Köln, Oper Köln, Die Großherzogin von Gerolstein – Jacques Offenbach, 09.06.2019

April 30, 2019 by  
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Oper Köln

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

La Grande-Duchesse de Gérolstein –  Jacques Offenbach

Premiere 9. Juni 2019  – 

DAS OFFENBACH-JAHR IN KÖLN UND REGION
2019 jährt sich der Geburtstag Jacques Offenbachs, einem der berühmtesten Söhne Kölns, zum 200. Mal. Unter dem Motto: Yes We CanCan widmet die Kölner Offenbachgesellschaft dem Erfinder der Operette ein ganzes Jahr voller Veranstaltungen in Musik, Theater, Tanz und Literatur. Höhepunkt ist das Offenbach-Festival PIFF PAFF PUFF im Geburtstagsmonat Juni mit weiteren zahlreichen Veranstaltung rund um die Musik von Jacques Offenbach. 

   IOCO wird die Premiere besuchen und berichten

Als einen Höhepunkt im 200. Geburtstagsjahr des in Köln aufgewachsenen Komponisten Jacques (Jakob) Offenbach präsentiert die Oper Köln die Neuproduktion von La Grande-Duchesse de Gérolstein (Die Großherzogin von Gerolstein).

 Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Jacques Offenbach Grab in Montmartre © IOCO

Diese Opéra-bouffe um die ominöse, aber in allen europäischen Hauptstädten bekannte Großherzogin – gesungen von der renommierten Mezzosopranistin Jennifer Larmore – verbindet in besonderem Maße all das, was den speziellen Reiz einer „Offenbachiade“ ausmacht: zündende Melodien, Rhythmus, Witz, Esprit, Biss und raffiniert kaschierte erotische Anzüglichkeiten.

Die musikalische Leitung hat GMD François-Xavier Roth inne, der sich aus Paris kommend in Köln erstmals mit einem Werk des in Köln und Paris beheimateten Komponisten Jacques Offenbach zuwendet – gemeinsam mit dem französischen Regie- Ausstattungs-Duo Renaud Doucet und André Barbe, das an der Oper Köln bereits mit »Arabella« und »Il matrimonio segreto« seine künstlerische Visitenkarte hinterlassen hat.
Die »Grande-Duchesse« oder Die Großherzogin von Gérolstein gibt gleichzeitig den Startschuss für „Piff, paff, puff – das Jacques-Offenbach-Festival im Jubiläumsjahr“. In über 30 Veranstaltungen feiert Köln seinen berühmten Sohn vom 9. bis 27. Juni 2019 mit Konzerten, Oper, Tanz, Straßentheater, Diskussionen und Lesungen.

Besetzung

Musikalische Leitung Francois-Xavier Roth, Inszenierung Renaud Doucet, Bühne & Kostüme André Barbe, Licht Andreas Grüter, Choreografie Cécile Chaduteau, Chorleitung Rustam Samedov, Dramaturgie Georg Kehren

Mit
Die Grossherzogin Jennifer Larmore, Wanda Emily Hindrichs, Fritz › Dino Lüthy
Baron Puck › Miljenko Turk, Prinz Paul › John Heuzenroeder, General Boum › Vincent Le Texier, Baron Grogg › Nicolas Legoux, Népomuc › Alexander Fedin, Iza › Menna Cazel
Charlotte › Regina Richter, Amélie › Marta Wryk
Chor der Oper Köln, Gürzenich-Orchester Köln

Premiere 9. Juni 2019  –  weitere Vorstellungen Mi, 12. Juni › 19:30 Uhr, Do, 20. Juni › 18:00 Uhr, So, 23. Juni › 16:00 Uhr, Mi, 26. Juni › 19:30 Uhr, Do, 4. Juli › 19:30 Uhr, So, 7. Juli › 18:00 Uhr, Mi, 10. Juli › 19:30 Uhr, Fr, 12. Juli › 19:30 Uhr (letzte Aufführung)

DIE KÖLNER OFFENBACH-GESELLSCHAFT
Die Kölner Offenbach-Gesellschaft ist ein gemeinnütziger Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben und Wirken von Jacques Offenbach stärker ins Bewusstsein der Stadt Köln und der Region zu rücken. Seit Dezember 2015 wächst die Gesellschaft, zu denen viele Kölner Persönlichkeiten wie die beiden Kölner Alt- Oberbürgermeister Jürgen Roters und Fritz Schramma zählen, stetig. Zurzeit organisiert und koordiniert die Kölner Offenbach-Gesellschaft das von ihr initiierte Offenbach-Jahr 2019.

—| Pressemeldung Oper Köln |—

Kassel, Staatstheater Kassel, Die Großherzogin von Gerolstein von Jacques Offenbach, 29.10.2016

Oktober 20, 2016 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klingerkassel

Die Großherzogin von Gerolstein von Jacques Offenbach
Premiere: Samstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr, Opernhaus

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann, Inszenierung: Adriana Altaras, Bühne und Kostüme: Yashi, Choreografie: Rhys Martin, Dramaturgie: Jürgen Otten, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Premiere: Samstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 1.11.2016, 5.11.2016, 23.11.2016, 25.11.2016, 4.12.2016, 9.12.2016, 31.12.2016 15.00 Uhr und 19.30 Uhr, 22.1.2017, 16.2.2017, 9.3.2017, 19.3.2016, 16.4.2016, 22.4.2016, 6.5.2016, 14.6.2016

Kostprobe: Dienstag, 25. Oktober, 19 Uhr,18.45 Uhr Einführung,

Jacques Offenbach Grabstätte © IOCO

Jacques Offenbach Grabstätte © IOCO

Jacques Offenbach ist ebenso bekannt für seinen parodistischen Witz wie für seine eingängig mitreißende Musik. Eines seiner raffiniertesten Werke und wahrscheinlich seine bissigste Opéra bouffe ist Die Großherzogin von Gerolstein: eine Parodie auf säbelrasselnden Militarismus, gespickt mit stichelnden Frivolitäten und dabei voller charmanter Melodien.

Die Geschichte ist herrlich grotesk, eine augenzwinkernde Parabel über jene Unzulänglichkeiten, die den Menschen sein ganzes Leben lang begleiten. In ihrem Zentrum stehen Fritz, ein gemeiner Soldat, und die Großherzogin eines fiktiven Staatsgebildes, eine durch und durch distinguierte Dame, die aber zwei Schwächen hat: Sie liebt das Militär und junge, schneidige Männer. Männer wie Fritz. Und weil sie diesen Fritz besonders ins Herz geschlossen hat, ernennt sie ihn kurzerhand zum General – gegen den Widerstand der (leicht vertrottelten) Militärs, die deshalb zum Gegenangriff blasen …

Fritz kommt am Ende mit einem blauen Auge davon und kriegt zudem, was er von Anfang wollte: seine geliebte Wanda. Die Großherzogin hingegen geht leer aus, trägt dies aber mit überaus liebenswerter Noblesse und umgeben von zauberhaft-leichter Musik.

Staatstheater Kassel / Belinda Williams © N. Klinger / Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel / Belinda Williams © N. Klinger / Staatstheater Kassel

Am Samstag, 29. Oktober, feiert „Die Großherzogin von Gerolstein“ unter der musikalischen Leitung von Alexander Hannemann Premiere am Staatstheater Kassel. Regie führt Adriana Altaras, die zuletzt hier den „Barbier von Sevilla“ und „Die Entführung aus dem Serail“ inszeniert hat. Mitwirkende der Premiere sind Belinda Williams als Großherzogin, Gideon Poppe als Fritz, Jaclyn Bermudez als Wanda, Tobias Hächler als Paul, Daniel Holzhauser als Baron Puck und Bernhard Modes als Nepumuk und Baron Grog. Außerdem dabei: der Opernchor und Tänzer des Tanzensembles.

Premiere: Samstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 1.11.2016, 5.11.2016, 23.11.2016, 25.11.2016, 4.12.2016, 9.12.2016, 31.12.2016 15.00 Uhr und 19.30 Uhr, 22.1.2017, 16.2.2017, 9.3.2017, 19.3.2016, 16.4.2016, 22.4.2016, 6.5.2016, 14.6.2016

Kostprobe am Dienstag, 25. Oktober:6,50 Euro Eintritt, öffentliche Bühnen-Orchester-Probe. Beginn 19 Uhr, um 18.45 Uhr findet eine Einführung statt.

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Kassel, Staatstheater Kassel, Spielplan Oktober 2016

September 16, 2016 by  
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel © N. Klinger

Staatstheater Kassel © N. Klinger

PREMIEREN Oktober 2016

Die Räuber von Friedrich Schiller

Inszenierung: Markus Dietz / Philipp Rosendahl, Bühne: Mayke Hegger, Kostüme: Katharina Faltner / Mayke Hegger, Dramaturgie: Michael Volk / Annabelle Leschke,| Sounddesign: Marco Mlynek

Mit Jürgen Wink (Graf von Moor), Hagen Bähr (Karl), Konstantin Marsch (Franz), Ingrid Noemi Stein (Amalia von Edelreich), Rahel Weiss (Spiegelberg), Maria Munkert (Schweizer), Lauren Rae Mace (Grimm), Markus Schön (Schufterle), Aljoscha Langel (Roller), Lukas Umlauft (Hermann), Uwe Steinbruch (Daniel)

Zwei Brüder: Der Erstgeborene, Karl Moor, Lieblingssohn des Vaters, führt in Leipzig ein wildes Studentenleben. Der andere, Franz, fühlt sich von Natur und Gesellschaft benachteiligt und sinnt darauf, diesen Unterschied auszugleichen. Er liest dem Vater gefälschte Briefe vor, die von Exzessen Karls berichten – und unterschlägt Karls Bitten an den Vater, jenem zu verzeihen. Graf Moor enterbt daraufhin seinen geliebten Sohn. Empört über diese Ungerechtigkeit, schart Karl eine Bande aus jungen Radikalen um sich: Als Räuber wollen sie alle Demütigung in der Sprache der Gewalt zurückzahlen. Franz dagegen versucht in der Zwischenzeit, nicht nur das väterliche Erbe zu erhalten, indem er das Altern seines Vaters beschleunigt, sondern auch Amalia, Geliebte Karls, zu erobern – erst durch List, schließlich mit Gewalt. Zwei Menschen, zwei Welten: die Geschichte einer bewaffneten Rebellion in der Anarchie der Wälder; die Intrige im väterlichen Schloss, die das Familiendrama in Gang setzt.

Am Staatstheater Kassel werden zwei Regisseure sich jeweils einer dieser Welten annehmen: Markus Dietz inszeniert die Welt des Schlosses, der junge Regisseur Philipp Rosendahl nimmt sich die Welt der Räuber vor, die aus gekränkter Ehre zur Gewalt greifen.

Kostprobe: Mittwoch, 28. September, 19.30 Uhr, Schauspielhaus,  Premiere: Samstag, 1. Oktober, 19.30 Uhr, Schauspielhaus


Los Elementos,  Harmonische Oper im italienischen Stil von Antonio Literes, In spanischer Sprache

Musikalische Leitung: Jörg Halubek, Inszenierung und Ausstattung: Zenta Haerter, Dramaturgie: Olaf A. Schmitt

Mit Elizabeth Bailey, Marta Herman, Inna Kalinina, Anna Nesyba, Natalia Perelló und Cozmin Sime; es spielt das Kammerorchester Louis Spohr,  In Koproduktion mit den Kasseler Musiktagen und SOZO visions in motion

Feuer, Wasser, Luft und Erde bekommen bei Antonio Literes, einem der bedeutendsten spanischen Komponisten des 18. Jahrhunderts, eine Stimme – und durch die musikalische Umsetzung auch einen besonderen Charakter. Ebenso wie die weiteren Mitspieler: Zeit und Aurora. In Literes’ Kammeroper erwarten die vier Elemente sehnlich den Tagesanbruch. Gemeinsam mit der Zeit reflektieren sie ihr Dasein und ihre Sehnsucht nach dem Licht, bis sich beim Erscheinen der Morgenröte ihre unbändige Freude entlädt.

In einer erstmaligen Koproduktion mit den Kasseler Musiktagen führt das Staatstheater Kassel seine Beschäftigung mit Barockopern fort. Dirigent Jörg Halubek intensiviert die musikalischen Erfahrungen der letzten Spielzeiten, diesmal mit dem Kammerorchester Louis Spohr. Choreografin Zenta Haerter lässt in der Alten Brüderkirche die vier Elemente als lebendige Wesen neu erscheinen.

Premiere: Freitag, 28. Oktober, 20 Uhr, Alte Brüderkirche


Paris / Jacques Offenbach © IOCO

Paris / Jacques Offenbach © IOCO

Die Großherzogin von Gerolstein  von Jacques Offenbach

Musikalische Leitung: Alexander Hannemann, Inszenierung: Adriana Altaras, Bühne und Kostüme: Yashi, Choreografie: Rhys Martin, Dramaturgie: Jürgen Otten, Choreinstudierung: Marco Zeiser Celesti

Mit Jaclyn Bermudez / Lin Lin Fan, Maren Engelhardt / Belinda Williams, Bassem Alkhouri / Tobias Hächler, Johannes An / Gideon Poppe, Daniel Holzhauser / Hansung Yoo | Bernhard Modes, Marc-Olivier Oetterli / Dieter Hönig, Abraham Singer, Tänzern des Tanzensembles sowie Opernchor des Staatstheaters Kassel, Staatsorchester Kassel

Die Geschichte ist grotesk. Ein Märchen. Aber mehr als das. Sie ist auch augenzwinkernde Parabel über jene Unzulänglichkeiten, die den Menschen sein ganzes Leben lang begleiten. In ihrem Zentrum stehen Fritz, ein gemeiner Soldat, und die Großherzogin eines fiktiven Staatsgebildes, eine durch und durch distinguierte Dame, die aber zwei Schwächen hat: Sie liebt das Militär und junge, schneidige Männer. Männer wie Fritz. Und weil sie diesen Fritz besonders ins Herz geschlossen hat, ernennt sie ihn kurzerhand zum General. Was nicht gut gehen kann, und eben auch nicht gut geht. Mit der Musik allerdings von Jacques Offenbach geht es hervorragend, und so kann man sagen, dass die 1867 im Jahr der Weltausstellung in Paris aus der Taufe gehobene Operette „La Grand-Duchesse de Gerolstein“ zu einem der raffiniertesten und charmantesten Werke des genialischen Spottvogels geriet. Über die zeitimmanenten Anspielungen hinaus versprüht diese Schöpfung einen Geist der Anarchie, der uns auch heute noch sehr gut zu Gesicht steht.

Kostprobe: Dienstag, 25. Oktober, 19 Uhr, Opernhaus,  Premiere: Samstag, 29. Oktober, 19.30 Uhr, Opernhaus


EMOJI – Tanztheater: Ikimono von Annamari Keskinen und I Share Therefore I Am  von Evangelos Poulinas

Choreografie und Inszeneriung: Annamari Keskinen und Evangelos Poulinas, Bühne und Kostüme: Juri Halliday (Ikimono) und Evangelos Poulinas (I Share Therefore I Am), Musik / Soundediting: Michel Tittlepp (Ikimono)

Tanz: Annamari Keskinen und Samuel Nerl (Ikimono) sowie Niv Melamed und Juan José Tirado Pulido (I Share Therefore I am)

Das Wort Ikimono kommt aus dem Japanischen und bedeutet ›lebendiges Sein‹ oder ›Lebewesen‹. Der gleichnamige Tanztheaterabend stellt die Frage: Worin liegt die Verantwortung des Einzelnen für den gesellschaftlichen Wohlstand und das Glück jedes Einzelnen? »In Ikimono beschäftige ich mich mit dem Kampf um das Licht in der Dunkelheit, in einer Welt, in der sich Illusionen und Realität gegenseitig aufheben und zu paranoiden Zuständen führen. Ich gehe auf die Suche nach einem sicheren Ort“ (Annamari Keskinen).

Der Akt des Sich-Mitteilens bzw. „Teilens“ in der virtuellen Welt definiert oftmals unsere soziale Umwelt und gaukelt das reale Leben vor. Evangelos Poulinas taucht mit seiner Choreografie ein die Welt des Teilens von Informationen und beobachtet, wie dieser Austausch unser Leben beeinflusst. Ist es möglich, dass neue Identitäten durch den bloßen Akt eines Erfahrungsaustausches konstruiert werden? „Ich stelle mir in meinem Stück Menschen vor, die nach Aufmerksamkeit dürsten, am Rande eines emotionalen und psychischen Zusammenbruchs, und dabei immer ihr Bestes versuchen, den ›schönen Schein‹ zu wahren.“ (Evangelos Poulinas)

Premiere: Sonntag, 30. Oktober, 20.15 Uhr, tif – Theater im Fridericianum



KONZERTE

1. Sinfoniekonzert:    »Hans Christian Andersen«

Louis Glass: Elverhøj (Elfenhügel) op. 67 nach den Abenteuern von H.C. Andersen (Deutsche Erstaufführung); Sergej Rachmaninow: Klavierkonzert Nr. 2 c-Moll op. 18; Alexander von Zemlinsky:  Die Seejungfrau nach einem Märchen von H.C. Andersen

Solistin: Nareh Arghamanyan (Klavier), Dirigent: Patrik Ringborg

Gleich zwei Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen stehen im Mittelpunkt des ersten Sinfoniekonzertes: »Elfenhügel« und »Die Seejungfrau«. Letzteres, von Alexander von Zemlinsky vertont, fällt in eine für ihn persönlich wie beruflich schwere Zeit. Das Märchen der kleinen Seejungfrau mit den Themen der unerfüllten Liebe und der Identitätsfindung dürfte ihn daher besonders angesprochen haben. Die schlechten Kritiken zur Uraufführung führten jedoch dazu, dass Zemlinsky seine »Seejungfrau« nicht mehr aufführte, erst seit den 1970er Jahren erlebt das Werk eine Renaissance im Konzertsaal.

Auch Sergej Rachmaninow musste erst eine große Krise überwinden, ehe er sein 2. Klavierkonzert vollenden konnte. Durch die vernichtende Kritik zu seiner ersten Sinfonie in eine tiefe Schaffenskrise gestürzt, komponierte Rachmaninow nicht mehr, sondern arbeitete stattdessen zeitweilig als Dirigent an der Moskauer Russischen Privatoper. Ärztliche Hilfe fand er schließlich bei einem der russischen Pioniere auf dem Gebiet der Psychiatrie, Dr. Nikolai Dahl, dem es mittels Hypnose gelang, ihm sein Selbstvertrauen zurückzugeben. Erfolg der Therapie: Rachmaninow begann mit der Arbeit an seinem c-Moll-Konzert und widmete es aus Dankbarkeit seinem Arzt.

Montag, 17. Oktober, 20 Uhr, Stadthalle (19.15 Uhr Einführung)


2. Kammerkonzert – Werke von Beethoven, von Winter und Spohr

Mit Dimitrios Papanikolau, N.N. (Violine), Joachim Schwarz, Antje Schmidt (Viola), Dorothea Brenner (Violoncello), Jan Harborth (Kontrabass), Sabine Neher (Klarinette), Susanne Lorenz, Markus Brenner (Horn)

Im zweiten Kammerkonzert steht eine Rarität auf dem Programm: das Quartett für Klarinette und Streicher von Peter von Winter (1754-1825), das nur noch in einem Archiv auf Mikrofilm existierte und nun eigens für die Kasseler Aufführung gedruckt wurde. Von Winter, zunächst Geiger der Mannheimer Hofkapelle und später Hofkapellmeister für Vokalmusik in München, nahm unter anderem Unterricht bei Antonio Salieri. Besonders mit seinen Opern hatte der Komponist bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts Erfolg in ganz Europa, bevor er in Vergessenheit geriet.

Zwei Paradebeispiele dafür, wie sich Bläser- und Streicherklang wunderbar vermischen, sind Beethovens Sextett für zwei Hörner und Streichquartett, und Louis Spohrs Oktett für Klarinette, Hörner und Streicher.

Montag, 31. Oktober, 19.30 Uhr, Opernfoyer                15 / 7,50 Euro



EXTRAS UND GASTSPIELE

Gastspiel: Das Theaterstübchen geht fremd –  Ute Lemper: The 9 Secrets

Idee, Konzept und Musik: Ute Lemper, Texte: Paulo Coelho, Cinematische Einrichtung: Volker Schlöndorff

Mit Ute Lemper (Gesang), Henri Agnel, Idriss Agnel (arabische Gitarren und Percussion), Vana Gierig (Piano), Romain Lecuyer (Bass), Victor Villena (Bandoneon), Philippe Botta (arabische Flöte und Saxophon)

Ute Lempers neues Album ist eine poetische Sinfonie in neun Sätzen. Als Inspiration diente der Künstlerin Paulo Coelhos Buch „Die Schriften von Accra“. Von dessen positiver Energie und Lebensperspektive euphorisiert, entstand der Kontakt zu Coelho, der die Idee, einen Liederzyklus auf Basis des Buchs zu schreiben, enthusiastisch unterstützte. „The 9 Secrets“ vereint arabische Musik, europäische Chanson-Einflüsse und Bossa Nova zu detailreichen Kleinoden. Die eigentlich disparaten musikalischen Sozialisationen der aus Tunesien, Amerika, Frankreich, Griechenland und dem Libanon stammenden Musiker schaffen einen wunderbar stringenten Ensemble-Sound. »Ein atmosphärisches Gesamtkunstwerk.« (RBB Kulturradio)

Montag, 3. Oktober, 19.30 Uhr , Opernhaus                68 / 40 Euro


Junges Staatstheater: Herbstakademie Abschlusspräsentation

HABEN? / TEILEN!  –  Hans im Glück

Das Junge Staatstheater plant, im Rahmen einer »Zur Bühne«-Maßnahme von KULTUR MACHT STARK (Bundesministerium für Bildung und Forschung) geflüchtete und nicht geflüchtete Jugendliche eine Woche lang in Workshops eine Performance nach dem Motiv des Hans im Glück erarbeiten zu lassen. Angeleitet von mehreren lokalen Künstlern erforschen die TeilnehmerInnen in performativen, musikalischen, tänzerischen, literarischen und weiteren Arbeitsgruppen unser HABEN und was passiert, wenn wir es teilen. Macht Loslassen glücklich? Ist Hergeben gleichzusetzen mit Verlust? »You can’t always get, what you want?!« An diesem Abend werden die (Forschungs-) Ergebnisse auf der Bühne im Schauspielhaus geTEILT. Damit Sie vom geplanten interkulturellen Austausch etwas HABEN.

Samstag, 29. Oktober, 18 Uhr, Schauspielhaus,  

—| Pressemeldung Staatstheater Kassel |—

Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Premiere: Die Großherzogin von Gerolstein, 07.03.2014

Februar 20, 2014 by  
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Staatstheater Darmstadt

Staatstheater Darmstadt © IOCO

Staatstheater Darmstadt © IOCO

 

Die Großherzogin von Gerolstein von Jacques Offenbach 

Deutsche Fassung von Rainer Dachselt und Michael Quast

 

Premiere:  Freitag, 7. März 2014 | 19.30 Uhr | Kleines Haus

 
„Ich liebe Männer in Uniformen“, singt die Großherzogin, als sie ihre Truppen inspiziert. Und verliebt sich prompt in den feschen Soldaten Fritz. Da steht General Bumm Dumm da. Soeben haben die Hofschranzen des fiktiven Staatswesens Gerolstein einen Krieg angezettelt. Nur damit die lebenslustige und liebeshungrige Regentin sich nicht langweilt und sich nicht allzu sehr in die Politik einmischt. Zu allem Überdruss protegiert Baron Pück den Prinzen Paul als Zukünftigen der Großherzogin, doch der ist ein Trottel.
Da befördert die Großherzogin kurzerhand ihren Fritz vom Schützen zum General, dann muss der in den Krieg.
Schon bald kommt er als sieg-, weil listenreicher, Held zurück. Jetzt will sie ihm ihre Liebe gestehen, aber Fritz heiratet lieber seine Wanda. Das ist der Regentin dann doch zuviel…
Napoleon III. regiert das zweite Kaiserreich. Paris wird zur modernen Metropole. Und der gebürtige Kölner Jakob (Jacques) Offenbach (1819-1880) mit der Großherzogin von Gerolstein (Original: La Grande-Duchesse de Gérolstein) zum gefeierten „Mozart der Champs-Élysées“. Drei Jahre vor dem deutsch-französischen Krieg (1870-1871) gelingt Offenbach eine bissige Satire auf militärisches Gehabe, elitären Standesdünkel und bürgerliche Blasiertheit. In der modernen Textfassung des Kabarettisten Michael Quast wird das anarchische Potential des höheren Blödsinns dieser Opéra bouffe lustvoll freigelegt.
 
Musikalische Leitung Michael Erhard | Inszenierung Axel Richter | Bühne und Kostüme Klaus Noack
 
Mit Isabell Dachsteiner Wanda, Diana Wolf Die Großherzogin | Thomas Dehler General Bumm, Harald Schneider Baron Grog, Stefan Schuster Baron Pück, Tom Wild Fritz, István Vincze Prinz Paul zu Schorf und Schwärenstein Premiere 7. März 2014 | 19.30 Uhr | Kleines Haus
 
—| Pressemeldung Staatstheater Darmstadt |—

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