Leipzig, Oper Leipzig, Highlights im Mai 2018 – Oper Leipzig, IOCO Aktuell

Mai 9, 2018 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

 

Highlights der Oper Leipzig –  Mai 2018

 


SCHWANENSEE  – Ballett:  MARIO SCHRÖDER INTERPRETIERT

6. MAI 2018 – Premiere

Tschaikowskis unsterbliche Geschichte rund um die Schwanenprinzessin Odette ist zweifellos das berühmteste Handlungsballett aller Zeiten. Mario Schröder interpretiert den Schwanenmythos nun für das Leipziger Ballett neu – Premiere ist am Sonntag, 6. Mai 2018, um 18 Uhr im Opernhaus. Sein Ballett handelt vom Scheitern einer Emanzipation einer jungen Frau, die in einer autoritären, patriarchalischen Welt um ein freies und selbstbestimmtes Leben kämpft. Gefangen im goldenen Käfig flieht sie in eine Wunschwelt, in der die Gesetze der Gesellschaft außer Kraft gesetzt sind. Als die Wirklichkeit sie einholt, trifft sie eine endgültige Entscheidung…

Für das Bühnenbild setzt Schröder auf die bewährte Zusammenarbeit mit Paul Zoller. Die Kostüme gestaltet – wie schon beim Leipziger »Nussknacker« – Aleksandar Noshpal. Am Pult des Gewandhausorchesters steht die junge litauische Dirigentin Giedre Šlekyt.

Premiere: Sonntag, 6. Mai 2018, 18 Uhr, weitere Aufführungen in dieser Spielzeit: 25. & 26. Mai 2018 / 02., 03., 14. & 19. Juni 2018 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn; Publikumsgespräche nach Abendvorstellungen, außer Premiere)


RING – ZYKLUS:   RICHARD-WAGNER-FESTTAGE – 10. BIS 13. MAI

Vom 10. bis 13. Mai wird Der Ring des Nibelungen an der Oper Leipzig an vier aufeinanderfolgenden Tagen zu erleben sein. Die Besetzung des dritten Zyklus in dieser Spielzeit – eingebettet in die Richard-Wagner-Festtage Leipzig (9.-14. Mai) – wartet abermals mit prominenten internationalen Gäste auf: Iain Paterson steht zweimal, als Wotan (in »Die Walküre«) und Wanderer (»Siegfried«) auf der Bühne. Burkhard Fritz übernimmt die Rolle des Siegmund und Christiane Libor die der Brünnhilde in »Die Walküre« und »Götterdämmerung«. Meagan Miller (Sieglinde), Daniela Köhler (Helmwige) und Thomas Mohr (Siegfried in der »Götterdämmerung«, Loge in »Das Rheingold«) gastieren ebenfalls in Leipzig.

Ensemblemitglied Tuomas Pursio wird in drei Rollen als Wotan (in »Das Rheingold«), Alberich (»Siegfried«) sowie als Gunther (»Götterdämmerung«) zu hören sein; die Mezzosopranistin Kathrin Göring als Fricka in »Das Rheingold« und »Die Walküre« sowie als Waltraute in »Götterdämmerung«. Die musikalische Leitung hat an allen vier Abenden Generalmusikdirektor Ulf Schirmer. Die szenische Umsetzung des Leipziger »Rings«, der 2016 komplettiert wurde, lag in den Händen des Regieteams Rosamund Gilmore (Inszenierung), Carl Friedrich Oberle (Bühne) und Nicola Reichert (Kostüme). Von Haus aus Choreografin, setzt Gilmore als zentrales Element ihrer Inszenierung Tänzer ein, die als mythische Elemente und allegorische Figuren fungieren.

Termine:
Donnerstag, 10. Mai 2018, 17 Uhr: Das Rheingold
Freitag, 11. Mai 2018, 17 Uhr: Die Walküre
Samstag, 12. Mai 2018, 17 Uhr: Siegfried
Sonntag, 13. Mai 2018, 17Uhr: Götterdämmerung


DAS GEHEIMNIS DER SCHWARZEN SPINNE – Gruseloper

AN DER SCHAUBÜHNE LINDENFELS

Am Freitag, 25. Mai 2018, 19 Uhr feiert Das Geheimnis der schwarzen Spinne, eine Gruseloper für Kinder von Judith Weir, Premiere. Die Schaubühne Lindenfels bietet eine ideale Kulisse für diese Kooperation mit dem Kinderchor der Oper Leipzig und dem Orchester der Musikalischen Komödie unter der musikalischen Leitung von Sophie Bauer. Alle solistischen Rollen werden von Kindern des Kinderchores übernommen. Die szenische Umsetzung liegt in den Händen von Philipp J. Neumann (Inszenierung) und Nicola Minssen (Kostüme).

In dem Stück treibt eine geheimnisvolle schwarze Spinne ihr Unwesen im Dorf und erinnert Christine an ein nicht gehaltenes Versprechen. Christine wird immer mehr zur Außenseiterin, bis es ihr gelingt, die Spinne zu fangen. Judith Weir verbindet die historische Ebene von Jeremias Gotthelfs Erzählung, die sich im 15. Jahrhundert abgespielt hat, mit dem Hier und Jetzt.

Premiere: Freitag, 25. Mai 2018, 19 Uhr, Schaubühne Lindenfels

Weitere Aufführungen: 1., 2., 5. & 6. Juni 2018 (für Kinder ab 10 Jahren)


WIEDERAUFNAHME VON »WEST SIDE STORY«

Am Freitag, 18. Mai, um 19:30 Uhr wird Leonard Bernsteins »West Side Story«, ein spartenübergreifendes Projekt von Oper und Leipziger Ballett, wiederaufgenommen. Die musikalische Leitung des internationalen Solistenensembles, des Opernchores und des Gewandhausorchesters übernimmt Kapellmeister Christoph Gedschold. Ballettdirektor Mario Schröder zeichnet für Inszenierung und Choreografie von Bernsteins Jahrhundertwerk verantwortlich.

Inmitten der Gewaltexzesse zweier rivalisierender New Yorker Gangs entspinnt sich die tragische Liebesgeschichte von Tony (Christian Alexander Müller) und Maria (Myrthes Monteiro). Bernstein fängt mit seiner Musik den Mythos vom Schmelztiegel New York ein und spiegelt ihn in einer Geschichte nach Shakespeares »Romeo und Julia« um Feindschaft, Liebe und Tod. Dafür benutzte er Elemente von Schauspiel, Show, Oper, Song, Jazz und Blues und lässt diese zu einem bühnenwirksamen Gesamtkunstwerk verschmelzen. Songs wie »I Like To Be In America!«, »I Feel Pretty« oder das Liebes-Duett »Tonight« sind Evergreens und machen »West Side Story« zum erfolgreichsten Musical aller Zeiten.

Wiederaufnahme: Freitag, 18. Mai 2018, 19:30 Uhr, Opernhaus

Aufführungen: 19., 20. & 21. Mai 2018 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn und Publikumsgesprächen nach Abendvorstellung)


»JAZZ AM FREITAG« MIT BEA & BANDA | »TANGOJAZZ«

Die Musikalische Komödie läutet am Freitag, 25. Mai, 19:30 Uhr wieder jazzend das Wochenende ein. Bea & Banda, das jüngste Projekt der vielseitigen Sängerin Beate Furcht, gastiert zu diesem Anlass im Haus Dreilinden. Frontsängerin Furcht, die auch als Schauspielerin in Theater, Film und Fernsehen erfolgreich ist, zeigt mit Leipzigs »Jazz-Guru« Stephan König (Klavier), Christoph Schenker (Cello), Alfred Kallfass (Kontrabass) und Dominique »Gaga« Ehlert am Schlagzeug stilistische Varianz. Leidenschaftlich, expressiv und zuweilen verträumt-fragil ist die Musik, in deren Spannungsfeld sich Bea & Banda zwischen Tango und Jazz bewegen. Der Eintritt kostet 20 €.

Termin: Freitag, 25. Mai 2018, 19:30 Uhr, Musikalische Komödie


TANZIMMERSION IM KUNSTKRAFTWERK

Der Name KunstKraftWerk ist Programm. Wenn das Leipziger Ballett am Donnerstag, 31. Mai 2018, 20 Uhr in dem ehemaligen Heizkraftwerk im hippen Leipziger Westen zu Gast ist, treffen unterschiedliche Künste – Bewegung, Musik, Bild – aufeinander. Der Zuschauer selbst steht bei diesem interaktiven 4 D-Erlebnis im Kraftfeld der Künste.

Termin:  31. Mai 2018, 20 Uhr, Kunstkraftwerk,  Nur noch Restkarten (20 €) erhältlich.

 

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, DAS RHEINGOLD, April & Mai 2018

April 17, 2018 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Wiederaufnahme DAS RHEINGOLD

Vorstellungen: 19., 22. April, 1., 6. Mai 2018

Vorabend des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner
Text vom Komponisten
Mit deutschen und englischen Übertiteln
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle

Inszenierung: Vera Nemirova
Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Orest Tichonov
Bühnenbild: Jens Kilian
Kostüme: Ingeborg Bernerth
Licht: Olaf Winter
Video: Bibi Abel
Dramaturgie: Malte Krasting
Wotan: James Rutherford Fricka: Claudia Mahnke
Donner: Brandon Cedel Freia: Sara Jakubiak
Froh: AJ Glueckert Erda: Tanja Ariane Baumgartner
Loge: Kurt Streit Woglinde: Elizabeth Reiter
Alberich: Jochen Schmeckenbecher Wellgunde: Judita Nagyová
Fasolt: Alfred Reiter Floßhilde: Katharina Magiera
Fafner: Andreas Bauer
Statisterie der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester

Oper Frankfurt / Das Rheingold - v.l.n.r. Kurt Streit (Loge) und James Rutherford (Wotan) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Das Rheingold – v.l.n.r. Kurt Streit (Loge) und James Rutherford (Wotan) © Barbara Aumüller

Nachdem der Vorabend der Tetralogie Der Ring des Nibelungen von Richard Wagner (1813-1883) am 2. Mai 2010 auf Jens Kilians bereits legendärer „Frankfurter Scheibe“ Premiere gefeiert hatte, waren sich Publikum und Presse einig, Zeugen eines verheißungsvollen Auftakts geworden zu sein. So urteilte die Kritikerin der Stuttgarter Nachrichten: „Vera Nemirova lässt es mächtig menscheln, Sebastian Weigle schafft zum analytischen Zugriff der Regisseurin eine zwingende musikalische Entsprechung, und unter den Sängern sind Kurt Streit als agiler, schneidend hell timbrierter Loge und Jochen Schmeckenbecher als enorm präzise sprechender und singender Alberich die Besten.“ SWR2 schloss sich an: „Fortsetzung folgt. Und die scheint vielversprechend zu werden, angesichts des außerordentlich ästhetischen, sängerdarstellerisch packenden Regiekonzepts, das Vera Nemirova in ihrem Rheingold vorgelegt hat.“ Nun ist die Produktion in ihrer vierten Wiederaufnahme an der Oper Frankfurt zu erleben, wobei geplant ist, dass sich der Ring in den kommenden Spielzeiten mit weiteren Einzelaufführungen der folgenden Tage erneut schließen soll.

Oper Frankfurt / Das Rheingold - v.l.n.r. Judita Nagyová (Wellgunde), Katharina Magiera (Flosshilde), Elizabeth Reiter (Woglinde) und Jochen Schmeckenbecher (Alberich) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Das Rheingold – v.l.n.r. Judita Nagyová (Wellgunde), Katharina Magiera (Flosshilde), Elizabeth Reiter (Woglinde) und Jochen Schmeckenbecher (Alberich) © Barbara Aumüller

Zum Inhalt: Am Beginn ruht das Rheingold, bewacht durch die drei Rheintöchter, auf dem Grund des Flusses. Der Zwerg Alberich muss der Liebe entsagen, um den Schatz rauben zu können. Aus dem Gold schmiedet er sich einen Ring, der ihm die Macht verleiht, die Welt zu beherrschen. Derweil entdeckt Göttervater Wotan den Raub des Goldes. Er hatte seinerzeit den Riesen Fasolt und Fafner für den Bau der Burg Walhall die Jugendgöttin Freia als Lohn versprochen, ohne diesen wirklich zahlen zu wollen. Der Feuergott Loge versucht, den beiden eine andere Belohnung anzubieten und macht sie auf den Schatz aufmerksam. Sie willigen in den Tausch ein und wollen Freia ziehen lassen, sobald sie das Gold erhalten haben. Wotan und Loge steigen nach Nibelheim hinab und überlisten dort Alberich, indem sie ihn dazu verleiten, sich mit Hilfe des von seinem Bruder Mime geschmiedeten Tarnhelms in eine Kröte zu verwandeln. Daraufhin wird Alberich von den Göttern gefangengenommen und nur unter Herausgabe des Schatzes wieder freigelassen. Als Alberich seine aussichtslose Lage erkennt, verflucht er den Reif. Die Macht der Verwünschung wird sogleich ersichtlich: Im Streit um die Teilung des Schatzes erschlägt Fafner seinen Bruder. Zuletzt warnt Erdenmutter Erda Wotan vor der Götterdämmerung.

Oper Frankfurt / Das Rheingold - v.l.n.r. Kurt Streit (Loge) und James Rutherford (Wotan) © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Das Rheingold – v.l.n.r. Kurt Streit (Loge) und James Rutherford (Wotan) © Barbara Aumüller

Unter der musikalischen Leitung von GMD Weigle kommt es zu ausschließlich aus dem Ensemble stammenden Neubesetzungen, darunter Brandon Cedel (Donner), AJ Glueckert (Froh), Michael McCown (Mime), Andreas Bauer (Fafner), Sara Jakubiak (Freia), Tanja Ariane Baumgartner (Erda), Elizabeth Reiter (Woglinde) und Judita Nagyová (Wellgunde). Mit der Produktion vertraut sind neben den eingangs genannten Sängern auch James Rutherford (Wotan) – nunmehr als Gast – sowie Alfred Reiter (Fasolt), Claudia Mahnke (Fricka) und Katharina Magiera (Flosshilde) aus dem Ensemble.

Oper Frankfurt / Das Rheingold - v.l.n.r. AJ Glueckert (Froh), Brandon Cedel (Donner), Kurt Streit (Loge), James Rutherford (Wotan) und Statist der Oper Frankfurt © Barbara Aumüller

Oper Frankfurt / Das Rheingold – v.l.n.r. AJ Glueckert (Froh), Brandon Cedel (Donner), Kurt Streit (Loge), James Rutherford (Wotan) und Statist der Oper Frankfurt © Barbara Aumüller

Wiederaufnahme: Freitag, 13. April 2018, um 19.30 Uhr im Opernhaus
Weitere Vorstellungen: 19., 22. April, 1., 6. Mai 2018
Alle Vorstellungen beginnen um 19.30 Uhr

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Leipzig, Oper Leipzig, Ring des Nibelungen mit Starbesetzung, 11.-15. April 2018

April 10, 2018 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

 RING DES NIBELUNGEN –  STARBESETZUNG

Die zweite von drei zyklischen Ring – Aufführungen an der Oper Leipzig in dieser Saison wird mit eintägiger Unterbrechung vom 11. bis zum 15. April 2018 zu erleben sein. Erneut geben sich namhafte internationale Gäste ein Stelldichein in Leipzig. Einige zentrale Rollen sind bei diesem Ring-Zyklus durchgängig besetzt: Der schottische Bassbariton Iain Paterson steht gleich dreimal, als Wotan (in Das Rheingold und Walküre) bzw. Wanderer (in Siegfried), auf der Bühne. Jürgen Linn wird – wie schon bei den Richard-Wagner-Festtagen 2017 – durchweg als Alberich (in Das Rheingold, »Siegfried« und »Götterdämmerung«) zu hören sein und Christiane Libor als Brünnhilde in »Siegfried« und »Götterdämmerung«. Meagan Miller (Sieglinde), Daniela Köhler (Helmwige), Thomas Mohr (Siegfried in der Götterdämmerung, Loge in »Das Rheingold«), Robert Dean Smith (Siegmund) und Christian Franz (Titelpartie in »Siegfried«) gastieren ebenfalls in Leipzig. Die musikalische Leitung hat an allen vier Abenden Generalmusikdirektor Prof. Ulf Schirmer.

Die Oper Leipzig hat seit 2016, nach über vierzig Jahren, wieder einen kompletten szenischen »Ring« im Repertoire. Die szenische Umsetzung lag in den Händen des Regieteams Rosamund Gilmore (Inszenierung), Carl Friedrich Oberle (Bühne) und Nicola Reichert (Kostüme). Wagners »Ring des Nibelungen« hat für Leipzig eine besondere Bedeutung. Mit der Stadt verbinden sich Ereignisse wie die erste Aufführung des kompletten Rings außerhalb von Bayreuth im Jahr 1876 oder richtungsweisende Neudeutungen wie die »Ring«-Inszenierung von Joachim Herz in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus verfügt das Gewandhausorchester über eine Wagner-Tradition, die mit Namen wie Angelo Neumann, Arthur Nikisch oder Gustav Mahler weit ins 19. Jahrhundert zurückreicht. PMOL

Aufführungen:
Das Rheingold, Mittwoch, 11. April 2018, 17 Uhr
Die Walküre, Donnerstag, 12. April 2018, 17 Uhr
Siegfried, Samstag, 14. April 2018, 16 Uhr
Götterdämmerung, Sonntag, 15. April 2018, 16 Uhr

Vom 10. bis 13. Mai 2018 können Wagner-Fans den kompletten Zyklus schließlich an vier aufeinanderfolgenden Tagen erleben.

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere DAS RHEINGOLD von Richard Wagner 03.03.2018

Februar 8, 2018 by  
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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

DAS RHEINGOLD –  RICHARD WAGNER

PREMIERE 03.03.18, 19:30 Uhr, Stadttheater,  Die weiteren Vorstellungen: 10.03., 22.03., 01.04., 11.04., 06.05., 20.05., 10.07.18

Göttervater Wotan hat zwei Riesen beauftragt, einen repräsentativen Amtssitz zu errichten. Die Frage der notwendigen Finanzierung hat er dabei großzügig bagatellisiert, doch nun ist der Bau fertig und die Baumeister fordern ihren verabredeten Lohn – die Göttin Freia. Die ist nun gerade besonders unentbehrlich in der Götterclique, weil nur sie allein für die geeignete göttliche Nahrung sorgen kann. Die Not ist groß, das Vertrauen in Wotans Souveränität schwindet, doch er verlässt sich eisern auf seinen Berater Loge. Und dessen Lösungsvorschlag ist beachtlich: Er berichtet, dass der Nibelung Alberich soeben widerrechtlich das Rheingold aus der Obhut der Rheintöchter
entwendet hat. Was aber einmal gestohlen wurde, kann problemlos noch einmal gestohlen werden. Gesagt, getan. Alberich wird überlistet, entführt und seines Schatzes beraubt, die Riesen bekommen statt Freia das Gold, die Götter ihre Burg. Soweit ließe sich der Vorgang vielleicht vertuschen, wäre da nicht die wundersame Eigenschaft des Rheingolds, als Ring gefasst die Weltherrschaft zu sichern. Dies lässt sich Alberich nicht ohne weiteres entreißen: Er belegt den von ihm geschmiedeten Ring mit einem furchterregenden Fluch, dessen Macht sich umgehend erweist, als die Geschichte ihr erstes Todesopfer fordert.

Richard Wagner hatte mit Der fliegende Holländer, Tannhäuser und Lohengrin die Idee seiner Opernreform zur Reife gebracht, als ihm um 1850 der Nibelungenstoff als Parabel auf die Welt seiner Zeit in den Sinn kam. Bis heute ist Der Ring des Nibelungen das gewaltigste Musiktheaterprojekt, das im gängigen Repertoire einen ungemein populären Platz eingenommen hat, da sich musikalische Wirkung und politische Relevanz seit den Uraufführungen der vier Abende die Waage halten. Ursprünglich mit Jung-Siegfried und Siegfrieds Tod begonnen, begriff Wagner rasch, dass er den Bogen weiter fassen und viel früher ansetzen müsse. Mit Rheingold schuf er eine Art Gründungsmythos, der notwendigerweise zugleich die Keimzelle allen Übels enthält und damit eine Vielzahl von Handlungssträngen auslöst. Auch wenn im Rheingold-Kosmos noch keine Menschen auftreten, sondern nur Götter, Riesen, Nibelungen und Rheintöchter, stellte Wagner, der auch sein eigener Librettist war, seine Figuren mit klaren menschlichen Eigenschaften dar. Die kurdisch-deutsche Regisseurin Mizgin Bilmen, die in der vergangenen Spielzeit mit ihrem Team Charlotte Salomon auf die Bühne des Stadttheaters gebracht hat, nimmt dies zum Anlass, Rheingold zwar in optischer Zeitlosigkeit, aber auch mit einem klaren Blick auf die Schieflage unserer heutigen Welt zu erzählen.

MUSIKALISCHE LEITUNG
Geboren in Zagreb, Kroatien, begann Alexander Kalajdzic seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren und gab ab dem achten Lebensjahr regelmäßig Konzerte als Pianist. Er gewann mehrere Preise bei Bundeswettbewerben und setzte anschließend sein Studium an der Musikhochschule in Wien fort, wo er die Dirigierklasse von Karl Österreicher mit Auszeichnung absolvierte. Darüber hinaus studierte er Klavier, Viola und Korrepetition. Schon während des Studiums dirigierte er Symphoniekonzerte mit den Zagreber Philharmonikern sowie dem Orchester des Kroatischen Rundfunks. Sein beruflicher Weg führte ihn nach Krefeld-Mönchengladbach, wo er als Korrepetitor mit Dirigierverpflichtung erste Theatererfahrungen sammelte. Danach war er als Kapellmeister in München, als erster Dirigent am Nationaltheater Weimar und von 2008 bis 2010 als 1. Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim tätig, wo er sich ein großes Repertoire erarbeiten konnte. Er gastierte u. a. in den USA, Mexiko, Südafrika, Italien, Frankreich, in der Schweiz und in
Tschechien. Seit Spielzeitbeginn 2010/11 leitet er als GMD die musikalischen Geschicke des Theaters Bielefeld und der Bielefelder Philharmoniker.

INSZENIERUNG
Mizgin Bilmen wurde 1983 in Duisburg geboren. Sie absolvierte eine Hospitanz bei Roberto Ciulli am Theater an der Ruhr in Mülheim und studierte anschließend Schauspielregie an der Folkwang Universität der Künste in Essen, gefördert von der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Im Rahmen ihres Studiums veröffentlichte sie insgesamt neun eigene Regiearbeiten. Unmittelbar nach ihrer Diplominszenierung autopsie danton – nach Georg Büchners Dantons Tod – begann Mizgin Bilmen im September 2013 als Regieassistentin am Maxim Gorki Theater Berlin zu arbeiten. Im Mai 2014 erhielt sie für autopsie danton eine Einladung zum Körber Studio Junge Regie in Hamburg. Im Maxim Gorki Theater übernahm sie einige kleine szenische Einrichtungen und nahm dort an einem Improvisationsformat teil. 2014/15 erhielt sie ein einjähriges Engagement am Schauspiel Frankfurt und legte drei Inszenierungen vor, EXIT:LULU, Der Auftrag und Helden. Zuletzt arbeitete sie als freie Regisseurin an den Theatern in Bamberg, Bern und Karlsruhe. Am Theater Bielefeld inszenierte sie bereits in der Spielzeit 2016/17 Charlotte Salomon. Für diese Arbeit wurde sie 2017 mit dem Götz- Friedrich-Preis ausgezeichnet.

BÜHNENBILD
Cleo Niemeyer legte 2011 ihr Bühnen- und Kostümbild-Diplom an der Hochschule für Bildende Künste Dresden ab. Anschließend war sie von 2011 bis 2013 Meisterschülerin von Barbara Ehnes. Bereits während des Studiums führten sie Assistenzen und eigene Arbeiten an verschiedene Theaterhäuser, sie assistierte u. a. am Staatsschauspiel Dresden und an der Sächsischen Staatsoper Dresden. Als freie Bühnen- und Kostümbildnerin zeichnet sie sich für verschiedene Schauspiel-, Opern- und Tanzproduktionen u. a. am Festspielhaus Hellerau, am Kleinen Haus des Staatsschauspiels Dresden und am Schauspiel Chemnitz verantwortlich. 2013 arbeitete sie zudem an der Ausstattung für das Schauspielhaus Wien im Rahmen der Wiener Festwochen mit. Von 2013 bis 2015 war Cleo Niemeyer am Maxim Gorki Theater Berlin als Bühnenbildassistentin engagiert. Dort realisierte sie in dieser Zeit auch eigene Bühnen- und Kostümbilder, u. a. für Produktionen von Marc Sinan, Ron Rosenberg, Michael Ronen und Hakan Savas Mican. 2015 arbeitete sie mit der Regisseurin Alexandra Wilke am Staatstheater Cottbus zusammen und entwickelte für das Projekt Germans are different von Matthias Matschke am Schauspiel Leipzig den Raum und die Kostüme. Am Theater Bielefeld kreierte sie bereits in der Spielzeit 2016/17 das Bühnenbild für Charlotte Salomon.

KOSTÜME
Geboren 1990 in Venezuela, studierte Alexander Djurkov Hotter von 2009 bis 2010 Architektur an der Technischen Universität Berlin und beschloss während des Studiums sich in Richtung Textildesign zu orientieren. Nach Praktika bei diversen Modedesignern begann er 2011 eine Maßschneiderlehre im renommierten Kostüm-Atelier »das Gewand« in Düsseldorf. Dort trat er in Kontakt mit einigen der einflussreichsten Kostümbildner der Welt und sammelte erste Theaterund Kostümbilderfahrungen. Nach seinem Abschluss als Jahrgangsbester hospitierte er zunächst am Maxim Gorki Theater in Berlin. Es folgten Assistenzen am Schauspielhaus Frankfurt, den Salzburger Festspielen, der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, der Staatsoper Unter den Linden Berlin und der Norske Opera in Oslo bei Produktionen der Regisseure Jorinde Dröse, Henry Mason, Calixto Bieito und Dieter Dorn, bei denen er u. a. den Kostümbildnern Hildegard Bechtler, Ingo Krügler und Moidele Bickel zur Seite stand. In der Spielzeit 2014/15 gestaltete er das Kostümbild für die Uraufführung Exit:Lulu in einer Inszenierung von Mizgin Bilmen am Schauspiel Frankfurt. Am Theater Bielefeld schuf er bereits in der Spielzeit 2016/17 die Kostüme für Charlotte Salomon.

BESETZUNG
Wotan Frank Dolphin Wong, Donner Evgueniy Alexiev / Olaf Haye, Froh Lianghua Gong
Loge Alexander Kaimbacher, Alberich Yoshiaki Kimura, Mime Lorin Wey, Fasolt Moon Soo Park, Fafner Sebastian Pilgrim, Fricka Sarah Kuffner, Freia Melanie Kreuter, Erda Katja Starke, Woglinde Nienke Otten, Wellgunde Hasti Molavian, Floßhilde Nohad Becker;

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