Schwarzenberg, Schubertiade, Spielplan 13. – 16. Juli 2017

Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

Schubertiade / Schwarzenberg, Angelika-Kauffmann-Saal (Vorplatz) © Schubertiade

SCHUBERTIADE-Konzerte in HOHENEMS vom 13. – 16. Juli 2017


Donnerstag, 13. Juli 20.00, Markus-Sittikus-Saal, Klavierabend
David Fray
David Fray ist einer jener Pianisten, die mehr durch ihre zauberhaft leisen Töne, eine staunenswerte Anschlagskultur und ernsthaftes Auftreten überzeugen als durch große Gesten. Mit seinen Einspielungen der Werke Bachs und Schuberts hat der französische Pianist in den letzten Jahren die Musikwelt aufhorchen lassen und eine ganze Reihe von prestigeträchtigen Preisen gewonnen. In Hohenems spielt David Fray heute ein Programm mit ausgewählten Werken von Frédéric Chopin sowie die große Sonate in A-Dur von Franz Schubert.
(Karten erhältlich)


Freitag, 14. Juli 16.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Kammerkonzert
Julia Fischer Violine
Daniel Müller-Schott Violoncello
Herbert Schuch Klavier
Mit der Geigerin Julia Fischer, dem Cellisten Daniel Müller-Schott und dem Pianisten Herbert Schuch haben sich drei hochkarätige Musiker zusammen-gefunden, um einer Gattung zu huldigen, die bei der Schubertiade regelmäßig gepflegt wird: dem Klaviertrio. Zu hören sind heute jenes in B-Dur („Erzherzog-Trio“) von Ludwig van Beethoven sowie das Klaviertrio in a-Moll von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky.
(Ausverkauft)


20.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Kammerkonzert
Quatuor Ebène
Akiko Yamamoto Klavier
Laurène Durantel Kontrabaß
Das Quatuor Ebène gehört zu den weltweit gefragtesten Streichquartetten und gibt im Rahmen der Schubertiade von heute bis Sonntag gleich drei Konzerte mit unterschiedlicher Besetzung. Beim ersten werden die vielfach preisgekrönten französischen Musiker heute Abend von der Schubertiade-Debütantin Akiko Yamamoto am Klavier und Laurène Durantel am Kontrabaß begleitet. Auf dem Programm stehen Robert Schumanns „Waldszenen“ für Klavier, das Klavierquartett in c-Moll von Gabriel Fauré sowie Schuberts Klavierquintett in A-Dur („Forellenquintett“).
(Karten erhältlich)


Samstag, 15. Juli 16.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Kammerkonzert
Quatuor Ebène
Shani Diluka Klavier
Bei seinem zweiten Auftritt wird das renommierte französische Ensemble von der jungen Pianistin Shani Diluka begleitet, die im Rahmen dieses Konzertes u. a. auch die öffentliche Uraufführung eines Klavierstückes von Richard Strauss spielt: Das kurze „Nocturno“ war Teil der „Stimmungsbilder“ op. 9 (beendet 1884), wurde von Strauss jedoch nicht in die gedruckte Sammlung aufgenommen, woraufhin der Satz verloren ging. Weiters auf dem Programm stehen Franz Schuberts kleine Klaviersonate in A-Dur, Gabriel Faurés Klavierquartett in g-Moll und Robert Schumanns Klavierquintett in Es-Dur.
(Karten erhältlich)


20.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Kammerkonzert
Modigliani Quartett
Gérard Caussé Viola
Das Modigliani Quartett feierte 2013 sein zehnjähriges Bestehen und kann inzwischen auf eine beeindruckende Karriere blicken. Das Ensemble hat sich zu einem der weltweit meistgefragten Quartette der jungen Generation entwickelt und tritt seit 2010 regelmäßig bei der Schubertiade auf. Bei seinem heutigen Konzert wird es von Gérard Caussé begleitet, auf dem Programm stehen das Streichquartett in a-Moll und das Streichquintett in A-Dur von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie Mozarts Streichquintett in g-Moll.
(Karten erhältlich)


Sonntag, 16. Juli 11.00 Uhr, Markus-Sittikus-Saal, Kammerkonzert
Quatuor Ebène
Akiko Yamamoto Klavier
Shani Diluka Klavier
Ein ganz besonderes Programm erwartet die Besucher des dritten Kammerkonzertes mit dem Quatuor Ebène, wenn im ersten Konzertteil gleich zwei Pianistinnen am Flügel Platz nehmen und Schuberts Fantasie in f-Moll sowie eine Auswahl der „Ungarischen Tänze“ von Johannes Brahms, ebenfalls für Klavier zu vier Händen, zur Aufführung bringen. Weiters auf dem Programm stehen das Streichquartett in g-Moll von Claude Debussy und das Streichquartett in Es-Dur von Ludwig van Beethoven.
(Karten erhältlich


Schubertiade-Quartier: Museen – Konzerte – Baudenkmale

Franz-Schubert-Museum, Marktstraße 1
Schubertiade-Museum, Marktstraße 15
Legge-Museum, Marktstraße 5
Elisabeth-Schwarzkopf-Museum, Schweizer Straße 1, Villa Rosenthal
Nibelungen-Museum, Marktstraße 6
Schuhmacher-Museum, Marktstraße 15

Öffnungszeiten
14. – 16. Juli: täglich von 10.30 – 19 Uhr

Pressemeldung Schubertiade

Hamburg, Elbphilharmonie, Kammermusikfest – 6 Std. Ausnahmekünstler, IOCO Kritik, 12.03.2017

März 14, 2017 by  
Filed under Elbphilharmonie, Konzert, Kritiken

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg / Lasershow zur Eröffnung © Ralph Lehmann

Elbphilharmonie Hamburg

„Kammermusikfest!“
Hamburgische Vereinigung von Freunden der Kammermusik
6-stündiges Programm voller Ausnahmekünstler

Von Sebastian Koik

Sabine Meyer, Renaud Capuçon, Daniel Müller-Schott, Sergei Nakarjakow, Quatuor Modigliani, Cello Duello, Michael Riessler und viele Musiker mehr. Was im Vorfeld schon spannend klingt, wird in der Elbphilharmonie zu einem wahrlich großartigen Fest der Kammermusik voll von unvergesslichen Höhepunkten.

Elbphilharmonie Hamburg / Kammermusikfest © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Kammermusikfest © Claudia Hoehne

Das Konzert am 4.3.2017 beginnt ähnlich wie das Elbphilharmonie-Eröffnungskonzert ein paar Wochen zuvor. Die Suite für Violoncello solo Nr.3 von Bach wird Satz für Satz von jeweils einem anderen von insgesamt acht Cellisten gespielt, die im ganzen Saal der Elbphilharmonie verteilt sind. Das Schöne an diesem Arrangement ist, dass ein Gefühl für den besonderen Raum der Elbphilharmonie geschaffen wird. Der Zuschauer wird sich des Raumes stärker bewusst, nimmt ihn deutlicher wahr. Auch hört der Zuschauer, dass der Klang von den Cellos im obersten Rang genauso gut ist wie von der Bühne. Puristisch betrachtet lenkt der „Show-Effekt“ einer solchen Verteilung der Instrumente im Raum nicht gerade wenig von der Musik ab. Da das Spiel mit dem Raum nicht übertrieben wurde und es eine nette Geste ist, der Spielstätte beim ersten Besuch eine Referenz zu erweisen, kann man das aber durchaus so machen.
Im zweiten Stück des Abends spielt Sergei Nakarjakow mit wunderbar weichem und sehr edlem, warmen, angenehm tiefen Klang Flügelhorn. So elegant hat man dieses Instrument noch nie gehört! Er spielt zusammen mit seiner Schwester am Flügel ein Schumann-Stück, das ursprünglich für Klarinette geschrieben wurde, von dem auch Versionen für Cello oder Violine bekannt sind, aber so wie heute auf dem Flügelhorn nur sehr, sehr selten zu hören ist. – Es gibt wohl auch niemanden, der das auf diesem Instrument besser spielen kann als Sergei Nakarjakow. Sein Spiel ist das erste Highlight des Kammermusikfests.
Danach spielen Renaud Capuçon an der Violine und Daniel Müller-Schott am Cello ein sehr virtuoses Stück von Johann Halvorsen nach einem Thema von Georg Friedrich Händel. Besonders der Geigenpart ist halsbrecherisch und wird von Capuçon ganz bravourös gemeistert. Das zweite Highlight des Abends.

Hamburg / Elbphilharmonie_Renaud Capuçon und Daniel Müller-Schott © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Renaud Capuçon und Daniel Müller-Schott © Claudia Hoehne

Danach tritt das Quartett Quatuor Modigliani mit einem Streichquartett von Antonín Dvorák auf. Es ist ein sehr, sehr schönes Stück – ganz besonders der zweite Satz! Herrlich, wie vor allem die Geigen und die Bratsche hier singen! Zum Schluss singt dann das Cello solo und die beiden Violinen und die Viola machen den Rhythmus. Das Quartett spielt ganz wunderbar und sprüht geradezu vor Musikalität! Das macht enorm viel Spaß! Für mich bereits der dritte große Höhepunkt im erst vierten Auftritt.

Im fünften Stück singt die Sopranistin Christiane Karg die Bacchiana brasileira Nr. 5 von Heitor Villa-Lobos. Die Sängerin präsentiert sich hier mit sehr viel Atem und sehr schönen, wechselnden Stimmfarben – zunächst warm und später heller, metallischer, härter. Das ist klasse gesungen und sehr schön begleitet von den acht Cellisten aus dem ersten Stück. Der nächste Höhepunkt.

Der zweite Programmblock des Abends ist drei Stücken von Franz Schubert gewidmet. Der Moderator und Vereinsvorsitzende Ludwig Hartmann erzählt, dass ursprünglich Menahem Pressler Pianist des heutigen Abends sein sollte, dieser aber dann doch schweren Herzens absagen musste, weil er gerade in Übersee an einer neuen Aufnahme arbeite. Leider war es ihm nicht machbar für diesen Abend nach Hamburg zu kommen. Dafür hat Menahem Pressler bereits fest für ein Konzert am 3. April 2018 in der Laeiszhalle zugesagt. Vertreten wird Pressler heute Abend vom ebenfalls sehr renommierten Pianisten Ian Fountain. Christiane Karg und Ian Fountain präsentieren gemeinsam eine Liedgruppe aus fünf Schubert-Liedern und es ist der erste Auftritt des Tages, der für mich nicht überzeugend ist. Das ist irgendwie schon gut gesungen, doch werden die Figuren der Lieder von der Sängerin für mich nicht wirklich verkörpert, nicht wirklich eine Geschichte erzählt, wie das bei geglückten Interpretationen von Schubert-Liedern der Fall ist. Auch der Pianist überzeugt mich in diesen Liedern nicht. Sein Spiel erscheint mir zu zögerlich und seltsam gebremst. Es fehlt Frische und Spritzigkeit. Am besten gefällt „Gretchen am Spinnrade“, das Christiane Karg mit sehr viel Leidenschaft singt, aber auch hier ist sie für mich nicht in der Rolle drin.

Elbphilharmonie Hamburg / Christiane Karg und Ian Fountain © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Christiane Karg und Ian Fountain © Claudia Hoehne

Deutlich besser gefällt mir der Pianist im folgenden Stück, für das er gemeinsam mit Renaud Capuçon und Daniel Müller-Schott auf der Bühne steht. Ian Fountain spielt hier quirlig und spritziger als zuvor. Auch hat er in dem Stück vom Komponisten den meiner Meinung nach besten Part zugedacht bekommen – die beiden hervorragenden Streicher können in diesem Klaviertrio nicht wirklich glänzen.
Der ganz große Höhepunkt des Abends folgt mit Schuberts Oktett F-Dur D 803, das von Sabine Meyer an der Klarinette angeführt wird und neben den Quatuor Modigliani-Quartett noch aus dem Hornisten Bruno Schneider, Dag Jensen am Fagott und Knut Erik Sundquist am Kontrabass besteht. Das sind alles ganz wunderbare Musiker! Sie spielen so herrlich spritzig, quirlig-frisch und lebendig, dass es eine wahre Freude ist! Und auch sie genießen das Musizieren unter Gleichgesinnten, der Spaß am Musizieren ist diesen Ausnahme-Musikern deutlich anzusehen! Das ist ein absoluter kammermusikalischer Leckerbissen! Strahlend schön der Klang der Klarinette. Schöner kann eine Klarinette nicht klingen, als dieses Instrument in den Händen dieser Weltklasse-Künstlerin Sabine Meyer! Der Kontrabassist ist ebenfalls Weltklasse. Einen besseren Kontrabassisten habe ich noch nie zuvor gehört. Großartig auch die vier jungen Herren von Quatuor Modigliani. Herrlich anzuschauen, mit wie viel Spaß sie musizieren und herrlich, wie die Bläser und ganz besonders die Klarinette in diesem Stück oft mit den Streichern in einen wunderbaren Dialog treten. Es herrscht eine wunderbare Spannung im Musizieren dieser zusammengewürfelten Formation. Toll auch das Horn und das Fagott. Das wunderbare Schubert Oktett in dieser unübertrefflichen Besetzung ist für mich das Herzstück des Abends. Dieser achte von insgesamt vierzehn Auftritten des Abends ist für sich allein schon ein kammermusikalisches Fest par excellence!

Elbphilharmonie Hamburg / Quatuor Modigliani, Sabine Meyer, Bruno Schneider, Dag Jensen, Knut Erik Sundquist © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Quatuor Modigliani, Sabine Meyer, Bruno Schneider, Dag Jensen, Knut Erik Sundquist © Claudia Hoehne

Und es geht weiter mit musikalischen Höhepunkten. Im zehnten Auftritt des Abends ertönt unter anderem eine großartig klingende Drehorgel. Zusammen mit den Klarinettisten vom Trio Clarone und Michael Riessler klingt das ganz fantastisch. Sabine Meyer spielt zwei ganz wunderbare und hochvirtuose Klarinettensoli. Das ist das Beste und Schönste, was ich jemals auf der Klarinette gespielt gehört habe! Danach ein großartiges Solo auf der Bassklarinette von Michael Riesler. Ebenfalls ein Fest. Danach ein sehr spannender Teil, in dem mehrere Klarinetten wundervoll von der Drehorgel begleitet werden und schönste und sehr faszinierende, ungewöhnliche Klangwelten erschaffen werden. Auch hier haben all‘ die hervorragenden Musiker auf der Bühne sichtlich großen Spaß am gemeinsamen Musizieren.

Elbphilharmonie Hamburg / Trio Clarone und Michael Riessler, Pierre Charial an der Drehorgel © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Trio Clarone und Michael Riessler, Pierre Charial an der Drehorgel © Claudia Hoehne

Danach tritt das Cello Duello mit Jens-Peter Maintz und Wolfgang Emanuel Schmidt auf, das bereits 25-jähriges Bühnenjubiläum feierte. Sie spielen maximalvirtuose Stücke von Joseph Haydn und Niccoló Paganini und meistern diese wunderschöne Musik ganz großartig! Auch dieser Auftritt ist für sich allein schon ein großes kammermusikalisches Fest! Die technisch extrem anspruchsvolle Musik wird nicht nur spieltechnisch grandios gemeistert, sondern auch mit herrlicher Musikalität gespielt! Diese spielerische Klasse, diese enorme Meisterschaft des Instruments ist fast unwirklich gut, erscheint fast wie nicht von dieser Welt. Das ist atemberaubend und ein weiterer unvergesslicher Höhepunkt des Abends. Diese Musik könnte ich ewig hören! Es ist bereits 5 Stunden und 15 Minuten nach Konzertbeginn und von Müdigkeit ist keine Spur. Ich bin hellwach und begeistert.

Elbphilharmonie Hamburg / Cello Duo_Jens Peter Maintz und Wolfgang Emanuel Schmidt © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Cello Duo_Jens Peter Maintz und Wolfgang Emanuel Schmidt © Claudia Hoehne

Im folgenden Auftritt brilliert Renaud Capuçon mit Geigenspiel mit extrem viel Seele. Christiane Karg und Ian Fountain neben ihm musizieren nicht schlecht, überzeugen aber nicht so ganz.
Im dreizehnten und vorletzten Auftritt des Abends tritt wieder Sergei Nakarjakow auf. Er spielt das extreme Virtuosität forderndes Stück „Carneval in Venedig“ von Jean-Baptiste Arban, das er souverän meistert. Es ist das wohl technisch anspruchsvollste Trompetenspiel, das ich jemals gehört habe und es wirkt bei ihm so selbstverständlich, natürlich und leicht. Er kann so spielen, dass es wie von zwei Instrumenten gespielt erscheint. Er kann eine Stimme spielen und wie magisch spielt er parallel dazu mit unfassbarer Geschwindigkeit eine zweite Stimme. Es wirkt fast wie die Aufhebung physikalischer Gesetze. Das Trompetenspiel von Sergei Nakarjakow ist ein unvergessliches Erlebnis.

Elbphilharmonie Hamburg / Sergei Nakarjakow und Vera Okhotnikova © Claudia Hoehne

Elbphilharmonie Hamburg / Sergei Nakarjakow und Vera Okhotnikova © Claudia Hoehne

Zum Abschluss gibt es von den vier jungen Herren des SIGNUM Saxophone Quartet noch etwas andere, jazzigere Klänge ein wenig abseits vom klassischen Kammermusik-Repertoire. Das ist zwar technisch sehr, sehr gut gespielt, vermag mich aber anders als so gut wie alles andere am heutigen Abend gehörte nicht zu berühren.
Um 18 Uhr begann das Kammermusikfest in der Elbphilharmonie und um kurz nach Mitternacht endete es. Unterbrochen von zwei Pausen gab es in vierzehn Auftritten mehrere Stunden lang Kammermusik in hoher bis höchster Qualität. Keinen Moment war es langweilig. Auch nach Stunden kam keine Müdigkeit auf. Die Zeit verging im Fluge. Das Publikum war hellauf begeistert.

Das erste Kammermusikfest der wunderbaren Hamburgischen Vereinigung von Freunden der Kammermusik in der Elbphilharmonie war ein ganz wundervolles und unvergessliches Musikereignis, das voll von musikalischen Höhepunkten der absoluten Extraklasse war. Ein ganz, ganz großes Lob den Veranstaltern für die großartige Musikerauswahl und Programmgestaltung für das Kammermusikfest. Und ein riesengroßer Dank für 95 Jahre Bereicherung der Hamburger Kulturlandschaft mit weit mehr als 1000 auf die Beine gestellten Konzerten. Danke für diese Freude schenkende ehrenamtliche Arbeit, die das Leben vieler Musikfreunde in Hamburg schöner macht.

 

—| IOCO Kritik Elbphilharmonie Hamburg |—

Frankfurt, Alte Oper Frankfurt, BUDAPEST FESTIVAL ORCHESTRA, 25.05.2014

Mai 16, 2014 by  
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Alte Oper Frankfurt
Frankfurt / Alte Oper © IOCO

Frankfurt / Alte Oper © IOCO

BUDAPEST FESTIVAL ORCHESTRA

Iván Fischer Leitung
Daniel Müller-Schott Violoncello

Sonntag, 25. Mai 2014 19.00 Uhr, Großer Saal

Antonín Dvorák Slawischer Tanz op. 72/6, Violoncellokonzert h-Moll op. 104,
Legenden op. 59/6, Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88

„Ein Orchester, bei dem es nur um Musik geht, nicht ums Geschäft und nicht um Gewerkschaften“: Das wünschte sich einst der ungarische Dirigent und Musiker Iván Fischer – und gründete 1983 gemeinsam mit dem Pianisten Zoltán Kocsis einen Klangkörper, um seine Vorstellungen einer Künstlerfamilie, in der jeder verschiedene Aufgaben hat und in der der einzelne Musiker mit all seinen Ideen und seinen Interessen Berücksichtigung findet, umzusetzen. Gut 30 Jahre später steht Iván Fischer immer noch am Dirigentenpult des Budapest Festival Orchestra, das sich längst einen ausgezeichneten Ruf erworben hat. Von britischen Musikkritikern wurde es unter die Top Ten im internationalen Orchester-Ranking gewählt

Wie eng der künstlerische Austausch zwischen Orchester und Chefdirigent nach wie vor ist, werden das Budapest Festival Orchestra und Iván Fischer bei ihrem kommenden gemeinsamen Auftritt in der Alten Oper Frankfurt unter Beweis stellen. Am Sonntag, 25. Mai 2014, folgen die Musiker der Einladung nach Frankfurt und widmen sich von 19.00 Uhr an im Großen Saal der Alten Oper einem reinen Dvorák-Programm. Auf den sechsten der Slawischen Tänze op. 72 – den zweiten Teil jenes Zyklus’, mit dem der Komponist seinen internationalen Erfolg begründete – folgt mit Dvoráks 1894/95 in den USA komponiertem Cellokonzert ein Klassiker der Solokonzert-Literatur. Daniel Müller-Schott, seit zwei Jahrzehnten fest etabliert in der Riege der weltbesten Cellisten, übernimmt den Solopart in diesem Werk, dessen Ausdruckstiefe die Interpreten immer wieder vor besondere Herausforderungen stellt. Die zweite Konzerthälfte bringt die Begegnung mit dem Zyklus „Legenden“, zehn musikalischen Charakterbildern, in feinen Klangfarben gezeichnet, sowie der Sinfonie Nr. 8 in G-Dur, in der sinfonische Strukturen und die Einflüsse der böhmischen Volksmusik eine enge Symbiose eingehen.

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt

—| Pressemeldung Alte Oper Frankfurt |—

Hamburg, Philharmoniker Hamburg, 7. Philharmonisches Konzert:Viviane Hagner, Jan Vogler und Simone Young, 06./07.04.2014

März 28, 2014 by  
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Philharmoniker Hamburg

Brahms` Doppelkonzert und Strauss` Zarathustra

 
Viviane Hagner, Jan Vogler und Simone Young im 7. Philharmonischen Konzert
 
Am 6./7. April 2014 präsentieren Simone Young, Viviane Hagner und Jan Vogler das Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms in der Laeiszhalle. Daneben steht eine Bach-Bearbeitung von Anton Webern sowie Richard Strauss` »Also sprach Zarathustra« auf dem Programm.
 
Brahms` Doppelkonzert zählt zum Spätwerk des Komponisten. Trotz der enormen technischen Schwierigkeiten fordert das Stück vor allem den klugen, feinsinnigen Dialog zwischen zwei gleichberechtigten Solisten. Viviane Hagner debütierte bereits im Alter von 13 Jahren unter Zubin Metha und zählt seitdem zu den weltweit gefragtesten Geigenvirtuosinnen. Jan Vogler erhielt den Europäischen Kulturpreis, ist zweifacher ECHO-Preisträger und u.a. Duopartner von Hélène Grimaud.
 
In der zweiten Konzerthälfte dirigiert Simone Young mit Richard Strauss` »Also sprach Zarathustra« einen populären Klassiker der Musikgeschichte. Unzählige Male verwendet und adaptiert, etwa in Stanley Kubricks »2001: Odyssee im Weltraum« oder bei Bühnenshows von Elvis Presley, ist die majestätische Eröffnungs-Fanfare heute weltberühmt.
 
Viviane Hagner konzertiert mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra oder dem New York Philharmonic und arbeitet mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Ricardo Chailly oder Lorin Maazel. Als Kammermusikerin spielt sie mit ihrer Schwester Nicole Hagner sowie mit Daniel Müller-Schott und Jonathan Gilad. In der Reihe »Philharmonie stellt vor« trat Viviane Hagner bereits 1989 unter dem kürzlich verstorbenen ehemaligen Hamburger GMD Gerd Albrecht auf. 1997 gastierte sie mit Johannes Brahms` Violinkonzert bei den Philharmonikern.
 
Jan Vogler ist nicht nur einer der herausragenden deutschen Cellisten, sondern auch Künstlerischer Leiter des Moritzburg Festivals bei Dresden und Intendant der Dresdner Musikfestspiele. Als Solist arbeitete er mit dem New York Philharmonic, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Wiener Symphonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Montreal Symphony Orchestra oder mit dem DSO Berlin. Vogler spielt ein Stradivari-Cello von 1707 sowie das Domenico Montagnana »Ex-Hekking« von 1721. Mit diesem Konzert debütiert er bei den Philharmonikern Hamburg.
 
 
7. Philharmonisches Konzert
So, 6. April 2014, 11 Uhr, Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
Mo, 7. April 2014, 20 Uhr, Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
 
Johann Sebastian Bach / Anton Webern: Fuga (2. Ricercata) a 6 voci aus dem »Musikalischen Opfer« BWV 1079
Johannes Brahms: Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op.102
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
 
Simone Young, Dirigentin
Viviane Hagner, Violine
Jan Vogler, Violoncello
Philharmoniker Hamburg
 
Konzerteinführung mit Kerstin Schüssler-Bach
So, 6. April 2014, 10.15 Uhr, Laeiszhalle, Studio E
 
Schüler-Vorkonzert, moderiert von Burkhard Friedrich
Mo, 7. April 2014, 19.15 Uhr, Laeiszhalle, Studio E
 
»Also sprach Zarathustra: Wahnsinn und Utopie?« Ein Kompositionsprojekt. Die 12. Klasse Musik der Julius-Leber-Stadtteilschule hat sich von Richard Strauss zu einer eigenen Komposition inspirieren lassen und diese unter der Leitung der Komponistin Ruta Paidere im Musikunterricht erarbeitet. Weitere Infos unter www.klangradar3000.de
 
—| Pressemeldung Philharmoniker Hamburg |—

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