Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, PREMIERE Friedrich Hebbel / Antonio Vivaldi Judith, 10.10.2009

September 24, 2009 by  
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Oper Stuttgart

PREMIERE

Friedrich Hebbel / Antonio Vivaldi

Judith

Mit Kompositionen von Lars Wittershagen und Texten von Anne Tismer und aus dem Buch Judit
Eine Koproduktion der Staatsoper Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart
mit den Salzburger Festspielen 2009

10. Oktober 2009, 19.30 Uhr, Schauspielhaus

Weitere Aufführungen: 15., 23. und 31. Oktober 2009, 15., 20. und 29. November,
3., 15., 19. und 27. Dezember 2009; 11., 20. und 25. Januar, 9. und 24. Februar,
4., 16. und 29. März 2010

Komposition Lars Wittershagen
Musikalische Leitung Lutz Rademacher, Jörg Halubek
Regie Sebastian Nübling
Bühne und Kostüme Muriel Gerstner
Licht Gérard Cleven
Dramaturgie Kekke Schmidt, Xavier Zuber
Mit:
Jonas Fürstenau, Sebastian Kowski, Sebastian Röhrle, Dino Scandariato und Matias Tosi als Holofernes, Daniel Gloger als Vagaus, Tajana Raj, Stephanie Schönfeld und Anne Tismer als Judith
Chorsolisten Tibor Brouwer, Silke Gäng, Christopher Kaplan, Angelika Lenter und dem Orchester „Il Gusto barocco“


„Judith“: Ein gemeinsames Projekt der beiden Ensembles von Staatsoper und Schauspiel

Regisseur Sebastian Nübling entwickelt auf der Basis von Hebbels gleichnamigem Drama und Vivaldis Festmusik „Juditha triumphans“ einen Musik-Theaterabend

Joint venture der Staatsoper Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart: In Kooperation mit den diesjährigen Salzburger Festspielen kommt es am 10. Oktober 2009, 19.30 Uhr im Schauspielhaus zu einer besonderen künstlerischen Begegnung: In dem Projekt „Judith“ nähern sich die Stuttgarter Ensembles von Oper und Schauspiel dieser biblischen Gestalt in einer Regiearbeit von Sebastian Nübling.

Hebbels gleichnamiges Drama, Texte von Anne Tismer und aus dem Buch Judit sowie Vivaldis Festmusik „Juditha triumphans“ von 1716 bilden die Bausteine von Nüblings szenischer Judith-Erkundung. Dabei entwickelt er Regie und Kompositionen dieses Musik-Theaterabends mit Lars Wittershagen, unter dem Dirigat von Lutz Rademacher und im Raum und Kostümen von Muriel Gerstner.

Ist die Figur Judith Tugendheldin oder Schreckbild einer fatalen Weiblichkeit, die der tradierten männlichen Überlegenheit in der Maske der Verführung zu Leibe rückt? Das apokryphe „Buch Judit“ aus der Bibel erzählt die Errettung der Stadt Betulia durch Judith als Triumph des Schwachen über das Starke. Gott befreit sein Volk aus der Belagerung durch den scheinbar unbesiegbaren assyrischen Feldherrn Holofernes „durch die Hand einer Frau“: Judith schlägt Holofernes mit seinem eigenen Schwert den Kopf ab.

Diesem Skandalon, der schillernden Gestalt Judith, welche zweitausend Jahre Kulturgeschichte in Gang gesetzt hat, wie die zahllosen künstlerischen Darstellungen des Motivs am eindrucksvollsten beweisen, spürt Regisseur Nübling nach. Dabei arbeitet er – nach seinem Opernregiedebüt „Carmen“ und Schauspielinszenierungen wie „I Furiosi“ an den Württembergischen Staatstheatern – erstmals in Stuttgart Sparten übergreifend sowohl mit Sängern, Schauspielern sowie dem Orchester „Il Gusto barocco“ zusammen. Das Barock-Ensemble gründet sich für diese Inszenierung und wird auch künftig in Stuttgart eine Konzertreihe gestalten.

Die Produktion „Judith“ feierte bereits am 27. Juli 2009 in Salzburg Premiere, bei den Festspielen war Sebastian Nübling damit bereits zum zweiten Mal zu Gast.

Biographien

Lars Wittershagen ist für die neuen Kompositionen in der Neuinszenierung und Koproduktion „Judith“ verantwortlich. In Schwerte geboren studierte er von 1992 bis 1998 Kulturwissenschaften in Hildesheim. Von 1998 bis 2000 lehrte er dort am Institut für Theater und Medien und war u. a. am Theater ASPIK Hildesheim, am jungen theater basel, am Theater Basel und am Theater am Neumarkt in Zürich tätig. Seit 1998 arbeitet er eng mit Sebastian Nübling zusammen, so u.a. bei den Inszenierungen in Basel, am schauspielhannover und in Stuttgart, wie z.B. „Don Quixote“, „Die drei Vögel“, „Mamma Medea“ und „Wilde oder der Mann mit den traurigen Augen“ von Händl Klaus, ein Stück, das zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurde. Zuletzt komponierte Lars Wittershagen die Musik für „Gespenster“ von Ibsen in der Regie von Sebastian Nübling an der Schaubühne Berlin. Bei der RuhrTriennale 2007 komponierte Lars Wittershagen die Musik zu „Next Level Parzival“.

Lutz Rademacher hat in dieser Spielzeit die musikalische Leitung bei der Neuproduktion „Judith“, eine Koproduktion der Staatsoper Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart mit den Salzburger Festspielen; die Premiere findet im Juli in Salzburg statt. Lutz Rademacher wurde in Lübeck geboren und studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg Dirigieren und Klavier. Während des Studiums leitete er zahlreiche Opernproduktionen im Jungen Forum Musiktheater und besuchte Kurse beim Dirigentenforum des Deutschen Musikrates sowie an der Accademia Musicale Chigiana in Siena. Im Rahmen einer klassischen Kapellmeister¬laufbahn erarbeitete sich Lutz Rademacher ein breitgefächertes Repertoire von der barocken Oper bis zur Musik der Gegenwart. Über die Stationen Coburg und Halberstadt gelangte er 2003 an das Theater Basel. Dort dirigierte er unter anderem „Tristan und Isolde“, „Die Liebe zu den drei Orangen“, „La traviata“ und „Der Freischütz“. 2005 und 2006 war er musikalischer Assistent und Studienleiter bei den Bayreuther Festspielen. Gastdirigate führten ihn an das Nationaltheater Weimar, die Niedersächsische Staatsoper und De Vlaamse Opera Antwerpen/Gent. Seit 2007 ist Lutz Rademacher als Erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusik¬direktor am Theater Freiburg engagiert. Neben Dirigaten der „Walküre“ leitete er seither Neuproduktionen von „Il barbiere di Siviglia“ und „Peer Gynt“ sowie überregional beachtete Premieren von Krzystof Pendereckis „Die Teufel von Loudun“ und Manuel de Fallas „La vida breve“. Lutz Rademachers Interesse für neue Formen des Musiktheaters äußert sich in seiner Zusammenarbeit mit Regisseuren wie Claus Guth, Calixto Bieito und Marcus Lobbes.

Jörg Halubek ist zusammen mit Lutz Rademacher verantwortlich für die musikalische Leitung bei der Opern- und Schauspiel-Koproduktion „Judith“. Nach Studien in Stuttgart und Freiburg bei Jon Laukvik und Robert Hill spezialisierte er sich in der Alten Musik an der Schola Cantorum in Basel und schloß seine Studien bei Andrea Marcon, Jesper Christensen und Jörg-Andreas Bötticher mit Auszeichnungen in Orgel, Cembalo und Basso continuo ab. Die Studienstiftung des Deutschen Volkes und der DAAD förderten ihn als Stipendiaten. Im Sommer 2004 gewann er den ersten Preis des 14. Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs in Leipzig, eine Auszeichnung, die zu zahlreichen Einladungen führten, so zu den Bachfesten in Leipzig, Ansbach und Aschaffenburg sowie zu internationalen Musikfestivals, wie das International Festival Musical Olympus Moskau / St. Petersburg, die Ludwigsburger Schlossfestspielen, das internationale Orgelfestival in Treviso (Italien) und die internationalen Händelfestspielen. Zahlreiche Orgelkonzerte führten Jörg Halubek nach Oslo, Parma, Basel, Lübeck, zum Gewandhaus Leipzig sowie zur Leipziger Thomaskirche. Er musizierte Bachs Cembalokonzerte mit dem Venice Baroque Orchester unter Andrea Marcon beim Europäischen Musikfest Stuttgart, mit dem Philharmonischen Orchester St. Petersburg und mit dem Staatsorchester Stuttgart. In der Spielzeit 2007 war er mit Francis Poulencs Orgelkonzert in der Produktion „Klang-Körper“ des Stuttgarter Balletts zu hören und musizierte den Solopart von Bachs fünftem Brandenburgischem Konzert bei einer Japan-Tournee im Juni 2007 mit dem Stuttgarter Kammerorchester. Seit 2003 unterrichtet er an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart Cembalo und Historische Aufführungspraxis und seit 2005 an der Hochschule für Musik Karlsruhe.

Sebastian Nübling, Regisseur der „Judith“ – einer Opern- und Schauspiel-Koproduktion mit den Salzburger Festspielen – sowie der „Carmen“, wurde 1960 geboren. Nach Abschluss seines Studiums der Kulturwissenschaft und ästhetischen Praxis arbeitete er als Musiker und Schauspieler. 1997 begann er als Regisseur mit der Realisierung eigener Projekte, darunter Sarah Kanes „Gier“, Shakespeares „Romeo und Julia“ und „König Lear“ am Theater Basel. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn mit dem Schauspielmusiker Lars Wittershagen und der Bühnenbildnerin Muriel Gerstner. Seit 2002 waren mehrere seiner Inszenierungen beim Berliner Theatertreffen zu sehen, so Ibsens „John Gabriel Borkman“ in 2002, „Dido und Aeneas“ nach Purcell und Marlowe in 2007 – eine Produktion, die mit dem 3sat-Preis für zukunftsweisende Leistung ausgezeichnet wurde – und Simon Stephens „Pornographie“ in 2008. Viele seiner Arbeiten entstanden mit dem jungen theater basel, u. a. Simon Stephens‘ „Reiher“ als Koproduktion mit dem Schauspiel Stuttgart und jüngst „Dear Wendy“ nach dem Drehbuch von Lars von Trier. Am Schauspiel Stuttgart waren außerdem seine Produktionen „VIRUS!“ nach Euripides und „I Furiosi – Die Wütenden“ nach Nanni Balestrini zu sehen. Bei der RuhrTriennale 2007 inszenierte Sebastian Nübling „Next Level Parzival“ von Tim Staffel. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehören „Mütter.Väter.Kinder“, eine Koproduktion von HAU Berlin und pvc Tanztheater Freiburg sowie das Singspiel „Furcht und Zittern“ von Händl Klaus und Lars Wittershagen an den Münchner Kammerspielen.

Muriel Gerstner, Bühnen- und Kostümbildnerin für „Carmen“, wurde in Basel geboren und absolvierte nach einer Ausbildung zur Theatermalerin am Stadttheater Bern ihr Studium im Fach Bühnenbild bei Axel Manthey und Klaus Zehelein. Anschließend arbeitete sie als Assistentin an der Staatsoper Stuttgart. Seit 1990 ist sie als Bühnen- und Kostümbildnerin tätig, u.a. am Staatstheater Stuttgart, an den Münchner Kammerspielen, am Schauspielhaus Hamburg, Staatstheater Hannover und Theater Basel. Seit 2000 verbindet sie eine enge Zusammenarbeit mit dem Regisseur Sebastian Nübling und dem Theatermusiker Lars Wittershagen. Gemeinsame Projekte waren u.a. Shakespeares „Romeo und Julia“, Sarah Kanes „Gier“, Tom Lanoyes „Mamma Medea“, Händl Klaus‘ „Wilde-Mann mit den traurigen Augen“ und „Dunkel lockende Welt“, beide eingeladen zum Berliner Theatertreffen, sowie „VIRUS!“ nach Euripides, „Reiher“ von Simon Stephens und „I Furiosi – Die Wütenden“ nach Nanni Balestrini, alle drei auch am Schauspiel Stuttgart zu sehen. Zu ihren jüngeren gemeinsamen Arbeiten gehört die Produktion „Dido und Aeneas“ nach Purcell und Marlowe am Theater Basel. Für die Ausstattung von Ibsens „Jon Gabriel Borkman“ wurde Muriel Gerstner im Jahr 2002 von der Zeitschrift theater heute als „Nachwuchsbühnenbildnerin des Jahres“ ausgezeichnet. Bei der RuhrTriennale 2007 gestaltete sie die Bühne für „Next Level Parzival“, wiederum in der Regie von Sebastian Nübling.

Gérard Cleven ist verantwortlich für die Lichtgestaltung der Neuproduktion „Judith“ sowie der Wiederaufnahme „Carmen“. Er erhielt seine Ausbildung in Elektrotechnik und Musik in den Niederlanden und arbeitet derzeit als Leiter der Beleuchtungsabteilung am Luzerner Theater. An diesem Haus zeichnete er für das Lichtdesign bei zahlreichen Produktionen verantwortlich. Im Bereich Musiktheater arbeitete er als Lichtgestalter für Inszenierungen von u.a. Jean-Claude Auvray, George Delnon, Philipp Himmelmann, Andreas Baesler, Reinhild Hoffmann, Johannes Schaaf und Katsuko Watanabe. Auch im Schauspiel war Gérard Cleven bei zahlreichen Produktionen für die Gestaltung des Lichts zuständig und arbeitete u.a. mit Jürgen Kruse, Albrecht Hirche, Sebastian Nübling sowie Andriy Zholdak und war in dieser Form für die Staatsoper Stuttgart, die Hamburgische Staatsoper, das Theater Basel, De Nederlandse Opera in Amsterdam, die l’Opéra de Nancy, die l’Opéra du Rhin in Strasbourg, die Salzburger Festspiele, die Nationaloper in Zagreb sowie die RuhrTriennale in Essen tätig.

Das Stuttgarter Barock-Ensemble IL GUSTO BAROCCO besteht aus einer variablen Besetzung bis zu 30 Musikern mit Spezialisten auf dem Gebiet der historischen Aufführungspraxis. Die Mitglieder des Ensembles kommen aus einem größeren Radius, der von London über Amsterdam bis Basel reicht. Gegründet wurde das Ensemble von Bachpreisträger Jörg Halubek anlässlich einer Aufführung von J.S. Bachs Kunst der Fuge beim Europäischen Musikfest 2008. Selten gespielte Instrumente wie Zinken, Lauteninstrumente oder die Chalumeau gehören zum Inventar von IL GUSTO BAROCCO. Die Liebe zur Alten Musik und die Experimentierfreude, historische Quellenerkenntnisse in Klang umzusetzen, führen zu unerwarteten Neuentdeckungen von Altbekanntem. Neben den Judith-Aufführungen im Schauspielhaus gestaltet das Ensemble von September 2009 bis Juni 2010 eine monatliche Konzertreihe in der Gaisburger Jugendstilkirche. Unter dem Titel „Johann Sebastian Bach. Die Musikalische Bibliothek“ führt diese Konzertreihe als 10-teilige „musikalische Spurensuche“ an verschiedene Orte, Inspirationen und musikalische Entdeckungen Bachs.

Tajana Raj singt in dieser Spielzeit in der Neuproduktion „Judith“. Sie ist außerdem als Cherubino in der Wiederaufnahme von „Le nozze di Figaro“ sowie u.a. als Mercedes in „Carmen“ und Olga in „Eugen Onegin“ zu erleben. Sie wurde in Nürnberg geboren und studierte an der Musikhochschule Würzburg bei Leandra Overmann. Ab der Spielzeit 2003/04 war Tajana Raj an der Staatsoper Hannover engagiert, bevor sie 2006/07 Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart wurde. In Hannover sang sie in Luigi Nonos „Al gran sole carico d’amore“ und in „Evening Hymn“, einer szenischen Adaption weltlicher und geistlicher Musiken von Henry Purcell. Sie war außerdem als Zweite Dame in „Die Zauberflöte“ sowie Bradamante in Händels „Alcina“ zu hören, eine Partie, mit der sie auch an der Komischen Oper in Berlin gastierte. In Stuttgart sang sie bisher bereits Idamante in „Idomeneo“ sowie Emilia in „Otello“, Mercedes in „Carmen“, Barena in „Jen?fa“, Flora in „La traviata“, Suzuki in „Madama Butterfly“ und Hänsel in „Hänsel und Gretel“.

Matias Tosi singt in dieser Spielzeit in der Neuproduktion „Judith“. Er wurde in Buenos Aires geboren, wo er Gesang studierte und eine Ausbildung als Tänzer und ein Schauspielstudium absolvierte. Mit 18 Jahren wurde er Mitglied des Opernstudios am Teatro Colón, wo er als Ferrando in „Il trovatore“ auftrat. Zwei Jahre später kam der junge Bass-Bariton nach Deutschland und studierte Gesang an der Musikhochschule München bei Wolfgang Brendel und privat bei Saverio Suarez-Ribaudo. Es folgen Engagements am Theater Regensburg, Essen, Münster und Stuttgart, wo er in „Doktor Faust“ sowie in der Uraufführung „Pastorale“ zu hören war. Im Sommer 2005 gastierte Tosi als Leporello in „Don Giovanni“ bei den Heidenheimer Opernfestspielen und wurde als Entdeckung des Jahres in der Zeitschrift „Das Opernglas“ erwähnt. Sein Repertoire umfasst Partien wie Escamillo in „Carmen“, die Titelpartie in „Mefistofele“, Jago in „Otello“, Guglielmo in „Così fan tutte“ sowie Dulcamara in „Elisir d’amore“. Gastspiele führten Matias Tosi nach Essen, nach Dubai und Abu Dhabi sowie zu den Bregenzer Festspielen. In Stuttgart war er bereits als Erzieher des Grafen in „Le Comte Ory“, Allazim in „Zaïde“, Leporello in „Don Giovanni“ und Papageno in „Die Zauberflöte“ zu erleben.

Daniel Gloger singt in dieser Spielzeit Vagaus in der Oper- und Schauspielkoproduktion „Judith“ von Antonio Vivaldi mit Premiere bei den Salzburger Festspielen. Der gebürtige Stuttgarter studierte in Trossingen Schulmusik, bevor er sein Gesangsstudium an der Musikhochschule Karlsruhe 2005 bei Prof. Donald Litaker mit dem Konzertdiplom abschloss. Seit Mitte der 90er führten ihn Engagements zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen, der MaerzMusik Berlin, Pfingsten Barock der Salzburger Festspiele, Wien Modern oder dem Festival transart. Seit 1994 ist er festes Ensemblemitglied bei den neuen Vocalsolisten Stuttgart, dem weltweit einzigen reinen Vocalensemble für Neue Musik. 2004 erhielt er ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. Er sang in Musiktheater-Engagements beim Festival ECLAT, der Expo 2000, am Théâtre du Chatelet in Paris, am Staatstheater Stuttgart, bei den Schwetzinger Festspielen und beim Centro Experimental des Teatro Colón in Buenos Aires. 2002 gab er als erster Countertenor den Montezuma in Wolfgang Rihms „Eroberung von Mexiko“. 2003 debütierte er in den USA beim Festival Arts and Ideas in New Haven, Connecticut als Liebermann in „The Phantom Palace“ und gestaltete die Titelrolle in Hölszkys „Der gute Gott von Manhatten“ an der Semperoper Dresden. Zuletzt sang Daniel Gloger unter anderem bei der Münchener Biennale für Neues Musiktheater die Uraufführung „Arbeit. Nahrung. Wohnung“ von Enno Poppe und an der Opéra National de Paris „Melancholia“ von Georg Friedrich Haas. Zahlreiche CD- und Rundfunkaufnahmen, auch mit den Neuen Vocalsolisten Stuttgart, dokumentieren sein Repertoire.

Stephanie Schönfeld ist Schauspielerin in der Neuinszenierung „Judith“, einer Koproduktion der Staatsoper Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart. 1998 bis 2002 absolvierte sie ein Studium an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin und war von 2002 bis 2005 am Staatstheater Cottbus, von 2005 bis 2008 am Schauspiel Leipzig engagiert. Dort spielte sie u.a. die Elisabeth in Wolfgang Engels „Don Karlos“-Inszenierung, die Dascha in Konstanze Lauterbachs Inszenierung von Heiner Müllers „Zement“, die Hedda Gabler in der Regie von Markus Dietz sowie in Volker Löschs Inszenierung von Elfriede Jelineks „Ein Sportstück“. Stephanie Schönfeld ist festes Ensemblemitglied des Schauspiel Stuttgart.

Anne Tismer spielt in der Neuproduktion „Judith“. Sie hat Sinologie und Jura in Hamburg sowie Darstellende Kunst am Max-Reinhardt-Seminar in Wien studiert und arbeitet als Performancekünstlerin hauptsächlich in Brüssel, Berlin und Togo. 1992 wurde „Die wundersame Schustersfrau“ mit Anne Tismer in der Titelrolle von der Enrique-Beck-Stiftung, 1994 für „Richard 2“ von der Zeitschrift Prinz ausgezeichnet. 1995 wurde Anne Tismer Nordrheinwestfälische „Schauspielerin des Jahres“ für ihre Leistung in „Medea“. 2003 wurde sie mit dem Deutschen Kritikerpreis und dem 3sat-Preis geehrt sowie zur „Schauspielerin des Jahres“ für ihre Nora ausgezeichnet. Anne Tismer arbeitet häufig zusammen mit John Bock und im Ballhaus Ost. Seit 2003 hat sie u.a. folgende Aktionen hergestellt: ikea 1.versuch, todesstreifen, tokio ueno, tokio strand, bongani, anne-ka, la fiancée, und moi – judith a loméeeeiah. In Berlin, Brüssel und Liège veröffentlichte sie u.a. die Installationen friedhof, moi – boule de douleur und lomé – la fiancée.

Dino Scandariato ist Schauspieler in der Neuinszenierung „Judith“, einer Koproduktion der Staatsoper Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart. Er ist außerdem Inhaber der Szenebar ERDGESCHOSS, in der regelmäßig kleine Produktionen des Schauspiel Stuttgart aufgeführt werden. Von 1997-1999 besuchte Dino Scandariato die Schauspielschule in Saarbrücken und absolvierte parallel dazu von 1997 bis 2001 eine Gesangsausbildung. Seit 1998 arbeitet er als Komponist im Bereich E-Musik für diverse Schauspielproduktionen, u.a. für „Was heißt hier Liebe“ am Theaterhaus Stuttgart. Von 1999 bis 2001 führten ihn mehrere Engagements zum Festival-Betrieb Musik und Theater Saar nach Saarbrücken. Von 2001 bis 2004 folgte ein festes Engagement am Theaterhaus Stuttgart. Gastengagements führten ihn außerdem 2002 an das Theater Hannover und 2005 zu den Salzburger Festspielen und an das Schauspiel Basel.

Jonas Fürstenau ist Schauspieler in der Neuinszenierung „Judith“, einer Koproduktion der Staatsoper Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart. Nach der Hochschule für Musik und Theater „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ in Leipzig vollendete er seine Ausbildung am Studio Staatsschauspiel Dresden. In diese Zeit fallen seine ersten Arbeiten mit Hasko Weber, u.a. der Kragler in Brechts „Trommeln in der Nacht“. Anschließend war er von 2001 bis 2003 am Berliner Ensemble und von 2003 bis 2005 am Nationaltheater Mannheim engagiert. In Mannheim spielte er u.a. den Danton und den Grafen Wetter vom Strahl im „Käthchen von Heilbronn“. Jonas Fürstenau ist festes Ensemblemitglied des Schauspiel Stuttgart.

Sebastian Kowski ist Schauspieler in der Neuinszenierung „Judith“, einer Koproduktion der Staatsoper Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart. Nach seinem Schauspielstudium an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig führten ihn festes Engagements von 1985 bis 1995 an die Städtischen Theater Chemnitz und von 1995 bis 2001 an das Staatsschauspiel Dresden. Sebastian Kowski leitete das Schauspielstudio der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ von 1999 bis 2001. Seit 1996 arbeitet er als Sprecher zahlreicher Reportagen in Produktionen für den Mitteldeutschen Rundfunk, den Bayerischen Rundfunk und den SWR. Seit 2001 ist er festes Ensemblemitglied am Schauspiel Stuttgart. Sebastian Kowski ist festes Ensemblemitglied des Schauspiel Stuttgart.

Sebastian Röhrle ist Schauspieler in der Neuinszenierung „Judith“, einer Koproduktion der Staatsoper Stuttgart und des Schauspiel Stuttgart. Seit 1997 ist er im festen Engagement am Schauspiel Stuttgart und arbeitete bisher mit so vielfältigen Regisseuren wie Christof Loy, Stephan Kimmig, Elias Perrig, Jacqueline Kornmüller, Sebastian Nübling, Marc von Henning u.a. zusammen. Sebastian Röhrle ist festes Ensemblemitglied des Schauspiel Stuttgart.

Tibor Brouwer singt als Chorsolist in der Neuproduktion „Judith“. Nach seinem Studium an den Musikhochschulen Stuttgart und Karlsruhe vertiefte der Stuttgarter Bariton seine Studien in Meisterklassen von Ks. Prof. Dr. Hilde Zadek sowie in den Liedklassen von Hartmut Höll und Mitsuko Shirai. Er ist Stipendiat der Hilde-Zadek-Stiftung. In den Junge Oper Produktionen „Dido und Aeneas“ 1999 und „The Jumping Frog“ 2001 sammelte er erste Opernerfahrungen. Zu seinen ersten Gastengagements zählten „Don Carlos“ am Stadttheater Pforzheim und Guglielmo in „Così fan tutte“ an der Opernakademie Bad Orb. Beim Bayreuther-Barock 2008 spielte er Le Fleuve in Rameaus Oper „Les Fêtes d’Hébé ou Les Talents lyriques“ und debütierte am Badischen Staatstheater Karlsruhe in einer Galavorstellung von „André Chénier“ mit José Cura in der Titelrolle und unter der Leitung von Jacques Delacôte. Seine Engagements führten ihn bisher u.a. nach Baden-Baden, Bayreuth und Karlruhe und er arbeitete mit Orchestern und Ensembles wie dem Ensemble Baroque L’Orfeo Bordeaux, Les Favorites Rastatt, United Continuo Ensemble, Thüringen Philharmonie Gotha-Suhl und der Baden-Baden Philharmonie zusammen. Tibor Brouwer ist Mitglied beim Vocal Ensemble Rastatt unter der Leitung von Holger Speck. Zu seinen zukünftigen Engagements gehört „Tod in Venedig“ von Benjamin Britten am Badischen Staatstheater.

Christopher Kaplan ist Chorsolist bei der Koproduktion „Judith“. In Stuttgart geboren begann er früh mit Violin- und Klavierunterricht und sang im Kinderchor der Staatstheater Stuttgart. In dieser Zeit übernahm er mehrere kleine solistische Rollen, darunter auch kleine Schauspielpartien im Kammertheater. Nebenbei spielte er als Geiger im JuSO Stuttgart mit und begann mit dem Gitarrenspiel. Nach einem Gesangsstudium als Vorstudent in der Klasse von Frau Prof. Dunja Vejzovic in der Stuttgarter Musikhochschule, absolvierte er nach seinem Schulabschluss die Aufnahmeprüfung für Gesang ab und studiert seither in derselben Klasse. Christopher Kaplan hat bisher umfassende Konzerterfahrungen im Bereich Oratorium und Liedgesang sowie Bühnenerfahrungen sammeln können. Zu seinen bisherigen solistischen Auftritten zählen u.a. Liederabende im Weißen Saal im Neuen Schloss Stuttgart, wo er Schumanns Dichterliebe interpretierte sowie ein Konzert für das Ungarische Kulturinstitut mit Liedern von Schumann und Schubert. Ferner sang er die Tenorpartien in verschiedenen Messen und Oratorien von Monteverdi, Keiser, Händel, Bach, Purcell, Mozart, Haydn, Frank, Schubert and Saint Saens. Bei den Bayreuther Barock Festspielen gastierte Christopher Kaplan mit einer kleinen Solorolle in „Les Fêtes d´Hébé ou Les Talents lyriques“ von Jean-Philippe Rameau.

Silke Gäng ist Chorsolistin in der Neuproduktion „Judith“. Neben ihrem Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Basel beschäftigt sie sich viel mit Schauspiel und Sprechtheater, bearbeitet aber auch die großen Mezzosopran-Partien Mozarts und Händels sowie Lieder von Schumann, Wagner und Strauss. Sie begann ihre Stimme mit 14 Jahren in verschiedenen Kinder- und Jugendchören auszubilden und war Preisträgerin der Kategorie Sologesang im Wettbewerb „Jugend musiziert“ 1998 und 2000. Am Theater Basel sang Silke Gäng sowohl im Vokalensemble als auch 2006 die Hexe in „Dido und Aeneas“. In der Spielzeit 2008/09 konnte man sie in der Kinderoper „Schaf“ als zweite Besetzung der Hauptrolle erleben. Seit Dezember 2008 ist sie Mitglied des Hirzen Pavillon Ensembles und hatte ihr dortiges Debüt bei den öffentlichen Mai-Konzerten 2009. Im April 2009 gewann sie den Studienpreis für Gesang des Migros-Kulturprozent und ist seit Mai 2009 eine Stipendiatin der Friedl Wald Stiftung.

Angelika Lenter ist Chorsolistin in der Neuproduktion „Judith“. Neben einer intensiven Violinausbildung erhielt sie ihren ersten Gesangsunterricht bei Rosina Ragg in Ludwigsburg und später bei Prof. Bruce Abel in Stuttgart. 2001 begann sie mit dem Gesangsstudium an der Musikhochschule Karlsruhe bei Prof. Christiane Hampe und schloss dieses Anfang 2005 ab. Ab dem Frühjahr 2005 studierte sie am Institut für Musiktheater in Karlsruhe bei Prof. Ingrid Haubold, welches sie im Sommer 2007 erfolgreich abschloss. Neben ihrem Studium entfaltete Angelika Lenter bereits eine rege solistische Konzerttätigkeit. So gastierte sie 2008 u.a. beim Festival Europäischer Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd und dem Europäischen Musikfest Stuttgart. Regelmäßige Engagements als freie Mitarbeiterin verbinden sie mit dem Vokalensemble des SWR in Stuttgart. Konzertreisen führten sie nach Italien, Frankreich und der Schweiz. Außerdem ist sie Mitglied im Vokalensemble Rastatt und dem Ensemble Officium Tübingen. Erste Bühnenerfahrung sammelte Angelika Lenter 2004 bei einer Aufführungsserie von Mozarts „Die Zauberflöte“ als Pamina sowie im Herbst 2006 als Gräfin Almaviva in „Le nozze di Figaro“ in Produktionen des Jugendtheater Koblenz. Sie gastierte außerdem beim Bayreuther Barock 2008 in einer Inszenierung von Rameaus „Les Fêtes d’Hébé ou Les Talents lyriques“.

Pressemeldung Oper Stuttgart

Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Koninklijk Concertgebouworkest

September 3, 2009 by  
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Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Konzerthaus Dortmund

 Saisoneröffnung – Koninklijk Concertgebouworkest Amsterdam

Marco BorggreveSchon seit seiner Gründung im Jahr 1888 gehört das Concertgebouworkest zu den besten Orchestern Europas. Diesen Rang hat das Ensemble im vergangenen Jahr erneut bestätigt, als es von internationalen Musikkritikern im britischen Musikmagazin »Gramophone« zum besten Sinfonieorchester der Welt gekürt wurde. Mit seinen »samtenen« Streichern, dem »goldenen« Klang der Blechbläser sowie dem besonderen, individuellen Timbre der Holzbläser hat sich das Orchester im internationalen Rahmen eine herausragende Position erobert.
Auch Chefdirigent Mariss Jansons gehört längst zur absoluten Weltspitze der Dirigenten. Nach zahlreichen Konzerten des Concertgebouworkest im KONZERTHAUS DORTMUND unter der Leitung anderer Dirigenten, kommen die Holländer nun erstmals mit ihrem Chefdirigenten in die Philharmonie für Westfalen. Auf dem Programm stehen Werke von Sibelius, Haydn und Ravel.

»Junge Wilde« – Antoine Tamestit

Christian NielingerNun geht die erfolgreiche Reihe in die zweite Runde. Acht neue »Junge Wilde« präsentieren sich in den kommenden drei Jahren in all ihrer musikalischen Vielfalt im KONZERTHAUS DORTMUND. Den Anfang macht der Bratscher Antoine Tamestit mit seiner ehemaligen Lehrerin Tabea Zimmermann. Der junge Franzose, der bereits seit einiger Zeit eine Professur an der Musikhochschule Köln innehat, hat sich in den vergangenen Jahren international einen Namen gemacht – was nicht vielen Bratschern gelingt. Da das Repertoire für Solobratsche begrenzt ist, machten Tabea Zimmermann und Antoine Tamestit aus der Not eine Tugend, indem sie hauptsächlich Bearbeitungen wenig bekannter Werke für andere Besetzungen aufs Programm setzten.
Selbstverständlich bleibt auch der Einführungsvortrag um 18.15 Uhr und das »meet the artist!« im Anschluss an das Konzert fester Bestandteil der Reihe »Junge Wilde«.

Christian Tetzlaff – Tanja Tetzlaff – Leif Ove Andsnes

Alexandra VosdingMusikalische Geschwisterpaare standen schon oft auf der Konzerthaus-Bühne: die Brüder Capuçon, die Schwestern Skride, die Schwestern Dasch, die Geschwister Hagen… Die sprichwörtliche Geschwisterliebe ist bei Tanja und Christian Tetzlaff durchaus wörtlich zu nehmen. Seit Kindertagen miteinander und aufeinander eingespielt, harmonieren sie auch heute noch aufs Beste. Der norwegische Pianist Leif Ove Andsnes ist zwar kein Blutsverwandter, doch eine musikalische Seelenverwandtschaft verbindet beide Geschwister seit langem mit dem einfühlsamen Norweger: Nicht nur Trioabende wie nun im KONZERTHAUS DORTMUND spielen die Solocellistin der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (im März 2010 im KONZERTHAUS DORTMUND!) und der höchst erfolgreiche Geiger gerne mit Leif Ove Andsnes, sondern auch ihre jeweiligen Duoabende mit Violine respektive Cello. Auf dem Programm stehen in Dortmund Klaviertrios von Schumann und Mozart.

Lura

Sony MusicNach dem Erscheinen ihres Erfolgsalbums »M’Bem Di Fora« (»Ich komme von weit her«) gastierte Lura im November 2007 erstmalig im KONZERTHAUS DORTMUND. Die Kapverdin begeistert nicht nur mit ihrer sanften Stimme voll »Sodade« und Gefühl – es bleibt lediglich eine Frage der Zeit, bis die einstige Tänzerin mit ihrer mitreißenden Art und gekonntem Hüftschwung das Publikum ebenfalls zum Tanzen animieren kann. Anlass für einen erneuten Zwischenstopp in Dortmund bietet die Veröffentlichung des neuen Albums »Eclipse«, das gerade erschienen ist und einmal mehr das außergewöhnliche Talent der vielseitigen Künstlerin bezeugt. Lura bereist mit viel Liebe und Seele die musikalischen Landschaften ihrer Heimat. Sie ist mittlerweile zu einer Botschafterin der kapverdischen Musik avanciert, die sie nicht nur in die Welt hinausträgt, sondern auch der heimischen Jugend näher bringt.

WDR Sinfonieorchester Köln

Gert MothesMit dem WDR ist das Konzerthaus Dortmund nicht nur durch die Kulturpartnerschaft, sondern auch durch die regelmäßigen Konzerte der Klangkörper des Senders eng verbunden. Am 27. September gastiert das WDR Sinfonieorchester Köln wieder einmal in der Philharmonie für Westfalen. Für dieses Konzert steht der schwedisch-amerikanische Dirigent Herbert Blomstedt am Pult, der ein reines Brahms-Programm dirigieren wird: Umrahmt von der Tragischen Ouvertüre d-moll op. 81 und der Akademischen Festouvertüre, stehen im Zentrum die 3. Sinfonie und die Variationen über ein Thema von Joseph Haydn. Diese Hommage an Brahms setzt der noch amtierende Chefdirigent Semyon Bychkov mit den WDR-Ensembles im Dezember fort – dann steht Brahms‘ Deutsches Requiem auf dem Programm.

—| Pressemeldung Konzerthaus Dortmund |—

München, Bayerische Staatsoper, Festspiel-Konzert und „Lohengrin“ bei Oper für alle

Juni 25, 2009 by  
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Bayerische Staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Oper für alle

Die Münchner Opernfestspiele stehen wieder vor der Tür, und gleich am ersten Wochenende gibt es ein hochkarätiges Programm: Kent Nagano, das Bayerische Staatsorchester und ATTACCA, das Jugendorchester des Bayerischen Staatsorchesters, laden Sie herzlich zum Festspiel-Konzert auf den Marstallplatz! Wie jedes Jahr findet dieser Konzertabend unter freiem Himmel und bei kostenlosem Eintritt statt. Auf dem Programm steht die monumentale 8. Symphonie von Anton Bruckner, gespielt vom Bayerischen Staatsorchester; ATTACCA präsentiert zuvor die Ouvertüre zu Richard Wagners Oper Rienzi.

Genau eine Woche später gilt es dann, eine doppelte Premiere zu feiern: Live aus dem Nationaltheater wird Richard Wagners Lohengrin auf Großvideowand auf dem Max-Joseph-Platz zu sehen sein. Die mit Spannung erwartete Neuinszenierung von Richard Jones ist damit die erste Premiere, die im Rahmen von „Oper für alle“ übertragen wird. Unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano ist der Tenor Jonas Kaufmann in der Titelrolle zu hören, als Elsa von Brabant tritt Anja Harteros auf.

Bitte beachten Sie, dass zu beiden Veranstaltungen wegen eines KVR-Beschlusses keine Flaschen und Trinkbehälter aus Glas mitgebracht werden dürfen. Zudem bitten wir um Verständnis, dass auch Stühle und Hocker nicht gestattet sind.

Oper für alle: Festspiel-Konzert
So 28.06.2009, 20 Uhr
Eintritt frei
Marstallplatz

Oper für alle: Lohengrin
Richard Wagner
So 05.07.2009, 17 Uhr
Eintritt frei
Max-Joseph-Platz

„Oper für alle“ dank

Einführungsmatinee zu Lohengrin am 28. Juni

Am 5. Juli feiert die Neuproduktion von Richard Wagners Lohengrin ihre Festspielpremiere. Wie immer findet am Sonntag zuvor im Nationaltheater die Einführungsmatinee zu dieser Produktion statt. Am 28. Juni um 11 Uhr werden Mitwirkende der Produktion, moderiert von Nikolaus Bachler, über ihre Eindrücke vom Probenprozess sprechen.

Ihr Kommen zugesagt haben Generalmusikdirektor Kent Nagano, der musikalische Leiter der Produktion, sowie der Regisseur Richard Jones. Auch Jonas Kaufmann, der mit der Titelpartie des Lohengrin sein Rollendebüt feiern wird, ist bei der Matinee anwesend und gibt eine kleine Kostprobe. Mit ihnen wird der Staatsintendant über Utopien, Wagners Musik und das Bauen an einer neuen Gesellschaft sprechen.

Einführungsmatinee „Lohengrin“
So 28.06.2009, 11 Uhr Karten
Nationaltheater
Am 27. Juni: die HVB Festspiel-Nacht

Sie ist mittlerweile eine Institution, die als Auftaktveranstaltung der Münchner Opernfestspiele nicht mehr wegzudenken ist: Die HVB Festspiel-Nacht bietet auch in ihrer achten Auflage Höhepunkte aus Oper, Konzert, Tanz, Lied und Literatur auf mehreren Bühnen – und das natürlich bei freiem Eintritt. Ganz besonders steht die Festspiel-Nacht heuer im Zeichen der Festspiel-Premiere Lohengrin: Allen Veranstaltungen sind Zitate aus Wagners Oper als Motto vorangestellt, anmoderiert werden die einzelnen Programmpunkte von Staatsintendant Nikolaus Bachler.

Dieses Jahr wirken Stars wie Annette Dasch oder der Tenor Pavol Breslik mit. Auch Generalmusikdirektor Kent Nagano wird zusammen mit dem Bayerischen Staatsorchester auftreten. Der Chor der Bayerischen Staatsoper ist mit von der Partie, das Jugendorchester ATTACCA wirkt mit seinen 70 Mitgliedern zum zweiten Mal mit und auch der Bestsellerautor Helmut Krausser sowie der Musikkritiker Joachim Kaiser lesen aus ihren neuesten Büchern.

Und für alle, denen das umfangreiche kulturelle Programm noch nicht genug Abwechslung bietet, gibt es ab 24 Uhr das After Show Clubbing mit DJane Tamara unter dem Motto „Der Welt entronnen“.

Den Informationsstand der Bayerischen Staatsoper finden Sie in den Räumlichkeiten von Geträumte Taten in der Prannerpassage. Eine genaue Programmübersicht mit allen Terminen, Künstlern und Spielorten finden Sie hier.

HVB Festspiel-Nacht 2009
Sa 27.06.2009, 20 Uhr
Fünf Höfe, HVB Forum, Filiale Altstadt der HypoVereinsbank, Kardinal-Faulhaber-Straße

—| Pressemeldung Bayerische Staatsoper München |—

München, Bayerische Staatsoper, Opernfestspiele 2009

Juni 24, 2009 by  
Filed under Bayerische Staatsoper, Pressemeldung

Bayrische Staatsoper.jpg

Bayerische Staatsoper München

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Nationaltheater München © Wilfried Hösl

Eröffnung der Münchner Opernfestspiele 2009

Mit einer Reihe von Auftaktveranstaltungen beginnen am 27. Juni die Münchner Opernfestspiele 2009: so stimmt die HVB Festspiel-Nacht in den Fünf Höfen das Münchner Publikum bereits zum achten Mal auf den Festspielsommer ein. Zahlreiche Künstler wie Annette Dasch, Pavol Breslik, Kent Nagano, die Musiker des Bayerischen Staatsorchesters, das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, der Kulturkritiker Joachim Kaiser oder der Autor Helmut Krausser laden die Münchner ein, sich eine Nacht lang durch ein opulentes Angebot kultureller Programmpunkte verführen zu lassen.

Die Reihe der Eröffnungsfeierlichkeiten wird am 30. Juni mit der Aida-Festspieleröffnungsgala und am 28. Juni in St. Michael mit dem Festspielgottesdienst fortgesetzt, in dem unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano Franz Schuberts Messe in C-Dur erklingen wird.

Als Redner für den Eröffnungsvortrag am 29. Juni im Cuvilliés-Theater konnte der Wiener Architekt und Mitbegründer von Coop Himmelb(l)au, Wolf D. Prix, gewonnen werden. Das renommierte Architekturbüro mit Sitz in Wien und Los Angeles steht für die Annäherung an das Visionäre und Utopische, für die Auflösung der Schwerkraft in der Architektur.
under construction

Mit dem Eröffnungsvortrag findet eine erste Auseinandersetzung mit der Idee von „under construction“ statt, die als verbindendes Element und gedankliches Fundament über zahlreichen Veranstaltungen der Münchner Opernfestspiele stehen wird. „Under construction“ thematisiert das Prinzip der Transformation für die Oper und seine Wechselwirkung mit zeitgenössischer Theaterarchitektur und urbaner Baukunst. Die Welt der Oper ist ein ständiger Ort des Bauens und entsteht mit jeder Inszenierung, jeder Aufführung neu, sie ist ihrem Wesen nach pausenlos „under construction“.

Der Gedanke von „under construction“, die Idee von Bewegung, Offenheit und Flexibilität, wird sich während der Münchner Opernfestspiele 2009 in einem neu errichteten Ort, dem under construction-Zelt auf dem Marstallplatz, manifestieren (geöffnet und bewirtet ist das Zelt von 02. – 11. Juli täglich von 11 – 1 Uhr, Eröffnung am 02. Juli um 18 Uhr).
Der Zeltbau ist mehr als nur eine weitere Spielstätte auf der Suche nach dem vollkommenen Theaterraum: Er soll verführen zum Außergewöhnlichen und Utopischen, er lädt seine Besucher ein zur Entdeckung neuer Wahrnehmungsformen der Oper und zur Auseinandersetzung über den Umgang mit Räumen – theatralen genauso wie sprachlichen oder urbanen.
So lassen die Intimkonzerte (11. Juli) Singen und Hören zu einem individuellen Vorgang werden, was sonst in der Oper nur im Kollektiv erlebt wird. In Veranstaltungen wie Walhall (04. Juli) und Librettomarkt (06. Juli) diskutieren Experten über nicht verwirklichte Opernutopien oder das perfekte Libretto, eine Spoken Word Performance (04. Juli) lädt ein zur Entdeckung neuer Sinn-, Klang- und Wort-Räume, ein Poesie-Ereignis in dem Form, Format und Formulierung ineinander greifen. Über die Frage nach der Vernetzung von Lebens- und Kulturräumen diskutieren Experten aus Kultur, Städtebau und Architektur bei der Veranstaltung Dubai – Chemnitz (03. Juli).

Mit diesem zentralen Ort ist der Marstallplatz auch Ausgangspunkt für die Reise an zahlreiche andere Spielstätten, in denen sich Oper „under construction“ befindet. Im Cuvilliés-Theater wird am 07. Juli Leonard Bernsteins Kurzoper Trouble in Tahiti erstmals in einer eigens für München erstellten Fassung zu hören sein. Eine Premiere feiert mit dieser Produktion von Regisseur Schorsch Kamerun auch das Mahler Chamber Orchestra: Unter der musikalischen Leitung von Kent Nagano gastiert es erstmals in München. „Under construction“ befindet sich auch ein Auftragswerk der Bayerischen Staatsoper von Jay Schwartz, das seine Uraufführung Narcissus und Echo, szenisch interpretiert von Christiane Pohle, am 02. Juli in der Allerheiligen Hofkirche erlebt. An audience with Adrienne: A night at the opera (Premiere am 03. Juli) lädt die Besucher in die Probenräume des Nationaltheaters ein, wo tagtäglich am Entstehen der verzaubernden und rauschhaften Welt der Oper gearbeitet wird.
Auch der Marstall gehört zu diesen Baustellen: Hier entsteht ein „Ring en miniature“, bei dem nicht nur Opernnovizen sondern auch eingefleischte Wagnerianer auf ihre Kosten kommen. Stefan Kaminski – freier Schauspieler, Sprecher und Autor – präsentiert mit Kaminski on air: Der Ring des Nibelungen am 06. (Rheingold), 07. (Walküre), 09. (Siegfried) und 10. Juli (Götterdämmerung) hier eine unterhaltsame, poetische und höchst lustvolle Version der Tetralogie.
Festspielpremiere: Richard Wagners Lohengrin

Dem Gedanke des Bauens wird auch bei der Festspielpremiere von Richard Wagners Lohengrin eine zentrale Bedeutung zukommen. Elsas Visionen vom gesellschaftlichen Bauen und ihr Selbstverständnis als ideelle Architektin des Staates Brabant dienen Regisseur Richard Jones als Leitmotiv. An der Bayerischen Staatsoper hat er bereits mit seinen Inszenierungen von Händels Giulio Cesare in Egitto, Tippetts The Midsummer Marriage und Debussys Pelléas et Mélisande für Überraschungen gesorgt.

Am 05. Juli öffnet sich erstmals der Vorhang für die Neuinszenierung, deren musikalische Leitung in den Händen von Kent Nagano liegt. Zum zehnten Mal steht er dann bei einer Neuproduktion am Pult des Bayerischen Staatsorchesters.

Kent Nagano dirigiert ein hochkarätig besetztes Ensemble mit Jonas Kaufmann, der in der Titelpartie sein Rollendebüt feiert, Anja Harteros als Elsa, Wolfgang Koch als Telramund, Michaela Schuster als Ortrud und Christof Fischesser als König Heinrich.
Richard Jones

Oper für alle: Lohengrin in München und Wien und Festspiel-Konzert

Mit Lohengrin feiert die Bayerische Staatsoper gleich in mehrfacher Hinsicht Premiere: Erstmals kann das Publikum live eine Festspielpremiere auf einer Großbildleinwand auf dem Max-Joseph-Platz miterleben.

Unter dem Motto „Oper für alle“ lädt die Bayerische Staatsoper gemeinsam mit der BMW Niederlassung München seit 1997 in jedem Festspielsommer ihr Publikum zur Live-Übertragung einer Opernvorstellung aus dem Nationaltheater und zu einem Open Air-Konzert des Bayerischen Staatsorchesters ein und hat damit neue Wege zur Öffnung für eine breite Öffentlichkeit beschritten. Freier Eintritt, die unverwechselbare Atmosphäre und das Erlebnis erstklassiger Besetzungen in bester Ton- und Bildqualität machen „Oper für alle“ zu einem festen Höhepunkt im Münchner Kulturleben.

Die Einladung zu „Oper für alle“ geht in diesem Jahr nicht nur an das Münchner Publikum. Zeitlich versetzt, um 21.30 Uhr am selben Abend, feiert Lohengrin vor der großartigen Kulisse des Wiener Rathauses seine zweite Premiere. Eine Satellitenschaltung ermöglicht erstmals die Übertragung einer Opernvorstellung im Rahmen des Film Festivals 2009 auf dem Wiener Rathausplatz, das seit 1991 jährlich in den Sommermonaten über eine halbe Million Besucher anzieht.

Bereits am 28. Juni dirigiert Kent Nagano beim „Oper für alle“ Festspiel-Konzert auf dem Marstallplatz das Bayerische Staatsorchester mit Bruckners Symphonie Nr. 8 und das Jugendorchester des Bayerischen Staatsorchesters ATTACCA mit der Ouvertüre zu Wagners Oper Rienzi.

„Oper für alle“ dank

Oper für alle 2007: Live-Übertragung ‚Chowanschtschina‘

Das Konzertprogramm

Die Münchner Opernfestspiele bieten auch 2009 ein umfangreiches, vielfältiges Konzertprogramm. Den Rahmen hierzu bilden zwei Abende mit Generalmusikdirektor Kent Nagano: nach dem Oper für alle-Konzert auf dem Marstallplatz am 28. Juni steht fast am Ende der Festspiele dann ein reines Beethoven-Programm im Rahmen des Festspiel-Konzerts am 29. Juli. Solist in Beethovens 4. Klavierkonzert wird der international gefeierte Pianist Nikolai Lugansky sein.

Ein weiteres Highlight bildet eine Serie von Kammerkonzerten (19.-28. Juli): In unterschiedlichen Besetzungen und mit verschiedensten Programmschwerpunkten präsentieren sich die Musiker des Bayerischen Staatsorchesters in der Allerheiligen Hofkirche und im Cuvilliés-Theater. Sechs reguläre Kammerkonzerte und ein hochkarätig besetztes Duorecital schlagen eine Brücke von der Wiener Klassik bis zum 20. Jahrhundert.

Am 27. Juli ist das Bayerische Staatsorchester noch einmal in symphonischer Besetzung auf der Bühne des Nationaltheaters versammelt. Angela Gheorghiu gestaltet ein Galakonzert mit Auszügen aus Opern von Giuseppe Verdi, Giacomo Puccini, Gaetano Donizetti u.a.
Neu ins Programm von „under construction“ hinzugekommen ist ein Abend mit dem Mahler Chamber Orchestra: Mit Werken von Johann Strauß, Richard Wagner und Ferruccio Busoni präsentieren sich die jungen Musiker im under construction-Zelt auf dem Marstallplatz.
Kent Nagano dirigiert das Bayerische Staatsorchester

Debüts und Rollendebüts (bezogen auf die Bayerische Staatsoper)

Bertrand de Billy
Musikalische Leitung
Ariadne auf Naxos 13.07.

Paul Charles Clarke
Stewa Buryia
Jen?fa 09.07.

Angela Denoke
Marie
Wozzeck 17.07.

Fabio Luisi
Musikalische Leitung
Falstaff 28.07.

Michele Pertusi
Il Conte di Walter
Luisa Miller 23.07.

Michael Volle
Ford
Falstaff 28.07.

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