Leipzig, Oper Leipzig, Tristan und Isolde – Richard Wagner, IOCO Kritik, 07.10.2019

Oktober 7, 2019 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

 Tristan und Isolde  – Richard Wagner

Enrico Lübbe, Chef des Schauspiel Leipzig, inszeniert Oper

von Thomas Thielemann

Warum fahren Wagner-Verrückte und Christian Tielemann-Verehrer aus Dresden zu Ulf Schirmers Tristan-Premiere zur Oper Leipzig?

Da wäre zunächst der Regisseur Enrico Lübbe, ansonsten Intendant des Theaters  Schauspiel Leipzig und damit Nachfolger des „Skandal -Regisseurs“ Sebastian Hartmann, meines Großneffen. Und es  war natürlich interessant,  wie uns die Tristan-Dirigate Ulf Schirmers nach zwei Bayreuth-Erlebnissen angreifen werden. Und außerdem waren wir gespannt, wie Daniel Kirch, dessen Siegfried uns in Chemnitz extrem begeistert hatte, den Tristan an der Oper Leipzig bewältigt.

Wäre ich unvorbereitet in die Premiere gekommen, so wäre ich sicher gewesen, dass als Regisseur ein Filmschaffender die Inszenierung zu verantworten habe. Aber, dank der Partnerschaft mit dem hochkreativen österreich-schweizerischen „Bühnenbildner“ Etienne Pluss und dem Co-Regisseur Torsten Buß, war ein faszinierendes Bühnenereignis entstanden. Ein simpler Lichtrahmen übernimmt als wesentlichstes Element die Aufgabe in der eigentlich klassischen Inszenierung, eine Abgrenzung der Protagonisten von der realen Welt vorzunehmen.

Tristan und Isolde – The making of ….
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Die Bühne fesselte vom ersten Augenblick. Mit faszinierend wechselnden  Bildern einer Videoinstallation, der Drehbühne und den handelnden Personen wurde der Betrachter über einen grauen Schiffsfriedhof geführt, bis der Bilderlauf in der Kabine eines Seglers zur Ruhe kam. Für die erste  Szene der Isolde mit Brangäne, fast etwas ablenkend, um vom Vorspiel und dem Lied des jungen Seemanns nahtlos in die Handlung zu kommen. Die Video-Drehbühnenkombination erlaubt der Regie, die Besucher auf beliebige Plätze des Schiffes zu führen.

Mit dem zweiten Akt gelang Enrico Lübbe im schier  endlosen Liebesduett  jenen Rausch Richard Wagners am freien Flug seinem exzessiven Ausnahmezustand gerecht zu werden. Seine wechselnden Befindlichkeiten, das psychologisch eigentlich Unerklärbare, den Tag zur Ursache allen Übels zu erklären und die Nacht, den Tod als ultimatives Lebensziel zu beschwören, wurde mit raffinierter Bühnentechnik, dem Einsatz eines Double-Paares und einer partiell schwarzen Umgebung bewältigt, so dass die Wandlungen der Gefühlswelten mit dem Wechsel von Körpernähe und  -ferne auch bildhaft wurden.

Oper Leipzig / Tristan und Isolde - hier : Daniel Kirch als Tristan und Meagan Miller als Isolde © Tom Schulze

Oper Leipzig / Tristan und Isolde – hier : Daniel Kirch als Tristan und Meagan Miller als Isolde © Tom Schulze

Für den dritten Akt hatte Lübbe das Wrack eines verlassenen Schiffes gewählt und überließ einer Vielzahl Isolde- Statistinnen Tristans Fieberphantasien bildlich werden zulassen. Gefangen in der unerfüllten Todessehnsucht leben Isolde und Tristan weiter mit ihrem Wunsch im Tode vereint zu sein. Die Lichtgestaltung und die Videoinstallationen waren beeindruckend im Konzept umgesetzt. Die Kostüme der Linda Redlin waren als einzige Komponente der Arbeit Lübbes zeitübergreifend gestaltet.

 Isolde war die stimmstarke amerikanische Sopranistin Meagan Miller mit ihrem Sinn für dramatische Situationen. Ihre volle kräftige Stimme mit ihrer hervorragenden Höhe findet aber auch mezzopiano Stimmfarbeben, durchaus auch zynisch und selbstironisch. Sie weiß sich auf der Bühne zu bewegen und vermag die Ideen des Schauspiel-Spezialisten umsetzen.die

Oper Leipzig / Tristan und Isolde - hier : Barbara Kozelj als Brangäne und Meagan Miller als Isolde © Tom Schulze

Oper Leipzig / Tristan und Isolde – hier : Barbara Kozelj als Brangäne und Meagan Miller als Isolde © Tom Schulze

Der Tristan von Daniel Kirch enttäuschte die Erwartungen nicht; aber ein „großer“ Tristan ist er noch nicht. Da benötigt seine leicht brüchige Tenorstimme noch etwas Entwicklung, wenn ihn der durchsetzungsfähige Sopran der Amerikanerin  gelegentlich überstrahlt. Die Mezzosopranistin Barbara Kozelj aus Slowenien war als die Stimme der Vernunft als Brangäne eine  ideale Partnerin der Isolde auf Augenhöhe. Stimmlich mit Meagan Miller gut abgestimmt, bietet sie dank ihrer starken Präsenz ein echtes Erlebnis.

Der König Marke, mit dem Ensemble-Mitglied Sebastian Pilgrim bestens  besetzt, war von der Regie von vornherein als schwacher Herrscher und wenig sympathisch angelegt. Mit profundem sicher geführtem Bass bewältigte er seine Aufgabe, in die Psyche von Isolde und Tristan einzugreifen. Das Ensemblemitglied Matthias Stier, trifft als Melot  geifernd mit seiner schneidenden Charakterstudie genau den richtigen Ton des Verräters.

Jukka Rasilainen als Kurwenal, erst im letzten Moment in die Inszenierung einbezogen, verfügt aber über ausreichend Erfahrung, um den Vertrauten Tristans wacker gesanglich und spielerisch prägnant darzustellen. Auch die „kleineren Rollen“ waren leistungsfähigen Sängern anvertraut. Der Steuermann von Franz Xaver Schlecht mit seinem elegant-dunklem Bariton und der Hirte des erfahrenen Oratorien-Tenors Martin Vogel waren schon beeindruckend. Der  junge Seemann   von dem  lyrisch geprägten Tenor Alvaro Zambrano gesungen, war fast eine Luxusbesetzung.

 Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Die Oboistin des Gewandhausorchesters  Gundel Jannemann-Fischer bot mit ihren in der Szene integrierten Bassklarinetten-Soli eine berückende Besonderheit der Inszenierung. Der Chor präsentierte sich kräftig und transparent, aber nicht unbedingt klangschön.

Zum Orchester möchte ich mich nicht unbedingt äußern, weil ich doch dem Dresdner Klang zu stark verhaftet bin. Das bedeutet aber keinesfalls eine Einschränkung der Orchesterqualität, denn es wurde hervorragend musiziert. Die Klangentfaltung in der Oper Leipzig ermöglicht allerdings keinen extrem emotionsgeladenen Tönerausch.

Ulf Schirmer leitete die Aufführung straff, facettenreich aber nicht immer freundlich unterstützend den Sängern gegenüber. Ich empfand, dass er mit seinem Dirigat  einen  etwas kühleren  Eindruck vermittelte. Das mag an der Premieren-Nervosität  gelegen haben, denn an der Darbietung der Musik Richard Wagners gab das keine Einschränkung. Schwieriger war da schon der Eventcharakter der bilderbetonten Regie, der gelegentlich ablenkte. Aber das mag meine persönliche Auffassung zur Arbeit Lübbes sein und sich aus dem Eindruck halbszenischer Wagner-Aufführungen bei den Budapester Wagnertagen speisen.

Von den Freunden der Musik des in Leipzig geborenen Meisters wurde die Leistung der Künstler um Enrico Lübbe und Ulf Schirmer stürmisch bejubelt und mit stehenden Ovationen bedacht, an denen ich mich mit viel Überzeugung beteiligte.

Tristan und Isolde an der Oper Leipzig, weitere Aufführungen: 12. Oktober / 10.11. 2019 / 14. März / 01. Juni 2020 ( mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)

—| IOCO Kritik Oper Leipzig |—

Leipzig, Oper Leipzig, Premiere Tristan und Isolde – Richard Wagner, 05.10.2019

Oktober 2, 2019 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Tristan und Isolde – Richard Wagner

In Des Welt-Atems wehendem All

Die Premiere von Richard Wagners Tristan und Isolde in der Inszenierung von Enrico Lübbe, Intendant des Schauspiel Leipzig, markiert einen weiteren wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu den Opernfesttagen »WAGNER 22« im Sommer 2022.

Bis dahin wird die Oper Leipzig unter der Leitung von Intendant und Generalmusikdirektor Ulf Schirmer alle dreizehn Opernwerke Wagners im Repertoire führen und innerhalb von drei Wochen in der Reihenfolge ihrer Entstehung zur Aufführung bringen. Enrico Lübbe gibt mit dieser Arbeit sein Hausdebüt an der Oper Leipzig. Am Pult des Gewandhausorchesters steht Prof. Ulf Schirmer.

Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Um der ungewollten Hochzeit mit König Marke (Sebastian Pilgrim mit einem Rollendebüt) von Cornwall zu entgehen, will die irische Königstochter Isolde (Meagan Miller, mit einem Rollendebüt, zuletzt in Leipzig als Minnie in La fanciulla del West) ihrem Leben ein Ende setzen. Gemeinsam mit Tristan (Daniel Kirch, an der Oper Leipzig u.a. als Siegmund in Die Walküre und in den Titelpartien in Tannhäuser und Parsifal), dem Neffen des Königs, trinkt sie jedoch versehentlich kein Gift, sondern einen Liebestrank. Gequält von unerfüllter Sehnsucht leben die beiden fortan für den Wunsch, im Tod vereint zu sein.

Mit Tristan und Isolde schuf Richard Wagner seine vielleicht radikalste, aber auch sinnlichste Oper. Zwei Liebende werden in einen Strudel der Leidenschaften hineingesogen, der so intensiv ist, dass eine Erlösung nur im Tod möglich ist. Für seinen »Tristan« adaptierte Wagner das mittelalterliche Epos von Gottfried von Straßburg und ließ sich von der Philosophie Arthur Schopenhauers inspirieren. Der Komponist vereint dessen pessimistische Ideen vom Streben nach dem Ende der Existenz jedoch mit der eigenen Neigung zu sinnlicher Hingabe. Es entstehen rauschhafte Klänge der Unendlichkeit, die die überwältigenden Gefühle der kaum noch aktiv handelnden Figuren deutlich machen. Wie das immer größer werdende Verlangen der Liebenden drängt die Musik unaufhörlich nach Erlösung. Die beinahe sinfonisch anmutende musikalische Sprache, die Wagner verwendet, ist durch den Zusammenbruch der Tonalität und extreme Chromatik gekennzeichnet.

Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Oper Leipzig / Tristan und Isolde © Tom Schulze

Bühnenbildner Étienne Pluss, für seine Arbeit an »Violetter Schnee« an der Staatsoper Unter den Linden gerade für den FAUST 2019 nominiert, schafft für die Geschichte von »Tristan und Isolde« zeitlose und symbolische Orte wie einen Schiffsfriedhof, an denen Regisseur Enrico Lübbe mit dem Einsatz der Drehbühne, Videoprojektionen (fettFilm) und Doubles der Protagonisten verschiedene Realitäts- und Zeitebenen entstehen lässt: reale sowie überdimensionierte und philosophische. Ein Lichtrahmen dient als Grenze zwischen den Welten und als Abgrenzung für Tristan und Isolde zur »realen« Welt.

Premiere: Samstag, 5. Oktober 2019, 17 Uhr,  weitere Aufführungen: 12. Oktober / 10. November 2019 / 14. März / 01. Juni 2020 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)

Richard Wagner  –  Tristan und Isolde
Handlung in drei Aufzügen | Text vom Komponisten | In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Leitung:
Musikalische Leitung  Ulf Schirmer, Inszenierung Enrico Lübbe, Co-Regie Torsten Buß
Bühne Étienne Pluss, Kostüm Linda Redlin, Video fettFilm, Licht Olaf Freese, Choreinstudierung Thomas Eitler-de Lint, Dramaturgie Nele Winter

Besetzung:  Isolde Meagan Miller | Tristan Daniel Kirch | König Marke Sebastian Pilgrim | Kurwenal Mathias Hausmann | Melot Matthias Stier | Brangäne Barbara Kozelj | Ein Hirt Martin Petzold | Ein Steuermann Franz Xaver Schlecht | Ein junger Seemann Alvaro Zambrano,  Herren des Chores der Oper Leipzig, Komparserie der Oper Leipzig, Gewandhausorchester

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Chemnitz, Theater Chemnitz, Siegfried – Der Ring des Nibelungen, IOCO Kritik, 12.06.2019

Juni 12, 2019 by  
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Theater Chemnitz

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Theater Chemnitz © Dieter Wuschanski

Siegfried:  Der – Chemnitzer – Ring des Nibelungen

Was will die Regie wirklich zeigen?

von Thomas Thielemann

Die gravierende Fehlbesetzung der Titelrolle des Siegfrieds im Oster-Ring der Oper Chemnitz war Veranlassung genug, den Siegfried des Pfingst-Ringes mit dem Sänger-Darsteller der Premierenrunde Daniel Kirch zu besuchen. Auch waren Unklarheiten geblieben, was Regisseurin Sabine Hartmannshenn dem arglosen Opernbesucher in ihrer Inszenierung vermitteln möchte; die IOCO Rezension vom 26.4.2019 – Wagner aus feministischeer Sicht  – link hier-  und dort erwähnte Verbrechen von Männern an Frauen deuten schon deren Richtung an.

Siegfried –  Richard Wagner
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Erst die phänomenale schauspielerische Leistung des Daniel Kirch, die geringfügige sängerische Rest-Defizite vergessen lässt, führt zum Kern der Inszenierung. Mit fünf Männern konfrontiert uns Richard Wagner, die von der Regie charakterisiert werden müssten: Der Riese Fafner ist bereits im Rheingold als Brudermörder ob seiner Habgier denunziert. Der Zwerg Mime schneidet brutal den Siegfried-Fötus aus  Sieglinde und lässt sie verbluten, nur um sich ein Werkzeug zu schaffen, das seine körperlichen Defizite kompensieren soll. Sein Bruder Alberich vergewaltigt eine gesichts- und willenslose Nibelungensklavin, um dem Knaben Hagen die angestrebten Machtverhältnisse zu demonstrieren. Der junge Hagen begreift und tritt nach. Warum der Wanderer, also eigentlich ein Gott, wenn auch auf Abruf, den Waldvogel umbringt, erläutert die Inszenierung nicht so richtig. Ist dem Gott ihre Informationsfreudigkeit und ihr Warnen ein Dorn im Restauge geworden?

Theater Chemnitz / Siegfried - hier : Arnold Bezuyen als Mime - knieend, Daniel Kirch als Siegfried © Nasser Hashemi

Theater Chemnitz / Siegfried – hier : Arnold Bezuyen als Mime – knieend, Daniel Kirch als Siegfried © Nasser Hashemi

Bleibt Siegfried: er ist bereits von Wagner am Beginn als kindlich und naiv angelegt. Aber die Spielfreude des Daniel Kirch, wahrscheinlich von Sabine Hartmannshenn noch angefeuert, stellt ihn uns kindisch bis zu den Schluss-Szenen vor. Er beherrscht die Bühne, ohne dabei auch nur die geringste Entwicklung zu zeigen. In der April-Rezension hatte ich der Regie mangelhafte Personenführung kritisiert. Das war aber am Ostersamstag der Notwendigkeit geschuldet, dass der musikalische Leiter alle Mühe hatte, den armen Ersatz-Siegfried über den Spätnachmittag zu bringen und ihn deshalb häufiger an die Rampe holte. Kirch hat bewiesen, dass seine Spielfreude Mittel zum Zweck war. Siegfried blieb ein Kindskopf bis er in die Fänge der Brünnhilde geriet.

Fazit der Chemnitzer Inszenierung: Alle Männer sind Verbrecher oder naive Kindsköpfe; es sei denn, sie werden von einer starken Frau gelenkt, geleitet

Sabine Hartmannshenn ist eine höchst begabte Regisseurin. Wie sie die Oper mit diesem einen Bühnenbild, das eigentlich nur im Bereich des Feuerzaubers abgewandelt ist, ausfüllt, ist bemerkenswert. Einige Szenendetails – die Tafelei des Wanderers mit Mime mit dem abrupten Abbruch, die Drachenszene mit der Statisterie – zeugen von hoher Kreativität.

Theater Chemnitz / Siegfried - hier : Ralf Lukas als Der Wanderer, Bjoern Waag als Alberich © Nasser Hashemi

Theater Chemnitz / Siegfried – hier : Ralf Lukas als Der Wanderer, Bjoern Waag als Alberich © Nasser Hashemi

Gesungen wurde in der Aufführung recht ordentlich. Arnold Bezuyen war besser als am Ostersamstag. Prachtvoll wieder Jukka Rasilainen, Magnus Piontek und vor allen Guibee Yang und Stéphanie Müther.Überzeugend auch der Wanderer von Ralf Lukas und die Erda von Nadine Weismann.

Götterdämmerung – Richard Wagner
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Die Abendleistung des Orchesters zu beurteilen fällt schwer. Weil noch andere Aufführungen in meinem Ohr klingen, scheint mir, daß Guillermo Garcia Calvo mit den Blechbläsern recht üppig um sich warf und über weite Strecken das Feuer eines Richard Wagner vermissen ließ.

Der ausgeprägt aggressive Feminismus in den Konzeptionen von Sabine Hartmannshenn und Elisabeth Stöppler bleibt nach modernen Wertvorstellungen nur schwer verkraftbar.

—| IOCO Kritik Theater Chemnitz |—