Düsseldorf, Robert Schumann Saal, Klavierfestival Ruhr 2015 Klavierabend – Elena Bashkirowa, IOCO Kritik, 18.05.2015

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KLAVIER-FESTIVAL RUHR 2014

Robert Schumann Saal   

Klavierabend Elena Bashkirova,

18.05.2015

Klavierfestival Ruhr2015 / Bashkirova Elena © Monika Rittershaus

Klavierfestival Ruhr2015 / Bashkirova Elena © Monika Rittershaus

Die russische Pianistin Elena Bashkirova ist eine weltweit gefragte Künstlerin.

Sie gehört seit Jahren zur Elite der Klavierschaffenden. Es gibt sicher kein großes internationales Orchester, mit dem sie nicht schon musiziert hätte. Alle Dirigenten von Rang und Namen schätzen sie als Partnerin. 1998 gründete sie das Jerusalem Chamber Music Festival und ist dessen künstlerische Leiterin.

Nun schon zum 19. Mal war sie zu Gast beim Klavierfestival Ruhr. In diesem Jahr sogar mit einem Soloabend, was nicht so häufig vorkommt. Ähnlich wie Martha Argerich und andere, schätzt sie das gemeinsame Spiel mit Kollegen.

Sie begann ihr Programm recht düster mit den “Vier Nachtstücken, op. 23“ von Robert Schumann. In diesen vier Kompositionen ist schon Schumanns grenzenlose Melancholie manifestiert, die letztendlich zu seiner geistigen Umnachtung führte. Elena Bashkirova spielte die vier Stücke mit großem Ton und packendem Zugriff. Sehr markant geriet der Marschrhythmus des ersten Stückes. Auszumachen war gelegentlich eine gewisse Dumpfheit des Tones, insbesondere im dritten Stück.

Es folgten zwei Stücke von Mozart. Zunächst die “Fantasie in C-Moll“. Die Pianistin spielte die fünf Sätze mit Ausdruck und exzellenter Geläufigkeit.

Gelegentlich machte sich ungünstiger Pedalgebrauch störend bemerkbar.

Das wiederholte sich im zweiten Stück, der “Sonate Nr.14 in C-Moll“, aber wesentlich geringfügiger. Dem großen Ernst, der den gesamten Sonatensatz durchzieht, wurde Bashkirova absolut gerecht. Im weitausgeholten Adagio konnte sie die inhaltliche Beseeltheit wunderbar wiedergeben.

Nach der Pause gab es zunächst zwei Stücke von Franz Liszt. In der “Ballade Nr. 2 in H-Moll“, betitelt “Hero und Leander“, zeigte Elena Bashkirova ganz besonders, dass sie eine Pianistin von hohen Graden ist. Die Kompositionen Liszts scheinen ihr besonders zu liegen. Prononcierte Abschlagsbrillanz und technische Geschicklichkeit waren durchwegs zu hören.

Nicht anders bei dem zweiten Stück “Franziskus-Legende Nr. 1“. Hier kam eine lyrische Ausgangsposition hinzu und ihre offensichtliche Freude an den jubilierenden Vogelstimmen war absolut hörbar und voller Wohlklang.

Der Abend endete spanisch mit den farbigen “5 Cantos de Espaná, op. 232“ des spanischen Pianisten und Komponisten Isaak Albéniz. Hier in diesen fünf Stücken, wie auch in seiner Sammlung “Iberia“, weiß Albéniz das spanische Klangkolorit raffiniert mit Folklore-Elementen zu verflechten.

Ganz wunderbar brachte Bashkirova die rhythmische Vielgestaltigkeit der Stücke heraus, insbesondere in den Sätzen “Cordobá“ und “Seguidillas“. Ein paar “abgerutschte“ Griffe quer durch den Abend fielen nicht weiter ins Gewicht.

Das Publikum spendete herzlichen Beifall und erklatschte sich drei Zugaben

IOCO / UGK  / 18.05.2015

—| IOCO Kritik Klavierfestival Ruhr |—

Düsseldorf, Robert Schumann Saal, Spielplan Juni 2012, 19.04.2012

April 20, 2012 by  
Filed under Pressemeldung, Robert Schumann Saal, Spielpläne

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Robert Schumann Saal

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Robert Schumann Saal im MPK Düsseldorf © Christoph Schuknecht

Spielplan Juni 2012

 Fr, 1.6.2012, 20 Uhr

Schumannfest

Mutter/Sohn

Erlenbusch-Quartett:
Michael Barenboim
Violine / Petra Schwieger Violine / Madeleine Carruzzo Viola /
Tim Park
Violoncello

Elena Bashkirova Klavier

Anton Webern
6 Bagatellen op. 9
Jean Sibelius

Streichquartett d-Moll op. 56 (Voces intimae)

Anton Webern

Quartett op. 28
Robert Schumann

Klavierquartett Es-Dur op. 47

Michael Barenboim trägt einen großen Nachnamen. Schließlich ist der junge Star-Geiger der Sohn von Maestro Daniel Barenboim. Sein musikalisches Talent hat er zudem mütterlicherseits von der großen Pianistin Elena Bashkirova in die Wiege gelegt bekommen. Gemeinsam mit den Mitgliedern seines 2006 gegründeten Erlenbusch-Quartetts spielen Mutter und Sohn Kammermusik auf höchstem Niveau.

Veranstalter: Schumannfest Düsseldorf

49/39/27 € zzgl. Servicegebühr

inkl. 18 Uhr Eröffnung der großen Ausstellung des finnischen Malers Akseli Gallen-Kallela und erster Gang durch die Ausstellung im Museum Kunstpalast

Mo, 11.6.2012, 20 Uhr

Klavier-Festival Ruhr

Die Besten der Besten – Preisträger Internationaler Wettbewerbe

Preisträgerkonzert 4

Daniil Trifonov
1. Preis XIV. Internationaler Tschaikowsky-Wettbewerb Moskau 2011
1. Preis Arthur Rubinstein Wettbewerb Tel Aviv 2011
Alexander Skrjabin
Sonate Nr. 3 fis-Moll op. 23
Peter Iljitsch Tschaikowsky
aus: Six Morceaux op. 51
aus: 18 Morceaux op. 72
Igor Strawinsky
Drei Tänze aus dem Ballett „Der Feuervogel“
Claude Debussy
aus: Images, Heft I
Frédéric Chopin
Zwölf Etüden op. 25
Veranstalter: Stiftung Klavier-Festival Ruhr
24 € (ermäßigt  15 €) inkl. aller Gebühren

Do, 14.6.2012, 20 Uhr

Mary Bauermeister im Gespräch mit Elke Heidenreich

Marc-Aurel Floros Klavier
Ich hänge im Triolengitter. Mein Leben mit Karlheinz Stockhausen
Mehrere Jahre lang lebte die Künstlerin Mary Bauermeister mit Karlheinz Stockhausen, einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, und dessen erster Ehefrau in einer ménage à trois. In Bauermeisters Kölner Atelier versammelte sich 1960 – 1962 die Avantgarde der internationalen Kunst- und Musikszene, neben Stockhausen etwa John Cage, Nam June Paik und Christo. SpektakuläreHappenings leiteten die Fluxus-Bewegung ein. Im Gespräch mit der Herausgeberin Elke Heidenreich erzählt die Künstlerin von einer bewegenden, von Aufbruchsstimmung geprägten Zeit und einem unkonventionellen Lebens- und Liebesexperiment. Der Pianist Marc Aurel Floros ergänzt den Abend  mit Stockhausen-Kompositionen.

Veranstalter: Stiftung Museum Kunstpalast in Kooperation mit dem Literaturbüro NRW  e.V.   im Rahmen der Düsseldorfer Literaturtage

15 € (Schüler/Studenten 6€)  zzgl. Servicegebühr, freie Platzwahl

 

Mi, 20.6.2012, 20 Uhr

Klavier-Festival Ruhr

David Fray

Wolfgang Amadeus Mozart
Sonate Nr. 9 für Klavier D-Dur KV 311
Ludwig van Beethoven
Sonate Nr. 15 D-Dur op. 28 „Pastorale“
Wolfgang Amadeus Mozart
Fantasie in c-Moll KV 475
Ludwig van Beethoven
Sonate für Klavier Nr. 21 C-Dur op. 53 „Waldsteinsonate“
Veranstalter: Stiftung Klavier-Festival Ruhr

 

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