Hamburg, Elbphilharmonie, 1.9.2020 – Wiedergeburt des Konzertlebens, IOCO Aktuell, 04.08.2020

August 4, 2020 by  
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Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung der Elphi © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

ELBPHILHARMONIE  – LAEISZHALLE –  live ab 1.9.2020

Wiedergeburt des Konzertlebens in Hamburg

Tickets für mehr als 30 Konzerte im September – die meisten davon im Großen Saal der Elbphilharmonie – gehen am Dienstag, den 4. August, um 11 Uhr, in den Verkauf. Alle Veranstaltungen entsprechen den Erfordernissen in Corona-Zeiten. Sie dauern meist nur etwa eine Stunde, haben keine Pause und finden, wo immer dies möglich war, zwei Mal am selben Abend statt. Das von NDR Elbphilharmonie Orchester und HamburgMusik gemeinsam verantwortete Programm zur Saisoneröffnung beginnt am 1. September und markiert mit insgesamt sieben Konzerten den Neustart des Konzertlebens in Hamburg nach nahezu halbjähriger Zwangspause. Weitere Höhepunkte im Laufe des Monats: Das Ensemble Modern kommt unter der Leitung von George Benjamin, das Mahler Chamber Orchestra gastiert gleich an zwei Abenden, Teodor Currentzis hat für sein SWR Symphonieorchester ein komplett neues Programm entwickelt, und auch das Ensemble Resonanz eröffnet seine Spielzeit. Als Solistinnen sind u.a. Lisa Batiashvili und Patricia Kopatchinskaja (Violine) zu erleben, die Sopranistin Anna Prohaska, die Cellistin Alisa Weilerstein sowie der Geiger Leonidas Kavakos und der Pianist Pierre-Laurent Aimard. Tickets ab 10 Euro sind auf www.elbphilharmonie.de erhältlich. Ein ausgeklügeltes Hygiene- und Einlasskonzept gewährleistet ein Höchstmaß an Sicherheit für Publikum und Mitwirkende.

Alle Brahms-Sinfonien zum Neustart

Mit der Sinfonie Nr. 2 von Brahms und dem 1. Violinkonzert von Prokofjew läutet das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung seines Chefdirigenten Alan Gilbert am 1.9. um 20 Uhr gemeinsam mit der HamburgMusik die neue Saison ein. Solistin ist Lisa Batiashvili. Am 2., 4. und 5.9. spielt das Orchester dann jeweils Doppelkonzerte (18.30/21 Uhr), wobei die Paarung der beiden Komponisten erhalten bleibt und sukzessive alle vier Brahms-Sinfonien und auch das Violinkonzert Nr. 2 von Prokofjew zur Aufführung kommen (Solist: Leonidas Kavakos, 4./5.9.).

Elbphilharmonie Hamburg / NDR - Elbphilharmonie Orchester im Großen Saal © Michael Zapf

Elbphilharmonie Hamburg / NDR – Elbphilharmonie Orchester im Großen Saal © Michael Zapf

Gastspiele mit spannenden, neuen Programmen

Die ersten auswärtigen Orchestergäste auf der Bühne erwartet die HamburgMusik am 6.9. um 20 Uhr mit dem Ensemble Modern unter George Benjamin, in der Saison 2018/19 Composer in Residence der Elbphilharmonie. Die Musiker spielen Benjamins »At First Light« und Wolfgang Rihms »Jagden und Formen« – ein Werk von beinahe unentrinnbarer Sogwirkung. Tags darauf leitet George Benjamin das Mahler Chamber Orchestra mit Werken von Janácek und Ravel und seinem Duett für Klavier und Orchester (Solist: Pierre-Laurent Aimard, 7.9., 18.30/21 Uhr). Das Mahler Chamber Orchestra bleibt noch in der Stadt, um zwei Tage später Werke von vier großen B zu spielen – Bach, Boulez, Benjamin und Britten. Bachs Hochzeitskantate und den Orchesterlied-Zyklus »Les Illuminations« von Britten singt die Berliner Star-Sopranistin Anna Prohaska, die Leitung liegt beim Konzertmeister des Ensembles Matthew Truscott (9.9., 20 Uhr).

Das SWR Symphonieorchester und sein Chefdirigent Teodor Currentzis haben ihr als Entree der Residenz der Geigerin Patricia Kopatchinskaja konzipiertes Konzert komplett umgestellt und präsentieren stattdessen ein aufregendes Programm mit Musik, die wie dafür gemacht scheint, auf Abstand gespielt zu werden. Kopatchinskaja soliert in Giacinto Scelsis filigranem, mikrotonal angelegtem Werk »Anahit / Lyrisches Poem für den Namen der Venus« und in einem neuen Werk für Solovioline und Orchester, das Dmitri Kourliandski zu Ehren von Helmut Lachenmann komponiert hat. Lachenmann selbst, der im November seinen 85. Geburtstag feiert, tritt zudem als Sprecher in seinem Stück »zwei Gefühle… / Musik mit Leonardo« auf. Dem Werk liegt ein Text von Leonardo da Vinci zugrunde, es liefert einen zentralen Beitrag zu seiner in Hamburg uraufgeführten Oper Das Mädchen mit den Schwefelhölzern. Eingerahmt wird das Programm von »Battalia«, einem hochexpressiven Stück des barocken Violinvirtuosen und Komponisten Heinrich Ignaz Franz Biber mit teilweise präpariertem Instrumentarium (23.9., 18.30/21 Uhr).

Einige Programme bleiben (fast) wie geplant

Aus Portugal reist das Remix Ensemble Casa da Música an und stellt wie geplant Hans Zenders Neuinterpretation der Diabelli-Variationen von Beethoven dem Original gegenüber – gespielt vom deutsch-rumänischen Weltklasse-Pianisten Herbert Schuch (22.9., 20 Uhr). Auch der Liederabend mit dem russischen Bass Mikhail Petrenko zieht lediglich vom Kleinen in den Großen Saal der Elbphilharmonie um (16.9., 19.30 Uhr).

Die Karajan-Akademie der Berliner Philharmoniker spielt das ursprüngliche Programm ihres Elbphilharmonie-Debüts, verteilt die Werke von Rebecca Saunders allerdings auf zwei Konzerte (27.9., 18.45/20.45 Uhr). Unter der Leitung von Enno Poppe präsentieren die jungen Musiker zunächst Saunders‘ Cinnabar, ein Doppelkonzert für Violine, Trompete, Ensemble und elf Spieluhren. Im zweiten Konzert tritt Fury für Kontrabass solo an die Stelle des Doppelkonzerts, Solist ist Alexander Arai-Swale. Kombiniert werden die Werke mit einem neuen Stück der Komponistin Milica Djordjevic – Preisträgerin des Ernst-von-Siemens-Komponistenpreises 2016 – und mit Enno Poppes Koffer.

Die Reihe »Das Alte Werk« feiert ihren Saisonauftakt im Großen Saal der Laeiszhalle, auch Interpreten und Werk bleiben erhalten, das Programm wird lediglich etwas gekürzt und zweimal gespielt: Die Accademia Bizantina bringt unter der Leitung von Ottavio Dantone Auszüge aus Vivaldis effektvoller Oper Il Tamerlano als konzertante Aufführung in italienischer Sprache (29.9., 18.30/21 Uhr).

Die Elbphilharmonie in Hamburg
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 Konzerte der Residenzorchester werden leicht angepasst

Das Ensemble Resonanz konnte seine Saisoneröffnung unter dem Titel »statt anderer gottheit« kalendarisch beibehalten, hat es aber um einen Programmpunkt kürzen müssen, spielt nun Hans Zenders »Hölderlin lesen I« mit Jens Harzer als Sprecher sowie Beethovens Sinfonie Nr. 5 und doppelt das Konzert (8.9, 18.30/21 Uhr).

Krzysztof Urbacski, Erster Gastdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, kehrt mit insgesamt vier Konzerten und einem reinen Beethoven-Programm in den Großen Saal zurück. Das Klavierkonzert Nr. 5 mit Dejan Lazic als Solist konnte vom ursprünglichen Programm beibehalten werden, Schostakowitschs Sinfonie Nr. 12 wird durch Beethovens 1. Sinfonie ersetzt (10./11.9., jeweils 18.30/21 Uhr). Zum Monatsende hin leitet erneut Alan Gilbert das Orchester, dann in einer Serie von Konzerten mit der Cellistin Alisa Weilerstein, die anstelle von Schostakowitschs Cellokonzert Nr. 1 nun Tschaikowskys Rokoko-Variationen mitbringt. Zweiter Programmpunkt: die 3. Sinfonie von Beethoven, die Eroica (24.9/26.9., jeweils 18.30/21 Uhr sowie 27.9., 10.30/13 Uhr).

Harbour Front Sounds – Tickets ab 11. August

Karten für Harbour Front Sounds – ein Festival im Literaturfestival, das in Kooperation mit HamburgMusik realisiert wird – sind derzeit noch auf Bestellung erhältlich. Restkarten gehen am 11. August in den Verkauf.

Weitere Veranstalter

Des Weiteren gelangen am 4.8. Tickets für Konzerte mit dem Belcea Quartet in den Verkauf (24.9., Laeiszhalle Großer Saal, 19.30 Uhr), für das Festival der Preisträger des Fanny Mendelssohn Förderpreises (26.9., 18.45/20.45 Uhr, Elbphilharmonie Kleiner Saal) sowie für das Auryn Quartett, das seinen Auftritt beim diesjährigen International Mendelssohn Festival vom Kleinen in den Großen Saal der Laeiszhalle verlegt (27.9., 20 Uhr) hat. Die weiteren Konzerte des Festivals mussten Corona-bedingt abgesagt werden.

Ticketinformationen und Hinweise zum Konzertbesuch

Tickets sind online über www.elbphilharmonie.de erhältlich. Kunden, denen eine Online-Buchung nicht möglich ist, können unter +49 357 666 66 anrufen (Di-Sa 10-16 Uhr). Eine Übersicht über alle weiteren Konzerte und Vorverkaufstermine gibt es auf www.elbphilharmonie.de (gleich auf der Startseite, oben rechts »Verfügbare Konzerttickets« anklicken).

Solange das Konzertleben weiterhin den Unwägbarkeiten infolge der Corona-Pandemie unterworfen bleibt, starten HamburgMusik, NDR und einige andere Veranstalter jeweils am ersten Dienstag eines Monats den Vorverkauf für die neuen Konzerte des Folgemonats. Am 1. September gelangen demzufolge die Tickets für Oktober 2020 in den Verkauf.

Für den Konzertbesuch gelten aktuell besondere Vorgaben: So ist in Elbphilharmonie und Laeiszhalle auf allen Laufwegen im Konzertbereich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Auf den Plätzen im Saal, die einen Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Besuchern bzw. Besuchergruppen gewähren, gilt keine Maskenpflicht. Auch beim Aufenthalt im Foyer muss unter Wahrung des Mindestabstands zu anderen Gästen keine Maske getragen werden. Anders als bisher öffnen die Häuser für Konzertbesucher nun 60 Minuten vor Veranstaltungsbeginn. Foyers und Säle werden gleichzeitig geöffnet. Die Konzertgastronomie in den Foyers ist nur vor der Veranstaltung in Betrieb. Alle Hinweise – auch zur Nutzung der Garderoben und Aufzüge sind auf www.elbphilharmonie.de zu finden.

—| Pressemeldung Elbphilharmonie Hamburg |—

Hamburg, Elbphilharmonie, KONZERTKINO – SOMMERVERGNÜGEN, 15.08. – 01.09.2020

Juli 28, 2020 by  
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Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung der Elphi © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

ELBPHILHARMONIE KONZERTKINO

SOMMERVERGNÜGEN FÜR AUGEN UND OHREN

Elbphilharmonie Konzertkino lädt im August mit mehr Live-Streams und Konzertmitschnitten als je zuvor aus dem Großen Saal auf den Vorplatz des Hauses. Tickets ab 28. Juli, 11 Uhr,   auf www.elbphilharmonie.de.

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

18 Abende lang volles Programm auf dem Vorplatz der Elbphilharmonie mit Übertragungen von Konzerten aus Klassik, Jazz, Pop und World Music auf große LED-Wand und bei bestem Sound: Das bietet das »Elbphilharmonie Konzertkino« 2020 vom 15. August bis 1. September. Vier Konzerte werden live aus dem Großen Saal gestreamt, das übrige Programm besteht aus aufgezeichneten Konzert-Highlights. Corona-bedingt gestalten sich die beliebten sommerlichen Open-air-Tage in diesem Jahr vom Programm her üppiger als je zuvor. Auch organisatorisch verlaufen sie anders als ihre Vorgänger. Die Veranstaltungen finden in einem abgeteilten Areal statt, zur Wahrung der Abstandsregeln ist die Besucherzahl begrenzt, und die Plätze müssen vorab gebucht werden. Zur Auswahl stehen Kunstrasenflächen unterschiedlicher Größe, die von zwei bis maximal vier Besuchern belegt werden können (8/12 bzw. 16 Euro) sowie Strandkörbe bzw. Liegestühle für zwei Besucher (8 Euro). Die Übertragungen beginnen um 20 Uhr, an drei Wochenend-Nachmittagen läuft zusätzlich um 16 Uhr ein Kinderprogramm. Der Ticketverkauf beginnt am Dienstag, den 28. Juli, um 11 Uhr auf www.elbphilharmonie.de.

Elbphilharmonie / Konzertkino @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino @ Claudia Höhne

Vier der 18 Konzertkino-Abende werden live aus dem Großen Saal gestreamt: Gleich zum Auftakt gastiert der Pianist und Klangtüftler Hauschka, begleitet vom Schlagwerker Kai Angermann (15.8., in Zusammenarbeit mit Kampnagel Internationale Kulturfabrik). Auf den Tag genau 60 Jahre nach dem ersten Konzert der Beatles im Hamburger Kiez-Club Indra spielt das Trio Hülsmann / Wogram / Dell ein Beatles-Programm (17.8.). Die Pianistin Claire Huangci und ihr Kollege Alexei Volodin präsentieren sich an zwei Klavieren mit Musik von Mozart, Rachmaninow und Ravel (20.8.). Das Finale des Konzertkinos am 1. September markiert gleichzeitig die Eröffnung der Saison 2020/21: Das NDR Elbphilharmonie Orchester spielt die Sinfonie Nr. 2 von Brahms sowie das Violinkonzert Nr. 1 von Prokofjew mit Lisa Batiashvili als Gastsolistin. Die Leitung hat Alan Gilbert, Chefdirigent des Orchesters.

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

Elbphilharmonie / Konzertkino 2018 Vorplatz Cube @ Claudia Höhne

An den übrigen Abenden ist ein breites Angebot an Mitschnitten zu erleben. Klassik-Fans können sich auf das »Star Wars«-Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter Krzysztof Urbacski freuen (16.8., 30.8., jeweils 16 Uhr), auf die Münchner Philharmoniker unter Valery Gergiev (19.8.), das National Youth Orchestra of the USA mit der Mezzosopranistin Joyce DiDonato unter Sir Antonio Pappano (24.8.) und das Concertgebouworkest unter Myung-Whun Chung mit Mahlers Sinfonie Nr. 9 (26.8.). Das Residenzorchester der Elbphilharmonie kommt außerdem mit zwei Konzertaufnahmen unter Alan Gilbert von der LED-Wand, einmal mit Musik von Beethoven und Bruckner (18.8.), einmal mit dem Verdi-Requiem (25.8.). Auch die hinreißende Silvesterproduktion der Fledermaus von Johann Strauss mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester unter Manfred Honeck mit Bo Skovhus und weiteren illustren Sängern feiert ein sommerliches Leinwand-Comeback (22.8.). Beethovens Neunte mit dem Orquesta Sinfónica Simón Bolívar de Venezuela unter Gustavo Dudamel beschließt den Reigen der Mitschnitte (30.8.).

Die den Elbphilharmonie-Foyers auf den Leib choreografierte und noch vor der offiziellen Eröffnung des Hauses dort uraufgeführte wunderbare Tanzproduktion »Figure Humaine« von Sasha Waltz & Guests wird ebenso gezeigt (16.8.) wie das Einstandskonzert der legendären Berliner Band Einstürzende Neubauten (21.8., 31.8.). Mit Angélique Kidjo (23.8.) und Ana Moura (28.8.) locken zwei stimmgewaltige Sängerinnen aus Benin/Frankreich bzw. Portugal mit ihren Bands vor die Leinwand, mit dem Mitschnitt des grandios aufspielenden Jazz at Lincoln Center Orchestra unter Wynton Marsalis ein Top-Act des Jazz (29.8.). Ein filmisches Porträt der sechs Finalisten des in diesem Jahr erstmals verliehenen Berlin Prize for Young Artists des Elbphilharmonie Hauptsponsors Julius Bär rundet das Programm ab (27.8.).

An drei Wochenend-Nachmittagen empfiehlt sich insbesondere für Familien mit Kindern ab 8 Jahren der Konzertkino-Besuch: Am Sonnabend, den 22.8., läuft das Funkelkonzert »SOMNIA – Wie klingen Träume?«, tags darauf »Nächste Ausfahrt: Lunar Plexus«, und am 29.8. »Reise in eine neue Welt«. In allen drei Kinderproduktionen sind Musikerinnen und Musiker des Ensemble Resonanz, Residenzensemble der Elbphilharmonie, federführend beteiligt. Beginn jeweils 16 Uhr.

Die Aufführungen werden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Elbphilharmonie anmoderiert. Für das leibliche Wohl sorgt die Hausgastronomie über einen Food-Container.

Das »Elbphilharmonie Konzertkino« wird von den Principal Sponsors der Elbphilharmonie Julius Bär, SAP, Deutsche Telekom und Montblanc sowie durch die Stiftung Elbphilharmonie unterstützt.

—| Pressemeldung Elbphilharmonie Hamburg |—

Hamburg, Elbphilharmonie, Musikfest-Eröffnungskonzert zieht um – Ins Netz, 27.04.- 03.05.2020

April 24, 2020 by  
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Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung der Elphi © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

Musikfest-Eröffnungskonzert zieht um –  Ins Netz

Elbphilharmonie-Titularorganistin Iveta Apkalna, Geigerin Lisa Batiashvili und Mitglieder des NDR Elbphilharmonie Orchesters eröffnen ein Musikfest, das es nicht gibt. Ungeachtet der generellen Musikfestabsage findet das dazugehörige Projekt »Genesis« als einziger Programmpunkt statt – im Internet

Am Freitag, den 24. April 2020, wäre das 5. Internationale Musikfest Hamburg feierlich in der Elbphilharmonie eröffnet worden. Doch infolge der Maßnahmen zur Verhinderung der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus wurden bis 30. Juni alle Konzerte in Hamburg untersagt, wovon auch das Internationale Musikfest Hamburg, das bis zum 25. Mai hätte dauern sollen, vollständig betroffen ist. Das ganze Musikfest? Nein! Das Eröffnungskonzert wandert ins Netz, freilich in stark veränderter, den Umständen angepasster Form. Und, zweite frohe Botschaft: Das von vornherein überwiegend als Online-Erlebnis geplante interaktive Computerspiel »Genesis« (27.4. – 3.5.) bleibt als einziger Programmpunkt des Musikfests weitestgehend intakt.

Pünktlich um 20 Uhr wäre es verstummt, das vorfreudige Stimmengewirr, morgen im ausverkauften Großen Saal der Elbphilharmonie. Alle Anwesenden hätten ihre Aufmerksamkeit gespannt auf das jeden Moment beginnende Eröffnungskonzert des 5. Internationalen Musikfests Hamburg gerichtet, das das NDR Elbphilharmonie Orchester mit Gastsolisten unter der Leitung von Alan Gilbert spielen sollte. Diesen besonderen Moment hat, wie unzählbar viele weitere schöne gemeinschaftliche Momente in diesen Wochen, das Corona-Virus vereitelt. Das Konzert musste abgesagt werden und das ganze Musikfest gleich mit. Doch morgen um 20 Uhr passiert trotzdem etwas, das das Musikfest pars pro toto ins Bewusstsein des Publikums holt, und zwar weltweit: Um diese Uhrzeit geht ein Video online, das zumindest eine Ahnung davon vermittelt, was dieses Eröffnungskonzert hätte werden können.

Darin ist Musik von Antonin Dvorák und Sofia Gubaidulina zu erleben, von Leonard Bernstein und Leos Janácek, dazu ein kurzes, über Zoom geführtes Gespräch zwischen Christoph Lieben-Seutter, Intendant von Elbphilharmonie & Laeiszhalle (in der Elbphilharmonie), und Alan Gilbert, Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters (derzeit in Stockholm).

Anfang und Ende des rund einstündigen virtuellen Eröffnungskonzerts für ein Festival, das es nicht gibt, liefert Iveta Apkalna, Titularorganistin der Elbphilharmonie: Sie spielt zwei Werke für Orgel solo, »Hell und Dunkel« von Sofia Gubaidulina, der der Komponistenschwerpunkt des Festivals galt, und das Postludium aus der Glagolitischen Messe von Leos Janácek. Dazwischen erklingt eine Bearbeitung des Englischhorn-Solos aus dem zweiten Satz der Sinfonie Nr. 9 »Aus der Neuen Welt« von Antonín Dvorák für Solovioline und Streicher, arrangiert von dem georgischen Geiger Tamás Batiashvili. Er ist der Vater der Geigerin Lisa Batiashvili, die im richtigen Eröffnungskonzert morgen Dvoráks Violinkonzert gespielt hätte. Nun ist sie als Solistin in ihres Vaters Bearbeitung zu erleben.

Batiashvili hat ihren Part in einem Studio des Bayerischen Rundfunks in München eingespielt; zwei Mal fünf Streicher von den ersten Pulten des NDR Elbphilharmonie Orchesters wurden separat im Großen Saal der Elbphilharmonie aufgenommen, anschließend führte die Regie die drei Quellen klanglich und videografisch zusammen. Danach steht die »Jeremiah« genannte 1. Sinfonie von Leonard Bernstein mit Rinat Shaham (Mezzosopran) auf dem Programm. Die Aufnahme stammt aus der »Opening Night« des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter der Leitung von Alan Gilbert vom 6. September 2019 im Großen Saal der Elbphilharmonie.

Das etwas andere Musikfest-Eröffnungskonzert ist über www.elbphilharmonie.de und www.ndr.de/eo im Internet zu verfolgen. Anschließend steht es als Video on demand im Netz.

Genesis reloaded – nicht etwa die Band, sondern die Schöpfungsgeschichte

Einmal fast Gott spielen und an einer Schöpfungsgeschichte ganz eigener Art mitwirken: Das ist die Einladung von »Genesis«, einem Computerspiel, das Alexander Schubert ersonnen hat. Er gehört zum weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannten und aktiven Hamburger Komponisten- und Musikerkollektiv Decoder Ensemble. »Control A Real Life Computer Game« lautet die Aufforderung an Userinnen und User weltweit. Sie können vier menschliche Avatare steuern, die sich sieben Tage und sieben Nächte lang im Kraftwerk Bille aufhalten und auf Handlungsanweisungen aus der Community warten, um sich in Bewegung setzen, ihre Bedürfnisse befriedigen, ihrem Spieltrieb nachgehen, vielleicht sogar Musik machen zu dürfen. Die Avatare selbst teilen sich über Nachrichten auf dem Bildschirm mit, Statusbalken zeigen Müdigkeit, Hunger und Durst an. So wird zumindest die Möglichkeit eröffnet, dass das Geschöpf etwas Einfluss nehmen darf auf seine eigene Schöpfung. Der Phantasie aufhelfen tun über 2000 Gegenstände, vom Hammer über eine Geige bis zur Discokugel, die den Avataren zur Verfügung stehen, genauer: den Marionettenspielern an ihren Rechnern, die den Avataren vorgeben, was sie tun oder lassen sollen.

Die Möglichkeiten zum Mitspielen sind theoretisch bereits ausgebucht, vergeben wurden Slots von je 55 Minuten zu jeder Tages- und Nachtzeit. Wird ein vorgebuchter Slot nicht in Anspruch genommen, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, sich kurzfristig doch ins Spiel einzubringen. Darüber unterrichtet die Website www.virtual-genesis.net.

Die virtuellen Strippenzieher sind auch in dieser Spielart der Schöpfung nicht der Verantwortung entbunden. Denn jedes Mitwirken hinterlässt eine Spur; aus der Summe aller Interaktionen entsteht eine kollektiv erschaffene neue Welt. Das Spiel ist auch offen für Menschen, die dem Geschehen einfach nur zuschauen möchten. Live und rund um die Uhr per Stream..

»Genesis«, 27.4., 00.00 Uhr bis 3.5., 23.59 Uhr, www.virtual-genesis.net

Weitere Informationen, den Trailer und ab 27. April 00.00 Uhr auch den Livestream zu »Genesis« finden Sie unter https://www.elbphilharmonie.de/de/blog/genesis-ein-computerspiel-wird-realitat/331

—| Pressemeldung Elbphilharmonie Hamburg |—

Hamburg, Elbphilharmonie, Hilfsfonds für in Not geratene Musiker, April 2020

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung der Elphi © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

Elbphilharmonie Hilfsfonds  –  für in Not geratene Musiker

SOLIDARITÄT IN ZEITEN VON CORONA: HAMBURGMUSIK, NDR UND KONZERTDIREKTION DR. RUDOLF GOETTE GEBEN VON KARTENKÄUFERN NICHT ZURÜCKVERLANGTE EINTRITTSGELDER AN FREIBERUFLICHE KÜNSTLER WEITER

Auf Initiative der drei größten Veranstalter von Konzerten in Elbphilharmonie & Laeiszhalle wurde heute in Hamburg der Elbphilharmonie Hilfsfonds gegründet. Zweck des Fonds ist die Unterstützung von freiberuflichen Musikern, Musikpädagogen und Bühnenkünstlern, die von Konzertabsagen infolge von behördlichen Anordnungen unmittelbar betroffen sind. Der Fonds verdankt seine Mittel all jenen Kunden, die schriftlich auf die Erstattung des Kaufpreises für von ihnen erworbene Einzeltickets für Veranstaltungen der Gründungspartner in Elbphilharmonie und/oder Laeiszhalle während des Corona-bedingten Schließzeitraums verzichtet haben. Unterstützer des Fonds sind die HamburgMusik gGmbH, der NDR und die Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette. Weitere Veranstalter sind eingeladen, sich an der Initiative zu beteiligen.

Die Corona-Krise trifft alle Branchen, und in allen Branchen sind die freiberuflich Tätigen ganz besonders betroffen. Um für nicht fest angestellte Musikerinnen und Musiker, Musikpädagoginnen und Musikpädagogen sowie Bühnenkünstlerinnen und Bühnenkünstler die Folgen der Corona-bedingten reihenweisen Konzertabsagen wenigstens etwas abfedern zu helfen, wurde auf Initiative von Hamburgs führenden drei Konzertveranstaltern im Bereich der klassischen Musik heute ein Hilfsfonds gegründet. Er speist sich aus den Geldern, die an die genannten Veranstalter zurückgeflossen sind, weil eine erfreulich große Zahl an Kunden schriftlich auf ihren Erstattungsanspruch für das Geld gekaufter Eintrittskarten für abgesagte Konzerte verzichtet hat. Der Fonds kann durch Zuwendungen Dritter aufgestockt werden.

Zielgruppe sind allein selbstständige, freiberufliche Musiker, Musikpädagogen und Bühnenkünstler aller Nationalitäten, die in dem vom Senat der Freien und Hansestadt Hamburg in ihrer Allgemeinverfügung vom 12. März 2020 definierten Zeitraum (derzeit bis 30. April 2020) an einem oder mehreren Auftritten in der Elbphilharmonie oder Laeiszhalle mitgewirkt hätten und ihrer Verpflichtung wegen der generellen Absage aller Konzerte nicht nachkommen konnten. Neben Einzelmusikern können auch selbständige Musiker, die Teil eines Ensembles sind, eine individuelle Förderung beantragen.

Der Antrag kann nur online anhand eines auf der Website der Elbphilharmonie hinterlegten Formulars gestellt werden.

Die höchste Fördersumme beträgt EUR 2.500,00, unabhängig von der Anzahl der abgesagten Konzerte. Über die Vergabe entscheidet ein sogenanntes Steering Committee, dem Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant von Elbphilharmonie & Laeiszhalle, Burkhard Glashoff, Geschäftsführer der Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette sowie Achim Dobschall, Leiter des Bereichs Orchester, Chor, Konzerte beim NDR. angehören.

Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant Elbphilharmonie & Laeiszhalle: »Ich freue mich sehr, dass wir diesen Hilfsfonds so schnell und unbürokratisch gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Es steht bereits ein niedriger sechsstelliger Betrag zur Verfügung, mit dem wir sofort loslegen können.«

Achim Dobschall, Leiter des Bereichs Orchester, Chor, Konzerte beim NDR: »Nachdem die Musiker unserer Ensembles spontan bereits fast 40.000 Euro zugunsten des Nothilfefonds der Deutschen Orchester-Stiftung gespendet haben, wollen wir mit dem gemeinsamen Elbphilharmonie Hilfsfonds nun gezielt die Künstler unterstützen, die unmittelbar vom Ausfall unserer Konzerte betroffen sind und finanzielle Hilfe benötigen.«

Burkhard Glashoff, Geschäftsführer Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette: »Die Konzertabsagen, die in den letzten Wochen nötig wurden, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern, können insbesondere für junge Künstler und freie Ensembles existenzbedrohend sein. Umso dankbarer sind wir für die vielen Gesten der Solidarität, die wir mit dem »Elbphilharmonie Hilfsfonds« bündeln und eben diesen Künstlern zugutekommen lassen wollen.«

Das Antragsformular finden Sie hier: https://www.elbphilharmonie.de/de/hilfsfonds

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