Zürich, Opernhaus Zürich, Musik-Festival mit internationalen Künstlern, 04.07. – 12.07.2020

Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Finale   Das grosse Musik-Festival zum Abschluss der Saison 2019/20

Erleben Sie endlich wieder Musik live! Nach der Corona-bedingten Schliessung des Opernhauses in den letzten Monaten öffnen wir unsere Türen am Sechseläutenplatz wieder für Sie. Mit der Unterstützung unserer Partner Credit Suisse und UBS veranstalten wir von Samstag, 4. Juli bis Sonntag, 12. Juli das Festival Finale. Noch vor der Sommerpause werden internationale Künstlerpersönlichkeiten auf der Opernbühne die wieder gewonnene Freiheit feiern. Mit vier Liederabenden und fünf Konzerten laden wir Sie bei stark vergünstigten Eintrittspreisen täglich dazu ein, Musik gemeinsam live zu erleben.

Alle Tickets zum Einheitspreis von CHF 50 / CHF 35 können ausschliesslich online unter www.opernhaus.ch oder telefonisch unter +41 44 268 66 66 erworben werden. Aufgrund der reduzierten Platzkapazität durch die Corona-Schutzmassnahmen, ist die Ticketanzahl auf maximal 2 Karten pro Person begrenzt. Für jede Veranstaltung gibt es einen gesonderten Vorverkaufsstart.


Festival-Programm


Samstag 4. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Montag 15. Juni)
Philharmonisches Konzert unter der Leitung von Fabio Luisi 
Programm:
«Metamorphosen» für 23 Solo-Streicher, Es-Dur von Richard Strauss
«Verklärte Nacht», op.4, Fassung für Streichorchester von Arnold Schönberg


Sonntag 5. Juli 2020, 11.15 Uhr
(Vorverkaufsstart: Montag 15. Juni)
Philharmonisches Konzert unter der Leitung von Fabio Luisi 
Programm:
«Metamorphosen» für 23 Solo-Streicher, Es-Dur von Richard Strauss
«Verklärte Nacht», op.4, Fassung für Streichorchester von Arnold Schönberg


Montag 6. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Dienstag 16. Juni)
Liederabend mit Sabine Devieilhe & Benjamin Bernheim 
Carrie-Ann Matheson, Klavier
Programm:
Lieder, Arien und Duetten von Gaetano Donizetti, Jules Massenet, Henri Duparc, Léo Delibes, Jacques Of-fenbach u.a.


Dienstag 7. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Mittwoch 17. Juni)
Liederabend mit Thomas Hampson
Wolfram Rieger, Klavier
Programm:
Lieder von Gustav Mahler (zu seinem 160. Geburtstag), Aaron Copland, John Corigliano, Stephen Foster, Henry Burleigh, Michael Daugherty, Jennifer Higdon u.a.


Mittwoch 8. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Donnerstag 18. Juni)
Liederabend mit Diana Damrau
Xavier de Maistre, Harfe
Programm:
Werke von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Sergei Rachmaninow, Franz Liszt, Reynaldo Hahn, Maurice Ravel, Henriette Renié, Francis Poulenc


Donnerstag 9. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Freitag 19. Juni)
Konzert mit Julie Fuchs und dem Orchestra La Scintilla
Riccardo Minasi, Violine und musikalische Leitung
Programm:
Arien, Ouvertüren und Konzerte von Antonio Vivaldi und Georg Friedrich Händel


Freitag 10. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Freitag 19. Juni)
Liederabend mit Javier Camarena 
Enrico Maria Cacciari, Klavier
Programm:
Arien von Gaetano Donizetti, Vincenzo Bellini, Giuseppe Verdi, Edouard Lalo


Samstag 11. Juli 2020, 19 Uhr
(Vorverkaufsstart: Freitag 19. Juni)
Operettengala mit Camilla Nylund und Piotr Becza?a
Philharmonia Zürich unter der Leitung von Fabio Luisi
Programm:
Arien, Duette und Ouvertüren aus «Die lustige Witwe» und «Das Land des Lächelns» von Franz Lehár, «Die Fledermaus» von Johann Strauss oder «Gräfin Mariza» von Emmerich Kálmán


Sonntag 12. Juli 2020, 18 Uhr
(Vorverkaufsstart: Freitag 19. Juni)
Operettengala mit Camilla Nylund und Piotr Becza?a
Philharmonia Zürich unter der Leitung von Fabio Luisi
Programm:
Arien, Duette und Ouvertüren aus «Die lustige Witwe» und «Das Land des Lächelns» von Franz Lehár, «Die Fledermaus» von Johann Strauss oder «Gräfin Mariza» von Emmerich Kálmán

—| Pressemeldung Oper Zürich |—

München, Bayerische Staatsoper, kostenlose Livestream Angebote ab 23.03.2020

Bayerische Staatsoper München

Bayerische Staatsoper München © Wilfried Hösl

Bayerische Staatsoper München © Wilfried Hösl

Live und kostenlos: Weitere Montagskonzerte ab 23. März

Jeweils ab 20.15 Uhr auf STAATSOPER.TV, live und kostenlos: Das Programm der Montagskonzerte wird sich aus Liedgesang, Solo-Instrumentalisten sowie kammermusikalischen und tänzerischen Darbietungen zusammensetzen.

Mit dabei sind über die kommenden Montage verteilt Musikerinnen und Musiker des Bayerischen Staatsorchesters, Tänzerinnen und Tänzer des Bayerischen Staatsballetts sowie der Staatsoper eng verbundene Künstlerinnen und Künstler wie Geigerin Julia Fischer, Sopranistin Hanna-Elisabeth Müller, Bariton Christian Gerhaher, Pianist Gerold Huber, Tenor Jonas Kaufmann, Bariton Michael Nagy und Bass Tareq Nazmi. Das detaillierte Programm sowie die Verfügbarkeit eine on demand werden zu einem späteren Zeitpunkt auf unserer Homepage bekannt gegeben.


Die nächsten Video-on-Demand-Angebote


George Balanchines JEWELS

Ab dem kommenden Samstag, 21. März, präsentiert das Bayerische Staatsballett George Balanchines Jewels (2019).

28 Stunden Video-on-Demand
Vom Sa, 21. März 2020, 19.30 Uhr bis 22. März 2020, 23.59 Uhr kostenlos verfügbar


LUCIA DI LAMMERMOOR

Am 25. März folgt Donizettis Lucia di Lammermoor mit Diana Damrau in der Titelpartie und Pavol Breslik als Edgardo, in einer Inszenierung von Barbara Wysocka aus dem Jahr 2015. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht Generalmusikdirektor Kirill Petrenko.

14 Tage Video-on-Demand
Vom 25. März 2020, 12.00 Uhr bis 8. April 2020, 11.59 Uhr kostenlos verfügbar


Weitere kostenlose Online-Angebote bis zum 19. April


Verlängert bis 26.3. | Video-on-Demand: JUDITH 

https://operlive.de/judith/


14.3. bis 28.3. | Video-on-Demand: IL TROVATORE 

mit Jonas Kaufmann und Anja Harteros

https://operlive.de/trovatore/


17.3. bis 31.3. | Video-on-Demand: 1. Montagskonzert

u. a. mit Igor Levit und Christian Gerhaher

https://operlive.de/akademiekonzert19-20/

 

—| Pressemeldung Bayerische Staatsoper München |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Sehnsucht nach dem Miteinander, Festspiel-Saison 2020/2021

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Baden-Badener Festspiel-Saison 2020/2021

Sehnsucht nach dem Miteinander

Baden-Badener Festspiel-Saison 2020/2021 mit fünf Festivals, sieben Opern, Residenzorchestern aus Berlin, New York, St. Petersburg, München und Stuttgart –Intendant setzt auf die Macht der Musik und des Miteinanders.

Baden-Badens Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa ist fest davon überzeugt, dass Menschen schon bald wieder in großer Zahl gemeinsam Musik genießen werden können. Sein neues Programm der Saison 2020/2021 stellt er deshalb unter das Motto „Sehnsucht nach dem Miteinander“. Der Vorverkauf dazu beginnt heute (16. März 2020).

„Auch wenn wir derzeit noch von der Corona-Pandemie gebremst werden: Ich möchte mit dem neuen Programm Mut machen und positiv in die Zukunft blicken.“ Das Publikum, die Freunde und Förderer des Festspielhauses bittet Benedikt Stampa:Buchen Sie schon jetzt für die neue Saison und stellen Sie sich an die Seite so vieler wunderbarer Künstlerinnen und Künstler. Gemeinsames Musikerleben stärkt unsere Gesellschaft. Wir spüren gerade in der Corona-Krise schmerzhaft, wie sehr wir Konzerte, Opernabende und Ballett-Aufführungen vermissen. In ihnen schlummern seelische Abwehrkräfte.“

Fünf Festivals und sieben Opern

Fünf Festivals prägen das Saisonprogramm des Festspielhauses Baden-Baden 2020/2021.Sieben Opern, davon vier szenische Produktionen, bilden das Rückgrat der neuen Spielzeit“, so der Intendant. Sein zweites Baden-Badener Programm schärft zudem die Profile der einzelnen Baden-Badener Festspiele und beschäftigt sich wieder intensiv mit der Musikgeschichte des „Sehnsuchtsortes“ Baden-Baden. Die Opern Salome von Richard Strauss und Mazeppa von Peter I. Tschaikowsky werden in Baden-Baden neu inszeniert. Die Saison 2020/2021 beginnt am 20. September 2020. Sir Simon Rattle dirigiert Béla Bartóks Opern-Thriller Herzog Blaubarts Burg in einer konzertanten Aufführung.

Salome  –  neu inszeniert von Philipp Stölzl

„Die Herbstfestspiele 2020 werden mit der Neuinszenierung Salome von Regisseur Philipp Stölzl deutlich aufgewertet“, so Benedikt Stampa. Residenzorchester dieses Festivals (vom 28. November bis zum 6. Dezember 2020) sind die Münchner Philharmoniker, die neben ihrem Einsatz im Orchestergraben auch zwei Konzerte unter der Leitung ihres Chefdirigenten Valery Gergiev und eines mit Thomas Hengelbrock geben werden. Als Salome debütiert Evgenia Muraveva in Baden-Baden. Im Ensemble dieser Oper sind zudem Evelyn Herlitzius (Herodias), Michael Volle (Jochanaan) und Andrei Popov (Herodes).

Osterfestspiele 2012 – Mit den Berliner Philharmoniker 

Im Rahmen der Osterfestspiele 2021 mit den Berliner Philharmonikern dirigiert Kirill Petrenko die Tschaikowsky-Oper Mazeppa und leitet die konzertante Aufführung der Oper Francesca da Rimini von Sergei Rachmaninow. Die Neuinszenierung Mazeppa erarbeitet der russische Regisseur Dmitri Tcherniakov. Zu den Solisten der Oper zählen Olga Peretyatko (Maria), Ekaterina Semenchuk (Ljubow), Vladislav Sulimsky (Mazeppa) und Dmitry Ulyanov (Kotschubei). Um Tschaikowskys intensiver Auseinandersetzung mit den Werken Wolfgang Amadeus Mozarts nachzuspüren interpretiert Kirill Petrenko zudem am 29. März und am Karfreitag (2. April) dessen Requiem. Im Theater Baden-Baden entsteht im Rahmen der Osterfestspiele eine Neuinszenierung des Mozart-Singspiels „Zaide“.

Kameliendame –  von John Neumeier

Gleich zweimal kommt das Hamburg Ballett John Neumeier in der Spielzeit 2020/2021 nach Baden-Baden – im Herbst 2020 sowie zu Pfingsten 2021. Die schon traditionellen Ballett-Tage zu Beginn der Saison bringen dann John Neumeiers Nachtstücke und seinen Klassiker Die Kameliendame mit Musik von Frédéric Chopin. Sowohl im Herbst als auch zu Pfingsten lädt John Neumeier zu einer Ballettwerkstatt ein.

  Pfingstfestspiele 2021  – Hamburg Ballett – SWR Symphonieorchester

Zu den Pfingstfestspielen 2021 mit dem SWR Symphonieorchester kehren das Hamburg Ballett und John Neumeier zurück an die Oos. „Ich freue mich sehr auf Oliver Messiaens ‚Turangalîla‘-Sinfonie“, sagt Festspielhaus-Intendant Benedikt Stampa, denn „sie gehört zur DNA des SWR Symphonieorchesters und wurde von John Neumeier kongenial choreografiert.“ Werke des französischen Komponisten Messiaen sowie Gegenüberstellungen mit Kompositionen von Ravel, Wagner und Strawinsky prägen diese zweite Ausgabe der Festspiele im Zeichen der klassischen Moderne.

Mariinsky Ballett in den Winterfestspielen

Neben dem Hamburg Ballett John Neumeier bleibt das Mariinsky Ballett eine weitere feste Größe in Baden-Baden. Über die Weihnachtstage 2020 zeigt die Compagnie, deren Wurzeln im 18. Jahrhundert liegen, die Handlungsballette „Schwanensee“ und „Romeo und Julia“. In einer neu konzipierten Ballett-Gala am Zweiten Weihnachtstag tanzt die Compagnie Werke von Mikhail Fokine, Jerome Robbins und Marius Petipa. Die Residenz des Mariinsky Balletts firmiert unter dem Titel Winterfestspiele. „Auch dieses Festival möchte ich in den Folgejahren weiter profilieren“, so Intendant Benedikt Stampa, der zum Jahreswechsel Gastgeber des ARD-Silvesterkonzerts ist. Am 31.12.2020 leitet Teodor Currentzis das SWR Symphonieorchester. Auf dem Programm stehen Tschaikowskys Violinkonzert, die „Feuervogel“-Suite von Igor Strawinsky sowie Maurice Ravels „Boléro“.

Brahms mit Hengelbrock und Nézet-Séguin

Nach dem Erfolg der ersten Mikro-Festivals der Saison 2019/2020 hat das Festspielhaus Baden-Baden den Dirigenten Thomas Hengelbrock eingeladen, mit mehreren Ensembles im Herbst 2020 zentrale Werke von Johannes Brahms („Ein Deutsches Requiem“, „Ungarische Tänze“, Chormusik) und Johann Strauß zu interpretieren. Den Programm-Schwerpunkt Johannes Brahms greift im Sommer 2021 Yannick Nézet-Séguin auf. Er beginnt mit den Sinfonien 1 und 2 sowie dem 2. Klavierkonzert einen Brahms-Zyklus, der in den Folgejahren fortgesetzt werden soll. Musikalische Partner sind hier das Chamber Orchestra of Europe sowie die Solisten Andreas Ottensamer (Klarinette) und Yuja Wang (Klavier).

MET-Orchester erstmals wieder in Europa

Mit dem ersten Gastspiel des Orchesters der Metropolitan Opera New York seit fast 20 Jahren eröffnet Benedikt Stampa die Sommerfestspiele 2021 in Baden-Baden. „Yannick Nézet-Séguin möchte mit mir gern die Baden-Badener Musikgeschichte lebendig werden lassen“, sagt Benedikt Stampa, der den neuen Musikdirektor der MET auch als Liedbegleiter präsentiert. Am 2. Juli 2021 interpretieren der kanadische Dirigent und die Sopranistin Joyce DiDonato im Festspielhaus Baden-Baden Schuberts Winterreise zum Auftakt des Festivals. Dem Liederabend folgen Orchesterkonzerte, in denen Werke von Richard Strauss, Richard Wagner und Hector Berlioz im Mittelpunkt stehen. Berlioz dirigierte zu Lebzeiten häufig in Baden-Baden und schrieb hier auch Teile seiner Oper „Die Trojaner“. Auszüge daraus dirigiert Yannick Nézet-Séguin am 3. Juli 2021.

Zwei Aufführungen der Oper „Tosca“ und zwei Konzerte des Orchesters des Mariinsky Theaters beenden die Saison 2020/2021 im Festspielhaus Baden-Baden. Die Inszenierung der Puccini-Oper entstand 2007 in St. Petersburg und wird von Ensemble, Chor und Orchester des Mariinsky Theaters aufgeführt. In zwei Konzerten dirigiert Valery Gergiev zudem das Orchester des Mariinsky Theaters.

Stars der Oper in Konzerten

Die Liste großer Künstler-Namen, die 2020/2021 in Baden-Baden Konzerte und Opernaufführungen gestalten werden, ist lang. Intendant Benedikt Stampa heißt Cecilia Bartoli mit zwei halb-szenischen Aufführungen der Rossini-Oper La Cenerentola (6./8.11.2020) ebenso willkommen wie Diana Damrau, die gemeinsam mit Nicolas Testé am 4.12.2020 den Abend „Royal Affairs – Kings and Queens of Opera“ mitbringen wird. Auch Elena Garanca (14.11.2020), Sonya Yoncheva (12.6.2021) und Plácido Domingo (6.3.2021) werden erwartet.

Entertainment herzlich willkommen

Explizit wies Intendant Benedikt Stampa darauf hin, dass das Festspielhaus Baden-Baden auch Jazz, Pop und Musical ein guter Gastgeber sein möchte. „Ich freue mich in der Saison 2020/2021 auf eine neue Ausgabe des SWR3 New Pop Festivals, auf den modernen Klassiker ‚Stomp‘ und eine Serie des Musicals Ich war noch niemals in New York (13. bis 18.4.2021)“, so Benedikt Stampa.

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Vier letzte Lieder – Diana Damrau – Valery Gergiev, 09.02.2020

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

 

  Vier letzte Lieder – Richard Strauss und Valery Gergiev

Sonntag, 9. Februar 2020, 17 Uhr

„Für mich ist Strauss einer der größten Komponisten“

Von der Sophie im Rosenkavalier bis zu Vier letzte Lieder: zur Begeisterung des Publikums gastiert die Sopranistin Diana Damrau gern im Festspielhaus Baden-Baden. Neben ihrer Interpretation von Strauss‘ Vier letzte Lieder steht in dem Konzert am Sonntag, 9. Februar 2020 17 Uhr, die siebte Sinfonie von Anton Bruckner auf dem Programm der Münchner Philharmoniker unter ihrem Chefdirigenten Valery Gergiev.

Festspielhaus Baden-Baden / Münchner Philharmoniker - Valery Gergiev © Andrea Huber

Festspielhaus Baden-Baden / Münchner Philharmoniker – Valery Gergiev © Andrea Huber

„Ich liebte Strauss auf Anhieb. Nicht nur die Musik ist wunderschön, sondern auch die Art und Weise, wie er Worte und Noten kombiniert – und die Psychologie …Strauss war ein Kenner der Stimme. Er gab der Stimme Schwung“, schwärmt die Sopranistin Diana Damrau. Ihre Liebe zu Strauss und seinen Kompositionen überträgt sich auch auf das Publikum: Bereits 2009 eroberte Diana Damrau als Sophie im Rosenkavalier unter dem Dirigat von Christian Thielemann an der Seite von Renée Fleming und Jonas Kaufmann die Herzen des Baden-Badener Publikums. Gleichwohl überzeugt Diana Damrau nicht nur mit Strauss, das Repertoire der weltweit auftretenden Künstlerin ist überaus vielseitig. Die Sängerin ist stets auch offen für Neues – so war sie etwa an Silvester von einer beschwingten Seite zu erleben: Im Konzert der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko überzeugte sie mit ihrer humorvollen Interpretation amerikanischer ‚Hits‘ von Leonard Bernstein. Im Kontrast dazu steht sie aktuell als Juliette in Gounods dramatischer Oper Romeo et Juliette auf der Bühne der Mailänder Scala.

So facettenreich ihr Repertoire, zu den Werken von Richard Strauss kehrt Diana Damrau immer wieder gern zurück: „Die Art, wie Strauss mit der Sopranstimme umgeht, ist eine Freude. Und seine Musik mit meiner Stimme singen zu können, ist wie nach Hause kommen“, sagt die Günzburgerin. Und dafür ist ihr am 9. Februar 2020 ihr das Festspielhaus Baden-Baden wenigstens vorübergehend gern ein Zuhause, begleiten sie ihre Badener Fans auf ihrem musikalischen Weg doch schon seit ihrem ersten Auftritt im Jahr 2000 an der Oos.

Festspielhaus Baden-Baden / Münchner Philharmoniker © Hans Engels

Festspielhaus Baden-Baden / Münchner Philharmoniker © Hans Engels

Auch am Pult steht ein dem Publikum alles andere als Unbekannter: Valery Gergiev. Obwohl beide ‚Baden-Baden-Vollprofis‘ dürfen sich die Konzertbesucher am 9. Februar aber dennoch auf eine Premiere freuen: gemeinsam stehen die beiden nämlich das erste Mal auf der Festspielhausbühne. In der zweiten Konzerthälfte interpretiert Valery Gergiev mit den Münchnern Philharmoniker die siebte Sinfonie E-Dur von Anton Bruckner.

Seine 7. Sinfonie widmete Anton Bruckner dem Märchenkönig Ludwig II. – jenem bizarren Monarchen, der sich selbst am liebsten als Schwanenritter Lohengrin porträtieren ließ und Wagners hochfliegende Pläne finanzierte.

Bruckners Siebte steht aber in noch direkterer Verbindung zum Bayreuther ‚Meister‘. Der bereits 60-jährige Bruckner erlangte mit diesem Werk endlich Ruhm und internationaler Anerkennung; nicht zuletzt dank der Unterstützung von zwei Wagner-Dirigenten: von Arthur Nikisch, der im Dezember 1884 die Leipziger Uraufführung leitete, und Hermann Levi, der die Siebte wenige Monate später in München aufführte und sie „das bedeutendste Werk seit Beethovens Tod“ nannte. Zu besonderer Berühmtheit hat es das Adagio gebracht, in dem Bruckner, wie im vierten Satz des Werkes, die sogenannten „Wagnertuben“ verwendet, die Richard Wagner eigens für den Ring des Nibelungen konstruieren lies. Als Bruckner von Richard Wagners Tod erfuhr, komponierte er einen Klagegesang als zweite Coda, deren Beginn in der Partitur mit einem „x“ markiert ist. Bruckner war tief gläubig, was durch die Orgelanklänge mit ihren registerartigen Klangfarbenwechseln und Choralzitaten unüberhörbar ist. Doch dieser sakrale Raum wird hier erweitert um deutliche Wagner-Anklänge. Sie prägen die Harmonik, aber auch melodische Gesten. Zwei Beispiele aus dem ersten Satz: Dort reckt sich das weitgespannte erste Thema in den Hörnern und Celli empor wie in Wagners „Rheingold“-Vorspiel oder dem „Schwertmotiv“ in der „Walküre“. So bringt die Siebte beide Glaubenswelten Bruckners zusammen: das Fundament seiner streng katholischen Frömmigkeit, aber auch die mystische Erfahrung des Wagner’schen Klangtempels – einer Kunstreligion, die Trost und Erlösung verhieß.

Strauss und die Stimme, besonders die Sopranstimme: Sie hatten ein Komponistenleben lang bestens harmoniert. Klavierlieder und solche, die von vornherein als Orchesterlieder konzipiert gewesen waren, ziehen sich durch Strauss’ Schaffen, begünstigt durch die Tatsache, dass seine Frau Pauline de Aphna eine sehr gute Sopranistin war. Eines der im Festspielhaus erklingenden „Vier letzte Lieder“ ist die Vertonung des Eichendorff-Gedichts „Im Abendrot“. Wie ein Spiegel für die eigene Situation muss Eichendorffs wunderbares Gedicht auf den damals 84-jährigen Komponisten gewirkt haben: „Wir sind durch Not und Freude/ gegangen Hand in Hand…“. Ein alterndes Paar blickt zurück, geborgen in der Natur, Abendstimmung senkt sich herab, zwei Lerchen steigen auf, Schlaf und Todesahnung verbinden sich. „Nachtträumend“ und „wandermüde“ sind die inspirierenden Worte, die großen Linien der Sopranstimme, die blühende Orchestereinleitung und das verlöschende Nachspiel sind wie ein einziges Ausatmen und Abschiednehmen. Dem „Im Abendrot“ vorangestellt sind drei Vertonungen von Gedichten Hermann Hesses. Auf kleinstem Raum schildern auch diese Gedichte einen Lebenszyklus, vom rauschend aufblühenden „Frühling“ zu den Herbstbildern von „September“ und dem feierlichen Hymnus von „Beim Schlafengehen“, in dem Schlaf, Tod und Transzendenz eine Einheit bilden.

Festspielhaus Baden-Baden / Diana Damrau © Simon Fowler

Festspielhaus Baden-Baden / Diana Damrau © Simon Fowler

Das Festspielhaus Baden-Baden gehört seit vielen Jahren zu den Bühnen, an denen Diana Damrau immer wieder gern gastiert. 2019 gab sie einen Liederabend mit Xavier de Maistre, 2018 sang sie mit Jonas Kaufmann Wolfs „Italienisches Liederbuch“, 2017 präsentierte sie im Festspielhaus Arien von Meyerbeer, davor sang sie Konstanze und Donna Anna in konzertanten Mozart-Aufführungen. Zu ihren weiteren Festspielhaus-Gastspielen zählt ein auf DVD veröffentlichter „Rosenkavalier“ aus dem Jahr 2009. Diana Damrau gilt als eine der großen Liedinterpretinnen unserer Zeit, begleitet von Helmut Deutsch, Craig Rutenberg oder Xavier de Maistre. Sie eröffnete die Saison 2017/18 des Concertgebouworchesters Amsterdam mit Arien von Mozart. Sie trat unter Daniel Barenboim und Christian Thielemann auf, war in München bei „Klassik am Odeonsplatz“ sowie bei den Salzburger Festspielen zu erleben und sang 2018 „Traviata“ in einer Neuinszenierung an der Met.

Der russische Dirigent Valery Gergiev ist ein enger Freund des Festspielhaus Baden-Baden. Mit seinem Dirigat wurde Deutschlands größtes Opernhaus 1998 offiziell eröffnet. In der Saison 2003/2004 produzierten Baden-Baden und St. Petersburg gemeinsam die Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ von Richard Wagner. Diese Produktion reiste danach erfolgreich um den gesamten Erdball. In Moskau geboren, studierte Valery Gergiev zunächst Dirigieren bei Ilya Musin am Leningrader Konservatorium. Seit mehr als zwei Jahrzehnten leitet er nun das legendäre Mariinsky Theater in St. Petersburg, das in dieser Zeit zu einer der wichtigsten Pflegestätten der russischen Opernkultur aufgestiegen ist. Mit den Münchner Philharmonikern verbindet Valery Gergiev seit 2011 eine intensivere Zusammenarbeit, seit der Spielzeit 2015/16 ist ihr Chefdirigent.

Seit ihrer Gründung 1893 bereichern die Münchner Philharmoniker unter renommierten Dirigenten das musikalische Leben Münchens. Gustav Mahler dirigierte das Orchester bei den Uraufführungen seiner Vierten und Achten Sinfonie. 1979 leitete Sergiu Celibidache seine erste Konzertserie bei den Münchner Philharmonikern und wurde zum Generalmusikdirektor ernannt. Die legendären Bruckner-Konzerte unter seiner Leitung trugen wesentlich zum internationalen Ruf des Orchesters bei. Von 1999 bis 2004 war James Levine Chefdirigent des Orchesters, ihm folgte Christian Thielemann und pflegte in seiner Amtszeit die Münchner Bruckner-Tradition ebenso wie das klassisch-romantische Repertoire. An der Oos waren die Münchner Philharmoniker vor allem in spektakulären Opernaufführungen zu Gast: in Strauss’ Rosenkavalier und Elektra und in Boitos Mefistofele unter Stefan Soltesz.

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