Düsseldorf, Ballett am Rhein, Hans van Manen – 50jähriges Bühnenjubiläum am Rhein, IOCO Aktuell, 20.05.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

logo_dor2.jpg
Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

ballettamrhein.de

Hans van Manen  –  50jähriges Bühnenjubiläum
an der Deutschen Oper am Rhein

Sein erstes Ballett außerhalb der Niederlande schuf Hans van Manen, *1932,  vor genau 50 Jahren für das heutige Ballett am Rhein an der Deutschen Oper am Rhein. Das Stück hieß „Keep Going“, was sich rückblickend liest wie das Motto seines bewegten und erfolgreichen Künstlerlebens. 22 seiner insgesamt 150 Choreographien kamen in den vergangenen 50 Jahren auf die Bühnen des Opernhauses Düsseldorf und des Theaters Duisburg. Diese außerordentliche Verbundenheit möchte die Deutsche Oper am Rhein mit der Verleihung einer Ehrenmitgliedschaft besiegeln.

Vorerst macht ein Kurztrailer auf ballettamrhein.de (link HIER) Lust auf ein filmisches Portrait, das zum Anlass des Jubiläums von der amerikanischen Filmemacherin Daisy Long geschaffen wurde.

 Ballett am Rhein / Hans van Manen erhält die Ehrenmitgliedschaft durch Daisy Long © Daisy Long

Ballett am Rhein / Hans van Manen erhält die Ehrenmitgliedschaft durch Daisy Long © Daisy Long

„Richtig feiern möchten wir die Goldene Bühnenhochzeit des Ballett am Rhein mit Hans van Manen, sobald das wieder im angemessenen Rahmen möglich ist“, sagt Ballettdirektor und Chefchoreograph Demis Volpi, Nachfolger von Martin Schläpfer, und setzt auf einen Gala-Termin im kommenden Herbst 2021.

Den Rahmen für die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Hans van Manen sollen dann sowohl Live-Aufführungen bilden als auch das Filmporträt, für das Daisy Long Hans van Manen zu Hause in Amsterdam besucht hat. In der ihm eigenen Art beschreibt der heute 88-Jährige darin sein Leben mit dem Tanz und seine enge Beziehung zum Ballett am Rhein. „Ballett ist für mich sehr wichtig, es ist mein Metier. Damit höre ich nie auf…“, sagt van Manen nachdenklich in die Kamera. Und fügt verschmitzt hinzu: „Es ist ja auch das einzige, was ich kann!“ Sein letztes Werk – die 150. Choreographie – schuf Hans van Manen für den von ihm hoch geschätzten Künstlerkollegen Martin Schläpfer, den ehemaligen Ballettdirektor und Chefchoreographen des Ballett am Rhein. Alltag nannte er es mit dem ihm typischen Understatement, geht es darin wie in jedem seiner Stücke doch um sehr viel mehr als Alltägliches.

Hans van Manen – Variations Behind the Scenes – Dutch National Ballett
Youtube Nationale Opera & Ballet
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Etliche Fotos und Filme aus dem Archiv des Düsseldorfer Theatermuseums ergänzen die Interviews und zeichnen ein vielfältiges und berührendes Portrait des großen niederländischen Meisters. Nach der Gala zum 50-jährigen Bühnenjubiläum wird der Film online zu sehen sein.

Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein: „Das Werk Hans van Manens ist so eng mit der Balletttradition unseres Hauses verbunden wie kein zweites. Die Aufführungen seiner Choreographien in Duisburg und Düsseldorf ziehen sich wie ein roter Faden durch die letzten 50 Jahre Ballettgeschichte an der Deutschen Oper am Rhein. Es ist uns ein tiefes Bedürfnis und eine große Freude, Hans van Manen zum Ehrenmitglied zu ernennen.“

Einen kleinen Vorgeschmack auf die filmische Ehrung Hans van Manens gibt es schon jetzt online auf               ballettamrhein.de

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Theaterehe Düsseldorf – Duisburg verlängert, IOCO Aktuell, 22.04.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

logo_dor2.jpg
Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Theaterehe Düsseldorf – Duisburg –  bis 2027 verlängert

Aufsichtsrat der Deutschen Oper am Rhein votierte einstimmig

In der Aufsichtsratssitzung vom 20.4.2021 haben sich die Vertreter der Städte Düsseldorf und Duisburg einstimmig für eine Verlängerung der Theatergemeinschaft Düsseldorf und Duisburg ausgesprochen. Die seit ihrer Gründung im Jahr 1956 bestehende Kooperation gilt künstlerisch und wirtschaftlich als Erfolgsmodell. Durch ihr hochrangiges Solistenensemble, den Chor, die national wie international gefeierte Compagnie Ballett am Rhein und die Mitwirkung sowohl der Duisburger Philharmoniker als auch der Düsseldorfer Symphoniker hat sie sich zu einer der ersten Adressen für Oper und Ballett in Europa entwickelt.

Zustimmung der Stadträte und Kommunalaufsicht – eher Formsache

Allein die beiden Städte Düsseldorf und Duisburg zählen zusammen fast 1,1 Millionen Einwohner, aber auch die umliegenden Regionen und eine große Zahl auswärtiger Gäste profitieren vom hochkarätigen künstlerischen Angebot der Deutschen Oper am Rhein. Vorbehaltlich der Zustimmung beider Stadträte und der Kommunalaufsicht wäre die Zukunft der Deutschen Oper am Rhein in gemeinsamer Trägerschaft der Städte Düsseldorf und Duisburg bis zum Jahr 2027 gesichert.

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

In den vergangenen Monaten haben die Vertreter und Vertreterinnen der Kommunen und der Deutschen Oper am Rhein die Grundlagen für die Verlängerung verhandelt. „Das Gesprächsklima war von Beginn an auf allen Seiten sehr positiv und konstruktiv“, sagt Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein. „Im Wesentlichen ging es um eine Einigung darüber, die finanziellen Anteile der Beteiligten möglichst gerecht und realistisch aufzuteilen.“

Wie bisher sollen pro Spielzeit insgesamt 258 Vorstellungen in beiden Städten gegeben werden, davon 180 Vorstellungen in Düsseldorf und 78 Vorstellungen in Duisburg, was einem Verhältnis von 70 zu 30 entspricht. Weil in den vergangenen Jahren die Landeshauptstadt Düsseldorf aufgrund der schwierigen Haushaltslage von Duisburg einen höheren Anteil der Zuschüsse übernommen hat, wird die Finanzierung nun schrittweise auf das Verhältnis 70 zu 30 angepasst.

Siegfried an der Rheinoper in 2020 – Eine Einstimmung
youtube Deutsche Oper am Rhein
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Hans-Georg Lohe, Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf: „Ich freue mich, dass seitens des Aufsichtsrates grünes Licht für die Verlängerung der Theatergemeinschaft gegeben wurde und bin optimistisch, dass die Stadträte und die Kommunalaufsicht sich diesem Votum anschließen werden. Beide Städte profitieren in vielerlei Hinsicht von der Bündelung der kreativen Kräfte und genießen dadurch ein vielfältiges kulturelles Angebot, das ohne den Zusammenschluss für keine von beiden in dieser Form finanzierbar wäre.“

Astrid Neese, Kulturdezernentin der Stadt Duisburg: „Auch für Duisburg ist es eine überaus positive Nachricht, dass die Fortführung der Theatergemeinschaft mit Düsseldorf auf einem guten Weg ist. Oper und Ballett spielen eine herausragende Rolle für das kulturelle Leben in Duisburg, und unsere erstklassigen Duisburger Philharmoniker werden weiterhin bei Opernaufführungen auch in Düsseldorf spielen.“

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Düsseldorfer Opernhaus – Neubau? Sanierung? Warum?, IOCO Aktuell, 15.03.2021

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

logo_dor2.jpg
Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

 Düsseldorfer Opernhaus –  mit vielschichtiger Zukunft

Das Düsseldorfer Opernhaus und das Theater in Duisburg sind seit ihrer1956  in der Deutschen Oper am Rhein (auch Rheinoper) als Theatergemeinschaft miteinander verbunden. Vergleichbare Bühnenmaße erlauben es, die Opern- und Ballettproduktionen sowohl im Düsseldorfer Opernhaus als auch im Theater der Stadt Duisburg zu zeigen.

Das Düsseldorfer Opernhaus an der Heinrich-Heine-Allee besitzt einen attraktiven Standort am Rande der Altstadt, direkt zwischen Hofgarten und Königsallee, und ist fußläufig von der Rheinpromenade zu erreichen. 1875 wurde nach Plänen des Architekten Ernst Giese das italienischem Renaissancestil nachempfundene Stadttheater mit runden Vorderhaus und 1.260 Sitzplätzen erbaut. Es hatte Ähnlichkeit mit anderen repräsentativen Theatergebäuden wie der Semperoper in Dresden. Christoph Meyer ist seit 2009 Intendant der DOR Theater gemeinschaft Düsseldorf – Duisburg.

Das Opernhaus Düsseldorf ist in die Jahre gekommen:  Sanierung oder Neubau werden seit Jahren in zahlreichen Gremien diskutiert, publiziert. Die aktuellen Sanierungsdebakel der Oper Köln, der Elbphilharmonie in Hamburg, der Berliner Staatsoper Unter den Linden werfen große Schatten. Die Stadt Düsseldorf stellt im folgenden die – sehr unverbindlichen, alle zeitlichen und inhaltlichen Optionen zulassenden – Ergebnisse zur Analyse des Opernhauses in seinem jetzigen Zustand sowie eines Konzeptes zur Öffentlichkeitsbeteiligung vor.

Niedrige  Auslastung der Deutschen Oper am Rhein

Die Auslastung des Düsseldorfer Opernhaus, welches die Zahl der Besucher  reflektiert, liegt seit vielen Jahren bei mageren, durchschnittlichen 70%.. Zum Vergleich: die Auslastung der drei Berliner Opern liegen – über 90%, Staatsoper Unter den Linden, Komische Oper, und – über 80%, Deutsche Oper. Auslastungs-Spitzenreiter der deutschen Musiktheater ist die Bayerische Staatsoper mit 94%. Der Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf, Hans-Georg Lohe, hat in den jährlichen Pressekonferenzen die niedrige Auslastung der Rheinoper nie kommentiert, nie Zielvorstellungen genannt. Die umfangreiche folgende Pressemitteilung der Stadt Düsseldorf erwähnt Auslastungsziele oder andere Kriterien zur Bedeutung der Oper für Düsseldorf, ebenfalls nicht:   „Kunst kennt eben keine Kosten“!

Im  Folgenden die Pressemitteilung der Stadt Düsseldorf  zu den Plänen und Optionen rund um das Opernhaus der Stadt Düsseldorf:

———————————————–

Deutsche Oper am Rhein © IOCO

Deutsche Oper am Rhein © IOCO

 Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses

Vorstellung der Ergebnisse zur Analyse des Opernhauses sowie eines Konzeptes zur Öffentlichkeitsbeteiligung durch die Stadt Düsseldorf – März 2021

Wie sieht die Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses aus?  Vor dem Hintergrund der Diskussion um diese Frage wurde die Verwaltung im März 2019 vom Stadtrat mit einer Analyse des Opernhauses beauftragt. Zum einen sollte das Bestandsgebäude am Hofgarten untersucht, zum anderen die Varianten „Sanierung“, „erweiterte Sanierung“ und „möglicher Neubau“ geprüft werden. Ziel ist es, eine Grundlage für einen weiteren faktenbasierten Austausch- und Entscheidungsprozess zu schaffen. An diesem sollen auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Daher wurde die Verwaltung ebenfalls mit der Erstellung eines Konzepts zur Öffentlichkeitsbeteiligung beauftragt. Sowohl die Ergebnisse der Untersuchungen und Prüfungen als auch ein Konzept zur Öffentlichkeitsbeteiligung liegen nun vor.

Im Rahmen eines digitalen Pressegesprächs am Donnerstag, 11. März, stellten Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Projektleiterin Anna Montag, Kulturamt Düsseldorf, diese nun gemeinsam mit Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, und Alexandra Stampler-Brown, Geschäftsführende Direktorin der Deutschen Oper am Rhein, vor.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Die Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses ist ein zentrales Projekt der kommenden Jahre. Mit den heute vorgestellten Erkenntnissen kommen wir einen wichtigen Schritt weiter, um eine gute Entscheidung für die Oper, aber auch für Düsseldorf insgesamt, zutreffen. Aus meiner Sicht scheint ein Neubau größere Chancen und Möglichkeiten für die Zukunft der Düsseldorfer Oper bereitzuhalten als eine Sanierung. Das zukünftige Opernhaus Düsseldorf soll aber eine Oper für alles ein. Daher sind eine umfassende, qualifizierte Bürgerbeteiligung und ein breiter Meinungsaustausch bei diesem Projekt so ungemein wichtig. Ich freue mich hierauf und bin gespannt, was sich die Düsseldorfer*innen für ihre Oper wünschen“

Öffentlichkeitsbeteiligung

Wie sieht die Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses aus? Vor dem Hintergrund der Diskussion um diese Frage wurde die Verwaltung im März 2019 vom Stadtrat mit einer Analyse des Opernhauses beauftragt. Zum einen sollte das Bestandsgebäude am Hofgarten untersucht, zum anderen die Varianten „Sanierung“, „erweiterte Sanierung“ und „möglicher Neubau“ geprüft werden. Ziel ist es, eine Grundlage für einen weiteren faktenbasierten Austausch- und Entscheidungsprozess zu schaffen. An diesem sollen auch die Bürgerinnen und Bürger beteiligt werden. Daher wurde die Verwaltung ebenfalls mit der Erstellung eines Konzepts zur Öffentlichkeitsbeteiligung beauftragt. Sowohl die Ergebnisse der Untersuchungen und Prüfungen als auch ein Konzept zur Öffentlichkeitsbeteiligung liegen nun vor. Im Rahmen eines digitalen Pressegesprächs am Donnerstag, 11. März, stellten  Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller, Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und Projektleiterin Anna Montag, Kulturamt Düsseldorf, diese nun gemeinsam mit Prof. Christoph Meyer, Generalintendant der Deutschen Oper am Rhein, und Alexandra Stampler-Brown, Geschäftsführende Direktorin der Deutschen Oper am Rhein, vor.

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller: „Die Zukunft des Düsseldorfer Opernhauses ist ein zentrales Projekt der kommenden Jahre. Mit den heute vorgestellten Erkenntnissen kommen wir einen wichtigen Schritt weiter, um eine gute Entscheidung für die Oper, aber auch für Düsseldorf insgesamt, zutreffen. Aus meiner Sicht scheint ein Neubau größere Chancen und Möglichkeiten für die Zukunft der Düsseldorfer Oper bereitzuhalten als eine Sanierung. Das zukünftige Opernhaus Düsseldorf soll aber eine Oper für alles ein. Daher sind eine umfassende, qualifizierte Bürgerbeteiligung und ein breiter Meinungsaustausch bei diesem Projekt so ungemein wichtig. Ich freue mich hierauf und bin gespannt, was sich die Düsseldorferinnen und für ihre Oper wünschen.“

Felix Mendelssohn Bartholdy © IOCO

Felix Mendelssohn Bartholdy Düsseldorf wacht auch bei Nacht neben der Oper  © IOCO

Öffentlichkeitsbeteiligung

Kulturdezernent Hans-Georg Lohe:Es ist geplant in einem nächsten Schritt, das Konzept zur Öffentlichkeitsbeteiligung mit der Projektgruppe ‚Zukunft der Oper‘ zu diskutieren und abzustimmen. Das Konzept sieht vor, mit einer Auftaktveranstaltung die Bürgerinnen und Bürger zunächst über die Untersuchungsergebnisse zum Operngebäude zu informieren. Zudem sollen die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, sich konstruktiv in den Prozess einzubringen. Hierzu wird erstmals als ein wichtiger Baustein ein Bürgerinnen- und Bürgerrat aus zufällig ausgewählten Düsseldorferinnen und Düsseldorfern eingerichtet. „

In dem Bürgerinnen- und Bürgerrat sollen Fragen und Meinungen zur Zukunft des Opernhauses in Düsseldorf offen erörtert und diskutiert werden. Ziel der Bürgerbeteiligung ist es, die Anregungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger in den Entscheidungsprozess einfließen zu lassen.

Des Weiteren werden zusätzlich Themen wie die Visionen für ein zukünftiges Opernhaus sowie Fragen des Standortes eines möglichen Neubaus und gegebenenfalls einer Interimsstätte vertiefend betrachtet und die bis dahin vorliegenden Ergebnisse ebenfalls der Öffentlichkeitsbeteiligung vorgestellt.

Alle Aspekte fließen anschließend gebündelt in den Entscheidungsprozess ein: So sollen alle Ergebnisse letztendlich anschaulich und vergleichbar ausgearbeitet und in einer Beschlussvorlage zusammengeführt werden. Es ist geplant, die Vorlage Ende 2021 in die politischen Gremien einzubringen.

Ergebnisse der Analyse zum Opernhaus

Im Folgenden sind die einzelnen Untersuchungsergebnisse der Verwaltung zum Opernhaus zusammengefasst. Diese gliedern sich in die Analyse des Bestandgebäudes sowie den Prüfungen der Varianten „Sanierung“, „erweiterte Sanierung“ und „möglicher Neubau“. Basis für die Untersuchung ist das mit der Oper intensiv erarbeitete Nutzerbedarfsprogramm für die räumliche Ausrichtung eines zukunftsfähigen Opernhauses. Dieses umfasst unter anderem eine zusätzlich erforderliche Seitenbühne und die Einrichtung Studiobühne sowie die Eingliederung von Proberäumen, die derzeit dezentral sind.

Untersuchung des Bestandsgebäudes

Die durch verschiedene Fachingenieure erfolgte Prüfung des  Bestandsgebäudes hat ergeben, dass eine Vielzahl baulicher, technischer und funktionaler Mängel vorliegt. Die Folge ist ein hoher Sanierungs- und Erneuerungsbedarf. Die räumlichen Gegebenheiten des ursprünglich 1875 als Stadttheater errichteten Gebäudes sind nicht für einen zukunftsfähigen Opernspielbetrieb ausgerichtet. Dies zeigt sich vor allem im Hinterhaus, das nicht durch den Krieg zerstört wurde. Insbesondere fehlen der Oper eine zweite Seitenbühne sowie Proberäume. In einigen Bereichen sind Flächenerweiterungen erforderlich, um die Vorgaben der Arbeitsstättenrichtlinien zu erfüllen.

Unabhängig von einer politischen Entscheidung über die Zukunft des Opernhauses mussten bereits Maßnahmen umgesetzt bzw. eingeleitet werden, um den Spielbetrieb sicher zu stellen und die dringendsten baulichen Mängel zu beseitigen. Seit der Einholung des Bedarfsbeschlusses im Rat im Oktober 2017  „Notwendige Sanierungen am Gebäude der DOR“ sind so Beschlüsse für Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 9,6 Millionen Euro und weitere für rund 950.000 Euro, die nicht Bestandteil des Bedarfsbeschlusses waren (Sprühflut-/Sprinkleranlage und Brandschutzsanierung Stützen), eingeholt worden, die teilweise bereits umgesetzt sind oder in der Sommerpause 2021 umgesetzt werden.

Sanierung und Neubau am derzeitigen Standort

Auf Basis des Nutzerbedarfsprogrammes wurden verschiedene Varianten für einen weiteren Umgang mit dem Opernhaus am derzeitigen Standort Hofgarten untersucht: 1. Basissanierung, 2. erweiterte Sanierung, 3. Neubau mit einem reduzierten Raumprogramm und 4. Neubau mit vollem Raumprogramm.

  1. Basissanierung: Bei der Basissanierung würden durch die Umstrukturierung des Hinterhauses die dringlichsten funktionalen Mängel des Gebäudes behoben werden. Die dezentral angemieteten Flächen, unteranderem für Proberäume, würden weitestgehend dezentral verbleiben. Die vorhandenen baulichen und technischen Einrichtungen würden bei einer Sanierung ihren Bestandsschutz verlieren, so dass diese ganzheitlich erneuert und die geltenden baurechtlichen Anforderungen umgesetzt werden müssten.
  2. Erweiterte Sanierung: Bei der sogenannten erweiterten Sanierung würden die vorliegenden funktionalen Mängel weitestgehend behoben werden. Zusätzlich würde jedoch das Opernhaus durch die Neustrukturierung des Hinterhauses und mit Hilfe eines nördlichen Erweiterungsbaus unteranderem eine zweite Seitenbühne und eine Studiobühne erhalten. Zudem würden dezentrale Flächen in reduziertem Maß in das Raumprogrammaufgenommen werden. Der Verlust des Bestandsschutzes tritt ebenso wie beider Basissanierung ein.
  3. und 4. Neubau mit reduziertem bzw. vollem Raumprogramm   Für einen möglichen Neubau wurde eine exemplarische Studie auf Basis des Nutzerbedarfsprogramms für den Standort am Hofgarten durchgeführt – die Studie lässt sich aber auch auf andere Standorte übertragen. So könnten unter anderem eine Studiobühne, eine zweite Seitenbühne, Probebühnen, Parkplätze und Flächen für die Öffentlichkeit, sogenannte kommunale Flächen, geschaffen werden. Die kommunalen Flächen sollen der Öffentlichkeit außerhalb des Spielbetriebes zugänglich sein und dem Opernhaus eine Öffnung für ein breiteres Publikum und den Bürgerinnen und Bürger einen Platz zum Verweilen, Treffen und Entdecken ermöglichen. Die derzeit dezentral angemieteten Flächen würden größtenteils in das Opernhaus integriert. Je nach Standort und Flächenangebot könnte der Neubau mit einem reduzierten oder vollen Raumprogramm umgesetzt werden. Bei einem Neubau am jetzigen Standort wären der Abbruch des Bestandsgebäudes und die Einrichtung einer Interimsspielstätte erforderlich.

Neubau des Opernhauses

Eine Neubaulösung würde folgende Chancen bieten:

  • die Oper als neuer architektonischer Impuls im städtebaulichen Gesamtkontext,
  • Umsetzung von neuen Konzepten im Betrieb,
  • eine Architektur, die sich der Öffentlichkeit zuwendet,
  • ein funktional und technisch zukunftsfähiger Bühnenbetrieb,
  • Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in einem neuen, optimierten Gebäude,
  • sowie eine deutliche Minimierung der Risiken für Planung und Bauen.

Zur Darstellung der Relationen wurden grob geschätzte Kostenrichtwerte für die einzelnen Varianten gegenübergestellt, ohne Einbeziehung der Kosten für den Baugrund und für den möglichen Erwerb eines alternativen Grundstücks. Die Kostenrichtwerte orientieren sich am aufgestellten Nutzerbedarfsprogramm. Die vorläufigen und ausschließlich auf dem aktuellen Wissenstand beruhenden Kostenrichtwerte bewegen sich zwischen mindestens 457 Millionen Euro für die Basissanierung bis zu mindestens 716Millionen Euro für einen Neubau im Hofgarten.

Standorte für einen möglichen Neubau oder Interim

Für eine Ersatzspielstätte bei einer Sanierung des Opernhauses sowie den möglichen Neubau an einem alternativen Standort wurde eine Analyse des Düsseldorfer Stadtgebietes durchgeführt. Es wurden 28 Standorte ohne „Denkverbote“ und zunächst ausschließlich anhand des Flächenbedarfs für einen möglichen Neubau oder Ersatzspielstätte betrachtet. Diese erstrecken sich über das gesamte Stadtgebiet, zum Beispiel am Hofgarten, im Hafen oder am ehemaligen Standort Kaufhof Am Wehrhahn, der auch auf Grundlage des Auftrages aus dem Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung vomNovember 2020 in die Prüfung einbezogen wurde. Im Weiteren soll die Eignung von einzelnen Standorten vertiefend geprüft und bewertet werden.

„Opernkonzeption 203+“

Neben den baulichen und räumlichen Anforderungen an ein Opernhaus hat die Oper eine Vision für ein Opernhaus der Zukunft erarbeitet, die ebenfalls noch vertieft wird. Auch hier werden Anregungen aus der Öffentlichkeitsbeteiligung aufgenommen.

Prof. Christoph Meyer wirbt für einen Neubau: „Mit der Entscheidung für das Opernhaus  203+, für einen Neubau, würden die Weichen für eine Zukunft Düsseldorfs als Opernstandort und Kulturstadt gestellt. Als neues Wahrzeichen für die Landeshauptstadt würde das Opernhaus 203+ ebenso zum attraktiven, urbanen Treffpunkt für eine heterogene Stadtgesellschaft wie eine attraktive Destination für den internationalen Kulturtourismus. Offen, transparent und einladend: In unserer Vision wäre das Opernhaus 203+ ein nahezu rund um die Uhr geöffnetes, lebendiges Haus. Mit attraktiver Architektur, flexiblem Raumangebot und moderner Bühnentechnik könnte es zukunftssichere Rahmenbedingungen sowohl für hochkarätige Oper und Ballett, als auch die breite gesellschaftliche Öffnung von Gebäude und Kunstform bieten. Kreative und gastronomische Angebote, die Junge Oper, Workshops für Schulen, Lunch-Konzerte, Ausstellungen und vieles mehrwürden das Haus tagsüber vibrieren lassen; durch die Vernetzung mitkünstlerischen Akteuren der Stadt würde es zum urbanen Schmelztiegel der Künste. Die neuen baulichen Möglichkeiten würden eine neue Flexibilität und Vielfalt eines Spielplans ermöglichen, bei dem die Öffnung Programm sei, sodass das Opernhaus 203+ zum zentralen Treffpunkt der Bürgerinnen und Bürger werden würde.“

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein|—

 


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Masel Tov! – Premiere – wir gratulieren!, 29.10.2020

September 30, 2020 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Oper, Premieren, Pressemeldung

Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

logo_dor2.jpg

Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein für alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

  Masel Tov! – Premiere – Wir gratulieren!

Komische Oper von Mieczyslaw Weinberg – nach dem Schauspiel von Scholem Alejchem

29. Oktober Opernhaus Düsseldorf – 11. Dezember Theater Duisburg

Deutsche Oper am Rhein / Masel Tov! Wir gratulieren! © Lena May / shutterstock

Deutsche Oper am Rhein / Masel Tov! Wir gratulieren! © Lena May / shutterstock

in der Küche brodelt das Leben. Das ist bei guten Partys so und auch in Mieczyslaw Weinbergs Kammeroper Masel Tov! ist es die Basis für eine höchst lebendige und komödiantische Liebesgeschichte. Drei Bedienstete und ein fliegender Buchhändler treffen dort während der Vorbereitungen für die Verlobung der Tochter des Hauses zusammen. Es wird geflirtet und gelästert, Alkohol ist ebenfalls reichlich im Spiel, und so kommt es zu unerwarteten Wendungen im Beziehungsgeflecht der Dienstboten, die in zwei Verlobungen münden. Weinberg, den man vor allem in Verbindung mit seiner Oper Die Passagierin kennt, zeigt sich in Masel Tov! von einer ganz anderen Seite: Klezmermelodien geben der Partitur gemeinsam mit aus der jiddischen Musiktradition heraus intonierten Walzer-, Polka- und Galoppformen eine ganz eigene Farbe.

Regisseur Philipp Westerbarkei setzt das beziehungsreiche Kammerspiel in Szene, hintersinnig, abgründig und immer die Klaviatur der Komik vor Augen. Heike Scheele erfindet dazu einen wandelbaren Bühnenraum, der das Publikum mitnimmt aus der nüchternen Arbeitswelt der Unterschicht zu deren Sehnsuchtsorten in einer vermeintlich besseren Welt.

Deutsche Oper am Rhein / Masel Tov! Wir gratulieren! - Philipp Westerbarkei © Deutsche Oper am Rhein / NN

Deutsche Oper am Rhein / Masel Tov! Wir gratulieren! – Philipp Westerbarkei © Deutsche Oper am Rhein / NN

Unter der musikalischen Leitung von Ralf Lange sind Lavinia Dames als Fradl, das Dienstmädchen, Kimberley Boettger-Soller als Köchin Bejlja, Jorge Espino als Diener Chaim, Norbert Ernst als Reb Alter und Sylvia Hamvasi als Madame zu erleben. Es spielen die Düsseldorfer Symphoniker. Weitere Informationen und alle Vorstellungstermine finden Sie auf unserer Website.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—


Teilen Sie den Artikel
  •  
  •  
  •  
  •  
  •   

Nächste Seite »

Diese Webseite benutzt Google Analytics. Die User IPs werden anonymisiert. Wenn Sie dies trotzdem unterbinden möchten klicken Sie bitte hier : Click here to opt-out. - Datenschutzerklärung