Frankfurt, Oper Frankfurt, LA FORZA DEL DESTINO – Giuseppe Verdi, 27.01.2019

Dezember 28, 2018 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

LA FORZA DEL DESTINO   –  Giuseppe Verdi

Text Francesco Maria Piave, nach dem Drama Don Àlvaro o La fuerza del sino (1835) von Ángel de Saaverda

Premiere: Sonntag, 27. Januar 2019

Am 10. November 1862 wurde im St. Petersburger Bolschoi-Theater mit einjähriger Verspätung die erste Fassung der Oper La forza del destino (Die Macht des Schicksals) von Giuseppe Verdi (1813-1901) uraufgeführt. Den Text des Bühnenwerkes in vier Akten, dem das Drama Don Álvaro o La fuerza del sino (1835) von Ángel de Saavedra als Vorlage diente, lieferte Francesco Maria Piave. Abgesehen von zwei konzertanten Aufführungen 2005 in der Alten Oper handelt es sich um die erste Frankfurter Neuinszenierung des Werks seit 1974, diesmal jedoch gespielt in der selten aufgeführten, ungestrichenen Petersburger Urfassung.

Oper Frankfurt / Christopher Maltman (Bariton / Don Carlo de Vargas © Pia Clodi

Oper Frankfurt / Christopher Maltman (Bariton / Don Carlo de Vargas © Pia Clodi

Leonora, Tochter des Marchese von Calatrava, liebt gegen den Willen ihres Vaters den Mestizen Don Alvaro. Das Paar plant seine Flucht, in deren Verlauf der Marchese unbeabsichtigt zu Tode kommt. Leonoras Bruder Don Carlo will den Vater rächen und verfolgt das Paar. Alvaro wird auf der Flucht von Leonora getrennt und tritt, ebenso wie Carlo, unter falschem Namen als Hauptmann in den Kriegsdienst. Er wird verwundet und bittet den vermeintlichen Freund, im Falle seines Todes einen Brief zu vernichten. Als der misstrauische Carlo die wahre Identität des Kameraden feststellt, fordert er ihn zum Duell, das jedoch unentschieden endet. Alvaro flieht erneut und tritt in jenes Kloster ein, das zuvor bereits Leonora aufgesucht hat. Da schlägt das Schicksal wieder zu: Carlo macht Alvaro ausfindig, und es kommt zum erneuten Kampf vor Leonoras Einsiedelei. Dabei wird Carlo tödlich verwundet, und er ersticht mit letzter Kraft die Schwester. Alvaro folgt der Geliebten in den Tod.

Oper Frankfurt / Tobias Kratzer - Regie © privat

Oper Frankfurt / Tobias Kratzer – Regie © privat

Die musikalische Leitung liegt bei dem Italiener Jader Bignamini, der in Frankfurt zuletzt 2017/18 Verdis Il trovatore dirigierte. Für die Regie kehrt nach Meyerbeers L’Africaine – Vasco da Gama 2017/18 Tobias Kratzer zurück nach Frankfurt, der jüngst für seine Inszenierung von Wagners Götterdämmerung am Badischen Staatstheater Karlsruhe mit dem Theaterpreis Der Faust ausgezeichnet wurde. Die Sängerbesetzung weist zwei Stars der internationalen Opernszene auf: Der deutsche Bass Franz-Josef Selig (Marchese von Calatrava / Padre Guardiano) hat sich vornehmlich mit Wagner-Partien einen Namen gemacht und war hier u.a. 2014/15 als Gurnemanz in Parsifal zu erleben, während der englische Bariton Christopher Maltman (Don Carlo di Vargas) in Frankfurt u.a. 2014/15 als Verdis Simon Boccanegra und 2017/18 als Montfort in Les Vêpres siciliennes gastierte. Michelle Bradley (Leonora) steht am Anfang einer vielversprechenden Karriere und singt erstmals in Frankfurt. Zuvor übernahm die amerikanische Sopranistin kleinere Partien an der Metropolitan Opera in New York, gastierte aber auch bereits als Verdis Aida in Nancy. Der besonders dem Mariinski-Theater in St. Petersburg verbundene armenische Tenor Hovhannes Ayvazyan (Don Alvaro) gibt sein Frankfurt-Debüt. Auch der amerikanische Bassbariton Craig Colclough (Fra Melitone) ist erstmals in Frankfurt zu Gast; 2017/18 sang er Verdis Falstaff in Antwerpen. Angeführt von Tanja Ariane Baumgartner (Preziosilla) sind in allen übrigen Gesangspartien Mitglieder des Ensembles und des Opernstudios zu erleben. Anlässlich der Vorstellungen im Mai 2019 kommt es zu verschiedenen Umbesetzungen.

Musikalische Leitung: Jader Bignamini / Gaetano Soliman (Mai 2019), Inszenierung: Tobias Kratzer, Bühnenbild und Kostüme: Rainer Sellmaier, Video: Manuel Braun, Licht: Joachim Klein, Chor: Tilman Michael, Dramaturgie: Konrad Kuhn

Marchese von Calatrava / Padre Guardiano: Franz Josef Selig / Andreas Bauer (Mai 2019)
Donna Leonora: Michelle Bradley, Don Carlo di Vargas: Christopher Maltman / Evez Abdulla (Mai 2019), Don Alvaro: Hovhannes Ayvazyan / Arsen Soghomonyan (Mai 2019)
Prezosilla: Tanja Ariane Baumgartner / Judita Nagyová (7., 9., 15. Februar, Mai 2019)
Frau Melitone: Craig Colclough u.a.

Chor und Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Premiere: Sonntag, 27. Januar 2019, um 18.00 Uhr, weitere Vorstellungen: 31. Januar, 3. (18.00 Uhr), 7., 9., 15., 17. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 23., 28. Februar, 18., 24., 26. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren) Mai 2019 Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.00 Uhr Preise: € 15 bis 165 (12,5% Vorverkaufsgebühr nur im externen Vorverkauf)

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, 8. Philharmonisches Konzert, 18./19.06.2014

Juni 11, 2014 by  
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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Großes Haus der Bühnen der Stadt Gera (rechts) Landestheater Altenburg Collage © Stephan Walzl

Theater und Philharmonie Thüringen / Großes Haus der Bühnen der Stadt Gera (rechts) Landestheater Altenburg Collage © Stephan Walzl

Shakespeare in Concert _ 8. Philharmonisches Konzert in Gera

Shakespeare in Concert ist das 8. Philharmonische Konzert am 18. und 19. Juni um 19.30 Uhr im Konzertsaal der Bühnen der Stadt Gera überschrieben. Das Altenburger Publikum erlebt im Schlosskonzert am 28. Juni unter dem Motto „Kiss me, Katie“ ebenfalls ein Programm mit Anklängen an das Genie von Stratford upon Avon.

Theater und Philharmonie Thüringen / Gabriel Feltz © Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Gabriel Feltz © Theater und Philharmonie Thüringen

Groß ist das Aufgebot an Künstlern, die das Shakespeare anlässlich seines 450. Geburtstages gewidmete 8. Philharmonische Konzert, das auch eine Uraufführung präsentiert, gemeinsam gestalten. Das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera musiziert unter der Leitung von Gabriel Feltz – von 2001 bis 2005 Generalmusikdirektor des Hauses, heute GMD des Theaters Dortmund und Chefdirigent der Dortmunder Philharmoniker. Er springt für Michail Jurowski ein, der aus Krankheitsgründen absagte. Neben den beiden Sopranistinnen Katie Bolding und Akiho Tsujii gehören zu den Mitwirkenden der Konzertchor des Goethe-Gymnasiums/ Rutheneum seit 1608 unter Christian K. Frank sowie Schauspieldirektor Bernhard Stengele mit zwei weiteren Sprechern. Dazu kommt das ensemble diX; denn der Kölner Komponist Hendrik Albrecht, der sehr erfolgreich und preisgekrönt Hörspielmusik schreibt, ließ sich von der Komödie „Viel Lärm um nichts“ zu einer gleichnamigen Symphonischen Dichtung anregen, die er als Auftragswerk für die vier Solo-Holzbläser des ensemble diX und das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera komponierte. Diese klangschöne Neukomposition verspricht Kino für die Ohren!

Dramatiker, Poet, Genie: William Shakespeares Jubiläum bietet genreübergreifend Grund zum Feiern! Nicht nur im Schauspiel, sondern auch in der Musik ist Shakespeare nicht wegzudenken: Zahlreiche Opern und Ballette basieren auf Shakespeare-Dramen und auch im Konzertrepertoire dienen seine Werke als Inspiration für Komponisten.

In diesem spartenübergreifenden Projekt, das mit Tschaikowskis Fantasie-Ouvertüre Romeo und Julia beginnt, wird Mendelssohns Sommernachtstraum zum besonderen Konzert-Highlight. Seine Konzertouvertüre op. 21 ist bekannt und beliebt. Viel seltener dagegen wird die gesamte Schauspielmusik aufgeführt, die neben dieser Ouvertüre aus Zwischenaktmusiken, Chören und Melodramen besteht und die gesamte Handlung klangvoll untermalt und begleitet. Die Sopranistinnen Katie Bolding und Akiho Tsujii sowie der Konzertchor des Goethe-Gymnasiums/ Rutheneum seit 1608 unter Christian K. Frank haben hier ihren Auftritt. Außerdem werden Auszüge aus den originalen Shakespeare-Dialogen von Mechthild Scrobanita, Lorina Mattern und Bernhard Stengele zur Musik gelesen, sodass die Vertonung in ihrer ursprünglichen Funktion verständlich wird. Der Konzertsaal verwandelt sich so in einen sommerlichen Märchenwald, man hört Elfen tanzen, Puck seine Scherze treiben und die Luft im Wald vor Verliebtheit knistern ….

Henrik Albrecht lebt und arbeitet in Köln und Berlin. 1969 in Köln geboren, begann er 1991seine Studien an der Musikhochschule Köln. Dort studierte er zunächst Klavier, später Komposition (bei Bojidar Dimov und York Höller) und Tonsatz (bei Johannes Schild). Diese Studien vermittelten ihm das handwerkliche Geschick, den Farbenreichtum des modernen Orchesters zu beherrschen. Er arbeitet in vielfältigsten Musikrichtungen unter anderem als Tangomusiker, Pianist und Bandoneonist. Neben Kompositionen für den Konzertsaal gilt seine Liebe schon lange dem Hörspiel und der Film- und Theatermusik.

Er komponierte u.a. die Musik zu den Hörspielen „Bel Ami“ nach Guy de Maupassant, „Der Messias vom Stamme Efraim“ nach Moische Kulbak. Im jüngsten Donna Leon Hörspiel „Nobiltá“ ist seine Musik ebenso zu finden wie in den Komissar Montalbano Krimis von Andrea Camillieri, die der SWR produziert. Mit Leonard Koppelmann kreierte er das erste „Technicolor Breitwand Hörspiel“; „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett, das erstmalig wieder seit den Goldenen Tagen des Radios in den 50er Jahren das Orchester als Klangkörper einsetzte. Auch vertonte er das Hörspiel „Baudolino“; nach Umberto Eco.

Seit 2005 widmet er sich der, von ihm kreierten Gattung des Orchesterhörspiels. Drei Sprecher und ein Orchester erwecken in dieser Reihe klassische Stoffe der Weltliteratur zu neuem Leben. Auf diese Weise bearbeitete er musikalisch schon die Stoffe „Pinocchio“, „Das Gespenst von Canterville“ und „Der Krieg der Knöpfe“ und „Peter Pan“. Für „Das Gespenst von Canterville“ erhielt Albrecht 2007 den Deutschen Hörbuchpreis. 2009 erhielt „Der Krieg der Knöpfe“ den Deutschen Hörbuchpreis als bestes Kinderhörbuch. Seine neuesten Orchesterhörspiele sind „Alice im Wunderland“ und „Christmas Carol“. Zahlreiche Orchester haben diese Werke bereits aufgeführt.

In jüngster Zeit widmet sich Henrik Albrecht verstärkt der Oper. Aus der Zusammenarbeit mit der von ihm mitbegründeten Literaturoper-Köln entstanden seine drei Kammeropern „Frankenstein“, „Das Bildnis des Dorian Gray“ und „Die Verwirrungen des Zöglings Törleß“, die bereits erfolgreich inszeniert und aufgeführt wurden.

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

München, Bayerische Staatsoper München, Premiere LA FORZA DEL DESTINO, 22.12.2013

Dezember 19, 2013 by  
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Bayerische Staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Premiere „La forza del destino“, Inszenierung Martin Kusej

 
Kurz vor Weihnachten präsentiert Intendant Nikolaus Bachler die zweite Premiere der laufenden Spielzeit und Martin Kusej seine dritte Regiearbeit nach Macbeth (2008) und Rusalka (2010) für die Bayerische Staatsoper: Giuseppe Verdis La forza del destino. In den Hauptpartien geben Anja Harteros und Jonas Kaufmann jeweils ihr Rollendebüts als Leonora und Alvaro. BR-Klassik sendet die Premiere am 22. Dezember live, die Vorstellung am 28. Dezember wird im Rahmen von STAATSOPER.TV kostenlos über die Homepage der Staatsoper ins Internet übertragen.
 
Wie auch die Verdi-Opern Simon Boccanegra und Il trovatore beruht La forza del destino auf einem spanischen Drama des frühen 19. Jahrhunderts, das sich vor allem durch starke Kontraste und eine tableauartige Struktur auszeichnet. Martin Kusej lässt in seiner Inszenierung gegenwärtige Bilder von religiösem Eifer und dessen oft kriegerische Konsequenzen aufeinanderprallen. Im Mittelpunkt steht Leonora, die nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters traumatisiert und schuldbeladen die Einsamkeit in einer Einsiedelei sucht. Mönchschöre, romantisierende Kriegsbegeisterung und die Rachelust ihres Bruders erfährt sie als letztlich unentwirrbare Verstrickung durch Schicksal.
 
Der aus Österreich stammende Intendant des Münchner Residenztheaters zu seinem Regieansatz: „Es gibt keine Macht des Schicksals! Das Schicksal ist eine clevere Erfindung der Kirche, die so mit den Unzulänglichkeiten und Gefühlen der Menschen manipulativ umgehen kann – und hier meint ‚Kirche‘ im Grunde jede Religion, die sich zu einer Art Macht-Gemeinschaft organisiert und pervertiert hat.“ Kusej beschäftigt sich in seiner Neuinterpretation vor allem mit dem Konflikt zwischen der katholischen Kirche und dem Islam.
 
Es wird die dritte gemeinsame Neuproduktion von zwei Sängern, die seit Jahren besonders eng mit der Bayerischen Staatsoper verbunden sind: Schon 2009 eröffneten Anja Harteros und Jonas Kaufmann in Richard Jones’ Neuinterpretation von Richard Wagners Lohengrin die Münchner Opernfestspiele. Im Juni 2013 folgte Olivier Pys Neuinszenierung von Giuseppe Verdis Il trovatore. In La forza del destino geben sie ihre Rollendebüts als vom Schicksal schwer gebeuteltes Liebespaar Donna Leonora und Don Alvaro. Außerdem singen Nadia Krasteva (Preziosilla), Vitalji Kowaljow (Il Marchese di Calatrava und Padre Guardiano) und Ludovic Tézier (Don Carlo di Vargas). Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Maestro Asher Fisch, der damit seine erste Premiere an der Bayerischen Staatsoper dirigiert.
 
Das Werk basiert auf Ángel de Saavedra Duque de Rivas‘ Drama Don Álvaro o La fuerza del sino (1835) und Teile aus Friedrich von Schillers Wallensteins Lager (1798). Eine erste Fassung entstand für das Kaiserliche-Italienische Theater in St. Petersburg, wo das Werk 1862 uraufgeführt wurde. Für die Aufführung an der Mailänder Scala 1869 hat Verdi zahlreiche Überarbeitungen vorgenommen. Zentrale Änderung: Am Ende der zweiten Fassung bleibt Alvaro am Leben. Franz Werfel schlug in seiner berühmt gewordenen freien Nachdichtung von 1926 (Dresden; Dirigat: Fritz Busch) eine Kombination beider Versionen vor. Das Ende entspricht der Mailänder Fassung. Die große Chorszene mit Preziosilla findet wie in der St. Petersburger Fassung in der Mitte des dritten Aktes statt. Kusej und Fisch haben sich an der Szenenabfolge der Werfel-Fassung orientiert. 
„La forza del destino“ in den Medien: BR-Klassik und STAATSOPER.TV
BR-Klassik überträgt die Premiere im Hörfunk am 22.12. live ab 19.00 Uhr. Die dritte Vorstellung der seit Wochen ausverkauften Premierenserie wird am 28. Dezember 2013 im Rahmen von STAATSOPER.TV live auf der Homepage der Bayerischen Staatsoper übertragen. Auf www.staatsoper.de/tv können Musikliebhaber aus aller Welt die gesamte Oper inklusive Einführung von Staatsintendant Nikolaus Bachler und Backstage-Berichten in der Pause verfolgen – wie immer kostenlos.
 
Premiere:   Sonntag  22.12.2013, 18.00 Uhr *
Weitere Vorstellungen:
Mi 25.12.2013, 18.00 Uhr
Sa 28.12.2013, 18.00 Uhr **
Do 02.01.2014, 19.00 Uhr
So 05.01.2014, 18.00 Uhr
Mi 08.01.2014, 19.00 Uhr
Sa 11.01.2014, 19.00 Uhr
 
 
* Radio-Übertragung der Premiere auf BR-Klassik
** Live-Stream auf STAATSOPER.TV
—| Pressemeldung Bayerische Staatsoper München |—

Innsbruck, Tiroler Landestheater und Symphonieorchester Innsbruck, Premiere LA FORZA DEL DESTINO, 21.09.2013

Tiroler Landestheater und Symphonieorcheter Innsbruck

Pressemeldung Pressemeldung Tiroler Landestheater Innsbruck

Pressemeldung Pressemeldung Tiroler Landestheater Innsbruck

Premiere

LA FORZA DEL DESTINO 

Die Macht des Schicksals von Giuseppe Verdi 

Libretto von Francesco Maria Piave 
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln 
 
PREMIERE am Samstag, 21. September 2013, 19.00 Uhr, Großes Haus 
 
Aus Anlass des Verdi-Jahres 2013 eröffnet das TLT die Spielzeit mit einem eindrucksvollen Werk des großen italienischen Opernkomponisten. Auf der Grundlage  eines Dramas des spanischen Dichters Ángel de Saavedra schuf Verdi La forza del 
destino, ein Auftragswerk für die Oper St. Petersburg. 
 
Mit einem zerstörten Familienidyll beginnen die dramatischen Ereignisse rund um die drei  Hauptfiguren. Leonora und Alvaro träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Doch in  einer vom Krieg beherrschten Welt stellt sich die Macht des Schicksals gegen die  Liebenden. Leonoras Vater wird in einer Konfrontation mit dem Paar versehentlich  getötet. Auf der Flucht müssen sich Leonora und Alvaro voneinander trennen. Ihnen auf  der Spur ist Leonoras Bruder Carlo, der geschworen hat, den Tod des Vaters zu rächen. 
 
Selbst vor Klostermauern macht der von grenzenlosem Hass Getriebene nicht Halt. Dort  begegnen sich Leonora und Alvaro zufällig wieder. Doch es ist zu spät für eine glückliche  Verbindung. Der Friede des Zufluchtsorts wird durch Carlo jäh gestört, und die grausamen  Mächte des Schicksals vollführen ihr tödliches Werk. 
 
Die Inszenierung von La forza del destino liegt in den Händen von Kay Kuntze, Generalintendant der Theater und Philharmonie Thüringen, dessen Regiearbeiten bereits  mehrfach bei den Kritikerumfragen der Opernwelt nominiert wurden. Mit der  musikalischen Leitung dieses vielschichtigen, kontrastreichen Werks, das den  SängerInnen viele Entfaltungsmöglichkeiten bietet, stellt sich Francesco Angelico als  neuer Chefdirigent des TSOI vor. 
 
 
REGIE Kay Kuntze
Seit der Spielzeit 2011/12 ist Kay Kuntze Generalintendant der Theater und Philharmonie  Thüringen. Nach Studiensemestern in Mathematik, Schulmusik, Musik- und Theaterwissenschaft in seiner Heimatstadt Berlin wechselte er an die Hochschule für Musik und Theater nach Hamburg. Dort erhielt er im von Prof. Götz Friedrich geleiteten Studiengang Musiktheater-Regie sein Diplom „mit Auszeichnung“. Im Anschluss an verschiedene Engagements als Regieassistent wurde er Spielleiter an der Deutschen Oper Berlin und Chefregisseur am Mittelsächsischen Theater. Von 2002 bis 2012 war Kay Kuntze Künstlerischer Leiter der Berliner Kammeroper. Als Gastregisseur hat er bislang etwa 60 Inszenierungen erarbeitet, u. a. an Theatern in Berlin, Hamburg, Dresden, Bremen, Kiel, Lübeck, Bielefeld, Osnabrück, Bremerhaven, Cottbus, Gera/Altenburg, Potsdam, Eisenach; Bern, Linz, Innsbruck, Kaliningrad, Kopenhagen, Montpellier, Paris und Tel Aviv sowie für die Musikfestivals in Schleswig-Holstein und MecklenburgVorpommern, die Kammeroper Schloss Rheinsberg und die Eutiner Festspiele. Mehrfach wurden seine Produktionen bei den Kritikerumfragen der „Opernwelt“ nominiert. Als Lehrbeauftragter unterrichtet er an der TU-Berlin und an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig. Außerdem ist er als Juror gefragt, z. B beim internationalen Gesangswettbewerb Kammeroper Schloss Rheinsberg oder dem Bundeswettbewerb Gesang. 
 
BÜHNE & KOSTÜME Martin Fischer 
Martin Fischer studierte von 1980 bis 1985 an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden Bühnen- und Kostümbild. Zuvor arbeitete er als Bühnentechniker und Beleuchter am Staatstheater Dresden und am Berliner Ensemble. 1985 begann er als Bühnen- und Kostümbildner am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin, wechselte danach an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin und war zudem Chefbühnenbildner am Kleist Theater Frankfurt/Oder. Es schlossen sich seither freie Ausstattungstätigkeiten u. a. an den Staatstheatern Dresden und Cottbus, am Berliner Ensemble, am Theaterhaus Jena, an den Wuppertaler Bühnen sowie in jüngerer Zeit am Düsseldorfer Schauspielhaus/Junges Schauspiel, am Staatstheater Darmstadt, am Theater Heilbronn und am Staatstheater Braunschweig an. 2005 begann er als Ausstattungsleiter am Theater Osnabrück. Seine Arbeiten wurden zum Berliner Theatertreffen, dem Heidelberger Stückemarkt und den Mühlheimer Theatertagen eingeladen und 
ausgezeichnet mit dem Kritikerpreis der Berliner Zeitung für Bühnenbild 1989 und der Bronzemedaille der Internationalen Triennale Novi Sad 1998. Seit 1980 ist Martin Fischer außerdem kontinuierlich im Bereich Grafik/Design tätig, seit 1997 mit SAM Graphics & Photos. Mit Beginn der Spielzeit 2012.13 wurde Martin Fischer Ausstattungsleiter am Schleswig-Holsteinischen Landestheater.
 
BESETZUNG:
Il Marchese die Calatrava: Johannes Wimmer 
Donna Leonora, seine Tochter: Susanna von der Burg / Jennifer Maines 
Don Carlo di Vargas, sein Sohn: Bernd Valentin 
Don Alvaro: Paulo Ferreira 
Preziosilla, eine junge Zigeunerin: Melanie Lang / Lysianne Tremblay 
Padre Guardiano, Franziskanermönch: Marek Gasztecki / Mark Kugel 
Fra Melitone, Franziskanermönch:  Karel Martin Ludvik 
Curra, Leonoras Kammerzofe: Saiko Kawano 
Un Alcalde: Jerzy Kasprzak / Stanislav Stambolov 
Mastro Trabuco, Maultiertreiber, später Hausierer : Joshua Lindsay / Florian Stern 
Un Chirurgo, im spanischen Heer: Jannis Dervenis / Il-Young Yoon 
Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, Chor und Extrachor des TLT, Statisterie 
 
WEITERE VORSTELLUNGEN:  
September: 27. (19.30), 29. (19.00) 
Oktober: 2. (19.30), 25. (19.30), 31. (19.30) 
 
EINFÜHRUNGSMATINEE ZU LA FORZA DEL DESTINO
Zerstörerische Mächte 
Sonntag, 15. September 2013, 15.00 Uhr, 
Probebühne 1, Eintritt frei, Im Rahmen des Theaterfestes 
 
 
 
 
Pressemeldung Pressemeldung Tiroler Landestheater Innsbruck

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