Linz, Landestheater Linz, Premiere: HÄNSEL UND GRETEL, 19.12.2015

November 10, 2015 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

 

Premiere: HÄNSEL UND GRETEL

ENGELBERT HUMPERDINCK
Märchenspiel in drei Bildern (für Kinder und Erwachsene)
Dichtung von Adelheid Wette
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Premiere 19.12.2015 _ Spielstätte Großer Saal Musiktheater

Weitere Vorstellungen:
MONTAG, 21. DEZEMBER 2015, 19:30
FREITAG, 25. DEZEMBER 2015, 17:00
MITTWOCH, 06. JÄNNER 2016, 15:00
FREITAG, 08. JÄNNER 2016, 11:00
SAMSTAG, 09. JÄNNER 2016, 17:00
MITTWOCH, 13. JÄNNER 2016, 11:00
DONNERSTAG, 14. JÄNNER 2016, 11:00
FREITAG, 05. FEBRUAR 2016, 19:30
DONNERSTAG, 11. FEBRUAR 2016, 19:30
FREITAG, 19. FEBRUAR 2016, 19:30
DONNERSTAG, 25. FEBRUAR 2016, 19:30
SONNTAG, 28. FEBRUAR 2016, 15:00
FREITAG, 04. MÄRZ 2016, 19:30
MITTWOCH, 09. MÄRZ 2016, 19:30
SAMSTAG, 12. MÄRZ 2016, 19:30
FREITAG, 18. MÄRZ 2016, 19:30
FREITAG, 01. APRIL 2016, 19:30
DIENSTAG, 05. APRIL 2016, 19:30
DONNERSTAG, 07. APRIL 2016, 19:30
SONNTAG, 17. APRIL 2016, 19:30

Kinder und Erwachsene sind die „Zielgruppe“ von Engelbert Humperdincks Märchenspiel Hänsel und Gretel nach dem Märchen der Gebrüder Grimm. Besonderen Effekt versprechen in jeder Aufführung die Besetzung der Hexe (Sopran, Mezzosopran oder gar Tenor) und deren „Hexenritt“, das Bühnenbild zum „Knusperhäuschen“ und die Gestaltung des „Abendsegens“, wenn vierzehn Engel über die im Wald verlorenen Kinder Schutz bietend wachen.

Musikalische Leitung Takeshi Moriuchi, Marc Reibel
Inszenierung und Bühne Rainer Mennicken
Kostüme und Bühnenbildmitarbeit Christian Schmidleithner
Choreografie Matthew Tusa
Leitung Kinder- und Jugendchor Ursula Wincor
Leitung der OÖ Tanzakademie Ilja van den Bosch
Dramaturgie Wolfgang Haendeler

BESETZUNG:
Peter, Besenbinder: Martin Achrainer / Michael Wagner
Gertrud, sein Weib: Christa Ratzenböck / Karen Robertson
Hänsel: Martha Hirschmann / Sharon Carty
Gretel: Myung Joo Lee / Elisabeth Breuer
Die Knusperhexe: Matthäus Schmidlechner / Hans-Günther Müller
Sandmännchen und Taumännchen: Fenja Lukas / Jenifer Lary
Kinder- und Jugendchor des Landestheaters Linz
Kinder der Tanzakademie OÖ am Landestheater Linz
Statisterie des Landestheaters Linz
Bruckner Orchester Linz

Pressemeldung Landestheater Linz

Linz, Landestheater Linz, Premiere: DIE LUSTIGE WITWE, 07.11.2015

Oktober 30, 2015 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

 DIE LUSTIGE WITWE von Franz Léhar

Libretto von Viktor Léon und Leo Stein

Grabmal Victor Leon ©   IOCO

Grabmal Victor Leon © IOCO

Paris – die Metropole der Weltausstellungen und des Can-Can, mondän und erotisch. Eine diplomatische Gesandtschaft trifft sich in sorgenvoller Konspiration, denn: Der Staatsbankrott des Vaterlandes scheint unvermeidlich. Baron Mirko Zeta sieht nur noch ein Mittel, wie er den fiktiven Operettenstaat Pontevedro vor dem finanziellen Ruin retten kann: die millionenschwere Witwe Hanna Glawari, die gerade in Paris angekommen ist! Einer seiner Landsleute soll, nein muss die Witwe heiraten. Und schon beginnt die Jagd auf die Millionen des wohl charmant-kokettesten „Rettungs-Schirms“ der Operettengeschichte.

Premiere am Samstag, 7. November 2015, 19.30 Uhr Großer Saal, Musiktheater Volksgarten, Weitere Vorstellungen:, DIENSTAG, 10. NOVEMBER 2015 19:30 – 22:15 UHR, MONTAG, 16. NOVEMBER 2015 19:30 – 22:15 UHR, MONTAG, 23. NOVEMBER 2015 19:30 – 22:15 UHR, DONNERSTAG, 26. NOVEMBER 2015 19:30 – 22:15 UHR
MITTWOCH, 02. DEZEMBER 2015 19:30 – 22:15 UHR, SONNTAG, 06. DEZEMBER 2015 Geschlossene Vorstellung 15:00 – 17:45 UHR, FREITAG, 11. DEZEMBER 2015,19:30 – 22:15 UHR, SONNTAG, 13. DEZEMBER 2015,19:30 – 22:15 UHR, DONNERSTAG, 17. DEZEMBER 2015,19:30 – 22:15 UHR, DONNERSTAG, 31. DEZEMBER 201519:00 – 21:45 UHR, SAMSTAG, 02. JÄNNER 2016,19:30 – 22:15 UHR, SONNTAG, 17. JÄNNER 201617:00 – 19:45 UHR, MITTWOCH, 27. JÄNNER 2016,19:30 – 22:15 UHR
FREITAG, 29. JÄNNER 201619:30 – 22:15 UHR, DIENSTAG, 02. FEBRUAR 201619:30 – 22:15 UHR, FREITAG, 12. FEBRUAR 2016,19:30 – 22:15 UHR, DIENSTAG, 23. FEBRUAR 201619:30 – 22:15 UHR, SAMSTAG, 05. MÄRZ 201617:00 – 19:45 UHR, FREITAG, 22. APRIL 2016,19:30 – 22:15 UHR, DIENSTAG, 26. APRIL 2016 19:30 – 22:15 UHR, MITTWOCH, 11. MAI 2016 19:30 – 22:15 UHR

Zu dieser Produktion gibt es ein theaterpädagogisches Angebot unter der Leitung von Anna-Lena Geerdts., Musikalische Leitung Johannes Wildner, Daniel Spaw
Inszenierung und Bühne Michiel Dijkema, Kostüme Alexandra Pitz
Choreografie Matthew Tusa, Chorleitung Georg LeopoldDramaturgie,  Magdalena Hoisbauer

BESETZUNG:
Michael Wagner, Hans-Günther Müller (Baron Mirko Zeta, pontevedrinischer Gesandter in Paris), Elisabeth Breuer, Martha Hirschmann (Valencienne, seine Frau), Martin Achrainer, Matthäus Schmidlechner (Graf Danilo Danilowitsch, Gesandtschaftssekretär), Judith Kuhn, Gotho Griesmeier (Hanna Glawari), Sven Hjörleifsson, Jacques le Roux (Camille de Rosillon), Csaba Grünfelder, Pedro Velázquez Díaz (Vicomte Cascada), Iurie Ciobanu, Jonathan Whiteley (Raoul de Saint-Brioche), Ulf Bunde, Ville Lignell (Bogdanowitsch, Konsul), Petra Göndöcs, Antoaneta Mineva (Sylviane, seine Frau), Claus Durstewitz, Bonifacio Galván (Kromow, Gesandtschaftsrat), Gabriele Salzbacher, Ulrike Weixelbaumer (Olga, seine Frau), Nikolai Galkin, Andrzej Ulicz (Pritschitsch, Oberst in Pension), Cheryl Lichter, Isabelle Wernicke- Brîncoveanu (Praskowia, seine Frau), Reinhold G. Moritz, Matthäus Schmidlechner (Njegus, Kanzlist bei der Gesandtschaft), Monika Brandstetter (Tanz und Akrobatik)
Chor des Landestheaters Linz
Bruckner Orchester Linz

Pressemeldung Landestheater Linz

Linz, Landestheater Linz, Premiere: DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN, 13.12.2014

Dezember 12, 2014 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Premiere Samstag, 13. Dezember 2014, 19.30 Uhr 

DIE CSÁRDÁSFÜRSTIN  von Emmerich Kálmán

Weitere Vorstellungen:  16. 12. 2014; 20.12.2014; 31.12.2014; 02.01.2015; 06.01.2015; 10.01.2015;  18.01.2015; 22.01.2015; 26.01.2015; 04.02.2015; 16.02.2015: 21.03.2015; 24.03.2015; 11.04.2015; 15.04.2015; 22.04.2015; 29.04.2015; 13.05.2015; 22.05.2015; 13.06.2014; 30.06.2015.
Kálmáns Operette “Die Csárdásfürstin“, am 13. November 1915 in Wien uraufgeführt, wurde nach “Herbstmanöver“ und sechs weiteren Werken der erste große Erfolg im Schaffen des Komponisten. Der Siegeszug der Csárdásfürstin war nicht aufzuhalten und es ist bis heute eine der meistgespielten Operetten weltweit geworden.

Die ach so schöne Geschichte einer einfachen Revue-Sängerin, die sich in einen Adeligen verliebt und nach viel Herz und Schmerz seine Gattin wird, fasziniert immer noch, aber in erster Linie durch die verschwenderisch schöne Musik Kálmán’s. Fast alle Arien und Couplets daraus wurden zu Ohrwürmer und Evergreens.

Grabstaette Emmerich Kalman ©  IOCO

Grabstaette Emmerich Kalman © IOCO

Im „Orpheum“ zu Budapest. Die berühmte Chansonette, Sylva Varescu, feiert ihre Abschiedsvorstellung, weil sie zu einer Tournee in die Vereinigten Staaten aufbrechen will. Edwin, ihr junger fürstlicher Liebhaber, überrascht sie jedoch mit einem Heiratsversprechen – just bevor er seinen Pflichten beim Militär nachkommen muss. Überglücklich beschließt Sylva zu bleiben! – Doch Edwins Vater will die unstandesgemäße Liaison seines Sohnes um jeden Preis verhindern und hat schon ohne Edwins Wissen dessen Verlobung mit der Komtesse Stasi per Anzeige bekanntgegeben. Eine solche Verlobungskarte wird Sylva zugespielt, worauf sie sich verraten glaubt …

Musikalische Leitung Daniel Linton-France, Borys Sitarski, Daniel Spaw
Inszenierung Karoline Gruber, Roy Spahn, Bühne Roy Spahn
Kostüme Julia Mottl, Choreografie Stephanie Erb
Chorleitung Georg Leopold, Dramaturgie Wolfgang Haendeler

BESETZUNG:
Sylva Varescu: Sonja Gornik, Bea Robein
Leopold Maria, Fürst von und zu Lippert-Weylersheim: Günter Rainer, Erich Josef Langwiesner
Anhilte, seine Frau: Cheryl Lichter, Karen Robertson
Edwin Ronald, beider Sohn: Iurie Ciobanu, Jacques le Roux
Komtesse Stasi, Nichte des Fürsten: Elisabeth Breuer, Jenifer Lary
Graf Boni Káncsiánu: Sven Hjörleifsson, Matthäus Schmidlechner
Ferencz Ritter Kerekes, genannt Feri: Bácsi Franz Binder, Hans-Günther Müller
Eugen von Rohnsdorff, Oberleutnant i.d.R.: Ulf Bunde, Ville Lignell
Kiss, Notar: Boris Daskalov, Andrzej Ulicz
Botschafter Mac Grave: Eugen Fillo, Jonathan Whiteley

Pressemeldung Landestheater Linz

Linz, Landestheater Linz, Premiere DIE ZAUBERFLÖTE, 14. und 19.09.2013

September 12, 2013 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Premiere

DIE ZAUBERFLÖTE  von Wolfgang Amadeus Mozart

Text von Emanuel Schikaneder
In deutscher Sprache mit deutschen, englischen und tschechischen Übertiteln
 
Premiere im Landestheater Linz: 14. September 2013, 19.30 Uhr im Musiktheater am Volksgarten, Premiere B am 19. September 2013, Weitere Termine:  21. und 26. September 2013; 4. Oktober 2013 jeweils 19.30 Uhr und 20. Oktober 2013, 17 Uhr
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Die Zauberflöte und das Linzer Landestheater
Es ist an der Zeit. Wer den „Zauberflöten“-Aufführungs-Rhythmus am Linzer Landestheater zurückverfolgt, wird sich über die Ansetzung von Mozarts Meisterwerk zur Eröffnung der Spielzeit 2013/2014 nicht wundern. Gut alle zehn Jahre ist es soweit: 1983 nahm sich der damalige Intendant des Linzer Landestheaters, Alfred Stögmüller, des Werkes höchstpersönlich an; 1995  war eine Inszenierung von Herbert Kapplmüller, dem aus Linz stammenden Regisseur, Ausstatter und nicht zuletzt Träger des Europäischen Kulturpreises 2001, zu erleben. Und 2003 war mit Oliver Tambosi ein ebenfalls mit der österreichischen Theatertradition (und den Häusern in Klagenfurt und Linz) bestens vertrauter Inszenator am Werk.
 
Und dennoch ist die jetzige Spielzeiteröffnung mit der Zauberflöte weit mehr als nur die Fortführung der Mozart-Tradition am Linzer Landestheater.
 
Die neue Aufführungsstätte – das Musiktheater am Volksgarten – zeigt es an. Sie steht sowohl für eine neue Ära der Linzer Theatergeschichte als auch für eine Zeit des internationalen Kulturaustauschs (ersichtlich schon durch den Architekten des neuen Hauses, den Engländer Terry Pawson), in der auch die Werke der „Wiener Klassik“ nicht mehr allein ein „Kulturexport“ von Österreich in die Welt sind. Vielmehr sind sie zum „Weltkulturerbe“ der gesamten globalisierten Künstlergemeinschaft geworden, die „unser Eigenstes“ vor ihrem eigenen kulturellen und ästhetischen Hintergrund weiterdenken und es uns – als Zeitgenossen verbunden – zum wahrlich neuen Erleben zurückgeben.
 
Dies mögen einige der Gedanken gewesen sein, die Intendant Rainer Mennicken und Chefdirigent und Operndirektor Dennis Russell Davies bewogen haben, Die Zauberflöte dem japanischen Regisseur Amon Miyamoto anzuvertrauen.
 
Seine Sicht auf das Werk hat Amon Miyamoto im Theatermagazin vom September 2013 dargelegt …
 
MUSIKALISCHE LEITUNG Dennis Russell Davies, Takeshi Moriuchi, Daniel Spaw
INSZENIERUNG Amon Miyamoto
REGIEMITARBEIT Tomo Sugao
BÜHNENBILD Boris Kudlièka
KOSTÜME Masatomo Ota
VIDEO Bartek Macias
LICHTDESIGN Marc Heinz
CHORLEITUNG Georg Leopold
LEITUNG EXTRACHOR Martin Zeller
LEITUNG KINDER- UND JUGENDCHOR Ursula Wincor
LETIUNG ST. FLORIANER SÄNGERKNABEN Franz Farnberger
DRAMATURGIE Wolfgang Haendeler
 
Besetzung
SARASTRO Igor Durlovski/Dominik Nekel
TAMINO Iurie Ciobanu/Sven Hjörleifsson/Jacques le Roux
SPRECHER Ulf Bunde/Michael Wagner
ERSTER PRIESTER Claus Durstewitz/Seogmann Keum
ZWEITER PRIESTER Franz Binder/William Mason
KÖNIGIN DER NACHT Klara Kolonits/Mari Moriya
PAMINA Sonja Gornik/Myung Joo Lee/Mari Moriya
ERSTE DAME Claudia Braun-Tietje/Brit-Tone Müllertz
ZWEITE DAME Martha Hirschmann/Karen Robertson
DRITTE DAME Bernadett Fodor/Katerina Hebelkova/
PAPAGENO Martin Achrainer/Seho Chang
PAPAGENA Elisabeth Breuer/Ilia Vierlinger
MONOSTATOS Hans-Günther Müller/Matthäus Schmidlechner
ERSTER GEHARNISCHTER Pedro Velázquez Díaz/Csaba Grünfelder
ZWEITER GEHARNISCHTER Nikolai Galkin/Dominik Nekel
DIE DREI KNABEN Solisten der St. Florianer Sängerknabern, Kinder- und Jugendchor des Landestheaters Linz in Kooperation
mit der OÖ. Vokalakademie
CHOR UND EXTRACHOR DES LANDESTHEATERS LINZ
TÄNZERINNEN UND TÄNZER DER ANTON BRUCKNER PRIVATUNIVERSITÄT
BRUCKNER ORCHESTER LINZ
 
INTERVIEW MIT DEM REGISSEUR   Amon Miyamoto
Herr Miyamoto, mit der Zauberflöte inszenieren Sie ein Herzstück österreichischer Theatertradition. Nach der Premiere am Landestheater geht die Produktion von Linz nach Tokyo. Eine globalisierte Zauberflöte. Wie macht man das?
 
AM: Während meiner Vorbereitungen auf die Inszenierung habe ich weder konkret an Österreich noch an Japan gedacht. Da es in der Zauberflöte, meiner Meinung nach, um globale Themen geht, versuche ich vielmehr, eine universelle Sichtweise einzunehmen. Wie entwickeln wir uns als Menschen? Was heißt es für ein Kind, im 21. Jahrhundert aufzuwachsen? Gibt es kollektive Ängste, mit denen wir alle konfrontiert sind? Das sind die Themen, die mich besonders interessieren. Ich denke schon, dass es Fragen gibt, die von globaler Brisanz sind: Umwälzungen in der Politik – national und international –, das sich so stark verändernde Wetter und der beinahe allgegenwärtige Kapitalismus. Die Charaktere der Zauberflöte sind ständig mit der Frage „Wer bin ich?“ konfrontiert – diese existenzielle Selbstbefragung ist für mich zentral, und daher empfinde ich diese Oper als zutiefst zeitgemäß.
 
… Also weder aufklärerischer Erziehungsroman, Freimaurer-Geheimlehre noch prall-buntes Volkstheater aus der Wiener Vorstadt?
 
AM: Ich interessiere mich sehr für diese historischen Einflüsse und für die Welt, in der Mozart lebte; im Rahmen meiner Vorbereitungen habe ich viel darüber gelesen. Was mir an diesen kulturgeschichtlichen Vorbildern aber besonders wichtig ist und was mir gewissermaßen als deren Essenz erscheint, sind Humanität und Egalität und die universale Frage, wie wir ein respektvolles Miteinander gestalten können. Außerdem denke ich, dass die Freimaurer-Thematik nur einen Aspekt unter vielen in der Zauberflöte darstellt. Da gibt es ja auch noch Papageno und Papagena! In ihnen sehe ich den Schalk und gewissermaßen auch das Selbstbildnis Mozarts. Die Intensität, in der Mozart das Leben genossen hat, ist bemerkenswert, und ich erkenne sie in diesen beiden Figuren wieder.
 
In Ihrer Inszenierung fungiert ein Computerspiel als Rahmenhandlung. Gibt es darin Gut und Böse oder starke Helden?
 
AM: Zuallererst: Mir geht es überhaupt nicht darum, eine Inszenierung über Computerspiele zu machen und auch nicht darum, dieses Medium dementsprechend zu bedienen oder zu hinterfragen. Das Computerspiel dient lediglich als dramaturgische Klammer. Im Grunde sehe ich in meiner Inszenierung keine Helden – Tamino ist, meiner Ansicht nach, viel zu sensibel und unschuldig, um ein starker Held zu sein. Und auch in Sarastro und der Königin sehe ich wenig Heldenhaftes noch eindeutig Gutes oder Böses; sie vereinen in sich so viele Farben, Facetten und Widersprüche. Wie wir alle haben sie sowohl eine helle als auch eine dunkle Seite, und sie versuchen beide ihr Bestes. Das Gute ist sowohl in Sarastros Augen als auch aus der Sicht der Königin eben nur relativ – und das finde ich zutiefst menschlich.
 
In der „klassischen“ Zauberflöte führen „die drei holden Knaben“ Tamino und Papageno zum Ziele. Ihre Zuordnung zwischen Sarastro und der Königin ist unklar. Was wird aus ihnen in der Linzer Zauberflöte?
 
AM: Ich bin mir selbst auch nicht hundertprozentig sicher, aber ich sehe sie zuallererst als Engel, als gutherzige Kinder. Sie pendeln im Endeffekt zwischen der Seite der Königin und der Sarastros und betrachten beide aus ihrer naiven Unvoreingenommenheit heraus. Für Kinder gibt es, denke ich, noch kein eindeutiges Entweder/oder; genau diese vorurteilsfreie Einstellung halte ich mir selbst auch immer als Ideal vor Augen.
 
Die Zauberflöte war auch für viele bildende Künstler eine Herausforderung. Welche Bilder wird man von Ihrer Inszenierung im Gedächtnis behalten?
 
AM: Mit den ägyptischen Motiven in der Zauberflöte und dem Bezug auf eine mystische Vergangenheit, der durch sie hergestellt wird, kann ich mich durchaus identifizieren. Ich habe mich selbst auch sehr viel mit fernöstlicher Spiritualität beschäftigt. Die Symbolik dieser Traditionen – ich denke da an Naturbilder, aber auch an große Symbole wie die Sonne, den Mond und das Weltall – hat mich natürlich beeinflusst, und man wird diese Bildsprache sicherlich in der Inszenierung und auf der Ebene der Videos wiederfinden.
 
Das Interview führte Magdalena Hoisbauer (Dramaturgieassistentin am Landestheater Linz).
 
 
  
 
 
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