Kurt Weill – Hommage an den Menschen und Komponisten, Teil 2, 30.05.2020

Mai 30, 2020 by  
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Kurt Weil 1932 © Wikimedia Commons, the free media repository / Das Bundesarchiv

Kurt Weil 1932 © Wikimedia Commons / Das Bundesarchiv

KURT WEILL – von Dessau zum Broadway
Hommage an sein Leben und Wirken

von Peter M. Peters

Kurt Julian Weill wurde 1900, vor 120 Jahren in Dessau geboren. 1950, vor 70 Jahren  starb Kurt Weill in New York.  Zwei Gründe für Peter M. Peters, IOCO Korrespondent in Paris, an den großen Menschen und Komponisten zu erinnern: in der bei IOCO erscheinenden 7-teiligen KURT WEILL – Serie.

Kurt Weill – Teil 1 –  Berliner Jahre – erschienen am 25.5.2020, link HIER

Mackie Messer – Brechts Dreigroschenfilm  –  ganz modern 2018
youtube Video Filmcoopi Zürich
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Kurt Weill – Teil 2  –  Songstil und epische Oper – 30.03.2020

Nach der Uraufführung der Dreigroschenoper im Theater am Schiffbauerdamm, am 31. August 1928, war ein  Dreigroschenfieber ausgebrochen: überall sang, pfiff und tanzte man à la Mackie Messer. Die Songs erschienen in Einzelausgaben und auf über zwanzig Schellackplatten, darunter zahlreiche Tanzbearbeitungen, die große Verbreitung fanden. Was für die Autoren nun, nach sehr bescheidenen Jahren, auch endlich den finanziellen Erfolg bedeutete. Weill und Lenja erwarben ihr erstes Auto und bezogen eine moderne Wohnung im Berliner Westend. Auch manch kleiner, bisher nicht gekannter Luxus war jetzt möglich, ein Beispiel zur Erheiterung sei hier angeführt. Brecht an seine Frau: „Liebe Helli!  Weill hat einen schönen Rasierapparat Schick (Repeating Razor) von Scherk (Kurfürstendamm neben Rosenheim)! Bitte kauf ihn mir!“ Als sich Ende 1928 die Kommerzialisierung der Songs bereits abzeichnete, stellte Weill – in geänderter Orchestrierung, jetzt für große Bläserbesetzung – eine siebensätzige Suitenfassung für den Konzertsaal mit dem Titel Kleine Dreigroschenmusik für Blasorchester her, die Otto Klemperer (1885-1973) mit der Preußischen Staatskapelle am 7. Februar 1929 uraufführte.

Etwa zur gleichen Zeit, Ende 1928, entstand im Auftrag der Reichs-Rundfunkgesellschaft Das Berliner Requiem, eine Kantate für Tenor, Bariton, Männerchor und Blasorchester nach bereits vorhandenen Gedichttexten von Brecht, „…eine Art von weltlichem Requiem, eine Äußerung über den Tod in Form von Gedenktafeln, Grabschriften und Totenliedern“. Um das eindeutig antimilitaristische Werk (zur Zeit der Entstehung fanden gerade die Feiern zur zehnjährigen Beendigung des Ersten Weltkriegs statt) entwickelten sich heftige Kontroversen mit dem Auftraggeber, der die ursprüngliche geplante Ausstrahlung über den Berliner Sender verhinderte.

Auch das nächste Werk des Teams Weill / Brecht, zu dem diesmal Paul Hindemith hinzustieß, war eine Rundfunkarbeit, ein Experiment in Richtung auf neuen Gebrauch von Musik im Funk wie neuartige akustische Vermittlung von didaktischer Kunst. Im Auftrag wiederum des Baden-Badener Festivals, das 1929 musikalische Arbeiten für die technischen Massenmedien Film und Rundfunk ins Zentrum stellte, entstand das Radiolehrstück Der Lindberghflug (Text: Brecht, Musik: Weill und Hindemith).

O moon of Alabama
youtube Video Deutsche Grammophon -David Atherton
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Gegenstand ist die erste Atlantiküberquerung durch den Amerikaner Charles Lindbergh (1902-1974) mit dem einmotorigen Flugzeug Spirit of St.Louis im Mai 1927. Brechts Text will, entgegen der herrschenden blinden Technikfaszination, deutlich machen, dass eben diese Technik kein Selbstzweck, sondern „…als kollektive Leistung Ausdruck der Naturbeherrschung ist“. So treten Natur- und Technikphänomene (die Nebel, die Schiffe, der Motor) in der Artikulation durch den Chor gleichsam als „Kollektivwesen“ auf. Beide Komponisten hatten sich geeinigt, welche Teile des Textes sie vertonen wollten. Die Uraufführung des Lindberghflug fand am 27. Juli 1929 in Baden-Baden statt, dirigiert von Hermann Scherchen 1891-1966) – ungeachtet der deutlich zu spürenden fehlenden Homogenität zwischen Weills und Hindemiths Komposition „…musikalisch das wichtigste Ereignis des ganzen Festivalprogramms“, wie Karl Holl (1892-1972) urteilte.

Weill hatte schon unmittelbar nach der Fertigstellung seines Parts im Juni an den Verlag geschrieben: „Die Teile, die ich gemacht habe sind so gut gelungen, dass ich das ganze Sück durchkomponieren werde, also auch die Teile, die Hindemith jetzt macht.“ Dieses Vorhaben realisierte er im Herbst 1929, indem er den Lindberghflug nunmehr als fünfzehnteilige Kantate für Soli, Chor und Orchester auskomponierte. Sie wurde am 5.Dezember 1929 in Berlin wiederum von Otto Klemperer uraufgeführt. Doch zurück in den Monat Juni. Der Direktor des Theater am Schiffbauerdamm Berlin, Ernst Josef Aufricht (1898-1971), wollte den Serienerfolg der Dreigroschenoper in der Spielzeit 1929/30 wiederholen und hatte bei den Autoren ein ähnliches „Nachfolgestück“ bestellt. Brecht war gerade sehr beschäftigt, er schrieb an Elisabeth Hauptmann (1897-1973): „Liebe Bess, heute fiel mir ein, ob Sie nicht Lust haben, sich an dem Massary-Geschäft zu beteiligen? Ich würde Ihnen eine Fabel geben usw. Und Sie würden ein kleines Stück draus zimmern, ganz locker und schlampig meinetwegen auch fetzenweise! Eine teils rührende, teils lustige Sache für etwa 10.000 Mark. Sie müssten es zeichnen.“ Dem Brief beigefügt war die Fabelskizze für eine im Chicagoer Milieu spielende Gangster- und Heilsarmee-Komödie. Die arbeitete Elisabeth Hauptmann nun aus, zeichnete freilich mit einem Pseudonym. Resultat: Happy End, eine Magazingeschichte von Dorothy Lane. Brecht und Weill steuerten „lediglich“ Songs bei (die im Juli 1929 im Haus des Dichters am Ammersee in der üblichen Teamarbeit entstanden). Doch was für Songs! Sie haben dem etwas schwachen Stück bis heute zum glanzvollen Überleben verholfen. Da sind zum einen, erste musikalische Ebene, sechs Heilsarmee-Gesänge, prachtvolle Parodien auf religiös-eifernde Musik herkömmlicher Prägung, und zum zweiten, allesamt gesungen in Crackers schäbigem Etablissement, genannt Bills Ballhaus, sechs Weill / Brecht’sche Spitzen-Songschöpfungen, darunter Matrosen-Song, Bilbao-Song und Surabaya-Song. Am Ende steht als großes Finale Hosianna Rockefeller. Die Instrumentation entspricht weitgehend derjenigen der Dreigroschenoper, da erneut die Lewis-Ruth Band zur Verfügung stand.

Der Lindberghflug – von Brecht, Weill, Hindemith
youtube Video Naxos of America – Ernst Ginsberg
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Happy End erlebte seine Uraufführung am 2. September 1929. Trotz glänzender Besetzung aber verhinderte die schwache Fabel vor allem des zweiten Teils sowie ein Eklat (als Helene Weigel plötzlich aus ihrer Rolle heraus an die Rampe trat und das Publikum mit einer politischen Erklärung attackierte) den Erfolg. Nach nur sieben Aufführungen musste Aufricht das Stück absetzen. Doch ebenso rasch, wie das Stück durchfiel, wurden Weills Songs populär. Erneut gab es Einzelausgaben und mehrere Schellackeinspielungen. Dabei stand auch Lotte Lenja zum ersten Mal im Platten-Studio. Für Orchestrola nahm sie im Oktober 1929 Bilbao-Song und Surabaya-Song auf. Mit dem großen Erfolg als Jenny in der Dreigroschenoper war die Lenja nun – nach Jahren des Wartens – in Berlin zu einer gefragten Darstellerin geworden, sie spielte bei Leopold Jessner (1878-1945) am Staatstheater, bei Aufricht am Schiffbauerdamm. Auch Weill schrieb 1928 zwei größere Schauspielmusiken für Erwin Piscator (1893-1966) an der Volksbühne (zu Die Petroleuminsel von Lion Feuchtwanger, wo Lenja die weibliche Hauptrolle spielte).

Hatte Die Dreigroschenoper für Bertolt Brecht und Kurt Weill den Durchbruch und ungeahnte Popularität mit sich gebracht, so bedeutete die gemeinsame Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny den Höhepunkt der gemeinsam gegangenen Wegstrecke künstlerischen und gesellschaftlich-aufklärerischen Strebens. Weitaus schonungsloser, ja nachgerade provozierend wurde das bürgerliche Publikum jetzt konfrontiert mit den sinnentleerten und letztlich selbstzerstörerischen Mechanismen der kapitalistischen Warengesellschaft. Auf der Basis seines vertieften Studiums marxistischer Theorien montierte Brecht eine mit Motiven tatsächlicher Begebnisse (Hurrikan in Florida 1926) durchwirkte Parabel, ein ins Surreale umschlagendes Destillat realer Verhältnisse, das sich nicht mehr in illusionistische Weise zu missverstandenem Kunstkonsum eignete. Was bei der Erneuerung der Kunstform Oper für Brecht wesentlich war, lässt sich aus folgendem Zitat ersehen: „Der Einbruch der Methoden des epischen Theaters in die Oper führt hauptsächlich zu einer radikalen Trennung der Elemente. Der große Primatkampf zwischen Wort, Musik und Darstellung (wobei immer die Frage gestellt wird, wer wessen Anlass sein soll – die Musik der Anlass des Bühnenvorgangs oder der Bühnenvorgang der Anlass der Musik und so weiter) kann einfach beigelegt werden durch die radikale Trennung der Elemente.“ Gegenseitig sollten sich diese gleichrangig zueinander stehenden Elemente beleuchten, interpretieren, auch korrigieren.

Bertold Brecht © IOCO- R Maass

Bertold Brecht © IOCO- R Maass

Oh, Moon of Alabama …

Weill jedoch, mit Brechts Konzeption der epischen Oper prinzipiell einverstanden, akzentuierte die Rolle der Musik als übergeordnet, wenn er schrieb: „Bei der Inszenierung der Oper muss stets berücksichtigt werden, dass hier abgeschlossene musikalische Formen vorliegen. Es besteht also eine wesentliche Aufgabe darin, den rein musikalischen Ablauf zu sichern.“ Diese Divergenz bildete freilich nur einen der Gründe für die bald und heftig sich anbahnende Entfremdung und letztlich die Trennung der beiden Autoren. Die Unterschiede zwischen Brecht und Weill, was Temperament, künstlerische und vor allem politische Belange betrifft, ließen sich immer weniger überbrücken. Noch vor der Uraufführung wurden im Text gewisse antiamerikanische Zynismen auf Betreiben Weills hin gemildert. So erhielten z.B. Manche Protagonisten deutsche Namen. „Jeder Anklang an Wildwest- und Cowboy-Romantik und jegliche Reminiszenz an ein typisch amerikanisches Milieu sind zu vermeiden.“ Die Tatsache, dass Weill diesen Hinweis noch auf dem Titelblatt der Partitur hat unterbringen lassen, konnte nicht verhindern, dass Theodor W. Adorno (1903-1969) schon 1930 aus marxistischer Sicht präzise analysierte: «Die schräge infantile Betrachtung, die sich an Indianerbüchern und Seegeschichten nährt, wird zum Mittel der Entzauberung der kapitalistischen Ordnung. In Mahagonny wird Wildwest als das dem Kapitalismus immanente Märchen evident, wie es Kinder in der Aktion des Spieles ergreifen. Die Projektion durchs Medium des kindlichen Auges verändert die Wirklichkeit so weit, bis ihr Grund verständlich wird.“

Auch den Amerikanismus des elektrischen Stuhls musste Weill hinnehmen. Musikalisch bietet die Oper Mahagonny ein wahres Kaleidoskop von Parodien und Songs, von in sich geschlossenen Formen, Rezitativen, Arioso und Ensembles. Bach (1685-1750), Mozart (1756-1791), Weber (1786-1826) und Verdi (1813-1901) klingen an; neben der „ewigen Kunst“ im Gebet einer Jungfrau gibt es aber auch echt empfundene Lyrismen, neben aggressiver und verbogener Music-Hall-Adaption auch den ungebrochenen Ernst von Frömmigkeit. Die dialektische Konstruktion und Umformung zertrümmerter Requisiten der bürgerlichen Musikkultur verschmolz unter Weills Händen zu etwas authentisch Neuem, das der Statik des Brecht’schen Agitprop-Stückes beißende Kraft verlieh.

Die vollständige durchmusikalisierte Oper Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny hat mit dem 1927 in Baden-Baden uraufgeführten Songspiel Mahagonny nur noch einige übernommene Songs gemein. Die erste gemeinsame Arbeit der Autoren Brecht / Weill besaß als kleine, eher naiv-epische Revue wenig von der kompromisslosen, galligen Angriffslust der abendfüllenden Oper.

Alexander von Zemlinsky Wine © IOCO

Alexander von Zemlinsky Wine © IOCO

Die Uraufführung von Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny im Neuen Theater zu Leipzig, 9. März 1930, geriet denn auch zu einem der größten Theaterskandale des Jahrhunderts. Vor dem Hintergrund der sich anbahnenden Wirtschaftskrise und im Zeichen massiver Störungen organisierter Nazitrupps, geriet das Unternehmen zum sinnfälligen Vexierspiel mit der Realität. Die Bedeutung des Namen Mahagonny ist bis heute unklar: Ist er Echo faschistischer Aufmärsche, wie Brecht sie in München erlebt hatte? Spielt er an auf biblische Sündenstädte wie Magog, Sodom und Gomorrha oder Babylon? Weitere Aufführungen des Werkes folgten trotz aller Premierentumulte in Braunschweig, Kassel, Prag, Frankfurt. Unter schwierigen, ja bereits gefährlichen Bedingungen kam, musikalisch geleitet von Alexander von Zemlinsky (1871-1942), noch im Winter 1931 am Kurfürstendammtheater Berlin eine wichtige Inszenierung zustande. Es wurde eine musikalisch reduzierte Version mit einem kleinen Orchester, da die Hauptrollen mit Schauspielern besetzt wurden: Harald Paulsen (1895-1954), Lotte Lenja (als Jenny) und Trude Hesterberg (1892-1967). Die Aufführung wurde ein großer Erfolg; sie lief über vierzigmal en Suite bis ins Frühjahr 1932 – ein Serienrekord für

Die Dreigroschenoper im Theater am Schiffbauerdamm
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Kurt Weills letzte deutsche Jahre

Zwischen Januar und Mai 1930 entstand gemeinsam mit Brecht Der Jasager. Die Vorlage lieferte erneut Elisabeth Hauptmann. Sie hatte 1929 vier klassische japanische N?-Dramen aus einer englischen Übersetzung ins Deutsche übertragen, darunter das aus dem 15. Jahrhundert stammende Taniko (Der Talwurf) von Zenchiku. Das Stück schildert die rituelle Wallfahrt einer buddhistischen Sekte, der sich ein Knabe anschließt, um für seine kranke Mutter zu beten. Unterwegs wird er jedoch selbst krank und verliert damit die für die Wallfahrt nötige Reinheit. Dem Ritual entsprechend stürzt man ihn ins Tal.

Brecht und Weill beeindruckt von der Knappheit der Vorgänge, säkularisierten den Stoff und fügten ein wesentliches neues Moment hinzu. Der Knabe schließt sich nun einem Lehrer auf dem Weg über den Berg an, um für seine kranke Mutter Medizin zu holen. Unterwegs macht er schlapp und gefährdet so die ganze Reisegesellschaft. Dann folgt auch hier der Talwurf, aber: „Der Knabe wird jetzt nicht mehr (wie im alten Stück) willenlos ins Tal hinabgeworfen, sondern er wird vorher befragt, und er beweist durch die Erklärung seines Einverständnisses, dass er gelernt hat, für eine Gemeinschaft oder für eine Idee, der er sich angeschlossen hat, alle Konsequenzen auf sich zu nehmen.“ (Brecht). Weills Partitur gehört zu seinen geschlossensten überhaupt. Alle Vokalpartien, so heißt es in seinen Anweisungen, müssen von Schülern gesungen werden, auch die Orchestrierung berücksichtigt die Gegebenheiten eines Schulorchesters. Ein großer kommentierender Einverständnis-Chor leitet die Handlung ein und beschließt sie auch. 1935 in New York nach seinen europäischen Werken befragt, bezeichnete Weill die Schuloper Der Jasager als seine wichtigste Komposition.

Etwa gleichzeitig mit der Schuloper sorgte ein weiteres Ereignis für zusätzliche Popularität des Teams Weill / Brecht. Im Mai 1930 hatte die Berliner Nero-Film A.G. mit den Autoren einen Vertrag über die Verfilmung der Dreigroschenoper geschlossen. Brecht schrieb daraufhin ein Exposé (Die Beule – ein Dreigroschenfilm), das die Kapitalismuskritik des Stückes wesentlich verschärfte. Die Nero lehnte diesen Text ab, Brecht wiederum weigerte sich, Änderungen vorzunehmen, Weill solidarisierte sich. So kam es Mitte Oktober zu dem spektakulären Dreigroschenprozess, der der Presse ausreichend Stoff bot. Er endete mit Vergleichen. Der schließlich nach einem Drehbuch von Leo Lania (1896-1961), László Vajda (1906-1965) und Béla Balázs (1884-1949) gedrehte Film Die 3-Groschen-Oper (Regie: G.W. Pabst (1885-1967), in den Hauptrollen Rudolf Forster (1884-1968), Carola Neher (1900-1942), Lotte Lenja und Reinhold Schünzel (1888-1954)) erlebte seine Premiere am 19. Februar 1931 in Berlin. Die französische Version L’opéra de quat’sous lief zwei Monate später in Paris an. Vor allem in der musikalischen Interpretation (wie in der Uraufführung-Produktion musizierten Theo Mackeben und die Lewis Ruth Band, die Lenja ist als Jenny zu sehen und zu hören) stellt der Film bis heute ein authentisches Zeugnis dar. Damals steigerte er noch das Dreigroschenfieber; er lief monatelang und erreichte selbst die entfernteste Provinz. So schrieb zum Beispiel Weill im Mai 1932 von einer Österreich-Reise an Lenja: „Auf einer ganz kleinen Station im Salzburgischen war am Bahnhof ein Ton-Kino. Was gab es wohl?  Die Dreigroschenoper“.

Zu dieser Zeit, 1932, aber hatte sich das Autorenteam bereits getrennt. Nachdem sich die Positionen von Brecht und Weill schon längere Zeit mehr und mehr voneinander wegbewegt hatten, war es dann im Dezember 1931 während der Proben zur Berliner Mahagonny -Produktion auch zu handfesten persönlichen Auseinandersetzungen gekommen, die das vorläufige Ende der Arbeitsbeziehungen markierten. Beide trennten sich – Brecht, um mit Hanns Eisler (1898-1962) Die Mutter zu schreiben, Weill, um mit Caspar Neher eine neue Oper zu schaffen. Nicht der letzte Grund dafür war gewiss die – bis heute zu beobachtende – Vereinnahmung des Komponisten unter dem „Markenzeichen“ des Groß Autors. Dazu Weill, als ihn ein Interviewer 1934 in diesem Sinne befragte: „Das klingt ja fast, als glauben Sie, Brecht habe meine Musik komponiert? Brecht ist ein Genie; aber für die Musik in unseren Werken, dafür trage ich allein die Verantwortung.“

KURT WEILL – von Dessau zum Broadway;  Teil 3 – Verteidigung der epischen Oper –  folgt am 6.6.2020

—| IOCO Portrait |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Solokonzert Alice Sara Ott, 19.05.2019

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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In Harmonie zwischen Tag und Nacht – Starpianistin Alice Sara Ott präsentiert im Festspielhaus Klavierstücke von Chopin bis Satie

Die Ausnahme-Pianistin Alice Sara Ott ist zu Gast im Festspielhaus Baden-Baden: Am 19. Mai 2019, 17 Uhr, erforscht sie in einem Solokonzert Frankreichs phantastische Klangwelten und zeigt ihr Faible für geheimnisvolle, nachtdunkle Klavierjuwelen von Frédéric Chopin über Claude Debussy bis zu Erik Satie.

Die deutsch-japanische Pianistin Alice Sara Ott ist eine der gefragtesten klassischen Pianisten der Welt, eine prominente Persönlichkeit der internationalen klassischen Musikszene und am 19. Mai 2019 in einem Solokonzert im Festspielhaus zu erleben. Neben einer Auswahl der Nocturnes von Frédéric Chopin erklingt in dem Klavierkonzert auch dessen erste Ballade in g-Moll. Der impressionistische Hauptteil des Abends beinhaltet die „Suite bergamesque“ und „Reverie“ von Claude Debussy, Erik Saties „Gnossiennes Nr. 1 und 3“ und die „Gymnopédie Nr. 1“.

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott - Nightfall © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott – Nightfall © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Die Kombination aus Werken von Chopin und des französischen Impressionismus ist so einleuchtend wie natürlich, greift der Impressionismus doch entscheidende Ideen der deutsch-französischen Romantik auf – ganz besonders in der Klaviermusik. Bereits die „Reverie“ von Claude Debussy verleugnet ihre Herkunft von Robert Schumanns romantischer „Träumerei“ nicht. Schon die Romantiker experimentierten mit der Idee der Anti-Kunst: einer Kunst, die sich bewusst einfach, aber auch launisch, improvisiert gibt. Ein Bellini  beispielsweise vereinfachte die Begleitung seiner Arien bis zur Simplizität und konzentrierte alle Kunstfertigkeit auf die Melodie. Dieses Modell übernahm dann Chopin in seinen „Nocturnes“ – und auch in seinem wohl populärsten Werk, der „Ballade Nr. 1“ von 1835, deren wilder musikalischer Verlauf keinen klassischen Mustern folgt. Die Idee der Anti-Kunst hatte dann einen ihrer Höhepunkte in der Musik des „abgebrochenen Studenten“ Erik Satie. Dessen auf jede ausgestellte Form von Virtuosität und artifizieller Künstlichkeit verzichtenden „Gymnopédies“ von 1888 und „Gnossiennes“ von 1890 hatten einen entscheidenden Einfluss auf Debussy – darüber hinaus jedoch auch auf Jazz- und Pop-Musik, heute auch als „Easy Listening“ bezeichnet. Alice Sara Ott spielt am 19. Mai im Festspielhaus die berühmtesten dieser Stücke. Auch die 1890 von Claude Debussys verfassten Werke „Revierie“ und „Suite bergamesque“ folgen in einigen Punkten Saties Anti-Kunst-Bestrebungen, indem sie etwa auf äußere Virtuosität verzichten und akademisch „falsche“ Akkordverbindungen und Stimmführungen (Quintparallelen) zulassen. Besonders die „Suite bergamesque“ ist populär geworden – nicht zuletzt dank ihres dritten Satzes „Clair de Lune“.

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Festspielhaus Baden-Baden / Alice Sara Ott © Esther Haase / Deutsche Grammophon

Die deutsch-japanische Pianistin Alice Sara Ott gewann bereits als Kleinkind zahlreiche Musikwettbewerbe und Förderpreise, darunter den deutschen „Jugend musiziert“ und den „Most Promising Artist Award“ in Hamamatsu, Japan. Als jüngste Teilnehmerin überhaupt wurde sie mit 15 Jahren beim „Internationalen Klavierwettbewerb Silvio Bengalli“ in Italien 2004 mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Die Zeitschrift Fono Forum wählte sie zum Nachwuchskünstler des Jahres 2007.

Alice Sara Ott hat mit renommierten Dirigenten gearbeitet, darunter Lorin Maazel und Gustavo Dudamel, Pablo Heras-Casado, Paavo Järvi, Sir Antonio Pappano, Vladimir Ashkenazy und Myung-Whun Chung. Auftritte mit Ensembles wie Los Angeles Philharmonic Orchestra, London Symphony Orchestra, Chicago Symphony Orchestra, dem Rundfunk Sinfonieorchester Berlin, Royal Seite 3 von 3 Philharmonic Orchestra, den Wiener Symphonikern und der Dresdner Philharmonie belegen ihren internationalen Ruf.

[ Von Alice Sara Ott wurden verschiedene Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

—| Pressemeldung Festspielhaus Baden-Baden |—

Berlin, Staatsoper Unter den Linden, CD- Brahms Zyklus – Mit Daniel Barenboim, 24.08.2018

Staatsoper unter den Linden

Staatsoper Unter den Linden - Im Traum © Max Lautenschläger

Staatsoper Unter den Linden – Im Traum © Max Lautenschläger

CD-Aufnahme Brahms Zyklus –  Daniel Barenboim

Die Aufnahme des Brahms-Zyklus‘, gespielt von der Staatskapelle Berlin unter der musikalischen Leitung von Daniel Barenboim, erscheint am 24. August bei der Deutschen Grammophon auf CD, digital steht die Einspielung ab sofort bereit

Derzeit gastieren die Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim noch bis zum 22. Juli in Buenos Aires, wo sie u. a. zwei Mal im Centro Cultural Kirchner (CCK) alle vier Sinfonien von Johannes Brahms zur Aufführung gebracht haben. Zeitgleich zum Gastspiel steht ihre Einspielung des Brahms-Zyklus unter dem Titel Brahms: The Symphonies (Deutsche Grammophon) ab sofort zum Download und Streaming bereit. Ab 24. August 2018 ist die CD im Handel erhältlich.

Aufgenommen wurden die vier Sinfonien im September 2017 im Pierre Boulez Saal. Für Daniel Barenboim ist es bereits die zweite Gesamteinspielung.

In der kommenden Spielzeit 2018/19 sind die Staatskapelle Berlin und Daniel Barenboim mit dem Brahms-Zyklus im National Center for the Performing Arts in Peking und im Sydney Opera House zu Gast.

—| Pressemeldung Staatsoper unter den Linden |—

Baden-Baden, Festspielhaus, Zauberflöte konzertant – Nézet-Séguin – Villazón, 08.-14.07.2018

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Festspielhaus Baden – Baden

Festspielhaus Baden-Baden © Festspielhaus Baden-Baden

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ZAUBERFLÖTE –  Krönung einer langen Reise

Baden-Baden-Gala 2018 –  8., 11., 14 Juli 2018

Mit Wolfgang Amadeus Mozarts Oper Die Zauberflöte feiert das Festspielhaus Baden-Baden am 8., 11. und 14. Juli im Rahmen der Sommerfestspiele seine Baden-Baden-Gala 2018. Der designierte Musikchef der New Yorker Metropolitan Opera, Yannick Nézet-Séguin und Opernstar Rolando Villazón bringen zum sechsten Mal ein erlesenes Ensemble für die konzertante Aufführung einer Mozart-Oper an der Oos zusammen.

Festspielhaus Baden-Baden / Rolando Villazon © Dario_Acosta / Deutsche Grammophon

Festspielhaus Baden-Baden / Rolando Villazon © Dario_Acosta / Deutsche Grammophon

[Von Rolando Villazon wurden verschiedene Aufnahmen bei der deutschen Grammophon veröffentlicht.]

Dirigent Yannick Nézet-Séguin, Rolando Villazón und der Baden-Badener Festspielhaus-Intendant Andreas Mölich-Zebhauser hatten vor einigen Jahren eine ebenso gute wie schwer umsetzbare Idee: So viele Mozart-Opern wie möglich sollten mit einem Star-Ensemble konzertant aufgeführt und vom Musiklabel Deutsche Grammophon in Baden-Baden aufgenommen werden. Die Idee dahinter war die Bildung eines Ensembles aus Solisten, die in dieser Konstellation kaum für längere Zeit an einem Theater zusammenkommen könnten – letztlich ein „Festspielgedanke“.

Festspielhaus Baden-Baden / Yannick Nezet_Seguin © Hans van der Woerd

Festspielhaus Baden-Baden / Yannick Nezet Seguin © Hans van der Woerd

Mittlerweile können alle Beteiligte auf eine erfolgreiche Reihe blicken. Le nozze di Figaro, Don Giovanni, Cosí fan tutte, Die Entführung aus dem Serail und La clemenza di Tito wurden bereits in Baden-Baden sehr erfolgreich aufgeführt und bilden auch bei Deutsche Grammophon einen gewichtigen Mozart-Block im CD-Regal.

Mit der Zauberflöte schlagen alle Partner dieses Projekts nun ein besonders populäres Mozart-Kapitel neu auf. Das märchenhafte Singspiel aus dem Jahr 1791 gilt als beliebteste Oper des deutschsprachigen Raums. Im Mittelpunkt der Handlung stehen der Prinz Tamino und die Prinzessin Pamina, die schwierige Prüfungen bestehen müssen, um letztlich zueinander zu finden. Die Königin der Nacht und Fürst Sarastro liefern sich im Hintergrund eine erbitterte Fehde, die das junge Glück zerstören könnte. Als „komisches Paar“, ganz in der Tradition des Alt-Wiener Volkstheaters, lernen wir den Vogelfänger Papageno kennen, der an der Seite des Prinzen Tamino unter haarsträubenden Umständen letztlich „seine“ Papagena findet und lieben lernt.

Festspielhaus Baden-Baden / Regula Muehlemann © Shirley-Suarez-Photography

Festspielhaus Baden-Baden / Regula Muehlemann © Shirley-Suarez-Photography

In der konzertanten Baden-Baden Gala sind Orchester, Chor und Solisten auf dem Konzertpodium, was einen besonderen Reiz gegenüber der klassischen szenischen Opernaufführung ausmacht. Zu sehen, wie alle Beteiligten miteinander musizieren, vertieft den Operneindruck auf besondere Weise. Und für die Baden-Badener Aufführungen wurde eine eigene Textversion der Dialoge entwickelt: Filmschauspieler André Eisermann („Kaspar Hauser“, „Schlafes Bruder“) spricht zwischen den Arien und Ensembles neue Texte, die die Dialoge der Oper zusammenfassen. Dabei schlüpft er buchstäblich in alle Rollen.

Festspielhaus Baden-Baden / Christiane Karg1 © Gisela Schenke

Festspielhaus Baden-Baden / Christiane Karg © Gisela Schenke

Das Solisten-Ensemble dieser Opernproduktion sorgt für ein Wiedersehen und Wiederhören mit Sängerinnen und Sängern, die auch in den Vorjahren bei dieser Mozart-Reihe bereits dabei waren. Zusätzlich begrüßt die Baden-Badener „Mozart-Familie“ neue Gesichter und Stimmen. Zu ihnen zählt der Tenor Klaus Florian Vogt als Tamino. „Ich freue mich, nach vielen Jahren einmal wieder den Tamino singen zu dürfen“, sagt der Sänger, der als Wagner-Tenor schon mehrfach in Baden-Baden zu hören war. 2006 debütierte er hier als Lohengrin in Nikolaus Lehnhoffs Inszenierung der Wagner-Oper. Ebenfalls zum ersten Mal bei der Baden-Baden-Gala dabei ist Albina Shagimuratova. Die Koloratur-Sopranistin ist gerade auf dem Weg, ein Weltstar der Oper zu werden. Sie sang die Partie der Königin der Nacht bereits an der Mailänder Scala und an anderen renommierten Opernhäusern. Beim Eröffnungskonzert der Fussball-Weltmeisterschaft auf dem Roten Platz in Moskau sang sie an der Seite von Anna Netrebko und Placido Domingo. Der Bass Franz-Josef Selig ist zum zweiten Mal bei der Baden-Baden Gala mit von der Partie. Im Rahmen der Baden-Badener Osterfestspiele 2018 erntete der in Mayen geborene Sänger großes Lob für seine Darstellung des Gurnemanz in der Oper „Parsifal“. Sein Osmin in Die Entführung aus dem Serail (Baden-Baden Gala 2014) ist gleichfalls unvergessen.

Festspielhaus Baden-Baden / Klaus-Florian Vogt © Harald Hofmann

Festspielhaus Baden-Baden / Klaus-Florian Vogt © Harald Hofmann

Viele weitere Mitwirkende der neuen Baden-Badener „Zauberflöten“-Produktion haben schon beste Erfahrungen in diesem Projekt gesammelt. Christiane Karg (Pamina) begeisterte bereits als Susanna in „Le nozze di Figaro“ ebenso wie Regula Mühlemann (Papagena) im „Figaro“ sowie in „La clemenza di Tito“ (Baden-Baden Gala 2017).

Rolando Villazón feiert diesmal sein Debüt als „Papageno“ und erarbeitet sich damit eine völlig neue Rolle. Seine Liebe zu Mozart hat der mexikanisch-französische Künstler immer wieder betont. Mittlerweile ist er sogar Intendant der Salzburger Mozart-Woche – eine besondere Ehre für den Sänger und Regisseur.

In der Baden-Baden-Gala am 11. Juli 2018 wird der österreichische Tenor Martin Mitterrutzner für den terminlich verhinderten Klaus Florian Vogt die Partie des Tamino übernehmen. Martin Mitterrutzner sang bereits als Zehnjähriger den „Ersten Knaben“ in der „Zauberflöte“ und gehört heute dem Ensemble der Oper Frankfurt an.

Dirigent Yannick Nézet-Séguin leitete in Baden-Baden neben diesem Mozart-Zyklus schon viele andere Konzerte. Der in Montreal geborene Künstler zählt zu den großen Hoffnungsträgern seines Berufs. Aktuell ist er Chefdirigent des Philadelphia Orchestra und übernimmt im Herbst den Posten des Musikchefs der New Yorker Metropolitan Opera. Außerdem bekleidet er die Position des Principal Conductors des Orchestre Métropolitain in Montreal.

Das Chamber Orchestra of Europe begleitet den Baden-Badener Mozart-Zyklus von der ersten Stunde an. Das laut BBC „Feinste Kammerorchester der Welt“ wurde 1981 von jungen Musikerinnen und Musikern gegründet, die neben der Arbeit in diesem Ensemble feste Stellen in einigen der besten Orchester der Welt innehaben. Maßgeblich künstlerisch geprägt wurde das COE von Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Claudio Abbado und Bernard Haitink.


FESTSPIELHAUS BADEN-BADEN
8., 11. und 14. Juli 2018

BADEN-BADEN GALA

Wolfgang Amadeus Mozart „Die Zauberflöte“
Konzertante Aufführung

In Kooperation mit Deutsche Grammophon

BESETZUNG:

Yannick Nézet-Séguin Dirigent
Rolando Villazón Papageno
Regula Mühlemann Papagena
Franz-Josef Selig Sarastro
Albina Shagimuratova Königin der Nacht
Christiane Karg Pamina
Klaus Florian Vogt (8./ 14.7.)/ Martin Mitterrutzner
(11.7.) Tamino
Paul Schweinester Monostatos
Tareq Nazmi Sprecher
Johanni van Oostrum Erste Dame
Corinna Scheurle Zweite Dame
Claudia Huckle Dritte Dame
Levy Sekgapane Erster Priester / Erster Geharnischter
Douglas Williams Zweiter Priester / Zweiter Geharnischter
André Eisermann Erzähler
Drei Knaben der Aurelius Sängerknaben
RIAS Kammerchor
Chamber Orchestra of Europe

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