Cottbus, Staatstheater Cottbus, DON GIOVANNI, 01.03.2018

Februar 27, 2018 by  
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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus / DON GIOVANNI Szenenfoto © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / DON GIOVANNI Szenenfoto © Marlies Kross

DON GIOVANNI
Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart | Text von Lorenzo Da Ponte

Die nächsten Vorstellungen:
Donnerstag, 1. März 2018, 19.30 Uhr;
Ostermontag, 2. April 2018, 16.00 Uhr;
Donnerstag, 26. April 2018, 19.30 Uhr;
Freitag, 11. Mai 2018, 19.30 Uhr

Am Samstag, 24. Februar 2018, 19.30 Uhr, hat im Großen Haus des Staatstheaters Cottbus Mozarts Oper „Don Giovanni“ Premiere. Unter der musikalischen Leitung von Evan Alexis Christ und in der Regie von Martin Schüler ist Christian Henneberg in der Titelpartie zu erleben. Die Bühne entwirft Gundula Martin, die Kostüme Susanne Suhr. Die Choreinstudierung liegt in den Händen von Christian Möbius. Die Aufführung ist in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln.

Die Oper, die bei der Prager Uraufführung am 29. Oktober 1787 Triumphe feierte, zählt heute zu den wichtigsten Werken des Repertoires.

Don Juans unstillbarer Lebenshunger, seine sexuelle Hyperaktivität und strotzende Vitalität sind legendär. Ebenso, dass er mit vielen Frauen kompromisslos und in völliger Hingabe den Augenblick genießt. In Mozarts Oper behauptet der Diener Leporello, dass sein Herr es Länder- und Altersübergreifend mit fast 2000 Frauen getrieben habe und dass jede Einzelne von ihm und seiner Persönlichkeit fasziniert sei. Giovannis rückhaltloser Lebensanspruch gerät jedoch zunehmend in Konflikt mit den gesellschaftlichen Spielregeln, Geboten und Tabus. Als ihn der altehrwürdige Komtur im Schlafzimmer seiner Tochter Anna überrascht, tötet ihn Don Giovanni im Duell. Plötzlich beginnen die Abenteuer des spanischen Verführungskünstlers fehlzuschlagen: Die junge Braut Zerlina lässt sich zwar freiwillig ihrem Bräutigam vor der Nase wegschnappen, aber ihn dennoch nicht wirklich zum Zuge kommen. Als zudem noch seine verlassene Ehefrau Elvira auftaucht und alte Rechte einklagt, sieht sich Giovanni mit den gebündelten Konsequenzen seines Handelns konfrontiert. Lässt er sich bekehren oder beharrt er auf seinem Lebensanspruch?

In Mozarts opulentem Theaterspiel „Don Giovanni“ wird geliebt, verheimlicht, verkleidet, verwechselt, maskiert und demaskiert – wie in einer Art Buffo-Oper, in der die Tragik hinter den Masken hindurchscheint. Sie spielt durch, wieviel Lebensintensität eine gesellschaftliche Ordnung zulässt, zulassen kann oder zulassen sollte und offenbart, wie sehr dieses lebenspralle Prinzip Giovannis tatsächlich fasziniert und gleichzeitig zerstörerisch wirkt.

Karten: Die Premiere ist ausgebucht, an der Abendkasse kann nach Restkarten gefragt werden. Für die weiteren Vorstellungen sind Karten erhältlich im Besucherservice sowie online über www.staatstheater-cottbus.de, Ticket-Telefon 0355/ 7824 24 24.

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Cottbus, Staatstheater Cottbus, Premiere WINTERZAUBER ZUM FEST, 03.12.2017

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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus / Winterzauber zum Fest © Andreas Klose

Staatstheater Cottbus / Winterzauber zum Fest © Andreas Klose

Premiere am Sonntag, 3. Dezember 2017, 16.00 Uhr, Großes Haus
WINTERZAUBER ZUM FEST

Musikalische und szenische Weihnachtsüberraschungen für die ganze Familie
zusammengestellt von Carola Böhnisch und Christian Möbius

Alle Jahre wieder gehören neben Kerzenschein und frisch gebackenen Plätzchen auch weihnachtliche Melodien zur festlich gestimmten Adventszeit. Unter dem Titel „Winterzauber zum Fest“ haben am Sonntag, 3. Dezember 2017, 16.00 Uhr, im Großen Haus musikalische und szenische Weihnachtsüberraschungen Premiere.
Die ganze Familie ist eingeladen zu einem vorweihnachtlichen Abend mit stimmungsvollen Melodien, szenischen Glanzlichtern sowie bekannten und unbekannten Weisen aus verschiedenen Ländern und Zeiten, zusammengestellt von Carola Böhnisch und Christian Möbius. Die szenische Einrichtung liegt in den Händen von Martin Schüler.

Klanggewaltige Chöre, swingende Christmas-Songs und Weihnachtslieder aus der ganzen Welt entführen ins Reich weihnachtlicher Phantasien. Das Ballett tanzt zur Filmmusik aus „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel”, der Kinder- und Jugendchor des Staatstheaters überrascht mit beschwingten Adventsmelodien und auch die Kinder der Ballettschule Werhun sind wieder mit von der Partie.
Wer Lust hat, kann im zweiten Teil des Abends gemeinsam mit den Chören und dem Philharmonischen Orchester unter der musikalischen Leitung von Christian Möbius einstimmen in alte Weisen wie „Leise rieselt der Schnee”, „Bald nun ist Weihnachtszeit” oder „Alle Jahre wieder“. Die vollständigen Texte, die möglicherweise in Vergessenheit geraten sind, kann man beim Singen mitlesen.

Es wirken mit:
die Solisten des Opernensembles, die Damen und Herren des Opernchores und des Ballettensembles, der Kinder- und Jugendchor des Staatstheaters, die Singakademie Cottbus e.V. und Kinder der Ballettschule Werhun. Unter der musikalischen Leitung von Christian Möbius spielt das Philharmonische Orchester.

Weitere Vorstellungen im Dezember
Fr 8.12., 19.30 Uhr;
So 10.12., 16.00 Uhr;
Fr 15.12., 19.00 Uhr;
Mi 20.12., 19.00 Uhr;
Sa 23.12., 18.00 Uhr

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Cottbus, Staatstheater Cottbus, Turandot von Giacomo Puccini, IOCO Kritik, 17.11.2017

November 17, 2017 by  
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Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus © Marlies Kross

Turandot von Giacomo Puccini

Knallharter Polit-Thriller  –  Mord, Lug, Betrug

Von Thomas Kunzmann

Cottbus, das letzte verbliebene Vier-Sparten-Theater Brandenburgs mit seinem wunderbaren Jugendstil-Gebäude, wagt sich regelmäßig an Extreme. In einem unglaublichen Kraftakt wurde Wagners Ring über 10 Jahre hinweg geschmiedet und auch die vielgelobte Elektra 2015-17 kann man getrost zu den erfolgreichen Experimenten zählen. Intendant Martin Schüler, seit 1991 am Haus. Dessen Leitung übernahm er 2003 von Christoph Schroth. Mittlerweile ist er dienstältester Intendant in den neuen Bundesländern und plante Puccinis letztes Werk bereits für die Saison 15/16, musste sie jedoch auf die Folgesaison verschieben und schob  stattdessen Tosca ein. Nun also Turandot.

Staatstheater Cottbus / Turandot - hier vorne Martin Shalita als Calaf und Ensemble © Marlies Kroos

Staatstheater Cottbus / Turandot – hier vorne Martin Shalita als Calaf und Ensemble © Marlies Kroos

Das Foyer ist gut gefüllt an diesem Freitag. Nicht nur Cottbuser nutzen das hiesige Kulturangebot der Extraklasse gern, regelmäßig sind viele Berliner Besucher im Haus. Die konstante künstlerische Qualität auf hohem Niveau hat sich längst herumgesprochen und gilt nicht einmal mehr als Geheimtipp: als Gast jedenfalls geht man hier kein Wagnis ein. Die Verbindung in die Hauptstadt ist gut, die Kartenpreise moderat.

Martin Schüler inszeniert Turandot als knallharten Polit-Thriller, in dem den Protagonisten alle Mittel recht sind: Mord, Bestechung, Betrug und Vortäuschen der großen Liebe. Entsprechend gewaltig führt Evan Christ durch die Partitur. Mit unglaublicher Wucht setzt das Orchester ein und macht von den ersten Takten an klar, dass es hier nicht um ein liebliches asiatisches Märchen geht, sondern schlichtweg um Alles.

Und wenn der fulminante Chor hinzukommt spürt man bis in die letzte Reihe, dass sie keineswegs beabsichtigen, den Musikern das (Schlacht)Feld zu überlassen. Erbarmungslose Politik, in der jeder seine individuellen Ziele verfolgt, statt betörender Romantik. Ping, Pang und Pong haben die despotischen Machenschaften der Prinzessin satt und das Volk, anfänglich noch vorfreudig auf eine erneute Hinrichtung als Massenschauspiel, empfindet Mitleid für den persischen Prinzen, der Turandots Rätsel nicht lösen konnte. Ein neuer Herrscher muss her.

Staatstheater Cottbus / Turandot hier vorne Martin Shalita als Calaf, hinten Soojin Moon als Turandot © Marlies Kroos

Staatstheater Cottbus / Turandot hier vorne Martin Shalita als Calaf, hinten Soojin Moon als Turandot © Marlies Kroos

In den Hinterzimmern der Macht, in die man dank der Drehbühne Einblick bekommt, geht es mit Mädchen, Cognac und Zigarren dekadent zu. Die Minister weihen den Fremden in ihre Pläne ein, den weder Hinrichtung noch Warnungen, und schon gar nicht die zur Abschreckung aufgestellten Köpfe der früheren Bewerber abhalten können. Nicht von ungefähr kann Calaf letztlich die verzwickten Aufgaben lösen.  Selbstsicher gibt er sogar sein Geheimnis preis und bricht mit vorgetäuschter Liebe Turandots Restwiderstand, während er, einem Buchhalter der Macht gleich, die Immobilien und Wertgegenstände seines zukünftigen Reiches taxiert. Frisch an der Spitze des totalitären Staates rollen die Köpfe der Steigbügelhalter seines Aufstiegs. Ein überraschender, aber überzeugender Plot – kein Happy End.

Soojin Moon, vom Cottbuser Publikum bereits als Tosca umjubelt, gestaltet die Titelfigur der Turandot glaubhaft eiskalt in einer männerdominierten Welt. Mal scharf und spröde, dann wieder unglaublich weich kann sie sich jederzeit nicht nur gegen das Orchester durchsetzen, sondern treibt mit ihm zusammen zu unglaublicher Intensität.

Martin Shalita, bisher in Nordhausen und Koblenz zu hören, empfiehlt sich bestens mit seinem jederzeit sicheren und kraftvollen Calaf als neuer Tenor am Hause, wo er ab nächster Saison zum Ensemble gehören wird und den alternierend singenden, eher lyrischen Jens Klaus Wilde entlasten wird. Den Kraftakt der Rolle, die durch die Orchesterführung nicht gerade erleichtert wird, gestaltet er sowohl stimmlich als auch schauspielerisch überzeugend als kühl berechnender, zukünftiger Despot mit authentischer Bühnenpräsenz. Vom Publikum abgewandt zu singen dürfte wohl fast jedes Tenors stimmliche Kapazitäten übersteigen – was hier allerdings eindeutig am Orchester liegt. Dieses schickt aus dem Graben ein Feuerwerk an Impulsivität, die sich mit der leider bereits abgespielten Elektra vergleichen lässt. Mitunter geht das zu Lasten der Transparenz, die lediglich in den seltenen emotionalen Momenten zum Tragen kommt. Besonders eindrücklich mit der großartigen Debra Stanley als Liu sowie dem warmen Bass Ingo Witzkes (Timur) klingt Puccinis Thema aller Werke durch: die Liebe.

Staatstheater Cottbus / Turandot - hier Andreas Jäpel als Mandarin und Ensemble © Marlies Kroos

Staatstheater Cottbus / Turandot – hier Andreas Jäpel als Mandarin und Ensemble © Marlies Kroos

Die Minister Ping, Pang und Pong als Strippenzieher bestechen durch Homogenität in Handlung und ausgewogener Klangfülle. Hoch in der Gunst des Cottbuser Publikums stand der Einsatz einer ehemaligen Größe des Hauses: Max Ruda als Kaiser. Ruda war 1978 bis 2000 Tenor in Cottbus (u.a. in Zauberflöte, Zarewitsch, Tannhäuser, Pique Dame), gab allerdings auch schon in den 60ern den David in Bayreuth. Den gebrechlichen Monarchen, der weder Turandot in den Griff bekommt, noch Calaf von seinem Weg abbringen kann, verkörpert er herzerwärmend.

Diese typische Schüler-Inszenierung mit klarem Bühnenbild, fantasievollen, historisierenden Kostümen und einem schlüssigen Konzept, gestaltet mit eigenen Solisten und Gästen, die sich hervorragend in das Turandot – Team integrieren, lohnt jede noch so weite Anreise.

Tipp am Rande: Die Theaterkantine Tellheim an der Rückseite des Theaters eignet sich vortrefflich, den Abend ausklingen zu lassen.

Turandot am Staatstheater Cottbus, weitere Vorstellungen: 7.12.2017; 9.1.2018; 18.2.2018; 5.5.2018; 10.6.2018

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Cottbus, Staatstheater Cottbus, Theater und Musik in Pücklers Park, 27.08.2017

August 23, 2017 by  
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Staatstheater Cottbus

Staatstheater Cottbus / Impression vom Konzertfinale bei „Theater und Musik in Pücklers Park“ © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / Impression vom Konzertfinale bei „Theater und Musik in Pücklers Park“ © Marlies Kross

Theater und Musik in Pücklers Park 

Szenische Miniaturen und großes Konzert zur Spielzeit 2017/ 2018 | Eintritt frei!

Sonntag, 27. August 2017, ab 15 Uhr

In schöner Tradition, in diesem Jahr bereits zum 15. Mal, lädt das Staatstheater Cottbus am letzten Augustsonntag in den Branitzer Park ein.

Bei Theater und Musik in Pücklers Park erleben Besucher aus Nah und Fern am Sonntag, 27. August 2017, ab 15.00 Uhr, eine Vorschau auf die Projekte der bevorstehenden Spielzeit 2017/18. Der Eintritt ist frei

Hinter jeder Biegung verwandelt sich die vertraute Parklandschaft in eine ungewöhnliche Theaterkulisse. Allerorten ertönt Kammermusik und Schauspieler, Opernsänger und Tänzer bieten an romantischen Plätzen szenische Miniaturen zu Stücken der nächsten Saison und musikalische Kostproben dar. Wer erkennt, aus welchen Werken die gezeigten Szenen, Couplets, Arien und Tänze stammen, kann bei einem Quiz mitmachen und gewinnen.

Staatstheater Cottbus / Impressionen von „Theater und Musik in Pücklers Park“, der Spielplanpräsentation des Staatstheaters Cottbus, im vergangenen Jahr © Marlies Kross

Staatstheater Cottbus / Impressionen von „Theater und Musik in Pücklers Park“, der Spielplanpräsentation des Staatstheaters Cottbus, im vergangenen Jahr © Marlies Kross

Ein Abschlusskonzert um 17.00 Uhr hinterm Schloss mit Solisten des Opernensembles, Ballettensemble, Opernchor und dem Philharmonischen Orchester krönt das Theaterfest im Grünen. Sänger Heiko Walter führt durch das Programm und stellt Höhepunkte der kommenden Theaterspielzeit vor. Es erklingen Ausschnitte u.a. aus den Opern „Don Giovanni“ von Mozart und „Macbeth“ von Verdi sowie der Operette Die Csárdásfürstin. Mats Hummel, das Maskottchen der Familienkonzerte, lost diesmal die Gewinner des Quiz aus. Wer das Konzert vor der einmaligen Kulisse des Branitzer Schlosses genießen möchte, kann sich Decke oder Sitzkissen mitbringen und am Seeufer Platz nehmen, denn die bereitgestellten Sitzplätze sind heiß begehrt.

Um das leibliche Wohl kümmern sich die Theatercaterer der Familie Ziegenbalg. Weitere gastronomische Angebote gibt es im Parkrestaurant „Cavalierhaus“ und im Pückler-Café „Goldene Ananas“.


Besucherhinweis: Parkflächen stehen in der Kastanienallee ausreichend zur Verfügung.

—| Pressemeldung Staatstheater Cottbus |—

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