Bonn, Beethovenfest Bonn, Beethovenfest Bonn 2014: Götterfunken, von 06.09. bis 03.10.2014

April 7, 2014 by  
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Beethovenfest

Beethovenfest Bonn 2014 vom 6. September bis 3. Oktober unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft

 

»Götterfunken«

Das Beethovenfest Bonn 2014 steht unter dem Motto »Götterfunken«. In 60 Veranstaltungen soll anschaulich gemacht werden, wie Musik das Publikum berührt und wozu Musik die Zuhörer bewegen kann – wie der »göttliche Funke« überspringt.  Das Motto vollendet eine dreijährige Erkundung, die 2012 mit dem Blick auf den Künstler begann – »Eigensinn« – und 2013 die Wandlungsprozesse von Künstler und Werk  beleuchtete – »Verwandlungen«. Das Beethovenfest Bonn 2014 ist das erste Festival unter der Leitung von Nike Wagner. Das Programm jedoch geht – bis auf zwei Programmpunkte zur Eröffnung und zum Abschluss – auf ihre Vorgängerin Ilona Schmiel zurück.
 
Das Beethovenfest beginnt nun jährlich mit einem neuen Veranstaltungsformat, der »Eröffnungsmatinee«. Am Vormittag des Eröffnungskonzertes lädt die Intendantin zu einem Vortrag, in dem sie über die Saison 2014 Aufschluss gibt sowie über Fragen, die unsere Gegenwart betreffen.  
 
Den Abschluss bildet ein »theatraler Kongress«: Mit Künstlern verschiedener Sparten gestalten internationale Forscher ein sinnlich erfahrbares Ereignis aus Kunst, Musik und Wissenschaft. »Save the World« ist ein Projekt des Schauspiels Bonn in Kooperation mit dem Beethovenfest.
 
Das Beethovenfest Bonn 2014 bittet das Publikum zu vielfachen neuen Hörerfahrungen. Schwerpunkt Beethoven: es erklingen vier Beethoven-Zyklen. Andris Nelsons und das City of Birmingham Symphony Orchestra spielen alle neun Symphonien an vier aufeinander folgenden Abenden. Das Mahler Chamber Orchestra kommt mit Leif Ove Andsnes auf seiner »Beethoven Journey« nach Bonn: in drei Konzerten kombinieren sie Beethovens fünf Klavierkonzerte und seine »Chorfantasie« mit einem je einem Werk von Igor Strawinski. Leonidas Kavakos spielt gemeinsam mit Enrico Pace alle zehn Violinsonaten von Ludwig van Beethoven, dazu Werke der zeitgenössischen Komponistin Lera Auerbach. Das Borodin Quartet vollendet seinen 2012 begonnen Beethoven-Streichquartett-Zyklus.
 
Schwerpunkt Streichquartett: Ausgehend vom Zeit-Signal 2014 lenken wir an einem Wochenende den Blick auf Werke der Jahre 1814, 1914 und 2014. Interpreten sind drei junge Quartette – das Bennewitz Quartet, das Heath Quartet und das Quatuor Zaïde. Zusammen mit dem renommierten Kuss Quartett gestalten sie in unterschiedlichen Besetzungen sechs ambitionierte Programme.
 
Beziehungen zwischen Westeuropa und dem Nahen Osten thematisiert das Beethovenfest in einem dreiteiligen Projekt mit dem Titel »Divan of song«. Goethes Gedichtzyklus »West-östlicher Divan«, stand Pate für diese ungewöhnlichen Abende, die der Pianist und Liedbegleiter Burkhard Kehring exklusiv für das Beethovenfest Bonn zusammengestellt hat. Beim »Divan of song« erklingen Uraufführungen von Param Vir, Hannah-Hanbiel Choi und Myung-Sun Lee.
 
Weitere Uraufführungen sind bei zwei Kooperationen des Beethovenfestes mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zu hören. Im Auftrag von Beethovenfest Bonn, Ensemble Resonanz und Alte Oper Frankfurt hat Helmut Oehring »GOYA III. Veía la mano, pero como alelado« für 18 Streicher komponiert. Philipp Maintz schreibt im Auftrag des Beethovenfestes ein neues Werk für Klavier und Ensemble. Die Ausführenden sind Solisten des Ensembles musikFabrik und Mitglieder des Studio musikFabrik unter der Leitung von Peter Veale.
 
Das Beethovenfest Bonn 2014 präsentiert große Orchester der internationalen Musikszene, darunter Lorin Maazel und die Münchner Philharmoniker, das London Symphony Orchestra mit Sir John Eliot Gardiner, Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen mit Paavo Järvi sowie Yannick Nézet-Séguin und das Rotterdams Philharmonisch Orkest. Zu den Solisten, die beim Beethovenfest Bonn 2014 gastieren, gehören Isabelle Faust, Jean-Guihen Queyras, Kristian Bezuidenhout, Waltraud Meier, Jan Lisiecki, Gautier Capuçon, Arcadi Volodos und die Schauspielerin Hannelore Elsner.
 
Beim Beethovenfest Bonn 2014 unter der Schirmherrschaft von Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sind 39.000 Eintrittskarten für 60 Veranstaltungen im Hauptprogramm in 21 Spielstätten in Bonn und Umgebung im Verkauf. Ermöglicht wird dies durch die Zuwendung der Bundesstadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises sowie durch die projektbezogene Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Auswärtigen Amtes. Die Hauptsponsoren Deutsche Post DHL, Deutsche Telekom, Sparkasse KölnBonn und Deutsche Welle sowie eine große Anzahl von Eventsponsoren und Stiftungen fördern das Beethovenfest Bonn.
 
—| Pressemeldung Beethovenfest Bonn |—

Bremen, Die Glocke, Spielplan September 2013

August 15, 2013 by  
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Die Glocke Bremen

Spielplan September 2013

 
Sonntag 01.09.2013 20.00 Uhr Großer Saal
 
24. Musikfest Bremen 2013 – „Schicksalsmusik“
  
Giuseppe Verdi: Ouvertüre aus »La forza del destino«, Salice & Ave Maria der Desdemona aus »Otello«
Peter Iljitsch Tschaikowsky: Briefszene der Tatiana aus »Eugen Onegin« op. 24
Antonín Dvorák: Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88
 
City of Birmingham Symphony Orchestra
Kristine Opolais, Sopran
Andris Nelsons, Dirigent
 
 
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Mittwoch 04.09.2013 20.00 Uhr Großer Saal
 
24. Musikfest Bremen 2013 – „Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner“
  
Richard Wagner: Vorspiel und
1. Szene aus »Das Rheingold«, Walkürenritt (Orchesterversion) und Wotans Abschied und Feuerzauber aus »Die Walküre«, Siegfried-Idyll (Konzertversion) aus »Siegfried«, Siegfrieds Rheinfahrt, Trauermarsch und Schlussgesang der Brünnhilde (»Starke Scheite schichtet mir dort«) aus »Die Götterdämmerung«
 
Bremer Philharmoniker
Solisten
Markus Poschner, Dirigent
 
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Samstag 07.09.2013 20.00 Uhr Großer Saal
  
24. Musikfest Bremen 2013 – „Metropole Orkest meets Kurt Elling“
 
Metropole Orkest
Kurt Elling, Gesang
Jules Buckley, Leitung
 
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Dienstag 10.09.2013 20.00 Uhr Großer Saal
 
24. Musikfest Bremen 2013 – „Klavierabend“
  
Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 3 a-Moll BWV 827
Ludwig van Beethoven: Sonate D-Dur op. 10/3
Frédéric Chopin: Nocturne As-Dur op. 32/2, Zwei Polonaisen op. 40, Drei Mazurkas op. 63, Scherzo cis-Moll op. 39
 
Rafal Blechacz, Klavier
 
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Freitag 13.09.2013 20.00 Uhr Großer Saal
 
24. Musikfest Bremen 2013 – „Liederabend“
  
Lieder von Johannes Brahms und Richard Strauss
 
Christine Schäfer, Gesang
Eric Schneider, Klavier
 
 
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Samstag 14.09.2013 18.00 Uhr Großer Saal
 
24. Musikfest Bremen 2013 – „L’incoronazione di Dario“
  
Antonio Vivaldi: »L’incoronazione di Dario« (konzertant)
 
Accademia Bizantina
Anders Dahlin, Dario
Sara Mingardo, Statira
Delphine Galou, Argene
Riccardo Novaro, Niceno
Lucia Cirillo, Oronte
Sofia Soloviy, Arpago
Giuseppina Bridelli, Flora
Roberta Mameli, Alinda
Ottavio Dantone, Dirigent
 
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Dienstag 17.09.2013 19.30 Uhr Kleiner Saal
 
Wissensforum – Von den Besten profitieren
Die 10-teilige Vortragsreihe mit Top-Referenten –
  
Dr. med. Stefan Frädrich „Das Günter-Prinzip“
 
Dr. med. Stefan Frädrich, Experte für erfolgreiche Selbstmotivation, TV-Coach und Bestsellerautor
 
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Freitag 20.09.2013 19.30 Uhr Großer Saal
 
Show Ballett „Todes“
  
Jubiläumstournee des Show Balletts „Todes“ unter der Leitung von Alla Duhova
 
 
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Samstag 21.09.2013 19.30 Uhr und Sonntag 22.09.2013 15.30 und  19.30 Uhr Großer Saal
 
musica viva
 
Festliches Eröffnungskonzert
 
Solisten internationaler Opernhäuser
musica viva Chor & Orchester
Nicolas Hrudnik, Dirigent
 
 
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Mittwoch 25.09.2013 20.00 Uhr Großer Saal
 
24. Musikfest Bremen 2013 – Sonderkonzert: „Fidelio“
  
Ludwig van Beethoven: »Fidelio« op. 72 (halbszenisch)
 
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Detlef Roth, Don Fernando Evgenij Nikitin, Don Pizzaro Emily Magee, Leonore Burkhard Fritz, Florestan Dmitri Ivashchenco, Rocco Mojca Erdmann, Marzelline Julian Prégardien, Jacquino
Ulrich Tukur, Sprecher
Deutscher Kammerchor
Paavo Järvi, Dirigent
 
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Samstag 28.09.2013 14.00 Uhr Foyer
 
GLOCKE Backstage – Besucherführung
  
Die Glocke – Hinter den Kulissen
 
Glocke-Team
 
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Sonntag 29.09.2013 15.30 Uhr Kleiner Saal
 
Bremer Kaffeehaus-Orchester
  
Herbstkonzert
 
Leidenschaftliche Kaffeehausmusik zum Träumen und Genießen
 
Klaus Fischer: Flöte, Piccolo, Klarinette, Saxophon
Constantin Dorsch: Violine
Gero John: Cello
Anselm Hauke: Kontrabass
Johann Grundhoff: Violine
 
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Montag 30.09.2013 und Dienstag 01.10.2013 20.00 Uhr Großer Saal
 
1. Philharmonisches Konzert „Eine große Nachtmusik“
 
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 7 e-Moll
 
Bremer Philharmoniker
Markus Poschner, Dirigent
 
 
—| Pressemeldung Die Glocke |—

Dresden, Staatskapelle Dresden, Andris Nelsons debütiert am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden, 07./08./09.07.2013

Juli 5, 2013 by  
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Sächsische Staatskapelle Dresden

Semperoper Dresden © Matthias Creutziger

Semperoper Dresden © Matthias Creutziger

Andris Nelsons debütiert am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden

Sächsische Staatskapelle Dresden / Andris Nelsons © Marco Borggreve

Sächsische Staatskapelle Dresden / Andris Nelsons © Marco Borggreve

  

Seit einigen Jahren zählt Andris Nelsons zu den gefragtesten Dirigenten der internationalen Musikszene. 1978 in Riga geboren, begann er seine Karriere als Trompeter im Orchester der Lettischen Nationaloper, außerdem erhielt er diverse Preise als Sänger. Nach Stationen bei der Nordwestdeutschen Philharmonie in Herford und an der Lettischen Staatsoper übernahm er 2008 die Leitung des City of Birmingham Symphony Orchestra und damit erstmals eine Chefposition bei einem internationalen Spitzenorchester. Als Gastdirigent steht er inzwischen regelmäßig am Pult der Berliner und Wiener Philharmoniker, des Concertgebouw Orchestra Amsterdam, des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks sowie der Orchester in London und New York. Eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn zudem mit dem Royal Opera House Covent Garden London, der New Yorker MET, den Staatsopern in Wien und Berlin sowie den Festspielen in Bayreuth. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Andris Nelsons zur Saison 2014/2015 in der Nachfolge von James Levine die Position des Chefdirigenten beim  Boston Symphony Orchestra, einem der amerikanischen »Big Five«, übernehmen wird.
 
Sächsische Staatskapelle Dresden / Andris Nelsons © Marco Borggreve

Sächsische Staatskapelle Dresden / Andris Nelsons © Marco Borggreve

Im Rahmen des 12. Symphoniekonzerts gibt Andris Nelsons nun auch sein lang erwartetes Debüt am Pult der Sächsischen Staatskapelle Dresden (7., 8. und 9. Juli 2013). Dafür hat er sich als Hauptwerk die 5. Symphonie von Dmitri Schostakowitsch ausgesucht – ein doppelbödiges, abgründiges Werk, das der Komponist offiziell als »schöpferische Antwort auf eine berechtigte Kritik« bezeichnete, dem aber umso mehr im Verborgenen Anklage und Trauer eingeschrieben sind.

 
Ähnlich hintersinnig – wenngleich auf andere Art – komponierte vielleicht nur noch der von Schostakowitsch hoch verehrte Joseph Haydn, dessen 90. Symphonie in C-Dur Andris Nelsons bei seinem Kapell-Debüt zum Auftakt dirigiert.
 
MDR Figaro und MDR Klassik übertragen das Konzert am 9. Juli ab 20.05 Uhr live.
 
Bereits am Samstag, 6. Juli 2013, stellt sich Andris Nelsons im Rahmen der Reihe »Kapelle im Gespräch« den Fragen des Konzertdramaturgen der Staatskapelle, Tobias Niederschlag. Karten zum Preis von 6,50 € sind an der Tageskasse erhältlich. Das Gespräch findet im Oberen Rundfoyer der Semperoper statt und beginnt um
15 Uhr.
 
12. Symphoniekonzert
 
Sonntag, 7. Juli 2013, 11 Uhr
Montag, 8. Juli 2013, 20 Uhr
Dienstag, 9. Juli 2013, 20 Uhr
Semperoper Dresden
 
Joseph Haydn
Symphonie C-Dur Hob. I:90
Dmitri Schostakowitsch
Symphonie Nr. 5 d-Moll op. 47
 
Kostenlose Einführungen jeweils 45 Minuten vor Konzertbeginn im Opernkeller der Semperoper
 
Live-Übertragung am Dienstag, 9. Juli 2013, ab 20.05 Uhr auf MDR Figaro und MDR Klassik.
 
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Staatskapelle im Gespräch
 
Samstag, 6. Juli 2013, 15 Uhr
Semperoper, Oberes Rundfoyer
 
Andris Nelsons im Gespräch mit Tobias Niederschlag
 
Eintritt: 6,50 € 
 
 
—| Pressemeldung Sächsische Staatskapelle Dresden |—

Dortmund, Konzerthaus Dortmund, Jubiläumskonzert Gustav Mahler II. Sinfonie, IOCO Kritik, 08.09.2012

September 11, 2012 by  
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Kritik

Konzerthaus Dortmund

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Konzerthaus Dortmund © Daniel Sumesgutner

Jubiläumskonzert  zur Spielzeiteröffnung am 08.09. 2012

Gustav Mahler “II. Sinfonie“

Chorus und City of Birmingham Symphony Orchestra, Andris Nelsons

Lucy Crowe, Sopran  –  Mihoko Fujimura, Mezzosopran

Konzerthaus Dortmund / Andris Nelsons - Conductor © Marco Borggreve

Konzerthaus Dortmund / Andris Nelsons – Conductor © Marco Borggreve

”So klingt nur Dortmund”. Dieser stolze, selbstbewusste Slogan hatte am letzten Sonnabend, dem Tag des 10-jährigen Jubiläums des Konzerthauses, seine volle Berechtigung.

Das Dortmunder Konzerthaus wurde Anfang September 2002 mit einem Gastspiel des Deutschen Sinfonieorchesters Berlin, unter der Leitung von Kent

Nagano, eröffnet. Gründungsintendant Ulrich Andreas Vogt bescherte den Besuchern aus Dortmund und dem Umland ein Highlight nach dem anderen. Erinnert sei an den konzertanten “Wagner-Ring“ unter Hans Wallat, die “Elektra“ unter Siegfried Köhler, den Liederabend von Bo Skofhus und Waltraud Meier, die Gastspiele der Dresdner Philharmoniker unter Marek Janowski, das Gewandhausorchester Leipzig unter Herbert Blomstedt und viele hochkarätige Veranstaltungen mehr.

Vogt demissionierte zum 31. 5. 05. Sein Nachfolger Benedikt Stampa setzte die Erfolgsserie fort und konnte bis heute viele herausragende Abende präsentieren. Sieht man die Namen der Künstler in der Broschüre der nun begonnenen Spielzeit, kommt Vorfreude auf.

Das Eröffnungskonzert, gleichzeitig das Jubiläumskonzert, mit der monumentalen 2. Sinfonie von Gustav Mahler, wurde zu einem unvergessenen Ereignis. Zum einen erklang das Werk zum ersten Mal im Konzerthaus und zum anderen in einer kaum zu übertreffenden Interpretation des City of Birmingham Symphony Orchestras und des wirklich grandiosen CBSO-Chorus, unter ihrem jungen Chefdirigenten, dem Letten Andris Nelsons. Nelsons und sein Orchester sind keine Unbekannten mehr in Dortmund. Schon einige Male gastierten sie in der westfälischen Metropole.

Mahlers 2. Sinfonie, 1894 komponiert und am 13. Dezember 1895 in Berlin uraufgeführt, ist ein gewaltiges Werk, das im Instrumentalen, wie auch im Vokalen höchste Ansprüche an die Interpreten stellt.

Den einleitenden Satz, Allegro Maestoso, nimmt Nelsons langsam, “feierlich“ wie gewünscht von Mahler, um dann in den mächtigen, dramatischen Gipfelungen kantig, ja harsch zu werden. Ganz wunderbar gerieten die kontrastreichen Wechsel in den einzelnen Gruppen. Insbesondere, wenn er das gigantische Ringen dieser “Totenfeier“ den sanften, lyrischen Kantilenen des Seitenthemas gegenüber stellt.

Nach diesem Satz waren ein paar Minuten Pause, Mahler forderte 5 Minuten. Sehr innig modulierte Nelsons den Ländler; die Gemächlichkeit hatte große Spannung.

Sehr feierlich getragen begann der 4. Satz “Urlicht“. Die Japanerin Mihoko Fujimura sang dieses Lied aus der Wunderhorn-Sammlung mit ihrem dunkel getönten Alt mit gutem Ausdruck, klar und schlicht, wenngleich mit winzigen Intonationstrübungen. Kraftvoll, ihrer Stimme angemessen, gestaltete sie im 5. Satz “Auferstehung“ ihren Part.

Unter die Haut ging die Leistung des Chores, der ganz Pianissimo seine Strophe “Auferstehen, ja auferstehen wirst du“ sang um dann, ohne Substanzverlust,  im Finale kraftvoll im Fortissimo zu bestehen.

Aus diesem Tutti löste sich ganz schwebend und sphärisch das erste Sopransolo. Die glockenklare Stimme der englischen lyrischen Sopranistin Lucy Crowe machte daraus ein Ereignis. Die Stimmen der beiden Solistinnen harmonierten gut.

Im Finale entfesselte Nelsons mit dem ganzen Apparat einen Klangrausch, wuchtig und hart an der Schmerzgrenze aber beeindruckend in der kraftvollen Wiedergabe.

Das Publikum im voll besetzten Haus feierte alle Mitwirkenden emphatisch und mit stehenden Ovationen.

IOCO / UGK / 08.09.2012

—| IOCO Kritik Konzerthaus Dortmund |—

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