Wien, Wiener Staatsoper, Dominique Meyer – Abschied aus Wien, IOCO Aktuell, 30.06.2020,

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

30.06.2020  – Dominique Meyer – Abschied aus Wien

von Viktor Jarosch

10 Jahre lang, von 2010 bis 2020 prägte Dominique Meyer das Erscheinungsbild Wiener Staatsoper. Unter seiner Ägide entwickelte sich die Staatsoper Wien zum weltweit richtunggebenden Musiktheater. Am 30.06.2020 endete das Mandat von Meyer an der Staatsoper. Auffällig: der Abschied von Dominique Meyer und den mit ihm an das Teatro alla Scala nach Mailand folgenden Ballettdirektor Manuel Legris aus Wien endete dort ohne öffentlichen Dank. Durch die Corona-Pandemie endete Meyer Wirken an der Staatsoper bereits Mitte März 2020, kurz nach den Wiener Operball 2020, welchen Meyer, (IOCO link hier) zu seinem Vorgänger Ioan Holender neue Akzente setzend, persönlich leitend, erneut zum weltweit bewunderten Kulturfest machte. Weltweit einmalig hohe Auslastungszahlen der Staatsoper (beständig nahe 100 %) und ein großer Ausländeranteil unter den Besuchern der Staatsoper belegen bleibend große Bürgernähe und internationales Ansehen. IOCO wird auch weiterhin über Dominique Meyer und sein Wirken berichten: Aus dem Teatro alla Scala.

Intendant Dominique Meyer und Ballettchef Manuel Legris © IOCO

Wiener Staatsoper / Intendant Dominique Meyer und Ballettchef Manuel Legris © IOCO

Die Nachfolger von Dominique Meyer und Manuel Legris, Bogdan Roscic und Martin Schläper können bisher nicht auf große Musiktheater-Erfolge verweisen. Bogdan Roscic leitete zuletzt die Klassik-Sparte von Sony Musik; Martin Schläpfer wurde in seinen 10 Jahren an der Rheinoper (link hier)  nie in Düsseldorf heimisch; die Auslastungen seiner Choreographien dümpelten dort über die Jahre bei 70%; breite Zustimmung erreichte er in 10 Jahren Düsseldorf / Duisburg nicht. IOCO Nachfragen zu Auslastungen einzelner Choreographien lehnte Schläpfer  beständig ab.

Dominique Meyer verabschiedet nun zum letzten Tag seiner Tätigkeit an der Staatsoper Wien, zum 30.06.2020, aus Wien mit einem persönlichen Schreiben.  Lesen Sie selbst:

Wiener Staatsoper / Brief Dominique Meyer © Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper / Brief Dominique Meyer © Wiener Staatsoper

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Wien, Wiener Staatsoper, Das Haus am Ring – Öffnet wieder, 08.06.2020

Juni 3, 2020 by  
Filed under Pressemeldung, Spielpläne, Wiener Staatsoper

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Das Haus am Ring öffnet wieder – Eingeschränkt

 Konzertprogramm im Juni 2020

Nach vielen Wochen der coronavirusbedingten Schließung freut sich das Haus am Ring, schon bald wieder für sein Publikum öffnen zu dürfen: In insgesamt 14 Konzerten für maximal 100 Besucherinnen und Besucher wird wieder Musik in der Wiener Staatsoper erklingen.

Geplant ist eine abwechslungsreiche Reihe von klavierbegleiteten Lieder- und Arienabenden im Großen Haus (vor dem Eisernen Vorhang), die von Ensemblemitgliedern des Hauses sowie von Gastsolistinnen und -solisten gestaltet werden. Auch ein Termin der beliebten Reihe Kammermusik der Wiener Philharmoniker (link HIER!)wird nun nachgeholt.

Den Auftakt macht am 8. Juni 2020 ein Liederabend von Günther Groissböck; weiters geben die Publikumslieblinge KS Tomasz Konieczny (11. Juni), KS Camilla Nylund (15. Juni), KS Michael Schade (18. Juni), KS Juan Diego Flórez (20. Juni) und KS Krassimira Stoyanova (25. Juni) Liederabende im Haus am Ring.

Am  9., 12., 16., 19., 22. und 24. Juni 2020 gestalten Ensemblemitglieder der Wiener Staatsoper die Konzerte.

Als Abschluss findet am 27. Juni 2020 das (ursprünglich für 28. Juni geplante) Galakonzert des jungen Ensembles statt. Dabei treten all jene Sängerinnen und Sänger auf, die in der Direktion von Dominique Meyer eine besondere Rolle spielten und, zumindest zeitweise, im Ensemble waren: eine Art musikalischer Rückblick – auch mit dem Orchester der Wiener Staatsoper.

Alle Konzerte werden als Livestream auf www.staatsoperlive.com – weltweit und kostenlos – übertragen.

Das Programm für alle Veranstaltungen, die Besetzungen der Ensemble-Konzerte, des Kammermusik-Abends und des Galakonzertes werden in Kürze auf www.wiener-staatsoper.at veröffentlicht. Die Konzerte beginnen jeweils um 19.30 Uhr (keine Pause), das Galakonzert um 19.00 Uhr (eine Pause).

Karten: Der Kartenverkauf für alle Veranstaltungen beginnt am 4. Juni 2020 um 8 Uhr in der Kassenhalle der Bundestheater sowie online unter www.wiener-staatsoper.at.

Ticketpreise: EUR 36,- (Konzerte der Ensemblemitglieder sowie Kammermusik) bzw. EUR 100,- (Liederabende, Galakonzert)

Sicherheitshinweise (siehe auch www.wiener-staatsoper.at): Aus Sicherheitsgründen werden ausschließlich Einzel-Sitzplätze im Parkett angeboten. Besucherinnen und Besucher sind aufgefordert, den entsprechenden Abstand einzuhalten, sich die Hände zu desinfizieren sowie bis zur Einnahme ihrer Sitzplätze einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.


Das Programm im Überblick
8. Juni 2020 Günther Groissböck, Bass | Alexandra Goloubitskaia, Klavier Liederabend
9. Juni 2020 Ensemblekonzert (Werke von Wolfgang Amadeus Mozart)
10. Juni 2020 Kammermusik der Wiener Philharmoniker
11. Juni 2020 Tomasz Konieczny, Bassbariton | Lech Napierala, Klavier Liederabend
12. Juni 2020 Ensemblekonzert (Werke des Belcanto)
15. Juni 2020 Camilla Nylund, Sopran | Helmut Deutsch, Klavier Liederabend
16. Juni 2020 Ensemblekonzert (Französisches Repertoire)
18. Juni 2020 Michael Schade, Tenor | Jendrik Springer, Klavier Liederabend
19. Juni 2020 Ensemblekonzert (Deutsches Repertoire)
20. Juni 2020 Juan Diego Flórez, Tenor | Cécile Restier, Klavier Liederabend
22. Juni 2020 Ensemblekonzert (Slawisches Repertoire)
24. Juni 2020 Ensemblekonzert (Werke von Giacomo Puccini und des Verismo)
25. Juni 2020 Krassimira Stoyanova, Sopran | Ludmil Angelov, Klavier Liederabend
27. Juni 2020 Galakonzert des jungen Ensembles
Solistinnen und Solisten und Orchester der Wiener Staatsoper

 

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—

Wien, Wiener Staatsoper, Neues Management – Spielplan 2020/21, IOCO Aktuell, 09.05.2020

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Spielplan 2020/21 der Staatsoper – Mit neuem Management

Roscic, Schläpfer, Jordan – folgen – Meyer, Legris

von Marcus Haimerl

Das neue Management der  Wiener Staatsoper hatte Pech in seinem ersten Auftritt:  Am 26. April 2020 sollte die Spielzeit 2020/21, in neuer Aufmachung, erstmals vor großem Publikum auf der Bühne der Wiener Staatsoper mit ausgewählten Sängern präsentiert werden statt, wie zuvor über viele Jahre praktiziert, vor der ausgewählten internationalen Presse. Aber die Corona-Pandemie beendete schon die erfolgreiche 10-jährige Amtszeit von Staatsoperndirektor Dominique Meyer und Ballettdirektor Manuel Legris Mitte März 2020 ohne großen Abschied und eher zufällig kurz nach dem Opernball. Die Pandemie  zwang auch den neuen Staatsoper-Direktor Bogdan Roscic,  seine Absichten und Ideen  zur Spielzeit 2020/21 anders als geplant, vor leerem Haus auf der Bühne der Staatsoper, vorzustellen. Die weiteren neuen Manager wurden dort per Video zugeschaltet.

Bogdan Roscic stellt sich vor
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Der designierte Staatsoperndirektor Bogdan Roscic, * 1964, präsentierte dort, im Interview mit ORF III Moderator Peter Fässlacher, seine Pläne für die  Spielzeit 2020/21 und die Zukunft des Hauses unter seiner Leitung. Roscic leitete zuletzt die Klassik-Sparte von Sony Music; Führungserfahrung oder Erfolge  in der Leitung von Musiktheater besitzt er nicht.  Das  weitere neue Management der Staatsoper, Jordan und Schläpfer, wurde während der Präsentation per Video zugeschaltet:  Philippe Jordan, *1974,  bisheriger Chefdirigent der Wiener Symphoniker übernimmt die seit 2014, dem Abgang von Franz Welser-Möst, vakante Position als zukünftiger Musikdirektor der Staatsoper.  Martin Schläpfer, *1959, ehemals Ballettdirektor der Deutschen Oper am Rhein, Düsseldorf, löst in Wien den bisherigen Ballettdirektor Manuel Legris  ab.

Der Fokus der ersten Spielzeit mit 10 Premieren von Direktor Bogdan Roscic liegt in einer raschen musikalischen und szenischen Erneuerung des Kernrepertoires. In den kommenden fünf Jahren soll es zumindest eine Neuproduktion von Wolfgang Amadeus Mozart, Richard Wagner und einer Oper der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Auch die Öffnung des Hauses für alle, auch für junges Publikum liegt Roscic am Herzen.  Vorsatz oder Dilettantismus: in jedem Fall auffällig:  Die Präsentation Bogdan Roscic enthielt, mit Ausnahme eines, wenn auch  dezenten  Seitenhiebes („Auslastungsstreber“), keine Würdigung oder Verpflichtung  der höchst erfolgreichen Tätigkeit der Vorgänger Dominique Meyer oder Manuel  Legris. Ebenso auffällig ist für neutrale  Beobachter, dass auch der zuständige Bundesminister bzw. Staatssekretär/in öffentlich keinen optisch wie  sprachlich geordneten Übergang auf „die Neuen“  in diese für ganz Österreich so populäre Position moderierte.

So passten die von  der Corona-Krise verursachten Unebenheiten bestens in die weitere denkwürdige Choreographie der Vorstellung des Spielplanes 2020/21 der Wiener Staatsoper.

Intendant Dominique Meyer © IOCO

Intendant Dominique Meyer © IOCO

IOCO dankt Dominique Meyer für seine Jahre an der Staatsoper

Die Wiener Staatsoper unter Dominique Meyer  und Manuel Legris setzte in vielen Produktionen künstlerische Maßstäbe für Musiktheater weltweit. 620.000 Besucher füllten   alle Vorstellungen der Staatsoper nahezu bis auf den letzten Platz.  Dazu lag die Auslastung sowohl in den Sparten Oper und Ballett bei mehr als 99%. Die höchste dauerhafte Auslastung aller großen Musiktheater weltweit.
Erinnerlich: Direktoren normal oder schlecht besuchter Theater begründen niedrigen Publikumszuspruch regelmäßig selbsterhöhend – mit den besonderen Ansprüchen ihrer Produktionen, siehe unten.

Der künftige Staatsoperndirektor, der sich selbst als unbeschriebenes Blatt in der Funktion als Theaterdirektor bezeichnet, stellte den Spielplan 2020/21 mit der ungewöhnlichen Ansicht vor,  die unter seinem Vorgänger Dominique Meyer stetig erzielten  hohen Auslastungen seien „für ihn“ keine Vorgaben:  „Die Wiener Staatsoper ist da um großartig zu sein, um Erlebnisse zu bieten auf absolutem Spitzenniveau, die sonst nirgendwo geboten werden können und ohne die das Leben arm wäre. Wenn sie das tut wird sie auch immer brechend voll sein.“, so Bogdan Roscic.  Der  von der Rheinoper Düsseldorf kommende  neue Ballettdirektor Martin Schläpfer wurde in Düsseldorf nie heimisch. Die unter seinem Vorgänger, Ballettdirektor Youri Vamos bis 2011 stets prall gefüllte Rheinoper erreichte Martin Schläpfer nur selten; mit neuen Choreographien  erzielte er über Jahre nur wenig Breitenwirksamkeit und nur durchschnittliche Gesamt-Auslastungen von 75%. So weigerte sich Schläpfer in Düsseldorf bei IOCO-Nachfragen konstant über Auslastung zu sprechen („über Auslastung rede ich nicht“). Das benachbarte Aalto Ballett Essen ist deutlich beliebter: seine Auslastung liegt seit Jahren bei 85%.

Bogdan Roscic – Paradigmen der kommenden Spielzeit

Im Zeichen der Auseinandersetzung und Erneuerung des Kern-Repertoires

In zehn Premieren werden zehn auf ihre Art absolut zentrale Opern neu auf die Bühne gebracht, darunter einige der meistgespielten Werke des Repertoires. Die Arbeit an diesen Projekten ist stark durch die Wiedereinführung der Position des Musikdirektors bestimmt: Philippe Jordan ist nicht nur wesentlicher Teil des neuen künstlerischen Führungsteams, sondern wird, auch an vielen Abenden am Dirigentenpult stehen – so bereits bei der Eröffnungspremiere der Saison.

Ein zentraler Schwerpunkt der neuen Direktion liegt neben der Beschäftigung mit Fragen des musikalischen Bereichs vor allem im Dialog und der Balance zwischen musikalischer Arbeit und szenischem Anspruch. Daher wird das Führungsteam seine Vorhaben der ersten Spielzeit gemeinsam mit den wichtigsten Regisseuren der Opernwelt umsetzen. Fast alle von ihnen arbeiten zum ersten Mal an der Wiener Staatsoper. Durch die ungewöhnlich hohe Anzahl von Premieren gehen auch einige ihrer bereits legendär gewordenen, stilbildenden Inszenierungen innerhalb einer Saison neu erarbeitet in das Repertoire der Wiener Staatsoper ein.

Programmatisch werden von der neuen Direktion drei Schwerpunkte gesetzt: Mozart, Wagner sowie jene klassisch gewordenen Opern des 20. Jahrhunderts, die eine Brücke zwischen Tradition und zeitgenössischer Komposition bilden. Diese drei Schwerpunkte werden sich in jeder der von der neuen Direktion verantworteten Spielzeiten wiederfinden. Parallel zu den zehn neuen Projekten widmet sich die Wiener Staatsoper einer Reihe von klar als solchen gekennzeichneten Wiederaufnahmen. Neben den bekanntesten Namen der Opernwelt werden an der Spiel-zeit viele für die Staatsoper neue Künstlerinnen und Künstler in ihren Haus-Debüts mitwirken, vokal ebenso wie am Dirigentenpult. An dieses kehren in Folge aber auch vertraute, wichtige Namen wie Christian Thielemann, Franz Welser-Möst oder Bertrand de Billy zurück. Die Wiener Staatsoper ist für alle da. Sie auch konsequent für alle zu öffnen, ist ein weiteres Ziel, das sich die neue Direktion vorgenommen hat. Eine dafür zentrale Maßnahme ist die intensive Weiterführung des Kinderoper-Programms, das stärker ans Haus selbst gebracht wird. Mozarts Entführung wird für Kinder als Wander-Theater an besonderen Plätzen der Staatsoper gezeigt, auch ein verdichteter, auf Deutsch neu erzählter, Barbier von Sevilla wird im Großen Haus zu sehen sein. Die Saison 2020/21 ist auch der Beginn einer neuen Ära für das Staatsballett. Der Schweizer Choreograph Martin Schläpfer übernimmt die Führung der Compagnie.

Elektra – 2020/21 – ab 8.9.2020 wieder auf dem Spielplan
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Zehn Opern-Premierenproduktionenin der Saison 2020/21

– 7. September 2020 – MADAMA BUTTERFLY   von Giacomo Puccini

Musikalische Leitung Philippe Jordan, Inszenierung Anthony Minghella, Regie & Choreographie Carolyn Choa,

Mit: Cio-Cio-San Asmik Grigorian, Pinkerton Freddie De Tommaso, Sharpless Boris Pinkhasovich

Diese poetische, aufsehenerregende Inszenierung des Oscar-Preisträgers Anthony Minghella (Der englische Patient, Der talentierte Mr. Ripley), wird als erste Premiere in Wien von Carolyn Choa, die sie als Choreographin gemeinsam mit ihrem im Jahr 2008 verstorbenen Ehemann und Regisseur Minghella erarbeitet hat, neu einstudiert. Asmik Grigorian gibt ihr Staatsoperndebüt in der Rolle der Cio-Cio-San. Ebenso erst-mals am Haus zu sehen: Freddie De Tommaso als Pinkerton. Philippe Jordan nimmt mit diesem Dirigat seine Arbeit als Musikdirektor auf und übergibt in der dritten Aufführungsserie an Hausdebütantin Joana Mallwitz. Unter ihrer Leitung gibt Roberto Alagna nach fast 100 Auftritten in 15 unterschiedlichen Opern mit dem Pinkerton ein wichtiges Rollendebüt an der Wiener Staatsoper.

– 12. Oktober 2020 – Die Entführung aus dem Serail – Wolfgang Amadeus Mozart

Musikalische Leitung Antonello Manacorda, Inszenierung Hans Neuenfels

Konstanze Lisette Oropesa, Blonde – Regula Mühlemann, Belmonte – Daniel Behle, Pedrillo – Michael Laurenz, Osmin – Goran Juric, Bassa Selim – Christian Nickel

Ein Klassiker der Musiktheaterregie ist Hans Neuenfels’ nun für Wien weiterentwickelte, ebenso poetische wie skurrile, existentiell anrührende wie heiter skeptische Meditation über das Gegen- und Miteinander von Gesang und Schauspiel. Neuenfels, der demnächst seinen 79. Geburtstag feiert, besetzt alle solistischen Gesangsrollen noch einmal mit Schauspielern. Seine Neufassung des Librettos behält alle Handlungsmomente des Originals bei, zugleich reflektieren sich Schauspiel und Gesang in Spiegelungen und Verflechtungen. Unter der Leitung von Antonello Manacorda singen und spielen unter anderem die Koloratursopranistin Lisette Oropesa in der Rolle der Konstanze sowie das langjährige Burgtheater- und heutige Theater in der Josefstadt-Ensemblemitglied Christian Nickel in der Rolle des Bassa Selim. In der zweiten Serie singt – erstmals am Haus – Brenda Rae die Partie der Konstanze.

– 25. Oktober 2020 – EUGEN ONEGIN von Piotr I. Tschaikowski

Musikalische Leitung Tomáš Hanus, Inszenierung Dmitri Tcherniakov

Mit: Tatjana – Tamuna Gochashvili, Eugen Onegin – Andrè Schuen, Lenski – Bogdan Volkov, Fürst Gremin – Dimitry Ivashchenko,

Die 2006 am Bolschoi Theater Moskau herausgebrachte Inszenierung von Regisseur und Bühnenbildner Dmitri Tcherniakov ist rund um die Welt gegangen und bis heute eine seiner wichtigsten geblieben. Tcherniakov schuf einen hermetisch anmutenden, klassizistischen Speisesaal, in dem sich ein zeitloses inneres Geschehen abspielt. Zentrales Gestaltungselement ist ein langer Tisch, der als Ort des geteilten festlichen Lebensgenusses die unaufhebbare Entfremdung der Figuren umso fühlbarer macht. In nahezu allen solistischen Rollen geben Vertreter einer jungen Sängergeneration, angeführt vom neuen Ensemblemitglied Tamuna Gochashvili als Tatjana und Andrè Schuen als Onegin, ihr jeweiliges Hausdebüt. Dirigent der Neuproduktion ist Tomáš Hanus, der das Werk hier erstmals dirigiert.

Das verratene Meer – hier von Wieler, Morabito vorgestellt
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– 13. Dezember 2020 – DAS VERRATENE MEER von Hans Werner Henze

Musikalische Leitung Simone Young, Inszenierung Jossi Wieler & Sergio Morabito,

Mit: Fusako Kuroda – Vera-Lotte Boecker, Noboru – Josh Lovell – Ryuji Tsukazaki – Bo Skovus

Die Vorlage zu Das verratene Meer stammt aus der Feder des »enfant terrible« der japanischen Nachkriegsliteratur, Yukio Mishima, dessen Roman Gogo no Eiko (auf Deutsch erschienen unter dem Titel Der Seeman, der die See verriet) der Oper zugrunde liegt. Hans Werner Henze lässt den subtilen Horror der Vorlage Klang werden – beunruhigend und verführerisch zugleich. Die Staatsoper bietet eine grandiose Riege von Sängerdarstellern auf, darunter, neu im Ensemble, die Sopranistin Vera-Lotte Boecker als Fusako, Josh Lovell, seit der Saison 2019 / 20 im Ensemble, als Noboru oder Bo Skovhus mit seinem Rollendebüt als Ryuji. Die für einen großen Orchesterapparat konzipierte Partitur wird von Simone Young dirigiert, die das Publikum wie kaum eine Zweite für die klassische Moderne zu begeistern weiß. Sein Regiedebüt an der Wiener Staatsoper gibt das Regieteam Jossi Wieler und Sergio Morabito (letzterer ab Beginn der neuen Spielzeit auch Chefdramaturg im Haus am Ring). Gemeinsam mit Anna Viebrock, die für Bühnenbild und Kostüme verantwortlich zeichnet, haben sie weltweit schon über 20 Opern inszeniert.

Die weiteren Premieren der Spielzeit 2020/21 – links HIER!

CARMEN am 6.2.2021, La Traviata am 4.3.2021, Parsifal am 1.4.2021, FAUST am 23.4.2021, L´Incoronazione di Poppea am 22.5.2021, Macbeth am 10.6.2021

 

—| IOCO Aktuell Wiener Staatsoper |—

Wien, Wiener Staatsoper, Das neue Management stellt vor, IOCO Aktuell, 26.04.2020

April 27, 2020 by  
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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Das neue Management der Wiener Staatsoper

Spielzeitpräsentation 2020/21 – Nur auf ORF III

Aufgrund der aktuellen Situation kann die ursprünglich für 26. April 2020 geplante Präsentation der ersten Spielzeit der designierten neuen Direktion der Wiener Staatsoper, in der Nachfolge u.a. des langjährigen Direktors Dominique Meyer, nicht wie geplant in der Wiener Staatsoper stattfinden.

Gemeinsam mit dem ORF wird eine Fernsehsendung erarbeitet, die am 26. April, 21:30 Uhr auf ORF III ausgestrahlt wird und in der der kommende Direktor der Wiener Staatsoper Bogdan Rošcic sowie – per Videoschaltung aus Paris bzw. Düsseldorf – Philippe Jordan und der kommende Ballettdirektor Martin Schläpfer im Gespräch mit Moderator Peter Fässlacher ihre Pläne vorstellen. Im Mittelpunkt dieser Sendung stehen das Programm sowie Künstlerinnen und Künstler der ersten Spielzeit.

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