Hannover, Staatsoper Hannover, Spielzeit 2020/21 – Laura Bermann stellt vor, IOCO Aktuell, 24.05.2020

Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

  Spielzeit 2020/21  –  19.9. Eröffnungspremiere – The Greek Passion
– Der Kompass schwankt –

Intendantin Laura Berman, Ballettdirektor Marco Goecke, designierter Generalmusikdirektor Stephan Zilias  –  stellen vor

Die Intendantin der Staatsoper Hannover Laura Berman hat gemeinsam mit Ballettdirektor Marco Goecke und dem designierten Generalmusikdirektor Stephan Zilias das Programm der Spielzeit 2020/21 unter dem Motto  Der Kompass schwankt  vorgestellt. „Als wir uns für Der Kompass schwankt als Motto für die Spielzeit 2020/21 entschieden haben, war Covid-19 noch unbekannt. Wir beobachteten um uns eine Welt, die auf der Suche war: auf der Suche nach Wertekriterien, die zunehmend fließend zu sein schienen. Dann überholte uns die Wirklichkeit einer Pandemie, und der Kompass kam mehr denn je ins Schwanken. Wir präsentieren im Moment darum ein bisschen unseren Traum: Denn ob alles so stattfinden kann, wie wir es uns im Moment wünschen, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten erst noch zeigen“, ist sich Intendantin Laura Berman bewusst.

Zehn Opern-Neuproduktionen sowie 16 Wiederaufnahmen, drei neue Ballettabende mit drei Wiederaufnahmen, acht Sinfoniekonzerte, drei Kinderkonzerte, sowie Sonderprogramme sollen ab Herbst 2020 auf die Bühne gebracht werden. Durch die Corona-Pandemie sind Premieren ausgefallen, konnten Proben nicht stattfinden und mussten ganze Produktionen abgesagt werden. Dies wirkt sich auch auf die Spielzeit 2020/21 und sowie die folgenden aus. So werden vier Produktionen in der neuen Spielzeit zur Premiere kommen, die ursprünglich für diese Jahreshälfte geplant waren – so wird die Eröffnungspremiere der Saison am 19.09. Bohuslav Martinus Oper The Greek Passion in einer Inszenierung von Barbora  Horáková  sein, die eine Woche vor ihrer ursprünglichen Premiere im März abgesagt werden musste und  Der Mordfall Halit Yozgat von Ben Forst kommt 2021 zur Uraufführung. Auch die Neukreation Der Liebhaber von Ballettdirektor Marco Goecke nach Marguerite Duras wird nun endlich zu sehen sein. Die Uraufführung ist für Januar 2021 geplant.

Tristan und Isolde  – 2020/21 wieder auf dem Spielplan
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In der Oper werden weiterhin bekannte Dirigenten und Regienamen sowie neue künstlerische Handschriften zu erleben sein. Musical-Kultregisseur bringt Stephen Sondheim Thriller Sweeney Todd ins Opernhaus, Joe Hill-Gibbins und der renommierte Dirigent Christoph Gedschold nehmen sich Heribert Reimanns höchst theatralischer Oper Lear an und Regisseur Martin G. Berger kehrt gemeinsam mit Michele Spotti nach Hannover zurück, um die Spielzeit mit Così fan tutte zu beschließen. Hannovers neuer Generalmusikdirektor wird in zwei Neuproduktionen die musikalische Leitung übernehmen und gemeinsam mit Hausregisseurin Barbora Horáková Bizets Carmen und zusammen mit Immo Karaman Giuseppe Verdis Otello erarbeiten.

Für junges Publikum steht mit Humanoid, einer Science-Fiction-Oper des gefeierten Komponisten Leonard Evers, unter anderem eine Deutsche Erstaufführung neben der märchenhaften Gänsemagd von Iris ter Schiphorst auf dem Programm im Ballhof. Stimmen, eine Veranstaltungsreihe über die Kraft des Singens geht in ihre zweite Saison, ebenso die kleine Themenschwerpunktreihe mit Festival: Dämonen. Darüber hinaus kehrt selbstverständlich der Opernball im Februar 2021 zurück ins Opernhaus.

Die Balletcompagnie bringt zwei dreiteilige Abende zur Premiere und gibt damit dem Publikum die Möglichkeit, höchst unterschiedliche Choreographien von Lukáš Timulak, Ji?í Kylián, Juliano Nunes, Shahar Binyamini, Paul Lightfoot  und Sol León zu erleben. Das Feld an erstklassigen Choreograph*innen, die Ballettdirektor Marco Goecke nach Hannover einlädt, wird während der OsterTanzTage 2021 noch erweitert.

In den Sinfoniekonzerten stehen neben Künstler*innen des Opernensembles und des Staatsorchesters, international renommierte Gäste gemeinsam mit dem Niedersächsischen Staatsorchester auf der Bühne. Neben Generalmusikdirektor Stephan Zilias werden Nuno Cuelho, Baldur Brönnimann, Michele Spotti, Roland Kluttig und Alondra de la Parra die Konzerte dirigieren. Stephan Zilias eröffnet die Spielzeit mit dem Konzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover am 05.09. und wird gemeinsam mit seinem Orchester, Solist*innen der Staatsoper, dem Chor, Extrachor und dem weltweit gefeierten französischen Tenor Benjamin Bernheim Ausschnitte aus dem Programm der Spielzeit präsentieren.

Ein besonderes Projekt wird im Februar 2021 in Hannover zu sehen sein: Staatsoper und Produktionshaus, Staatsorchester und experimentelles Musikensemble tun sich zusammen, um mit klassischem Orchesterrepertoire neue Darstellungsformen von Musik als Musiktheater erproben. Bei Neun, gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, wird Orchestermusik im performativen Rahmen neu erfahrbar.

„Welche Aspekte unseres Lebens fließen in diese Maßstäbe ein, deren Konsequenzen eine gesellschaftliche Moral erst bilden? Welche Regeln geben wir unserem Zusammenleben? Kunst, Kultur und Theater sind die Orte, an denen sich die Gesellschaft gedanklich und emotional mit diesen Fragen beschäftigen kann – auch das wird angesichts der Pandemie noch einmal besonders klar. Gemeinsam mit meinem ganzen Team lade ich Sie ein, sich mit uns auf Richtungssuche zu begeben und die Ausschläge der Kompassnadel zu beobachten und zu diskutieren,“ freut sich Laura Berman auf die neue Spielzeit.

Dazu ist die Staatsoper der Ort, an dem sich die diverse Stadtgesellschaft begegnen kann. Über die Produktionen hinaus und packt  Xchange, die Vermittlungsabteilung der Staatsoper Hannover, einen Rucksack voller Musik, Tanz und Ideen und geht mit Bürger*innen jeden Alters auf kreative Tuchfühlung: Vom Kinderfest in der Oper über Spielclubs bis hin zu Workshops für Senioren.

Die kommende Spielzeit wird aufgrund der Corona-Pandemie mit zahlreichen Auflagen und Schutzmaßnahmen einhergehen, dazu gehört vor allem die Reduzierung der Platzkapazitäten, um die vorgeschriebenen Abstandsregeln einzuhalten. Dies hat auch Auswirkungen auf das Abonnement-System der Staatstheater Hannover: Feste Sitzplätze und Terminserien können nicht gewährleistet werden, so dass die Festplatz-Abonnent*innen für die Spielzeit 2020/21 Gutscheine erhalten, mit denen sie flexibel Vorstellungen besuchen können. Anders als bisher gewohnt, werden die Vorstellungen der Staatsoper an vier Terminen in den Vorverkauf gehen – mit zwei Tagen exklusivem Vorkaufsrecht für Festplatz-Abonnent*innen.

OPER

Premieren

THE GREEK PASSION,  Oper von Bohuslav Martin? 19.09. – 30.10.2020 & 10.04. – 02.05.2021,  TEUFELS KÜCHE  Kochoper von Moritz Eggert AB 25.09.2020,  CARMEN Oper von Georges Bizet 24.10.2020 – 15.01.2021,  HUMANOID Science-Fiction-Oper von Leonard Evers,  DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG AB 30.10.2020,  SWEENEY TODD Musical-Thriller von Stephen Sondheim 04.12.2020 – 04.02.2021 & 13.06. – 13.07.2021,  DER MORDFALL HALIT YOZGAT  Oper von Ben Frost Koproduktion mit Schauspiel Hannover und Holland Festival URAUFFÜHRUNG  Frühling  2021,  OTELLO  Dramma lirico von Giuseppe Verdi 25.03. – 15.05.2021,  DIE GÄNSEMAGD Kinderoper von Iris ter Schiphorst AB 20.05.2021, LEAR Oper von Aribert Reimann 22.05. – 26.06.2021,  COSI FAN TUTTE Dramma giocoso von Wolfgang Amadeus Mozart 19.06. – 16.07.2021

Der Barbier von Sevilla – 2020/21 wieder auf dem Spielplan
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Wiederaufnahmen

DON GIOVANNI Dramma giocoso von Wolfgang Amadeus Mozart 09.09. – 16.10.2020, TRISTAN UND ISOLDE Musikdrama von Richard Wagner 11.10. – 07.11.2020,  HÄNSEL UND GRETEL, Märchenspiel von Engelbert Humperdinck 13.11. – 25.12.2020,  UND WIE KLINGST DU? Interkultureller Ohrenöffner AB 15.11.2020,  HEUTE ABEND: LOLA BLAU Musical von Georg Kreisler AB 05.12.2020,  LA JUIVE,  Oper von Fromental Halévy 30.01. – 19.02.2021,   KUCKUCK Oper für Babys bis 18 Monate AB 30.01.2021,  IL BARBIERE DI SIVIGLIA Opera buffa von Gioacchino Rossini 06. – 20.02.2021,  L’ELISIR D’AMORE,  Melodramma giocoso von Gaëtano Donizetti 21.02. – 26.03.2021,  ZÄHLEN UND ERZÄHLEN,  Musiktheater von Mauricio Kagel AB 25.02.2021,  DIALOGUES DES CARMELITES Oper von Francis Poulenc 05. – 27.03.2021,  KÖNIG HAMED UND PRINZESSIN SHERIFA,  Musiktheater von Zad Moultaka AB 21.03.2021, L’INCORONAZIONE DI POPPEA , Oper von Claudio Monteverdi 17.04. – 08.05.2021,  DIE ZAUBERFLÖTE,  Oper von Wolfgang Amadeus Mozart 29.04. – 21.05.2021,  LA BOHÈME,  Oper von Giacomo Puccini 13.05. – 10.06.2021,  DER FREISCHÜTZ, Oper von Carl Maria von Weber 29.05. – 30.06.2021

BALLETT  –  Premieren

Serge Nijinski Paris © IOCO

Serge Nijinski Paris © IOCO

RASTLOS,  Choreografien von Lukáš Timulak, Jirí Kylián und Juliano Nunes 08.11.2020 – 07.01.2021,  DER LIEBHABER,  Ballett von Marco Goecke frei nach Marguerite Duras URAUFFÜHRUNG 23.01. – 04.04.2021,  NACHTSCHWARZ UND WINDSCHIEF,  Choreografien von Shahar Binyamini, Paul Lightfoot & Sol León und Marco Goecke 24.04. – 15.06.2021

Ballett – Wiederaufnahmen

3 GENERATIONEN,  Choreografien von Emrecan Tanis,, Hans van Manen und Marco Goecke 13.09. – 10.10.2020,   NIJINSKI,  Ballett von Marco Goecke 12.12.2020 – 29.01.2021,   BEGINNING,  Choreografien von Medhi Walerski, Andonis Foniadakis und Marco Goecke 01.07. – 15.07.2021

KONZERTE

Sinfoniekonzerte

HEROES 1. Sinfoniekonzert 27. & 28.09.2020,  RITUAL 2. Sinfoniekonzert 01. & 02.11.2020 , SENTIMENT 3. Sinfoniekonzert 06. & 07.12.2020 , AERIALITY 4. Sinfoniekonzert 10. & 11.01.2021,  MYTHOS 5. Sinfoniekonzert 14. & 15.02.2021,  FRÜHLING 6. Sinfoniekonzert 11. & 12.04.2021 TRAGISCH  7. Sinfoniekonzert 30. & 31.05.2021 SOMMERNACHT 8. Sinfoniekonzert 17. & 18.07.2021

Festivals

OSTERTANZTAGE 2021 30.03. – 04.04.2021,  FESTIVAL:  DÄMONEN Einführungen, Nachgespräche, Gesprächsrunde, Filmreihe 16. – 18.04.2021,  OPEN STAGE Musikfestival 10.07.2021 & … DAS KINDERFEST IN DER OPER 17.01.2021,  NEUN – ABSCHIED Performance AB 13.02.2021,   OPERNBALL 26. & 27.02.2021

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—

Leipzig, Oper Leipzig, Die verkaufte Braut, Juni – November 2019

Juni 17, 2019 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

liebe hat ihren preis
Premiere von Bedrich Smetanas »Die verkaufte Braut«

Es ist ein tschechischer Sommernachtstraum, der in böhmische Dörfer führt, hinter deren Fassaden alte Traditionen und Bräuche Alltag und Leben der Menschen bestimmen. Nachdem Bedrich Smetana bei seinen Landsleuten als »Wagnerianer« verschrien war, wurde seine komische Oper „Die verkaufte Braut“ nach ihrer Uraufführung als tschechische Nationaloper gefeiert, die mit ihrer Musik der »böhmischen Volksseele« Ausdruck verschaffe. Sie wirkt als nostalgische Zeitreise, die viel mehr den menschlichen Mikrokosmos der dörflichen Welt als die große Nation in den Fokus nimmt. Gleichzeitig schuf der Komponist der »Moldau« mit diesem Werk eine klassische Spieloper, in der die Protagonisten nach vielen Verwicklungen und Intrigen schließlich zu einem glücklichen Ende finden.  Diese dramaturgisch entscheidenden Wendungen sind auch ein Grund, warum die Oper seit der deutschsprachigen Erstaufführung in Wien im Jahre 1893 im deutschsprachigen Raum traditionell in der deutschen Übersetzung auf die Bühne gebracht wird.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Marie (Magdalena Hinterdobler) soll mit Hilfe des Heiratsvermittlers Kezal (Sebastian Pilgrim) mit Wenzel (Sven Hjörleifsson), dem Sohn des Großgrundbesitzers Micha (Jean-Baptiste Mouret), verheiratet werden. Sie liebt jedoch Hans (Patrick Vogel), der sich vor Jahren aus der dörflichen Enge zurückgezogen hat, nun aber inkognito wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Um Maries Verheiratung mit Wenzel zu verhindern, schlägt Hans dem Heiratsvermittler einen Deal vor. Er verzichtet für Geld auf seine Marie, unter der Bedingung, dass dieses nur einen Sohn Michas ehelichen dürfe. Denn auch Hans entpuppt sich als ein Sohn des Großgrundbesitzers.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Mit Magdalena Hinterdobler (Marie), die vor Kurzem am Haus ihr umjubeltes Debüt als Rusalka gab, Patrik Vogel (Hans), Sven Hjörleifsson (Wenzel) und Sebastian Pilgrim (Kezal) geben gleich vier junge Ensemblemitglieder der Oper Leipzig ihr Rollendebüt in der Neuproduktion von »Die verkaufte Braut«. Christian von Götz, der an der Oper Leipzig bereits in Carl Maria von Webers »Der Freischütz« Regie führte, inszeniert die Geschichte der verkauften Braut als eine Zeitreise an den Anfang des 20. Jahrhunderts und verortet sie in der Enge dörflicher Beschaulichkeit, die streng nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten funktioniert, in der aber immer auch das Menschliche siegt. Für die die detailgetreuen, folkloristischen Kostüme, die Trachten modern interpretieren zeichnet Sarah Mittenbühler verantwortlich. Das Bühnenbild auf der Drehbühne stammt von Dieter Richter, der dem Leipziger Publikum durch seine Arbeiten für Dietrich W. Hilsdorf, u.a. »Die Entführung aus dem Serail« und «Nabucco«. Am Pult des Gewandhausorchesters steht der erste Kapellmeister Christoph Gedschold.

»Die verkaufte Braut« ist die letzte Opernpremiere der Spielzeit 2018/19 an der Oper Leipzig.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof


Premiere: Samstag, 15. Juni 2019, 19 Uhr
Weitere Aufführungen: 23. & 30. Juni / 25. August / 01. & 28. September / 06. Oktober / 16. November 2019 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)
Bedrich Smetana
Die verkaufte Braut
Komisches Singspiel in drei Akten | Text von Karel Sabina | Deutsch von Max Kalbeck (1893) | In deutscher Sprache mit Übertiteln
Leitung:
Musikalische Leitung Christoph Gedschold
Inszenierung Christian von Götz
Bühne Dieter Richter
Kostüme Sarah Mittenbühler
Licht Raoul Brosch
Choreinstudierung Alexander Stessin
Dramaturgie Christian Geltinger

Besetzung:

Marie Magdalena Hinterdobler | Hans Patrick Vogel | Wenzel Sven Hjörleifsson | Kezal Sebastian Pilgrim | Micha Jean-Baptiste Mouret | Kathinka Sandra Maxheimer | Agnes Sandra Janke | Esmeralda Bianca Tognocchi | Kruschina Franz Xaver Schlecht | Zirkusdirektor Springer Martin Petzold | Muff Jakob Kunath

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Leipzig, Leipziger Ballett, Magnificat – Stabat Mater, 09.02.2019

Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

  Magnificat – Stabat Mater –  Indigo Masala

 Leipziger Ballett – Mario Schröder

In der neuen Produktion von Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder treffen Johann Sebastian Bachs Magnificat und Giovanni Battista Pergolesis Stabat mater auf klassische indische Musik. Für die Premiere von Magnificat des Leipziger Balletts hebt sich am Samstag, 9. Februar 2019 der Vorhang auf der Bühne des Opernhauses. Schröder führt damit seine Auseinandersetzung mit der Bachschen Musik und seinem künstlerischen Erbe fort: Nach der Johannes-Passion ist dies die zweite choreografische Uraufführung von Mario Schröder zu einem musikalischen Werk von Johann Sebastian Bach. Schröder bricht Bachs Magnificat in seiner Neuinterpretation bewusst auf und spannt musikalisch einen Bogen hinein in unvertraute Klangräume. Die musikalische Leitung des Abends hat Christoph Gedschold, an dem neben dem Gewandhausorchester auch Steffi Lehmann und Susanne Krumbiegel (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Martin Petzold (Tenor), Dirk Schmidt (Bass), der Chor sowie der Kinderchor der Oper Leipzig beteiligt sind.

Leipziger Ballett / Ballett Magnificat - Stabar Mater © Ida Zenna

Leipziger Ballett / Ballett Magnificat – Stabar Mater hier_  Magnificat © Ida Zenna

Bach vertonte im Magnificat den biblischen Lobgesang der Maria 1723 als erste umfangreiche Komposition für Leipzig und schuf damit ein Werk voll revolutionärer Kraft. Immerhin preist Maria darin jenen Gott, der die Armen und Hungernden aufrichtet, die Reichen und Herrschenden aber entmachtet. Für Mario Schröder steht im Zentrum der Auseinandersetzung mit dem Werk die Hoffnung auf einen Neuanfang durch gemeinschaftliche Veränderung. Die Darstellung im Tanz soll die Musik Bachs erlebbar machen und der visuelle Eindruck neue Assoziationen im Hören ermöglichen. Im Gegensatz zu Bachs gesellschaftlicher Dimension, verhandelt Pergolesi in seinem Stabat mater, dem Klagegesang Marias am Kreuz Jesu, einen seelischen Zustand und ist ein intimes Zwiegespräch über das Leben und den Tod. Mit dem indischen Musiker Ravi Srinivasan und seiner Band Indigo Masala erhalten auch die Klänge Indiens Einzug in den Ballettabend.

Leipziger Ballett / Mario Schröder – hier Schwanensee
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Seit der Gründung 2005 spielt Indigo Masala ausschließlich eigene Stücke. Prägendster Einfluss war dabei zunächst die klassische indische Musik. Von dieser Basis aus hat das Trio klassische indische Spielideen neu vermessen, auch zahlreiche andere Stilistiken probiert und dabei eine eigene, pulsierende und virtuose Klangwelt geschaffen. Klassische indische Musik zeichnet sich durch eine prägnante Rhythmik aus, ist lebensbejahend und arbeitet verstärkt mit Improvisationen. In Kombination mit der europäischen Musiktradition sollen neue akustische Räume entstehen und die hörbare Verschiedenheit im Gemeinsamen ein Nachdenken über gesellschaftliche Vorgänge wie Intoleranz und Konkurrenzdenken anstoßen. Die Fusion der unterschiedlichen musikalischen Welten schafft einen Raum für Austausch und Begegnung, wo das Fremde, Andere und Neue nicht Angst hervorruft, sondern als Befreiung und Bereicherung empfunden wird.


Premiere: Samstag, 9. Februar 2019, 19 Uhr

Weitere Aufführungen: 16. & 22. Februar / 08., 29. & 31. März / 21. April / 14. & 16. Juni 2019 (mit Einführung 45 min vor Vorstellungsbeginn, Publikumsgespräche im Anschluss, außer Premiere)


Magnificat

Ballett von Mario Schröder | Musik von Johann Sebastian Bach, Giovanni Battista Pergolesi, Indigo Masala |Choreografische Uraufführung

Leitung
Choreografie Mario Schröder
Musikalische Leitung Christoph Gedschold
Bühne und Kostüm Paul Zoller
Dramaturgie Thilo Reinhardt, Elisabeth Kühne

Besetzung
Leipziger Ballett
Sopran 1 Steffi Lehmann | Sopran 2 Susanne Krumbiegel | Alt Marie Henriette Reinhold | Tenor Martin Petzold | Bass Dirk Schmidt
Chor der Oper Leipzig | Kinderchor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—

Köln, Oper Köln, Rusalka – Antonin Dvorak, 10.03.2019

Januar 31, 2019 by  
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Oper Köln

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Köln / StaatenHaus Oper Köln © Petra Moehle

Rusalka –  Antonín Dvorák

Premiere am 10. März 2019

Antonín Dvoráks 1901 in Prag uraufgeführte Märchenoper nimmt – so anrührend und pessimistisch ihre Handlung auch ist – durch berückende Stimmungsmalerei, ihren Reichtum an farbigen Melodien und große dramatische Wirkung für sich ein. Mit Rusalka gelang es Dvorák endlich auch seinen großen bühnendramatischen Impuls unter Beweis zu stellen.
Der musikalische Leiter Christoph Gedschold hat in jüngerer Zeit durch maßstabsetzende musikalische Interpretationen, u.a. an der Oper Frankfurt, auf sich aufmerksam gemacht. Regisseurin Nadja Loschky, Götz-Friedrich-Preisträgerin, ist eine der gefragtesten jungen Regisseurinnen.

Diese hochkarätig besetzte Produktion ist eine Kölner Erstaufführung. Die an allen großen Opernbühnen gefeierte Sopranistin Olesya Golovneva ist dem Kölner Publikum durch zahlreiche Interpretationen, u.a. als Violetta und Anna Bolena ein fester Begriff. Ihr zur Seite steht Mirko Roschkowski als Prinz. Der gefragte Tenor, mittlerweile u.a. als Lohengrin im Wagner-Fach angekommen, war zuletzt als Alfred in Strauß‘ Fledermaus an der Oper Köln zu erleben. Adriana Bastidas-Gamboa, Ensemblemitglied, verkörpert die fremde Fürstin, Samuel Youn, ebenfalls Ensemblemitglied und zugleich ein weltweit gefragter Bassbariton, wird den Wassermann geben.


Rusalka (Premiere)
So., 10. März › 18:00 Uhr
StaatenHaus, Saal 2

Besetzung:  Musikalische Leitung Christoph Gedschold, Inszenierung Nadja Loschky, Bühne Ulrich Leitner, Kostüme Irina Spreckelmeyer, Licht Nicol Hungsberg, Chorleitung Rustam Samedov, Dramaturgie Yvonne Gebauer, Georg Kehren

Mit:  Der Prinz › Mirko Roschkowski / Jeongki Cho / Dmytro Popov, Die fremde Fürstin › Adriana Bastidas-Gamboa, Rusalka › Olesya Golovneva / Ivana Rusko, Der Wassermann › Samuel Youn, Die Hexe › Dalia Schaechter, Der Heger › Insik Choi / Wolfgang Stefan Schwaiger, Der Küchenjunge › Vero Miller, 1. Elfe › Emily Hindrichs / Veronika Lee, 2. Elfe › Regina Richter, 3. Elfe › Judith Thielsen, Ein Jäger › Hoeup Choi, Chor der Oper Köln
Gürzenich-Orchester Köln

Premiere am 10. März 2019,   Weitere Vorstellungen, Mi, 13. März › 19:30 Uhr, Sa, 16. März › 19:30 Uhr, Fr, 22. März › 19:30 Uhr, So, 24. März › 16:00 Uhr, Do, 28. März › 19:30 Uhr, Sa, 30. März › 19:30 Uhr, Mi, 03. April › 19:30 Uhr, Fr, 05. April › 19:30 Uhr, So, 07. April › 18:00 Uhr

—| Pressemeldung Oper Köln |—

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