Köln, Gürzenich Orchester, Francois-Xavier Roth – bleibt in Köln, IOCO Aktuell, 10.05.2020

Grüzenich Orchester

Gürzenich Orchester Köln / Francois-Xavier Roth © Holger Talinski

Gürzenich Orchester Köln / Francois-Xavier Roth © Holger Talinski

François-Xavier Roth  –   bleibt in Köln

François-Xavier Roth verlängert seinen Vertrag als Gürzenich-Kapellmeister und Generalmusikdirektor der Oper Köln 

François-Xavier Roth verlängert seinen Vertrag bis zum Ende der Spielzeit 2024/25 mit der Option auf eine Erweiterung bis zur Saison 2026/27. Seit nunmehr fünf Spielzeiten leitet der charismatische Franzose die musikalischen Geschicke des Gürzenich-Orchesters und der Oper Köln. Gemeinsam mit seinem Team überrascht er das Publikum jede Saison aufs Neue, sei es mit seinen innovativen Programmgestaltungen, international beachteten Uraufführungen wie Lab.Oratorium von Philippe Manoury oder beeindruckenden Opernproduktionen wie Die Soldaten von Bernd Alois Zimmermann.

Genreübergreifende Partnerschaften und die Entwicklung verschiedener Audience-Development-Programme wie die Gründung des Kölner Bürgerorchesters stehen ebenfalls im Zentrum der Orchesterarbeit. Erste Aufnahmen der Mahler-Symphonien Nr. 3 und Nr. 5 mit dem Gürzenich-Orchester Köln erhielten ein positives Presseecho. In Anerkennung seiner musikalischen Leistungen in Köln und seiner Arbeit mit dem französischen Ensemble Les Siècles wurde Roth im Februar 2020 der Ehrenpreis der deutschen Schallplattenkritik zugesprochen.

 Gürzenich Orchester / Francois-Xavier Roth am Pult © Holger Talinski

Gürzenich Orchester / Francois-Xavier Roth am Pult © Holger Talinski

François-Xavier Roth: »Es ist mir eine große Freude und Ehre, meinen Vertrag als GürzenichKapellmeister und Generalmusikdirektor der Stadt Köln zu verlängern. Ich fühle stärker als je zuvor, dass es mit den Musikerinnen und Musikern des Gürzenich-Orchesters und dem Team der Oper Köln keine Grenzen für außergewöhnliche musikalische Erlebnisse gibt. Ich freue mich sehr auf meine nächsten Jahre in Köln und möchte voller Energie und Leidenschaft gemeinsam mit meinem Gürzenich-Orchester für und mit den Kölnerinnen und Kölnern musikalisch Bewegendes schaffen.«

Oberbürgermeisterin der Stadt Köln Henriette Reker ist hocherfreut, den international gefeierten Ausnahmekünstler in der Stadt halten zu können: »François-Xavier Roth ist ein charismatischer und innovativer Musiker, der international für seine ungewöhnliche und kluge Programmgestaltung und seine Kommunikationsfähigkeit mit dem Publikum bekannt ist, das er immer wieder begeistert. Ich freue mich sehr, dass er mit der Bereitschaft zur Vertragsverlängerung gerade in dieser Zeit ein klares Bekenntnis zur kreativen Musik- und Kulturstadt Köln abgibt. Ich freue mich auf viele weitere inspirierende Jahre mit François-Xavier Roth.«

Kulturdezernentin der Stadt Köln Susanne Laugwitz-Aulbach ist sehr glücklich über die Entscheidung von François-Xavier Roth, auch über 2022 hinaus in Köln zu bleiben: »Roth ist ein musikalischer Visionär, der in den vergangenen Jahren das Gürzenich-Orchester auf ein außergewöhnliches Niveau gehoben hat und den Kölnerinnen und Kölnern in der Philharmonie und an der Oper musikalische Sternstunden bereitet. Mit seiner Verlängerung als Generalmusikdirektor der Stadt Köln kann die Erfolgsgeschichte fortgeschrieben werden.«

Die Soldaten an der Oper Köln – Dirigat F X Roth
youtube Trailer Oper Köln
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Stefan Englert, Geschäftsführender Direktor des Gürzenich-Orchesters: »Die Vertragsverlängerung von François-Xavier Roth ist ein ein klarer und verheißungsvoller Schritt in Richtung Zukunft für die Musikstadt Köln, die François-Xavier seit 2015 auf einzigartige Weise prägt. Gemeinsam mit unserem traditionsreichen und zugleich innovativen Gürzenich-Orchester bewegt er die Kölnerinnen und Kölner mit der zutiefst menschlichen und verbindenden Kraft der Musik. Zusammen können wir in den kommenden Jahren Außerordentliches erreichen. Aufbauend auf der Arbeit der vergangenen Spielzeiten wollen wir das Orchester noch stärker in der Stadt und darüber hinaus als exzellenten und einzigartigen Klangkörper profilieren, der Zuhörerinnen und Zuhörern allerorts fantastische musikalische Erlebnisse ermöglicht. Mit Leidenschaft werden wir uns dieser Aufgabe widmen, darauf freue ich mich ungemein.«

Orchestervorstand Georg Heimbach: »Wir freuen uns sehr über die Vertragsverlängerung von François-Xavier Roth, mit dem wir seit fünf Jahren begeistert zusammenarbeiten. Unter seiner Leitung haben sich uns und unserem Publikum neue Sichtweisen auf bekanntes Repertoire erschlossen. Für große Komponisten wie Strauss, Mahler oder Bartók waren wir immer ein Uraufführungsorchester, das sich für die Musik der Gegenwart stark gemacht und eingesetzt hat. Diese Tradition hat François-Xavier Roth dankbar aufgegriffen und gibt Neuem regelmäßig einen Raum in unseren Programmen. So schafft die Stadt Köln mit dieser Entscheidung Klarheit darüber, dass wir unseren Weg zu einem herausragend innovativen Orchester unter Führung von François-Xavier Roth auch die nächsten Jahre fortsetzen können – für die Kölner Bürgerinnen und Bürger als immer stärker gefragter Botschafter für unsere Stadt. Dies heute, in der künstlerischen Durststrecke der Covid-19-Zeit zu erfahren, ist für uns eine beglückende Nachricht im richtigen Moment. Wir freuen uns sehr!«

Im Juni präsentieren François-Xavier Roth und das Gürzenich-Orchester bei Myrios Classics eine Einspielung der Schumann-Symphonien 1 und 4. Weitere Informationen zu Aufnahmen sowie zum Programm der Saison 2020/21 finden Sie unter www.guerzenich-orchester.de Verfolgen Sie auch François-Xavier Roths Reihe #beethovenhören auf der Facebook-Seite des Gürzenich-Orchesters. Dort erläutert Gürzenich-Kapellmeister Roth in kurzen Videos die Musikwelt Beethovens.

—| IOCO Aktuell Gürzenich Orchester Köln |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Iphigénie en Tauride, BORIS und Die Soldaten – im Web, April 2020

April 30, 2020 by  
Filed under Livestream, Oper, Pressemeldung, Staatsoper Stuttgart

Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Oper Stuttgart © Matthias Baus

Iphigénie en Tauride, BORIS und Die Soldaten – kostenlos im Web

Oper trotz Corona: Die Staatsoper Stuttgart setzt ihr digitales On-Demand-Programm mit Unterstützung der LBBW mit Iphigénie en Tauride, BORIS und Die Soldaten fort

Die behördlichen Verordnungen zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus wurden bis zum 3. Mai 2020 verlängert. Dies bedeutet, dass mindestens bis zu diesem Datum auch keine Vorstellungen in den Spielstätten der Staatstheater Stuttgart stattfinden.

https://www.staatsoper-stuttgart.de/spielplan/oper-trotz-corona

Im Rahmen des kostenlosen Opernprogramms „Oper trotz Corona“ auf der Website der Staatsoper Stuttgart ist ab Freitag, 01. Mai 2020, 17 Uhr Christoph Willibald Glucks Meisterwerk der Frühklassik Iphigénie en Tauride zu sehen. Die Inszenierung von Krzysztof Warlikowski ist eine Produktion der Opéra national de Paris und feierte im April 2019 Premiere in Stuttgart. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Stefano Montanari.

Staatsoper Stuttgart / IPHIGÉNIE EN TAURIDE © Martin Sigmund

Staatsoper Stuttgart / IPHIGÉNIE EN TAURIDE © Martin Sigmund

Direkt daran anschließend folgt ab Freitag, 08. Mai, um 17 Uhr die jüngste Neuproduktion der Staatsoper aus dem Februar 2020: BORIS in der Inszenierung von Paul-Georg Dittrich verzahnt Modest Mussorgskis Historien-Drama Boris Godunow mit der Uraufführung von Sergej Newskis Secondhand-Zeit, einem Auftragswerk der Staatsoper Stuttgart. Es dirigiert Titus Engel.

Staatsoper Stuttgart / Boris Godunow © Matthias Baus

Staatsoper Stuttgart / Boris Godunow © Matthias Baus

Schließlich ist ab Freitag, 15. Mai, um 17 Uhr Bernd Alois Zimmermanns Oper Die Soldaten in einer Aufzeichnung von 1989 zu erleben. Das 1965 in Köln uraufgeführte Werk gilt bis heute als eines der aufführungstechnisch anspruchsvollsten und gleichzeitig überwältigendsten des Musiktheaters im 20. Jahrhundert. In seiner Rezeptionsgeschichte nimmt die Stuttgarter Inszenierung von Harry Kupfer einen bedeutenden Platz ein. Die Musikalische Leitung hat Bernhard Kontarsky.

Staatsoper Stuttgart / Die Soldaten © Hannes Kilian

Staatsoper Stuttgart / Die Soldaten © Hannes Kilian

—| Pressemeldung Staatsoper Stuttgart |—

Nürnberg, Staatstheater Nürnberg, 2017/18 – Spannend, Schön, Kontrovers, IOCO Aktuell, 22.07.2017

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Staatstheater Nürnberg

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg © Ludwig Olah

Der Spielplan 2017/2018 des Staatstheater Nürnberg
Letzte Spielzeit von Peter Theiler

Staatstheater Nürnberg / Intendant Peter Theiler © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg / Intendant Peter Theiler © Ludwig Olah

Staatsintendant Peter Theiler stellte den Spielplan für die Saison 2017/2018 gemeinsam mit dem Geschäftsführenden Direktor Christian Ruppert, den Spartenleitern des Staatstheaters, Schauspieldirektor Klaus Kusenberg, Generalmusikdirektor Marcus Bosch und der Leiterin der Theaterpädagogik Anja Sparberg vor. Es wird die letzte Spielzeit von Peter Theiler am Staatstheater Nürnberg sein; 2018 wechselt er als Intendant an die seit Jahren von Managementproblemen geplagte Semperoper in Dresden. Jens Daniel Herzog, *1963, heutiger Intendant der Oper Dortmund, wird 2018 Nachfolger von Peter Theiler.

Das Staatstheater Nürnberg ist eines der großen Vierspartentheater Deutschlands, Oper, Schauspiel, Ballett und Konzert. Pro Saison besuchen 270.000 Besucher die etwa 650 Vorstellungen. Zentraler Spielort des Staatstheaters ist das  architektonisch attraktive Opernhaus. Weitere Spielstätten sind das Schauspielhaus Nürnberg mit den Kammerspielen und der BlueBox und die Meistersingerhalle, in der die Konzertreihen der Staatsphilharmonie Nürnberg stattfinden,

Die Opernsaison 2017/18 eröffnet am Stattstheater Nürnberg mit Hector Berlioz‘ Großwerk Die Trojaner (Les Troyens) in einer Neuinszenierung des spanischen Regisseurs Calixto Bieito unter der Musikalischen Leitung von GMD Marcus Bosch (Premiere: 08.10.2017). Diese Produktion setzt nicht nur die Pflege der französischen Grand Opéra und insbesondere der Werke Berlioz‘ im Nürnberger Repertoire fort, sie schlägt auch einen Bogen zur Eröffnung von Peter Theilers Nürnberger Intendanz im Herbst 2008 mit Berlioz‘ Opernerstling Benvenuto Cellini. Mit der Eröffnungsproduktion setzt Peter Theiler einen inhaltlichen Schwerpunkt, der sich durch den Spielplan 2017/2018 zieht, denn Berlioz‘ Die Trojaner ist nur eine von drei Neuproduktionen, die im Sagenkreis des Trojanischen Krieges angesiedelt ist. Auch Wolfgang Amadeus Mozarts selten gespielter Idomeneo erzählt von einem der Kriegsheimkehrer; inszeniert wird das Drama per musica von David Bösch, der damit zum ersten Mal in Nürnberg arbeitet. Die Musikalische Leitung der Produktion hat Marcus Bosch, die auch eine Koproduktion mit der Opera Vlaanderen in Antwerpen ist (Premiere: 17.02.2018). Die dritte Produktion, die thematisch an den Troja-Mythos anknüpft, ist Claudio Monteverdis Die Rückkehr des Odysseus (Il ritorno d’Ulisse in patria). Die in Nürnberg durch ihre Inszenierungen von Platée und Die Hochzeit des Figaro bestens bekannte Regisseurin Mariame Clément führt Regie, die Musikalische Leitung liegt in den Händen eines Spezialisten für Alte Musik, des Dirigenten und Lautenisten Wolfgang Katschner. Es ist die zweite Koproduktion des Staatstheaters mit dem Théatre des Champs-Èlysées, Paris, und die erste mit der Opéra de Dijon (Premiere: 03.06.2018). Das Symposium „Krieg, Irrfahrten und Heimkehr“ widmet sich am 19. November 2017 von wissenschaftlicher Seite dem Mythos Troja bei Berlioz, Mozart und Monteverdi, steht aber auch interessierte Laien und Opernliebhabern offen (Eintritt frei). Das Symposium setzt die langjährige Zusammenarbeit mit dem Institut für Theater- und Medienwissenschaft der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen fort.

Im Jahr 2018 wäre Bernd Alois Zimmermann 100 Jahre alt geworden. Mit einer Neuinszenierung seiner Oper Die Soldaten durch Regiealtmeister Peter Konwitschny feiert das Staatstheater Nürnberg den Geburtstag eines der bedeutendsten Komponisten der Nachkriegszeit. BR-Klassik überträgt die Premiere live, die unter der Musikalischen Leitung von Marcus Bosch steht (Premiere: 17.03.2018). Darüber hinaus bietet das Staatstheater zusammen mit der Bernd Alois Zimmermann-Gesamtausgabe, der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz sowie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften ein öffentliches zweitägiges Symposium am 14. und 15. April 2018 unter dem Titel „Wahrnehmungstheater“ an.

Staatstheater Nürnberg / Norma © Jutta Missbach

Staatstheater Nürnberg / Norma © Jutta Missbach

Sie ist wohl die bekannteste aller Belcanto-Opern und im Schaffen Gioacchino Rossinis der große Wurf schlechthin: Der Barbier von Sevilla (Il barbiere di siviglia), inszeniert wird das muntere Spektakel von Josef E. Köpplinger, Staatsintendant am Münchner Gärtnerplatztheater, unter der Musikalischen Leitung des 2. Kapellmeisters Volker Hiemeyer (Premiere: 13.05.2018). Den hochdramatischen Gegenpol dieser Gattung schafft im Staatstheaterspielplan die Wiederaufnahme von Vincenzo Bellinis Norma, die erst am 13. Mai 2017 in Nürnberg Premiere feiert, in einer Inszenierung von Stéphane Braunschweig, unter der Musikalischen Leitung von Marcus Bosch (WA: 22.09.2017).

Für das Fach des gut gemachten Unterhaltungs-Musiktheaters steht schon seit einigen Jahren der Name des österreichischen Regisseurs Thomas Enzinger am Staatstheater Nürnberg. Gemeinsam mit seinem Ausstatter Toto setzt er Franz Lehárs Operette Die lustige Witwe in Szene, unter der Musikalischen Leitung des 1. Kapellmeisters Guido Johannes Rumstadt (Premiere: 05.11.2017). Zum Jahresausklang und anknüpfend an zahlreiche erfolgreich Musical-Produktionen der zurückliegenden Jahre bringt das Staatstheater eine eigene Musical-Revue heraus: The Lights of Broadway. Für Konzept und Inszenierung zeichnet Gaines Hall verantwortlich, der den Nürnbergern als Sängerdarsteller und Tänzer bestens bekannt ist, vor allem aus den Musical-Klassikern im Opernhaus: „Silk Stockings“ (Steve Canfield) und Singin‘ in the rain (Don Lockwood) (Premiere: 29.12.2017). Die Musikalische Leitung hat der versierte Musicalspezialist Kai Tietje. Die Revue-Produktion ist eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Die Repertoire-Schiene der gutgemachten Unterhaltung vervollständigt die Wiederaufnahmeserie des Dauerbrenners My Fair Lady (ebenfalls: Regie Thomas Enzinger) mit dem ganz speziellen fränkischen Zungenschlag sowie Volker Heißmann als Alfred Doolittle und Martin Rassau als Mrs. Higgins als Local-Star-Guest der Produktion. Die Musikalische Leitung hat Kapellmeister Andreas Paetzold (WA: 01.10.2017).

Den Spielplan runden einige Wiederaufnahmen von Inszenierungen ab, die vom Nürnberger Publikum in vergangenen Spielzeiten besonderes geliebt wurden, wie Alexandra Szeméredys und Magdolna Parditkas Inszenierung von Giacomo Puccinis La Bohème, unter der Musikalischen Leitung von Marcus Bosch (WA: 20.10.2017). Ein Wiedersehen gibt es auch mit Laura Scozzis frech-frischer Zauberflöten-Inszenierung unter der Musikalischen Leitung von Guido Johannes Rumstadt (WA: 24.11.2017). Gleich zwei Opern Giuseppe Verdis kommen zum Abschied noch einmal auf die Nürnberger Opernhausbühne: Die bewegende Othello-Inszenierung von Gabriele Rech, unter der Musikalischen Leitung von Guido Johannes Rumstadt (WA: 14.01.2018), und Peter Konwitschnys aufsehenerregende La traviata, unter der Musikalischen Leitung von Marcus Bosch (WA: 07.04.2018). Eine weitere Reminiszenz an das Genre der französischen Oper ist die Wiederaufnahme von Bizets Carmen (WA: 27.01.2018) in der Inszenierung von Laurent Laffargue unter der Musikalischen Leitung von Volker Hiemeyer. Und schließlich kehrt auch noch einmal – vor der Übernahme der Staatstheaterintendanz ab 2018/19 – Jens Daniel Herzogs Tosca-Inszenierung zurück, die Musikalische Leitung dieser Puccini-Oper hat Volker Hiemeyer (WA: 15.06.2018).

Neben der Fortsetzung der Reihe LiedGut im Gluck-Saal ist auch für die kommende Saison ein besonderes Highlight in Planung: Kammersänger Jochen Kupfer präsentiert im Opernhaus ein ganz besonderes Liederprojekt unter dem Titel „Wanderer“, begleitet am Klavier von Marcelo Amaral (18.01.2018).

Mit einer festlichen Abschiedsgala Addio del passato feiert das Staatstheater Nürnberg nach 10 Jahren den Abschied von Staatsintendant Peter Theiler im Opernhaus am 30. Juni 2018. Mit dem 2. Gesangswettbewerb Die Meistersinger von Nürnberg vom 21. bis 26. Juli 2018 endet die Saison 2017/2018. Krönender Abschluss nach dem Finalkonzert am 25. Juli wird das Preisträgerkonzert mit der Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Leitung von Marcus Bosch auf dem Hauptmarkt. (26.07.2018)

Das vom Staatstheater Nürnberg initiierte und in Auftrag gegebene Forschungsprojekt „Inszenierung von Macht und Unterhaltung – Propaganda und Musiktheater in Nürnberg 1920-1950“ findet nach zwei Symposien einen öffentlichen Abschluss in einer Ausstellung im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände. Vom 15. Juni 2018 bis 06. Januar 2019 ist dort eine Sonderausstellung in der THW-Halle zu sehen und zu erleben, unter dem Titel „Inszenierung von Macht und Unterhaltung“. Die Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Dokuzentrum und dem Forschungsinstitut für Musiktheater Thurnau.

Die im Vorjahr so erfolgreiche Kooperation mit dem Festival NueJazz wird auch 2017/2018 fortgesetzt, das Mark Guiliana Jazz Quartet und das Avishai Cohen Quartet bestreiten das Starkonzert im Opernhaus (10.11.2017). Eine weitere Kooperation geht das Staatstheater Nürnberg mit den Machern von Nürnberg.POP ein und präsentiert gemeinsam das Auftaktkonzert mit Tom Schilling & The Jazz Kid (22.10.2017). In der neuen Reihe „Bei Egerdörfers unterm Sofa“ mit dem fränkischen Kultkabarettisten und Tatort-Darsteller Matthias Egersdörfer und Claudia Schulz wird es, nach der Auftaktveranstaltung am 29. Mai 2017, drei weitere Talk/Musik/Kabarett-Abende mit neuen Gästen im Opernhaus geben (01.11.2017, 19.01.2018, 16.05.2018).

„Glück gehabt!“ – unter diesem außergewöhnlichen Motto steht die Abschiedsspielzeit 2017/2018 von Schauspieldirektor Klaus Kusenberg: Mal als Rückbesinnung, mal als Zukunftsvision, steht die spielerisch und kunstvoll ausgetragene existenzielle Auseinandersetzung mit heutiger Lebenswirklichkeit im Zentrum des Spielplans, immer wieder auch versehen mit der programmatischen Frage: Glück gehabt? Die Befragung der Stücke und Stoffe werden auch in dieser Spielzeit namhafte Regisseur*innen am Schauspiel übernehmen, von denen manche den Spielplan mit ihren künstlerischen Handschriften über Jahre hinweg geprägt haben: Georg Schmiedleitner und Frank Behnke, Schirin Khodadadian, Sascha Hawemann, Bettina Brunier, Patricia Benecke und Eike Hannemann; auch Anne Bader und Julia Prechsl kehren nach ihren erfolgreichen Inszenierungen der letzten Saison zurück. Gegenwartsdramatik auf Höhe der Zeit wird in zahlreichen Ur- und Erstaufführungen und Auftragsarbeiten zu erleben sein, u.a. von Jörn Klare, Christoph Nußbaumeder und Alistair Beaton, und nicht zuletzt im vierten Jahr TALKING ABOUT BORDERS. Der 13. internationale Dramenwettbewerb und das Festivalwochenende im Sommer 2017 werden gemeinsam mit den Partnerländern Estland, Lettland und Littauen veranstaltet.

Im Schauspielhaus eröffnet die Saison mit Kasimir und Karoline (Premiere: 06.10.2017), berühmtes Volksstück und „Ballade von stiller Trauer, gemildert durch Humor“ des Autors Ödön von Horvath. Regie führt Georg Schmiedleitner, der damit an Nürnberger Erfolge wie Geschichten aus dem Wiener Wald und Glaube Liebe Hoffnung anschließt. Schauspieldirektor Klaus Kusenberg wird die tiefschwarze Komödie Abgefrackt! (Premiere: 21.10.2017) inszenieren, nach Feelgood bereits die zweite deutschsprachige Erstaufführung des britischen Autors Alistair Beaton, und damit seine Beschäftigung mit dem Autor fortsetzen. In der Premieren-Serie vor Weihnachten wird ebenfalls Klaus Kusenberg Die Wiedervereinigung der beiden Koreas (Premiere: 16.12.2017) des französischen Gegenwartsdramatikers Joël Pommerat zur Aufführung bringen, ein kluger und feinfühliger Theatertext, der in szenischen Miniaturen die Aporien der Liebesbeziehungen unserer Zeit beleuchtet. In seiner fünften Regie im Schauspielhaus übernimmt Sascha Hawemann Wolfgang Borcherts einziges Drama Draußen vor der Tür (Premiere: 24.02.2018), die Geschichte eines Kriegsheimkehrers und ein heute leider allzu aktueller Protestschrei gegen den Fluch des Krieges. Nach dem Erfolg von Terror widmet sich Frank Behnke William Shakespeares großer Komödie Wie es euch gefällt (Premiere: 14.04.2017) und wird Liebende, Verirrte, Narren und Philosophen im Schatten des Waldes aufeinandertreffen lassen. Zum großen Abschied dann wird die Musikalische Leiterin des Schauspiels Bettina Ostermeier mit Raumstation Sehnsucht (Uraufführung: 02.06.2018), gemeinsam mit Friederike Engel und in der Regie von Patricia Benecke, einer vielköpfigen Band, den sangesfreudigen Mitgliedern des Schauspielensembles und vielen unvergesslichen Songs der Musikgeschichte das Schauspielhaus noch einmal zum Beben bringen, bevor der Countdown läuft und es am Ende, ganz am Ende mit Überraschungsgästen und viel Musik dann endgültig heißt: „Glück gehabt“ (14., 15., 22.07.2018).

Die Saison in den Kammerspielen eröffnet mit einem Abschluss: In ihrer zweiten Nürnberger Regie inszeniert Anne Bader Wir sind glücklich, dem nach Man muss dankbar sein und Ihr könnt froh sein dritten Teil von Volker Schmidts Trilogie (Uraufführung: 13.10.2017), ein bestechender, kunstvoller Blick auf Globalisierung und Arbeitsmigration. Schirin Khodadadian wird die Uraufführung des Auftragswerks Im Schatten kalter Sterne von Christoph Nußbaumeder (Premiere: 15.12.2017) übernehmen, dessen Arbeit nach Fleischwerk damit zum zweiten Mal in Nürnberg zu sehen sein wird. Und als dritte und letzte Produktion in den Kammerspielen wird Bettina Brunier Robert Redfords Hände selig (Premiere: 07.04.2018) der vielfach ausgezeichneten Autorin Rebekka Kricheldorf (Premiere: 07.04.2018) inszenieren, die mit bitterbösem Humor von einem deutschen Paar erzählt, das in der Ferne nach der Bestimmung seines Lebens sucht, dabei jedoch die politischen Realitäten des fremden Landes verkennt.

Auch in der letzten Spielzeit offenbart sich der experimentierfreudige Charakter der kleinsten Spielstätte des Schauspiels, der BlueBox, in Gestalt einer ganzen Reihe von Uraufführungen: Als Auftakt kommt erneut ein Stück des Dramatikers, Sachbuchautors und Journalisten Jörn Klare zur Uraufführung. Mit dem Auftragswerk Höhenrausch (Uraufführung: 07.10.2017) entwirft er, selbst leidenschaftlicher Bergsteiger, das faszinierende Porträt eines Grenzgängers. Nach der längst zum Kult avancierten Inszenierung „Winnetou“ installiert Eike Hannemann dieses Format gemeinsam mit Anita Augustin neu für Nürnberg: Nekropolis – Die Stadt gehört uns! ist ein Live-Hörspiel mit viralem Charakter, Subjekt: die Ausrottung der Menschheit durch eine globale Seuche in Gestalt von Zombies (Uraufführung: 14.12.2017). Nach Letzte Stunde(n). Ein Abend für Marilyn Monroe wird die Nürnberger Kammerschauspielerin Adeline Schebesch wieder einen Text für Theater schreiben und wirft mit „Körper“ (Arbeitstitel) einen nachdenklichen Blick auf den Körperwahn und das Milliardengeschäft mit Fitness und Leistung (Uraufführung: 09.02.2017). Eine leidenschaftliche, moralische und politische Anklage und ein zeitlos aktuelles Werk ist der Roman „Auferstehung“ von Leo Tolstoi. Eine neue und eigene Lesart stellt Akin Isletme in seiner gemeinsam mit Dramaturgin Friederike Engel erarbeiteten Fassung vor (Premiere: 10.05.2018). Nach den Uraufführungen aus Georgien, Armenien und Polen in den vergangenen Spielzeiten wird das Siegerstück TALKING ABOUT BORDERS 2016 (Uraufführung: 27.06.2018) die Saison beschließen, das aus den Partnerländern Tschechien und Slowenien kommen und noch im Juni 2017 von der internationalen Jury ausgewählt wird.

Staatstheater Nürnberg / Ballettchef Goyo Montero © Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg / Ballettchef Goyo Montero © Ludwig Olah

In seiner zehnten Spielzeit als Ballettdirektor in Nürnberg blickt Goyo Montero mit Stolz und Dankbarkeit auf das Erreichte und mit Vorfreude auf das Kommende. Die Compagnie ist in knapp einem Jahrzehnt auf 22 Tänzerstellen angewachsen, daneben ist eine Young Company zur Förderung des tänzerischen Nachwuchses etabliert. 15 Uraufführungen hat er als Chefchoreograph für sein Nürnberger Ensemble geschaffen, zuletzt Monade und Don Quijote. Neben seinen eigenen Werken konnte der Nürnberger Ballettdirektor auch namhafte und international höchst renommierte Choreographen für eine Zusammenarbeit mit der Nürnberger Compagnie gewinnen, wie u.a. Jirí Kylián, Mats Ek, Nacho Duato, Johan Inger, Crystal Pite, Mauro Bigonzetti, William Forsythe und Christian Spuck. In der Saison 2017/2018 wird dieser erfolgreiche und vom Nürnberger Publikum begeistert mitgetragene Weg fortgesetzt.

Staatstheater Nürnberg / Tänzerin Nuria Fau  ©  Ludwig Olah

Staatstheater Nürnberg / Tänzerin Nuria Fau  ©  Ludwig Olah

Den Tanzabenden, die Goyo Montero bisher großen Künstlerpersönlichkeiten und literarischen Helden gewidmet hat (Goya, Beethoven, Faust, Don Juan u.a.) fügt der Spanier nun eine Hommage an den Nürnberger Renaissance-Künstler Albrecht Dürer hinzu. Dürers Dog ist der Titel der Uraufführung am 09. Dezember 2017, ein Tanzstück, das sich mit der komplexen Persönlichkeit und der kreativen Vielschichtigkeit des genialen Künstlers auseinandersetzt. Die Musik von Owen Belton (eine erneute Auftragskomposition des Kanadischen Klangkünstlers), Philip Glass, Krzysztof Penderecki, Max Richter u.a., wird gespielt von der Staatsphilharmonie Nürnberg unter der Musikalischen Leitung von Guido Johannes Rumstadt.

Unter dem Titel Powerhouse präsentiert das Staatstheater Nürnberg Ballett einen weiteren dreiteiligen Tanzabend, für den Nürnbergs Ballettdirektor erneut zwei der international gefragtesten Choreographen unserer Zeit gewinnen konnte: Der Schwede Alexander Ekman, u.a. 2016 mit dem Theaterpreis DER FAUST ausgezeichnet, studiert in Nürnberg seine temporeiche und pulsierende Choreographie Tuplet zur elektronischen Musik von Mikael Karlsson ein. Der Israeli Hofesh Shechter, der u.a. für das Staatsballett Berlin, das Cedar Lake Contemporary Ballet, das Nederlands Dans Theater und das Royal Ballet London choreographiert, vertraut dem Nürnberger Ensemble sein preisgekröntes Stück Disappearing Act an. Goyo Montero selbst wird für dieses Programm ein neues Stück kreieren. (Premiere: 21.04.2018)

Die zurückliegenden 10 Jahre und ihre Höhepunkte lässt Goyo Montero Revue passieren in einem ganz speziellen Gala-Programm: Dekade: Zehn Jahre Staatstheater Nürnberg Ballett präsentiert eine Werkschau der besonderen Art, mit tänzerischen und choreographischen Höhepunkten aus den Produktionen der letzten 10 Jahre, ein Programm aus Soli und Ensemble-Nummern, die nicht nur von der aktuellen Nürnberger Compagnie getanzt werden, sondern zu denen auch international renommierte Künstlerkolleg*innen eingeladen sind. Goyo Montero wird die ausgewählte Choreographien neu inszenieren und jeder der insgesamt fünf Galaabende wird eine Variation und für das Publikum jeweils mit einer neuen Überraschung aufwarten (Premiere: 23.06.2018).

Staatstheater Nürnberg / Erfolgsballett Don Quijote_ Sayaka Kado und Ensemble © Jesus Vallinas

Staatstheater Nürnberg / Erfolgsballett Don Quijote_ Sayaka Kado und Ensemble © Jesus Vallinas

Zwei Erfolgsproduktionen der Ballettdirektion Goyo Montero werden 2017/2018 erneut in den Spielplan aufgenommen: Das Tanzstück Don Quijote, das erst am 22. April 2017 seine begeistert gefeierte Uraufführung erlebte, wird bereits ab dem 14. Oktober 2017 wieder im Opernhaus zu sehen sein. Und Goyo Monteros Ballett Der Nussknacker, live von der Staatsphilharmonie Nürnberg mit Peter Tschaikowskis weltberühmter Musik begleitet, ist wieder ab 03. März 2018 zu erleben, als die abenteuerliche Entwicklungsreise eines jungen, verzogenen Mädchens, das mit Hilfe des Nussknackers zur liebesfähigen, erwachsenen Frau reift.

Generalmusikdirektor Marcus Bosch präsentierte die Konzertsaison 2017/2018, deren Programm unter das Motto Leuchttürme gestellt ist und damit einen konzeptionellen Bogen zur ersten Konzertspielzeit Wegweiser (2011/2012) unter Leitung des Generalmusikdirektors schließt: Denn wie Wegweiser bieten Leuchttürme Orientierung, strahlen aber auch in die Ferne. So erwartet die Besucher*innen ein vielgestaltiges Konzertprogramm, das die erfolgreich etablierte Formate fortführt, ambitionierte Vorhaben zum Abschluss bringt, aber auch neue musikalische Perspektiven eröffnet: Von Biber bis Zimmermann, vom Frühbarock bis zur Neuen Musik reicht die Spanne der Musik, wobei ein Schwerpunkt auf den Arbeiten von zwei Komponisten liegt, deren 100. Geburtstage im Jahr 2018 zu begehen sind: Bernd Alois Zimmermann und Leonard Bernstein. Die Philharmonischen Konzerte warten erneut mit renommierten Solist*innen auf: Mit Dirigenten wie Leonid Grin, Charles Olivieri-Munroe und Paul Goodwin, den Pianist*innen Martina Filjak, Szymon Nehring und Matthias Kirschnereit, Streichersolistin Christina Brabetz oder Klarinettist Reto Bieri sind international gefragte Künstler*innen in der Meistersingerhalle zu Gast.

Gleich mit dem 1. Philharmonischen Konzert (13.10.2017) wird ein großes Projekt zur Vollendung kommen: Seit 2011 haben GMD Marcus Bosch und die Staatsphilharmonie Nürnberg alle Sinfonien und die Sinfonischen Dichtungen von Antonin Dvo?ák aufgeführt und als CD eingespielt. Die 1865 entstandene Zweite Sinfonie des böhmischen Komponisten ist das letzte Werk, das noch fehlt, damit die Gesamtaufnahme, die auch international für Aufsehen gesorgt hat, „Im Kasten“ ist. Als Solistin wird die kroatische Pianistin Martina Filjak für Sergej Projkofjews Konzert für Klavier und Orchester zu Gast sein. Im 2. Philharmonischen Konzert (10.11.2017) nehmen Marcus Bosch und sein Orchester musikalischen Bezug zum Reformationsjahr und verhandeln mit einem anspruchsvollen Programm, Felix Mendelssohn Bartholdys „Reformationssinfonie“ und Leonard Bernsteins Sinfonie Nr. 3 „Kaddish“, „Glaubensfragen“. Für den großen Chorpart in „Kaddish“ wird erneut der Tschechische Philharmonische Chor Brünn zu Gast sein, für die Aufführung konnten darüber hinaus die Intendantin und Regisseurin Brigitte Fassbaender als Sprecherin und die Sopranistin Stefania Dovhan gewonnen werden. Vom „Lärm der Zeit“ und den gesellschaftlich-politischen Ereignissen einer Epoche legt das 3. Philharmonische Konzert (19.01.2017) mit Werken von Dimitri Schostakowitsch beredtes Zeugnis ab. Mit dem ukrainischen Dirigenten Leonid Grin kommt ein Musiker als Gast nach Nürnberg, der noch zu Lebzeiten Schostakowitsch in Moskau studiert hat und eng mit dessen Musik verbunden ist. Das 1955 entstandene Violinkonzert wird die Solistin Christina Brabetz spielen. Mit dem Dvorák-Projekt entstand über die Jahre eine ideelle Brücke zur Partnerstadt Prag; mit dem 4. Philharmonischen Konzerts (23.03.2017) folgt eine partnerschaftliche Einladung der „Krakauer Gäste“, den Krakauer Philharmonikern, die unter Musikalischer Leitung ihres Chefdirigenten Charles Olivieri-Munroe Werke polnischer Komponisten präsentieren werden. Im Mai 2018 wird die Staatsphilharmonie Nürnberg den kulturellen Austausch dann mit einem Gegenbesuch in Polen begehen. Das 5. Philharmonische Konzert unter dem Dirigat von Marcus Bosch (20.04.2018) stellt „Jewish Guys“ mit zwei sehr unterschiedlichen künstlerischen Handschriften vor, Gustav Mahlers Sechste Sinfonie, die von den Krisen und Verwerfungen der Moderne erzählt, und Felix Mendelssohn Bartholdys Konzert für Klavier und Orchester. Als Solist kommt der deutsche Pianist Matthias Kirschnereit, der 2009 die Rekonstruktion des verlorenen Dritten Klavierkonzerts von Mendelssohn aufnahm und dafür den ECHO Klassik erhielt. „Himmel und Erd‘“ verbinden sich dann im 6. Philharmonischen Konzert (18.05.2018) mit den Werken von Bernd Alois Zimmermann und Gustav Mahler, für das neben der Sopranistin Michaela Maria Mayer der Dirigent Günter Neuhold und mit dem jungen Trompeter Simon Höfele ein Ausnahmetalent und Preisträger des ARD-Wettbewerbs zu Gast sein werden. „Endlich Schubert!“ heißt es im 7. Philharmonischen Konzert (22.06.2018) mit Franz Schuberts Dritter und Fünfter Sinfonie unter Musikalischer Leitung von Josep Caballé Domenech. Die beiden Sinfonien umrahmen das Konzert für Klarinette und Orchester des türkischen Pianisten Fazil Say, ein Werk, das gerade durch die aktuellen Ereignisse zu einem der politischsten Musikstücke unserer Zeit geworden ist und das der Schweizer Klarinettist Reto Bieri spielen wird. Zum Abschluss der Konzertspielzeit kommen auf der Bühne der Meistersingerhalle unter dem Dirigat von GMD Marcus Bosch für das 8. Philharmonische Konzert (07.07.2018) „Letzte Dinge“ noch einmal die Staatsphilharmonie Nürnberg, der Opernchor sowie Ida Aldrian und Leah Gordon aus dem Ensemble des Staatstheaters zusammen, um Bernd Alois Zimmermanns witzige „Musique pour les soupers de Roi Ubu“ und Gustav Mahlers „Auferstehungssinfonie“ zur Aufführung zu bringen. Der Kabarettist Matthias Egersdörfer wird den Part des Conférenciers in Zimmermanns „König Ubu“ übernehmen.

Ihre Fortsetzung finden die in den vergangenen Spielzeiten überaus erfolgreich etablierten Konzertformate, wie etwa „Stummfilm Philharmonisch“ mit einem Höhepunkt der Reihe, „Der Rosenkavalier“, einer Adaption der gleichnamigen Oper, deren Partitur Richard Strauss selbst eingerichtet hat (Musikalische Leitung: Frank Strobel, 16.11. und 22.12.2017), die Reihe der Rathauskonzerte (30.06.2017), „Phil & Lunch“ im Germanischen Nationalmuseum sowie die vier Kinderkonzerte der Reihe „Phil & Young“, welche aufgrund der großen Nachfrage an den Sonntagsterminen zweimal gespielt werden (22.10. und 13.11.2017, 17. und 21.12., 04.02., 04., 08. und 20.07.2018) und das Jugendkonzert (13.12.2017). „Phil & Chill“ knüpft an die erfolgreichen Konzerte im Festsaal im Künstlerhaus KunstKulturQuartier an und präsentiert zwei musikalische Programme im ungewöhnlichen Zusammenklang von Staatsphilharmonie und den DJs Thommy Yamaha und Ekki Eletrico (15.09.2017; 13.04.2018).

Ludwig van Beethoven Denkmal in Bonn © IOCO

Ludwig van Beethoven Denkmal in Bonn © IOCO

Eine Reihe von außergewöhnlichen Sonderkonzerten vervollständigt das facettenreiche Konzertprogramm der kommenden Saison: Zur Verleihung des Menschrechtspreises 2017 der Stadt Nürnberg spielt die Staatsphilharmonie Nürnberg Werke syrischer Komponisten (24.09.2017). Die „Einkehr mit Beethoven“ führt nach dem großartigen Deutschen Requiem in der vergangenen Saison erneut in die Gustav-Adolf-Gedächtniskirche (30.04.2018), diesmal mit Ludwig van Beethovens anspruchsvoller Missa solemnis, dem Chor der vocapella und dem Vokalwerk Nürnberg. Die beliebten Neujahrskonzerte präsentieren zum Jahreswechsel diesmal klassisch „Wiener Blut“ u.a. mit Werken von Johann, Josef und Eduard Strauß – alles Walzer beim Neujahrskonzert 2018, es dirigiert Mikhel Kütson. Auch das Konzert zur Blauen Nacht steht wieder mit auf dem Programm ebenso wie der fulminante Spielzeitabschluss mit dem Klassik-Open-Air unter dem Motto „Summertime“ (22.07.2017) inklusive Familienkonzert am Vormittag.

Die Sparte u18plus junges publikum unter der Leitung von Anja Sparberg setzt ihre erfolgreiche Vermittlungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen spartenübergreifend fort – und der Theaterjugendclub wird in der neuen Saison volljährig! Gegründet im Jahr 2000, als Anja Sparberg die neu geschaffene Sparte entwickelte, wurde er ins Leben gerufen; seither konnten eine Vielzahl von Jugendlichen dort erste Theatererfahrungen sammeln, von denen einige mittlerweile selbst den beruflichen Weg ans Theater gefunden haben. Zum Abschluss der Schauspieldirektorenzeit von Klaus Kusenberg wird der Theaterjugendclub auf diese Zeit zurückblicken und sich im Juli 2018 mit einer Jugendclub18performance von Team verabschieden.

Um das erfolgreiche Konzept der Sparte u18plus junges publikum weiter umsetzen und neuen gesellschaftlichen Herausforderungen begegnen zu können, wurde zur letzten Spielzeit eine dritte Stelle mit einer Theaterpädagogin für Performance und Integration von Flüchtlingen geschaffen. Viele Projekte und neue Angebote konnten bereits initiiert werden und haben überaus positive Resonanz erfahren, etwa durch die Einladung des Samstagsclubs „Freunde & Feste“ zu einem von der Bundeskulturstiftung ausgerichteten Festival am Theater Bautzen. Ihre Fortführung finden daher u.a. die Formate „Land & Leute“ und „Theater vor Ort“ in Zusammenarbeit mit Nürnberger Bildungs- und Kulturinstitutionen.

Auch für die Saison 2017/2018 sind gemeinsam mit der Leiterin Anja Sparberg und der Konzert- und Musiktheaterpädagogin Marina Pilhofer neben den zahlreichen Angeboten wie Workshops, Führungen, Vor- und Nachbereitungen etc. wieder vielfältige Projekte in Planung. Gleich zu Beginn der Spielzeit steht ein großes Projekt im Schauspielhaus an: Ein eigens von der Theaterpädagogik geschriebenes Stück zum Thema Zukunft und Beruf für und mit Mittelschüler*innen aus der Metropolregion wird am 16.11.2017 Premiere feiern; Initiator des Projekts ist Erich Schuster, der vor zehn Jahren mit der DEFACTO X-Stiftung das Projekt „Schüler-Power“ gründete.

—| IOCO Aktuell Staatstheater Nürnberg |—

Dortmund, Theater Dortmund, GMD Gabriel Feltz bleibt bis 2023, IOCO Aktuell, 28.10.2016

Oktober 31, 2016 by  
Filed under Konzerthaus Dortmund, Personalie, Theater Dortmund

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Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Opernhaus Dortmund © Theater Dortmund

Gabriel Feltz bis 2023 in Dortmund

Gabriel Feltz, * 1971 in Berlin,  ist seit Beginn der Saison 2013/14 Generalmusikdirektor am Theater Dortmund und Chefdirigent der Dortmunder Philharmoniker. Zur Spielzeit 2017/18 wird er auch Chefdirigent der Belgrader Philharmoniker.

 OB Ullrich Sierau, GMD Gabriel Feltz, Kulturdezernent Jörg Stüdemann © Theater Dortmund

OB Ullrich Sierau, GMD Gabriel Feltz, Kulturdezernent Jörg Stüdemann © Theater Dortmund

Im Mai des Jahres 2016 war den Stadtoberen in Dortmund klar: Dortmund möchte Gabriel Feltz als Generalmusikdirektor behalten. Ende September fand die offizielle Unterzeichnung des Vertrages statt: Feltz  bleibt danach über 2018 hinaus bis 2023 in Dortmund. Die frühzeitige Vertragsverlängerung von Feltz ist bemerkenswert, da seit 40 Jahren war kein Dortmunder GMD länger als fünf Jahre im Amt. Das Verbleiben von Gabriel Feltz ist auch maßgeblich für Kontinuität am Theater Dortmund, da  Opernintendant Jens-Daniel Herzog ab der Spielzeit 2018/19 an das Staatstheater Nürnberg wechseln wird.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Feltz von 1989 und 1994 an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin. Anschließend wurde er Assistent von Gerd Albrecht an der Hamburgischen Staatsoper. Erste Festengagements führten ihn an die Städtischen Bühnen Lübeck sowie an das Bremer Theater. Die Liste der von Feltz dirigierten Klangkörper im In- und Ausland umfasst die Sächsische Staatskapelle Dresden, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Rundfunkklangkörper des NDR (Hamburg und Hannover), des WDR und des MDR, das National Orchestra of Taiwan, die Bamberger Symphoniker, das Sinfonieorchester Basel, die Grazer Philharmoniker, das KBS Symphony Orchestra Seoul, das Gürzenich-Orchester Köln, das Radiosinfonieorchester Wien, die Belgrader Philharmoniker, das Frankfurter Opernhaus- und Museumsorchester, das Sinfonieorchester des dänischen Rundfunks, das Bayerische Staatsorchester, das National Symphony Orchestra of Irland (RTE) und  mehr.

2013/14 gab Feltz sein umjubeltes Debüt an der Komischen Oper Berlin mit der Premiere von Bernd Alois Zimmermanns Die Soldaten. An der Bayerischen Staatsoper München betreute er die Wiederaufnahme von Wagners Fliegendem Holländer. Höhepunkt der vergangenen Saison war die Aufführung von Gustav Mahlers 8.Sinfonie zum 200-jährigen Bestehen des Grazer Musikvereins, ein Konzert von 550 Mitwirkenden für 4000 Zuhörer.

Ebenso wichtig wie das Vertrauen der Stadtoberen war Feltz das Votum seines Orchesters. Denn auch die Dortmunder Philharmoniker haben sich mit sehr großer Mehrheit für eine Weiterarbeit mit Feltz ausgesprochen. „Die musikalische Arbeit mit Gabriel Feltz hat uns als Orchester inspiriert und seit 2013 deutlich voran gebracht. Nun freuen wir uns sehr, dass er weitere fünf Jahre unser Chefdirigent bleibt„, so deren Orchestervorstand.

—| Pressemeldung Theater Dortmund |—

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