Mannheim, Nationaltheater, La Cenerentola – Gioacchino Rossini, IOCO Kritik, 07.01.2019

Januar 8, 2019 by  
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Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

Nationaltheater Mannheim © Hans Jörg Michel

La Cenerentola – Gioacchino Rossini

– Brautschau mit Hindernissen –

Von Uschi Reifenberg

Es war einmal ein berühmter italienischer Opernkomponist im 19. Jahrhundert mit dem Namen Gioacchino Rossini, der sich entschloss, einen der schönsten Märchenstoffe zu einer Oper zu verarbeiten, nämlich die Geschichte vom Aschenputtel, italienisch La Cenerentola.

La Cenerentola – Als phantastisch-bunte Familienoper 

Für Kinder ab acht Jahren, aber dennoch „Eine Märchenoper für viele Generationen“ wie im Programmheft zu lesen ist, brachte das NTM in einer rundum gelungenen Produktion vom Konzert Theater Bern in der Inszenierung von Cordula Däuper, Neueinstudierung: Claudia Plaßwich, auf die Bühne des Opernhauses ( Premiere: 1.11.17). Wenn man am Ende der Vorstellung glücklich und beschwingt das Theater verlässt, bedauert man in der Tat, dass dies die letzte Aufführung in dieser Spielzeit gewesen ist…

Der komplexe und viel verarbeitete Aschenputtel Stoff hat durch die Jahrhunderte nichts von seiner Faszination und Beliebtheit eingebüßt und bewegt bis heute die Gemüter von Jung und Alt. 1697 erscheint in Frankreich Charles Perraults bedeutende Märchensammlung, in welcher die Geschichte vom Aschenputtel unter dem Titel Cendrillon erstmalig erwähnt ist.

La Cenerentola   –  Gioacchino Rossini
Youtube Trailer des Nationaltheater Mannheim
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1812 veröffentlichen die Gebrüder Grimm in Deutschland ihre weltberühmte Sammlung, das Märchen vom Aschenputtel weicht bei den Brüdern von der französischen Urfassung lediglich in Details ab, auch Ludwig Bechstein übernahm den Stoff 1845 in sein Deutsches Märchenbuch. Der Walt- Disney Zeichentrickfilm Cinderella gelangte 1950 zu Weltruhm, der 1973 produzierte tschechische Märchenfilm Drei Haselnüsse für Aschenbrödel erlangte ebenfalls Kultstatus.

2015 nahm sich Hollywood noch einmal der Aschenputtel Story an, die Walt- Disney-Studios produzierten unter der Regie von Kenneth Branagh eine vielgelobte Neuverfilmung, besetzt mit hochkarätigen Schauspielern.

Unter den zahlreichen Opern-Bearbeitungen des Aschenputtel Stoffes wie beispielsweise der frühen Vertonung von 1759 durch Jean-Louis Laruette Cendrillon, bis zu Cinderella von Peter Maxwell Davies im Jahre 1980, ist zweifellos Gioacchino Rossinis komische Oper in zwei Akten die bedeutendste und populärste Adaption.

Gioacchino Rossini in Paris © IOCO

Gioacchino Rossini in Paris © IOCO

Gioacchino Rossini ( 1792-1868), einer der produktivsten und flexibelsten Komponisten des italienischen Belcanto und unangefochtener Meister der Opera buffa, erlangte bereits im Alter von 24 Jahren Weltruhm mit einem seiner Meisterwerke, dem Barbier von Sevilla, der ein Jahr vor Cenerentola uraufgeführt wurde. Rossini schuf innerhalb von 19 Jahren 39 Opern, die in ganz Europa gefeiert wurden und führte die Gattung der Opera buffa im 19. Jahrhundert zugleich zum Höhe- und Endpunkt, bevor die Musikdramatiker Wagner und Verdi die führende Rolle in der Opernwelt übernahmen. Ab 1829 zog er sich vom Opernschaffen weitgehend zurück, widmete sich der Lehrtätigkeit sowie auch seiner vielgerühmten Kochleidenschaft und komponierte nur noch vereinzelt Kammermusik.

La Cenerentola ossia la bontà in trionfo, Aschenputtel oder der Triumph der Herzensgüte, wie der komplette Titel lautet, wurde in 24 Tagen komponiert und 1817 in Rom uraufgeführt, die Komposition basiert auf dem Libretto von Jacopo Ferretti nach der Märchenfassung von Charles Perrault. Die Oper verzichtet gegenüber dem Märchen auf Magisches und Mystisches und stellt das Element des Komischen in den Vordergrund. Die gute Fee wird beispielsweise durch den Pädagogen Alidoro ersetzt, es gibt auch keinen Kürbis, der sich in eine Kutsche verwandelt, und der alles entscheidende Ballschuh wird bei Rossini in einen Armreif getauscht, in der Mannheimer Produktion wird er dann allerdings doch wieder zum Schuh…

Nationaltheater Mannheim / La Cenerentola - hier :  Clorinda, Aschenputttel und Tisbe © Hans Joerg Michel

Nationaltheater Mannheim / La Cenerentola – hier : Clorinda, Aschenputttel und Tisbe © Hans Joerg Michel

Die Inszenierung von Cordula Däuper besticht durch eine perfekt ausgefeilte Personenführung, angereichert mit reichlich Comedy und Slapstic und setzt auf herrlich ironisch-groteske Überzeichnung der Figuren im Stil der Commedia dell’ arte. Däuper überrascht mit einer an Walt Disney orientierten Ästhetik, und zitiert beispielsweise das berühmte Schloss aus dem Cinderella Film, für welches Neuschwanstein Pate stand. Nicht Deutung, sondern lustvolle Unterhaltung steht im Vordergrund. Zauber- und Märchen-Requisiten kommen an passenden Stellen zum Einsatz, wo sie für jene magischen Momente sorgen, die vor allem bei den jüngeren Zuschauern für hörbares Vergnügen sorgen: eine fliegende prunkvolle blaue Kutsche mit Zauberpferd, ein Goldesel, ein großer roter Damenschuh oder ein hinreißendes weißes Ballkleid, das vom Himmel direkt in Aschenputtels Arme herabschwebt oder riesige gemalte Tauben, die in die Wolken flattern.

Die Sänger- Darsteller agieren virtuos, mit ausgelassener Spielfreude und atemberaubendem Tempo, scheinen selbst in den Sog der Rossini-Musik zu geraten, in welchen sie das amüsierte Publikum gekonnt mit hineinziehen. Während der Ouvertüre sieht man ein überdimensionales Buch, dessen Seiten von Cenerentola und dem „Spiritus rector“ Alidoro aufgeschlagen werden. Eine große, verzierte Texttafel als unverzichtbarer Bestandteil des Bühnenbildes liefert nicht nur den laufenden Text in Deutsch-, gesungen wird in italienischer Sprache-, sondern kommentiert auch in witziger Weise das Bühnengeschehen, die Geschichte kann also beginnen:

Nationaltheater Mannheim / La Cenerentola - hier: Joshua Whitener, Valentin Anikin, Herrenchor des NTM © Hans Joerg Michel

Nationaltheater Mannheim / La Cenerentola – hier: Joshua Whitener, Valentin Anikin, Herrenchor des NTM © Hans Joerg Michel

Die Schwestern Clorinda und Tisbe, zwei zickige Gören, hausen zwischen herumliegenden Holzbrettern und einem herabgefallenen Kronleuchter im abbruchreifen Hause ihres überschuldeten Vaters Don Magnifico (Bühne: Ralph Ziegler) und streiten sich um die Vorzüge ihrer Schönheit und Begabung. Sie haben angesagte Frisuren, schrillen Kopfschmuck und tragen opulente quietschbunt- aufgeblähte Ballkleider (Kostüme: Sophie du Vinage), jederzeit abrufbereit für den potenziellen Prinzen, der sie vom Fleck weg heiratet. Ihre Stiefschwester Cenerentola alias Angelina hingegen, mit üppiger Blondmähne, in Fetzen gewandet, wird als Dienstmagd gehalten und übel gemobbt.

Don Magnifico, ein abgehängter trotteliger Adliger in Unterwäsche und Krawatte, träumt von einem Goldesel, der ihn vor der drohenden Insolvenz rettet und prompt steigt ein Esel aus der Versenkung hinauf in den Bühnenhimmel, aus dessen Hinterteil Goldstücke herabfallen und die Wohnstube überfluten. Schon kündigt sich die Erfüllung des Glückstraumes der sozial Entrechteten an, denn der Prinz des Landes, Don Ramiro, sucht eilig eine Frau und lädt alle Schönen auf einen Ball in sein Schloss. Die Schwestern sind absolut siegessicher, auserwählt zu werden, auch der Vater wähnt sich am Ziel seiner Wünsche. Zuvor aber will der junge Prinz mit Goldkrone auf dem blondgelockten Haupt noch testen, ob die künftige Gefährtin nicht nur Schönheit, sondern auch Herzensbildung besitzt und er nicht nur wegen seines Ranges, sondern um seiner selbst Willen geliebt wird. Also tauscht er mit seinem Diener Dandini die Kleider und den Status und begibt sich in das Haus von Don Magnifico. Dandini ist ein cooler Machotyp mit hippem hochfrisiertem Hairstyling und genießt die Freiheiten, die ihm der Rollentausch erlaubt. Im Hause von Don Magnifico trifft der Prinz in seiner Verkleidung auf die Dienstmagd Aschenputtel und die beiden verlieben sich auf der Stelle. Clorinda und Tisbe machen sich zum Ball bereit, verleugnen aber Aschenputtel und verbieten ihr vehement, sie zu begleiten. Der kluge Strippenzieher Alidoro, ein Intellektueller mit Strickmütze, verspricht ihr zu helfen.

Im Palast des Prinzen angekommen, wird Don Magnifico zugleich zum königlichen Weineinschenker ernannt, da er sich bereits durch den Weinkeller des Prinzen gezecht hat und sein Amt – schwer angeheitert- auf einem überdimensionalen Fass sitzend, fröhlich ausübt. Die beiden Schwestern umwerben heftig den Prinzen alias Dandini, da erscheint auf dem Fest eine unbekannte verschleierte Schönheit in einem traumhaften Ballkleid, deren Ähnlichkeit mit Aschenputtel alle verblüfft und für heillose Verwirrung sorgt.

Der vermeintliche Prinz umwirbt die unbekannte Schöne, diese bekennt jedoch, bereits einen anderen zu lieben. Als Ramiro, der die Situation belauscht hat, ihr einen Heiratsantrag macht, lehnt sie ab. Sie überreicht ihm ihren roten Schuh, und fordert ihn auf, sie zu suchen. Aschenputtel wagt hier den Schritt aus Unterdrückung und Abhängigkeit, der ihr den sozialen Aufstieg ermöglicht kann und sie zur selbstbestimmten, liebenden Frau reifen lässt. Dandini und Ramiro schlüpfen nun wieder in ihre wahren Identitäten, die anderen Familienmitglieder müssen zu ihrem Ärger feststellen, leider die Falschen umworben zu haben.

Der echte Prinz macht sich in einer prunkvollen blauen Pferdekutsche auf, seine Angebetete zu suchen, die Kutsche samt Pferd erhebt sich daraufhin wie von Zauberhand geführt in die Lüfte und entschwebt.

Nationaltheater Mannheim / La Cenerentola - hier :  die Hochzeit  Ensemble © Hans Joerg Michel

Nationaltheater Mannheim / La Cenerentola – hier : die Hochzeit  Ensemble © Hans Joerg Michel

Ein Gewittersturm bricht herein, infolgedessen die Zauberkutsche aus der Flugbahn geraten ist, der Prinz und Alidoro flüchten sich ins Haus von Don Magnifico, um Schutz zu suchen. Dort erkennt Ramiro sofort Aschenputtel wieder und steckt ihr den zweiten roten Schuh an den Fuß. Nun wird Hochzeit gefeiert, das Brautpaar darf – siehe FOTO oben – lilafarben umstrahlt- (Licht: Christian Wurmbach), gefeiert vom Volk, in das rosafarbene Walt Disney Schloss einziehen. Die neidische Verwandtschaft- in schwarzer Trauerkleidung und Sonnenbrille- scheint zunächst dazu verdammt zu sein, den Glanz des Traumpaares nicht nur zu bewundern, sondern auch dafür zu sorgen, dass dieser nicht verblasst. Zähneknirschend polieren und putzen sie nun an der Fassade von Aschenputtels neuer prachtvoller Behausung.

Aber die frisch Vermählte in ihrem Glück, verzichtet auf Rache und verzeiht großmütig ihrem Vater und den Stiefschwestern. Nun gibt es für alle ein rauschendes Happy End und wenn sie nicht gestorben sind …, dann sehen wir sie in der nächsten Spielzeit wieder.

Das Nationaltheater Orchester im erhöhten Graben entfaltet unter seinem Dirigenten Matthew Toogood einen federnden, transparenten und biegsamen Rossini Sound, mit bestechender rhythmischer Präzision, mitreißenden, aber immer kontrollierten Tempi und rauschhaften Steigerungen. Toogood bringt den Farbenreichtum der Rossinischen Partitur zum Blühen, vertraut der üppigen Melodik und zelebriert beglückend schwebende Koloraturen. Er setzt auf wohl dosierte Effekte, und dimmt, wenn nötig, das Orchester zugunsten der Solisten auf das entsprechende Klangniveau. Kleine Unstimmigkeiten zwischen Bühne und Graben sind zu verzeihen.

Als hübsches zierliches Blondpüppchen berührt Sofia Koberidze in der Rolle des Aschenputtel mit innigem Schmelz und glasklaren, akkuraten Koloraturen. Sie vermittelt glaubhaft die Entwicklung vom unscheinbaren Mauerblümchen zur gütigen selbstbewussten Frau.

Ludovica Bello als schlaksige hochgewachsene Tisbe ist eine Intrigantin wie aus dem Bilderbuch, mit ausdrucksstarker Mimik und Körpersprache, ihr flexibler Mezzo funkelt mühelos in allen Lagen. Ihre Schwester Clorinda als quirlige, kichernde Zicke mit albernem ausuferndem Kopfschmuck wird von Ji Yoon mit hauchzarten Silbertönen ausgestattet. Die anspruchsvolle Partie des Prinzen ist bei Christopher Diffey bestens aufgehoben, sein angenehm timbrierter lyrischer Tenor schwingt sich in höchste Höhen, die Koloraturen perlen fast immer locker und klar.

Joachim Goltz zieht als Vater Don Magnifico alle Register seines komödiantischen Talents. Der vielseitige Bariton überzeugt einmal mehr sowohl mit kraftvollen heldischen Ausbrüchen als auch mit spielerischer Leichtigkeit. Die meisten Lacher erntet Ilya Lapich in der Rolle des Dieners Dandini, er beherrscht nicht nur alle Tanzstile von barock bis Luftgitarre, sondern amüsiert auch als buffoneske Figur par excellence mit edlem, weichen Bariton. Der Lehrmeister des Prinzen, Alidoro, wird von Dominic Barberi mit satten Basstiefen überzeugend ausgestattet. Der Herrenchor unter der Leitung von Dani Juris lässt auch diesmal keine Wünsche offen.

Nach dieser umjubelten Vorstellung im ausverkauften Opernhaus am Silvester-Vorabend, blickt man mit Spannung auf weitere Sternstunden am Nationaltheater Mannheim im neuen Jahr 2019!

La Cenerentola:  Zur Zeit keine weiteren Termine am Nationaltheater Mannheim

—| IOCO Kritik Nationaltheater Mannheim |—

Rathen, Landesbühne Sachsen, WINNETOU von Olaf Hörbe, 18.08.2017

Landesbühnen Sachsen 

Landesbühnen Sachsen / Feslenbühne Rathen Winnetou I - Michael Berndt-Canana, Olaf Hörbe,Julia Vincze, Peter Mohr © Landesbühnen Sachsen

Landesbühnen Sachsen / Feslenbühne Rathen Winnetou I – Michael Berndt-Canana, Olaf Hörbe,Julia Vincze, Peter Mohr © Landesbühnen Sachsen

WINNETOU I  von Olaf Hörbe nach Karl May

Auf der Felsenbühne Rathen wieder am Fr.,18.08.2017,19:00;  Sa.,19.08.2017,19:00 und Di.,22.08.2017,11:00 Uhr. Winnetou I noch 3 mal in diesem Sommer auf der Felsenbühne Rathen.

Olaf Hörbe spielt den Häuptling Intschu-tschuna, den Vater Winnetous,  in seiner letzten Spielzeit als Ensemblemitglied. Am 19.8.2017, 19.00 Uhr wird er offiziell vor der Vorstellung Winnetou I aus dem Ensemble verabschiedet. Er beginnt danach seinen wohlverdienten Ruhestand.

1995 Old Surehand von Olaf Hörbe, 1998 – Unter Geiern von Olaf Hörbe, 2001 – Winnetou III von Olaf Hörbe ( Winnetou – Jean-Marc-Birkholz, Old Shatterhand – Jürgen Haase), 2004 – Winnetou I  von Olaf Hörbe, 23. Juni 2007  „Der Schatz im Silbersee “ von Olaf Hörbe nach Karl May  mit neuem Winnetou Marc Schützenfofer  und Old Shatterhand (Holger Uwe Thews), 2010 Der Ölprinz von Olaf Hörbe, Regie:  Olaf Hörbe, 2012 „Old Surehand“ von Olaf Hörbe, Regie: Manuel Schöbel

WINNETOU I  von Olaf Hörbe nach Karl May auf der Felsenbühne Rathen, Premiere Juli 2015. Hörbe ist Autor des Stückes In Gottes eigenem Land nach dem Roman von Eberhard Görner, welches am 29.4. Uraufführung hatte.

Landesbühnen Sachsen / Feslenbühne Rathen Winnetou I - Jürgen Haase, Olaf Hörbe, Michael Berndt-Canana © Landesbühnen Sachsen

Landesbühnen Sachsen / Feslenbühne Rathen Winnetou I – Jürgen Haase, Olaf Hörbe, Michael Berndt-Canana © Landesbühnen Sachsen

OLAF HÖRBE – Lebenslauf

Olaf Hörbe ist am 28. Januar 1952 in Berlin geboren und aufgewachsen. Von 1973 – 1977 studierte er an der Theaterhochschule «Hans Otto» in Leipzig und im Studio des Staatstheaters Dresden. 1977 wurde er an den Landesbühnen Sachsen engagiert und spielt dort seitdem in zahlreichen großen Rollen. Ab 1987 gastierte er als freischaffender Schauspieler an mehreren Theatern und stand unter anderem in der Semperoper Dresden als Bassa Selim in Mozarts «Entführung aus dem Serail», in Zwickau als Mephisto in «Faust I» auf der Bühne. Zugleich wirkte er in zahlreichen Film- und Hörspielproduktionen mit. 1991 kehrte er nach Dresden und Radebeul zurück und ist seitdem erneut an den Landesbühnen Sachsen engagiert. Seit 1995 schreibt er erfolgreich Theaterstücke unter anderem nach Vorlagen von Karl May und inszeniert diese auf der Felsenbühne Rathen. Bisher waren das «Old Surehand», «Unter Geiern», «Winnetou I», «Winnetou III» und 2007 «Der Schatz im Silbersee». 1999 folgte die Erarbeitung der Bühnenfassung von Grimmelshausens Simplicius Simplicissimus für die Badische Landesbühne Bruchsal. Insgesamt vier Jahre arbeitete Olaf Hörbe außerdem als Mediclown in Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen. Im Sommer 2013 inszenierte Hörbe an der Oper Schenkenberg die Kinderoper «Insalata Verdi», eine Freiluftinszenierung in der Schweiz.

Als seine bedeutensten Rollen bezeichnet der Schauspieler: Die Titelrolle in «Nathan der Weise», den Faust im «Urfaust», Cyrano in «Cyrano aus Bergerac», McMurphy in «Einer flog über das Kuckucksnest», die Titelrolle im «Wilhelm Tell» auf der Felsenbühne Rathen, Narr Feste in «Was ihr wollt», Philipp in «Don Carlos, der Infant von Spanien»,  Othello in «Othello» von Shakespeare, Abel Znorko in «Enigma» und der Magier in «Hotel zu den zwei Welten»., König Lear in Shakespeares „König Lear“

HÖRBE: Aktuellen Rollen:  WIE IM HIMMEL – STIG BERGGREN, PFARRER, WINNETOU I –  INTSCHUH-TSCHUNA, MOMO –  BEPPO, LIEDER AUS TAUSEND UND EINER NACHT, VON EINEM, DER AUSZOG, DAS GRUSELN ZU LERNEN  – MARKTSCHREIER, KÖNIG, NACHBAR, GEHENKTER, HALBER, DIE GOLDBERG-VARIATIONEN –  MR. JAY, IN GOTTES EIGENEM LAND – SCHULMEISTER MÜLLER, CONRAD WEISER

Die Felsenbühne Rathen ist die Freilichtbühne mit der längsten Tradition der Karl-May Festspiele. Bereits 1938 ritten Karl Mays Helden – allerdings politisch einseitig interpretiert und benutzt – hier über die Bühne. Mit Jürgen Haase als Winnetou und Herbert Graedtke als Old Shatterhand begann 1984 in «Der Schatz im Silbersee» die neue Ära der Karl-May Stücke. Es folgten unter anderem «Winnetou», «Der Ölprinz», «Old Surehand», «Unter Geiern», «Der Schatz im Silbersee». Allein bei sechs Inszenierungen nach Karl May sorgte Olaf Hörbe für das Textbuch und die Regie. Auch für die neue Version von „Winnetou I“ konnte Olaf Hörbe als Autor gewonnen werden.

Erzählt wird die Geschichte Winnetous (Michael Berndt Cananá). Der junge Häuptling weiß um die technische Überlegenheit der weißen Eroberer. Er hat eine Ahnung von der Größe der Welt hinter dem Ozean. Gleichzeitig ist mit Klekih-petra ein weißer Mann an seiner Seite, der nicht den Feindbildern entspricht. Winnetou sucht nach Lösungen für die tiefe Krise, in der sich die Indianer befinden. Die Schienen für den Bau der Eisenbahn sind ein fremdes Element auf der indianischen Erde – und Vorboten der weiteren Eroberung. Banditen wie Santer greifen die Lebensgrundlage der Indianer an. Für Winnetou wird es schwer, die Indianer von Racheakten abzuhalten. In dieser Situation treffen Winnetou und Old Shatterhand (Jürgen Haase) aufeinander. Doch bis zur Blutsbrüderschaft der beiden ist es noch ein weiter Weg. Ihre Geschichte führt sie ins Lager der Apachen, in die Westernstadt St. Louis, zu den Landvermessern nahe der Station «Little Paradise» und in die Berge auf der Spur des Goldes. Geritten wird wie immer auf feurigen Pferden. Effektvolle Kämpfe, Stunts und artistische Einlagen verleihen der Aufführung einen besonderen Reiz.

Michael Berndt Cananá reitet als Winnetou seit 17. Mai 2014  in Rathen: Michael Berndt Cananá wurde am 7.1.1980 in Dresden geboren und hat seine Schauspielausbildung von 2004-2008 an der Berliner Schule für Schauspiel absolviert und dort aktiv in der BSFSSM (Berliner Schulen für Schauspiel-Schulmannschaft) mitgespielt. Anschließend folgte sein erstes Engagement am Landestheater Neustrelitz, bevor er 2012  an die Landesbühnen Sachsen wechselte.

Auf der Felsenbühne Rathen spielte er bereits ab 2012 Apanatschka und 2014 Winnetou in „Old Surehand“ und  ab Sommer 2013 den Prinz in „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“.

Jürgen Haase übernimmt in diesem Sommer wieder die Rolle des Old Shatterhand, die er bereits von 1991 bis 2006 und 2014 mit Leben erfüllte. Von 1984 bis 1989 verkörperte er den Blutsbruder Winnetou.
Den Klekih-petra spielt  Herbert Graedtke, Jahrzehnte Mitglied des Schauspielensembles der Landesbühnen und 1984 der erste Old Shatterhand der DDR mit Jürgen Haase als seinem Blutsbruder. Die Rolle des Sam Hawkens übernimmt Grian Duesberg;  Banditenchef  Santer spielt Matthias Henkel/ Tom Hantschel und Winnetous Vater  Intschu-tschuna gibt Olaf Hörbe in diesem Sommer zum letzten Mal Stimme und Gestalt als Ensemblemitglied; Regie: Manuel Schöbel; Ausstattung: Stefan Wiel

Darsteller:     Winnetou– Michael Berndt Cananá/ Peter Mohr;  Old Shatterhand-  Jürgen Haase; Sam Hawkens – Grian Duesberg;;  Santer – Matthias Henkel/ Tom Hantschel/ Holger Uwe Thews;  Intschu-tschuna – Olaf Hörbe/ Jürgen Stegmann;  Klekih-petra- Herbert Graedtke/Lutz Hillmann;  Nscho-tschi –  Julia Vincze;   Kliuna-ai/  Mary (Chefin der Mädchenband) –  Christin Rettig/ Cordula Hanns;  Tangua- Jonas Münchgesang/ Michael Martin; Medizinmann – Michael Martin ; Bancroft/Mr. Henry/Apache  -Thomas Förster;
Stone  – Felix Lydike/ Tobias GreinerLar*;  Mr. White/Clay – Johannes Krobbach/ Felix Lydike;     Wirtin –  Kathrin Wolf;  Wirt/Metan-akva/  Rattler — Holger Kahl;  Santers Assistent / Apachen Trommler –  Thomas Strangfeld;   Parker- Jens Bache/ Fabian Trott ; Wirtin- Sarah Bauer/ Heike Claus

Mädchenband: Mädchenband Christin Rettig
Tanja Bunke; Franziska Ritter-Borchardt; Loraine Ziemke; Corina Hofner*!Marie Spinka*
ab 22.06.2017 Anne Grünig *; Freijdis Jurkat *; Luisa Marie Kettnitz *; Cölestine Zoe Reich *
*Studierende der Theaterakademie Sachsen – Michael Martin, Tanja Bunke, Franziska Ritter-Borchardt ,  Loraine Ziemke , (Absolventen der Theaterakademie Sachsen)
Kiowa, Apachen, Siedler, Banditen, Vermesser –  AWEGO und Komparserie der Landesbühnen

Nach 1945 gab es in Rathen  immer wieder Wild-West-Abenteuer –  u.a. „Goldsucher in den Rocky Mountains“ von Lutz Günther, Stück aus dem amerikanischen Westen nach Motiven des Jugendbuches „Das Tal des zornigen Bachs“ von Benno Voelkner (UA),   (Premiere. 8.7. 1972); „Der fliegende Pfeil“ Abenteuerstück von Helmut Müller, (Premiere 15.6.1974);  „Abenteuer am Mississippi“ für die Felsenbühne Rathen bearbeitet von Hans-Joachim Würzner  nach „Tom Sawyers großes Abenteuer“ von Hanus Burger und Stefan Heym nach Motiven von Mark Twain  2 x  (Uraufführung am 11.6.1961 und Premiere: 5.6.1975);  „Pferdediebe in Arkansas“ von Josef Heimann Stück,  aus dem amerikanischen Westen nach Friedrich Gerstäcker (Premiere am 21.5.1966 und am 26.5.1982) und „Tochter der Dakota“ Abenteuerstück von Helmut Menschel 2 x  (Uraufführung am 30.6.1979 und Premiere am 2.7.1983)

Die Landesbühnen Sachsen, die ihren Stammsitz in Radebeul, dem Wohn- und Sterbeort Karl Mays (1842- 1912) haben, fühlen sich seit 1984 wieder dem weltweit bekannten Autor auf der Felsenbühne Rathen verpflichtet. Jürgen Haase als Winnetou und Herbert Graedtke als Old Shatterhand ritten als Blutsbrüderpaar im „Schatz im Silbersee“ über die Felsenbühne Rathen. Jürgen Haase folgten in der Rolle des Winnetou Olaf Hais, Jean-Marc Birkholz und Marc Schützenhofer.


Premieren der Karl May Stücke in Rathen:

1938 – „Bilder und Gestalten um Winnetou“ mit „Schatz im Silbersee“, bearbeitet von Richard Thalheim (Sächsischer Gemeindekulturverband )
1939 – „Winnetou“, bearbeitet von Richard Thalheim
1940 – Wild-West-Spiele nach Karl May mit „Schatz im Silbersee“ und „Ölprinz“ mit dem Zirkus  Sarrasani
1941 – „Winnetou“ in einer Neubearbeitung von Ludwig Körner
1984 – „Schatz im Silbersee“, Abenteuerstück frei nach Karl May von Helmut Menschel, Premiere: 9.6.1984 (Winnetou – Jürgen Haase, Old Shatterhand – Herbert Graedtke)
1987 – „Winnetou“ von Uwe Wolf (Winnetou – Jürgen Haase, Old Shatterhand- Jürgen Polzin/ Norbert Braun); Regie: Herbert Graedtke
1991 – „Der Ölprinz“, Helmut Menschel (Winnetou – Olaf Hais; Old Shatterhand – Jürgen Haase)
1992 – „Winnetou II“ von Uwe Wolf  –   Brandanschläge auf die  Bühne
1995 – „Old Surehand“ von Olaf Hörbe
1998 – „Unter Geiern“ von Olaf Hörbe
2001 – „Winnetou III“ von Olaf Hörbe ( Winnetou – Jean-Marc-Birkholz, Old Shatterhand – Jürgen Haase)
2004 – „Winnetou I“ von Olaf Hörbe
23. Juni 2007  „Der Schatz im Silbersee “ von Olaf Hörbe nach Karl May  mit neuem Winnetou Marc Schützenfofer  und Old Shatterhand (Holger Uwe Thews)
20010 „Der Ölprinz“ von Olaf Hörbe, Regie:  Olaf Hörbe
2012 „Old Surehand“ von Olaf Hörbe, Regie: Manuel Schöbel

Informationen und Tickets: Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH ,Tel. 0351/ 89 54 214, Fax 0351/ 89 54 213, www.landesbuehnen-sachsen.de,  Felsenbühne Rathen, Amselgrund 17 , 01824 Kurort Rathen, Tel. 035024/ 777-0, www.felsenbuehne-rathen.de; 

—| Pressemeldung Landesbühne Sachsen |—

Altenburg – Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Theatertipps 25.-27.11.2016

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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen (Gera) © Stephan Walzl

Theater und Philharmonie Thüringen (Gera) © Stephan Walzl

Theatertipps zum Wochenende 25. bis 27. November

Theater und Philharmonie Thüringen / Tschitti Tschitti Bäng Bäng - Claudia Müller (Truly Scrumptious) und die Kinder Patricia Felsch (Jemima) und Etienne Martin (Jeremy) links auf dem Querformat Kai Wefer (Caractacus Potts) © Sabina Sabovic

Theater und Philharmonie Thüringen / Tschitti Tschitti Bäng Bäng – Claudia Müller (Truly Scrumptious) und die Kinder Patricia Felsch (Jemima) und Etienne Martin (Jeremy) links auf dem Querformat Kai Wefer (Caractacus Potts) © Sabina Sabovic

Drei märchenhafte Premieren stehen an diesem Wochenende bei Theater& Philharmonie Thüringen auf dem Spielplan: Am Freitag um 19.30 Uhr geht im Großen Haus in Gera Tschitti Tschitti Bäng Bäng an den Start. Generalintendant Kay Kuntze inszenierte das Musical, das den Namen eines ganz besonderen Autos trägt, zum Theaterbesuch mit der ganzen Familie.

Im Puppentheater gibt es am Samstag 16.00 Uhr „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und im Landestheater Altenburg findet Aladdin am Sonntag um 16.00 Uhr erstmals die Wunderlampe und ihre Geheimnisse.


 Theater und Philharmonie Thüringen –  Gera

Theater und Philharmonie Thüringen / Tschitti Tschitti Bäng Bäng - Claudia Müller (Truly Scrumptious) und die Kinder Patricia Felsch (Jemima) und Etienne Martin (Jeremy) links auf dem Querformat Kai Wefer (Caractacus Potts) © Sabina Sabovic

Theater und Philharmonie Thüringen / Tschitti Tschitti Bäng Bäng – Claudia Müller (Truly Scrumptious) und die Kinder Patricia Felsch (Jemima) und Etienne Martin (Jeremy) links auf dem Querformat Kai Wefer (Caractacus Potts) © Sabina Sabovic

Ob als Kinderbuch-Klassiker von James-Bond-Erfinder Ian Fleming (1964), als Musical-Fantasyfilm aus dem Jahr 1968 mit der schmissigen Musik der Sherman-Brüder oder seit 2002 als erfolgreiches Bühnenmusical am Londoner West End und am New Yorker Broadway: Tschitti Tschitti Bäng Bäng fasziniert Jung und Alt. Theater&Philharmonie Thüringen ist es als erstem deutschen Stadttheater gelungen, sich die begehrten Aufführungsrechte zu sichern.

Jemima und Jeremy spielen am liebsten auf dem kaputten Rennwagen ihres Nachbarn. Doch dieser soll eines Tages an einen Schrotthändler verkauft werden – sehr zum Entsetzen der beiden Kinder. Caractacus Potts, alleinerziehender Vater der beiden und pfiffiger Erfinder, erwirbt den Boliden und repariert ihn. Wegen der sonderbaren Geräusche, die das Auto beim Fahren macht, bekommt es den Namen Tschitti Tschitti Bäng Bäng“.

Die musikalische Leitung hat Thomas Wicklein. Neu orchestriert für große Besetzung wurde das Musical von Olav Kröger. Für Bühne und Kostüme zeichnet Duncan Hayler verantwortlich, der seine Fantasie hier voll zur Entfaltung bringen darf. Das Ballett tanzt in der Choreografie von AnnaLisa Canton, der Opernchor und der Theaterkinderchor singen in der Einstudierung von Holger Krause.

Als Vater Caractacus Potts erleben wir Kai Wefer. Die zu erobernde Frau an seiner Seite·Truly Scrumptious spielt Claudia Müller. Als die Kinder Jeremy und Jemima Potts wurden Oskar Schmidt alternierend mit Etienne Martin sowie Patricia Felsch alternierend mit Amelie Schünemann gecastet.

Das Publikum wird das Wiedersehen mit drei inzwischen älteren Herrn, die eigentlich im Ruhestand sind, genießen: als Großvater Potts tritt Günter Markwarth auf, den Schrotthändler/ Kinderfänger gibt Peter Werner-Ranke und den Spielzeugmacher/ Bill Coggins Peter Prautsch. Johannes Beck ist der Widersacher Baron Bomburst/ Lord Scrumptious und Anne Preuß die Baronin Bomburst/ Mrs. Philips. Alexander Voigt ist als Boris mit von der Partie und Paul Kroeger aus dem Opernstudio als Goran.

Die zweite Vorstellung ist am Sonntag 14.30 Uhr

Die Premiere im Puppentheater Drei Haselnüsse für Aschenbrödel am Samstag um 16 Uhr ist ausverkauft. Da heißt es, sich rechtzeitig Karten für die nächsten Familienvorstellungen am kommenden Wochenende sichern: 3. Dez. 15 Uhr, 4. Dez. 10 Uhr. Mit den Mitteln des Marionettentheaters zaubert Gabriele Hänel gemeinsam mit Ausstatter Christian Werdin die märchenhaften Kulissen des Ballsaales und Waldes auf die Bühne und lässt die Puppen zu bekannten Melodien das Tanzbein schwingen. Es spielen Marcella von Jan, Lys Schubert und Tobias Weishaupt.

Zum nächsten Theatercafé lädt die Gesellschaft der Theater- und Konzertfreunde Gera e. V. am Samstag, 26. November, um 14.30 Uhr, in die Bühne am Park ein.

Zu Gast bei Günter Markwarth sind an diesem Nachmittag Kollegen aus dem Schauspiel, die an der Produktion Zwei Männer ganz nackt beteiligt sind. Die Schauspieler Christiane Nothofer und Ulrich Milde sowie die Bühnen- und Kostümbildnerin Marianne Hollenstein stehen Rede und Antwort zu ihrer Arbeit an dieser französischen Komödie mit dem vielversprechenden Titel, die in Gera ihre deutsche Erstaufführung erlebte. Christiane Nothofer wird auch mit bekannten Chansons daraus auftreten, am Klavier begleitet von Olav Kröger.

Die 1980 in Bonn geborene Schauspielerin gehört seit 2015 zum Ensemble von Theater&Philharmonie Thüringen. An der Hochschule Musik und Theater Zürich absolvierte sie 2002 bis 2006 ihr Schauspielstudium. Der Dresdner Ulrich Milde gehört zu den Urgesteinen am Haus in Gera. Die Schweizerin Marianne Hollenstein, 1964 in Basel geboren, absolvierte sie ihr Szenographie-Studium in Frankreich. Seit 1994 macht sie Theaterarbeiten, Malereien und Installationen. Sie lebt und arbeitet in Ulm und Basel.

Theater und Philharmonie Thüringen / Im Foyerkonzert am 27.112016 musizieren v.l.n.r.: Anne-Sophie Kühne (Violine), Takahiro Nagasaki(Klavier), Jesús Antonio Clavijo Roja (Violoncello), Johannes Neupert (Violine) und Louise Denis-Nesprias (Viola) © Frank Raspel

Theater und Philharmonie Thüringen / Im Foyerkonzert am 27.112016 musizieren v.l.n.r.: Anne-Sophie Kühne (Violine), Takahiro Nagasaki(Klavier), Jesús Antonio Clavijo Roja (Violoncello), Johannes Neupert (Violine) und Louise Denis-Nesprias (Viola) © Frank Raspel

Am Sonntag, 27. November, um 11:00 Uhr stellen Musiker des Philharmonischen Orchesters Altenburg-Gera zwei Werke großer Vertreter der Romantischen Musik im Konzertsaalfoyer vor. Franz Schubert ist wohl einer der bekanntesten und wegbereitenden Musiker der Frühromantik, während sich Robert Schumann als einer der wichtigsten Komponisten der Hochromantik einen Namen machte.

Von Schubert erklingt im 247. Foyerkonzert das Streichquartett C-Dur Nr. 4 D 46, welches mit seinen herbstlichen Klängen zum Schwelgen einlädt. Von Schumann wird das Klavierquintett Es-Dur op. 44 zu hören sein, das mit einem flotten Rhythmus beginnt, der von den warmen Klängen der Instrumente getragen wird. Beide Stücke überzeugen mit ihrem sehr melodischen und vollen Charakter. So dienen sie auch als perfekte Einstimmung in die Adventszeit und als Musik für jedes Gemüt.

Es musizieren Anne-Sophie Kühne und Johannes Neupert (Violine), Louise Denis-Nesprias (Viola), Jesús Antonio Clavijo Rojas (Violoncello)·und Takahiro Nagasaki (Klavier).


 Theater und Philharmonie Thüringen – Altenburg

Für die Aufführung des Musical Die letzten fünf Jahre am Samstag, 26. November, um 19.30 Uhr, gilt die Offerte TheaterJOKER, d.h. jede ist zum halben Preis also für 8,- Euro zu haben. Für sein 2001 in Chicago uraufgeführtes Musical wählte Jason Robert Brown (*1970) eine ungewöhnliche Dramaturgie. Jamie und Catherine erzählen jeweils ihre Perspektive ihrer Liebes- u. Ehegeschichte: Jamie macht dies chronologisch vom ersten Kennenlernen bis zum Ende der Ehe – Catherine rückwärts, von der Trennung bis zum ersten Rendezvous. Daraus bezieht das Musical seinen besonderen Reiz. Die teils lyrisch-sehnsuchtsvolle, teils jazzige Musik nimmt Anleihen bei Swing, Gospel, Folk-Rock und Blues. Die musikalische Leitung hat Thomas Wicklein. In der Inszenierung von Felix Eckerle singen und spielen Claudia Müller-Kretschmer als Gast (Catherine Hiatt) und Alexander Voigt (Jamie Wellersteen).

Am Sonntag um 16 Uhr ist es endlich soweit: das mit Spannung erwartete Stück für Kinder in der Weihnachtszeit hat im Landestheater Premiere. Es ist das orientalische Märchen „Aladdin und die Wunderlampe “. Manuel Kressin hat es für die Bühne bearbeitet und inszeniert es auch für Kinder ab 6 Jahren. In Bühnenbild und Kostümen entführt Kristopher Kempf nach Bagdad mit seinen beeindruckenden Palästen. Für die dazu passende Musik sorgt Ömer Avci.

Aladdin und die Wunderlampe ist eine der bekanntesten Geschichten aus dem Erzählband Märchen aus 1001 Nacht. Wir begegnen in diesem Märchen einem bösen Zauberer, der einen finsteren Plan verfolgt: Mithilfe einer magischen Öllampe will er den Sultan stürzen und sich selbst zum Herrscher von Bagdad erheben. In der Wunderlampe soll nämlich ein sagenumwobener Geist wohnen, der dem Träger der Lampe drei Wünsche erfüllt. Der Zauberer schickt den Straßenjungen Aladdin, ihm diese magische Lampe aus einer Höhle zu holen. Doch der Plan misslingt und plötzlich steht Aladdin allein in der Wüste – aber in seinem Besitz befindet sich ja die Wunderlampe mit dem darin gefangenen Dschinn. Zusammen mit diesem Flaschengeist erlebt Aladdin das größte Abenteuer seines Lebens und kommt seiner heimlichen Liebe, der wunderschönen Prinzessin Bedrulbudur, immer näher….

Die Kassen in der jeweiligen Spielstätte öffnen eine Stunde vor Vorstellungsbeginn.

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

Annaberg-Buchholz, Eduard von Winterstein Theater, Spielplan August 2012

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Eduard von Winterstein Theater

Spielplan August 2012

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Der Spielplan des Eduard-von-Winterstein-Theaters im Naturtheater Greifensteine sieht für August folgende Vorstellungen vor:

Do 02.08., 10.30 Uhr Der gestiefelte Kater

Musikalisches Märchen von Hans Auenmüller

Do  09.08. ,15.00 Uhr Tom Sawyers Abenteuer PREMIERE

von Mark Twain

Fr 10.08., 21.00 Uhr The Rocky Horror Show 

Musical von Richard O´Brien

Sa  11.08., 15.00 Uhr  Das Wirtshaus im Spessart

Musikalische Komödie von Curd Hanno Gutbrod

nach dem gleichnamigen Film

21.00 Uhr  The Rocky Horror Show 

Musical von Richard O´Brien

So 12.08. , 15.00 Uhr Tom Sawyers Abenteuer

 von Mark Twain

Di 14.08. , 10.30 Uhr Der gestiefelte Kater

Musikalisches Märchen von Hans Auenmüller

Mi15.08., 10.30 Uhr   Tom Sawyers Abenteuer

von Mark Twain

15.00 Uhr Das Wirtshaus im Spessart

Musikalische Komödie von Curd Hanno Gutbrod

nach dem gleichnamigen Film

Do16.08., 10.30 Uhr Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Musical nach dem Märchenfilm von Božena Nemcová

21.00 Uhr  The Rocky Horror Show 

 Musical von Richard O´Brien

Fr 17.08., 21.00 Uhr  Walpurgisnächte in Flammen

Ein brennend heißes Nachtspektakel zwischen Felsen

Sa  18.08., 15.00 Uhr Schwarzwaldmädel

Operette von León Jessel

21.00 Uhr The Rocky Horror Show 

Musical von Richard O´Brien

So 19.08., 15.00 Uhr Der gestiefelte Kater

Musikalisches Märchen von Hans Auenmüller

Di 21.08., 10.30 Uhr Tom Sawyers Abenteuer

von Mark Twain

15.00 Uhr Der gestiefelte Kater

Musikalisches Märchen von Hans Auenmüller

Mi 22.08., 10.30 Uhr  Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Musical nach dem Märchenfilm von Božena Nemcová

15.00 Uhr Das Wirtshaus im Spessart

Musikalische Komödie von Curd Hanno Gutbrod

nach dem gleichnamigen Film

Do  23.08., 10.30 Uhr Tom Sawyers Abenteuer

von Mark Twain

15.00 Uhr Schwarzwaldmädel

Operette von León Jessel

Fr  24.08., 21.00 Uhr The Rocky Horror Show 

Musical von Richard O´Brien

Sa 25.08., 15.00 Uhr Das Wirtshaus im Spessart

Musikalische Komödie von Curd Hanno Gutbrod

nach dem gleichnamigen Film

So 26.08., 10.30 Uhr  Tom Sawyers Abenteuer

von Mark Twain

21.00 Uhr  The Rocky Horror Show 

Musical von Richard O´Brien

Di 28.08., 15.00 Uhr Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Musical nach dem Märchenfilm von Božena Nemcová

Mi 29.08. , 15.00 Uhr  Das Wirtshaus im Spessart

Musikalische Komödie von Curd Hanno Gutbrod

nach dem gleichnamigen Film

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Das Eduard-von-Winterstein-Theater spielt auf dem unteren Kirchplatz in Annaberg-Buchholz:

Fr 03.08. 20.00 Uhr  Jedermann

Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hugo von Hofmannsthal

weitere Vorstellungen:

Do 30.08. 16.00 Uhr  Tom Sawyers Abenteuer Naturtheater Schwarzenberg

von Mark Twain

Fr 31.08. 20.00 Uhr  War das jetzt schon Sex? Schloss Schlettau               

Monolog nach Stefan Schwarz’ Roman von Peter Kube

—| Pressemeldung Eduard von Winterstein Theater |—