Wien, Wiener Staatsoper, Staatsoper – Online-Spielplan 05.01. – 11.01.2021

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Staatsoper – Online-Spielplan 05.01. – 11.01.2021

Der Ring des Nibelungen und mehr

international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar

»Das Herzogtum San Sogno, idyllisch zwischen San Remo und Mentone gelegen, ist mit 12 Quadratkilometern Fläche und mit 568 Einwohnern der kleinste Staat Europas und zugleich auch das kleinste Herzogtum der Welt«,  so beschreibt Regisseur Sven-Eric Bechtolf den erfundenen Schauplatz seiner Cenerentola-I nszenierung. In diesem spleenigen Zwergstaat entspinnt sich augenzwinkernd die Handlung von Rossinis poetischer Buffo-Oper, die den bekannten AschenbrödelStoff erzählt. Im Stream zeigt die Wiener Staatsoper – unter der musikalischen Leitung des Rossini-Fachmanns Jean-Christophe Spinosi – die farbenfrohe und unterhaltsame Produktion aus dem Jahr 2013, es singen unter anderem Isabel Leonard (Angelina), Maxim Mironov (Don Ramiro) und Luca Pisaroni (Alidoro).

La Cenerentola – Gioacchino Rossini
youtube Trailer Staatsoper Wien
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Mit Bechtolf-Regiearbeiten geht es weiter: In Walküre und Siegfried, Teil zwei und drei der Ring des Nibelungen –Tetralogie, wird das von Richard Wagner behandelte Spannungsverhältnis zwischen Liebe und Macht weitergeführt, es dirigiert das Staatsopern-Ehrenmitglied Adam Fischer, zu hören sind unter anderem Tomasz Konieczny, Christopher Ventris, Waltraud Meier, Linda Watson und Christian Franz.
Auch bei der gestreamten Rusalka-Produktion handelt es sich um eine Inszenierung Bechtolfs: Entstanden im Jahr 2014 kehrte die bekannteste Oper Antonín Dvoraks nach knapp 25 Jahren wieder an das Haus am Ring zurück. Rusalka, von Bechtolf in eine düster-beängstigende, unwirtliche Welt gesetzt, formuliert psychologisch vielschichtig Fragestellungen, die sich mit Ängsten und Sehnsüchten der Entstehungszeit, aber auch der Gegenwart auseinandersetzen. Mit Piotr Beczala steht einer der führenden Tenöre unserer Zeit auf der Bühne, ein Sänger, der seit Jahren eine enge Bindung zur Wiener Staatsoper pflegt und der zuletzt im Rosenkavalier und mit der Titelrolle von Werther brillant reüssierte.

Mit Leos Janáceks Vec Makropulos steht ein selten gezeigtes Werk auf dem (Streaming-)Spielplan, das erst 2015 an der Wiener Staatsoper erstaufgeführt wurde: Die Handlung dreht sich um ein das Leben verlängerndes Elixier, das der inzwischen 337 Jahre alten Protagonistin die Erkenntnis bringt, dass ein endloses diesseitiges Leben letztendlich nur Einsamkeit beschert. Oder, wie es der Komponist formulierte: »Wir sind deshalb glücklich, weil wir wissen, dass unser Leben nicht zu lange währt. Deswegen ist jeder Augenblick zu nutzen, gehörig auszuleben.« Laura Aikin gestaltet die ewig junge Emilia Marty, in weiteren Rollen sind Margarita Gritskova, Thomas Ebenstein, Markus Marquardt und Heinz Zednik zu hören.

Die Streaming-Woche wird durch eine Aufführung von Verdis Don Carlo beschlossen: Stefano Secco, Ferruccio Furlanetto und Dmitri Hvorostovsky gestalten neben Maria Pia Piscitelli und Béatrice Uria-Monzon das einzigartige, diesmal von Marco Armiliato geleitete Werk.

Alle unten angeführten Streams sind in Österreich wie auch international kostenlos auf der Webseite play.wiener-staatsoper.at verfügbar. Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr, die Übertragungen sind 24 Stunden lang abzurufen.

Das Programm bis einschließlich 11. Jänner 2021


Wiener Staatsoper / La Cenerentola © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / La Cenerentola © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Dienstag, 5. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Gioachino Rossini
LA CENERENTOLA (Vorstellung vom 22. Februar 2018)
Dramma giocoso in zwei Akten
Musikalische Leitung: Jean-Christophe Spinosi
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Isabel Leonard, Maxim Mironov, Alessio Arduini, Luca Pisaroni


Wiener Staatsoper / Rusalka © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Rusalka © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Mittwoch, 6. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Antonín Dvorák
RUSALKA (Vorstellung vom 4. Februar 2020)
Lyrisches Märchen in drei Akten
Musikalische Leitung: Tomáš Hanus
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Piotr Beczala, Olga Bezsmertna, Jongmin Park, Elena Zhidkova, Monika Bohinec


Wiener Staatsoper / Walküre - Waltraud Meier © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Walküre – Waltraud Meier © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Donnerstag, 7. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Richard Wagner
DIE WALKÜRE (Vorstellung vom 13. Jänner 2016)
Erster Tag des Bühnenfestspiels
Musikalische Leitung: Adam Fischer
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Christopher Ventris, Ain Anger, Waltraud Meier, Linda Watson, Tomasz Konieczny


Giselle Rouge – Ballett Boris Eifmann
youtube Trailer Staatsoper Wien – Volksoper Wien
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Freitag, 8. Jänner 2021, 19.00 Uhr – Ballett GISELLE
(Vorstellung vom 20. Oktober 2018)
Musik: Adolphe Adam
Choreographie: Elena Tschernischova nach Jean Coralli, Jules Perrot und Marius Petipa
Musikalische Leitung: Paul Connelly
Mit u.a. Maria Yakovleva, Masayu Kimoto, Kiyoka Hashimoto, Andrey Teterin, Elena Bottaro, Arne Vandervelde, Solisten und Corps de ballet des Wiener Staatsballetts


Wiener Staatsoper / Vec Makropulos © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Vec Makropulos © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Samstag, 9. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Leos Janácek
VEC MAKROPULOS (Vorstellung vom 20. Dezember 2015)
Oper in drei Akten
Musikalische Leitung: Jakub Hrusa
Inszenierung: Peter Stein
Mit u.a.: Laura Aikin, Ludovit Ludha, Thomas Ebenstein, Margarita Gritskova, Markus Marquardt, Heinz Zednik


Wiener Staatsoper / Siegfried © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Siegfried © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Sonntag, 10. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Richard Wagner
SIEGFRIED (Vorstellung vom 17. Jänner 2016)
Zweiter Tag des Bühnenfestspiels
Musikalische Leitung: Adam Fischer
Inszenierung: Sven-Eric Bechtolf
Mit u.a.: Christian Franz, Linda Watson, Tomasz Konieczny, Herwig Pecoraro, Jochen Schmeckenbecher


Wiener Staatsoper / Don Carlo © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Wiener Staatsoper / Don Carlo © Wiener Staatsoper GmbH / Michael Pöhn

Montag, 11. Jänner 2021, 19.00 Uhr
Giuseppe Verdi
Don Carlo (Vorstellung vom 25. Februar 2015)
Dramma lirico in vier Akten
Musikalische Leitung: Marco Armiliato
Inszenierung: Daniele Abbado
Mit u.a.: Stefano Secco, Dmitri Hvorostovsky, Maria Pia Piscitelli, Béatrice Uria-Monzon, Ferruccio Furlanetto


—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Dresden, Frauenkirche, Glashütter Musik-Festspielpreis 2019 – Joshua Bell, IOCO Aktuell, 29.05.2019

Frauenkirche Dreden © Joerg Schoener

Frauenkirche Dreden © Joerg Schoener

Dresdner Musikfestspiele

Frauenkirche Dresden

 Glashütter Original Musik-Festspielpreis 2019

 Preisträger Joshua Bell – mit wunderbarem Dvorák-Violinkonzert

von Thomas Thielemann

Im Frühsommer des Jahres 1879 schickte ein kleiner tschechischer Bratschist des Interimsorchesters des künftigen Prager Nationaltheaters dem weltberühmten Geiger Joseph Joachim den Entwurf eines a-Moll-Violinkonzertes zur Begutachtung. Der Bratscher namens Antonin Dvorák, 1841 in Nelahozeves geboren, war mit einer kompositorischen Luxusbegabung geschlagen und hatte bereits über fünfzig Kompositionen ohne rechte Erfolge vorgelegt. Viel zu viel Orchester, zu fett instrumentiert, zu wenig geigerische Bravour urteilte Joachim und schlug zahllose Änderungen vor. Substanz hatte er in der Arbeit offenbar erkannt.

Glashütter Musik-Festspielpreis / Preisverleihung 2019 an den Geiger Joshua Bell © Oliver Killig

Glashütter Musik-Festspielpreis / Preisverleihung 2019 an den Geiger Joshua Bell © Oliver Killig

Der junge Dvorák arbeite die Vorschläge zwar ein, aber statt zu einer Aufführung kam es zu einem konfliktgeladenem Meinungsaustausch zwischen den beiden Künstlern: Dvorák wollte die intensive berauschende Auseinandersetzung zwischen Solovioline und Orchester, „einen Funkenflug  von Kommunikationen, einem Meer von Stimmungen und Farben“. Nach Joachims Wunsch sollte „das Orchester aber auf seinem Teppich bleiben“ und dem Solisten Gelegenheiten für stratosphärische Brillanz mit einsamen wirkungssicherschmachtenden Kantilenen geben.

Die unterschiedlichen Auffassungen sind nie ausgefochten worden und Joachim hat das op. 51 Dvoráks nie gespielt. Die ästhetische Differenz der beiden Alphatiere behindert bis heute den Ruhm des a-Moll-Violinkonzerts. Das Werk gilt als rassig, aber gespielt werden vor allem lieber Beethoven, Tschaikowski, Brahms oder Sibelius.

Nun, 2019, war dem 1967 geborenem US-amerikanischen Ausnahme-Violinisten Joshua Bell der diesjährige „Glashütter Original Musik Festspiel-Preis“ zuerkannt worden. Bell zählt zu den großen Interpreten unserer Zeit, der aber seine Musik als Mittel transkultureller Verständigung nutzt. Bekanntheit erlangte er durch Einspielungen von Originalmusik für den Oskar-prämierten Soundtrack des Films  Die rote Violine (1968) und der Musik für den Film Der Duft von Lavendel (2004) sowie als Protagonist eines Experiments zum Musikverständnis seiner amerikanischen Zeitgenossen.

Glashütter Musik-Festspielpreis / Festkonzert - hier : Dirigent Andrew Manze, Geiger Joshua Bell und Orchester © Oliver Killig

Glashütter Musik-Festspielpreis / Festkonzert – hier : Dirigent Andrew Manze, Geiger Joshua Bell und Orchester © Oliver Killig

In Straßenkleidung und mit Base Cape spielte er mit seiner Stradivari in einer U-Bahnstation 43 Minuten lang Stücke von Bach und Schubert. Die Video-Aufzeichnung des Experiments ergab, dass von 1.097 Passanten nur sieben ihm zugehört hatten und er lediglich 32,17 $ Spendengelder im Geigenkasten fand. Nur einer der Passanten hatte den weltberühmten Musiker erkannt, obwohl sein Debüt in der New Yorker Carnegie Hall eine selten große öffentliche Aufmerksamkeit erregt hatte.

Der Sponsor des Preises hatte Joshua Bell ob seiner Verdienste im Bereich der Musikvermittlung in Schulprojekten und der Nachwuchsförderung in die Dresdner Frauenkirche eingeladen, um dort neben der Preis-Übernahme mit der Camerata Salzburg unter den schwierigen Akustikverhältnissen das Dvorák a-Moll-Violinkonzert op. 52 zu spielen.

Die Camerata Salzburg gilt mit den 37 Stamm-Musikern als renommiertes und umtriebiges Kammerorchester und wurde von Andrew Manze geleitet. Der Brite Manze ist als anregender und inspirierender Dirigent und Spezialist für historische Aufführungspraxis geschätzt.

 Frauenkirche Dresden / Glashütter Musik-Festspielpreis - Festkonzert - hier : Dirigent Andrew Manze, Geiger Joshua Bell und Orchester © Oliver Killig

Frauenkirche Dresden / Glashütter Musik-Festspielpreis – Festkonzert – hier : Dirigent Andrew Manze, Geiger Joshua Bell und Orchester © Oliver Killig

Das Dvorák-Konzert wird zwar inzwischen auch im Konzertbetrieb gespielt. Unsere besonderen Erwartungen galten aber, wie Solist und Dirigent mit der Klangentfaltung im Kuppelbau der Frauenkirche umgehen werden. Als Chefdirigent der NDR-Radiophilharmonie wird Manze sich mit dem HCC beschäftigt haben und recht genau wissen, wie man mit einem Kuppelsaal umgehen kann und muss. Auch schien er für die Dresdner Verhältnisse bestens vorbereitet. Folglich war der Orchesterpart des Violinkonzertes regelrecht in die Frauenkirche passgenau eingefügt. Die Blechbläser waren gekonnt minimiert, so dass man sie zwar wahrnahm, aber nie eine Überbordung befürchten musste. Eventuell hätte sich Dvorák das Orchester etwas forcierter gewünscht. Wir haben aber im Kirchenbau noch nie so befriedigt gehört.

Beim gemeinsamen Spiel verschenkte keiner der Partner etwas. Es ging  nie um eine Demonstration von Überlegenheiten sondern eher um eine herzliche Verbundenheit: Solist und Orchester wollten sich von ihren besten Seiten zeigen und jeder kämpfte mit seinen Mitteln für „Dvorák“. Aus dem Duell Dvoráks und Joachims war im Konzert eine fürsorglich furiose Umklammerung von Solist und Orchester entstanden. Den Kopfsatz spielte Bell hell, elegant mit prägnanten Konturen. Auch im Adagio wurde er nie romantisierend. Das Wechselspiel mit den feinen Bläsern war berückend.

Faszinierend berührte der Klang seines “Stradivarius“ von 1713 aus der Werkstatt Antonio Stradivaris. Wie manche Stradivari hat die Geige ihre eigene Geschichte. Das Instrument war 1936 dem polnischen Virtuosen Bronislaw Huberman aus der Umkleidekabine der Carnegie Hall gestohlen worden und blieb über fünfzig Jahre spurlos verschwunden. Ein unbekannter Gelegenheits-Geiger hatte das Instrument mit einer Schuhpolitur maskiert und in New Yorker Kaffee-Häusern gespielt. Auf seinem Sterbebett gestand er seiner Ehefrau den Diebstahl und das Instrument konnte im Jahre 1986 wieder als Stradivari identifiziert werden. Bell setzte alle Hebel in Bewegung, die Violine zu erwerben und trägt das mit vier Millionen Dollar versicherte Instrument ständig bei sich.

Als Konzertauftakt war Jean Sibelius „Rakastava-Suite“  op. 14  für Streichorchester, Pauken und Triangel erklungen. Zum Abschluss der Veranstaltung bemühten sich die Salzburger, ob man nicht auch Beethovens zweite Sinfonie D-Dur im Kirchenbau ordentlich zu Gehör bringen könnte. Eine derartig wuchtige Musik ist in diesem Kuppelbau schwer zu vermitteln. Aber auch da hatte Andrew Manze das Mögliche gestaltet.

—| IOCO Aktuell Dresdner Musikfestspiele |—

Flensburg, Schleswig-Holsteinisches Landestheater, 5. SINFONIEKONZERT, 26.02. – 01.03.2019

Schleswig-Holsteinisches Landestheater

Stadttheater Flensburg © Stadttheater Flensburg

Stadttheater Flensburg © Stadttheater Flensburg

5. SINFONIEKONZERT
Antonín Dvorák: „Die Mittagshexe“, Sinfonische Dichtung, op. 108
Henri Dutilleux: „Métaboles” für Orchester
Hector Berlioz: Symphonie fantastique, op. 14

Antonín Dvoráks sinfonischen Dichtungen ist die Verbundenheit zu seiner böhmischen Heimat deutlich anzuhören. In der „Mittagshexe“ wird die nicht ganz ernstgemeinte Drohung einer Mutter, dass das quengelnde Kind von eben jenem Fabelwesen geholt werde, plötzlich Wirklichkeit …

Henri Dutilleux, einer der faszinierendsten französischen Künstler, ist in Deutschland bislang kaum bekannt. Sein frei schweifendes Orchesterwerk „Métaboles“ schrieb er Anfang der 1960er-Jahre. Es hält, wie der an einen rhetorischen Begriff angelehnte Titel verrät, überraschende stilistische Umschwünge bereit.

Der musikalische Revolutionär Hector Berlioz ließ gern die Grenzen zwischen Autobiografie und Kunst verschwimmen. Am deutlichsten geschah dies in seiner „Symphonie fantastique“, in der er eine unerwiderte Liebe verarbeitete. Das 1830 entstandene Werk geriet zum Sensationserfolg.

26.02.2019 | 19.30 Uhr | Schleswig, A.P. Moller Skolen
27.02.2019 | 19.30 Uhr | Flensburg, Deutsches Haus
28.02.2019 | 20.00 Uhr | Husum, NordseeCongressCentrum
01.03.2019 | 19.30 Uhr | Rendsburg, Stadttheater

—| Pressemeldung Schleswig-Holsteinisches Landestheater |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Wiederaufnahme RUSALKA, 28.09.2018

November 22, 2018 by  
Filed under Oper, Oper Frankfurt, Pressemeldung

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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Zweite und letzte Wiederaufnahme
RUSALKA – Lyrisches Märchen von Antonín Dvorák

Rusalka –  Leos Janacek
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nach der Erzählung Undine (1811) von Friedrich de la Motte Fouqué, dem Märchen Die kleine Meerjungfrau von Hans Christian Andersen und dem deutschen Märchendrama Die versunkene Glocke von Gerhart Hauptmann In tschechischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Oper Frankfurt / Rusalka - Božidar Smiljani? (Heger / Jäger) und Julia Dawson (Küchenjunge) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Rusalka – Božidar Smiljani? (Heger / Jäger) und Julia Dawson (Küchenjunge) © Barbara Aumüller

Die Eröffnungspremiere der Saison 2013/14 an der Oper Frankfurt verlegte Rusalka von Antonín Dvorák (1841-1904) in ein Naturkundemuseum – bezeichnendes Bild für eine Geschichte, in der es zentral um den Umgang des Menschen mit der Natur geht. Sowohl Publikum als auch Presse waren angetan von dieser Sicht auf das Werk. In der Gießener Allgemeinen Zeitung war zu lesen: „Jim Lucassen heißt der junge Wunderregisseur, dem es auf ruhige, aber faszinierende Art gelingt, hinter Glas abgelegte Geschichte und heute gelebte Gegenwart unvereinbar aufeinanderprallen zu lassen. (…) So fein und durchdacht der junge Niederländer die Sänger führt, so handwerklich ansprechend überzeugt sein selbst entworfenes Bühnenbild.“

Oper Frankfurt / Rusalka - v.l.n.r. Kelsey Lauritano (3. Waldelfe), Florina Ilie (1. Waldelfe) und Julia Moorman (2. Waldelfe) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Rusalka – v.l.n.r. Kelsey Lauritano (3. Waldelfe), Florina Ilie (1. Waldelfe) und Julia Moorman (2. Waldelfe) © Barbara Aumüller

Zum Inhalt: Die Nixe Rusalka ist verzweifelt. Sie möchte ein menschliches Wesen werden, um das Herz des Prinzen zu gewinnen. Erfüllung dieses sehnlichen Wunschs verspricht ihr die Hexe Ježibaba. Rusalkas Menschwerdung ist jedoch an die ewige Liebe des Prinzen gebunden, andernfalls sind beide verflucht. Tatsächlich verliebt sich der Königssohn in das Mädchen. Am Tag der Hochzeit aber verrät er sie, sein Treuebruch besiegelt den Fluch. Zu spät bereut der junge Mann sein Handeln und stirbt am Kuss Rusalkas. Sie selbst verschwindet für immer im See.

Oper Frankfurt / Rusalka - Katharina Magiera (Ježibaba, die Hexe)© Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Rusalka – Katharina Magiera (Ježibaba, die Hexe) © Barbara Aumüller

Generalmusikdirektor Sebastian Weigle stand bereits anlässlich der Premierenserie dieser Produktion am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters. Auch ein Großteil der besetzten Sängerinnen und Sänger aus dem Ensemble sind mit der Inszenierung bereits durch ihre Mitwirkung bei der Premiere bzw. der ersten Wiederaufnahme vertraut, darunter Karen Vuong (Rusalka), Claudia Mahnke (Fremde Fürstin), Andreas Bauer (Wassermann) und Katharina Magiera (Ježibaba). Neu besetzt ist die Partie des Prinzen mit dem österreichisch-australischen Tenor Gerard Schneider, der ab der Saison 2018/19 das Ensemble der Oper Frankfurt verstärken wird. Der junge Sänger erhielt seine Ausbildung bei Edith Wiens an der New Yorker Juilliard School und am National Opera Studio des Royal Opera House Covent Garden in London. Als die drei Waldelfen sind neue Mitglieder des Opernstudios der Oper Frankfurt besetzt: die rumänische Sopranistin Florina Ilie, ihre amerikanische Fachkollegin Julia Moorman und die japanisch-amerikanische Mezzosopranistin Kelsey Lauritano. „Ensemble-Neuzugang“ Božidar Smiljani? ist in den Partien des Hegers und Jägers zu erleben, während die 2017/18 aus dem Opernstudio ins Ensemble übernommene Julia Dawson den Küchenjungen verkörpert.

Musikalische Leitung: Sebastian Weigle, Inszenierung und Bühnenbild: Jim Lucassen, Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Dorothea Kirschbaum, Kostüme: Amélie Sator
Licht: Andreas Grüter, Chor: Tilman Michael, Dramaturgie: Ton Boorsma,

Rusalka: Karen Vuong, Prinz: Gerard Schneider, Fremde Fürstin: Claudia Mahnke, Wassermann: Andreas Bauer, Ježibaba, die Hexe: Katharina Magiera, 1. Waldelfe: Florina Ilie, 2. Waldelfe: Julia Moorman, 3. Waldelfe: Kelsey Lauritano, Heger / Jäger: Božidar Smiljanic, Küchenjunge: Julia Dawson

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Übernahme einer Produktion der Opéra National de Lorraine in Nancy (Premiere: 30. September 2010)

Wiederaufnahme: Freitag, 28. September 2018, um 19.00 Uhr im Opernhaus, weitere Vorstellungen: 7. (18.00 Uhr), 13., 21. (18.00 Uhr), 27. (Oper für Familien, 18.00 Uhr;
Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre gratis, empfohlen ab 8 Jahren) Oktober 2018. Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

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