Leipzig, Oper Leipzig, Premiere: LA CENERENTOLA von Gioacchino Rossini, 19.03.2016

März 4, 2016 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

Oper Leipzig © Adreas Bikigt

 LA CENERENTOLA von GIOACCHINO ROSSINI

Text Jacopo Ferretti nach Charles Perraults  Cendrillon ou la Petite Pantoufle de verre »Aschenputtel oder der kleine Glasschuh«  von 1697
Koproduktion der Opera Queensland und der New Zealand Opera

Premiere Samstag, 19. März 2016, 19 Uhr  Opernhaus, weitere Vorstellungen:
28. Mär. 2016, 09. Apr. 2016, 23. Apr. 2016, 03. Jun. 2016, 19. Jun. 2016

Das Märchen vom Aschenputtel existiert in den verschiedensten Sprachen und gehört wohl zu den populärsten Erzählungen weltweit. Auch Gioacchino Rossini griff in seiner 1817 uraufgeführten Oper La Cenerentola die Geschichte des von seinen Stiefschwestern schikanierten Mädchens auf, das sich nachts in die Asche des Herdes kauert und am Ende doch vom Prinzen zur Braut erwählt wird. Mit rasanten Koloraturen, atemberaubenden Parlando-Arien und aberwitzigen Ensembles erschuf Rossini die wohl turbulenteste Version dieses Stoffes, ohne dabei zu versäumen, dem komödiantischen Strudel auch die beseelt-melancholischen Töne der empfindsamen Titelfigur beizumischen. An der Oper Leipzig ist La Cenerentola nun als Koproduktion der Opera Queensland und der New Zealand Opera in der von Publikum und Presse gleichermaßen gefeierten Inszenierung der australischen Regisseurin Lindy Hume zu erleben.

Musikalische Leitung ANTHONY BRAMALL, Inszenierung LINDY HUME
Bühne, Kostüme DAN POTRA
Choreografie FRIEDRICH BÜHRER
Choreinstudierung ALESSANDRO ZUPPARDO
Dramaturgie ELISABETH KÜHNE

BESETZUNG:
Angelina WALLIS GIUNTA
Clorinda JENNIFER PORTO
Tisbe SANDRA JANKE
Don Ramiro MATTEO MACCHIONI
Dandini MATHIAS HAUSMANN
Don Magnifico JOSÉ FARDILHA
Alidoro SEJONG CHANG
HERREN DES OPERNCHORES
GEWANDHAUSORCHESTER

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

München, Staatstheater am Gärtnerplatz, Premiere: LA CENERENTOLA, 04.11.2015

Staatstheater am Gärtnerplatz München

Staatstheater am Gärtnerplatz © Bernd Eberle

Staatstheater am Gärtnerplatz © Bernd Eberle

Premiere: LA CENERENTOLA

Musik von Gioachino Rossini
Libretto von Jacopo Ferretti nach Francesco Fiorini
Altersempfehlung ab 10 Jahren
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Premiere am Mi. 4. November 2015, 19.30 Uhr im Cuvilliéstheater

Weitere Vorstellungen:
Do. 5. November 2015, 19.30 Uhr
Mo. 9. November 2015, 19.30 Uhr
Di. 10. November 2015, 19.30 Uhr
Mi. 11. November 2015, 19.30 Uhr
Do. 12. November 2015, 19.30 Uhr
Fr. 13. November 2015, 19.30 Uhr
Sa. 14. November 2015, 19.30 Uhr
So. 15. November 2015, 18.00 Uhr

Die Geschichte vom Aschenputtel ist hinreichend bekannt. Seit Charles Perrault den schon damals weit verbreiteten Stoff in seiner Märchensammlung von 1697 verarbeitet hatte, inspirierte er immer wieder Vertreter aller Kunstgattungen zu stets neuen Darstellungen. In Gioachino Rossinis am 25. Januar 1817 am römischen Teatro Valle uraufgeführtem Meisterwerk »La Cenerentola« muss sich die arme Angelina von ihren Stiefschwestern Tisbe und Clorinda wie auch von ihrem Stiefvater Don Magnifico schikanieren lassen. Doch als der Prinz Don Ramiro, der mit seinem Kammerdiener Dandini die Rollen getauscht hat, auf Brautschau geht, beginnt sich das traurige Schicksal Angelinas zu wenden!

Mit »La Cenerentola« stellten sich Rossini und sein Librettist Jacopo Ferretti dem Wagnis, einen kindlichen Stoff für ein weitgehend erwachsenes Publikum aufzubereiten und die Geschichte aus der Welt der Märchen in die Realität des täglichen Lebens zu transferieren. Zu diesem Zwecke wurden die märchenhaft-übernatürlichen Elemente der Vorlage weitgehend ausgespart und nicht zuletzt durch die Figur des weisen Philosophen Alidoro, der an die Stelle der guten Fee tritt, durchaus humanistische Ideale eingearbeitet. So entstand ein Werk, das einerseits durch das Verwechslungsspiel zwischen Prinz und Kammerdiener, andererseits durch die Parallelität von Bürgerlichkeit und Fürstentum sowie von Demut und Selbstgefälligkeit ein Unterhaltungsbedürfnis wie auch einen klugen Reflexionswillen bedient. In der Inszenierung von Brigitte Fassbaender wird nach ihrem gefeierten Münchner Regiedebüt mit »Don Pasquale« im Cuvilliéstheater nun am selben Ort eine der intelligentesten Partituren Rossinis zu einem Opernereignis für Jung und Alt.

Musikalische Leitung Michael Brandstätter
Regie Brigitte Fassbaender
Bühne und Kostüme Dietrich von Grebmer
Dramaturgie David Treffinger

BESETZUNG:
Don Ramiro, Prinz von Salerno: Arthur Espiritu / Milos Bulajic
Dandini, sein Diener: Vittorio Prato / Alexandru Aghenie
Don Magnifico: Marco Filippo Romano / Luciano Di Pasquale
Clorinda, seine Tochter: Frances Lucey / Mercedes Arcuri
Tisbe, seine Tochter: Dorothea Spilger
Angelina, Don Magnificos Stieftochter: Diana Haller / Tamara Gura
Alidoro, Berater des Don Ramiro: István Kovács / Holger Ohlmann
Chor des Staatstheaters am Gärtnerplatz
Orchester des Staatstheaters am Gärtnerplatz

—| Pressemeldung Staatstheater am Gärtnerplatz |—

Bielefeld, Theater Bielefeld, Premiere: LA CENERENTOLA, 08.11.2014

Oktober 28, 2014 by  
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Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Theater Bielefeld / Fassade © Theater Bielefeld

Premiere:

LA CENERENTOLA von Gioachino Rossini

Dramma giocoso in zwei Akten // Libretto von Jacopo Ferretti // In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

»Ist dies ein Märchen oder nur ein Lustspiel?«, fragt Aschenputtel in der gleichnamigen Komischen Oper von Gioachino Rossini und bringt damit das Wesen des Werkes auf den Punkt. Das Märchen von Aschenputtel hat jeder schon einmal gehört, aber bestimmt nicht so witzig und unterhaltsam wie in der Fassung von Ferretti, auf die Rossini seine spritzige Musik komponierte. Die Handlung folgt dem bekannten Märchen von Charles Perrault, doch geht es auf der Bühne wesentlich turbulenter zu: auch und besonders durch die Aufwertung von Nebenfiguren, wie die der bösen Schwestern. Aber auch die Charakterisierung des Vaters als habgierigen, dem Wein sehr zugetanen Mann, oder die Einführung eines Kleider- und Rollentausches zwischen dem Prinzen und seinem Kammerdiener sind Elemente, die die Oper von der Vorlage abheben und ihr eine Komik im Stile der Commedia dell’arte verleihen.

Paris, Pere Lachaise, Grab von Gioacchino Rossini © IOCO

Paris, Pere Lachaise, Grab von Gioacchino Rossini © IOCO

Den Zeitgenossen galt La Cenerentola denn auch als Musterstück der Opera buffa. Trotz des burlesken Grundtons gibt es jedoch auch ungekünstelte Momente, in denen Rossini sein ganzes Können in die Darstellung authentischer Gefühle investiert: Momente, deren Zauber daran erinnert, dass es sich eben doch um ein Märchen handelt.

Für Jahrzehnte galt das Werk als nicht aufführbar, weil es keine Sänger gab, die den halsbrecherischen Koloraturen des Aschenputtels – eine der anspruchsvollsten Partien in Rossinis Schaffen überhaupt – und des Prinzen gewachsen waren. La Cenerentola, in der Rossini alle Register seines melodischen Einfallsreichtums zieht, garantiert einen abwechslungsreichen, genussvollen Opernabend.

Musikalische Leitung Elisa Gogou, Inszenierung Florian Lutz
Bühne und Kostüme Martin Kukulies, Choreinstudierung Hagen Enke
Dramaturgie Larissa Wieczorek

BESETZUNG:
Don Ramiro: Lianghua Gong
Dandini: Caio Monteiro
Don Magnifico: Roman Astakhov
Clorinda: Nienke Otten
Tisbe: Nohad Becker, Melanie Forgeron
Angelina („Cenerentola“): Adriana Bastidas-Gamboa, Nohad Becker
Alindoro: Yoshiaki Kimura, Moon Soo Park
Mit: Herren des Bielefelder Opernchores, Statisterie des Theaters Bielefeld, Bielefelder Philharmoniker

 Premiere: Sa. 08.11.2014 19:30 Uhr,  Weitere Vorstellung: 16.11.2014 15:00 Uhr

—| Pressemeldung Theater Bielefeld |—

Dortmund, Theater Dortmund, La Cenerentola von Gioacchino Rossini, IOCO Kritik, 06.04.2014

April 9, 2014 by  
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Theater Dortmund

Theater Dortmund

  La Cenerentola (Aschenputtel): Einfallsreich in Dortmund

Theater Dortmund / La Cenerentola © Björn Hickmann

Theater Dortmund / La Cenerentola © Björn Hickmann

Man kann dem Theater Dortmund zu dieser entzückenden, gut durchdachten und einfallsreichen Inszenierung der Rossini-Oper “La Cenerentola“ – basierend auf dem Märchen Cendrillon von Charles Perrault – die am 22. 3. Premiere hatte, nur gratulieren.

Aber nicht nur dem Theater, sondern auch dem jungen Erik Petersen, der es in Szene setzte und damit gleich einen Volltreffer landete, zumal es auch noch sein Regie-Debüt war.

Theater Dortmund / La Cenerentola © Björn Hickmann

Theater Dortmund / La Cenerentola © Björn Hickmann

Anders als bei der Version der Gebrüder Grimm, gibt es in dem Perrault-Märchen keine Fee. Das Spiel lenkt Alidoro, der Lehrer des Prinzen. Aus der bösen Stiefmutter (bei Grimm) wird hier der gebieterische Stiefvater Don Magnifico. Diese dramaturgischen Unterschiede beinhalten auch mehr Aktion.

Erik Petersen lässt dieses Märchen von poetischer Schönheit und tiefer Humanität, geschmeidig und humorvoll, mit einem Zug zum Verspielten nahtlos abspulen. Die Einfälle purzeln nur so, dass man sich fragt – was kommt noch – ? Im Ganzen gab es keinen Leerlauf aber umso mehr Einfallsreichtum.

Einer von Petersens schönsten Einfällen war im Schlussbild der Hochzeitskuss von Angelina und dem Prinzen. Ein simples Fußbänkchen half, die Brautleute auf Augenhöhe zu bringen. Denn die Braut war einen Kopf größer als der Bräutigam. Der Saal tobte vor Begeisterung, auch jetzt noch in der zweiten Vorstellung nach der Premiere.

Weitere Details zu schildern würde hier den Rahmen sprengen. Man kann nur jedem Opernfreund den Besuch dieser Produktion wärmstens empfehlen.

Theater Dortmund / La Cenerentola © Björn Hickmann

Theater Dortmund / La Cenerentola © Björn Hickmann

Sehr großen Anteil daran hatten auch das geniale Bühnenbild von Tatjana Ivschina, wie auch ihre verspielten, bunten und vielfach parodierenden Kostüme. Raffiniert einfach war die Kulisse. Rechts und links standen je eine Häuserzeile mit anheimelnden Accessoires wie Laternen und Markisen, Türen und Fenstern, sowie Aschenputtel Angelinas Küchenverschlag. Das war es und es genügte.

Sensationell gut waren auch die musikalischen Leistungen. Am Pult des klein besetzten Philharmonischen Orchesters im halb hochgefahrenen Graben, stand Philipp Armbruster. Der junge Kapellmeister verstand es prächtig, die Ohrwürmer Rossinis leuchten zu lassen. Das Orchester setzte die Impulse vom Pult wunderbar um. Auch der Kontakt des Dirigenten zur Bühne war optimal.  Fabelhaft gut klang der Herrenchor des Theaters, von Granville Walker wie immer bestens einstudiert.

Theater Dortmund / La Cenerentola © Björn Hickmann

Theater Dortmund / La Cenerentola © Björn Hickmann

Ein Glücksfall waren auch die Sänger und von einer Homogenität, wie selten in der letzten Zeit in Dortmund.

Die rumänische Mezzosopranistin Ileana Mateescu gestaltete die Angelina, das Aschenbrödel, die Cenerentola. Sie war mit Fug und Recht eine Erfüllung.

Mit weicher, warm getönter Stimme sang sie die Partie hochmusikalisch und begeisterte. Die vertrackten Stakkati in ihrem Schlussrondo (Non più mesta) meisterte sie souverän. Hinzu kam ein natürliches, unverkrampftes und anrührendes Spiel.  Wunderbar zickig waren Julia Amos und Inga Schäfer als Angelinas böse Stiefschwestern Clorinda und Tisbe und sie sangen beide tadellos.

Geani Brad als Dandini, des Prinzen Diener, hat nicht nur einen prächtig klingenden, farblich angenehmen Bariton, er hatte auch keine Schwierigkeiten mit seinen umfangreichen, schnellen Stakkati. Er gefiel zudem durch sein agiles Spiel.

Theater Dortmund / La Cenerentola © Björn Hickmann

Theater Dortmund / La Cenerentola © Björn Hickmann

Eindeutiger Publikumsliebling war Eugenio Leggiadri Gallani. Sein Don Magnifico, der Vater der drei Mädels, gefiel durch Wendigkeit, ausgeprägten mimischen Ausdruck, sowie durch seine vokale Präsenz.

John Zuckerman als Prinz Ramiro, hat eine feine Tenorstimme. Er ist ein echter “Tenore di grazia“. Zuckerman phrasierte sehr musikalisch und die nicht einfachen Höhenflüge der Partie wurden gut bewältigt.

Seinen Lehrer und Mentor Alidoro verkörperte Christian Sist gesanglich und darstellerisch ausgezeichnet.

Viel Beifall gab es im gut besuchten Haus.

IOCO / UGK / 06.04.2014

—| IOCO Kritik Theater Dortmund |—

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