Wien, Wiener Staatsoper, Spielplan 2017/18 – Im Olymp der Musiktheater, IOCO Aktuell, 14.04.2017

April 15, 2017 by  
Filed under Hervorheben, IOCO Aktuell, Oper, Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Michael Poehn

Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Michael Poehn

Die Wiener Staatsoper – Olymp der Musiktheater

2017/18 – 600.000 Besucher, 350 Vorstellungen: 227 Oper, 53 Ballett,….
54 Opernwerke, 9 Ballette, 4 Kinderopern

Die Wiener Staatsoper ist der Olymp der Musiktheater, weltweit. Die Weltgeltung der Staatsoper hält der Franzose Dominique Meyer seit 2011 auf hohem Niveau: 600.000 Besucher jährlich, eine Auslastung von 99% auf 2.284 Plätzen: Normalität in Wien, doch auch weltweit einzigartig. Die Spielzeit 2017/18 beginnt am 3. September 2017 mit einem Tag der Offenen Tür. Am 4.9. nimmt mit der Repertoire-Oper Il Trovatore, Regie Daniele Abbado, mit Anna Netrebko als Leonora und Marcelo Alvarez als Manrico das künstlerische Geschehen 2017/18 seinen Lauf auf.

Wiener Staatsoper / Legris - Meyer - Platzer © IOCO

Wiener Staatsoper / Legris – Meyer – Platzer © IOCO

Die kommende Spielzeit präsentierten Dominique Meyer, Ballettchef Manuel Legris und Finanzchef Thomas Platzer im April 2017 sympathisch entspannt. Traditionell beginnt Meyer die Spielplan-Pessekonferenz mit der Präsentation von Zahlen zur laufenden Spielzeit und betont die Bedeutung hoher Auslastung („…es gibt Leute die sagen, Auslastung sei nicht wichtig; doch was würden diese Leute sagen, wenn die Auslastung niedrig wäre..„) und positioniert damit die Wiener Staatsoper als realitätsorientierten Kulturtempel, welcher jenseits verzaubernden Bühnengeschehens seine Aufgaben real wie professionell umsetzt. Die Gesamt Auslastung der laufenden Saison lag per 3.4.2017 bei 98,70%, die Auslastung der Oper bei 99,26%, des Ballett bei 97,21%. Auch negativ erscheinende Zahlen erklärt Meyer im Detail: Der Rückgang der Besucherzahl zum 3.4.2017 von 403.000 gegenüber 410.000 im Vorjahr ist dem Schaltjahr 2016 und Kinderoper-Vorstellungen auf der Hauptbühne zuzuschreiben. Auffällig im Zahlenmarathon: Ein drittel aller Besucher der Staatsoper, 200.000, sind Zugereiste! Eine Zahl, welche das hohe internationale Ansehen der Wiener Staatsoper wie deren herausragende Bedeutung für die einheimische Wirtschaft griffig dokumentiert.

Wiener Staatsoper / Anna Netrebko und Dominique Meyer © Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor

Wiener Staatsoper / Anna Netrebko und Dominique Meyer © Wiener Staatsoper GmbH / Ashley Taylor

2019, zum 150 – jährigen Jubiläum der 1869 eröffneten Staatsoper soll, so Meyer, die Staatsoper saniert sein; es besteht erheblicher Sanierungsbedarf. Beginn im Sommer 2017 mit dem Schwind-Foyer und Loggia. Auch soll die Untertitelanlage des Theaters auf ein System mit Tablets umgestellt werden und sechs Sprachen. u.a. Japanisch, bedienen; Meyer sieht mit Blick auf komplexe Operntexte noch erhebliche Probleme. Doch das Augenmerk Meyers gilt ebenso den im Theatergeschehen erheblich unterrepräsentierten Weiblichkeit: Bei Dirigenten, Regisseuren und Komponisten sind Frauen noch Ausnahmen; Taten folgen der Ansage: Die erste Premiere der neuen Spielzeit, Der Spieler von Sergej Prokofjiew, 4. Oktober 2017, wird von Simone Young dirigiert und von Karoline Gruber inszeniert. Auch die Steigerung von Kinderprojekten ist ein Anliegen. In zahlreichen Produktionen, von Wagners Nibelungenring für Kinder (8. Oktober 2017) bis zur kultigen Zauberflöte für Kinder am 9.2.2018 (Tag nach dem Opernball 2018) bietet die Wiener Staatsoper zahrleiche Musik- wie Ballettprojekte für Kinder. Jonas Kaufmann und Anja Harteros: Sie werden nach der erfolgreichen Premiere von Andrea Chénier an der Bayerischen Staatsoper diese Partien an der Wiener Staatsoper (23.4., 26.4., 29.4., 2.5.2018) singen. Anna Netrebko, so Dominique Meyer, gefiel die Partie der Adriana Lecouvreur so gut, daß sie diese neu einstudierte und ab 9.12.2017 ihr Adriana Rollendebut an der Staatsoper  geben wird. Kein großer Name der Musikwelt fehlt an der Staatsoper in 2017/18: Roberto Alagna und Dmitri Hvorostovsky ab 12.3.2018 in Otello, Kristine Opolais als Cio-Cio-San ab 21.11.2017, Placido Domingo, Anja Kampe, Diego Florez, Aida Garifullina, .

6 Opernpremieren – 1 Kinderopern-Premiere

54 Opern – 9 Ballette – 4 Kinderopern

Wie gewohnt bietet der Opernspielplan eine international konkurrenzlose Bandbreite und Vielfalt: 54 verschiedene Opernwerke (einzigartig in der Welt), 9 verschiedene Ballettprogramme und 4 Kinderopern zu erleben. Hinzu kommen zahlreiche Konzerte, Matineen und Sonderveranstaltungen. Sechs Opernpremieren im Großen Haus sowie eine Kinderopern-Premiere in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE angesetzt:

Paris / Familiengrab von Camille Saint-Saens © IOCO

Paris / Familiengrab von Camille Saint-Saens © IOCO

–  Sergej Prokofjew: Der Spieler (4. Oktober 2017 – D: Simone Young; R: Karoline Gruber; mit: Dan Paul Dumitrescu, Elena Guseva, Misha Didyk, Linda Watson, Thomas Ebenstein, Elena Maximova, Morten Frank Larsen);
–  Alban Berg: Lulu in der dreiaktigen Fassung (3. Dezember 2017 – D: Ingo Metzmacher; R: Willy Decker; mit: Agneta Eichenholz, Angela Denoke, Bo Skovhus, Herbert Lippert, Franz Grundheber);
–  Georg Friedrich Händel: Ariodante (24. Februar 2018 – D: William Christie; R: David McVicar; mit: Sarah Connolly, Chen Reiss, Hila Fahima, Christophe Dumaux, Rainer Trost, Pavel Kolgatin, Wilhelm Schwinghammer);
–  Gottfried von Einem: Dantons Tod (24. März 2018 – D: Susanna Mälkki; R: Josef Ernst Köpplinger; mit: Wolfgang Koch, Herbert Lippert, Jörg Schneider, Thomas Ebenstein, Olga Bezsmertna);
–  Camille Saint-Saëns Samson et Dalila (12. Mai 2018 – D: Marco Armiliato; R: Alexandra Liedtke; mit: Elena Garanca, Roberto Alagna, Carlos Álvarez, Sorin Coliban);
–  Carl Maria von Weber: Der Freischütz (11. Juni 2018 – D: Tomáš Netopil, R: Christian Räth; mit Adrian Eröd, Camilla Nylund, Alan Held, Andreas Schager, Daniela Fally, Albert Dohmen) sowie
–  Alma Deutscher: Cinderella (28. Jänner 2018 in der AGRANA STUDIOBÜHNE| WALFISCHGASSE; D: N. N.; R: Birgit Kajtna)

Ballettdirektor Manuel Legris präsentiert in der Wiener Staatsoper drei Premieren:
–  den dreiteiligen Abend MacMillan | McGregor | Ashton (31. Oktober 2017 – D: Valery Ovsyanikov) mit Concerto von Kenneth MacMillan, Eden | Eden von Wayne McGregor und Marguerite and Armand von Frederick Ashton;
–  Edward Clug:  Peer Gynt (21. Jänner 2018 – D: Simon Hewett) sowie die
–  Nurejew Gala 2018 (29. Juni 2018 – D: Kevin Rhodes).

Wiener Staatsoper Innen © Wiener Staatsoper / Michael Poehn

Wiener Staatsoper Innen © Wiener Staatsoper / Michael Poehn

In der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE wird in der Spielzeit 2017/2018 neben der Premiere von Cinderella, Juan Crisóstomo de Arriagas Die arabische Prinzessin und Wagners Nibelungenring für Kinder (Hirofumi Misawa nach Richard Wagner) auch wiederum ein breites Programm mit u. a. von Staatsoperndirektor Dominique Meyer moderierten Künstlergesprächen, musikalischen Einführungsveranstaltungen, Meisterklassen, Konzerten, Lesungen, Vorträgen u. a. zu Operngeschichte, Veranstaltungen der Opernschule und Ballettakademie angeboten.

Die neue Saison bringt auch zahlreiche Künstler-Debüts am Haus, so etwa der Dirigentin Susanna Mälkki, der Dirigenten Giampaolo Bisanti, William Christie (mit dem Orchester Les Arts Florissants), Tomáš Hanus, Alexander Soddy, Ramón Tebar sowie der Regisseure Josef Ernst Köpplinger und Alexandra Liedtke. Zu den Sängerinnen und Sängern, die sich 2017/2018 dem Staatsopernpublikum vorstellen, zählen u. a. Hrachuhí Bassenz, Sarah Connolly, Annette Dasch, Lise Davidsen, Sabine Devieilhe, Agneta Eichenholz, Venera Gimadieva, Nora Gubisch, Elena Guseva, Christiane Karg, Anita Rachvelishvili, Simone Schneider; Benjamin Bernheim, Christophe Dumaux, Robert Gleadow, Murat Karahan, Bernard Richter, Andreas Schager, Wilhelm Schwinghammer, Thomas Tatzl.

Wichtige Sängerinnen und Sänger geben 2017/2018 ihre persönlichen Rollendebüts an der Wiener Staatsoper: KS Elena Garanca und KS Roberto Alagna sind weltweit erstmals in den Titelpartien von Samson et Dalila zu erleben, Piotr Beczala gestaltet erstmals den Maurizio in Adriana Lecouvreur – an der Seite von Anna Netrebko – und den Don José in Carmen, Wolfgang Koch die Titelpartie in Dantons Tod, Christopher Maltman den Ford (Falstaff) und den Mandryka (Arabella), Marina Rebeka die Amelia in Simon Boccanegra, KS Angela Denoke die Gräfin Geschwitz in Lulu, Aleksandra Kurzak die Desdemona (Otello) – um nur einige zu nennen.

 Wien / Antonio Vivaldi - In Venedig vergessen -Lebendig in Wien_ Bildhauer: Gianni Arico © IOCO

Wien / Antonio Vivaldi – In Venedig vergessen -Lebendig in Wien_ Bildhauer: Gianni Arico © IOCO

Neben den genannten und den Ensemblesängern treten weiters u. a. folgende Gastsolisten auf: Laura Aikin, Gun-Brit Barkmin, Luciana D’Intino, Danielle de Niese, Angela Gheorghiu, Carmen Giannattasio, KS Edita Gruberova, Anja Harteros, Anita Hartig, Evelyn Herlitzius, Anja Kampe, KS Angelika Kirchschlager, Isabel Leonard, Kristin Lewis, Lise Lindstrom, KS Marjana Lipovšek, Irina Lungu, KS Waltraud Meier, KS Ricarda Merbeth, Erin Morley, Catherine Naglestad, Camilla Nylund, Kristine Opolais, Olga Peretyatko-Mariotti, KS Adrianne Pieczonka, Dorothea Röschmann, Michaela Schuster, Tatiana Serjan, Maria José Siri, Ekaterina Siurina, KS Krassimira Stoyanova, Iréne Theorin, Iris Vermillion, Linda Watson, Sonya Yoncheva, Elena Zhidkova; Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, Nicola Alaimo, KS Carlos Álvarez, Marcelo Álvarez, Ain Anger, Aleksandrs Antonenko, Dmitry Belosselskiy, Jean-François Borras, Pavol Breslik, Javier Camarena, Marco Caria, Mario Cassi, Alessandro Corbelli, Jorge de León, Misha Didyk, Andrzej Dobber, Albert Dohmen, KS Plácido Domingo, Norbert Ernst, Paolo Fanale, KS Juan Diego Flórez, Roberto Frontali, KS Ferrucio Furlanetto, Massimo Giordano, Renato Girolami, Matthias Goerne, KS Stephen Gould, Vittorio Grigolo, Günther Groissböck, KS Franz Grundheber, Eric Halfvarson, KS Thomas Hampson, Alan Held, Ioan Hotea, Dmitri Hvorostovsky, Jonas Kaufmann, Simon Keenlyside, Tomasz Konieczny, Dmitry Korchak, Mariusz Kwiecien, Yonghoon Lee, Željko Lucic, Ambrogio Maestri, KSCH Peter Matic, Maxim Mironov, Tomislav Mužek, René Pape, George Petean, Massimiliano Pisapia, Luca Pisaroni, Dmytro Popov, Piero Pretti, Jukka Rasilainen, Johan Reuter, Peter Rose, KS Kurt Rydl, Fabio Sartori, KS Michael Schade, Erwin Schrott, KS Peter Seiffert, KSCH Peter Simonischek, Antonino Siragusa, KS Bo Skovhus, Pietro Spagnoli, Ludovic Tézier, Rainer Trost, Christopher Ventris, Rolando Villazón, Martin Winkler, Lars Woldt, Kwangchul Youn.

 Wien / Johann Strauss Vater © IOCO

Wien / Johann Strauss Vater © IOCO

2017/2018 stehen – neben den genannten Hausdebütanten – wieder am Pult der Wiener Staatsoper: Alain Altinoglu, Marco Armiliato, Pavel Baleff, Michael Boder, Semyon Bychkov, Frédéric Chaslin, James Conlon, Jonathan Darlington, KS Plácido Domingo, Dan Ettinger, Adam Fischer, James Gaffigan, Guillermo García Calvo, Sascha Goetzel, Eivind Gullberg Jensen, Michael Güttler, Daniel Harding, Graeme Jenkins, Patrick Lange, Louis Langrée, Jesús López Cobos, Cornelius Meister, Ingo Metzmacher, Tomáš Netopil, Yannick Nézet-Séguin, Evelino Pidò, Speranza Scappucci, Peter Schneider, Jean-Christophe Spinosi, Jeffrey Tate, Sebastian Weigle, Simone Young.

Der vielfältige Opern- und Ballettspielplan wird ergänzt von etablierten Veranstaltungsreihen:
–  Solistenkonzerte: An 5 Abenden stellen international herausragende Interpretinnen und Interpreten attraktive Konzertprogramme vor.
–  Matinee-Reihe Ensemblematinee im Mahler-Saal: An insgesamt 7 Terminen präsentieren sich junge Ensemblesängerinnen und -sänger abseits des Vorstellungsbetriebes. Am Klavier begleitet werden sie von den Korrepetitoren des Hauses.
–  Kammermusik-Reihe der Wiener Philharmoniker: In 10 Matineen präsentieren Mitglieder des Orchesters in wechselnden Ensembles unterschiedliche Kammermusik-Programme.
–  Kontrapunkte – Gesprächsmatineen von und mit Clemens Hellsberg: Dr. Clemens Hellsberg leitet zwei Diskussionsrunden zu aktuellen kulturellen Themen.
Am 23. Juni 2018 findet ein Galakonzert mit KS Edita Gruberova statt, die seit fast fünf Jahrzehnten der Wiener Staatsoper eng verbunden ist.
Abgerundet werden die umfangreichen Aktivitäten durch verschiedene weitere Matineen. Den beliebten Tag der offenen Tür begeht das Haus am 3. September 2017.
Insgesamt stehen in der Spielzeit 2017/2018 über 350 Vorstellungen auf dem Programm, davon 227 Opernvorstellungen (inkl. Kinderzauberflöte), 53 Ballettvorstellungen, 7 Konzerte, 7 Gesangsmatineen, 10 Kammermusik-Matineen, 8 weitere Matineen sowie in der AGRANA STUDIOBÜHNE | WALFISCHGASSE zahlreiche Kinderopernvorstellungen, Tanzdemonstrationen der Ballettakademie sowie weitere Veranstaltungen.

Am 8. Februar 2018 findet zum 62. Mal der Wiener Opernball statt: Das Haus wird wiederum in einen großen Ballsaal verwandelt, wo am darauffolgenden Tag zwei Vorstellungen von Die Zauberflöte für Kinder stattfinden.
Im Rahmen zweier konzertanter Gastspiele ist die Wiener Staatsoper auch in der nächsten Saison wieder im Ausland zu erleben: Am 22. Januar 2018 wird Don Giovanni in Abu Dhabi gespielt, am 2. April 2018 Le nozze di Figaro in Aix-en-Provence. In der Spielzeit 2017/2018 werden im Rahmen von WIENER STAATSOPER live at home insgesamt 45 Vorstellungen in exzellenter Bild- und Tonqualität über Internet live übertragen.

 Wiener Staatsoper / Videoleinwand am Herbert von Karajan Platz © IOCO

Wiener Staatsoper / Videoleinwand am Herbert von Karajan Platz © IOCO

Neben dem eigenen Portal www.staatsoperlive.com ist das Angebot auch über folgende Plattformen direkt abrufbar: Amazon Fire TV (Box oder Stick – App: WIENER STAATSOPER LIVE); Apple TV (Generation 4 seit Ende 2015 – App-Suche: WIENER STAATSOPER); A1TV Mediabox (Menüpunkt Internet Apps: WIENER STAATSOPER LIVE), Samsung SmartTV (App: WIENER STAATSOPER); und in Kürze auch SmartTVs anderer Hersteller.
Um ihr Angebot einer Vielzahl junger Menschen in ganz Österreich und darüber hinaus zugänglich zu machen, setzt die Wiener Staatsoper diese Technik für ein Live-Schulprogramm zu ausgewählten Terminen ein: Wiener Staatsoper live at school. Schülerinnen und Schüler entdecken das Haus samt seinen vielen Berufen, sie erleben live bei einer Probe den Entstehungsprozess mit und können durch zeitversetzte Ausstrahlung zur Schulzeit am Vormittag eine der Live-Übertragungen einer Opern- oder Ballettvorstellung gemeinsam erleben.
Im Rahmen von Oper live am Platz werden in den Monaten September, April, Mai und Juni wiederum jeweils rund 20 ausgewählte Opern- und Ballettvorstellungen live auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen. Darüber hinaus werden alle Vorstellungen vom 27. Dezember 2017 bis 1. Jänner 2018 und das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker live am Platz gezeigt, Die Fledermaus am 31. Dezember als Beitrag zum „Silvesterpfad“ der Stadt Wien.

Berlin, Staatsoper im Schillertheater, Premiere Le nozze di Figaro – Gustavo Dudamel, 07.11.2015

staatsoper_schiller_theater.png

Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Le nozze di Figaro – Wolfgang A. Mozart

Inszenierung Jürgen Flimm, Dirigat Gustavo Dudamel

Die nächste Premiere der Spielzeit ist am 7. November 2015 Wolfgang Amadeus Mozarts Le nozze di Figaro«– unter der musikalischen Leitung von Gustavo Dudamel, der damit seine erste Opern-Neuproduktion an der Berliner Staatsoper mit der Staatskapelle Berlin dirigiert.

Regie führt Intendant Jürgen Flimm, der über diese Oper sagt: »Der Figaro ist sowieso das allerbeste je für das Theater erdachte Stück, es hat alles, was des Menschen Herz und Verstand bewegt: verlorene Liebesmühe, Scherz, Satire, tiefe Bedeutung, auch Lärm um das Nichts eitler Liebeleien.« Für seine bereits dritte Inszenierung dieses musikalischen Meisterwerks verlegt Flimm die Handlung in die Ferienvilla des Grafen Almaviva – ein Ort, an dem der Graf bereits seine Kindertage verbracht hat, der voller Erinnerungen steckt und an dem die Spuren der Zeit sichtbar werden.

In dieser heißen Atmosphäre des Sommers beginnt nun der tolle Tag: Ferien, Sonne, Meer, hübsche Frauen vergucken sich in hübsche Männer, hübsche Männer vergucken sich in hübsche Frauen. Ein Sommernachtstraum voller Irrungen, Wirrungen und unerfüllter Sehnsüchte, in dem die Frauen die Fäden der Intrigen in ihre zarten Hände nehmen. Aus dem am Ende alle erwachen, als sei nichts gewesen und es ist doch jede Menge passiert.

Zum großartigen Sängerensemble zählen Ildebrando D’Arcangelo (Graf Almaviva), Dorothea Röschmann (Gräfin Almaviva), Anna Prohaska (Susanna), Lauri Vasar (Rollendebüt: Figaro), Marianne Crebassa (Rollendebüt: Cherubino), Katharina Kammerloher (Marcellina), Florian Hoffmann (Basilio), Peter Maus (Don Curzio), Otto Katzameier (Rollendebüt: Bartolo), Olaf Bär (Antonio), Sónia Grané (Rollendebüt: Barbarina) sowie der Staatsopernchor, einstudiert von Frank Flade.

Ursula Kudrna entwirft Kostüme im mondänen Stil des frühen 20. Jahrhunderts. Das Bühnenbild stammt von Magdalena Gut, die bereits 2014 für Jürgen Flimms Inszenierung von Salvatore Sciarrinos »Macbeth« im ehemaligen Orchesterprobensaal auf der Baustelle Unter den Linden den Raum gestaltete.

LE NOZZE DI FIGARO

Comedia per musica in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Lorenzo Da Ponte

Premiere am Samstag, den 7. November 2015 um 18:00 Uhr
Weitere Vorstellungen am 9., 11., 13., 15., 19. und 21. November 2015

Die letzten beiden Vorstellungen werden dirigiert von Michele Gamba
Eine Werkeinführung findet jeweils 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn statt.
Einführungsmatinee mit Prof. Dr. Dieter Borchmeyer am 25. Oktober 2015  um 11:00 Uhr im Gläsernen Foyer der Staatsoper im Schiller Theater. Eintritt frei.

Der europäische Kulturkanal ARTE überträgt die Produktion am 13. November live zeitversetzt ab 20.15 Uhr im Fernsehen sowie online auf www.arte.tv.

—| Pressemeldung Staatsoper im Schillertheater |—

Berlin, Staatsoper im Schillertheater, Don Giovanni – Inszenierung Claus Guth, IOCO Kritik, 03.11.2013

November 8, 2013 by  
Filed under Kritiken, Staatsoper im Schiller Theater

staatsoper_schiller_theater.png

Staatsoper im Schiller Theater

Staatsoper im Schillertheater / Don Giovanni © Monika Rittershaus

Staatsoper im Schillertheater / Don Giovanni © Monika Rittershaus

Don Giovanni  –  Wolfgang Amadeus Mozart

Im ausverkauften Haus der Staatsoper fand am ersten Novembersonntag 2013 die letzte Aufführung von Mozarts Don Giovanni in der Inszenierung von Claus Guth und unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim statt; bereits 2008 für die Salzburger Festspiele produziert und 2012 an die Berliner Staatsoper geholt.

Die zu den Meisterwerken zählende Oper von Mozart und dem Librettisten da Ponte ist in dieser Produktion in die Gegenwart transferiert und spielt gänzlich in einem Wald. Ort des Geheimnisvollen, Abenteuerlichen und Dämonischen und in der Psychologie als Bild für archetypische Muster des Kollektiven Unbewussten verstanden, ist der Wald in dieser Inszenierung Symbol für die männliche Triebhaftigkeit. Die naturgetreue, großartig nachgestellte Waldlandschaft (Ausstattung von Christian Schmidt, Licht von Olaf Winter) platziert auf der fortwährend rotierenden Drehbühne, eröffnet in wechselnden Perspektiven immer neue Schauplätze und lässt so die Szenen fließend in einer ununterbrochenen Abfolge passieren.

Don Giovanni, der gleich zu Beginn im Duell den Komtur tötet, wird hier selbst noch vorher von ihm tödlich verwundet und verblutet langsam bis er am Ende der Oper, mittlerweile ausgezehrt und kraftlos in das ihm vom Komtur selbst gegrabene Grab leblos hineinfällt (auf die scena ultima wird verzichtet). Somit werden bereits von Beginn an die Zuschauer, die anderen Figuren sowie er selbst mit seinem absehbaren Exitus konfrontiert. Auch wenn das Regie-Konzept vielleicht nicht zu den tiefgründigsten dieses Werkes gehören mag, so ist die Geschichte lebendig und packend erzählt und die klug durchdachte Verlegung in die heutige Zeit funktioniert hervorragend!

Staatsoper im Schillertheater / Don Giovanni © Monika Rittershaus

Staatsoper im Schillertheater / Don Giovanni © Monika Rittershaus

In bester Personenregie, witzig mit kleinen Details, Ticks und Macken karikiert und dennoch glaubwürdig, agieren diese vorzüglich gezeichneten Charaktere ihren Trieben und Obsessionen folgend.

Meisterhaft die Interpretation des bestens besetzten britischen Baritons Christopher Maltmann in der Titelrolle, mit dabei schon seit der Salzburger Premiere. Mit ausgeglichenem und kultiviertem Gesang, seiner männlichen, pastosen Stimme, seinem natürlichen Spiel und nicht zuletzt auch unterstützt durch sein gutes Aussehen bot er auf allen Ebenen eine überzeugende Gestaltung des zynischen Frauenhelden. Schön gesungen und mit herrlichen Piani Christine Schäfer als Donna Anna, auch wenn man sich etwas mehr Volumen, mehr Kern in der Stimme für diese Rolle wünschen würde. Wirkt in ihrer Darstellung etwas unbeteiligt und leidenschaftslos. Vielschichtig und temperamentvoll die typgerechte Darstellung der Dorothea Röschmann als hysterische, Tabletten schluckende Donna Elvira.

Mit Biss, sicheren Höhen meistert sie die Partie. Womöglich zu wenig mozartisch aber herrlich gefühlvoll und mit seinem besonderen Schmelz in der Stimme, singt Rolando Villazón den  Don Ottavio. Manchmal merkt man ihm eine gewisse Vorsicht im Singen an und die Höhen rutschen etwas nach hinten.

Staatsoper im Schillertheater / Don Giovanni © Monika Rittershaus

Staatsoper im Schillertheater / Don Giovanni © Monika Rittershaus

Sehr unterhaltsam, auch wenn gesanglich und stimmlich nicht so bestechend, Adrian Sâmpetrean als hyperaktiver Drogenjunkie Leporello, zappelnde Adriano Celentano Kopie.

Anna Prohaska ist krankheitsbedingt leicht indisponiert und trotz Bandagierung am Fuß ist eine quirlige und entzückende Zerlina; mit schönem, warmem Bass-Bariton der in Prag geborene stattliche Adam Plachetka als Masetto. Enttäuschend Jan Martiník als Komtur. Gut gesungen, aber für die Partie zu wenig Durchschlagskraft, besonders in der Tiefe.

Mit schönem Klang und in bestem Zusammenspiel mit dem Bühnengeschehen leitet Barenboim die Berliner Staatskapelle.

Als krönender Abschluss langanhaltende Ovationen für die bemerkenswerte Leistung der Solisten, für den Maestro mit seinem Orchester und für die insgesamt hervorragende Produktion.

IOCO / G.G. / 03.11.2013

—| IOCO Kritik Staatsoper im Schillertheater |—

Berlin, Staatsoper im Schiller Theater, Spielplan 2013/14 – Und ewig dauert das Interim, IOCO Aktuell,


Aktuell

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schillertheater © Thomas Bartilla

Staatsoper im Schiller Theater

Kleine Staatsoper, großes Musiktheater, dröhnender Bauskandal

Jürgen Flimm © IOCO

Jürgen Flimm © IOCO

Jürgen Flimm, 71, Intendant der bis 2010 hoch geschätzten Berliner Staatsoper Unter den Linden leitete seine dritte Jahrespressekonferenz (JPK) im peripheren Schiller Theater an der Bismarckstraße (974 Plätze); für drei, fünf oder sieben Jahre – so genau weiß dies keiner – Ersatzspielstätte der Staatsoper. Die Hauptspielstätte Unter den Linden wird seit 2010 saniert. Die Sanierung sollte bis 2013 dauern, doch dann verzögerten Berliner Überraschungen den Rückzugtermin, auf 2015 oder später. Ein belastbarer Rückzugtermin der Staatsoper wird, so Flimm sarkastisch, erst im Laufe des Jahres 2014 genannt; weitere Verzögerungen seien denkbar. Kosten des verspäteten Rückzugs würden ausgeglichen. Das sei sicher, so Flimm und Geschäftsführer Unganz. Die Sanierungskosten der Staatsoper wurden 2010 offiziell noch mit €239 Mio veranschlagt; öffentlich geflüsterte Sanierungskosten betragen dagegen inzwischen über €500 Mio. Weiteres Berliner Kuriosum: Die Deutsche Oper Berlin (1.954 Plätze) produziert 300 Meter neben dem Schiller Theater, auf der Bismarckstraße, ebenfalls gutes wie hoch subventioniertes Musiktheater. Die Sanierung der Berliner Staatsoper: Weiterer Inbegriff des Berliner Bau-Chaos´: „Ohne das„, wie Jürgen Flimm sagt, „einer vom Platz gestellt wird. Flimm weiter… wir regen uns nicht mehr auf …vielleicht macht man aus der Staatsoper ein Abfertigungsgebäude für den Flughafen.…“.

Authentische Jahrespressekonferenz: Abseits politischer Rücksichten 

Daniel Barenboim © IOCO

Daniel Barenboim © IOCO

Jürgen Flimm und Generalmusikdirektor Daniel Barenboim, 70, beide gesundheitlich angeschlagen, lieferten eine lebendige wie kompetente Jahrespressekonferenz ab. Irdisches fand nur beiläufig Erwähnung: Die Auslastung sollen bei 88% liegen, 155.000 Besucher haben in 264 Veranstaltungen der laufenden Saison das Staatstheater besucht. Zu wenig, wenn man die extremen Kosten des Provisoriums und einen Staatsoper-Anspruch zugrunde legt. Doch, mit künstlerisch hohen Ambitionen glaubhaft verfüllt, mit fröhlichem wie schwarzem Humor begleitet, hielten Flimm und Barenboim die Bedeutung ihres Provisoriums hoch. Man hörte

–  Daniel Barenboim in seiner Jugend die Größe Verdi´scher Partituren nicht erfasste und nur über Pavarotti und Domingo zu seinem Verdi-Stil fand. Barenboim möchte Verdi in den kommenden Jahren zu seinem Staatsopern-Schwerpunkt  machen. Im Herbst 2013 dirigiert er die Premiere von Il Trovatore.

Placido Domingo und andere Weltstars das Schiller Theater wegen der sängerfreundlichen Akustik sehr schätzen („Klang wie in meinem Wohnzimmer“)

Sasha Waltz, bekannte Berliner Ballettgröße und Choreographin, in der Spielzeit 2013/14 eng an die Staatsoper gebunden wird: Waltz inszeniert ihre erste Oper, Tannhäuser, und die Ballettproduktion SACRE mit Musik von Igor Strawinsky (dessen Le Sacre du Primtemps wurde vor 100 Jahren uraufgeführt), Hector Berlioz und Claude Debussy. Beides mit Daniel Barenboim am Pult. Zudem steht die Wiederaufnahme von Dido & Aeneas in der Choreographie von Sasha Waltz auf dem Spielplan (s. unten).

Spielzeiteröffnung 15. September mit Fest für Groß und Klein

Staatsoper im Schillertheater / Daniel Barenboim / © Monika Ritterhaus

Staatsoper im Schillertheater / Daniel Barenboim / © Monika Ritterhaus

Die Spielzeit 2013/14 der Berliner Staatsoper beginnt offiziell am 15. September erstmals mit einem Eröffnungsfest für kleine und große Gäste. Im Saal gibt es Verse von Wilhelm Busch und Musik von Alois Zimmermann. Vorgetragen von Jürgen Flimm und Musikern der Staatskapelle. Dazu viele Überraschungen. Lassen Sie sich überraschen!

Neun Musiktheater-Premieren, darunter eine Uraufführung, setzen die Opern-Akzente der kommenden Saison. Dazu weitere sechs Premieren auf der Werkstattbühne. 24 Opernwerke aus dem Repertoire, mehr als 70 Konzerte, die jährlichen FESTTAGE zu Ostern, die vierte Ausgabe des Festivals für Neues Musiktheater INFEKTION! und zahlreiche Projekte der Jungen Staatsoper. Insgesamt sind es über 300 Veranstaltungen an der Staatsoper. Neun Musiktheater-Premieren:

– Die Zarenbraut, Nikolai Rimsky-Korsakow´s hierzulande selten gezeigte Oper in der Regie von Dmitri Tcherniakov, die Eröffnungspremiere ist am 3. 10. 2013.

SACRE, 26. Oktober 2013, eine Opern-Ballettproduktion, inszeniert und choreographiert von Sasha Waltz, zum 100-jährigen Jubiläum der Uraufführung Igor Strawinskys Le Sacre du printemps in Verbindung mit SCENE D´AMOUR aus Romeo und Julia von Hector Berlioz und L`APRÈS-MIDI D´UN FAUNE von Claude Debussy

Il Trovatore, 29.November 2013, von Giuseppe Verdi, mit Daniel Barenboim am Pult, Graf Luna: Placido Domingo, Leonora: Anna Netrebko, Manrico: Aleksandr Antonenko, Ferrando: Adrian Sampetrean, Acucena: Marian Prudenskaja

Katja Kabanowa, 25. Januar 2014, von Leos Janacek, mit Simon Rattle am Pult, Katja: Eva-Maria Westbroek, Marfa: Deborah Polaski, Dikoj: Pavlo Hunka, Boris: Pavel Cernoch

REIN GOLD, 9. März 2014, Uraufführung von Nicolas Stemann, nach einem Bühnenessay von Elfriede Jelinek zu Richard Wagners Ring der Nibelungen mit Markus Poschner am Pult

Tannhäuser, 12. April 2014, von Richard Wagner, Regie/Choreographie: Sasha Waltz, mit Daniel Barenboim am Pult, Tannhäuser: Peter Seiffert, Landgraf: René Pape, Elisabeth: Marina Poplavskaja, Venus: Marina Prudenskaja

Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, 6. Juni 2014, Musik von Kurt Weill, Text von Bertolt Brecht, Jenny Hill: Evelin Novak, Jim Mahoney: Michael König

Neither und Footfalls (Doppelabend), 22. Juni 2014, von Morton Feldmann und Samuel Beckett, Francois Xavier Roth am Pult, Inszenierung Katie Mitchell, Sopran: Laura Aikin

Macbeth, Juni 2014, noch ohne genauen Termin, Kammeroper von Salvarore Sciarrino, Inszenierung Jürgen Flimm, als Teil von INFEKTION!, des Festival für neues Musiktheater

Staatsoper Unter den Linden Großer Saal © Marion Schöne

Staatsoper Unter den Linden Großer Saal © Marion Schöne

Grab Georg Friederich Händel im Westminster Abbey London © IOCO

Grab Georg Friederich Händel im Westminster Abbey London © IOCO

22 Repertoire-Stücke mit großer Besetzung  stehen auf dem Spielplan der kommenden Spielzeit. Darunter: AIDA von Giuseppe Verdi mit Zubin Mehta am Pult, Inszenierung Pet Halmen, ab 15.2.2014; Aschemond oder The Fairy Queen von Helmut Oehring / Henry Purcell, ab 23. Juni 2014; Der Fliegende Holländer von Richard Wagner, Inszenierung Philipp Stölzl, ab 12. Dezember 2013; Dido & Aeneas von Henry Purcell nach dem 4. Gesang von Vergil, Choreographie Sasha Waltz, ab 6. Mai 2014; Die Zauberflöte von W.A. Mozart, Inszenierung August Everding, Pamina: Anna Prohaska, ab 8. November 2013; Don Carlo von Giuseppe Verdi, Massimo Zanetti am Pult, Philipp II. René Pape, ab 18. Mai 2014; Don Giovanni von W.A. Mozart, Daniel Barenboim am Pult, Christopher Maltmann als Don Giovanni, Rolando Villazon als Don Ottavio, Anna Prohaska als Zerlina, ab 18. Oktober 2013; aber auch: FOR THE DISCONNECTED CHILD ein Projekt von Falk Richter; Il barbiere di Siviglia von Gioacchino Rossini mit Gyula Orendt als Figaro, ab 24. Januar 2014; Il Trionfo del Tempo e del Disinganno von Georg Friedrich Händel, ab 7.6.2014; La Bohème von Giacomo Puccini mit Josep Caballé-Domenech am Pult und Alexey Dolgov als Rodolfo, ab 20 Dezember 2013. Salome von Richard Strauss nach Oscar Wilde mit Zubin Mehta am Pult und Camilla Nylund als Salome, ab 2. Februar 2014; Simon Boccanegra von Giuseppe Verdi mit Daniel Barenboim am Pult und Placido Domingo als Simon Boccanegra, und Anja Harteros als Maria Boccanegra, ab 13. April 2014; aber auch Tosca ab 28.2.2014; Ein Maskenball ab 14. September 2013, Wozzeck ab 4. Oktober 2013.

Mit den großen Sängerpersönlichkeiten der kommenden Spielzeit wird die Staatsoper auch im Schiller Theater ihren hohen Ansprüchen gerecht: Anna Netrebko, Plácido Domingo, Rolando Villazón, René Pape, Peter Seiffert, Bejun Mehta, Peter Mattei, Anna Prohaska, Liudmyla Monastyrska, Christine Schäfer, Anja Harteros, Waltraud Meier, Camilla Nylund, Olga Peretyatko, Deborah Polaski, Dorothea Röschmann, Eva-Maria Westbroek, Pavel Cernoch, Albert Dohmen und Christopher Maltman.

Die Staatskapelle Berlin gibt im Rahmen ihrer 172. Abo-Konzertsaison acht große Sinfoniekonzerte in der Philharmonie und im Konzerthaus. Fünf von ihnen wird Daniel Barenboim dirigieren, bei einem weiteren tritt er als Pianist auf. Darüber hinaus sind andere erstklassigen Pianisten zu Gast: Martha Argerich, Yefim Bronfman, Maurizio Pollini und András Schiff, der als Solist und musikalischer Leiter ein Programm mit sechs Klavierkonzerten von Johann Sebastian Bach gestaltet. Weitere Dirigenten und Solisten sind Zubin Mehta, Michael Gielen, Dorothea Röschmann, Bernarda Fink und Guy Braunstein. Hinzu kommen ein Benefizkonzert zugunsten der Sanierung der Staatsoper mit Lang Lang, die traditionellen Konzerte zum Jahreswechsel, die diesmal von Pablo Heras-Casado dirigiert werden sowie die Konzerte zu den FESTTAGEN 2014, bei denen erstmals die Wiener Philharmoniker mit einem Mozart-Programm zu erleben sind. Zudem tritt Plácido Domingo gemeinsam mit der Staatskapelle Berlin auf; schließlich steht ein Duo-Klavierrecital mit Martha Argerich und Daniel Barenboim auf dem Programm.

Beethoven-Haus in Wien © IOCO

Beethoven-Haus in Wien © IOCO

Der Barenboim-Zyklus umfasst in der Saison 2013/14 vier Konzerte: eine Liedmatinee mit Anna Prohaska, zwei Kammerkonzerte mit Mitgliedern der Staatskapelle sowie ein Klavierrecital mit dem Pianisten Piotr Anderszewski. Die Kammerkonzerte im Festsaal des Roten Rathauses und im Bode-Museum reflektieren in dieser Spielzeit die reichhaltige Geschichte des Orchesters, das 1570, vor 444 Jahren, zum ersten Mal als kurbrandenburgische Hofkapelle erwähnt wurde. Zwei Benefizkonzerte der Stiftung Naturton, die von den Musikern der Staatskapelle getragen wird, finden an ungewöhnlichen Orten statt: in der Lokhalle am Natur-Park Schöneberger Südgelände sowie am Telegrafenberg Potsdam.

In der Werkstatt werden wieder zeitgenössisches und experimentelles Musiktheater sowie Stücke der Klassischen Moderne zu sehen sein: Ernst Kreneks Vertrauenssache, Lucia Ronchettis Lezione di tenebra, Paul-Heinz Dittrichs Die Verwandlung / Die Blinden, Harrison Birtwistles Punch and Judy und Salvatore Sciarrinos Lohengrin. Außerdem wird als Premiere der Jungen Staatsoper Georges Aperghis´ Rotkäppchen und Wiederaufnahmen von Ermanno Wolf-Ferraris Aschenputtel und Dmitri Schostakowitschs Moskau Tscherjomuschki zu erleben sein.

Der Spielplan 2013/14 der Staatsoper im Schiller Theater:  Peripheres Provisorium meets Feuerwerk der Hochkultur aus Tanz, Theater und Musik“. Für Jahre. Nur in Berlin

IOCO / Viktor Jarosch /  Mai 2013

 

—| IOCO Aktuell Staatsoper im Schillertheater |—

« Vorherige Seite