Wien, Franz Grundheber – Die lange Karriere eines großen Sängers, IOCO Portrait, 23.11.2017

November 24, 2017 by  
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 Franz Grundheber 1998 als Rigoletto an der Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Axel Zeininger

Franz Grundheber 1998 als Rigoletto an der Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Axel Zeininger

Franz Grundheber – Leben im Gesang

Wozzeck, Holländer, Boccanegra – Wien, Hamburg, New York

Von  Susanne Resperger

Nachdem der Vorhang der Oper Leipzig sich nach der Vorstellung der Frau ohne Schatten langsam gesenkt hatte, ein kurzer Augenblick Stille – dann großer Jubel. Franz Grundheber hatte an diesem Abend als Barak Unglaubliches geleistet: Hatte es im Vorfeld Zweifler gegeben, ob er denn diese Partie wenige Monate vor seinem 80.Geburtstag noch würde bewältigen können, so bewies er diesen das Gegenteil. Mit Leichtigkeit, kraftvoll, berührend, mit klarer Stimme, jeder Ton, jedes Wort bedeutungsvoll, vermochte er die Rolle innig und intensiv zu gestalten – ohne jegliche Ermüdungserscheinungen. Nicht nur vom Publikum wurde er gefeiert, sondern auch seine Kollegen waren voller Bewunderung für diese Leistung.

Wo aber liegt nun das Geheimnis einer so vollkommenen, intakten Stimme in diesem Alter? Diese Frage bekommt Franz Grundheber (*1937) oft gestellt und darauf gibt es auch eine klare Antwort: die Stimmtechnik zu perfektionieren, die Rollenauswahl ganz bewusst der Stimme anzupassen, Fleiß und Disziplin, auch im Privatleben. Gattin Angelika ist die ideale Ergänzung und der notwendige Rückhalt für diesen Beruf. Ohne sie wäre vieles nicht möglich gewesen. Aber auch seine persönliche Geschichte und die Umstände, wie sich alles in frühen Jahren entwickelte, trugen dazu bei.

Erste Offenbarungen in der Jugend

Aufgewachsen in einem Dorf vor Trier, in einfachen Verhältnissen, war es seine Mutter, die etwas „Besseres“ für ihn wollte. Sie setzte es durch, dass er aufs Gymnasium ging. Dort waren es die Deutschlehrer, die ihn für Literatur begeisterten, und er ging sehr gerne und viel ins Theater. Ein Zufall wollte es dann, dass er eines Abends – er war 18 Jahre alt – eine Karte für die Zauberflöte bekam und – sich zuerst extrem langweilte. Erst die „Sprecherszene“ begann ihn zu interessieren und als dann Peter Roth-Ehrang als Sarastro auftrat (in Trier gastierend, da er seine Eltern besuchte) erlebte der junge Mann erstmalig, welche Gefühle ein Sänger mit den Schwingungen seiner Stimme auslösen kann. Die Erhöhung der Sprache durch die Musik, wie der Künstler es selbst definiert, faszinierte ihn.

Zu Hause angekommen, versuchte er diesen Klang des Sarastro nachzuahmen und es gelang ihm so gut, dass der nebenan schlafende Vater polterte: „Ruhe, ich muss morgens um 5 aufstehen!“  Der Wunsch, Opernsänger zu werden, nahm damit seinen Anfang.

Franz Grundheber 1991 als Fliegender Holländer an der Hamburger Staatsoper © Peter Schünemann

Franz Grundheber 1991 als Fliegender Holländer an der Hamburger Staatsoper © Peter Schünemann

Flug und Landung – Als Pilot

Franz Grundheber musste damals zur Bundeswehr und wollte sich als Offizier auf Zeit bei der Luftwaffe bewerben, bestand alle Prüfungen, war auch flugtauglich. Er verpflichtete sich auf 3 Jahre für die Pilotenausbildung. Peter Roth-Ehrang wurde in dieser Zeit nach Hamburg engagiert und setzte sich sehr stark dafür ein, dass Grundheber sich ausbilden ließ. Er war von seinem Talent überzeugt. Nach einer beantragten Versetzung als Sportoffizier nach Hamburg besuchte er, wann immer er Zeit hatte, die Oper. Nach 3 Jahren verließ er die Bundeswehr, ließ sich abfinden und neben einem Halbtagsjob im Büro bildete er sich, ohne auf die Hochschule zu gehen, selbst aus, nahm Stunden bei Gesangs- und Sprachlehrer sowie Korrepetionsstunden. Nach zwei Jahren wollte er schon aufgeben, doch war es wieder der „Zufall“, der aushalf – er hörte von einem Stipendium der Hamburger Staatsoper in Amerika. Er sang vor, erhielt es für ein Jahr und konnte es in Amerika auf ein zweites Jahr verlängern. Das Studium an der Indiana University in Bloomington mit einem kleinen angeschlossenen Opernhaus wurde prägend für sein Leben. Wichtig dabei auch seine Lehrerein Margaret Harshaw. Ihre Gesangsgrundlagen und die Arbeit mit ihr waren eine exzellente Basis für seine Karriere. In seinen Meisterklassen gibt er dieses Wissen mit Leidenschaft und Überzeugung an Studenten weiter.

Hamburgische Staatsoper © IOCO

Hamburgische Staatsoper © IOCO

Hamburg:  Seit 1966 Fixpunkt der Karriere

1966 bekam er nach vielen erfolglosen Versuchen dann doch noch ein Vorsingen. Man wollte eigentlich keine Stipendiaten mehr aufnehmen, aber er wollte unbedingt zeigen, was er sich erarbeitet hatte.  Rolf Liebermann war begeistert und engagierte ihn. Er bekam keinen Ein-Jahresvertrag, wie er gerne schmunzelnd erzählt, sondern gleich einen Zwei-Jahresvertrag.

Von 1966 bis 1988 blieb er dem Hamburger Ensemble treu und sang alles, von den kleinsten Rollen bis zu den großen Fachpartien und war oft Einspringer, wenn prominente Sänger absagten. Für Rolf Liebermann war es wichtig, auch kleine und mittlere Rollen sehr gut zu besetzen. Dafür bekamen die jungen Sänger auch jedes Jahr die Chance,  ein oder zwei größere Rollen zu übernehmen. Im ersten Jahr sang er bereits Donner, Masetto und Figaro folgten sehr bald.  Auch viele Uraufführungen konnte er mitgestalten, ganz normal für die Ära Liebermann.

Franz Grundheber als Dr. Schön - Lulu an der Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Axel Zeininger

Franz Grundheber als Dr. Schön – Lulu an der Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Axel Zeininger

Aber im Repertoirebetrieb musste man Rollen einfach ohne Proben übernehmen. Als die ersten Engagements für Produktionen mit langer Probenzeit kamen, reifte langsam der Entschluss, das Ensemble zu verlassen. Es war viel interessanter und effektiver, Rollen einige Wochen zu erarbeiten, und er wusste, wieviel besser er damit sein konnte. Außerdem wollte er angefragt werden und sich Rollen selbst auswählen können.

Die Hamburger Staatsoper ließ ihn aber nicht einfach ziehen, wollte ihn unbedingt binden. Peter Ruzicka, Nachfolger von Rolf Liebermann gab ihm einen permanenten Gastvertrag. Bei vielen Produktionen der Hamburger Staatsoper, die immer noch im Repertoire sind, war er Premierensänger: Fliegender Holländer (unter Marelli) , Rigoletto  (Homoki), Macbeth (Pimlott), Tosca (Carsen) und Simone Boccanegra (Guth). Er trat über 2050 Mal im Haus am Dammtor auf, im Februar 2012 feierte man mit ihm seine 2000. Aufführung (er war Amonasro). Der Kontakt zu Hamburg blieb immer sehr gut und er sang weiterhin 10 bis 20 Vorstellungen pro Saison. Bis zu dem Zeitpunkt, als die neue Direktion Nagano /Delnon antrat und dieser Kontakt abrupt endete. Aber nicht von Seiten des Künstlers.

Herbert von Karajan

 Herbert von Karajan in Salzburg © IOCO

Herbert von Karajan in Salzburg © IOCO

Besonders prägend war in der Zeit, in der er sich die Trennung vom Ensemble überlegte, die Zusammenarbeit mit Herbert von Karajan. Neben zahlreichen gemeinsamen Konzerten erarbeitete er sich mit ihm im März 1988 in Salzburg seinen ersten Scarpia. Erstaunlich war, dass er trotz seines deutschen Namens immer wieder interessante Engagements im italienischen Fach bekam. Viele Jahre sang er immer wieder in Italien nicht nur das deutsche Fach. Mit dem Amonasro war er auch der erste Deutsche in der Arena di Verona. Im Alter von 62 Jahren gab er schließlich sein Debüt an der New Yorker Metropolitan Opera als Rigoletto. Damit war er der erste Deutsche, der diese Partie an der MET sang. Auch an der Wiener Staatsoper oder in Covent Garden war er in vielen italienischen Rollen erfolgreich.

Die Kollegen

Am Beginn seiner Karriere hat ein Kollege, Mathieu Ahlersmeyer, ihn in die Garderobe geholt, ihn sehr gelobt, aber gleichzeitig auch einen wichtigen Rat gegeben: er solle das schwere italienische und deutsche Fach nicht vor 40-45 singen. Und wenn, dann mit 50, wenn all die Technik erlernt wurde und die Stimme noch da ist: „Dann wissen Sie, wovon Sie singen“. Dann wird bei jedem Ton mitschwingen, was man bis dahin erlebt hat: Liebe, Trennung, Verlust, Schmerz oder Trauer. Erst dann wird ein Sänger glaubhaft, wird die Persönlichkeit des Künstlers interessant, berührt er die Zuhörer.  Da käme alles von selbst und der Beruf mache dann erst richtig Spaß. Diesen Tipp nahm sich Franz Grundheber zu Herzen und verfolgte ihn sehr konsequent.

Er beobachtete seine Kollegen auf der Bühne, stand in Hamburg sehr oft auf der Hinterbühne, hörte genau zu und überlegte, wie diese es schafften, einen bestimmten Klang zu erzeugen. Sehr oft diskutierte er mit seinen Kollegen darüber, fragte bei großen Kollegen wie z.B. James King nach, arbeitete auch oft mit ihm, holte sich von vielen Ratschläge. Und – für ihn besonders wichtig: jede seiner Vorstellungen wurde von ihm kontrolliert, denn sein „Prof. Walkman“ blieb, von Margaret Harshaw abgesehen, sein einziger Gesangslehrer. Nur beim selbst Nachhören erfährt er die Wahrheit, eine Erfahrung, die er auch jungen Sängern immer wieder ans Herz legt. Kein Freund, kein Zuhörer wird einem die Wahrheit sagen (wie er selbst immer wieder in Interviews erwähnt).

 Franz Grundheber als Jago an der Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Axel Zeininger

Franz Grundheber als Jago an der Wiener Staatsoper © Wiener Staatsoper / Axel Zeininger

Das Wort  –  „Ein Geheimnis“

Ein weiteres „Geheimnis“ von Franz Grundheber: das Wort! Von jeher interessierte ihn Literatur und Theater ganz besonders, daher meint er dazu immer wieder: Die Worte eines Dichters wurden von einem genialen Komponisten interpretierenderweise in Musik umgesetzt, um diese Worte zu erhöhen und mit der Musik zu intensivieren. Aber die Basis bleibt immer das Wort. Grundheber hat sich jede Rolle zuerst vom Text her erarbeitet, ihn auswendig gelernt und dann den Sprachrhythmus des Komponisten analysiert, um nach der Bedeutung der Noten zu suchen. Er überlegte, warum der Komponist diese so geschrieben hatte, suchte, was er damit ausdrücken wollte.

Genau das macht die Faszination seiner Auftritte aus. Seine Rollen sind bis ins Detail durchdacht. Gestik, Blick, jede Betonung hat Sinn, ist überlegt und ganz bewusst gewählt. Seine Figuren werden dadurch plastisch, verständlich und unglaublich menschlich. In einem Interview sagte er einmal, es sei auch sehr menschlich, böse zu sein. Ebenfalls wichtig in diesem Zusammenhang: Er betont immer wieder, nur in den Sprachen zu singen, die er selbst auch beherrscht, denn nur so könne er den gesungenen Worten die richtige Bedeutung mitgeben. Auch wenn es ihm die Zusammenarbeit mit Claudio Abbado gekostet hatte, der ihn unbedingt für Aus einem Totenhaus gewinnen wollte.

Die Lieblingsrollen von Franz Grundheber

Grundhebers Barak in Leipzig war auch deshalb ein besonderes Ereignis, weil es ja eine seiner drei Lieblingsrollen ist.

Die zweite für ihn besondere Rolle ist jene des Wozzeck. Für ihn ist Alban Bergs Werk die perfekteste aller Opern, die er in insgesamt 11 Inszenierungen gestalten durfte. Darunter Auftritte in Paris, Berlin, Brüssel, Amsterdam, Chicago, an der Scala (unter Jürgen Flimm)  aber auch an der Met. Den bedeutendsten Erfolg hatte er damit 1987 unter Claudio Abbado in der Regie von Adolf Dresen an der Wiener Staatsoper. Der Mitschnitt auf DVD brachte ihm nicht nur den „Prix George Till“, sie gilt vielmehr als eine der Referenzaufnahmen, die viele Sänger beim Lernen dieser Partie verwenden. Spricht man mit jungen oder auch sehr renommierten Baritonen, gilt Franz Grundheber für viele als DAS Vorbild für Wozzeck.

2007 inszenierte er diese Oper für seine Heimatstadt Trier, die dort noch nie aufgeführt worden war. Es blieb seine bisher einzige Regiearbeit. Um das Werk dem Publikum näher bringen zu können, hat er mit dem Trierer Journalisten Dieter Lintz ein umfangreiches Rahmenprogramm um die Premiere gestaltet. Die Serie wurde zu einem außergewöhnlichen Erfolg.

 Simone Young © IOCO

Simone Young © IOCO

In seiner 3. Lieblingsrolle, dem Simone Boccanegra, debütierte er 1995 in München und begeisterte mit seiner intensiven, menschlichen Umsetzung. Wer ihn in dieser Rolle erleben durfte, wird seinen Dogen nie wieder vergessen. In Chile erhielt er für seine Darstellung den Kritikerpreis und Simone Young hatte sich für ihren Antritt als Intendantin an der Hamburgischen Staatsoper (im Februar 2006) Franz Grundheber als Boccanegra gewünscht –  einer der Höhepunkte seiner Karriere. Mit 68 Jahren sorgte er für Furore und wurde damit für den ersten Theaterpreis „FAUST“ als bester Sängerdarsteller nominiert.

Tonträger und DVDs

Wie bei vielen seiner Auftritte gibt es auch von dieser Vorstellung keinen Mitschnitt auf DVD. Wie es auch um CD`S und DVD`S von ihm eher mager aussieht. Lediglich ein paar seiner Richard Straus-Partien wurden auf CD dokumentiert: Mandryka (Arabella), Orest (Elektra), Faninal (Der Rosenkavalier), Olivier (Capriccio) und vor allem sein Jupiter in Die Liebe der Danae, welchen er bei den Salzburger Festspielen 2002 als erster Sänger in der für einen Bariton sehr hohen Originalnotation sang. Diese Oper wurde in einer konzertanten Aufführung in Kiel für eine CD Produktion aufgenommen. Die Salzburger Aufführungsserie blieb undokumentiert. Sein Orest in der legendären Harry-Kupfer-Produktion an der Wiener Staatsoper ist ebenso auf DVD erschienen wie der Faninal der Salzburger Festspiele 2004 und in Baden Baden 2009. Seinen Holländer aus Savonlinna gibt es ebenfalls auf DVD.

Richard Wagner

 spielte in seiner Karriere natürlich auch eine große Rolle. Hier war Franz Grundheber bei der Auswahl der Partien aber sehr viel wählerischer und beschränkte sich später auf Amfortas und den Holländer. In diesen Rollen, meinte er immer wieder, könne er die Vorzüge seiner Stimme, eine gewisse Italienità, einbringen.  Natürlich sang er im Laufe seiner Karriere auch Heerrufer, Kurwenal und in Hamburg den Donner, später auch wenige Male Gunther. Wotan wollte er jedoch nie machen. Immer wieder auf das Thema angesprochen, meinte er, er hätte seine Stimme verändern müssen, um einen Klang zu erzeugen, den er sich für diese Partie vorstellt, der aber nicht sein natürlicher Klang war. Genau das wollte er vermeiden. Auch ein Hans Sachs kam nie zustande. Eine geplante Produktion der „Meistersinger“ musste mehrmals verschoben werden, danach war es Franz Grundheber selbst schon zu spät für diese fordernde Rolle. Schade!

27. September 2017 – Runder Geburtstag

Am 27. September 2017 ist Franz Grundheber 80 Jahre alt geworden. Hört man ihn singen, mag man es kaum glauben. Sein Leben ist die Opernbühne. Wenn er uns die Musik näherbringen kann, wenn er zeigt, dass Jago nicht von Grund auf böse ist, dass Scarpia in der Brutalität seines Berufes so gefangen ist, dass diese das einzige ist, was noch Gefühle in ihm zu wecken vermag. Oder aber, wenn Amonasro die Hand gegen seine Tochter Aida erhebt und plötzlich entsetzt darüber ist. Diesen seinen Blick vergisst man nicht. Dieser Augenblick unterstreicht die Musik und bringt den Zuhörern ungleich mehr als schöne Töne, vielmehr Verständnis für diese komplexen Figuren, die nicht immer durchschaubar sind.

Abseits der Bühne ist er ein vielgeliebter Kollege, immer hilfsbereit und geduldig. Langsam,  hat er sich in den letzten Jahren von den meisten seiner großen Rollen verabschiedet. 2011 sang er seinen letzten Simone Boccanegra und Angebote, diese Rolle noch zu singen, schlug er aus, da er sich nicht mehr sicher war, diese Partie noch den eigenen Erwartungen entsprechend bewältigen zu können.

Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper + Kommendes

Zu seinem 80er wollen wir Wiener Franz Grundheber, Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper seit 2010, nun ganz herzlich gratulieren und ihm für mehr als 250 wunderbare Vorstellungen am Hause danken! Dazu zählen die Premieren von Wozzeck (1987), Elektra (1989), Cardillac (1994), Palestrina (1999), Lulu (2000), Le Villi (2005) und Moses und Aron (2006), sowie Repertoire-Vorstellungen als Jago, Macbeth, Rigoletto, Scarpia, Amonasro, Faninal, Barak, Holländer, Amfortas …

Im Dezember 2017 kehrt Franz Grundheber in die von ihm geschätzte Stadt Wien zurück. Er wird in der Lulu-Inszenierung von Willy Decker den Schigolch verkörpern. Eine Rolle, die er mittlerweile in Madrid, Barcelona, bei den Salzburger Festspielen, in Amsterdam und 2015 an der Met erfolgreich gestaltet hat.

Nach dem euphorisch gefeierten Auftritt als Moses in Moses und Aron in der Elbphilharmonie im Jänner 2017 und den schon erwähnten Barak-Auftritten in Leipzig gab es im September 2017 eine umjubelte Semi-konzertante Aufführung des Fliegenden Holländers in der Heimatstadt Trier. Nach Wien gibt es Auftritte als Peter Besenbinder (Hänsel und Gretel) in Hamburg und Düsseldorf.

Wir wünschen Franz Grundheber anhaltende Gesundheit, auf dass er nach vielen Jahren Wanderschaft durch die Opernhäuser der Welt sein Zuhause genießen kann. Eigentlich ist er ja auch recht gern zuhause…Aber wer weiß…

Buch Franz Grundheber und Wozzeck © Armin Lücke

Buch Franz Grundheber und Wozzeck © Armin Lücke

 

—| IOCO Portrait Staatsoper Hamburg |—

Hamburg, Staatsoper Hamburg, Il Ritorno d´Ulisse von Claudio Monteverdi, 29.10.2017

Oktober 17, 2017 by  
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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

  Il Ritorno d´Ulisse in Patria von Claudio Monteverdi

 Premiere am 29. Oktober 2017, 18.00 Uhr, Weitere Vorstellungen am 1, 4., 7., 9. und 11. November 2017 jeweils um 19.00 Uhr

Claudio Monteverdi Grab in Venedig © IOCO

Claudio Monteverdi Grab in Venedig © IOCO

Anlässlich des 450-jährigen Geburtstags von Claudio Monteverdi bringt die Staatsoper Hamburg am 29. Oktober 2017 als nächste Opernpremiere seine dritte Oper Il Ritorno d´Ulisse in Patria zur Aufführung. Das 1640 in Venedig uraufgeführte Werk handelt von der antiken Sage um die Heimkehr des Odysseus nach 10-jährigem Krieg. Regie führt der in Hamburg durch Salome und Pique Dame bekannte Willy Decker. Der junge Dirigent Vaclav Luks ist ein Spezialist für Alte Musik und hat die musikalische Leitung in dieser Produktion. Es spielt sein Prager Barockorchester Collegium 1704. In der Titelpartei ist Kurt Streit als Ulisse, Sara Mingardo als Penelope zu erleben.

Zum Inhalt der Oper: 10 Jahre Krieg. 10 Jahre Irrfahrt. Dunkelheit. In der Gestalt eines verwahrlosten Greises kehrt Ulisse zu seiner Penelope zurück. Unter all den Freiern, die sie umgarnen, ist er es, der den gewaltigen Bogen des verschollenen Gatten spannen kann und ihre Hand gewinnt. Doch seine Frau erkennt ihn nicht. Erst das Geheimnis ihres Ehebettes führt die beiden wieder zusammen und besiegelt das Todesurteil der Freier. Treue und Liebe siegen im Homer’schen Epos und adeln das schicksalsgebeutelte Paar, das tragisch wie komisch nichts weiter als ein Ball im ewigen Spiel der Götter auf Erden ist. Der Ball wird getreten, getragen, fliegt, fällt zu Boden – und versteht nicht warum. Als Opernvisionär des 16. Jahrhunderts nahm sich Monteverdi voller Empathie für seine Figuren der Odyssee an. 2017 jährt sich sein Geburtstag zum 450. Mal.

 Staatsoper Hamburg / Il Ritorno d´Ulisse in Patria von Claudio Monteverdi © Monika Rittershaus

Staatsoper Hamburg / Il Ritorno d´Ulisse in Patria von Claudio Monteverdi © Monika Rittershaus

Václav Luks konnte als Spezialist für Alte Musik bei den Salzburger Festspielen 2015 und 2016 große Erfolge feiern. Seine musikalische Ausbildung am Pilsener Konservatorium und an der Akademie der musischen Künste in Prag. Er führte seine Studien an der Schweizer Schola Cantorum Basiliensis mit Spezialisierung auf die Erforschung Alter Musik in den Fächern historische Tasteninstrumente und historische Aufführungspraxis fort. Bereits während seines Studiums in Basel sowie in den darauffolgenden Jahren konzertierte er als Hornsolist bei der Akademie für Alte Musik Berlin in ganz Europa und in Übersee (USA, Mexiko, Japan). Nach seiner Rückkehr nach Prag im Jahr 2005 entwickelte er das Barockorchester Collegium 1704.

Santa Maria dei Frari in Venedig / Grabstätte von Claudio Monteverdi © IOCO

Santa Maria dei Frari in Venedig / Grabstätte von Claudio Monteverdi © IOCO

Collegium 1704, das bereits seit 1991 während seiner Zeit als Student an der Musikhochschule als Kammerorchester bestand, zu einem Barockorchester weiter und gründete ebenfalls das Collegium Vocale 1704. Den entscheidenden Impuls dafür gab das von Václav Luks initiierte Projekt BACH – PRAG – 2005, in dessen Rahmen er Hauptwerke von J. S. Bach in Prag aufführte und das den Beginn der regelmäßigen Zusammenarbeit mit dem Internationalen Musikfestival Prager Frühling markiert. Unter der Leitung von Václav Luks etablierte sich Collegium 1704 rasch zu einem der weltweit führenden auf die Interpretation der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts spezialisierten Ensembles. Václav Luks und seinen Ensembles treten nebeni den Salzburger Festspielen in der Berliner Philharmonie, am Theater an der Wien, im Konzerthaus Wien, im Concertgebouw Amsterdam, in der Wigmore Hall, in Versailles, beim Lucerne Festival, beim Chopin Festival sowie bei den renommierten Festivals Alte Musik Utrecht und Bachfest Leipzig regelmässig auf.

Als einer der weltweit besten Mozart-Interpreten war Kurt Streit an 23 verschiedenen Inszenierungen von Die Zauberflöte auf der ganzen Welt (über 150 Vorstellungen) und acht verschiedenen Inszenierungen von Idomeneo beteiligt – unter anderem in Opernhäusern in Neapel, Wien, Madrid, London und San Francisco. Weitere Engagements waren Mozarts „Don Giovanni“, „Cosi fan tutte“ und „Die Entführung aus dem Serail“ unter anderem an der Metropolitan Opera in New York, der Staatsoper Wien, dem Royal Opera House, Covent Garden in London, La Scala in Milan, der Bastille und der Grand Opera in Paris, am Teatro Real und dem Zarzuela in Madrid sowie in San Francisco, Tokio, Aix-en-Provence, Chicago, München, Berlin, Rom und Salzburg. Er trat mit weltweit bekannten Dirigenten, wie Harnoncourt, Pappano, Muti, Rattle, Christie, Bolton, Ozawa, Mehta, Maazel und mit den Symphonie-Orchestern von Boston, Chicago, Los Angeles, St. Petersburg, Berlin, Wien, Paris, Florenz, Stockholm und allen vier Orchestern in London auf.

Staatsoper Hamburg / Il Ritorno d´Ulisse in Patria von Claudio Monteverdi mit Kurt Streit als Odysseus © Monika Rittershaus

Staatsoper Hamburg / Il Ritorno d´Ulisse in Patria von Claudio Monteverdi mit Kurt Streit als Odysseus © Monika Rittershaus

Die Altistin Sara Mingardo ist Preisträgerin des Premio Abbiati 2009 und arbeitete mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Ivor Bolton, Riccardo Chailly, Myung-Whun Chung, Ottavio Dantone, Colin Davis, John Eliot Gardiner, Riccardo Muti, Trevor Pinnock, Christophe Rousset, Jordi Savall, Jeffrey Tate und Rinaldo Alessandrini. Ihr Repertoire beinhaltet Werke von Gluck, Monteverdi, Händel, Vivaldi, Rossini, Verdi, Cavalli, Mozart, Donizetti, Schumann und Berlioz. Als aktive Konzertsängerin reicht Mingardos breit gefächertes Konzertrepertoire zudem von Pergolesi bis Respighi über Bach, Beethoven, Brahms, Dvorak und Mahler. Zu ihren vergangenen Engagements zählen Händels „Messiah“ unter Natalie Stutzmann in Detroit und in Washington mit dem Detroit Symphony Orchestra, „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“ am Teatro alla Scala unter Diego Fasolis, Pergolesis „Stabat Mater“ in Rom (Accademia Filarmonica) mit Rinaldo Alessandrini und in Bilbao, Brahms’ „Alto Rhapsody“ an der Accademia di Santa Cecilia in Rom unter Daniele Gatti sowie Vivaldis „Stabat Mater“ beim Musica Sacra-Festival in Münster. Sie sang außerdem Bachs „Johannes-Passion“ mit dem Ensemble Musica Saeculorum in Essen und in Aix-en-Provence, Mendelssohns „Elias“ mit dem Maggio Musicale Fiorentino unter Daniele Gatti sowie in Kopenhagen, einen Soloabend am Grand Théâtre in Genf, „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“ in Aix-en-Provence unter Haïm, Mahlers „8. Symphonie“ beim Lucerne Festival unter Riccardo Chailly, in der Wiederaufnahme von „L’incoronazione di Poppea“ am Teatro alla Scala mit Rinaldo Alessandrini, Pergolesis „Stabat Mater“ mit der Accademia Bizantina und Ottavio Dantone in Madrid sowie „Il Trionfo del Tempo e del Disinganno“ an der Staatsoper in Berlin und auf Tour in Caen und Lille. Zukünftige Engagements sind „L’Incoronazione di Poppea“ in New York mit Alessandrini und dem Ensemble „Concerto Italiano“, Vivaldis „L’Incoronazione di Dario“ am Teatro Regio in Turin unter Dantone, Mozarts „Requiem“ mit dem London Philarmonic Orchestra unter dem Dirigat von Natalie Stutzmann, Brahms‘ „Alto Rhapsody“ an der Oper in Florence und „Il ritorno d’Ulisse in patria“ (Penelope) an der Staatsoper Hamburg.

In weiteren Partien sind Christophe Dumaux, Denis Velev, KS Gabriele Rossmanith, Katja Pieweck, Marion Tassou, Alexander Kravets, Luigi De Donato, Dorottya Láng, Rainer Trost, Oleksiy Palchykov, Dovlet Nurgeldiyev, Viktor Rud sowie Peter Galliard zu erleben.


Claudio Monteverdi
Il Ritorno d’Ulisse in Patria

Musikalische Leitung: Vaclav Luks, Inszenierung: Willy Decker, Bühnenbild: Wolfgang Gussmann, Kostüme: Wolfgang Gussmann, Susana Mendoza, Licht: Franck Evin, Mitarbeit Regie: Jan Eßinger, Dramaturgie: Kathrin Brunner

Mit: L’umana fragilità / Pisandro Christophe Dumaux, Tempo / Antinoo Denis Velev, Fortuna / Giunone Gabriele Rossmanith, Ulisse Kurt Streit, Penelope Sara Mingardo, Ericlea Katja Pieweck, Melanto Marion Tassou, Giove Alexander Kravets, Nettuno Luigi De Donato, Minerva Dorottya Láng, Eumete Rainer Trost, Eurimaco Oleksiy Palchykov, Telemaco Dovlet Nurgeldiyev, Anfinomo Viktor Rud, Iro Peter Galliard, Collegium 1704

In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertexten
Eine Übernahme vom Opernhaus Zürich

Premiere am 29. Oktober 2017, 18.00 Uhr, Großes Haus
Weitere Vorstellungen am 1, 4., 7., 9. und 11. November 2017 jeweils um 19.00 Uhr

—| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

Hamburg, Philharmoniker Hamburg, 7. Philharmonisches Konzert:Viviane Hagner, Jan Vogler und Simone Young, 06./07.04.2014

März 28, 2014 by  
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Philharmoniker Hamburg

Brahms` Doppelkonzert und Strauss` Zarathustra

 
Viviane Hagner, Jan Vogler und Simone Young im 7. Philharmonischen Konzert
 
Am 6./7. April 2014 präsentieren Simone Young, Viviane Hagner und Jan Vogler das Doppelkonzert für Violine und Violoncello von Johannes Brahms in der Laeiszhalle. Daneben steht eine Bach-Bearbeitung von Anton Webern sowie Richard Strauss` »Also sprach Zarathustra« auf dem Programm.
 
Brahms` Doppelkonzert zählt zum Spätwerk des Komponisten. Trotz der enormen technischen Schwierigkeiten fordert das Stück vor allem den klugen, feinsinnigen Dialog zwischen zwei gleichberechtigten Solisten. Viviane Hagner debütierte bereits im Alter von 13 Jahren unter Zubin Metha und zählt seitdem zu den weltweit gefragtesten Geigenvirtuosinnen. Jan Vogler erhielt den Europäischen Kulturpreis, ist zweifacher ECHO-Preisträger und u.a. Duopartner von Hélène Grimaud.
 
In der zweiten Konzerthälfte dirigiert Simone Young mit Richard Strauss` »Also sprach Zarathustra« einen populären Klassiker der Musikgeschichte. Unzählige Male verwendet und adaptiert, etwa in Stanley Kubricks »2001: Odyssee im Weltraum« oder bei Bühnenshows von Elvis Presley, ist die majestätische Eröffnungs-Fanfare heute weltberühmt.
 
Viviane Hagner konzertiert mit Orchestern wie den Berliner Philharmonikern, dem Philharmonia Orchestra oder dem New York Philharmonic und arbeitet mit Dirigenten wie Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Ricardo Chailly oder Lorin Maazel. Als Kammermusikerin spielt sie mit ihrer Schwester Nicole Hagner sowie mit Daniel Müller-Schott und Jonathan Gilad. In der Reihe »Philharmonie stellt vor« trat Viviane Hagner bereits 1989 unter dem kürzlich verstorbenen ehemaligen Hamburger GMD Gerd Albrecht auf. 1997 gastierte sie mit Johannes Brahms` Violinkonzert bei den Philharmonikern.
 
Jan Vogler ist nicht nur einer der herausragenden deutschen Cellisten, sondern auch Künstlerischer Leiter des Moritzburg Festivals bei Dresden und Intendant der Dresdner Musikfestspiele. Als Solist arbeitete er mit dem New York Philharmonic, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, den Wiener Symphonikern, den Münchner Philharmonikern, dem Montreal Symphony Orchestra oder mit dem DSO Berlin. Vogler spielt ein Stradivari-Cello von 1707 sowie das Domenico Montagnana »Ex-Hekking« von 1721. Mit diesem Konzert debütiert er bei den Philharmonikern Hamburg.
 
 
7. Philharmonisches Konzert
So, 6. April 2014, 11 Uhr, Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
Mo, 7. April 2014, 20 Uhr, Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
 
Johann Sebastian Bach / Anton Webern: Fuga (2. Ricercata) a 6 voci aus dem »Musikalischen Opfer« BWV 1079
Johannes Brahms: Doppelkonzert für Violine, Violoncello und Orchester a-Moll op.102
Richard Strauss: Also sprach Zarathustra op. 30
 
Simone Young, Dirigentin
Viviane Hagner, Violine
Jan Vogler, Violoncello
Philharmoniker Hamburg
 
Konzerteinführung mit Kerstin Schüssler-Bach
So, 6. April 2014, 10.15 Uhr, Laeiszhalle, Studio E
 
Schüler-Vorkonzert, moderiert von Burkhard Friedrich
Mo, 7. April 2014, 19.15 Uhr, Laeiszhalle, Studio E
 
»Also sprach Zarathustra: Wahnsinn und Utopie?« Ein Kompositionsprojekt. Die 12. Klasse Musik der Julius-Leber-Stadtteilschule hat sich von Richard Strauss zu einer eigenen Komposition inspirieren lassen und diese unter der Leitung der Komponistin Ruta Paidere im Musikunterricht erarbeitet. Weitere Infos unter www.klangradar3000.de
 
—| Pressemeldung Philharmoniker Hamburg |—

Frankfurt, Alte Oper Frankfurt, Chailly dirigiert das GEWANDHAUSORCHESTER, 10.03.2014

März 10, 2014 by  
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Alte Oper Frankfurt
Frankfurt / Alte Oper © IOCO

Frankfurt / Alte Oper © IOCO

Chailly dirigiert das GEWANDHAUSORCHESTER

 
GEWANDHAUSORCHESTER
RICCARDO CHAILLY Leitung
 
Gustav Mahler Sinfonie Nr. 7 e-Moll
 
Montag, 10. März 2014, Großer Saal, 20.00 Uhr
 
Tradition als Kraftquelle: Nur fünf Tage nach der Staatskapelle Dresden ist im März in der Alten Oper Frankfurt ein zweites Traditionsorchester zu erleben, das seit Jahrzehnten, sogar seit Jahrhunderten das musikalische Geschehen in Deutschland mit dominiert. Das Gewandhausorchester aus Leipzig, das älteste bürgerliche Konzertorchester im deutschsprachigen Raum. Seit 2005 hat der Italiener Riccardo Chailly das Amt des Gewandhauskapellmeisters inne. „Ich empfinde diese große Leipziger Tradition als Kraftquelle“, so Chailly. Denn: „Sie enthält zugleich den kollektiven Wunsch nach Erneuerung.
Das gefällt mir sehr – die Tradition zu erhalten, indem man sich gleichzeitig erneuert.“ Tradition durch Erneuerung – oder wie der Komponist Gustav Mahler es ausdrückte: „Tradition ist Bewahrung des Feuers und nicht Anbetung der Asche.“
 
Eine der großen, abendfüllenden Mahler-Sinfonien wird auch auf dem Programm stehen, wenn das von Riccardo Chailly angeführte Gewandhausorchester (und damit das mit derzeit etwa 185 Musikern weltweit größte Berufsorchester) am Montag, dem 10. März 2014, von 20.00 Uhr an im Großen Saal der Alten Oper Frankfurt auftreten wird. Die Siebte aus dem Jahr 1905 mit ihren zwei Nachtmusiken, dem tiefschwarzen Scherzo und dem ungewöhnlichen Triumphfinale ist eine der eigenwilligsten Mahler-Sinfonien, immer wieder faszinierend in ihrer Vielgestaltigkeit. „Meine Liebe zu Mahler hat er ganz konkret begründet“ – so würdigte Riccardo Chailly seinen kürzlich verstorbenen Freund Claudio Abbado. Unter Abbado war Chailly 1974 Zweiter Dirigent der Mailänder Scala geworden, deren Musikalische Leitung er parallel zu seinem Leipziger Amt ab 2015 übernehmen wird.
 
Mit freundlicher Unterstützung der Frankfurter Volksbank und der Gesellschaft der Freunde der Alten Oper Frankfurt
 
 
—| Pressemeldung Alte Oper Frankfurt |—

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