München, Bayerischer Rundfunk, Mariss Jansons: 1943 – 2019, IOCO Aktuell, 11.12.2019

Mariss Jansons dirigiert hier in der Philharmonie Berlin © BR / Peter Meisel

Mariss Jansons dirigiert hier in der Philharmonie Berlin © BR / Peter Meisel

 

Bayerischer Rundfunk trauert um Mariss Jansons

Der international angesehene Dirigent Mariss Jansons ist tot. Er starb am  1. Dezember 2019 in Sankt Petersburg im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Herzerkrankung. Jansons hatte seit 2003 Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks geleitet; zudem war er Träger vieler Auszeichnungen. So hat Jansons noch am 13. Oktober 2019 den Musikpreis Opus Klassik (Nachfolger des in Misskredit gebrachten Echo Klassik) für sein Lebenswerk erhalten

Mariss Jansons wurde 1943 in der lettischen Hauptstadt Riga in eine musikalische Familie geboren. Seine Mutter war Sängerin, sein Vater Arvids Jansons war damals Kapellmeister der Oper von Riga.

Stimmen des BR zum Tod von Mariss Jansons

BR-Intendant Ulrich Wilhelm
„Wir trauern um einen großartigen Künstler und wunderbaren Menschen. Mariss Jansons hat Symphonieorchester und Chor des Bayerischen Rundfunks zu dem geformt, was sie heute sind: Sie zählen zu den besten Klangkörpern der Welt. Seine Präzision am Pult und sein von Menschlichkeit geprägter Umgang mit den Musikerinnen und Musikern machten ihn zu einem Ausnahmekünstler. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass in München in den nächsten Jahren ein neues Konzerthaus entstehen wird. Der Bayerische Rundfunk wird Mariss Jansons ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.“

Mariss Jansonseine Vita
youtube Trailer Bayerischer Rudnfunk
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Nikolaus Pont, Manager BR-Symphonieorchester
„Die Nachricht von Mariss Jansons‘ Tod erfüllt mich und wohl alle, die ihn kennenlernen durften, mit unfassbarer Trauer. Als Mensch und als Musiker hat er das Leben von so vielen Menschen reicher gemacht. Ich werde ihm dafür immer dankbar sein.“

Susanne Vongries, Managerin BR-Chor und der BR-Chorvorstand
„Der Chor des Bayerischen Rundfunks trauert um seinen Chefdirigenten Mariss Jansons. In Erinnerung bleiben außergewöhnliche Momente der Begegnung und tief beeindruckende Konzerte mit insbesondere großformatigem Repertoire, in dem er die Kräfte musikalisch und künstlerisch in einzigartiger Weise bündeln konnte wie kaum ein anderer. Unser tiefes Mitgefühl gehört seiner Frau Irina und der ganzen Familie.“

Orchestervorstand BR-Symphonieorchester
„Die Nachricht vom Tod unseres Chefdirigenten Mariss Jansons hat uns mit tiefer Bestürzung und großer Trauer erfüllt. Mit seinem Tod verliert die Musikwelt eine ihrer größten Künstlerpersönlichkeiten. Wir schätzen uns sehr glücklich, in den vergangenen 17 Jahren mit ihm in enger künstlerischer und menschlicher Verbindung zahlreiche unvergessliche Konzerte erlebt zu haben. Sein unerbittlicher Anspruch an sich selbst und auch an seine Musiker, sein stets respektvoller Umgang mit seinen Kolleginnen und Kollegen und seine große Hingabe an die Musik werden uns immer in Erinnerung bleiben. Mariss Jansons wird in der Geschichte unseres Orchesters einen Ehrenplatz einnehmen, wir werden ihm ein lebendiges und ehrendes Andenken bewahren.“

—| Pressemeldung Bayerischer Rundfunk |—

Dresden, Sächsische Staatskapelle Dresden, Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann geben ECHO-Preise zurück, April 2018

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Sächsische Staatskapelle Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden und Christian Thielemann

geben ECHO-Preise zurück

Nach der ECHO-Verleihung am vergangenen Donnerstag, dem 12. April 2018, gibt die Sächsische Staatskapelle Dresden ihren Preis, den sie 2009 für ihre Einspielung der 9. Sinfonie von Anton Bruckner mit Fabio Luisi erhielt, zurück.

Ein Preis, der Verkaufszahlen über alles stellt und am Holocaust-Gedenktag einem Live-Auftritt stattgibt, der einer Verhöhnung von Opfern des Dritten Reiches gleichkommt, wird zum Symbol eines Zynismus, für den wir nicht stehen. Kunstfreiheit und das künstlerische Mittel der Provokation entbinden zu keiner Zeit von Verantwortung und den Regeln des guten Geschmackes. Das betrifft die Künstler, hier jedoch auch die Verleiher des ECHO-Preises. Die Sächsische Staatskapelle distanziert sich in aller Deutlichkeit von diesem Preis.
Chefdirigent Christian Thielemann schließt sich mit der Rückgabe seines ECHO-Preises von 2004 der Haltung der Sächsischen Staatskapelle an.

—| Pressemeldung Sächsische Staatskapelle Dresden |—

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