Frankfurt, Oper Frankfurt, HIGHLIGHTS September – The Medium und mehr … , IOCO Aktuell

August 21, 2020 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

HIGHLIGHTS SEPTEMBER 2020 – The Medium, Gesang der Geister …

Sonntag, 13. September 2020, 17.00 und 20.30 Uhr – Opernhaus

GESANG DER GEISTER ÜBER DEN WASSERN – für acht Männerstimmen und tiefe Streicher – Franz Schubert *

VIER GESÄNGE für Frauenchor, zwei Hörner und Harfe von Johannes Brahms *
TRAUERMUSIK für Streichorchester von Witold Lutoslawski
* In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Chor: Tilman Michael
Mitwirkende: Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Premiere im Großen Haus


THE MEDIUM  –  Tragödie in zwei Akten – Gian Carlo Menotti

In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle; Regie: Hans Walter Richter
Mitwirkende: Dshamilja Kaiser / Bernadett Fodor (Madame Flora), Gloria Rehm / Angela Vallone (Monica), Barbara Zechmeister (Mrs. Gobineau), Simon Neal / Dietrich Volle (Mr. Gobineau), Kelsey Lauritano (Mrs. Nolan), Marek Löcker (Toby)

Weitere Vorstellungen: 17. (19.30 Uhr), 19. (17.00 und 20.30 Uhr), 25. (17.00 und 20.30 Uhr) September, 1. (19.30 Uhr), 4. (15.30 und 19.00 Uhr), 8. (19.30 Uhr), 10. (17.00 und 20.30 Uhr), 17. (17.00 und 20.30 Uhr) Oktober 2020
Preise: € 15 bis 182 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / The Medium - Madame Flora (in der Bildmitte stehend) und Ensemble © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / The Medium – Madame Flora (in der Bildmitte stehend) und Ensemble © Barbara Aumüller

Als The Medium von Gian Carlo Menotti (1911-2007) in Kombination mit Bruno Madernas Satyricon am Ende der Saison 2018/19 im Bockenheimer Depot zur Frankfurter Erstaufführung gelangte, war noch nicht daran zu denken, dass es so bald ein Wiedersehen mit dieser erfolgreichen Produktion von Hans Walter Richter geben würde.

Aber nachdem die Einschränkung des Proben- und Spielbetriebs durch die Corona-Krise die ursprünglich geplante Eröffnung der Spielzeit 2020/21 mit György Ligetis groß besetzter Oper Le Grand Macabre unmöglich erscheinen ließ, wurde ein adäquater Ersatz im Repertoire gesucht, der sich leichter in die verordneten Auflagen einfügen würde. Dieser Ersatz wurde mit Menottis Medium gefunden, das nun – ohne Satyricon – erstmals im Opernhaus gezeigt wird, neu kombiniert mit Kompositionen für Chor und Orchester von Franz Schubert (1797-1828) – außer am 4. Oktober 2020 –, Johannes Brahms (1833-1897) und Witold Lutoslawski (1913-1994). Dies gibt den beteiligten Kollektiven die Chance, sich endlich wieder etwas prominenter vor Publikum zeigen zu können, und die Oper Frankfurt präsentiert damit eine veritable Premiere. Zudem soll es mit diesem Wechsel gelingen, die erfolgreiche Inszenierung jenem Teil des Publikums zugänglich zu machen, der sie seinerzeit im Depot versäumt hat. Unterstützt wird diese Planung durch das Angebot von zwei Vorstellungen an bestimmten Tagen.

Das Publikum kann sich auf eine Produktion von hoher Qualität freuen, was sich seinerzeit auch in den Pressestimmen widerspiegelte. So schrieb etwa der Kritiker des Darmstädter Echo: „Hans Walter Richters Regie gelingt die psychologische Verdichtung, hat Gespür für den menschenfreundlichen Witz, während sie doch die tragische Verstrickung unerbittlich zuzieht.“ In dem spannenden Opern-Krimi führt Madame Flora ihre Klienten im Rahmen von Séancen hinters Licht, um an deren Geld zu kommen. Dabei sind ihre naive Tochter Monica und der stumme Waisenjunge Toby behilflich. Als Flora jedoch selbst mit einer Geistererscheinung konfrontiert zu werden scheint, kommt es zur Katastrophe…

Oper Frankfurt / The Medium - Toby (unten) und Monica (oben) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / The Medium – Toby (unten) und Monica (oben) © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung der Produktion liegt bei Frankfurts Generalmusikdirektor Sebastian Weigle, der damit den ersten Auftritt in der neuen Saison an seinem Stammhaus vorlegt. Die deutsche Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser, seit 2017/18 Ensemblemitglied an der Oper Bonn, kehrt nach ihrem erfolgreichen Hausdebüt 2018/19 als Adalgisa in Bellinis Norma zurück nach Frankfurt. In der Partie der Madame Flora wechselt sie sich mit ihrer ungarischen Fachkollegin Bernadett Fodor ab, die im Haus am Willy-Brandt-Platz zuletzt 2015/16 u.a. als Erda in Wagners Der Ring des Nibelungen zu erleben war. 2017 erhielt Gloria Rehm (Monica) den renommierten FAUST-Preis für Ihre Darstellung der Marie in Zimmermanns Die Soldaten bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden. Das Frankfurter Publikum kennt die deutsche Koloratursopranistin als Blonde (Die Entführung aus dem Serail 2017) und Königin der Nacht (Die Zauberflöte 2018). Auch der britische Bariton Simon Neal ist neben seinen Stationen an der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf-Duisburg und der Oper Leipzig regelmäßiger Gast in Frankfurt, wo er u.a. zuletzt 2015/16 als Förster in Janáceks Das schlaue Füchslein auftrat. In allen weiteren Partien sind fast ausschließlich Mitglieder des Ensembles der Oper Frankfurt – auch als Doppelbesetzungen – zu erleben.


Donnerstag, 3. September 2020, um 19.00 Uhr im Opernhaus
Erste Wiederaufnahme
I PURITANI
Opera seria in drei Teilen von Vincenzo Bellini
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Oksana Lyniv; nach der Regie von Vincent Boussard
Mitwirkende: Brenda Rae (Elvira), Francesco Demuro (Lord Arturo Talbo),
Andrzej Filonczyk (Sir Riccardo Forth), Thomas Faulkner (Lord Gualtiero Valton), Kihwan Sim (Sir Giorgio), Brian Michael Moore (Sir Bruno Roberton), Karolina Makula (Enrichetta di Francia), Evie Poaros (Eine Frau)

Weitere Vorstellungen: 6. (15.30 Uhr), 9., 12., 20. (18.00 Uhr) September 2020

Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr
Koproduktion mit der Opéra Royal de Wallonie, Liège
Preise: € 15 bis 116 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / I Puritani - Kihwan Sim (Sir Giorgio) und Brenda Rae (Elvira) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / I Puritani – Kihwan Sim (Sir Giorgio) und Brenda Rae (Elvira) © Barbara Aumüller

„Weltklasse ist Brenda Rae als Elvira. Ihre Stimme bietet alles, was diese Rolle braucht: schmelzendes Legato, perlend virtuose Koloraturen, leichtes Staccato, kluge Atemführung. Zwei Wahnsinnsszenen billigt der Komponist dieser Partie zu, in beiden folgt das Publikum der im Frankfurter Ensemble großgewordenen Sängerin atemlos.“ So wie der Kritiker der Frankfurter Neuen Presse überschlugen sich alle Rezensent*innen nach dieser Premiere der Puritani von Vincenzo Bellini (1801-1835) am 2. Dezember 2018 im Opernhaus. Ein Blickfang der von Vincent Boussard inszenierten Produktion waren sicherlich auch die Kostüme von Couturier Christian Lacroix, und das werden sie auch wieder bei der ersten, den Corona-Auflagen angepassten Wiederaufnahme sein. Also bitte nicht verpassen: Koloraturwunder Brenda Rae trägt Lacroix!

Die Handlung der Oper spielt im englischen Bürgerkrieg in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts: Elvira, Tochter des puritanischen Gouverneurs Lord Gualtiero Valton, erwartet ihre Hochzeit mit Lord Arturo Talbo, einem Parteigänger der fast geschlagenen Stuarts. Allerdings kann der Gouverneur Elvira nicht selbst in die Kirche führen, da er eine Staatsgefangene zum Parlament bringen muss: Enrichetta, die Witwe des hingerichteten Stuart-Königs Karl I. Aus politischer Überzeugung ermöglicht Arturo seiner Königin die Flucht von der Festung. Elvira glaubt daraufhin, dass ihr der Geliebte untreu geworden ist und wird wahnsinnig…

Oper Frankfurt / I Puritani - Brenda Rae (Elvira) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / I Puritani – Brenda Rae (Elvira) © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung der Produktion aus der Spielzeit 2018/19 liegt nun bei der jungen ukrainischen Dirigentin Oksana Lyniv, die damit ihr Hausdebüt gibt. Von 2017 bis 2020 war sie Generalmusikdirektorin an der Oper Graz. Zwei neubesetzte Gäste stehen an der Seite Brenda Raes: Der italienische Tenor Francesco Demuro (Lord Arturo Talbo) gastiert an den Opernhäusern von Berlin, Paris und New York. In Frankfurt war er bisher als Rodolfo (La Bohème), Alfredo (La Traviata) und einspringend als Herzog von Mantua (Rigoletto) zu erleben. Andrzej Filonczyk (Sir Riccardo Forth) stammt aus Polen und gibt in dieser Produktion sein Hausdebüt. Auf seiner Agenda stehen Engagements in München, London und Paris; Auftritte an der New Yorker Met sind geplant. Aus dem Ensemble sind wie in der Premiere Thomas Faulkner (Lord Gualtiero Valton) und Kihwan Sim (Sir Giorgio) besetzt, während „Ensemble-Neuzugang“ Brian Michael Moore (Sir Bruno Roberton) und Opernstudio-Mitglied Karolina Maku?a (Enrichetta di Francia) erstmals mit von der Partie sind.


Freitag, 18. September 2020, um 19.00 Uhr im Opernhaus
Siebte Wiederaufnahme
LE NOZZE DI FIGARO
Oper in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Rory Macdonald; nach der Regie von Guillaume Bernardi

Mitwirkende: Liviu Holender (Graf Almaviva), Adriana González (Gräfin Almaviva), Gordon Bintner (Figaro), Bianca Tognocchi (Susanna), Bianca Andrew (Cherubino), Cecelia Hall (Marzelline), Anthony Robin Schneider (Bartolo), Franz Mayer (Antonio), Ekin Su Paker (Barbarina), Matthew Swensen (Basilio, Don Curzio) u.a.

Weitere Vorstellungen: 24., 26. September, 2., 9. Oktober 2020
sowie mit weiteren Ensemblemitgliedern im Februar und März 2021
Alle Vorstellungen im September und Oktober 2020 beginnen um 19.00 Uhr
Preise: € 15 bis 116 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / Le Nozze die Figaro - v.l.n.r. Susanna, Graf Almaviva und Cherubino (hinter dem Sessel versteckt) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Le Nozze die Figaro – v.l.n.r. Susanna, Graf Almaviva und Cherubino (hinter dem Sessel versteckt) © Barbara Aumüller

Mit Le nozze di Figaro von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) präsentierte der kanadische Regisseur Guillaume Bernardi in der Spielzeit 2006/07 nach Arbeiten im Bockenheimer Depot erstmals eine Inszenierung im Opernhaus. Publikum und Presse waren von der klassisch gehaltenen Produktion gleichermaßen begeistert, und so war etwa in der Frankfurter Rundschau zu lesen: „Es ist Bernardi gelungen, eine alte Geschichte so zu erzählen, dass sogar der ausgepichteste Kenner wieder einiges Neue in dem (wie alle guten Stücke) unerschöpflichen Werk entdeckt. Dabei geht es ohne Verkrampftheiten ab, ohne ratternde Gags.“ Nun wird die Erfolgsinszenierung, die am 4. März 2007 Premiere feierte, zum siebten Mal wiederaufgenommen, wobei auch hier Corona-bedingte Anpassungen vorgenommen werden müssen.

Zum Inhalt: Als das Diener-Paar Figaro und Susanna heiraten möchte, pocht deren Dienstherr, Graf Almaviva, auf das „Recht der ersten Nacht“ mit der Braut. Damit bringt er nicht nur die Verlobten, sondern auch die eigene Gattin Rosina und nahezu alle Schlossbewohner gegen sich auf. Was folgt ist ein Tag voller Intrigen, Verkleidungen, Verwirrungen und Irrungen. Am Ende aber siegt die Liebe…

Oper Frankfurt / Le Nozze die Figaro - Susanna und Figaro © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Le Nozze die Figaro – Susanna und Figaro © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung der Produktion liegt anlässlich dieser Wiederaufnahme erstmals bei dem schottischen Gastdirigenten Rory Macdonald, der 2017/18 mit Mozarts Così fan tutte an der Oper Frankfurt debütierte. Figaro führte ihn 2019 bereits an das Opernhaus von Göteborg. Nur zwei Sängergäste sind in dieser Wiederaufnahme besetzt: Die aus Guatemala stammende Sopranistin Adriana González (Gräfin Almaviva) gewann nach Stationen in den Opernstudios des Opernhauses Zürich und der Opéra national de Paris 2019 den 1. Preis in Placido Domingos Operalia-Wettbewerb. Die Partie der Gräfin führte sie bereits an die Opéra national de Lorraine in Nancy. Die Sopranistin Ekin Su Paker (Barbarina) stammt aus der Türkei und erhielt ihre Ausbildung u.a. an der Kunstuniversität Graz. 2019 erreichte sie die Finalrunde beim Bertelsmann-Wettbewerb „Neue Stimmen“ in Gütersloh und wird ab der Spielzeit 2020/21 das Frankfurter Opernstudio verstärken. Die Partie der Barbarina wird sie im November 2020 auch am Theater an der Wien verkörpern. Fast alle weiteren Partien sind erstmals mit Ensemblemitgliedern der Oper Frankfurt besetzt: Liviu Holender (Graf Almaviva), Bianca Tognocchi (Susanna), Bianca Andrew (Cherubino) und Matthew Swensen (Basilio, Don Curzio). Gordon Bintner (Figaro) ist mit der Inszenierung bereits als Graf vertraut, genauso wie Cecelia Hall (Marzelline) als Cherubino. Ein Wiedersehen in ihren Rollen gibt es hingegen mit Anthony Robin Schneider (Bartolo) und Franz Mayer (Antonio). Bei den Vorstellungen im Februar und März 2021 kommen weitere Ensemblemitglieder zum Zuge.


Sonntag, 27. September 2020, um 18.00 Uhr im Opernhaus
Fünfte Wiederaufnahme
WERTHER
Lyrisches Drama in vier Akten (fünf Bildern) von Jules Massenet
In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Takeshi Moriuchi; nach der Regie von Willy Decker

Mitwirkende: Gerard Schneider (Werther), Gaëlle Arquez (Charlotte), Heather Engebretson (Sophie), Domen Križaj (Albert), Iain MacNeil (Johann), Franz Mayer (Le Bailli), Brian Michael Moore (Schmidt) u.a.

Weitere Vorstellungen: 3. (18.00 Uhr), 11. (18.00 Uhr), 15., 24. Oktober 2020
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
Preise: € 15 bis 116 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

Oper Frankfurt / Werther - Charlotte und Werther © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Werther – Charlotte und Werther © Barbara Aumüller

„Auch Goethe hätte sicherlich applaudiert, diese Premiere in der Frankfurter Oper dürfte ihm gefallen haben. (…) Unglaublich stimmig und intensiv wurde hier Massenets Werk in Szene gesetzt. (…) So aufgeführt wie in Frankfurt, beweist sich Massenets Werther als wahrer Publikumsmagnet und zeigt wieder einmal, dass große Gefühle auch heute noch sehr en vogue sind.“ So urteilte das Internetportal Klassik.com nach der Premiere der nach Goethes Briefroman entstandenen Oper von Jules Massenet (1842-1912). Das Werk in der Inszenierung von Willy Decker feierte als Originalproduktion der Nederlandse Opera Amsterdam am 11. Dezember 2005 seine Frankfurter Premiere.
Zum Inhalt: Werther liebt Charlotte, doch diese ist mit Albert verlobt und weist den schwärmerischen jungen Mann zurück. Am Sterbebett ihrer Mutter hat sie versprochen, Albert zum Mann zu nehmen. Nach der Hochzeit treffen sich Charlotte und Werther erneut, und sie muss feststellen, dass er ihr nicht gleichgültig ist. Auch Werthers Zuneigung ist nicht geringer geworden. Von der Ausweglosigkeit der Situation überzeugt, bittet Werther Albert um dessen Pistolen, er will sich auf eine längere Reise begeben. Der inzwischen misstrauisch gewordene Ehemann zwingt seine entsetzte Frau, die Waffen herauszugeben. Voll dunkler Vorahnungen eilt Charlotte dem Unglücklichen nach, doch sie kommt zu spät – tödlich verwundet stirbt er in ihren Armen.

Oper Frankfurt / Werther - Werther und Charlotte © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Werther – Werther und Charlotte © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung dieser fünften, den Corona-Bedingungen angepassten Wiederaufnahme einer Produktion aus der Spielzeit 2004/05 hat Studienleiter Takeshi Moriuchi. Der japanische Pianist und Dirigent unternahm kürzlich zusammen mit seiner Kollegin In Sun Suh eine Reise auf zwei Klavieren durch drei Jahrhunderte in Form eines Kammermusik-Programms. Für den österreichisch-australischen Tenor Gerard Schneider (Rollendebüt als Werther), seit 2018/19 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt, standen 2019/20 u.a. mit dem Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto und Narraboth in Strauss’ Salome wichtige Aufgaben an. Gaëlle Arquez (Charlotte) gehört zu den regelmäßigen Gästen der Oper Frankfurt. Eines der jüngsten Engagements der französischen Mezzosopranistin im Haus am Willy-Brandt-Platz war Adalgisa in Bellinis Norma, kürzlich gefolgt von einem umjubelten Liederabend im Opernhaus. Die Partie der Charlotte führt sie bald auch an die Wiener Staatsoper, zuvor jedoch gastiert sie als Bizets Carmen an der Opéra Comique Paris. Die amerikanische Sopranistin Heather Engebretson (Sophie) gibt als Sophie ihr Frankfurter Hausdebüt, dem später Aufführungen von Mozarts Le nozze di Figaro mit ihr in der Partie der Susanna folgen werden. 2021 gastiert sie als Verdis Violetta (La traviata) an der Deutschen Oper Berlin. Ab 2020/21 wird der slowenische Bariton Domen Križaj (Albert) das Ensemble der Oper Frankfurt verstärken. Ende 2019/20 gab er einen vielversprechenden Liederabend im Opernhaus. In der Spielzeit darauf wird er in der Wiederaufnahme von Puccinis Manon Lescaut den Bruder der Titelheldin verkörpern. „Ensemble-Neuzugang“ Brian Michael Moore (Schmidt) und Iain MacNeil (Johann) singen erstmals in der Produktion, während Franz Mayer (Le Bailli) bereits mit ihr vertraut ist.

 

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Norma – Vincenzo Bellini, 07.06.2019

Juni 6, 2019 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

NORMA  –  Vincenzo Bellini

Text Felice Romani,  nach Norma ou L’Infanticide (1831) von Alexandre Soumet

Wiederaufnahme 7. Juni 2019

Nachdem die Übernahme einer Koproduktion der Norma von Vincenzo Bellini (1801-1835) mit Den Norske Opera & Ballet in Oslo aus künstlerischen Gründen nicht zustande kam, sprang der renommierte Regisseur Christof Loy kurzfristig ein, um seine Sicht auf das Meisterwerk Norma in Frankfurt zu realisieren.

Norma   –   Vincenzo Bellini
youtube Trailer der Oper Frankfurt zur Premiere 2018
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Wenngleich sich Christof Loy schon lange Gedanken zu dieser Oper gemacht hatte, kam es bisher nie zu einer Umsetzung. Dann aber war die Begeisterung bei Publikum und Presse groß. So urteilte etwa die Radiokritikerin von SWR2 nach der Premiere am 10. Juni 2018: „Solche tragischen Zwischentöne zu erzählen, ist typisch für den Bühnenpsychologen Christof Loy. Er hat Bellinis pompösen ‚Gallier gegen Römer‘-Stoff auf seinen Kern reduziert – und bietet in Frankfurt zeitlos-packende Kammerspiele statt archaische Druidenkult- und Römer-Helm-Klischees.“

Ganz sicherlich war der Erfolg auch der Besetzung der Titelpartie mit dem ehemaligen Frankfurter Ensemblemitglied Elza van den Heever geschuldet, auf die Loy sein Konzept zugeschnitten hatte. „Die rückhaltlose Art, mit der sich die südafrikanische Sopranistin Elza van den Heever auf die ambivalente Rolle der gallischen Druidenpriesterin einlässt, versetzt das Publikum in Ekstase. (…) Beinahe demütig wird man Zeuge, wie auf der Frankfurter Bühne eine Sängerin in ihrer Menschendarstellung über sich selbst hinauswächst und das scharf umrissene Porträt einer nervlich zerrütteten Frau zeichnet (…)“ Diese wahre Hymne war in der Frankfurter Neuen Presse zu lesen. Deshalb ist es äußerst erfreulich, dass nicht nur der premierenbewährte Tenor Stefano La Colla als Pollione, sondern auch Elza van den Heever in der Titelpartie für die erste Wiederaufnahme der Produktion aus 2017/18 nach Frankfurt zurückkehren.

Oper Frankfurt / Norma - rechts Elza van den Heever (Norma) mit ihren Kindern sowie links Julia Moorman (Clotilde) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Norma – rechts Elza van den Heever (Norma) mit ihren Kindern sowie links Julia Moorman (Clotilde) © Barbara Aumüller

Im von Rom besetzten Gallien unterhält die Druidenpriesterin Norma eine geheime Liebesbeziehung zum feindlichen Prokonsul Pollione, dem Vater ihrer beiden Kinder. Als sich der Soldat jedoch in die junge Priesterin Adalgisa verliebt, ist Norma am Boden zerstört. Der Versuch ihrer schuldlosen Rivalin, die beiden Kontrahenten zu versöhnen, misslingt. Norma schwört Rache und ruft ihr Volk zum Kampf gegen die Römer auf. Dem inzwischen gefangengenommenen Pollione droht der Tod. Norma erklärt, dass eine Priesterin ihren Eid gebrochen habe und zusammen mit dem Römer sterben soll. Nach einigem Zögern gibt sie sich selbst als die Frevlerin zu erkennen. Gemeinsam mit Pollione, dessen Liebe zu ihr neu erwacht ist, besteigt sie den Scheiterhaufen.

Oper Frankfurt / Norma - Elza van den Heever (Norma)) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Norma – Elza van den Heever (Norma)) © Barbara Aumüller

Die musikalische Leitung der Wiederaufnahme übernimmt der italienische Dirigent Giacomo Sagripanti, der sich an der Oper Frankfurt 2015/16 mit der Wiederaufnahme von Rossinis Die diebische Elster vorstellte. Regelmäßig gastiert er u.a. an der Deutschen Oper Berlin und der Opéra National de Paris sowie den Staatsopern von München und Wien. Norma dirigiert er bald auch an der Staatsoper Stuttgart. Die deutsche Mezzosopranistin Dshamilja Kaiser (Adalgisa) zählt seit 2009/10 zum Ensemble der Oper Graz, wo sie – neben den Opernhäusern von Riga und Oslo – diese Partie bereits verkörperte. Der amerikanische Bass James Creswell (Oroveso) sprang in Frankfurt 2006/07 als Sarastro in Mozarts Die Zauberflöte ein und kehrte in der Saison darauf als Rocco in Beethovens Fidelio zurück. Aktuelle Engagements nimmt er an den Opernhäusern von Madrid, Amsterdam und San Francisco sowie auch an der New Yorker Metropolitan Opera wahr. Die Sopranistin Julia Moorman (Clotilde) und der Tenor Matthew Swensen (Flavio) stammen beide aus den USA und sind Mitglieder des Opernstudios bzw. des Ensembles der Oper Frankfurt.

Oper Frankfurt / Norma - Dshamilja Kaiser (Adalgisa) und Stefano La Colla (Pollione) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Norma – Dshamilja Kaiser (Adalgisa) und Stefano La Colla (Pollione) © Barbara Aumüller

Wiederaufnahme: Freitag, 7. Juni 2019 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 17., 20., 23. (18.00 Uhr), 28. Juni 2019, Falls nicht anders angegeben, Beginn  19.30 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Linz, Landestheater Linz, Premiere PENTHESILEA – OTHMAR SCHOECK, 02.03.2019

Februar 28, 2019 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

PENTHESILEA – OPER VON OTHMAR SCHOECK

 Heinrich von Kleists Trauerspiel in wuchtig spätromantischer Musiksprache

PREMIERE 2. MÄRZ 2019, 19.30 UHR

Was tun, wenn die Liebe stärker ist als jedes Gesetz? An diesem Wider­spruch zerbrechen die Amazonenkönigin Penthesilea und ihr Feind, der griechische Krieger Achill, wenn sie abwechselnd kämpfend und liebend übereinander herfallen und am Ende beide sterben müssen. Denn erst zerfleischt Penthesilea zusammen mit ihren Hunden den geliebten Feind, um sich dann aus ihrem Blutrausch erwachend selbst dem Tod hinzugeben.

Heinrich von Kleist formte 1808 aus diesem Stoff eines der sprachgewaltigsten deutschen Dramen, das in der Erkenntnis gipfelt: „Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann schon das Eine für das Andre greifen“. Othmar Schoeck vertonte Kleists Schau­spiel 1927 in einer ebenso wuchtigen wie spätromantisch erblühenden Musiksprache.

Penthesilea, Königin der Amazonen Dshamilja Kaiser, Prothoe, Fürstin der Amazonen Julia Borchert, Meroe, Fürstin der Amazonen Katherine Lerner, Oberpriesterin der Diana Vaida Raginskyte, Achilles, König des Griechenvolkes Martin Achrainer, Diomedes, König des Griechenvolkes Matthäus Schmidlechner, Erste Priesterin Gotho Griesmeier, Hauptmann Domen Fajfar, Bühnenpianisten Andrea Szewieczek, Elias Gillesberger

Chor des Landestheaters Linz, Extrachor des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

INSZENIERUNG PETER KONWITSCHNY – MUSIKALISCHE LEITUNG LESLIE SUGANANDARAJAH

Koproduktion mit der Oper Bonn

Premiere Samstag, 2. März 2019, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

Musikalische Leitung Leslie Suganandarajah
Inszenierung Peter Konwitschny
Bühne und Kostüme Johannes Leiacker
Konzeptionelle Mitarbeit Bettina Bartz
Chorleitung Elena Pierini
Leitung Extrachor Martin Zeller
Dramaturgie Bettina Bartz, Christoph Blitt

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Linz, Landestheater Linz, PENTHESILEA – OTHMAR SCHOECK, 02.03.2019

Januar 30, 2019 by  
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Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

PENTHESILEA –  OTHMAR SCHOECK

INSZENIERUNG PETER KONWITSCHNY,  MUSIKALISCHE LEITUNG LESLIE SUGANANDARAJAH

PREMIERE 2. MÄRZ 2019, 19.30 UHR

Opernpremiere Penthesilea am 2. März 2019 im Großen Saal des Musiktheaters . Regie führt Peter Konwitschny, der 2018 im Jahrbuch der Zeitschrift „Opernwelt“ zum „Regisseur des Jahres“ gewählt wurde. 2017 inszenierte Peter Konwitschny Schoecks Oper als einen theatral-viel­schichtigen Kampf der Geschlechter an der Oper Bonn. Nun wird man diese Inszenierung auch in Linz erleben können. Die Titelpartie singt Dshamilja Kaiser. Am Pult des Bruckner Orchesters Linz der designierte Musikdirektor des Salzburger Landestheaters Leslie Suganandarajah.

Landestheater Linz / Penthesilea (Dshamilja Kaiser) © Thilo Beu, Oper Bonn

Landestheater Linz / Penthesilea (Dshamilja Kaiser) © Thilo Beu, Oper Bonn

 

PENTHESILEA –  IN EINEM AUFZUG VON OTHMAR SCHOECK
Text vom Komponisten nach Heinrich von Kleists gleichnamigem Trauerspiel
In deutscher Sprache mit Übertiteln, Koproduktion mit der Oper Bonn

Was tun, wenn die Liebe stärker ist als jedes Gesetz? An diesem Wider­spruch zerbrechen die Amazonenkönigin Penthesilea und ihr Feind, der griechische Krieger Achill, wenn sie abwechselnd kämpfend und liebend übereinander herfallen und am Ende beide sterben müssen. Denn erst zerfleischt Penthesilea zusammen mit ihren Hunden den geliebten Feind, um sich dann aus ihrem Blutrausch erwachend selbst dem Tod hinzugeben.

Heinrich von Kleist formte 1808 aus diesem Stoff eines der sprachgewaltigsten deutschen Dramen, das in der Erkenntnis gipfelt: „Küsse, Bisse, das reimt sich, und wer recht von Herzen liebt, kann schon das Eine für das Andre greifen“. Othmar Schoeck vertonte Kleists Schau­spiel 1927 in einer ebenso wuchtigen wie spätromantisch erblühenden Musiksprache.


Premiere Samstag, 2. März 2019, 19.30 Uhr
Großer Saal Musiktheater

Musikalische Leitung Leslie Suganandarajah, Inszenierung Peter Konwitschny, Bühne und Kostüme Johannes Leiacker, Konzeptionelle Mitarbeit Bettina Bartz, Chorleitung Elena Pierini, Leitung Extrachor Martin Zeller, Dramaturgie Bettina Bartz, Christoph Blitt

Landestheater Linz / Penthesilea (Dshamilja Kaiser) © Thilo Beu, Oper Bonn

Landestheater Linz / Penthesilea (Dshamilja Kaiser) © Thilo Beu, Oper Bonn

Penthesilea, Königin der Amazonen Dshamilja Kaiser, Prothoe, Fürstin der Amazonen Julia Borchert, Meroe, Fürstin der Amazonen Katherine Lerner, Oberpriesterin der Diana Vaida Raginskyti, Achilles, König des Griechenvolkes Martin Achrainer, Diomedes, König des Griechenvolkes Matthäus Schmidlechner, Erste Priesterin Gotho Griesmeier, Hauptmann Domen Fajfar, Bühnenpianisten Andrea Szewieczek, Elias Gillesberger

Chor des Landestheaters Linz, Extrachor des Landestheaters Linz, Bruckner Orchester Linz

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

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