Essen, Philharmonie Essen, Spielplan August – Oktober 2020

Juni 26, 2020 by  
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Philharmonie Essen

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Philharmonie Essen © Bernadette Grimmenstein

Philharmonie Essen – Spielplan  August bis Oktober

  • Corona-Einschränkungen führen teilweise zu neuen Konzertprogrammen
  • Einzelne Termine entfallen, darunter der Auftritt von Anne-Sophie Mutter

Reduzierte Besetzungen aufgrund von Abstandsregeln auf der Bühne, der Verzicht auf Pausen und damit verbunden kürzere Konzertdauern: Die weiterhin geltenden Einschränkungen im Konzertbetrieb haben zu Beginn der neuen Spielzeit 2020/2021 Auswirkungen auf den Spielplan der Philharmonie Essen für die Monate August bis Oktober. Ein Großteil der Konzerte wird zwar an den ursprünglich geplanten Terminen stattfinden, allerdings mit kürzeren Programmen. Einige wenige Veranstaltungen müssen abgesagt werden.

Welche Konzerte wurden abgesagt?
Betroffen sind der Abend Very British (22.8.), das Theaterfest zur Saisoneröffnung (30.8.), der Auftritt von Anne-Sophie Mutter und dem Pittsburgh Symphony Orchestra (7.9.), das Philharmonie- Debüt von Maxim Lando (20.9.), der Musikschultag (26.9.), das Jubiläumskonzert der Bläck Föös (10.10.), die Orgelreise für Orgelabonnenten (17.10.), das Gastspiel von Gilberto Gil (29.10.) sowie das Preisträgerkonzert des Younghi Pagh-Paan Wettbewerbs im Rahmen des Festivals NOW! (30.10.).

Welche Konzerte werden komplett neue Programme haben?
Mit einem reinen Mozart-Programm eröffnen zunächst die Essener Philharmoniker ihre Saison im 1. Sinfoniekonzert am 3. und 4. September: Anstelle des zweiten Violinkonzertes von Sergej Prokofjew interpretiert Daniel Hope nun gemeinsam mit Philip Dukes Mozarts Sinfonia concertante Es-Dur für Violine, Viola und Orchester (KV 364). Außerdem erklingen Adagio und Fuge c-Moll für Streicher (KV 546) sowie die Serenade „Eine kleine Nachtmusik“. Ein alternatives Programm präsentiert Daniel Hope auch bei seinem zweiten Auftritt mit seinem Zürcher Kammerorchester am 20. September (15 und 19 Uhr!): Zur Aufführung kommen nun die Serenade für Streicher e-Moll, op. 20 von Edward Elgar, das Konzert d-Moll für Violine und Streicher von Felix Mendelssohn Bartholdy sowie die Serenade C-Dur, op. 48 von Pjotr I. Tschaikowski. Mit anderen Werken als ursprünglich geplant ist schließlich das Ensemble Le Cercle de l’Harmonie am 25. Oktober zu erleben: Unter der Leitung von Jérémie Rhorer erklingen gleich drei Sinfonien von Felix Mendelssohn Bartholdy.

Welche in der laufenden Spielzeit abgesagten Konzerte werden nun nachgeholt?
Neu in den Spielplan aufgenommen wurden vier Konzerte, die in der laufenden Spielzeit abgesagt werden mussten und nun nachgeholt werden. Endlich ihren großen Auftritt haben zunächst die jungen Schülerinnen und Schüler der S-Klasse der Folkwang Musikschule in ihrem Debüt-Konzert am 6. September. Die Pianisten Arthur & Lucas Jussen spielen am 12. September gemeinsam mit der Amsterdam Sinfonietta unter anderem Bachs Klavierkonzert c-Moll (BWV 1061). Der Geiger und Crossover-Künstler MIKI kommt mit seinem Takeover!Ensemble sowie einem noch geheimen Special Guest am 19. September für einen seiner legendären Auftritte in den Alfried Krupp Saal. Und das Abschlusskonzert des Schulprojektes „Luft – in Bewegung, Stimme, Tanz“ wird am 25. September stattfinden.

Welche Konzerte finden an einem anderen Termin statt?
Einen neuen Termin erhält das erste Konzert der Reihe Sounds of Heimat, mit der die Philharmonie Essen die Reihen und Festivals Sounds of Africa und Sounds from East to West aus den vergangenen Spielzeiten fortführt und eine musikalische Brücke zu frischen Klängen aus aller Welt schlägt. Zum Auftakt präsentiert das Berlin Oriental Quartet am 17. September (anstatt 20.9.) ein Programm Von Bach bis Brahem.

Überblick – Spielplan September/Oktober 2020  Philharmonie Essen und Essener Philharmoniker:
1. Sinfoniekonzert der Essener Philharmoniker
„Eine kleine Nachtmusik“
Mit  Daniel Hope (Violine), Philip Dukes (Viola) und Tomáš Netopil (Dirigent)
3., 4. September 2020, 20:00 Uhr  Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Folkwang Debüt
Mit Schülerinnen und Schülern der S-Klasse der Folkwang Musikschule
6. September 2020, 11:00 Uhr

Philharmonie Essen / Arthur & Lucas Jussen © Marco Borggreve

Philharmonie Essen / Arthur & Lucas Jussen © Marco Borggreve

Arthur & Lucas Jussen
Bach Klavierkonzert
12. September 2020, 19:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Wild Card 6
12. September 2020, 21:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

1. Kammerkonzert der Essener Philharmoniker
Beethoven Streichquartett
13. September 2020, 11:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon (statt Aalto-Foyer)

Familienkonzert
Konzert mit der Maus
13. September 2020, 16:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Sounds of Heimat
Berlin Oriental Quartet „Von Bach bis Brahem“
17. September 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

TAKEOVER! by MIKI & Special Guest
19. September 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Daniel Hope
Zürcher Kammerorchester
Serenaden
20. September 2020, 15:00 und 19:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Philharmonie Essen / Teodor Currentzis © SWR, Klaus Mellenthin

Philharmonie Essen / Teodor Currentzis © SWR, Klaus Mellenthin

Teodor Currentzis
Patricia Kopatchinskaja
SWR Symphonieorchester
24. September 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Philharmonie entdecken | Kompositionsprojekt
„Luft – in Bewegung, Stimme, Tanz“
Abschlusskonzert
25. September 2020, 11:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

Artemis Quartett
27. September 2020, 17:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Daniil Trifonov
Lahav Shani
Rotterdam Philharmonic Orchestra
3. Oktober 2020, 19:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Kinderkonzert
„Komm, reich mir deine Hand“
4. Oktober, 11:00 und 16:00 Uhr
5. Oktober, 10:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

Philharmonie Debüt
Bomsori Kim
Mit Bomsori Kim (Violin) und Julia Okruahvili
11. Oktober 2020, 11:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

In Residence: Sir Antonio Pappano
Sestetto Stradivari dell’Accademia Nazionale die Santa Cecilia Roma
„Souvenir de Florence“
18. Oktober 2020, 19:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Jazz
John Scofield
Dave Holland
21. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Isabelle Faust
Il Giardino Armonico
Vivaldi Violinkonzert
23. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Kleinkinderkonzert
„Das Küchenkonzert“
24. Oktober 2020, 11:00 und 16:00 Uhr
25. Oktober 2020, 11:00 und 16:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

Philharmonie Essen / Janine Jansen © Marco Borggreve

Philharmonie Essen / Janine Jansen © Marco Borggreve

Janine Jansen | Sakari Oramo
Royal Stockholm Philharmonic Orchestra
24. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Jérémie Rhorer
Le Cercle de l’Harmonie
25. Oktober 2020, 17:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

Gerhild Romberger
Mit Gerhild Romberger (Mezzosopran) und Alfredo Perl (Klavier)
28. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

NOW! „Von fremden Ländern und Menschen“
Präsentation des Festivalprogramms
Mit Professor Günter Steinke
29. Oktober 2020, 19:30 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon

NOW! „Von fremden Ländern und Menschen“
„Cosmigimmicks“
Mit dem Ensemble Musikfabrik
30. Oktober 2020, 20:00 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

NOW! „Von fremden Ländern und Menschen“
„Von fremden Ländern und Menschen“
Mit Studierenden der Kompositions-, Elektronische Kompositions-, Instrumental-, Schauspiel-,
Musiktheater- und Tanzklassen der Folkwang Universität der Künste
31. Oktober 2020, 17:00 Uhr
Folkwang Universität der Künste, Neue Aula

NOW! „Von fremden Ländern und Menschen“
„Zipangu“
Mit dem WDR Sinfonieorchester Köln
31. Oktober 2020, 19:30 Uhr
Philharmonie Essen, Alfried Krupp Saal

NOW! „Von fremden Ländern und Menschen“
Late Night Konzert
„Sonic Creatures“
Mit dem Performer Francisco López
31. Oktober 2020, 22:00 Uhr
Philharmonie Essen, RWE Pavillon
Informationen zum Kartenkauf
Vorverkauf für September 2020

Der Kartenvorverkauf für den Ersatzspielplan September 2020 beginnt am 3. August 2020. Eintrittskarten sind im TicketCenter erhältlich (II. Hagen 2, 45127 Essen). Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen während der Öffnungszeiten auch für telefonische Anfragen (T 02 01 81 22-200) sowie per E-Mail (tickets@theater-essen.de) zur Verfügung. Kartenkäufe über den Webshop sowie über www.eventim.de und externe Vorverkaufsstellen sind aktuell leider nicht möglich. Die TUP ist als Veranstalter verpflichtet, bei Kartenverkäufen und Reservierungen Namen und Anschrift der Kundinnen und Kunden aufzunehmen.

Das TicketCenter im II. Hagen 2 bleibt während der Theaterferien vom 29. Juni bis 16. August 2020 von montags bis freitags in der Zeit von 10:00 bis 15:00 Uhr geöffnet. In dieser Zeit findet auch unser telefonischer Service statt. Die Kasse am Aalto-Theater ist in der Zeit vom 29. Juni bis 18. August 2020 geschlossen.

Öffnungszeiten des TicketCenters ab dem 17. August 2020
Mo-Sa 10:00-16:00 Uhr
Telefonische Erreichbarkeit:
Mo 10:00-16:00 Uhr
Di-Fr 10:00-18:00 Uhr
Sa 10:00-16:00 Uhr

Die TUP bittet darum, bei Kartenkäufen im TicketCenter die eingeübten Hygiene- und
Sicherheitsregeln einzuhalten.

Vorverkauf für den ursprünglichen Spielplan 2020/2021 eingestellt
Der Vorverkauf bzw. die Reservierungen für den ursprünglichen Spielplan der Spielzeit 2020/2021 sind eingestellt. Bisher eingegangene Reservierungen bleiben bestehen, sofern der Termin der Veranstaltung und die bisher genehmigten Platzkapazitäten aufrechterhalten bleiben.

Bei Programmänderungen oder sollten wegen der geforderten Sitzplatzeinschränkungen Reservierungswünsche nicht erfüllt werden können, werden die Kundinnen und Kunden persönlich benachrichtigt.

—| Pressemeldung Philharmonie Essen |—

Düsseldorf / düsseldorf festival !, Highlights, 11.9.-30.9.2019

Mai 10, 2019 by  
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Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen © Thomas Rempen

Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen © Thomas Rempen

düsseldorf festival

düsseldorf festival! 11.9.-30.9.2019
Die Highlights in aller Kürze

Vom 11. September bis 30. September heißt es beim düsseldorf festival! wieder: Musik, Tanz, Theater und Neuer Zirkus. Abermals bietet das Festival Produktionen eine Bühne, die Grenzlinien zwischen den Kunstformen überschreiten und neue Mixturen kreieren. Viele der Gäste des Festivals sind international gefeierte Künstler, die hierzulande zum ersten Mal zu erleben sind. Unter den elf Glanzlichtern des Programms finden sich fünf Deutschlandpremieren und eine NRW-Premiere.

Den Anfang machen die Artisten von „Les 7 doigts de la main“ mit PASSAGERS in einer zirzensischen Eisenbahn, die zum Spielfeld für Bekenntnisse und akrobatische Höchstleistung wird. Martin Zimmermann erfindet in seiner burlesken Tragikomödie „Eins Zwei Drei“ die Figur des Clowns gleich dreifach neu und setzt sie in einem enthemmten Delirium in Szene. Mit der „Krankenakte Robert Schumann“ lassen Matthias Brandt und Jens Thomas in einer faszinierenden Improvisation aus Text und Klang die Nerven der Zuschauer vibrieren. Dorothee Oberlinger, Blockflötistin von Weltruf, fängt zusammen mit den Sonatori de la Gioiosa Marca in ihrem neuen Programm „Round Midnight“ die vielen Facetten nächtlicher Stunden musikalisch ein. In „Vertikal“ trotzen Mourad Merzouki und die Compagnie Käfig der Erdanziehung und stellen den Hip-Hop buchstäblich auf den Kopf. Yaron Lifschitz und die Compagnie Circa gehen mit „Humans“ in rasanter Geschwindigkeit an ihre körperlichen Grenzen, ohne dabei den für sie typischen Humor zu verlieren. Akram Khan, Visionär des zeitgenössischen Tanzes, und seine Londoner Kompanie finden mit „Outwitting the Devil“ neue Ausdrucksformen, inspiriert von der Gestik des indischen Kathak. Das katalanische Quintett Aurora kleidet klassischen Flamenco und Meisterwerke des Komponisten Manuel de Falla in ein neues Gewand. „Forces of the North“, eine zweiteilige Performance der Tanzkompanie Next Zone, bewegt sich in einem Mix aus Ritualen und Urban Dance zwischen uralten Mythen und Science Fiction. Die äthiopische Jazzlegende Mulatu Astatke überbrückt Orte, Zeiten und Menschen mit einer Mischung aus der Fünf-Ton-Musik seiner Heimat, Modern Jazz, Big-Band-Sound, flirrendem Afrofunk und karibischen Grooves. Zum Abschluss des Festivals gehört die Bühne im Theaterzelt Elida Almeida, neuer Stern am talentreichen Himmel des Global Pop aus Afrika, und der ganzen Vielfalt musikalischer Traditionen der Kapverden.


düsseldorf festival! 11.9.-30.9.2019
Die Highlights im Einzelnen
Vom 11. September bis 30. September heißt es beim düsseldorf festival! wieder:
Musik, Tanz, Theater und Neuer Zirkus. Abermals bietet das Festival Produktionen
eine Bühne, die Grenzlinien zwischen den Kunstformen überschreiten und neue
Mixturen kreieren. Viele der Gäste des Festivals sind international gefeierte
Künstler, die hierzulande zum ersten Mal zu erleben sind. Unter den elf Glanzlichtern
des Programms finden sich fünf Deutschlandpremieren und eine NRW-Premiere.


PASSAGERS
Les 7 doigts de la main
Deutschlandpremiere
Passagiere im Zirkus-Zug
Fremde treffen in einem Zug aufeinander. Auch wenn sich ihre Ziele unterscheiden, existieren sie für einen Moment der Schwebe in einer gemeinsamen Realität. Sie schwanken zwischen Rückschau und Hoffnung auf die Zukunft – ein Zustand, der ihr Abteil zum Spielfeld für Bekenntnisse macht. Illustriert mit Projektionen der vorbeifliegenden Strecke, unterlegt mit den rhythmischen Stoßseufzern einer Lokomotive, wird die Bühne zur Plattform für eine packende Geschichte über kleine und große Fluchten und Begegnungen. Dabei erleben wir durch die Vermählung von Tanz, Theater, Musik und akrobatischer Höchstleistung eine aufwühlende Erweiterung von Erfahrungsgrenzen des Live-Theaters.
Mi 11.9. – Sa 14.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Eins Zwei Drei
Martin Zimmermann
Deutschlandpremiere
Clowneskes Delirium
Der Ort: ein Museum. Die Akteure: der Kurator, der Künstler und der Techniker. Oder auch drei Clowns, keine mit roten Nasen, sondern drei virtuos agierende Artisten, in einem teuflischen Dreieck in Szene gesetzt. Wenn sie aufeinanderprallen, sich in Machtkämpfe verwickeln, an Konventionen, Wände und ihre eigenen Grenzen stoßen, entsteht ein großartiges, enthemmtes Delirium. Martin Zimmermann, einer der renommiertesten Vertreter des zeitgenössischen Zirkus, erfindet mit Eins Zwei Drei die mythische Figur des Clowns neu. Er zeichnet in seiner Tragikomödie über Autorität, Unterwerfung und Anarchie ein burleskes Porträt der Schranken und Regeln, die wir uns selbst und unserem Körper auferlegen.
Do 12.9. – So 15.9., 20 Uhr, tanzhaus nrw


Krankenakte Robert Schumann
Matthias Brandt & Jens Thomas
Wort-Musik-Collage
Robert Schumann, genialer Komponist und komplexe Künstlerpersönlichkeit, getrieben von depressiven Schüben und Zuständen völliger nervöser Erschöpfung, verbrachte nach einem Selbstmordversuch den Rest seines Lebens in einer Heilanstalt in Bonn. Seine Krankenakte ist die Basis für Peter Härtlings Roman „Schumanns Schatten“ – und der wiederum war für Matthias Brandt und Jens Thomas Inspiration für ihr neues Projekt. Wie immer scheint nichts festgelegt oder routiniert einstudiert. Während Brandt die Nerven der Zuschauer vibrieren lässt, improvisiert Thomas passend am Klavier – ein faszinierendes Spiel aus Text und Klang, das mit den seelischen Abgründen der Charaktere jongliert.
So 15.9., 17 & 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Round Midnight
Dorothee Oberlinger & Sonatori de la Gioiosa Marca
Liebesdramen und Wiegenlieder
An der Nacht mit ihrer Ambivalenz hat sich die künstlerische Fantasie zu allen Zeiten entzündet. Dorothee  Oberlinger, Blockflötistin von Weltruf, fasst die vielen Facetten nächtlicher Stunden musikalisch zusammen. Werke von Vivaldi, Biber, Bach und Lully, sefardische Wiegenlieder, Motetten und Serenaden erzählen von rauschenden Festen und Liebesdramen, von Sehnsüchten, Gespenstern und der Heiligsten aller Nächte, um „Round Midnight“ mit dem gleichnamigen Jazzstandard von Thelonious Monk zu enden. Für ihre Reise durch die Dunkelheit hat Oberlinger erneut die Sonatori de la Gioiosa Marca als Spezialisten für das venezianische Repertoire eingeladen.
Mo 16.9., 20 Uhr, Johanneskirche


Vertikal
Mourad Merzouki & Compagnie Käfig
Deutschlandpremiere
Hip-Hop auf den Kopf gestellt
Seine Compagnie heißt Käfig und bewirkt das Gegenteil – sie befreit. Mourad Merzouki, Leiter einer der besten und innovativsten Hip-Hop-Formationen Europas, hat zuletzt mit „Pixel“ das Publikum in einen digitalen Kosmos entführt, nun trotzt er mit „Vertikal“ den Gesetzen der Erdanziehung und setzt seine zehn Tänzer einer gewagten Herausforderung aus: der Eroberung der Vertikale. In einem spektakulären Flug voller Abenteuerlust und Leidenschaft erkunden sie den Luftraum, stürzen ab und erheben sich von neuem, suchen nach Leichtigkeit und finden Schwerelosigkeit. Merzouki und sein Ensemble stellen den Hip-Hop buchstäblich auf den Kopf – und dabei ist alles im Lot.
Di 17.9. – Do 19.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Humans
Yaron Lifschitz & Circa
Deutschlandpremiere
Herzschlagbeschleuniger
Was können wir aushalten? Wieviel Gewicht können wir tragen? Wem können wir vertrauen? Das klingt
nach existentiellen Fragen – die Regisseur Yaron Lifschitz und seine international gefeierte Compagnie
Circa aus dem australischen Brisbane allerdings mit dem für sie typischen Esprit spritzig und voller
Humor beantworten. Dabei entwickeln die Performer zu einem furiosen musikalischen Mix eine rasante
Geschwindigkeit, die den Herzschlag beschleunigt. Sie gehen wagemutig an ihre Grenzen, nutzen ihr
Gegenüber als Sprungbrett, verknoten sich ineinander, springen tollkühn in die Höhe, lassen sich fallen
und wagen lachend das scheinbar Unmögliche – denn sie werden im Wortsinn aufgefangen.
Fr 20.9. – So 22.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Outwitting the Devil
Akram Khan Company
NRW-Premiere
Schwindelerregend visionär
Sein Tanz spricht zu den Göttern. Und nimmt es mit dem Teufel auf. Bald feiert Akram Khans Londoner
Kompanie ihren 20. Geburtstag – und uns ist es endlich gelungen, diesen Visionär des zeitgenössischen
Tanzes ins Theaterzelt zu holen. Inspiriert von den Epen seiner Ahnen, hat sich der Brite mit
bengalischen Wurzeln die einfühlsamen Gesten und schwindelerregenden Drehungen des indischen
Kathak für eine unnachahmlich neue Ausdrucksform voller Energie und Spiritualität zu eigen gemacht.
Seine Choreografie zur Eröffnungsfeier der Olympischen Sommerspiele 2012 faszinierte ein
Millionenpublikum – in Düsseldorf ist diese Bildgewalt nun hautnah zu erleben.
Di 24.9. & Mi 25.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Aurora
Flamenco aufregend anders
Aurora ist die Morgenröte – und wie ein neuer aufregender Tag begegnet uns auch die Musik des hochbegabten Quintetts, das dieses Projekt in der renommierten Talentschmiede Taller de Músics ins Leben gerufen hat. Klassischer Flamenco und Meisterwerke des Komponisten Manuel de Falla, erscheinen in neuem Gewand. Sänger Pere Martínez, einer der größten Neuentdeckungen des Landes und Tänzer Jose Manuel Álvarez, längst weit über Spaniens Grenzen hinaus bekannt, erkunden zusammen mit dem Pianisten Max Villavecchia, dem Bassisten Javier Garrabella und dem Perkussionisten Joan Carles Marí neue Territorien aus Klang und Bewegung, ohne die Identität und Intensität der Tradition zu verraten.
Do 26.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


of the North: Ritual for the Inuit | Super Human
Next Zone
Deutschlandpremiere
Nicht von dieser Welt
Die Utopie vom perfekten Menschen. Arktisches Leben vs. globale Erwärmung. Die Wirkmacht der Spiritualität. Die Choreografin Lene Boel packt eine Menge hinein in ihren Zweiteiler über die Kräfte des Nordens. Immer aber stehen aktuelle Fragen im Fokus einer Performance zwischen uralten Mythen, Real-Life-Experimenten und Science Fiction: Können wir wirklich Traditionen vernachlässigen und eine Welt wollen voll künstlicher Supermänner und -frauen? Sieht man allerdings die Performer, will man
zumindest an den perfekten Überkörper glauben. In einem Mix aus Ritualen und Urban Dance, Wildheit und Weichheit, scheinen sie, muskelbepackt und gleichzeitig biegsam, nicht von dieser Welt.
Fr 27.9. & Sa 28.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Mulatu Astatke
Zwischen Addis Abeba und Havanna
Vater des Ethio-Jazz, Koryphäe der afrikanischen Musikgeschichte, lebende Legende: Mulatu Astatke haften viele würdevolle Etiketten an – und dennoch greifen sie alle zu kurz. Denn mit einer aufregenden Mischung aus Modern Jazz, der Fünf-Ton-Musik seiner Heimat, Big-Band-Sound, flirrendem Afrofunk und karibischen Grooves hat Astatke sich zwischen Addis Abeba und Havanna, Duke Ellington und Jim Jarmusch nicht nur unsterblich gemacht. Vielmehr steht der sanfte Gigant am Vibraphon nie still, überbrückt Orte, Zeiten und Menschen und inspiriert bis heute Hip-Hop Stars von Kanye West über Nas bis Damian Marley: Utopien aus Äthiopien.
So 29.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Elida Almeida
Global Pop der Kapverden
So wie der Name schon nach Musik klingt, beherrscht Elida Almeida die ganze Bandbreite der musikalischen Traditionen der Kapverden. Für die von Molltonarten geprägte melancholische Morna hat sie die notwendige Tiefe, für die hitzige Tabana eine unbändige Energie, für die rasante Funaná ihre selbstbewusste erotische Ausstrahlung. Dabei nimmt die junge Sängerin die Klänge ihrer Heimat als Ausgangspunkt für eine eigenständige zeitgenössische Entwicklung und würzt ihre Show mit afrokubanischen Rhythmen, auf dass es niemand auf den Stühlen hält. Keine Frage: Ein neuer Stern am talentreichen Himmel des Global Pop aus Afrika!
Mo, 30.09., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival! 11.9.-30.9.2019
Hintergrund – Entstehung & Entwicklung


Aus der privaten Initiative, die 1991 als Altstadtherbst antrat, um die Düsseldorfer Altstadt kulturell zu beleben, haben die Intendanten Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen im Laufe der Jahre ein Kulturfestival mit einem breiten, weltoffenen Veranstaltungsspektrum für die Stadt und die Region entwickelt. Ohne seine Wurzeln in der lokalen und regionalen Musikszene aus den Augen zu verlieren, hat das Festival seinen Fokus mehr und mehr auf die internationale Kulturszene gerichtet. Kontinuierlich wird der Blickwinkel größer, entstehen auf der Suche nach inspirierenden Künstlerpersönlichkeiten vielfältige Kontakte ins Ausland, tritt man als Koproduktions Partner anderer, ähnlich orientierter Festivals grenzüberschreitend in Erscheinung. Das Programm-Profil ist mittlerweile geprägt von innovativen, großformatigen Tanz-, Musiktheater- und Nouveau-Cirque-Produktionen, exklusiven (kammer)musikalischen Konzepten und experimentellen Crossover-Projekten. Inzwischen ziehen bis zu 500 Künstler aus der ganzen Welt in mehr als 60 Veranstaltungen jährlich rund 25.000 Besucher in ihren Bann. Schließlich ist das Festival auch räumlich über sich hinausgewachsen: Neben der Altstadt mit dem Theaterzelt als Mittelpunkt werden immer wieder neue und ungewöhnliche „locations“ in ganz Düsseldorf als Spielorte erschlossen. Um der Verankerung in der Düsseldorfer Kultur und der zunehmenden Internationalität Rechnung zu tragen und gleichzeitig Raum für Weiterentwicklung zu schaffen, hat sich das altstadtherbst kulturfestival düsseldorf 2012 in düsseldorf festival! umbenannt und trägt seither den Namen, den es sich schon längst erworben hat: düsseldorf festival! ist Festival in Düsseldorf, für Düsseldorf und Botschafter Düsseldorfs.

—| Pressemeldung düsseldorf festival |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Mozart-Remix , Bartók, Oktober – November 2018

Oktober 11, 2018 by  
Filed under Konzert, Oper, Premieren, Staatsoper Stuttgart

Oper Stuttgart

Oper Stuttgart ©Matthias Baus

Oper Stuttgart ©Matthias Baus

Fabrizio Cassol & Alain Platel
Requiem pour L.
Nach dem Requiem in d-Moll KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart

Mittwoch, 31. Oktober 2018, 19.30 Uhr im Opernhaus

Weitere Vorstellungen: 01. / 02. / 04. November 2018

Musikalische Leitung Rodriguez Vangama
Regie und Bühne Alain Platel
Kostüme Dorine Demuynck
Video Simon Van Rompay
Kamera Natan Rosseel
Licht Carlo Bourguignon
Dramaturgie Hildegard De Vuyst
Gitarre, E-Bass Rodriguez Vangama
Vocals Boule Mpanya, Fredy Massamba, Russell Tshiebua
Klassischer Gesang Nobulumko Mngxekeza, Owen Metsileng, Stephen Diaz,
Rodrigo Ferreira
Akkordeon Joao Barradas
E-Gitarre Kojack Kossakamvwe
Euphonium Niels Van Heertum
Likembe Bouton Kalanda, Erick Ngoya, Silva Makengo
Percussion Michael Seba


Béla Bartók
Herzog Blaubarts Burg

Freitag, 02. November 2018, 19.30 Uhr im ehemaligen Paketpostamt

Weitere Vorstellungen: 04. / 09. / 11. November 2018

Musikalische Leitung Titus Engel
Installation, Regie, Kostüme & Licht Hans Op de Beeck
Dramaturgie Barbara Eckle, Julia Schmitt
Herzog Blaubart Falk Struckmann
Judith Claudia Mahnke
Staatsorchester Stuttgart


Mozart-Remix im Opernhaus,
Bartók im Paketpostamt

Requiem pour L. von Alain Platel und Fabrizio Cassol nach W. A. Mozarts Totenmesse feiert Premiere im Opernhaus

Der Installationskünstler Hans Op de Beeck inszeniert Béla Bartóks Einakter Herzog Blaubarts Burg im ehemaligen Paketpostamt in der Ehmannstraße

Staatsoper stuttgart / Requiem pour L. von Alain Platel und Fabrizio Cassol © Hans Op de Beeck

Staatsoper Stuttgart / Requiem pour L. von Alain Platel und Fabrizio Cassol © Hans Op de Beeck

Die Staatsoper Stuttgart feiert Ende Oktober und Anfang November innerhalb einer Woche die Premieren zweier ungewöhnlicher Musiktheaterabende: Ab Mittwoch, 31. Oktober 2018, gastiert Alain Platels und Fabrizio Cassols zwischen Jazz, Oper und afrikanischem Pop angesiedelte Musiktheaterproduktion Requiem pour L. nach Wolfgang Amadeus Mozarts Totenmesse erstmals in Stuttgart. Nur zwei Tage später, am Freitag, 02. November 2018, öffnet erstmals das ehemalige Paketpostamt in der Ehmannstraße seine Tore für eine Opernpremiere: Herzog Blaubarts Burg von Béla Bartók in der Inszenierung und Ausstattung des belgischen Installationskünstlers Hans Op de Beeck und unter der Musikalischen Leitung von Titus Engel. Beide Produktionen werden jeweils an nur vier dicht aufeinanderfolgenden Terminen gezeigt werden.

Staatsoper Stuttgart / Herzog Blaubarts Burg © Hans Op de Beeck

Staatsoper Stuttgart / Herzog Blaubarts Burg © Hans Op de Beeck

Mozarts Requiem blieb unvollendet und markiert das Ende seines Schaffens. Fortgeschrieben wurde das Werk von anderen. Im Jahr 2017 haben der Komponist Fabrizio Cassol und der Choreograf Alain Platel vierzehn Musikerinnen und Musiker aus Afrika und Europa eingeladen, Mozarts Requiem in ein Crossover mit ihren ganz individuellen musikalischen Welten zu bringen. Zu Hause sind sie im Jazz, in der Oper, im afrikanischen Pop und in diversen Gesangstraditionen. Gemeinsam kreieren sie auf der Bühne eine zeitgenössische Zeremonie der Trauer und des Abschieds und begehen zugleich ein Fest des Lebens.

 

100 Jahre nach der Uraufführung von Béla Bartóks Herzog Blaubarts Burg kreiert der belgische Künstler Hans Op de Beeck im ehemaligen Paketpostamt an der Ehmannstraße für die Neuproduktion eine atmosphärische, begehbare Rauminstallation voller Licht und Schatten, Traum und Albtraum. Innerhalb dieses performativ-installativen Gesamtkunstwerks erwecken Hans Op de Beeck und Dirigent Titus Engel gemeinsam mit dem Staatsorchester Stuttgart und den Solisten Falk Struckmann und Claudia Mahnke die mystische Geschichte um Herzog Blaubart zum Leben. Falk Struckmann gibt als Blaubart sein Hausdebüt an der Staatsoper Stuttgart. Der Bass-Bariton sang diese Partie bereits bei den Salzburger Festspielen und den BBC Proms. Claudia Mahnke, langjähriges Stuttgarter Ensemblemitglied, kehrt in ihrer Paraderolle als Judith an ihr Stammhaus zurück. Die Mezzosopranistin sang Judith bereits an der Oper Frankfurt, der Hamburgischen Staatsoper und an der LA Opera in Los Angeles.


Begleitveranstaltungen

Einführungsmatineen
Requiem pour L.: Sonntag, 21. Oktober 2018
Herzog Blaubarts Burg: Sonntag, 28. Oktober 2018
jeweils um 11 Uhr im Opernhaus, Foyer I. Rang.

Einführung
Eine Einführung vor jeder Vorstellung von Requiem pour L. findet jeweils 45
Minuten vor Vorstellungsbeginn im Opernhaus, Foyer I. Rang, statt.

—| Pressemeldung Oper Stuttgart |—

Düsseldorf / düsseldorf festival !, Highlights 13.09. – 02.10.2017

Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen © Thomas Rempen

Düsseldorf Festival / Kreation Thomas Rempen
© Thomas Rempen

düsseldorf festival

düsseldorf festival! 13.9. – 2.10.2017

Die Highlights:
Vom 13. September bis 2. Oktober 2017 präsentiert das düsseldorf festival! zum 27. Mal außergewöhnliche Produktionen aus Musik, Theater, Nouveau Cirque und Tanz. Die diesjährigen Produktionen verwischen wie gewohnt die Trennlinien zwischen den Kunstformen und wagen Grenzgänge und -überschreitungen. Unter den elf Glanzlichtern des internationalen Programms finden sich drei NRW- Premieren, fünf Deutschlandpremieren sowie eine Europapremiere.


düsseldorf festival / No Gravity Dance Company © Manuela Giusto

düsseldorf festival / No Gravity Dance Company © Manuela Giusto

Aria
NoGravity Dance Company
Deutschlandpremiere
Schwebendes Gesamtkunstwerk
Wären wir Italiener, erschlösse sich uns der Titel dieses verblüffenden Tanzabends sofort in seiner Zweideutigkeit: Wir würden nicht nur Musik im Ohr haben, barocke Arien von Monteverdi über Vivaldi bis Pergolesi, sondern auch schon wissen, dass wir unseren Augen nicht trauen werden: weil die Tänzer der NoGravity Dance Company aus Rom beständig in der Luft zu schweben scheinen. Eben „arie barocche nell’aria“. Zusammen mit einem ebenso zauberhaften wie heiteren Set aus Bühne, Kostümen und Licht verbinden sich 13 kleine Sequenzen zu einem hinreißenden Gesamtkunstwerk.
Mi 13.9. – Fr 15.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Dimitride Perrot © Augustin Rebetez

düsseldorf festival / Dimitride Perrot © Augustin Rebetez

MYOUSIC  –  Dimitri de Perrot
feat. Julian Sartorius
Deutschlandpremiere
Klangwelten erleben
Klänge erklingen, verklingen und werden zu Erinnerungen und Gefühlen. Jahrelang erforschte der Schweizer Komponist Dimitri de Perrot (genau, der von Zimmermann & de Perrot) das einmalige Verhältnis zwischen Publikum und Aufführung und das Klangmaterial, das aus dieser Begegnung entsteht. Zusammen mit dem Drummer Julian Sartorius erschafft er – im Rahmen seiner ersten Soloinszenierung – ein faszinierendes szenisches Konzert, in dem das Publikum zum Teil des Stückes wird: Durch die Installation verschiedenster Resonanzkörper und Klangerzeuger, die überall im Saal verteilt sind, erleben die Zuschauer die Musik buchstäblich am eigenen Leib.
Do 14.9. – Sa 16.9., 20 Uhr, tanzhaus nrw


düsseldorf festival / Kader Attou & Compagnie Accrorap © Michel Cavalca

düsseldorf festival / Kader Attou & Compagnie Accrorap © Michel Cavalca

Opus 14  –  Kader Attou & Compagnie Accrorap
NRW-Premiere
Kraftvolle Momentaufnahmen
Da dreht einer seinen gesamten Körper waagerecht im Raum – auf einer Hand, endlos. Eine andere erkundet kopfüber die Grenzen der Schwerkraft. Körper verflüssigen sich in eine gemeinsame Struktur, rasend schnell löst sie sich wieder auf. Wie ein großer Fluss nimmt die Musik alle mit, Menschen treideln in Duetten, Trios suchen gemeinsam nach Wegen – und immer wieder friert eine Szene ein zur unverrückbaren Momentaufnahme. In der Choreografie von Kader Attou, Drahtzieher der neuen französischen HipHop-Szene, malen die 16 Tänzer der Gruppe Accrorap traumartige tableaux vivants von kraftvoller Schönheit.
Sa 16.9. & So 17.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / José Montalvo © Patrick Berger

düsseldorf festival / José Montalvo © Patrick Berger

Y Olé!  –  José Montalvo
NRW-Premiere  –  Feier auf das Leben
Wenn José Montalvo Igor Strawinskys Ballettmusik Le Sacre du Printemps mit Volksund Popkultur kreuzt, wird ein heidnisches Opferritual zur frühlinghaften Feier auf das Leben. Der französische Choreograf mit spanischen Wurzeln kennt im Wettkampf der (Tanz-)stile keine Verlierer: Elektrisierender Flamenco und schnörkelloser HipHop treffen auf klassischen Tanz und afrikanische Rhythmen. Später kommen traditionelle Lieder aus Algerien oder Schlager aus den 60ern hinzu, und wenn die Party langsam hinübergleitet in Erinnerungen an die Träume und Feste einer wechselvollen Kindheit, passt immer noch alles zusammen.
Di 19.9. & Mi 20.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Cory Henry © Cory Henry

düsseldorf festival / Cory Henry © Cory Henry

Cory Henry  –  The Revival
Deutschlandpremiere
Hammondorgel als fetzige Bigband
Wenn die Hammond B3 die Bigband des armen Mannes ist, dann ist der New Yorker Keyboarder und Organist Cory Henry nie allein auf der Bühne – wenn er sich auch mit seinem aktuellen Programm The Revival fast ausschließlich solo oder nur von einem Schlagzeug unterstützt an der mächtigen Hammondorgel präsentiert. Henry, anerkannte Gospelgröße der jungen Generation, einen schier unglaublichen Reichtum an Klängen und Stimmungen aus dem Instrument heraus, mal inbrünstig soulig, dann wieder progressiv jazzig oder sogar gnadenlos rockig.
Do 21.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Master Drummers of Burundi © Will Dum

düsseldorf festival / Master Drummers of Burundi © Will Dum

Master Drummers of Burundi  –  Rhythmische Großfeuer
Sie sind eine Legende: Die Meistertrommler aus Burundi zählen seit Jahrzehnten zu den berühmtesten und besten Trommel-Ensembles der Welt. Sie sind die Botschafter einer Tradition, die in dem kleinen zentralafrikanischen Staat seit Jahrtausenden gepflegt wird.
Ihre Konzerte sind Spektakel voller Energie, Farbenpracht und archaischer Intensität. Die zwölf Batimbos, zugleich umwerfende Tänzer und Artisten, entfachen in ihren bunten Gewändern martialisch donnernde rhythmische Großfeuer. Und während sie singen, tanzen, springen und imaginäre Kämpfe an ihren Instrumenten ausfechten, gerät man schier außer sich vor Begeisterung.
Fr 22.9. & Sa 23.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Peter Lohmeyer © Roland Breitschuh

düsseldorf festival / Peter Lohmeyer © Roland Breitschuh

Süditalien – Heimat und Sehnsuchtsort
Etta Scollo Trio & Peter Lohmeyer  –  NRW-Premiere

düsseldorf festival / Etta Scollo © Frank Szafinski

düsseldorf festival / Etta Scollo © Frank Szafinski

Reise durch ein Land der Gegensätze Süditalien. Ein Ort der Sehnsucht. Von jeher lockt er mit seiner Magie Menschen aus aller Welt, die sich auch von feuerspeienden Naturgewalten oder kriminellen Machenschaften nicht abschrecken ließen und lassen. Begeben Sie sich zusammen mit Peter Lohmeyer und Etta Scollo auf eine Reise durch das Land der Gegensätze und Widersprüche. Der renommierte Schauspieler präsentiert eine Sammlung von Geschichten und Erfahrungen aus der Feder Einheimischer und Reisender und harmoniert dabei hervorragend mit der großartigen sizilianischen Sängerin, die das Programm um eine Mischung aus Tradition, Pop-Avantgarde und Jazz bereichert.
So 24.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz

 


düsseldorf festival / Eun-Me Ahn © Young Mo Choe

düsseldorf festival / Eun-Me Ahn © Young Mo Choe

Ahnsim Dance  –  Eun-Me Ahn
Europapremiere
Tanzperformance über das Anderssein
Sie ist berühmt für ihre exzentrischen, provokanten Stücke. Nun präsentiert die koreanische Choreografin Eun-Me Ahn den Auftakt zu ihrer neuen Trilogie zum Thema „Different People“ erstmals in Europa. Auf der Bühne agieren sehende und blinde Tänzer miteinander und erzählen mit ausdrucksstarker Körpersprache eine eindringliche Geschichte über das Anderssein und über die Schwierigkeiten im täglichen Leben derer, die am Rande der Gesellschaft leben. Und die auf der Bühne plötzlich ihre ganze Stärke und besondere Persönlichkeit ausstrahlen. Eun-Me Ahn transportiert in „Ahnsim Dance“ unendliche Zuversicht und Lebensfreude.
Di 26.9. & Mi 27.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


 

Orfeo 2.0 – a baROCK opera  –  l’arte del mondo
Mit Jazz und Rock auf Monteverdis Spuren
Wie hat wohl Monteverdis „Orfeo“ vor 400 Jahren im Original geklungen? Bestimmt ganz anders, als wir die Oper heute kennen, denn der Komponist hat eine Partitur hinterlassen, die nur spärlich über Instrumentierung und Ausführung Auskunft gibt. Alles andere wurde improvisiert. Wie heute beim Jazz … Dieser Gedanke, ausgesponnen von den kreativen Köpfen des Orchesters l’arte del mondo, war die Geburtsstunde einer Orfeo-Version mit modernen, jazzigen und poppigen Rhythmen und Harmonien. Ein verblüffender Ansatz, der funktioniert: Denn von Blues über Rock und Jazz bis zum Post-Punk ist bei Monteverdi alles schon da!
Do 28.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Taksim Trio © Taksim Trio

düsseldorf festival / Taksim Trio © Taksim Trio

Ahi  –  Taksim Trio
Tradition funkensprühend belebt
Multikulturell, musikalisch versiert und dabei ausgesprochen unterhaltsam: Die drei
Virtuosen des Taksim Trios aus Istanbul sind in ihrer Heimat gefeierte Superstars – und
drauf und dran, auch hierzulande Kultstatus zu erreichen. Hüsnü Senlendirici an Klarinette und Duduk, Ismail Tuncbilek an der elektrisch verstärkten Baglama, ein Instrument der Langhalslauten-Familie Saz, und Aytaç Dogan an der türkischen Zither Kanun mischen anatolische Volksmusik mit orientalischem Pop, geben hier eine Portion Jazz dazu und da eine Prise Klassik. So wird Tradition funkensprühend und unerschrocken neu belebt!
Fr 29.9., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


düsseldorf festival / Les 7 doigts de la main © Alexandre Galliez

düsseldorf festival / Les 7 doigts de la main
© Alexandre Galliez

RÉVERSIBLE  –  Les 7 doigts de la main
Deutschlandpremiere
Mit Akrobatik durch Raum und Zeit
Die Wände spielen mit: Sie wackeln und tanzen, trennen und begrenzen. Ein Blick hinter die Wand ist wie ein Blick in sich selbst. Wo komme ich her, was macht mich aus, wer bin ich wirklich? RÉVERSIBLE ist den Groß- und Urgroßeltern gewidmet, einer Generation, in der Familie alles bedeutete. Acht begnadete Performer reisen in einem Strudel atemberaubender Showelemente durch Raum und Zeit, tauchen ein in das Leben ihrer Vorfahren und lernen sich dabei ganz neu kennen. Wie alle Produktionen der Ausnahmeartisten von „Les 7 doigts de la main“ überzeugt auch das aktuelle Stück durch eine virtuose Mischung aus Theater, Musik, Zirkus, Humor und Akrobatik.
Sa 30.9., 20 Uhr, So 1.10. 14 & 20 Uhr, Mo 2.10., 20 Uhr, Theaterzelt, Burgplatz


Ticket-Informationen:
Ticket-Hotline:     0211.82 82 66 22
(bis 11.9.2017 Mo bis Fr und ab Festivalbeginn täglich 10-18 Uhr)
Internet:     www.duesseldorf-festival.de oder www.westticket.de
Tickets können auch im Festivalbüro gekauft und abgeholt werden:
Bolkerstr. 14-16, 40213 Düsseldorf, Mo bis Fr 11-18 Uhr.
Tickets gibt es außerdem bei den west:ticket-Vorverkaufsstellen
Frühbucherrabatt:
Bis einschließlich 6. Juni 2017 gibt es auf den Kartenkauf eine Ermäßigung von 10 %. Hauptsponsoren des düsseldorf festival! sind die Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz Aktiengesellschaft (IDR AG), die Rheinische Post, die Landeshauptstadt Düsseldorf, das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen und Parkvogel Düsseldorf.         www.duesseldorf-festival.de


Hintergrund – Entstehung & Entwicklung
Aus der privaten Initiative, die 1991 als Altstadtherbst antrat, um die Düsseldorfer Altstadt kulturell zu beleben, haben die Intendanten Christiane Oxenfort und Andreas Dahmen im Laufe der Jahre ein Kulturfestival mit einem breiten, weltoffenen Veranstaltungsspektrum für die Stadt und die Region entwickelt. Ohne seine Wurzeln in der lokalen und regionalen Musikszene aus den Augen zu verlieren, hat das Festival seinen Fokus mehr und mehr auf die internationale Kulturszene gerichtet. Kontinuierlich wird der Blickwinkel größer, entstehen auf der Suche nach inspirierenden Künstlerpersönlichkeiten vielfältige Kontakte ins Ausland, tritt man als KoproduktionsPartner anderer, ähnlich orientierter Festivals grenzüberschreitend in Erscheinung.

Düsseldorf Festival / Christiane Oxenfort Andreas Dahmen © Adrian Bedoy

Düsseldorf Festival / Christiane Oxenfort Andreas Dahmen © Adrian Bedoy

Das Programm-Profil ist mittlerweile geprägt von innovativen, großformatigen Tanz-, Musiktheater- und Nouveau-Cirque-Produktionen, exklusiven (kammer)musikalischen Konzepten und experimentellen Crossover-Projekten. Inzwischen ziehen bis zu 500 Künstler aus der ganzen Welt in mehr als 60 Veranstaltungen jährlich rund 25.000 Besucher in ihren Bann. Schließlich ist das Festival auch räumlich über sich hinausgewachsen: Neben der Altstadt mit dem Theaterzelt als Mittelpunkt werden immer wieder neue und ungewöhnliche „locations“ in ganz Düsseldorf als Spielorte erschlossen. Um der Verankerung in der Düsseldorfer Kultur und der zunehmenden Internationalität Rechnung zu tragen und gleichzeitig Raum für Weiterentwicklung zu schaffen, hat sich das altstadtherbst kulturfestival düsseldorf 2012 in düsseldorf festival! umbenannt und trägt seither den Namen, den es sich schon längst erworben hat: düsseldorf festival! ist Festival in Düsseldorf, für Düsseldorf und Botschafter Düsseldorfs.  –  

—| Pressemeldung düsseldorf festival |—

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