Leipzig, Oper Leipzig, Spielplan März 2019

Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Spielplan der Oper Leipzig Spielzeit 2018/19 März 2019


01 FR
14:00 Oper zum Mitmachen »So rot wie Blut, so weiß wie Schnee« | Probebühne
Opernhaus


02 SA
14:00 Führung Technisches Kabinett | Opernhaus


04 MO
18:00 Blue Monday zur Premiere »If you were God« | Uwe Scholz Saal Opernhaus
19:00 Carnaval Bohémien Rosenmontagsgala | Venussaal Musikalische Komödie


05 DI
18:00 Oper Leipzig Werkstatt zu »Schneewittchen« | Opernhaus


07 DO
10:00 Peter und der Wolf Prokofjew | Venussaal Musikalische Komödie


08 FR
10:00 Babykonzert | Konzertfoyer Opernhaus
10:00 Peter und der Wolf Prokofjew | Venussaal Musikalische Komödie
19:30 Magnificat (Ballett) Schröder/ Bach| Opernhaus


09 SA
14:00 Hausführung | Opernhaus
18:00 Schneewittchen Lange – PREMIERE| Opernhaus
19:00 Prinzessin Nofretete Dostal | Musikalische Komödie


10 SO
10:00 Babykonzert | Konzertfoyer Opernhaus
15:00 Prinzessin Nofretete Dostal | Musikalische Komödie
18:00 Don Carlo Verdi | Opernhaus


12 DI
19:30 Lovemusik Weil /Uhry | Musikalische Komödie


15 FR
11:00 Schneewittchen Lange | Opernhaus
19:00 Schneewittchen Lange | Opernhaus


16 SA
15:00 Muko Plauderei mit Adam Sanchez | Konzertfoyer Opernhaus
19:00 Turandot Puccini | Opernhaus
19:00 On the town Bernstein | Musikalische Komödie


17 SO
11:00 Familienführung | Opernhaus
14:00 Oper zum Mitmachen »So rot wie Blut, so weiß wie Schnee« | Probebühne Opernhaus
15:00 On the town Bernstein | Musikalische Komödie
18:00 Tosca Puccini| Opernhaus


21 DO
18:00 Oper Leipzig Werkstatt zu »Der fliegende Holländer« | Opernhaus


22 FR
19:30 If you were God (Ballett) Harriague – PREMIERE | Schauspiel Leipzig
19:30 Dracula Wildhorn/Black/Hampton – WIEDERAUFNAHME | Musikalische Komödie
19:30 Lucia di Lammermoor Donizetti | Opernhaus


23 SA
15:00 Musikalischer Salon | Konzertfoyer Opernhaus
19:00 Carmen (im Anschluss: Kantinengespräch) Bizet | Opernhaus
19:00 Dracula Wildhorn/Black/Hampton | Musikalische Komödie
19:00 If you were God (Ballett) Harriague | Schauspiel Leipzig


24 SO
15:00 Dracula Wildhorn/Black/Hampton | Musikalische Komödie
18:00 Der Freischütz Weber | Opernhaus


27 MI
19:30 Jazz im Venussaal Mozart in Jazz | Venussaal Musikalische Komödie


29 FR
19:30 Magnificat (Ballett) Schröder/Bach | Opernhaus
19:30 Lovemusik Weil /Uhry | Musikalische Komödie


30 SA
14:00 Hausführung | Opernhaus
19:00 Der fliegende Holländer Wagner – PREMIERE | Opernhaus
19:00 Prinzessin Nofretete Dostal | Musikalische Komödie


31 SO
15:00 Prinzessin Nofretete Dostal | Musikalische Komödie
18:00 Magnificat (Ballett) Schröder/Bach | Opernhaus

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Essen, Aalto Theater, It’s Teatime – Der Freischütz, 30.11.2018

November 28, 2018 by  
Filed under Aalto Theater Essen, Oper, Premieren, Pressemeldung

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Aalto Theater Essen

Aalto Theater Essen / Miss Betterknower (Christina Clark) und Fräulein Vorlaut (Marie-Helen Joël) © Saad Hamza

Aalto Theater Essen / Miss Betterknower (Christina Clark) und Fräulein Vorlaut (Marie-Helen Joël) © Saad Hamza

It’s Teatime  – Einstimmung auf  – Der Freischütz

Freitag, 30. November 2018, 16:30 Uhr – Cafeteria des Aalto-Theaters

Wenn Fräulein Vorlaut (Marie-Helen Joël) zur Teestunde in die Cafeteria des Aalto-Theater einlädt, wissen Opernfreunde: Bis zur nächsten Premiere ist es nicht mehr weit. Und so dreht sich am kommenden Freitag, 30. November 2018, um 16:30 Uhr in der Reihe It’s Teatime alles um Carl Maria von Webers romantische Oper Der Freischütz, die am 8. Dezember in der Neuinszenierung von Tatjana Gürbaca im Aalto-Theater Premiere feiert. Gemeinsam mit Miss Betterknower (Christina Clark) plaudert Fräulein Vorlaut nicht nur fachkundig, sondern auch mit einer großen Portion Humor und vielen Anekdoten über den Komponisten und sein bedeutendes Werk.

In Webers Oper entscheidet ein einziger Probeschuss über eine glückliche Zukunft des Jägerburschen Max. Trifft er, so darf er – nach altem Brauch – seine geliebte Agathe zur Frau nehmen und erbt nebenbei eine Erbförsterei. Verfehlt er jedoch sein Ziel, verliert er auf einen Schlag alles. Da ist es ein Leichtes für seinen Nebenbuhler Kaspar, ihn in einen Pakt mit dem Teufel zu verwickeln – zumal er eine todsichere Lösung parat hat. Sieben Freikugeln darf Max in der Wolfsschlucht gießen, die ihr Ziel niemals verfehlen. – Entstanden unter dem Eindruck der Befreiungskriege gegen die napoleonische Besatzung, stärkte die 1821 in Berlin uraufgeführte Oper den Wunsch der Deutschen nach kultureller Identität. Bis heute kann das Werk als heimliche deutsche Nationaloper gelten.                   –   Eintritt ist frei –

—| Pressemeldung Aalto Theater Essen |—

Radebeul, Landesbühne Sachsen, Spielplan September 2018

Landesbühnen Sachsen 


Spielplan Saptember 2018


Premiere im September:

Deutschsprachige Erstaufführung:

„DAS LICHT AUF DER PIAZZA“  Premiere am 22.9.2018, 19.00 Uhr in  den Landesbühnen Sachsen

Buch: Craig Lucas, Musik und Gesangstexte: Adam Guettel, Deutsche Fassung: Roman Hinze, Produziert mit freundlicher Genehmigung der Turner Entertainment Company, Inhaber des Originalfilms «Light in the Piazza» nach dem Roman von Elizabeth Spencer

Jede Mutter kennt sie: Die Sorge um ihr Kind, wenn es erwachsen zu werden beginnt und die erste Liebe seines Lebens womöglich sofort heiraten will. Und wie alle Mütter dieser Welt möchte auch die Amerikanerin Margaret Johnson ihre Tochter Clara vor Unglück bewahren und zugleich glücklich wissen. Allerdings handelt es sich bei Clara um einen Sonderfall.

Wegen eines Unfalls geistig zurückgeblieben, scheint Clara mit ihren 26 Jahren noch ein Kind zu sein und entsprechend fürsorglich ist Margaret um ihre Tochter bemüht.

Gemeinsam mit Clara auf Reisen in Italien, verliebt sich nun plötzlich ein junger Florentiner namens Fabrizio in ihre hübsche Tochter und diese sich in ihn. Vergeblich versucht Margaret, Fabrizios Familie das Problem ihres Kindes zu erklären und das Paar zu trennen, bis sie schließlich erkennt: Die Liebe, die ihre Tochter aufblühen lässt und in eine Frau verwandelt, ist wichtiger für Clara, als ihr mütterlicher Behütungsanspruch.

Im Vertrauen auf Fabrizio gibt Margaret ihr Kind endlich frei …

Das psychologisch feinfühlige Musical, produziert 2003 in Seattle, 2005 erfolgreich am Broadway aufgeführt und ausgezeichnet mit sechs Tony Awards u. a. für die beste Originalmusik (Musik und Gesangstexte), basiert auf der Erzählung von Elizabeth Spencer THE LIGHT IN THE PIAZZA aus dem Jahr 1960 und dem gleichnamigen US-amerikanischen Film von 1962.

An den Landesbühnen Sachsen wird das Werk 2018 seine deutschsprachige Erstaufführung erleben.

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen

MUSIKALISCHE LEITUNG: Hans-Peter Preu; INSZENIERUNG, AUSSTATTUNG, LICHT: Sebastian Ritschel


Felsenbühne Rathen, Felsenbühne Rathen, Amselgrund 17, 01824 Kurort Rathen,  Tel. 035024/ 777-0 www.felsenbuehne-rathen.de


Plan Juli

Sa           01.09.2018        15:00                    Winnetou I, Von Olaf Hörbe nach Karl May                      Felsenbühne Rathen

So           02.09.2018        17:00                    Carmina Burana, Carl Orff                                                      Felsenbühne Rathen


Stammhaus Radebeul

So           09.09.2018        15:00                    Die goldene Gans oder Was wirklich kleben bleibt, Märchen mit Musik für die ganze Familie von Peter Kube nach den Brüdern               Grimm, Musik von Jörg Kandl (ab 6)


Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne


Mi          12.09.2018        10:00                    Pandora, Schauspiel von Christopher Weiss (ab 14)  Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

Do          13.09.2018        10:00                    Pandora                                                                                          Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

Sa           15.09.2018        17:00                    Anrechtler willkommen                                                         Landesbühnen Sachsen – Glashaus

Sa           15.09.2018        18:30                    Soiree zu «Das Licht auf der Piazza»               und „Pariser Leben“                                Landesbühnen Sachsen – Glashaus

Sa           15.09.2018        20:00                    Vom Nutzen des Weins oder Genuss passiert im Kopf       Goldne Weintraube – Die Theaterkneipe

So           16.09.2018        11:00                    Mit Märchen durch die Welt – Lesung                                         Landesbühnen Sachsen – Glashaus

Mo         17.09.2018        19:00                    Vernissage zur Ausstellung  «Voll der Osten  – Leben in der DDR»                Landesbühnen Sachsen – Glashaus

Di           18.09.2018        10:00                    Pandora                                                                                          Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

Sa           22.09.2018        19:00                    Premiere           Das Licht auf der Piazza                                         Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

So           23.09.2018        19:00                    Willkommen, Komödie von Lutz Hübner und Sarah Nemitz   Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

Di           25.09.2018        19:30                    Elternabend zu „Pandora“                                                                                      Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

Fr            28.09.2018        19:30                    Gräfin Cosel, Tanztheater von Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos mit Musik

von Antonio Vivaldi über Giovanni Paisiello bis hin zu Komponisten der Gegenwart                                                Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

Sa           29.09.2018        19:30                    Das Licht auf der Piazza                                                         Landesbühnen Sachsen – Hauptbühne

Sa           29.09.2018        20:00                    Willkommen                                                                                 Landesbühnen Sachsen – Studiobühne

So           30.09.2018        16:00                    Ladsch und Bommel gehen ins Theater                       Landesbühnen Sachsen – Studiobühne


Alle Abstecherorte:

So           02.09.2018        19:00                    Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes              NaturTheater Bad Elster

Do          06.09.2018        19:30                    Zorro – Das Musical                                                                                Freizeitoase Mortka

Fr            07.09.2018        19:30                    Zorro – Das Musical                                                                                Freizeitoase Mortka

Sa           08.09.2018        19:30                    Zorro – Das Musical                                                                                Freizeitoase Mortka

Sa           15.09.2018        18:00                    Das Jahrmarktsfest zu Kötzschenbroda                                                     Theater Meißen

Sa           15.09.2018        19:30                    Erzähle nicht die Wahrheit, solange dir etwas Interessanteres einfällt                  Karl May Museum Radebeul

Sa           15.09.2018        19:30                    Duftende Reseden                                                                                   Villa Schuch, Radebeuel Schuchstraße

Di           18.09.2018        10:00 + 14:00                   Die Kuh Rosmarie, Schauspiel von Andri Beyeler (ab 6)          Theater Meißen

Do          20.09.2018        10:30                    Das Schwanensee-Märchen, Tanztheater von Wencke Kriemer de Matos mit Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski (ab 5),


Theater Döbeln


Fr            28.09.2018        19:30                    Eine Nacht in Venedig                                                                                            König Albert Theater Bad Elster

Sa           29.09.2018        15:00                    Das Jahrmarktsfest zu Kötzschenbroda                                     Radebeul Alt Kötzschenbroda, Hoftheater zum Herbst- und Weinfest

Sa           29.09.2018        19:00                    Das Jahrmarktsfest zu Kötzschenbroda                                     Radebeul Alt Kötzschenbroda, Hoftheater

So           30.09.2018        15:00                    Das Jahrmarktsfest zu Kötzschenbroda                                     Radebeul Alt Kötzschenbroda, Hoftheater


Spielplan August 2018


Felsenbühne Rathen, Felsenbühne Rathen, Amselgrund 17, 01824 Kurort Rathen,  Tel. 035024/ 777-0 www.felsenbuehne-rathen.de

Plan August

Mi          01.08.2018        11:00                                   Die Sonne,  Familienmusical aus dem Traumzauberwald von Reinhard Lakomy (Musik) und Monika Ehrhardt (Buch) (ab 5)

Do          02.08.2018        19:30                                   Der Freischütz, Romantische Oper von Carl Maria von Weber

Fr            03.08.2018        14:30                                   Die Sonne

Fr            03.08.2018        19:30                                   Der Freischütz

Sa  04.08.201814:30                                                    Scheeweißchen und Rosenrot, Märchen von Manuel Schöbel nach den Brüdern Grimm (ab 5)

Sa           04.08.2018        19:30                                   Der Freischütz

So           05.08.2018        16:00                                   Gastsp-Bergsteigerchor

Di           07.08.2018        11:00                                   Gastsp-Lakomy Mimmellitt

Di           07.08.2018        16:00                                   Der Freischütz

Mi          08.08.2018        14:30                                   Die Sonne

Mi          08.08.2018        19:30                                   Der Freischütz

Do          09.08.2018        16:00                                   Schneeweißchen und Rosenrot

Fr            10.08.2018        19:30                                   Zorro-Das Musical , Buch und Gesangstexte: Stephen Clark, Musik: The Gipsy Kings, Co-Komponist und musikalische Anpassung: John Cameron, Originalgeschichte: Stephen Clark und Helen Edmundson, Deutsch von Holger Hauer (Gesangstexte) und Jürgen Hartmann (Buch) mit Live-Band                Rathen/Felsenb

Sa           11.08.2018        14:30                                   Schneeweißchen und Rosenrot

Sa           11.08.2018        19:30                                   Zorro-Das Musical

So           12.08.2018        17:00                                   Zorro-Das Musiacl

Di           14.08.2018        15:00                                   Schneeweißchen und Rosenrot

Mi          15.08.2018        19:30                                   Zorro-Das Musical

Fr            17.08.2018        19:30                                   Der Freischütz

Sa           18.08.2018        14:30                                   Die Sonne

Sa           18.08.2018        19:30                                   Der Freischütz Rathen/Felsenb

So           19.08.2018        17:00                                   Gastsp-U.Steimle          Rathen/Felsenb

Mi          22.08.2018        15:00                                   Die goldene Gans  oder was wirklich kleben bleibt, Märchen mit Musik für die ganze Familie von Peter Kube nach den Brüdern               Grimm, Musik von Jörg Kandl (ab 6)

Do          23.08.2018        11:00                                   Winnetou I, Von Olaf Hörbe nach Karl May

Fr            24.08.2018        19:00                                   Winnetou I

Sa           25.08.2018        15:00                                   Die goldene Gans

So           26.08.2018        15:00                                   Winnetou I

Fr            31.08.2018        19:00                                   Winnetou I


Luisenburg Wunsiedel


Fr            24.08.2018        20:00                                   La  Traviata , Oper von Giuseppe Verdi,

Sa           25.08.2018        20:00                                   La Traviata

So           26.08.2018        15:00                                   La Traviata

Di           28.08.2018        20:00                                   Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hofmannsthal

Mi          29.08.2018        20:00                                   Jedermann – Das Spiel vom Sterben des reichen Mannes von Hofmannsthal


 STÜCKINDEX


MUSIKTHEATER TANZ SCHAUSPIEL FIGURENTHEATER JUNGES.STUDIO SPARTENÜBERGREIFEND

A: AUSSTATTUNG, B: BÜHNE, CH: CHOREOGRAFIE, FB: FIGURENBAU, I: INSZENIERUNG, K: KOSTÜME, KGL: KÜNSTLERISCHE GESAMTLEITUNG KL: KÜNSTLERISCHE LEITUNG, M: MUSIK, ML: MUSIKALISCHE LEITUNG, O: ORCHESTER, PL: PROJEKTLEITUNG, SZE: SZENISCHE EINRICHTUNG,

UA: URAUFFÜHRUNG, V: VIDEO


Felsenbühne Rathen


ZORRO – DAS MUSICAL

Buch und Gesangstexte: Stephen Clark, Musik: The Gipsy Kings, Co-Komponist und musikalische Anpassung: John Cameron, Original-geschichte: Stephen Clark und Helen Edmundson, Deutsch von Holger Hauer (Gesangstexte) und Jürgen Hartmann (Buch) mit Live-Band

Zwei Brüder werden zu erbitterten Feinden. Ramon schaltet den Vater aus, um dessen Macht brutal an sich zu reißen. Dass sich hinter dem Rächer Zorro sein Bruder Diego verbirgt, kann Ramon nicht ahnen: Ein actionreiches Spek¬takel, verbunden mit einer romantischen Liebesgeschichte und untermalt von temperamentvollem spanischen Flamenco-Pop.

ML: Jan Michael Horstmann; I: Manuel Schöbel; A: Stefan Wiel;

Ch: Wencke Kriemer de Matos

10.8. | 11.8. | 12.8. | 15.8.


CARMINA BURANA

Cantiones profanae von Carl Orff

Der stimmgewaltige Chor «O Fortuna», der die Wandelbarkeit des Glücks besingt, rahmt die kompositorischen Themenkreise «Frühling», «Schenke» und «Liebe» ein. Das beliebte Werk für Solisten, gemischten Chor, Kinderchor und Orchester ist traditionsgemäß auch in diesem Jahr als Konzert zu erleben.

ML: Ekkehard Klemm; Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen.

2.9.


DER FREISCHÜTZ ,Romantische Oper von Carl Maria von Weber

Das Lebensglück des Jägerburschen Max hängt von einem einzigen Probe-schuss ab. Nur wenn ihm dieser gelingt, kann er seine geliebte Agathe zur Frau bekommen. Max nimmt Hilfe an – von Kaspar, der mit dem schwarzen Jäger Samiel im Bunde ist. In der Wolfsschlucht gießen sie Freikugeln, die immer treffen …

ML: Hans-Peter Preu; I: Horst-Otto Kupich; A: Stefan Wiel; Ch: Kathrin Wolfram

Es spielt die Elbland Philharmonie Sachsen.

2.8. | 3.8. | 4.8. | 7.8. | 8.8. | 17.8. | 18.8.


DIE SONNE ,Familienmusical aus dem Traumzauberwald von Reinhard Lakomy (Musik) und Monika Ehrhardt (Buch) (ab 5)

Gru-Gru will die Sonne vom Himmel holen. Aber er hat die Rechnung ohne Benjamin, Quingel und Kiki gemacht. Bei der lieben Scheuche auf der Regen¬bogenwiese beschließen sie, die Sonne zu retten.

Nach «Der Wasserkristall» und «Der Regenbogen» ist dies der dritte Teil der Trilogie «Die Erde soll ein Garten sein».

I + Ch: Katrin Wolfram; A: Katharina Lorenz; ML: Uwe Zimmermann

| 8.8. | 18.8.


DIE GOLDENE GANS ODER WAS WIRKLICH KLEBEN BLEIBT ,Märchen mit Musik für die ganze Familie von Peter Kube nach den Brüdern Grimm, Musik von Jörg Kandl (ab 6)

Zum Golde drängt doch alles, selbst wenn es nur ein goldiges Federvieh ist. Frei nach den Brüdern Grimm erleben wir die Geschichte vom gutherzigen «Dummling» Klaus, der Kraft der magischen Anziehungskraft einer goldenen Gans am Ende doch den Sieg über seine Brüder davonträgt, und die traurige Prinzessin zum Lachen bringt.

I: Peter Kube; A: Ulrike Kunze

| 22.8. | 25.8.


SCHNEEWEISSCHEN UND ROSENROT ,Märchen von Manuel Schöbel nach den Brüdern Grimm (ab 5)

Zwerg Grobwurz ist grimmig, sind doch alle Geschöpfe in seinem Wald min-destens zu zweit, nur er ist einsam. In seinem Zorn beschließt er, Prinz Konrad und seinen Bruder Heinrich in einen Bären und einen Jäger zu verwandeln, die sich gegenseitig umbringen sollen. Doch der Bär sucht Schutz in der Hütte von Schneeweisschen und Rosenrot …

I: Steffen Pietsch; A: Ulrike Schlafmann; M: Sebastian Undiz

| 9.8. | 11.8. | 14.8.


WINNETOU I ,Von Olaf Hörbe nach Karl May

Erzählt wird die Geschichte des jungen Häuptlings Winnetou. Der Bau der Eisenbahn auf der indianischen Erde ist ein Vorbote weiterer Eroberungen durch die Weißen. Banditen wie Santer greifen immer wieder an. In dieser Situation treffen Winnetou und Old Shatterhand aufeinander. Doch bis zur Blutsbrüderschaft ist es noch ein weiter Weg. Effektvolle Kämpfe, Stunts und artistische Einlagen verleihen der Aufführung einen besonderen Reiz.

I: Manuel Schöbel; A: Stefan Wiel; M: Hans-Peter Preu;

Kampfchoreografie: awego

| 23.8. | 24.8. | 26.8./1.9.


DAS SCHWANENSEE-MÄRCHEN , Tanztheater von Wencke Kriemer de Matos mit Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski (ab 5)

Zauberer Rotbart hat die schöne Prinzessin Odette fest in seiner Hand. Von ihm in einen Schwan verwandelt, kann der Fluch einzig durch eine große Liebe gebannt werden. Choreografin Wencke Kriemer de Matos erzählt in der modernen Tanzproduktion die märchenhafte Geschichte des berühmten Tschaikowski-Balletts für junges Publikum – mit mutiger Erzählerin und ohne Tutu.

Ch: Wencke Kriemer de Matos; A: Tom Böhm


FISCH ZU VIERT Komödie von Wolfgang Kohlhaase,

Mitautorin: Rita Zimmer / Kooperation mit dem Theaterkahn Dresden

Seit 30 Jahren ist der Diener Rudolf den gut betuchten Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine in buchstäblich jeder Lage zu Diensten. Dafür hat jede von ihnen versprochen, ihn im Testament zu bedenken. Als Rudolf jedoch um vorzeitige Auszahlung seines Anspruchs bittet, will keine der Schwestern mehr von ihrem Versprechen wissen. Stattdessen bringen sie Arsen und manipulierte Blitzableiter ins Spiel. Tempo, Sprachwitz und Komik in einer der erfolgreichsten Kriminalkomödien!

I: Peter Kube; A: Tom Böhm; M: Wolfgang Torkler, Christian Schöbel


JEDERMANN – DAS SPIEL VOM STERBEN DES REICHEN MANNES ,von Hugo von Hofmannsthal

Jedermann ist reich. Alles kann er kaufen. Die Welt liegt ihm zu Füßen, sein Tod in weiter Ferne. Den Bettler und den armen Nachbarn weist er ab, die Warnungen seiner Mutter überhört er. Auf einem Fest mit seiner Buhlschaft steht plötzlich der Tod neben ihm. Jedermann fleht um eine Frist und der Tod gewährt ihm eine Stunde. Eine opulente sinnlich-musikalische Ins-zenierung mit Mitwirkenden aus der Region Meißen und Tom Quaas in der Titelrolle.

I: Peter Kube; A: Stefan Wiel; M: The Purgatorators;

Ch: MuNo-Productions, Michal Sandor


Uwe Steimle und Band, «ZEIT HEILT ALLE WUNDER», Sonntag, 19.08.2018, 17.00 Uhr  Felsenbühne Rathen ·

Möchte Sie einmal mit Lachkrämpfen durch Ihre Kindheit reisen? Haben Sie auch manchmal wieder das Verlangen nach dem Geschmack von Apfel-Fips und dem Geruch von Intershop? Uwe Steimle begegnet genau diesen Dingen auf seiner Zeitreise. Angefangen bei Oma Käthe in Suhl und seiner Schwellenangst, die ihn hin und wieder befällt, bis hin zu seinem Schulweg und dem ganz normalen Alltag. „Wann fällt die Mauer“, „Warst du auf dem Friedhof“? und „Wer hat die Laternen angezündet“!

Dazu gibt’s Musik,- Deutsch natürlich, von „Anna aus Havanna“ bis zur Arie des Figaros wird jede Tonlage gestreift. Diese einzigartige Reise unternimmt Uwe Steimle mit Ihnen und seinem Jazz-Trio. Dass die Kindheitserinnerungen ausgezeichnet musikalisch umrahmt. Eigene Lieder und Texte, aber auch bekannte Stimmungshits wie „Du hast den Farbfilm vergessen“ fließen, natürlich „Steimlerisch“ umgestaltet, eindrucksvoll ins Programm ein.

…gern doch …“, so der wohl berühmteste Satz, an seinem Showabend, wird Ihnen noch lange nach der Veranstaltung in den Köpfen hängen. Gerne doch kommen wir wieder …Gern doch… Schwelgen auch Sie schon jetzt in Erinnerungen? …dann sind Sie hier genau richtig, denn die Erinnerung ist eine mysteriöse Macht und bildet die Menschen um. „Wer das was gut war vergisst, wird böse, Wer das was schlimm war vergisst, wir dumm“, sagt Erich Kästner.

Bitte schauen Sie herein, wenn es heißt: „Zeit ist Gnade.“ Es wird Zeit!

PS.: „Heilt Zeit wirklich alle Wunder?“ Diese Frage gibt es an diesem Abend zu klären, also bitte nehmen Sie sich Zeit. Denn jetzt, wo die Zukunft Wirklichkeit wird, haben wir in Wirklichkeit gar keine Zukunft mehr, dann haben wir wieder Zeit!


DIE KUH ROSMARIE Schauspiel von Andri Beyeler (ab 6)
Alles könnte so schön sein auf dem Bauernhof, wenn die Kuh Rosemarie mit
ihrer penetranten Besserwisserei nicht alle Tiere und sogar den Bauern nerven
würde. Der schickt Rosemarie kurzerhand nach Afrika. Kurz darauf tauchen auf
dem Bauernhof verzweifelte Tiere aus Afrika auf … Eine turbulente Geschichte
über Respekt und Toleranz im Umgang miteinander und mit fremden Kulturen.
I: Klaus-Peter Fischer; A: Irina Steiner


GRÄFIN COSEL – UA –
Tanztheater von Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos mit Musik
von Antonio Vivaldi über Giovanni Paisiello bis hin zu Komponisten der
Gegenwart
Fast 50 lange Jahre lebt die Gräfi n Cosel, einst mächtige Mätresse August des
Starken, eingesperrt auf Burg Stolpen. Geblieben sind ihr nichts als die Erinnerungen
an vergangene glanzvolle Zeiten und die Frage, wer sie damals bei
Hofe zu Fall gebracht haben mag. Eine der schillerndsten Figuren sächsischer
Geschichte blickt zurück …
Ch: Carlos Matos und Wencke Kriemer de Matos; A: Annett Hunger


WILLKOMMEN Komödie von Lutz Hübner und Sarah Nemitz
Anglistikdozent Benny, der sich in der Flüchtlingshilfe engagiert, wird für ein
Jahr in die USA gehen. Er schlägt seinen WG-Mitbewohnern vor, sein Zimmer
während dieser Zeit Asylbewerbern zur Verfügung zu stellen. Die Idee stößt auf
sehr geteilte Ansichten. Als dann auch noch Achmed, der Freund des jüngsten
WG-Mitgliedes Anna auftaucht, spitzt sich die Lage zu: denn Achmed ist Türke
und hat seine ganz eigene Meinung über Araber, soziales Engagement und
Helfersyndrome …
I: Tom Quaas; B: Tom Böhm; K: Irina Steiner; V: Daniel Rentzsch


Duftende Reseden,Ein musikalischer Salon im Hause Schuch

An einem Abend des Jahres 1907 haben Generalmusikdirektor Ernst Edler von Schuch und seine Gattin Clementine nebst gesangsbegabter Tochter Liesel in ihr Haus geladen: In der Villa Schuch, am Originalschauplatz, können Sie gemeinsam mit Gästen wie Karl May der Musik lauschen, über die man hier spricht: Liedern von Richard Strauss, Ernst von Schuch und Arnold Schönberg.

Ernst Edler von Schuch / Richard Strauss: Jan Michael Horstmann; Clementine von Schuch –Komparserie; Liesel von Schuch – Miriam Sabba

Karl May Matthias – Henkel

Inszenierung / am Klavier Jan Michael Horstmann,


Landesbühne Sachsen / Vom Nutzen des Weins - Sandra Maria Huimann @ Martin Reißmann

Landesbühne Sachsen / Vom Nutzen des Weins – Sandra Maria Huimann @ Martin Reißmann

Vom Nutzen des Weins oder Genuss passiert im Kopf

Monolog einer zugereisten Winzerin von Fabian Wast

In der historischen Vinothek plaudert die aus der Wachau zugereiste Winzerin Manja Sacher über die Geheimisse des Weins, des Winzerlebens, besonders in Sachsen, und lädt zur Premiere ihrer speziellen Erfindung ein: einer seltenen siebener Weinverkostung ohne Wein!

Inszenierung: Manuel Schöbel

Es spielt Sandra Maria Huimann


ERZÄHLE NICHT DIE WAHRHEIT, SOLANGE DIR ETWAS INTERESSANTERES EINFÄLLT: Phantastenführung durch Karl May

In der Villa „Shatterhand“ wird das Erbe Karl Mays gepflegt: Über 65 Romane, in mindestens 46 Sprachen übersetzt, Kultfiguren und legendäre Verfilmungen – was für ein Meilenstein! Doch Vorsicht, der Sockel bröckelt! Karl May steht unter Beschuss: Im Garten der Villa tauchen plötzlich seine legendären Romanfiguren Winnetou und Old Shatterhand auf, nehmen des Maysters Worte unter die Lupe und decken so manchen Widerspruch auf. Old Shatterhand ein starker Mann? Winnetou ein edler Mensch? Haben wir alle den May nicht richtig gelesen? Und auch Jürgen Haase, erster „Winnetou“ der DDR, schaltet sich nun ein. Ist der May denn überhaupt politisch korrekt?

Eine Führung durch Karl Mays phantastisches Werk im Garten der Villa „Shatterhand“, erfunden von Olaf Hörbe, der sich mit seinen Bühnenadaptionen durch alle Karl-May-Klassiker gekämpft hat und der hier so manchem Klischee zu mehr Klarheit verhilft.

Besetzung: Karl May  – Holger Uwe Thews; Winnetou / Old Shatterhand  –   Jürgen Haase; Nscho-tschi – Mu-Yi Chen

Herrenquartett:  Georg Schmalfuß, Hans Udo Vogler, Andreas Weber, Holger Zeh

Inszenierung und Text:  Olaf Hörbe; Kostümbild:  Marlit Mosler; Musikalische Leitung: Uwe Zimmermann


Landesbühne Sachsen / Jahmarktsfest - Grian Duesberg, Alexander Wulke @ Hagen König

Landesbühne Sachsen / Jahmarktsfest – Grian Duesberg, Alexander Wulke @ Hagen König

Das Jahrmarktsfest zu Kötzschenbroda , Komödie  von Peter Hacks

Das deftige Volkstück nach Johann Wolfgang Goethe entführt uns nicht nur in das Provinznest K.,

wo eine fahrende Theatertruppe ihre Zelte aufgeschlagen hat, sondern auch nach Persien an den Hof des Königs Ahasveros. Hier lebt der König in seinem Vielvölkerstaat und mit seiner Frau Esther ganz glücklich, wenn da nicht der Karrierist Haman wäre. Ihm ist der stolze Jude Mardochai ein Dorn im Auge, den er am liebsten am Galgen sehen würde. Und so ersinnt die finstersten Intrigen, die Mardochai zu Fall bringen sollen. Doch da greift Esther, die kluge Königin, ein und schlichtet mit den Waffen einer Frau den Konflikt.

Inszenierung: Peter Dehler

Besetzung: Julia Vincze, Grian Duesberg, Alexander Wulke


Landesbühne Sachsen / Pandora - Johannes Krobbach, Luca Lehnert @ Hagen König

Landesbühne Sachsen / Pandora – Johannes Krobbach, Luca Lehnert @ Hagen König

URAUFFÜHRUNG „PANDORA“, SCHAUSPIEL VON CHRISTOPHER WEISS (AB 14)

Am Donnerstag, 19. April 2018, 18.30 Uhr im GEMEINDESAAL DER EV. KIRCHE SCHWEPNITZ · SCHWEPNITZ

Seitdem seine Mutter weggegangen ist, lebt Paul allein mit seinem Vater – eher aneinander vorbei als miteinander. Pauls Vater sucht hilflos den Kontakt zu seinem Sohn, der jedoch blockt ab und fühlt sich unverstanden. Warum will sein Vater auch nicht kapieren, dass er eigene Vorstellungen von seinem Leben hat? Statt Fußball zu spielen, möchte er lieber Hip-Hop tanzen und auch das Ingenieursstudium in Asien ist überhaupt nicht sein Ding. Paul meidet jedoch die Konfrontation und flüchtet sich in virtuelle Sphären. Handy und Computer sind im Dauereinsatz, Kommunikation findet online statt und die digitale Welt scheint mit der realen zu verschwimmen.

Doch eines Tages ist Paul plötzlich spurlos verschwunden. Die Polizei ist ratlos und sein Vater zunehmend verzweifelt. Überall sucht er nach Anhaltspunkten für Pauls unerklärliches Verschwinden und lediglich eine Notiz auf Pauls Schreibtisch und der Internetverlauf lassen erahnen, was passiert sein könnte. Ist Paul im Netz verschwunden?

Ohne moralischen Zeigefinger stellt das Stück Fragen nach Internetkonsum und Medienkompetenz. Die Grenzen zwischen der virtuellen Netzwelt und unserer vermeintlichen Realität sind in dieser Geschichte fließend. Ist es möglich, dass sich in einem digitalen Paralleluniversum eine bessere, fehlerfreie Welt entwickeln kann, die alle Wünsche in Erfüllung gehen lässt? Der Autor Christopher Weiß entwirft in diesem Stück ein utopisches Spiel und gibt mit «Pandora» einen Einblick in die Möglichkeiten und Schattenseiten des Cyberspace.

Besetzung:

Vater- Felix C. Voigt; Paul  – Johannes Krobbach; Julia – Luca Lehnert

Inszenierung und Ausstattung: Alexandra Wilke


DAS SCHWANENSEE-MÄRCHEN

Tanztheater von Wencke Kriemer de Matos mit Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski (ab 5)

Zauberer Rotbart hat die schöne Prinzessin Odette fest in seiner Hand. Von ihm in einen Schwan verwandelt, kann der Fluch einzig durch eine große Liebe gebannt werden. Choreografin Wencke Kriemer de Matos erzählt in der modernen Tanzproduktion die märchenhafte Geschichte des berühmten Tschaikowski-Balletts für junges Publikum – mit mutiger Erzählerin und ohne Tutu.

Ch: Wencke Kriemer de Matos; A: Tom Böhm


FISCH ZU VIERT Komödie von Wolfgang Kohlhaase,

Mitautorin: Rita Zimmer / Kooperation mit dem Theaterkahn Dresden

Seit 30 Jahren ist der Diener Rudolf den gut betuchten Brauerei-Erbinnen Charlotte, Cäcilie und Clementine in buchstäblich jeder Lage zu Diensten. Dafür hat jede von ihnen versprochen, ihn im Testament zu bedenken. Als Rudolf jedoch um vorzeitige Auszahlung seines Anspruchs bittet, will keine der Schwestern mehr von ihrem Versprechen wissen. Stattdessen bringen sie Arsen und manipulierte Blitzableiter ins Spiel. Tempo, Sprachwitz und Komik in einer der erfolgreichsten Kriminalkomödien!

I: Peter Kube; A: Tom Böhm; M: Wolfgang Torkler, Christian Schöbel

| 27.4. | 29.4. | 1.5. | 14.6.


HEUTE ABEND: LOLA BLAU

Musical für eine Darstellerin von Georg Kreisler

Die berührende Geschichte einer Künstlerin spiegelt in melancholischen, bissigen und komischen Chansons das Schicksal Kreislers, der Wien als Jude 1938 verlassen musste: Auch Lola Blau wird aus Europa vertrieben. Die Sängerin, in den USA gnadenlos vermarktet, hofft nach dem Krieg auf einen beruflichen Neubeginn in Wien, doch die restaurativen Verhältnisse machen es ihr dort nicht leicht.

ML: Uwe Zimmermann; I: Ute Raab; A: Irina Steiner | 30.4.


JEDERMANN – DAS SPIEL VOM STERBEN DES REICHEN MANNES

von Hugo von Hofmannsthal

Jedermann ist reich. Alles kann er kaufen. Die Welt liegt ihm zu Füßen, sein Tod in weiter Ferne. Den Bettler und den armen Nachbarn weist er ab, die Warnungen seiner Mutter überhört er. Auf einem Fest mit seiner Buhlschaft steht plötzlich der Tod neben ihm. Jedermann fleht um eine Frist und der Tod gewährt ihm eine Stunde. Eine opulente sinnlich-musikalische Ins-zenierung mit Mitwirkenden aus der Region Meißen und Tom Quaas in der Titelrolle.

I: Peter Kube; A: Stefan Wiel; M: The Purgatorators;

Ch: MuNo-Productions, Michal Sandor


Tango Piazzolla, Tanztheater von Carlos Matos mit der Musik von Astor Piazzolla

Der Tango als «Musik der Sehnsucht» entstand um 1880 in den Hafenvierteln von Buenos Aires, wo Musiker in den zahlreichen Bordellen für Unterhaltung sorgten.

Von hier aus verbreitete sich der Tango Argentino, in dem sich Weltschmerz mit erotischem Verlangen paart, wie Fieber wellenförmig über die Erde und wurde im Vorkriegseuropa als «Tanz auf dem Vulkan» gesellschaftsfähig. Einen weiteren Popularitätsschub erfuhr der Tango durch den genialen Komponisten und Bandoneonspieler Astor Piazzolla, der den traditionellen Tango um Elemente der klassischen Moderne und des Jazz erweiterte und damit grundsätzlich erneuerte.

Diese Kunstform des Tango Nuevo ist es, die Carlos Matos zu einem «Abend der zerbrochenen Träume» inspiriert hat: Junge Menschen auf der Suche nach Glück und Orientierung in einer zunehmend orientierungslosen Welt begegnen der leidenschaftlichen Musik Astor Piazzollas.

«Faszination unerfüllter Sehnsucht. Argentinische Leidenschaft und sinnliches Tanztheater.» DRESDNER NEUESTE NACHRICHTEN

Choreografie: Carlos Matos; Ausstattung: Kerstin Laube


Uwe Steimle und Band, «ZEIT HEILT ALLE WUNDER», Sonntag, 19.08.2018, 17.00 Uhr  Felsenbühne Rathen ·

Möchte Sie einmal mit Lachkrämpfen durch Ihre Kindheit reisen? Haben Sie auch manchmal wieder das Verlangen nach dem Geschmack von Apfel-Fips und dem Geruch von Intershop? Uwe Steimle begegnet genau diesen Dingen auf seiner Zeitreise. Angefangen bei Oma Käthe in Suhl und seiner Schwellenangst, die ihn hin und wieder befällt, bis hin zu seinem Schulweg und dem ganz normalen Alltag. „Wann fällt die Mauer“, „Warst du auf dem Friedhof“? und „Wer hat die Laternen angezündet“!

Dazu gibt’s Musik,- Deutsch natürlich, von „Anna aus Havanna“ bis zur Arie des Figaros wird jede Tonlage gestreift. Diese einzigartige Reise unternimmt Uwe Steimle mit Ihnen und seinem Jazz-Trio. Dass die Kindheitserinnerungen ausgezeichnet musikalisch umrahmt. Eigene Lieder und Texte, aber auch bekannte Stimmungshits wie „Du hast den Farbfilm vergessen“ fließen, natürlich „Steimlerisch“ umgestaltet, eindrucksvoll ins Programm ein.

…gern doch …“, so der wohl berühmteste Satz, an seinem Showabend, wird Ihnen noch lange nach der Veranstaltung in den Köpfen hängen. Gerne doch kommen wir wieder …Gern doch… Schwelgen auch Sie schon jetzt in Erinnerungen? …dann sind Sie hier genau richtig, denn die Erinnerung ist eine mysteriöse Macht und bildet die Menschen um. „Wer das was gut war vergisst, wird böse, Wer das was schlimm war vergisst, wir dumm“, sagt Erich Kästner.

Bitte schauen Sie herein, wenn es heißt: „Zeit ist Gnade.“ Es wird Zeit!

PS.: „Heilt Zeit wirklich alle Wunder?“ Diese Frage gibt es an diesem Abend zu klären, also bitte nehmen Sie sich Zeit. Denn jetzt, wo die Zukunft Wirklichkeit wird, haben wir in Wirklichkeit gar keine Zukunft mehr, dann haben wir wieder Zeit!


Änderungen vorbehalten!
Die Eintrittskarten der Landesbühnen Sachsen für Veranstaltungen am Theater Radebeul und auf der
Felsenbühne Rathen gelten als Fahrausweis 4 Stunden vor bis 6 Stunden nach Veranstaltungsbeginn
in allen Nahverkehrsmitteln – außer Sonderverkehrsmittel – im VVO-Verbundraum.

—| Pressemeldung Landesbühne Sachsen |—

Berlin, Festival Schloss Rheinsberg, Der Freischütz – Carl Maria von Weber, IOCO Kritik, 08.08.2018

August 9, 2018 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Oper

Festval Schloss Rheinsberg / Schloss am Abend © Kammeroper / Henry Mundt

Festval Schloss Rheinsberg / Schloss am Abend © Kammeroper / Henry Mundt

Kammeroper Schloss Rheinsberg

Der Freischütz – Carl Maria von Weber

 Festival Kammeroper Schloss Rheinsberg – Freischütz in historischem Heckentheater

Von Kerstin Schweiger

„Ein Walzer kam. – Die Geigen – es musste eine starkbesetzte Kapelle sein – zogen süß dahin, sie sangen das Thema, ein einfaches, liebliches, in langen Bogenstrichen. Verstummten. Aber nun nahmen es alle Instrumente auf, forte, und es war, wie wenn zarte Heimlichkeiten ans Licht gezogen würden“, Kurt Tucholsky: Rheinsberg – ein Bilderbuch für Verliebte, 1912

Der rettungslos in das märkische Städtchen Rheinsberg verliebte Schriftsteller Kurt Tucholsky stand literarisch Pate für den Begriff von einem Sehnsuchtsort Rheinsberg, wie er heute auf moderne Weise die künstlerische Vision des ersten Schlossherren und Kunstförderers Friedrich II. fortleben lässt. Das Sommerfestival Kammeroper Schloss Rheinsberg besticht durch die Idee einer Verbindung eines internationalen Gesangswettbewerbs zur Förderung junger Opernsänger aus der ganzen Welt mit einem Festival. Für die Wettbewerbssieger vergibt die Kammeroper kein Preisgeld, sondern die ausgeschriebenen Partien in den Rheinsberger Opernaufführungen. Insgesamt 33 Aufführungen und Konzerte stehen 2018 auf dem Spielplan der 28. Festivalsaison, 20 junge Sängerinnen und Sänger aus 12 Nationen – alle Partien sind doppelt besetzt – bilden das Ensemble.

Als literarisch-musikalisches Traumschiff am Grienericksee haben die Preußenprinzen Heinrich und Friedrich Schloss Rheinsberg gut anderthalb Jahrhunderte vor Tucholsky als Ort der Künste etabliert. Friedrich der Große (1712-1786) habe hier die „glücklichste Zeit“ seines Lebens verbracht, betonte der Preußenkönig in späteren Jahren. Friedrich holte Maler, Dichter und Philosophen nach Rheinsberg und legte so den Grundstein für den ideellen Musenhof, der dort bis heute fortlebt.

DER FREISCHÜTZ: Uraufführung 18.6.1821 Schauspielhaus am Gendarmenmarkt in Berlin, Premiere Festival Kammeroper Schloss Rheinsberg 3.8.2018

Wie Friedrich es begann, ist Rheinsberg nun in 28 Sommerspielzeiten zu einem Arbeits- und Begegnungsort internationaler Künstler und Mentoren mit  einem verliebten Publikum aus ganz Deutschland geworden. Möglich wurde dies durch einen einzigartigen Kulturverbund, durch eine künstlerische Aneignung des ostdeutschen Komponisten Siegfried Matthus. Matthus gründete 1990 das Festival Kammeroper Schloss Rheinsberg, das von Beginn an auf zwei künstlerischen Gleisen fuhr. Die Förderung junger Opernsänger und Musiker mit Aufführungen und Konzerten am historischen Ort der Künste. Schloss und See standen als natürliche Kulissen zur Verfügung. Auch die Landesmusikakademie im Schloss Rheinsberg ist Teil des heutigen Kulturquartiers. Es folgte 2004 das Schlosstheater als dritte Sparte der Musikkultur. Dort finden im Sommer  Inszenierungen der Kammeroper statt, übers Jahr folgen Konzerte der Kurse, die in der Musikakademie stattfinden, und Gastspiele. Das Theater ist nur von außen historisch. Der Innenraum ist modern und sehr variabel zu bestuhlen und zu nutzen.

Kammeroper Rheinsberg / Der Freischütz @ Kammeroper / Uwe Hauth

Kammeroper Rheinsberg / Der Freischütz @ Kammeroper / Uwe Hauth

Der Wettbewerb für das Opernfestival  findet jährlich im Februar statt. Über 10.000 junge Sänger nahmen bisher an den Wettbewerben teil. 82 Inszenierungen begeisterten rund 400.000 Zuschauer. In Rheinsberg beginnen Sängerkarrieren. In den Opernhäusern von Athen bis Zürich trifft man „Rheinsberger Sänger“. Darunter sind Annette Dasch, Olga Peretyatko, Nadine Weissmann und Aris Argiris. Das Festival wurde zur künstlerischen Familientradition, seit 2014 ist Frank Matthus, Sohn des Komponisten, künstlerischer Direktor. Das Amt gibt er ab Herbst 2018 an Georg Quander weiter, Nachwende-Intendant an der Staatsoper und der Linden in Berlin, an Friedrichs ehemaligem Berliner Musenhof. Als neuer künstlerischer Direktor soll er die Musikakademie und die Kammeroper Schloss Rheinsberg leiten.

Die Handlung:  Ort und Zeit der Handlung Böhmen, kurz nach Beendigung des Dreißigjährigen Krieges. Die Dorfbewohner feiern ein Schützenfest. Bei dieser Gelegenheit verspotten sie den Jägerburschen Max, der lange nicht getroffen hat. Max möchte Agathe heiraten, die Tochter des Erbförsters Kuno. Deshalb muss er am folgenden Tag während der fürstlichen Jagd den entscheidenden Probeschuss ablegen, wie es Tradition ist. Trifft er nicht, kann er auch nicht Agathe heiraten und die Försterei erben. Max ist in Sorge, wie er am nächsten Tag den Probeschuss bestehen kann.

Der Jägerbursche Kaspar will sich an Max rächen, da er eigentlich Agathe heiraten wollte, sie ihn jedoch zugunsten von Max abwies. Kaspar leiht Max sein Gewehr und ermuntert ihn, sein Ziel mittels schwarzer Magie zu erreichen und sogenannte „Freikugeln“ zu gießen, die immer träfen.

Beide verabreden sich dazu um Mitternacht in der Wolfsschlucht. Für Kaspar ist dies überlebenswichtig. Er hat seine Seele Samiel (dem Teufel) verschrieben, im Tausch für die alles treffenden Freikugeln. Wenn er Samiel bis Mitternacht ein anderes Menschenopfer bringt, so ist er selbst gerettet.

Im Haus des Erbförsters Kuno ist Agathes Kusine Ännchen damit beschäftigt, Agathe, die dunkle Vorahnungen und Angst um Max hat, aufzumuntern. Als Max endlich kommt, bringt er wieder keine adäquate Jagdbeute mit. Max erfindet vor Agathe Ausreden, um die Verabredung mit Kasper in der Wolfsschlucht einhalten zu können.

 Kammeroper Rheinsberg / Der Freischütz - hier : Mima Millo als Agathe @ Kammeroper / Uwe Hauth

Kammeroper Rheinsberg / Der Freischütz – hier : Mima Millo als Agathe @ Kammeroper / Uwe Hauth

Vor Mitternacht bereitet Kaspar in der verrufenen Wolfsschlucht alles für das Gießen der Freikugeln vor. Noch bevor Max erscheint, beschwört er Samiel, den schwarzen Jäger, und bietet Max, Agathe und Kuno als Opfer an. Samiel soll die siebte Kugel verwünschen, so dass sie Agathe trifft.

Samiel kann aber nur über Max Macht erlangen, wenn dieser mit Kaspar die Freikugeln gießt, die Samiels Zauber unterliegen. Max erscheint und das Kugelgießen wird vom Erscheinen wilder Tiere, Geistern der Nacht, Gewitter und Sturm begleitet. Als Kaspar die letzte Kugel gießt, erscheint Samiel und greift nach Max.

Kaspar und Max haben die sieben Freikugeln aufgeteilt. Max bereitet sich mit Übungsschüssen auf den Probeschuss vor und verbraucht fast alle Kugeln. Kaspar achtet darauf, dass die siebte, die von Samiel manipulierte, in Max’ Gewehr steckt

Agathe und Ännchen warten auf Max‘ Rückkehr. Zum Probeschuss erscheinen der Landesfürst und sein Gefolge. Fürst Ottokar fordert Max auf, den Probeschuss abzulegen und eine Taube vom Baum zu schießen. Max schießt, in diesem Augenblick betreten Agathe und die Brautjungfern das Gelände. Agathe fällt, scheinbar getroffen, zu Boden doch der Eremit kann mit seinem Erscheinen die siebte verfluchte Freikugel umlenken: Kaspar wird tödlich getroffen. Max gesteht das Gießen der Freikugeln in der Wolfsschlucht. Der Eremit tritt für Max ein, Max solle nach einem Jahr der Bewährung Agathe heiraten dürfen, wird jedoch vorübergehend (?) in die Irrenanstalt gebracht und Agathe verbleibt zunächst in der Obhut des Fürsten.

Musikalisch ist die Aufführung ein (Sommernachts)Traum

Die junge Kammerphilharmonie Berlin musiziert unter Leitung von Simon Krecic. Der slowenische Dirigent ist seit Dezember 2013 künstlerischer Leiter des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. Krecic reisst die jungen Musiker zu Höchstleistungen hin. Mit flotten Tempi arbeitet er bereits in der Ouvertüre die von Weber angelegten zwei musikalischen Welten der Düsternis und der realen Welt feinsinnig heraus. Er hält die Spannung über den gesamten Abend mit präzisen Einsätzen, einer fordernden wie zarten Dynamik. Den Sängern bietet er eine sichere zügige Hand, lässt ihnen Raum für Nuancierungen und hält die Ensembles straff zusammen. Er lenkt das gesamte junge Ensemble auf wunderbar leichte Weise durch den Abend.

Dabei ist die notwendige Tontechnik zwiespältig, weil in dem offenen Raum unverzichtbar, insbesondere jedoch in der Verstärkung hoher Stimmen gelangt sie teilweise an Grenzen. Tenor Johannes Grau singt in der Premiere die Partie des Max. Sein Tenor hat ein angenehmes Timbre und Strahlkraft mit klaren Höhen, die ausgezeichnete Diktion wird seiner Rolleninterpretation als Intellektuellem im Jägerkorsett gerecht.

Johannes Schwarz gestaltet mit kernigem Bass und markigen Phrasen seinen gesangs- und Dialogpart in der relativ kleinen Rolle des Höllenpartners Kaspar. Jerica Steklasa ist ein patentes Ännchen mit leichtem, flexiblem, sehr höhensicheren Sopran. Strahinja Djokic gestaltet als Doppelrolle den Eremiten und Samiel mit profundem Bass. Mit angenehmen Stimmen klingen Chorsolisten, Brautjungfern, Kuno, Ottokar und Kilian mühelos über das Orchester.

Der größte gesangliche Gewinn des Abends ist jedoch Mima Millo als Agathe. Die junge israelische Sopranistin wird mit ihrem dunkel timbrierten hochlyrischen Sopran allen Klangfarben von Webers musikalischer Vorstellungskraft gerecht. Mit traumsicherer Höhe gelingt ihr der Wechsel zwischen atemberaubendem elegischen Pianissimo und frischer Dynamik mühelos.

Kammeroper Rheinsberg / Der Freischütz - hier : nachts in der Wolfsschlucht @ Kammeroper / Uwe Hauth

Kammeroper Rheinsberg / Der Freischütz – hier : nachts in der Wolfsschlucht @ Kammeroper / Uwe Hauth

Inszenierung und Setting

Regisseur Bruno Berger-Gorski orientiert sich in seiner Interpretation an der Vorlage zum Libretto, dem ersten Band des Gespensterbuches von August Apel und Friedrich Laun, einer Sammlung von Geister- und Spukgeschichten von 1810. Darin findet sich auch die Sage von der „Jägersbraut“, die – anders als in Webers Oper – nicht zum Happy End führt. Dort strandet der Jägerbursche Max, der eigentlich ein Schreiber ist und mit der Teufelskugel seine Braut erschießt, schließlich im Irrenhaus. Die Szenen der Oper spiegeln seine Erinnerungen und Alpträume wider.

In der szenischen Umsetzung erklärt der Regisseur die Szenenfolge zu einem permanenten Albtraum und das Protagonistenpaar Max und Agathe von Beginn an für verrückt oder zumindest psychisch labil. Max ist ein introvertierter Denker, Agathe scheint  schwermütig-depressiv. Früh erscheint medizinisches Personal auf der Szene (Krankenschwestern mit Rotkreuzkoffern folgen den Akteuren auf jedem szenischen Pfand). Dazu erfindet die Regie für Jäger und Jungfern eine Vielzahl von Gelegenheiten und Requisiten, mit denen sie den immerwährenden Albtraum mit modernen Requisiten ins Heute versetzt. Da erscheint ein makabres Orchester aus Skeletten und Totenköpfen, das auf Knocheninstrumenten spielt, Sado-Maso-Gestalten in Leder scheinen dem Kit Kat Club entstiegen und bieten den Chorsolisten Gelegenheiten für eine groteske Lasziv-Choreografie, die stets das Anrüchige sucht (und platt nicht findet). Ännchen, die Spielmacherin, gönnt sich bei so viel Düsternis schon mal eine flotte Shisha-Pfeife. Das medizinische Personal trägt mit dem Gauland-Zitat „Wir werden sie jagen“ das Grauen auch auf dem Rücken der Kostüme. Nach Bildzitaten von Bismarck bis Helmut Kohl tritt in der Wolfschluchtszene Agathe sogar als Angela Merkel mit Perücke und Hand-Raute auf. Max endet hier konsequenterweise in der Zwangsjacke, die passive Agathe wird vorerst der Obhut oder Willkür eines militärischen Herrschers mit eindeutigen Absichten überlassen.

Regisseur Bruno Berger-Gorski bezieht sich so jedoch auf den nach der Uraufführung 1821 geprägten Begriff einer deutschen Nationaloper in einem schwer nachvollziehbaren szenischen Sinne. Selbst wenn die Regie mit dem Bezug zu heutiger Stimmung und Politik hier möglicherweise vergleichbare Befindlichkeiten erkennen wollte, ist das so nicht zu Ende oder zu kurz gedacht.

Auch das von Christoph Rasche konzipierte Bühnenbild fällt angesichts der natürlich gegebenen Möglichkeiten mit großen alten Bäumen im akkurat gestutzten Heckentheater doch recht karg aus. Ein mit Jagdtrophäen behängter Rahmen auf einer Schräge, ein Glaskubus am rechten Rand. Das Lichtdesign kommt erst mit fortschreitender Dunkelheit im zweiten Teil zum Tragen, auch hier herrscht außer in der quietschbunten Wolfschlucht eher Zurückhaltung.

Das Kostümbild nach Knut Hetzer setzt Sigrid Herfurth um. Im Stilmix dominieren moderne Accessoires auf historischen Kostümen. Chorsolisten und Statisten treten als Rotkreuzschwester oder Pflegepersonal, Ledergestalten auf, Militaria (ein eisernes Kreuz auf Kaspers Brust, der Fürst in Uniform) sind ebenfalls Teil des Kostümkonzepts. Agathe trägt Strickjacke und Morgenmantel zum Brautkleid.

Der Ansatz einer musikalisierten Depression liegt gespiegelt in der Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte nicht ganz fern. Als Ort und Zeit ist im Libretto zum Freischütz Böhmen um 1640 angeführt. Direkt nach dem 30jährigen Krieg verfielen ganze Völker in verwüsteten, leergefegten Landstrichen in eine den verheerenden Folgen des Kriegstobens geschuldete Depression. Auch zur Entstehungszeit der Oper war die mit napoleonischen Eroberungswillen in weiten Teilen Europas einhergegangene Depression noch nicht lange überwunden. Erst der Sieg über Napoleon 1812 gab einem identistätstifenden Streben der deutschen Einzelstaaten nach Verbundenheit nach langer Depression in Fremdherrschaft Aufschwung. Weber landete mit seinem romantischen Sagenstoff und einer musikalischen Zeichnung, die den vorherrschenden Mustern der italienischen Oper einen neuen Opernbegriff entgegensetzte. Mit Volksliedhaften Chören und gesprochenen Dialogen zwischen den Arien und Ensemblenummern präsentierte eine einen neuen Ansatz. Der Skeptiker Heinrich Heine erkannte diese neue Qualität an: „Haben Sie noch nicht Maria von Weber’s ‚Freischütz‘ gehört? Nein? Unglücklicher Mann! Aber haben Sie nicht wenigstens aus dieser Oper ‚das Lied der Brautjungfern‘ oder ‚den Jungfernkranz‘ gehört? Nein? Glücklicher Mann!“

Und schnell wurde der Begriff von einer deutschen Nationaloper laut, zielführend in Richtung eines verbundenen deutschen Staates – Oper als politisches Instrument. In einer Besprechung aus der Uraufführungszeit heißt es: „… wer kein Vaterland hat, erfinde sich eins! Die Deutschen haben es versucht auf allerlei Weise, … und seit dem Freischützen tun sie es auch mit der Musik. Sie wollen einen Hut haben, unter den man alle deutschen Köpfe bringe. Man mag es den Armen hingehen lassen, dass sie sich mit solchen Vaterlandssurrogaten gütlich tun.“ (Ludwig Börne, 1822)

Nicht umsonst fand die Berliner Uraufführung am Jahrestag der Schlacht von Waterloo (1815), der Niederlage Frankreichs durch englisch-preußische Allianz, dem 18. Juni 1821 statt.

In Rheinsberg kann aber das ambitionierteste Regiekonzept die Theatermagie des Ortes nicht übertreffen. Regie führt hier allein die Natur. Die grünen Hecken des Theaters, die die natürliche Bühneneingrenzung bilden und akkurat gestutzt Auftritte und Abgänge steuern, sind ein historisches Naturwunder, gestaltet 1758 von Baron von Reisewitz. Punktgenau setzen vom See aus vorüberziehende Nachtvögel ihre Rufe während der Ouvertüre ab. Die hohen Bäume um das Heckentheater bewegen im leichten Abendwind ihre Kronen während der Wolfschluchtszene vor schwarzem Himmel. Selbst das Nachtfalterballett im Licht der Scheinwerfertürme scheint einer geheimen Choreografie zu folgen.

„Und sie gingen durch den dämmerigen Park, in dem die Baumgruppen erdunkelten, sich schwärzlich auseinanderschoben… Der Himmel war am Nachmittag schimmernd klar gewesen – noch spannte er sich wie ein ungeheurer Bogen von Osten nach Westen, aber nun hatte er eine dunkle Färbung angenommen, er war fast schwarz, und weiße Wolkenflecken zogen rasch unter ihm dahin“, Kurt Tucholsky, Rheinsberg, ein Bilderbuch für Verliebte, 1912


Premiere: 3. August 2018, 19.30 Uhr Heckentheater Rheinsberg Weitere Vorstellungen: 10., 11., 12. August 2018

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