Rostock, Volkstheater Rostock, Peer Gynt – Henrik Ibsen, Edvard Grieg, IOCO Kritik, 13.04.2019

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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Peer Gynt – Schauspiel Henrik Ibsen – Musik Edvard Grieg

– Die Suche nach dem Ich – In permanenter Reibung an der Umwelt –

von Thomas Kunzmann

Schauspiel auf der großen Bühne – funktioniert das überhaupt noch? In den großen Kulturzentren des Landes vielleicht, aber in Rostock? In den letzten Jahren waren allenfalls die Premieren passabel verkauft. Für den Theaterneubau in der Hansestadt gab es schon mal einen Plan mit zwei Bühnen, eine kleinere für das Schauspiel und Tanztheater, eine große für die regelmäßig ausverkauften Philharmonischen Konzerte und Musiktheaterproduktionen. Letztere dank ansprechender Inszenierungen bekannter Kassenschlager neuerdings auch wieder gut ausgelastet. Und so war es wohl folgerichtig, ein spartenübergreifendes Stück zu wählen, das die Leistungsfähigkeit des kleinen Ensembles unter Beweis stellen kann: ein Titel, der zieht, mit Musik, die jedem ein Begriff ist und somit das Schauspielpublikum mit den Konzertgängern zu verbinden vermag.

Ein Dutzend Mal ist Peer Gynt, von Henrik Ibsen 1867 nach norwegischen Feenmärchen geschaffen, verfilmt worden. Große Namen von Ingmar Bergman über Peter Stein, Peter Zadek, Claus Peymann bis Robert Wilson haben diesen Henrik Ibsen inszeniert. Seltener ist mittlerweile die Kombination mit Edvard Griegs Musik zu sehen.

Ibsens Werk, ursprünglich nicht für die Bühne geschaffen, ist reich an philosophischen und psychologischen Leckerbissen und kann gut und gern fünf Stunden dauern. In Rostock wird das Stück auf reichlich drei Stunden eingedampft, ohne an Wirkung zu verlieren – im Gegenteil! Die Kondensierung auf das Wesentliche macht den an sich ziemlich spröden Happen genießbar.

Volkstheater Rostock / Peer Gynt - Oliver Breite als Peer Gynt, Gina Markowitsch, Bernd Färber © Dorit-Gätjen

Volkstheater Rostock / Peer Gynt – Oliver Breite als Peer Gynt, Gina Markowitsch, Bernd Färber © Dorit-Gätjen

Im zeitlos schlichten Bühnenraum führt Regisseurin Konstanze Lauterbach straff durch den Text und konzentriert sich auf Gynts Suche nach dem eigenen Ich, indem sie ihn sich permanent an der „Gesellschaft“ reiben lässt. Der Einzelne im Ganzen, gegen das Ganze. Gynt, meist im Rahmen der Legalität, aber ständig einige Schritte jenseits der Moralvorstellung sowohl damaliger, als auch heutiger Zeit, beginnt eher als kindlich versponnener Dorfjunge denn als Phantast, bedenkt nie die Konsequenzen seines Handelns, hat aber auch nicht gelernt hat, für seine Taten einzustehen. Und so wird er immer ein Getriebener sein, jagt sich selbst von Abenteuer zu Abenteuer. Der Held seines eigenen Universums, allerdings ohne die Achtung, die er glaubt zu verdienen, die er aber auch niemandem zu geben in der Lage ist. Ebenso (und folgerichtig) ergeht es ihm mit der Liebe, die er zwar sucht, jedoch selbst nicht zu empfinden vermag.

Bernd Färber verkörpert Peer Gynt nicht selbstsüchtig, egozentrisch oder gar böswillig, eher unbedarft-infantil, sodass man wünscht, jemand nähme ihn in den Arm, um ihm ein liebevolles „Mensch Junge, sei doch mal nett zu jemandem und alles wird gut!“ zuzuraunen. Aber weder Aase (Sandra-Uma Schmitz) – als Mutter überfordert – schafft das, noch findet Solveig den Zugang. Vaterlos, ohne wirksam helfende Hand, bleibt Peer auf sich selbst gestellt. Ohne Teil der Gesellschaft zu sein, ohne Wurzeln, zwar mit einem Ziel, „Kaiser zu werden“, bei dem man sich letztlich fragt – ‚Wozu eigentlich?’ – scheitert seine Suche nach seinen Lebenskoordinaten, seinem Platz in der Gesellschaft, seinem Ich, bereits im Ansatz.

Spannend hier die Besetzung des „Krummen“ mit dem späteren „alten“ Gynt, als wolle er sich selbst, aus der Zukunft kommend, den Weg zu sich selbst weisen. Und was tut er? Er orakelt hilflos über Umwege, dass der kürzestete Weg zwischen zwei Punkten aufgrund von Hindernissen eine Kurve ist und stellt sich damit selbst vor weitere Rätsel.

Volkstheater Rostock / Peer Gynt - hier : das Ensemble © Dorit-Gätjen

Volkstheater Rostock / Peer Gynt – hier : das Ensemble © Dorit-Gätjen

Nach der Pause: Gynt ist in die Jahre gekommen, war erfolgreicher Geschäftsmann in Amerika – und ist noch immer, jetzt allerdings viel intensiver, auf der Suche nach sich selbst. Oliver Breite übernimmt diesen neuen alten Gynt, grüblerisch bis selbstzerfleischend mit eindringlicher Intensität, ohne zum Kern seines Problems zu gelangen, was sich im zentralen Zwiebel-Monolog (mit echter Zwiebel) zuspitzt. Erst in der alten Heimat soll er seine Erlösung finden. Nicht als Ziel einer langen Suche, sondern wieder eine Flucht, diesmal vor den Knopfgießern, die Peer einschmelzen wollen, um aus ihm eine für die Gesellschaft taugliche Figur zu gießen. Und so gerät die Rückkehr zu Solveig weniger zur finalen Liebesentscheidung, denn zu einer Suche nach Trost und Rettung. Auch hier wieder Solveig interessant besetzt mit Sandra-Uma Schmitz, der Mutter Gynts aus dem ersten Teil. Solveig als Mutterersatzfigur, was der Text des Wiegenliedes stützt: „Schlaf denn, teuerster Junge mein! Ich wiege Dich und ich wache.“

In atemberaubendem Tempo, pochend wie nervöser Herzschlag, reiht sich nahtlos Szene an Szene. Wohltuend entschleunigend, nahezu konterkarierend hingegen fügt sich Edvard Griegs sinfonische Dichtung ein und bietet Momente der Besinnung. Martin Hannus, seit Saisonbeginn erster Kapellmeister in Rostock, verzichtet auf übermäßiges Pathos und lässt die Norddeutsche Philharmonie klar und durchsichtig aufspielen. Lediglich die „Halle des Bergkönigs“ gerät in Kombination mit dem Chor etwas muffig. Noch im Konzert in der letzten Saison – da allerdings in der akustisch deutlich besseren Werfthalle – war es gerade dieses Stück, das in seiner rhythmisch-extatischen Wucht im besonderen Maße die Vorfreude auf diese Premiere anheizte.

Volkstheater Rostock / Peer Gynt - hier : das Oliver Breite als Peer Gynt © Dorit-Gätjen

Volkstheater Rostock / Peer Gynt – hier : das Oliver Breite als Peer Gynt © Dorit-Gätjen

Neben den beiden Peer Gynts glänzt Ulrich K. Müller als besorgter Vater Solveigs, Ulf Perthel als schweinsnasiger Trollkönig und Frank Buchwald in seiner Rolle als Vater Moen, Typ Ekel-Alfred, sowie Sandra-Uma Schmitz als Aase und alte Solveig. Judith Österreicher singt sich mit kristallklarem, leicht dramatischem Sopran als Solveig nach Marzelline (Fidelio) und Adina/Gianetta (Der Liebestrank) noch tiefer in die Herzen des Publikums. Die Vorstellung endet mit dem Wiegenlied, das ein hochkonzentriertes Publikum einige Sekunden ausklingen lässt, ehe sich ein unglaublicher Applaus Bahn bricht.

Ein außergewöhnlicher Abend, eine großartige Leistung Aller, die so eng verzahnt interagieren, dass wohl nur die regelmäßigen Besucher merken, wer welcher Sparte zugehörig ist. Ein anspruchsvolles Stück, das viele Gefahren birgt, nicht nur „geschafft“, sondern mit Bravour gemeistert. Rostocker! Hier könntet ihr einmal mehr stolz auf euer Theater sein und wer nicht in der Nähe ist – DAS ist ein Grund, die Hansestadt Rostock zu besuchen. Einige scheinen es bereits zu ahnen, die zeitnahen Vorstellungen sind komplett ausgebucht. Und dieses Stück gehört einfach auf eine große Bühne!

Trotz der ungewöhnlichen Länge blieben viele Besucher bis spät nach Mitternacht auf der Premierenfeier und ließen den gelungenen Abend im Kreise der Darsteller und Musiker nachklingen, von denen einer noch ganz ordentlich nach Zwiebel roch.

Peer Gynt am Volkstheater Rostock, die weiteren Termine:  13.4.; 19.4.; 26.4.

—| IOCO Kritik Volkstheater Rostock |—

Rostock, Volkstheater Rostock, PEER GYNT – Schauspiel mit Musik, April 2019

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Volkstheater Rostock

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

  PEER GYNT – Schauspiel mit Musik
Schauspiel  Henrik Ibsen – Musik  Edvard Grieg

Eine Produktion von Schauspiel, Musiktheater, Tanzcompagnie & Norddeutscher Philharmonie Rostock

Peer Gynt, der berühmte Phantast zwischen Tagtraum und Großmannssucht, verlässt seine Heimat, flieht vor der Liebe und stürzt von einem Abenteuer in das nächste….

Volkstheater Rostock / Peer Gynt -Oliver Breite, Gina Markowitsch, Bernd Färber © Dorit-Gätjen

Volkstheater Rostock / Peer Gynt -Oliver Breite, Gina Markowitsch, Bernd Färber © Dorit-Gätjen

Nach ihrer Rostocker Interpretation von Schiff der Träume inszeniert die Regisseurin Konstanze Lauterbach die turbulente Odyssee eines Außenseiters und versammelt in Henrik Ibsens großem Drama Schauspiel, Musiktheater, Tanzcompagnie und Norddeutsche Philharmonie Rostock zu Edvard Griegs populärer Bühnenmusik. Die faszinierenden Bilder und die sprachliche Schönheit des 1876 uraufgeführten Klassikers verbunden mit Gesang, Tanz und orchestraler Begleitung – eine Kombination, die zu Recht als Highlight der internationalen Theaterspielpläne gilt.

Volkstheater Rostock / Peer Gynt - Ensemle © Dorit-Gätjen

Volkstheater Rostock / Peer Gynt – Ensemle © Dorit-Gätjen

Martin Hannus, Musikalische Leitung / Konstanze Lauterbach, Inszenierung, Kostüm und Choreografie / Ariane Salzbrunn, Bühne / Frank Flade, Choreinstudierung / Hans-Christoph Borck, Studienleitung / Tobias Meichsner, Musikalische Assistenz und Korrepetition / Katja Taranu, Natalie Shults, Choreografische Mitarbeit / Anna Langhoff, Jens Ponath, Dramaturgie

Volkstheater Rostock / Peer Gynt - Ensemle © Dorit-Gätjen

Volkstheater Rostock / Peer Gynt – Ensemle © Dorit-Gätjen

Mit:  Bernd Färber, Oliver Breite, Sophia Platz, Katharina Kühn/Judith Österreicher, Sandra-Uma Schmitz, Gina Markowitsch, Pascal Lalo, Alexander von Säbel, Frank Buchwald, Ulf Perthel, Ulrich K. Müller, Linda Kuhn, Hung-Wen Mischnick, Rebeka Mondovics, Shoko Seki, Tim Grambow, Anton Shults, Antonio Spatuzzi, Daniele Varallo, Antje Luckstein, André Trautmann, Annegret Voigt, Akane Müller-Matsui, Maria Teresa González, Alina Behning, Alice Löw Pereira

Volkstheater Rostock / Peer Gynt - Ensemle © Dorit-Gätjen

Volkstheater Rostock / Peer Gynt – Ensemle © Dorit-Gätjen

Marina Fadina, Liliana Grillo, Mihai Belu/Bartosz Chrzécijanek, Opernchor des Volkstheaters, Norddeutsche Philharmonie Rostock

PREMIERE  –  Freitag, 05. April 2019, 19:30 Uhr, Volkstheater Rostock  (Ausverkauft!), weitere Termine  Sonntag, 07. April 2019, 15:00 Uhr, (Ausverkauft!) Samstag, 13. April 2019, 19:30 Uhr,  Freitag, 19. April 2019, 19:30 Uhr,

—| Pressemeldung Volkstheater Rostock |—

Rostock, Volkstheater Rostock, Spielplan September 2018

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Volkstheater Rostock

 

 

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen

Volkstheater Rostock © Dorit Gaetjen     


Spielplan September 2018


Sa. 01.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Da Capo
Leipziger Pfeffermühle / Mit Burkhard Damrau und Dieter Richter


So. 02.09.2018           10:30 Uhr / Treffpunkt Friedenseiche am Steintor
Theaterhistorischer Stadtrundgang
Mit Ingrid und Angela Schlabinger

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Da Capo
Leipziger Pfeffermühle / Mit Burkhard Damrau und Dieter Richter


Di. 04.09.2018           17:30 + 20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Li.Wu. in Warnemünde
„Über Leben in Demmin“
Ro-cine e.V.


Fr. 07.09.2018           19:00 + 21:00 Uhr / Halle 207 + RSAG-Straßenbahnwerkstatt
Wandelkonzert zum großen Stadtjubiläum
Konzert der Festspiele MV
Nikolai Rimski-Korsakow: Scheherazade, 4. Satz
Astor Piazzolla: 4 Estaciones Porteñas
Richard Wagner: Ouvertüre zu „Der fliegende Holländer“ u. a.
Martynas Levickis, Akkordeon / Jarkko Riihimäki, Klavier
Leitung: Marcus Bosch
„Mercy Seat – Charly Hübners Winterreise“
Lesung mit Charly Hübner & Ensemble Resonanz


So. 09.09.2018           18:00 Uhr / Halle 207
Debütkonzert Tutti Orchester 800
„Die glorreichen Sieben“
Georges Bizet: Carmen-Ouvertüre
Wolfgang Amadeus Mozart: Papageno-Arie aus „Die Zauberflöte“
Edvard Grieg: „In der Halle des Bergkönigs“ aus „Peer Gynt“
Giacomo Puccini: „O mio babbino caro“ aus „Gianni Schicchi”
Pablo de Sarasate: Carmen-Fantasie
Johannes Brahms: Ungarischer Tanz Nr. 5
Elmer Bernstein: „Die glorreichen Sieben“
Katharina Kühn, Sopran / Grzegorz Sobczak, Bariton / Carolin Lindner, Violine /
Leitung: Marcus Bosch


Do. 13.09.2018           19:30 Uhr / Halle 207
Ein Abend mit dem Dresdner Kreuzchor
Konzert der Festspiele MV
Johann Sebastian Bach: Motette „Unser Leben ist ein Schatten“
Johann Schelle: Motette „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“
Sven-David Sandström: „Es ist genug“
Giovanni Gabrieli: Motette „Jubilate Deo“
Felix Mendelssohn Bartholdy: „O Täler weit, o Höhen tief“ u. a.
Dresdner Kreuzchor / DoubleBeats, Percussion-Duo / Leitung: Roderich Kreile


Fr. 14.09.2018           19:30 Uhr / Halle 207
800 Jahre Rostock meets 15 Jahre Jazzclub Rostock
Rudolf Maza?‘ Jazz Bridge gemeinsam mit dem Syrian Expat Philharmonic Orchestra


So. 16.09.2018           11:00 Uhr / Großes Haus / Eintritt frei
Matinee zu „Der Liebestrank“
Einführung in die Oper von Gaetano Donizetti

11:00 Uhr / Ateliertheater / Gastspiel
Puppenatelier
Der gestiefelte Kater
Dorftheater Siemitz / Ab 4 Jahren

15:00 – 18:00 Uhr / Theatervorplatz + Großes Haus / Eintritt frei
Tag der offenen Tür
Mit
16:00 Uhr / Ateliertheater / Premiere
Steh auf, wenn du für Hansa bist
Von Jörg Menke-Peitzmeyer / Rostocker Fassung von Juri Sternburg / Ab 12 Jahren

18:00 Uhr / Großes Haus
Gala der Stiftung für Kultur und Theater
Rostocker Kulturpartner gemeinsam erleben – mit Ausschnitten aus aktuellen und zukünftigen Projekten, vereint auf der Großen Bühne des Volkstheaters

18:00 Uhr / Halle 207
1. Philharmonisches Konzert
Sergej Prokofjew: Symphonisches Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 (1885 – 1888)
Camille Thomas, Violoncello / Leitung: Marcus Bosch


Mo. 17.09.2018           09:00 Uhr / Ateliertheater / Gastspiel
Puppenatelier
Der gestiefelte Kater
Dorftheater Siemitz / Ab 4 Jahren

19:30 Uhr / Halle 207
1. Philharmonisches Konzert Konzer
Sergej Prokofjew: Symphonisches Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 (1885 – 1888)
Camille Thomas, Violoncello / Leitung: Marcus Bosch


Di. 18.09.2018           19:30 Uhr / Halle 207
1. Philharmonisches Konzert Konzer
Sergej Prokofjew: Symphonisches Konzert für Violoncello und Orchester e-Moll op. 125
Gustav Mahler: Symphonie Nr. 1 (1885 – 1888)
Camille Thomas, Violoncello / Leitung: Marcus Bosch


Mi. 19.09.2018           14:00 Uhr / Ship of Tolerance
Ganzgroßraus
Kinderstück von Anna Langhoff / Ab 7 Jahren

Do. 20.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Wiederaufnahme
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


Fr. 21.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Kleine Eheverbrechen
Komödie von Éric-Emmanuel Schmitt


Sa. 22.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Wiederaufnahme
Sechs Tanzstunden in sechs Wochen
Richard Alfieri


So. 23.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Sechs Tanzstunden in sechs Wochen
Richard Alfieri


Do. 27.09.2018           20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Wiederaufnahme
Besuch beim Alten
Schwarze Komödie von John McManus


Fr. 28.09.2018           19:30 Uhr / Großes Haus / Premiere
Der Liebestrank
Oper von Gaetano Donizetti

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde
Besuch beim Alten
Schwarze Komödie von John McManus


Sa. 29.09.2018           19:30 Uhr / Großes Haus / Wiederaufnahme
Fame
Musical von David De Silva / Koproduktion mit dem Tanzland Rostock e.V.

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Tony Ireland
Scottish, Irish and contemporary folk


So. 30.09.2018           15:00 Uhr / Großes Haus
Der Liebestrank
Oper von Gaetano Donizetti

16:00 Uhr / Ateliertheater
Puppenatelier
Ratzenspatz
Nach dem Buch von Rudolf Herfurtner / Tandera Figurentheater / Ab 4 Jahren

20:00 Uhr / Kleine Komödie Warnemünde / Gastspiel
Rabenschwarzer Humor & Jazz vom Feinsten
Mit Dr. Klaus Koch und Andreas Pasternack

Stand: 18.07.2018
Änderungen vorbehalten!

—| Pressemeldung Volkstheater Rostock |–

Basel, Theater Basel, Premieren und Sonderveranstaltungen – Februar 2018

Januar 9, 2018 by  
Filed under Premieren, Pressemeldung, Spielpläne, Theater Basel

Theater Basel

Theater Basel © Sandra Then

Theater Basel © Sandra Then

Premieren, Sonderveranstaltungen im Februar

Am Do 8. Februar 2018 feiert um 19.30 Uhr das wohl bekannteste Schauspiel von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill auf der Grossen Bühne Premiere: Die Dreigroschenoper. Gemeinsam mit dem Schauspielensemble des Theater Basel untersucht der Regisseur und Drehbuchautor Dani Levy zusammen mit dem Dirigenten Johannes Kalitzke «Die Dreigroschenoper» auf ihre nicht zu leugnende Aktualität. Es spielt die Basel Sinfonietta.

Das Ballett Peer Gynt von Johan Inger mit Musik von Edvard Grieg, Pjotr I. Tschaikowsky und Georges Bizet wird ab 15. Februar um 19.30 Uhr für drei Termine auf der Grossen Bühne wiederaufgenommen. Es tanzt das Ballett Theater Basel.

Am Di 6. und Mi 7. Februar findet auf der Kleinen Bühne um jeweils 19 Uhr der jährlich stattfindende Meisterkurs für die Mitglieder von OperAvenir statt. In diesem Jahr wird die irische Mezzosopranistin Ann Murray ihr Erfahrung an die jungen Sänger_ innen weitergeben. Das Publikum ist herzlich eingeladen, mitzuerleben, wie Ann Murray mit dem jungen Ensemble arbeitet.

Die dritte Ausgabe der Diskussionsreihe über Demokratie «Lasst uns reden» ist dem Thema der Eidgenössischen Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)» gewidmet. Am 13. Februar diskutieren Expert_innen mit Daniel Binswanger um 19.30 Uhr im Foyer Grosse Bühne.

Mit dem Konzert «when stars make a revolution real» des bildenden Künstlers Filip Markiewicz verabschiedet sich der Klub Roter Oktober am 15. Februar um 21 Uhr aus der Monkey Bar und beendet die künstlerische Auseinandersetzung mit dem 100jährigem Jubiläum der Oktoberrevolution.


PREMIERE IM FEBRUAR


DO 8. Februar 2018, 19.30 Uhr, Grosse Bühne
Premiere   DIE DREIGROSCHENOPER
Schauspiel von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill

Nach John Gays The Beggar’s Opera, Übersetzt aus dem Englischen von Elisabeth Hauptmann

Musikalische Leitung: Johannes Kalitzke, Inszenierung: Dani Levy, Bühne & Video: Jo Schramm, Kostüme: Jana Findeklee, Joki Tewes

Mit Jonas Anders, Elias Eilinghoff, Vincent Glander, Paula Hans, Pia Händler, Florian Jahr, Thomas Reisinger, Myriam Schröder, Cathrin Störmer,Thiemo Strutzenberger, Ingo Tomi Es spielt die Basel Sinfonietta. Eine Produktion von Schauspiel und Oper

Mit der Moritat von Mackie Messer und weiteren legendären Songs eröffnet «Die Dreigroschenoper» ein neues Genre des musikalischen Theaters. Kurt Weill verbindet Elemente aus Tango, Jazz und Jahrmarktsmusik und erschafft eine musikalische Sprache, die mit Mitteln der Unterhaltung Kritik an sozialen Verhältnissen übt. In Bertolt Brechts rasanter Bearbeitung der «Beggar’s Opera» stehen einander zwei Prototypen einer kapitalistischen Ordnung gegenüber: Macheath, genannt Mackie Messer, Chef eines Londoner Gangsterunternehmens, und Jonathan Peachum, Besitzer der Firma Bettlers Freund. Der Mensch als Produkt sozialer und ökonomischer Verhältnisse ist bestechlich und der Liebe zum Trotz sich selbst der Nächste. Brecht zeigt die bürgerliche Gesellschaft als verbrecherisch und die unbedingte Notwendigkeit ihrer Veränderung. Der Regisseur und Drehbuchautor Dani Levy untersucht gemeinsam mit dem Dirigenten und Komponisten Johannes Kalitzke «Die Dreigroschenoper» auf ihre nicht zu leugnende Aktualität.


WIEDERAUFNAHME IM FEBRUAR


DO 15. Februar 2018, 19.30-21.50 Uhr, Grosse Bühne
PEER GYNT,  Ballett von Johan Inger. Musik von Edvard Grieg, Pjotr I. Tschaikowsky, Georges Bizet,   Uraufführung

Choreografie: Johan Inger, Bühne: Curt Allen Wilmer, Kostüme: Catherine Voeffray, Licht: Tom Visser,  Es tanzt das Ballett Theater Basel

Mit Musik vom Tonband (Tonaufnahme des Budapest Symphony Orchestra)

In diesem Ballett werden Ibsens Figuren zu Protagonisten der Tanzwelt. Johan Ingers Peer begegnen auf seiner Reise allerhand kuriose Gestalten: Ballerinen auf Spitze, expressive Trolle, ein biegsamer Krummer und der Ikea-Mann.


UNSERE EXTRAS IM FEBRUAR


Neuer Termin: SO 4. Februar 2018, 11 Uhr, Foyer Grosse Bühne

MATINÉE ZU « DIE DREIGROSCHENOPER

Mit der legendären «Moritat von Mackie Messer» und 21 weiteren Songs eröffnet «Die Dreigroschenoper» ein neues Genre des musikalischen Theaters. In Bertolt Brechts rasanter Bearbeitung der «Beggar’s Opera» stehen zwei Prototypen einer kapitalistischen Ordnung einander gegenüber: Mackie Messer, charismatischer Chef eines Londoner Gangsterunternehmens, und Jonathan Peachum, Besitzer der Firma Bettlers Freund. Vor der Premiere gibt das künstlerische Team Einblicke in die Konzeption und Mitglieder des Ensembles werden das Foyer mit Kurt Weills Ohrwürmern zum Klingen bringen.


DI 6. & MI 7.Februar 2018, jeweils 19 Uhr, Kleine Bühne

OperAvenir  MEISTERKURS – ANN MURRAY

Einer der Höhepunkte der Saison ist für die Mitglieder von Oper-Avenir der jedes Jahr stattfindende Meisterkurs. In diesem Jahr wird die irische Mezzosopranistin Ann Murray ihr Wissen und ihre Erfahrungen an die jungen Sänger_ innen weitergeben. Sie ist weltweit – von Hamburg bis New York – auf allen namhaften Opernbühnen zu Hause und wurde 1998 von der Bayerischen Staatsoper mit dem Titel Bayerische Kammersängerin ausgezeichnet. Das Publikum ist herzlich eingeladen, hautnah mitzuerleben, wie Ann Murray mit dem jungen Ensemble an der Weiterentwicklung seines eigenen Klangs, seiner Partieninterpretation und seiner Bühnenpräsenz arbeitet.


DI 13. Februar 2018, 19.30 – 21 Uhr, Foyer Grosse Bühne

LASST UNS REDEN!    Diskussionsreihe über Demokratie
Moderation: Daniel Binswanger

Die Eidgenössische Volksinitiative «Ja zur Abschaffung der Radio und Fernsehgebühren (Abschaffung der Billag-Gebühren)» löste in den letzten Wochen heftige Diskussionen aus. Ist sie das Ende des Service public und der unabhängigen Berichterstattung? Oder werden damit lediglich die sogenannten «Zwangsgebühren» abgeschafft? Wir möchten zwei Wochen vor dem Abstimmungssonntag mit Ihnen sowie mit Expert_innen, Befürworter_innen und Gegner_innen über die Absichten und die Konsequenzen dieser Initiative debattieren. Diskutieren Sie mit uns, denn auch Ihre Stimme zählt!


MO 26. Februar 2018, 20 Uhr, Monkey Bar, Klosterberg 6

OPERETTENCOUCH

Die Jiddische Operette: Abraham Goldfaden (1840 – 1908) und seine Folgen

Musikalische Leitung & Klavier: Stephen Delaney, Konzept & Moderation: Pavel B. Jiracek Mit Solist_Innen des Opernensembles
Die jiddische Operettentradition ist fast in Vergessenheit geraten – und ist doch ein wichtiger Baustein der Gattung Operette! Als einer ihrer Gründerväter gilt der «jiddische Shakespeare» Abraham Goldfaden mit seinen biblischen Operetten, darunter «Bar Kochba», «Shulamit» und «Die Opferung Isaaks». Zum Auftakt des Purimfestes 2018 begibt sich die Operettencouch auf Spurensuche: sie zeichnet den Weg der jiddischen Operette vom Schtetl zum Broadway nach und stellt in der lockeren Atmosphäre der Monkey Bar einige der Werke Abraham Goldfadens und seiner Nachfolger_ innen vor – darunter Autoren und Komponisten wie Joseph Rumshinsky, Abraham Ellstein, Alexander Olshanetsky und Sholom Secunda.


MONKEY BAR KLUB ROTER OKTOBER

Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution steht die Monkey Bar am Klosterberg 6 noch bis Februar im Licht des roten Sterns.


MO 5. Februar 2018, 19.30 Uhr

SAWINKOW UND SCHKLOWSKIJ

In der letzten Ausgabe des Lesezimmers mit Prof. Dr. Thomas Grob vom Slavischen Seminar der Uni Basel stehen zwei Autoren im Mittelpunkt, die nicht nur zunächst glühende Befürworter der Revolution waren, sondern auch amtierende Vertreter der provisorischen Regierung nach dem Sturz des Zaren. Während der Terrorist Boris Sawinkow schliesslich gegen die Bolschewiki in den Krieg zog, war Schklowskij in der jungen Sowjetunion Professor für Kunstgeschichte, bevor er als Sozialrevolutionär in Ungnade fiel.


MI 7. Februar 2018, 21 Uhr

IRAN 1917: SENTIMENTALE REISE
Von Viktor Schklowskij
Szenische Einrichtung: Anne-Kathrine Münnich, Ausstattung: Birte Wallbaum
Mit: Florian von Manteuffel

Die Grossmacht Russland hält den Norden des Iran besetzt und spielt die verschiedenen Volksgruppen der Region gegeneinander aus. Ein Szenario, das wir heute unter veränderten Vorzeichen kennen. Viktor Schklowskijs Bericht seiner Erlebnisse als Kommissar der russischen Armee führt uns eindringlich die Willkür und Absurdität, den «Missklang der Kriege und Revolutionen», wie Majakowskij schreibt, vor Augen. Ausgehend von diesem Tatsachenbericht von 1917 begeben wir uns in den vergangenen hundert Jahren auf Spurensuche.


DO 15. Februar 2018, 21 Uhr

WHEN STARS MAKE A REVOLUTION REAL

Der bildende Künstler Filip Markiewicz, der vergangene Spielzeit die Performance «Fake Fiction» im Schauspielhaus gezeigt hat, kommt mit dem neuen Album seines Musik-Alter-Egos Raftside zurück nach Basel: «Empty Star» entstand im Sommer 2017 nach den gewaltsamen Protesten während des G20-Gipfels in Hamburg. Er verbindet Songwriting der 60er-Jahre und Electro Synth Pop der 80er-Jahre, Surfrock-Gitarren und Electro Sampling.


UNSER REPERTOIRE


AMPHITRYON
Schauspiel nach dem Lustspiel von Heinrich von Kleist nach Molière
Inszenierung: Julia Hölscher, Bühne: Paul Zoller, Kostüme: Janina Brinkmann, Musik: Martin Gantenbein
Mit: Mario Fuchs, Urs Peter Halter, Pia Händler, Florian Von Manteuffel, Nicola Mastroberardino, Leonie Merlin Young
Was passiert, wenn man plötzlich seinem Doppelgänger Auge in Auge gegenübersteht und dieser einem die Identität abspricht? Sosias, der Diener des thebanischen Feldherrn Amphitryon, reagiert auf diese Begebenheit mit selbstbewusstem Pragmatismus. Er ist sich seiner selbst sicher. Weniger selbstbewusst reagiert der Feldherr, als er siegreich von der Schlacht gegen die Athener heimkehrt und von seiner Gattin Alkmene vernehmen muss, dass sie die vergangene Nacht vermeintlich zusammen verbracht haben. Die Eheleute geraten in eine tiefe Vertrauenskrise, die für Amphitryon in einer Identitätskrise kulminiert.


DAS ENDE VON EDDY
Schauspiel nach dem gleichnamigen Roman von Édouard Louis
Inszenierung: Thiemo Strutzenberger; Bühne: Marion Menziger, Choreografie: Javier Rodríguez Cobos
Mit: Vincent Glander, Javier Rodríguez Cobos
«Das Ende von Eddy» erzählt die Geschichte einer Sozialisation in prekären, bildungsfernen Verhältnissen, die von Brutalität geprägt ist. Am Ende aber steht eine zarte Utopie, die die Möglichkeit eines Ausbruchs aus sozialen Zuschreibungen und einer Emanzipation aufzeigt.


DAS RECHT DES STÄRKEREN
Schauspiel von Dominik Busch
Uraufführung/Auftragswerk
Entstanden im Rahmen des Autor_innenförderprogramms «Stück Labor»

Inszenierung: Felicitas Brucker, Bühne: Viva Schudt, Kostüme: Katrin Wolfermann, Video: Arved Schultze
Mit: Carina Braunschmidt, Nicola Fritzen, Steffen Höld, Orlando Klaus, Lisa Stiegler

Fieberhaft arbeitete die junge Dokumentarfilmerin Nadja Studer an ihrem neuesten Projekt: Zwischen Kolumbien und der Schweiz versucht sie, filmisch die verschlungenen Praktiken eines multinationalen Rohstoffkonzerns nachzuvollziehen.


DER REVISOR ODER: DAS SÜNDENBUCH
Komödie von Lukas Linder nach Nikolai Gogol
Uraufführung/Auftragswerk
Inszenierung: Cilli Drexel, Bühne: Christina Mrosek; Kostüme: Janine Werthmann, Musik: Elia Rediger
Mit: Andrea Bettini, Mario Fuchs, Vincent Glander, Franziska Hackl, Barbara Horvath, Katja Jung, Chor: Verena Bossard, Tina Glauser, Esther Meier, Karin Ochsner, Sibil Rossi, Meret Zimmermann
Aus Angst, den gewohnten Wohlstand zu verlieren, schotten sich die Bürger_innen im reichen und pittoresken Dorf, das der Schweizer Dramatiker Lukas Linder für sein neustes Stück erfindet, konsequent ab. Zudem gaukeln sie allen Neuankömmlingen – und seien es noch so ahnungslose Touristen – den desolaten und verwahrlosten Zustand ihrer Gemeinde vor. Eine bewusste Taktik, um die «Fremden» schon bei der Ankunft freiwillig zur Abreise zu bewegen.


DIE SCHWARZE SPINNE
Schauspiel nach der Novelle von Jeremias Gotthelf
Inszenierung: Tilmann Köhler, Bühne: Karoly Risz, Kostüme: Susanne Uhl,
Musik: Jörg-Martin Wagner
Mit: Urs Peter Halter, Steffen Höld, Martin Hug, Myriam Schröder, Lisa Stiegler, Cathrin Störmer, Simon Zagermann; Camille Émaille (Musikerin)
Gotthelf vereint in seiner berühmten Novelle biedermeierliche Moralpredigten mit futuristischen Horrorszenarien. An welche Werte die Erzählung heute appelliert, untersucht der Regisseur Tilmann Köhler in seiner Adaption für die Bühne und die Jetztzeit.


ELEKTRA
Oper von Richard Strauss
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung: Erik Nielsen, Inszenierung: David Bösch, Bühne: Patrick Bannwart, Maria Wolgast, Kostüme: Meentje Nielsen, Licht: Michael Bauer, Chor: Michael Clark,
Mit: Ursula Hesse von den Steinen, Rachel Nicholls, Pauliina Linnosaari, Rolf Romei, Michael Kupfer-Radecky, Domen Križaj, Evelyn Meier, Matthew Swensen, José Coca Loza, Mona Somm, Sofia Pavone, Anastasia Bickel, Kristina Stanek, Sarah Brady, Hailey Clark Chor des Theater Basel
Es spielt das Sinfonieorchester Basel.

Eine Produktion der Opera Vlaanderen und des Aalto Theater Essen, Neueinstudierung für das Theater Basel
Was geschieht mit Kindern, die in einer schuldbeladenen Familie aufwachsen und deren Vater von der eigenen Mutter und ihrem Geliebten ermordet wurde? Während Chrysothemis die Augen vor der Vergangenheit verschliesst, denkt Elektra nur an eines: Rache. Doch dafür braucht sie ihren Bruder Orest. Mit beklemmenden und hochemotionalen Bildern lässt der deutsche Regisseur David Bösch die Traumata einer Familie sichtbar werden. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Musikdirektors Erik Nielsen.


ESTHER. EINE GESCHICHTE VOM BRUDERHOLZ
Uraufführung
Ein Monolog nach dem Roman «Der barmherzige Hügel» von Lore Berger in einer Fassung von Katrin Hammerl
Inszenierung & Ausstattung: Katrin Hammerl, Video: Tabea Rothfuchs

Mit: Leonie Merlin Young
Die Basler Autorin Lore Berger stürzte sich im Alter von 21 Jahren vom Wasserturm auf dem Bruderholz in den Tod. Hinterlassen hat sie ihren ersten und einzigen Roman «Der barmherzige Hügel», welcher 1944 postum veröffentlicht wurde. Ein erschütterndes und zugleich berührendes Zeugnis einer selbstbestimmten jungen Frau, die mit kühnem Blick das Gesellschafts- und Studentenleben in Basel zwischen 1938 und 1943 seziert.


LA CENERENTOLA (ASCHENPUTTEL)

Oper von Gioachino Rossini in italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Musikalische Leitung: Daniele Squeo, Inszenierung: Antonio Latella, Bühne: Antonella Bersani, Kostüme: Graziella Pepe, Choreografie: Francesco Manetti, Licht: Simone De Angelis, Chor: Michael Clark, Mit: Vasilisa Berzhanskaya, Juan José de León, Vittorio Prato, Tassos Apostolou, Andrew Murphy, Sarah Brady, Anastasia Bickel

Chor des Theater Basel

Es spielt das Sinfonieorchester Basel.

In seiner komischen Oper «La Cenerentola» erzählt Gioachino Rossini die berühmte Geschichte vom Aschenputtel, das von seinen boshaften Stiefschwestern tagein, tagaus gedemütigt wird und sich trotzdem vom «hässlichen Entlein» zum schönen Schwan entwickelt. Der italienische Regisseur Antonio Latella, Theaterintendant der Biennale Venedig und mit seinen Arbeiten bereits mehrfach am Theater Basel zu sehen, setzt sich mit einem der italienischen Opernklassiker schlechthin auseinander.


LA TRAVIATA
Oper von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Titus Engel, Inszenierung: Daniel Kramer, Choreografie: Teresa Rotemberg, Bühne: Lizzie Clachan, Kostüme: Esther Bialas, Licht: Charles Balfour, Chor: Michael Clark

Mit: Corinne Winters (Violetta Valéry), Pavel Valuzhin (Alfredo Germont), Ivan Inverardi (Giorgio Germont), Karl-Heinz Brandt (Gastone), Kristina Stanek (Flora Bervoix), Anastasia Bickel (Annina), Domen Križaj (Barone Doupholl), José Coca Loza (Marchese D’Obigny), Andrew Murphy (Dottore Grenvil), Matthew Swensen (Giuseppe), Marco Pobuda (Domestico Di Flora), Vladimir Vassilev (Commissionario)
Chor des Theater Basel
Es spielt das Sinfonieorchester Basel.

Eine Koproduktion des Theater Basel mit der English National Opera


Presenting Sponsor: IWB
Rausch, Glamour, Leichtsinn und pures Vergnügen bestimmen das Leben der Edelprostituierten Violetta Valéry. Wäre da nicht der Tod, der im Gewand der Schwindsucht wie ein Damoklesschwert über ihr hängt. Und wäre da nicht Alfredo, dessen Liebe sie nicht nur ihr bisheriges Dasein überdenken lässt, sondern auch einen möglichen Neuanfang für ihr kurzes Leben aufscheinen lässt. Diese Träume jedoch zerplatzen im Angesicht der engstirnigen bürgerlichen Moralvorstellungen. Inszeniert hat Verdis beliebteste Oper der künstlerische Leiter der English National Opera, Daniel Kramer. Die musikalische Leitung liegt in den Händen des Schweizers Titus Engel.


LEONCE UND LENA
Schauspiel von Georg Büchner
Inszenierung & Bühne: Thom Luz, Musikalische Leitung: Mathias Weibel, Kostüme & Licht: Tina Bleuler, Mit: Carina Braunschmidt, Annalisa Derossi, Elias Eilinghoff, Martin Hug, Daniele Pintaudi, Lisa Stiegler
Hausregisseur Thom Luz bahnt sich einen eigenen, musikalischen Weg durch Büchners verzweifelten, heiteren Kosmos und macht zum ersten Mal einen klassischen Theatertext zum Kompass der Reise.


SCHWANENSEE
Ballett von Stijn Celis. Musik von Pjotr I. Tschaikowsky
Choreografie: Stijn Celis, Musikalische Leitung: Thomas Herzog, Bühne: Jann Messerli, Kostüme: Catherine Voeffray, Licht: Fred Pommerehn, Video: Philipp Contag-Lada
Es tanzt das Ballett Theater Basel.
Es spielt das Sinfonieorchester Basel.
Partner des Ballett Theater Basel: Basellandschaftliche Kantonalbank
Dass man einen der grössten und bekanntesten Klassiker der Ballettliteratur auch mit Humor erzählen kann, beweist der «Schwanensee» des Belgiers Stijn Celis. Bildgewaltig in Szene gesetzt, mit federgeschmückten Tänzerinnen, die vom Bühnenhimmel herabschweben, und mit grosser Lust an expressiver Zuspitzung erzählt der Choreograf die Geschichte des Prinzen und seiner verzauberten Schwanenliebsten als Emanzipationsgeschichte eines jungen Mannes von seiner dominanten Mutter.


VOR SONNENAUFGANG
Schauspiel von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann
Uraufführung/Auftragswerk
Inszenierung: Nora Schlocker, Bühne & Kostüme: Marie Roth, Musik: Marcel Blatti, Mit: Pia Händler, Steffen Höld, Myriam Schröder, Cathrin Störmer, Thiemo Strutzenberger, Michael Wächter, Simon Zagermann
Ewald Palmetshofer schält Hauptmanns zentrale Motive aus der gesellschaftspolitischen Realität des späten 19. Jahrhunderts und untersucht in seinem Familienpanorama die Deformationen und Krankheitsbilder einer neoliberalen Gesellschaft, um an individuellen Krisen grössere gesellschaftliche Zusammenhänge sichtbar zu machen.


WOYZECK
Schauspiel von Georg Büchner
Inszenierung und Bühne: Ulrich Rasche, Bühnenbildmitarbeit: Sabine Mäder, Kostüme: Sara Schwartz, Musik: Monika Roscher, Chorleitung: Toni Jessen
Mit: Franziska Hackl, Barbara Horvath, Toni Jessen, Florian von Manteuffel, Nicola Mastroberardino, Justus Pfankuch, Max Rothbart, Thiemo Strutzenberger, Michael Wächter, Musik: Theo Evers, Sebastian Hirsig, Katelyn King/Nicolas Wolf, Alexander Maschke, Lucas Rössner/Gordon Fantini
Mit freundlicher Unterstützung des Theaterverein Basel
In seinem weltberühmten Dramenfragment «Woyzeck» untersucht Georg Büchner unsere Abhängigkeit von gesellschaftlichen Bedingungen, die Wirkmächtigkeit sozialer Verhältnisse, individueller Freiheit und schicksalhafter Determination.

—| Pressemeldung Theater Basel |—

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