim engagierte den jungen Sänger im Januar 1993 an die Staatsoper Unter den Linden nach Berlin. 1996 gab Endrik Wottrich unter der Leitung von Nikolaus Harnoncourt sein Debüt an der New Yorker Carnegie Hall und hatte seinen internationalen Durchbruch im selben Jahr mit seinem Debüt bei den Bayreuther Festspielen als David. Dort war er seitdem regelmäßig in wichtigen Partien seines Fachs zu hören, 2004 als Parsifal und 2006 als Siegmund im neuen Ring. Endrik Wottrich konzertiert regelmäßig mit den großen Orchestern und arbeitet mit bedeutenden Dirigenten. 2004 gab er sein Debüt als Siegmund an der Semperoper in Dresden, 2005 folgte Tannhäuser am Teatro alla Scala in Mailand, 2007 sang er Florestan an der Royal Opera Covent Garden und 2008 den Tambourmajor an der Mailänder Scala, eine Rolle, die er auch in Tokio und an der Bayerischen Staatsoper München verkörperte. Endrik Wottrich ist seit 2002 Professor für Gesang an der Hochschule für Musik in Würzburg.

Die amerikanische Sopranistin Lydia Easley studierte in den USA und in Italien bei Maestro Elio Battaglia. 2003 wurde sie am Mozarteum in Salzburg als Preisträgerin ausgezeichnet. Anschließend folgten Meisterkurse bei Ks Dietrich Fischer-Dieskau, Ks Christa Ludwig und Thomas Hampson. Lydia Easley ist als Gast an zahlreichen Opernbühnen zu erleben, darunter am Teatro dell’Opera di Roma, dem Teatro Comunale di Bologna und am Teatro Colon in Buenos Aires. 2010/2011 sang sie erstmals Abigaille in Verdis Nabucco in Bremerhaven und Flensburg, 2011 folgte ihr Debüt als Marschallin in Der Rosenkavalier am Staatstheater Wiesbaden. 2011/12 singt Lydia Easley Agathe im Freischütz, Beethovens 9. Sinfonie, das Verdi-Requiem und Strauss‘ Vier letzte Lieder im Berliner Konzerthaus. Zur Eröffnung der Internationalen Maifestspiele 2012 folgt in Wiesbaden Elsa in Lohengrin, zuvor war sie als Liù in Turandot zu erleben.

Der gebürtige Österreicher Albert Pesendorfer studierte in Linz und Wien. Seit 2006 ist er Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover, wo er unter anderem Landgraf, Philipp, Baron Ochs, Sparafucile, Timur, Sarastro, Rocco sowie Fasolt, Hunding, Fafner und Hagen sang. Gastspiele führten ihn nach Wien, Antwerpen, Stuttgart, Leipzig, Halle, Darmstadt, Wiesbaden, Erfurt, Graz und Bonn sowie zu den Bregenzer Festspielen und den Wiener Festwochen. Konzertauftritte der letzten Jahre fanden in Wien (Musikverein, Konzerthaus), in der Berliner Philharmonie, im Brucknerhaus Linz sowie in Japan und in den USA statt. Zukünftige Engagements umfassen Sarastro in Erfurt, Hans Sachs in Nürnberg und Lübeck, Baron Ochs in Essen, Gurnemanz und Landgraf in Budapest, Daland in Stuttgart sowie sein Rollendebüt als König Heinrich in Wiesbaden, wo er außerdem als Baron Ochs in Der Rosenkavalier zu erleben ist.

Thomas de Vries (Friedrich von Telramund) wurde in Bad Kreuznach geboren. Nach dem Gesangsstudium in Köln führte ihn sein erstes Festengagement ans Staatstheater Cottbus. Danach folgten Engagements in Oldenburg und Dortmund. Gastspiele führten ihn nach Essen, Halle, Chemnitz, Düsseldorf, Mannheim, an die Komische Oper nach Berlin und an das Teatro Lirico in Cagliari. Am Staatstheater Wiesbaden, wo er seit der Spielzeit 2002/2003 festes Ensemblemitglied ist, sang er Momus in Rameaus Barockoper Platée, Papageno, Graf Danilo, die Titelpartie in Eugen Onegin, Eisenstein, Donner, Giorgio Germont in La Traviata, die Rolle des Jesus in Bachs Johannes-Passion, Guglielmo in Così fan tutte, Valentin in Faust sowie die Titelrolle in Don Giovanni und Albert in Werther. Diese Spielzeit ist er in Wiesbaden unter anderem als Don Fernando (Fidelio), Paolo Albiani (Simon Boccanegra), Telramund (Lohengrin) sowie als Doktor Bartolo und Marcello zu hören. Einen Schwerpunkt seiner Karriere bilden Auftritte bei namhaften Festivals sowie CD-Produktionen. Zuletzt sang Thomas de Vries auf Schloss Neuschwanstein in einer konzertanten Fassung des Parsifal den Amfortas. Er leitet zudem das Wiesbadener Ensemble Mattiacis, das sich erfolgreich der Pflege der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts in historisch informierter Aufführungspraxis widmet. Auch bei den diesjährigen Maifestspielen gastiert das Ensemble Mattiacis wieder, diesmal mit der Händel-Oper Amadigi di Gaula.

Gastengagements führen Andrea Baker (Ortrud) weltweit zu großen Opernhäusern und wichtigen Konzertsälen wie dem Sydney Opera House, die San Francisco Opera, dem Royal Opera House London, dem Palau de les Arts Valencia, an die Bayerische Staatsoper München, die Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf, das Salzburger Festspielhaus, das Teatro del Maggio Musicale in Florenz, Edinburgh International Festival, Cité de la Musique Paris, die Royal Albert Hall in London, zum Orchestra Accademia Nazionale di Santa Cecilia in Rom, ans Konzerthaus und die Philharmonie in Berlin sowie an das Barbican Centre London. Sie arbeitet mit namhaften Dirigenten wie Zubin Mehta, Sir Simon Rattle, Donald Runnicles, Richard Hickox, Antonio Pappano, Philippe Auguin und Adam Fischer. Zu ihrem Repertoire zählt Andrea Baker u.a. Amneris in Aida, Carmen, Mescalina in Le Grand Macabre und Nen-Nen in Dominique Legendres The Bird of Night sowie Serena in Porgy and Bess. Besonders gefragt ist die Künstlerin auch für Wagner-Rollen wie Fricka, Erda, Waltraute, Brangäne, Venus und Ortrud, die sie auch in Wiesbaden singt.

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