Leipzig, Oper Leipzig, Tobias Wolff – Neues Leitungsteam, IOCO Aktuell, 27.02.2021

Februar 27, 2021 by  
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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

OPER LEIPZIG – Ab Spielzeit 2022 – Neues Leitungsteam

Zum 01. August 2022 wird Tobias Wolff die Intendanz der Oper Leipzig übernehmen. Der designierte Intendant hat jetzt sein neues künstlerisches Leitungsteam vorgestellt: Operndirektorin und stellvertretende Intendantin wird Dr. Cornelia Preissinger. Marlene Hahn kommt als neue Chefdramaturgin von der Oper Graz. Der bereits seit 2015/16 in Leipzig engagierte Kapellmeister Christoph Gedschold wird unter der neuen Intendanz zum Musikdirektor berufen.

Tobias Wolff ist  noch bis Ende Mai 2021 Geschäftsführender Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, 2022/23 ist seine erste Saison als Intendant der Leipziger Oper. Das Programm und die Ausrichtung der Leipziger Saison 22/23 für Oper, Musikalische Komödie und Leipziger Ballett bereitet er zusammen mit seinem Leitungsteam vor und gibt es voraussichtlich im ersten Quartal 2022 bekannt.

Oper Leipzig / hier das neue Leitungsteam ab Spielzeit 2022 - oben links Tobias Wolff, Dr. Cornelia Preissinger, darunter Marlene Hahn, Christoph Gedschold © Oper Leipzig

Oper Leipzig / hier das neue Leitungsteam ab Spielzeit 2022 – oben links Tobias Wolff, Dr. Cornelia Preissinger, darunter Marlene Hahn, Christoph Gedschold © Oper Leipzig

Tobias Wolff –  ab Spielzeit 2022/23  – Intendant Oper Leipzig

Ein Studium der Musikwissenschaft am Trinity College in Cambridge 1995 bis 1998 setzte Tobias Wolff bis 2002 mit einer musikalischen Ausbildung Viola an der Folkwang Universität der Künste Essen und der Robert-Schumann Hochschule Düsseldorf fort. Das Internationale Beethovenfest in Bonn und die Deutsche Oper Rhein waren seine ersten beruflichen Stationen. Seit 2002 lebt er in Leipzig, wo er zunächst freiberuflich als Musiker, Konzertvermittler und Musikjournalist tätig war, u. a. für die Leipziger Volkszeitung und MDR Kultur. 2006 begann Tobias Wolff als Chefdramaturg und Marketingleiter am Theater Altenburg-Gera. Zur Saison 2010/11 übernahm er als Verwaltungsdirektor und erfolgreicher Krisenmanager die Geschäftsführung des Fünfspartenhauses.  Parallel schloss er eine Managementausbildung an der Handelshochschule Leipzig 2011 mit dem internationalen MBA ab und wurde noch im selben Jahr zum Geschäftsführenden Intendanten der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen berufen, einem der weltweit ältesten Festivals für Barockmusik.  Der Kulturmanager positionierte das Festival international neu, initiierte unkonventionelle Formate und förderte strategisch Nachwuchs und Musikvermittlung – u. a. belohnt mit gleich zwei Helpmann Awards, dem Förderpreis Musikvermittlung des Musiklandes Niedersachsen sowie mit einer EU-Förderung des von ihm mit-initiierten Stipendienprogramms eeemerging. Im Coronajahr 2020 engagierte Tobias Wolff sich kulturpolitisch als Mitbegründer und Sprecher des Forum Musik Festivals, einem Zusammenschluss von über 100 Festspielorganisationen deutschlandweit. Die Int. Händel-Festspiele Göttingen 2020 – mittlerweile verschoben auf September 2021 – feiern das 100jährige Bestehen des Festivals und sind auf Tobias Wolffs eigenen Wunsch die letzten in seiner Verantwortung.

Ab der Spielzeit 2022/2023 wird Tobias Wolff neuer Intendant und Erster Betriebsleiter der Oper Leipzig. Die Entscheidung der Auswahlkommission bestätigte die Ratsversammlung der Stadt Leipzig in ihrer Sitzung am 4. September 2019. Tobias Wolff wird die Position ab dem 1. August 2022 besetzen und damit die reguläre Nachfolge von Prof. Ulf Schirmer antreten.

Johann Sebastian Bach in Leipzig © IOCO - H Gallée

Johann Sebastian Bach in Leipzig © IOCO – H Gallée

 Cornelia Preissinger – 2022/23  – Operndirektorin / stellvertretende Intendantin

Cornelia Preissinger studierte Musikwissenschaft, Theaterwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur in München. Bereits für ihre Magisterarbeit an der LMU erhielt sie von der Richard-Strauss-Gesellschaft München 1989 den Förderpreis für NachwuchswissenschaftlerInnen. 1993 promovierte sie über Johannes Brahms’ vokale und instrumentale Gestaltungsprinzipien in „Vier ernste Gesänge“ Opus 121 – gefördert von der Studienstiftung des Deutschen Volkes und dem Freistaat Bayern.

Ihr beruflicher Werdegang umfasste seitdem Positionen als Operndirektorin, Disponentin und Dramaturgin in Opernhäusern wie der Deutschen Oper am Rhein, dem Landestheater Linz, dem Staatstheater Kassel und bis 2019 die Position als stellvertretende Intendantin an der Staatsoper Hannover. Als Dramaturgin verantwortete sie zahlreiche Neuproduktionen und Uraufführungen, begleitete Kammermusikreihen und initiierte neue Projekte der Musikvermittlung für Kinder und Erwachsene. Cornelia Preissinger ist in der Musikwelt auch bekannt als Autorin diverser Fachartikel und durch ihre Vorträge zu musikwissenschaftlichen und musikhistorischen Themen. Ehrenamtlich engagierte sie sich in Jury und Leitung des Wettbewerbs „Komponistinnen nach Frankfurt“, initiierte eine Konzertreihe der internationalen Forschungsstätte „Archiv Frau und Musik“ und war zudem Mitglied des Kuratoriums für die Freie Szene in Düsseldorf.

Marlene Hahn – 2022/23 – Chefdramaturgin

2022/23 wechselt Marlene Hahn als Chefdramaturgin an die Oper Leipzig und gehört zum Leitungsteam des neuen Intendanten Tobias Wolff.

Marlene Hahn absolvierte an der Universität Augsburg neben dem interdisziplinären Elitestudiengang Ethik der Textkulturen das Studium der Germanistik und Kunstgeschichte. Zuvor arbeitete sie bereits für ein Jahr in New York City im Bereich Marketing und Sales Management. Während ihres Doppelstudiums arbeitete sie für das jährliche Augsburger Brechtfestival und das Mozartfest und betreute als Regieassistentin verschiedene Opernproduktionen. Ein Jahr vor ihrem zweifachen Studienabschluss erhielt sie im Herbst 2010 eine Festanstellung als Dramaturgin im Bereich Musiktheater und Konzert am Staatstheater Augsburg und wurde 2015 mit dem Augsburger Theaterpreis ausgezeichnet. Darüber hinaus war sie von 2012 bis 2016 Künstlerische Leiterin des Augsburger Opernballs.

Seit 2015 ist Marlene Hahn als Dramaturgin im Bereich Musiktheater und Ballett an der Oper Graz engagiert, schreibt zudem eigene Stücke und führt Regie. Beispielsweise inszenierte sie 2017 die Operncollage „Hotel Elefant“ zur Grazer Kulturgeschichte und 2021 folgt Harrison Birtwistles zeitgenössische Oper The Corridor. Des Weiteren konzipierte sie Komponistenporträts für Kinderkonzerte, die sie in Augsburg, Graz und zum Beethoven-Jubiläumsjahr 2020 auch in Bonn erfolgreich auf die Bühne brachte. 2017 wurde sie vom Wagner Forum Graz zur Richard-Wagner-Stipendiatin ernannt. Zusätzlich ist Marlene Hahn Initiatorin und Moderatorin der Videoreihe „Klappe auf!“ der Oper Graz und Künstlerische Leiterin der Mitternachtsshow der Grazer Opernredoute.

Christoph Gedschold – 2022/23 – Musikdirektor

An der Oper Leipzig ist Christoph Gedschold seit der Spielzeit 2015/16 Kapellmeister und wird im Leitungsteam des neuen Intendanten Tobias Wolff 2022/23 die Position des Musikdirektors übernehmen.

Bereits während seines Klavier- und Dirigierstudiums in Leipzig und Hamburg korrepetierte der Pianist und Dirigent Christoph Gedschold im Rahmen des Internationalen Opernstudios am Opernhaus Zürich. 2002 wurde er Kapellmeister und Korrepetitor am Theater Luzern und arbeitete beim Lucerne Festival u. a. für Claudio Abbado, Mariss Janssons und Pierre Boulez. 2005 assistierte er Ulf Schirmer bei den Bregenzer Festspielen und wechselte an das Staatstheater Nürnberg. 2009 wurde er als Erster Kapellmeister an das Staatstheater Karlsruhe berufen. An der Oper Leipzig ist Christoph Gedschold seit der Spielzeit 2015/16 als Kapellmeister engagiert und dirigierte die Premieren von „Freischütz“, „Herzog Blaubarts Burg“, „Rusalka“, „Die verkaufte Braut“, „Pagliacci“ u. v. a.. Außerdem dirigiert er seit 2015 regelmäßig an weiteren großen Opernhäusern in Deutschland: Er leitete Premieren wie „Die Passagierin“ von Mieczysaw Weinberg an der Semperoper und an der Oper Frankfurt, in Köln die Premieren von „Rusalka“ und „Die Zauberflöte“. An der Opera de Oviedo, Spanien, dirigierte er die Premiere der „Götterdämmerung“. Hinzu kommen Repertoirestücke wie „Simon Boccanegra“, „La Traviata“, „Katja Kabanova“, „Manon Lescaut“ und „Die tote Stadt“ an der Staatsoper Hamburg, „Ariadne auf Naxos“ in Frankfurt, „Turandot“ in Köln sowie Dirigate an der Semperoper in Dresden.

Neben der regelmäßigen Zusammenarbeit mit dem Gewandhausorchester dirigierte Christoph Gedschold u. a. die Staatskapelle Dresden, die Hamburger Philharmoniker, das MDR-Sinfonieorchester, die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken und das Gürzenich-Orchester Köln. Gastspiele führten ihn u. a. zum Orchestre symphonique de Montréal, Sinfonieorchester Basel und nach Tokio zum New Japan Philharmonic. Auf CD präsentierte das Münchner Rundfunkorchester unter seiner Leitung die „Preis-Symphonie“ von Georg Schumann in Kooperation mit BR Klassik.

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Hannover, Staatsoper Hannover, Spielzeit 2020/21 – Laura Bermann stellt vor, IOCO Aktuell, 24.05.2020

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Staatsoper Hannover

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

Staatsoper Hannover © Marek Kruszewski

  Spielzeit 2020/21  –  19.9. Eröffnungspremiere – The Greek Passion
– Der Kompass schwankt –

Intendantin Laura Berman, Ballettdirektor Marco Goecke, designierter Generalmusikdirektor Stephan Zilias  –  stellen vor

Die Intendantin der Staatsoper Hannover Laura Berman hat gemeinsam mit Ballettdirektor Marco Goecke und dem designierten Generalmusikdirektor Stephan Zilias das Programm der Spielzeit 2020/21 unter dem Motto  Der Kompass schwankt  vorgestellt. „Als wir uns für Der Kompass schwankt als Motto für die Spielzeit 2020/21 entschieden haben, war Covid-19 noch unbekannt. Wir beobachteten um uns eine Welt, die auf der Suche war: auf der Suche nach Wertekriterien, die zunehmend fließend zu sein schienen. Dann überholte uns die Wirklichkeit einer Pandemie, und der Kompass kam mehr denn je ins Schwanken. Wir präsentieren im Moment darum ein bisschen unseren Traum: Denn ob alles so stattfinden kann, wie wir es uns im Moment wünschen, wird sich in den kommenden Wochen und Monaten erst noch zeigen“, ist sich Intendantin Laura Berman bewusst.

Zehn Opern-Neuproduktionen sowie 16 Wiederaufnahmen, drei neue Ballettabende mit drei Wiederaufnahmen, acht Sinfoniekonzerte, drei Kinderkonzerte, sowie Sonderprogramme sollen ab Herbst 2020 auf die Bühne gebracht werden. Durch die Corona-Pandemie sind Premieren ausgefallen, konnten Proben nicht stattfinden und mussten ganze Produktionen abgesagt werden. Dies wirkt sich auch auf die Spielzeit 2020/21 und sowie die folgenden aus. So werden vier Produktionen in der neuen Spielzeit zur Premiere kommen, die ursprünglich für diese Jahreshälfte geplant waren – so wird die Eröffnungspremiere der Saison am 19.09. Bohuslav Martinus Oper The Greek Passion in einer Inszenierung von Barbora  Horáková  sein, die eine Woche vor ihrer ursprünglichen Premiere im März abgesagt werden musste und  Der Mordfall Halit Yozgat von Ben Forst kommt 2021 zur Uraufführung. Auch die Neukreation Der Liebhaber von Ballettdirektor Marco Goecke nach Marguerite Duras wird nun endlich zu sehen sein. Die Uraufführung ist für Januar 2021 geplant.

Tristan und Isolde  – 2020/21 wieder auf dem Spielplan
youtube Trailer Staatsoper Hannover
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In der Oper werden weiterhin bekannte Dirigenten und Regienamen sowie neue künstlerische Handschriften zu erleben sein. Musical-Kultregisseur bringt Stephen Sondheim Thriller Sweeney Todd ins Opernhaus, Joe Hill-Gibbins und der renommierte Dirigent Christoph Gedschold nehmen sich Heribert Reimanns höchst theatralischer Oper Lear an und Regisseur Martin G. Berger kehrt gemeinsam mit Michele Spotti nach Hannover zurück, um die Spielzeit mit Così fan tutte zu beschließen. Hannovers neuer Generalmusikdirektor wird in zwei Neuproduktionen die musikalische Leitung übernehmen und gemeinsam mit Hausregisseurin Barbora Horáková Bizets Carmen und zusammen mit Immo Karaman Giuseppe Verdis Otello erarbeiten.

Für junges Publikum steht mit Humanoid, einer Science-Fiction-Oper des gefeierten Komponisten Leonard Evers, unter anderem eine Deutsche Erstaufführung neben der märchenhaften Gänsemagd von Iris ter Schiphorst auf dem Programm im Ballhof. Stimmen, eine Veranstaltungsreihe über die Kraft des Singens geht in ihre zweite Saison, ebenso die kleine Themenschwerpunktreihe mit Festival: Dämonen. Darüber hinaus kehrt selbstverständlich der Opernball im Februar 2021 zurück ins Opernhaus.

Die Balletcompagnie bringt zwei dreiteilige Abende zur Premiere und gibt damit dem Publikum die Möglichkeit, höchst unterschiedliche Choreographien von Lukáš Timulak, Ji?í Kylián, Juliano Nunes, Shahar Binyamini, Paul Lightfoot  und Sol León zu erleben. Das Feld an erstklassigen Choreograph*innen, die Ballettdirektor Marco Goecke nach Hannover einlädt, wird während der OsterTanzTage 2021 noch erweitert.

In den Sinfoniekonzerten stehen neben Künstler*innen des Opernensembles und des Staatsorchesters, international renommierte Gäste gemeinsam mit dem Niedersächsischen Staatsorchester auf der Bühne. Neben Generalmusikdirektor Stephan Zilias werden Nuno Cuelho, Baldur Brönnimann, Michele Spotti, Roland Kluttig und Alondra de la Parra die Konzerte dirigieren. Stephan Zilias eröffnet die Spielzeit mit dem Konzert zugunsten der Stiftung Staatsoper Hannover am 05.09. und wird gemeinsam mit seinem Orchester, Solist*innen der Staatsoper, dem Chor, Extrachor und dem weltweit gefeierten französischen Tenor Benjamin Bernheim Ausschnitte aus dem Programm der Spielzeit präsentieren.

Ein besonderes Projekt wird im Februar 2021 in Hannover zu sehen sein: Staatsoper und Produktionshaus, Staatsorchester und experimentelles Musikensemble tun sich zusammen, um mit klassischem Orchesterrepertoire neue Darstellungsformen von Musik als Musiktheater erproben. Bei Neun, gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, wird Orchestermusik im performativen Rahmen neu erfahrbar.

„Welche Aspekte unseres Lebens fließen in diese Maßstäbe ein, deren Konsequenzen eine gesellschaftliche Moral erst bilden? Welche Regeln geben wir unserem Zusammenleben? Kunst, Kultur und Theater sind die Orte, an denen sich die Gesellschaft gedanklich und emotional mit diesen Fragen beschäftigen kann – auch das wird angesichts der Pandemie noch einmal besonders klar. Gemeinsam mit meinem ganzen Team lade ich Sie ein, sich mit uns auf Richtungssuche zu begeben und die Ausschläge der Kompassnadel zu beobachten und zu diskutieren,“ freut sich Laura Berman auf die neue Spielzeit.

Dazu ist die Staatsoper der Ort, an dem sich die diverse Stadtgesellschaft begegnen kann. Über die Produktionen hinaus und packt  Xchange, die Vermittlungsabteilung der Staatsoper Hannover, einen Rucksack voller Musik, Tanz und Ideen und geht mit Bürger*innen jeden Alters auf kreative Tuchfühlung: Vom Kinderfest in der Oper über Spielclubs bis hin zu Workshops für Senioren.

Die kommende Spielzeit wird aufgrund der Corona-Pandemie mit zahlreichen Auflagen und Schutzmaßnahmen einhergehen, dazu gehört vor allem die Reduzierung der Platzkapazitäten, um die vorgeschriebenen Abstandsregeln einzuhalten. Dies hat auch Auswirkungen auf das Abonnement-System der Staatstheater Hannover: Feste Sitzplätze und Terminserien können nicht gewährleistet werden, so dass die Festplatz-Abonnent*innen für die Spielzeit 2020/21 Gutscheine erhalten, mit denen sie flexibel Vorstellungen besuchen können. Anders als bisher gewohnt, werden die Vorstellungen der Staatsoper an vier Terminen in den Vorverkauf gehen – mit zwei Tagen exklusivem Vorkaufsrecht für Festplatz-Abonnent*innen.

OPER

Premieren

THE GREEK PASSION,  Oper von Bohuslav Martin? 19.09. – 30.10.2020 & 10.04. – 02.05.2021,  TEUFELS KÜCHE  Kochoper von Moritz Eggert AB 25.09.2020,  CARMEN Oper von Georges Bizet 24.10.2020 – 15.01.2021,  HUMANOID Science-Fiction-Oper von Leonard Evers,  DEUTSCHE ERSTAUFFÜHRUNG AB 30.10.2020,  SWEENEY TODD Musical-Thriller von Stephen Sondheim 04.12.2020 – 04.02.2021 & 13.06. – 13.07.2021,  DER MORDFALL HALIT YOZGAT  Oper von Ben Frost Koproduktion mit Schauspiel Hannover und Holland Festival URAUFFÜHRUNG  Frühling  2021,  OTELLO  Dramma lirico von Giuseppe Verdi 25.03. – 15.05.2021,  DIE GÄNSEMAGD Kinderoper von Iris ter Schiphorst AB 20.05.2021, LEAR Oper von Aribert Reimann 22.05. – 26.06.2021,  COSI FAN TUTTE Dramma giocoso von Wolfgang Amadeus Mozart 19.06. – 16.07.2021

Der Barbier von Sevilla – 2020/21 wieder auf dem Spielplan
youtube Trailer Staatsoper Hannover
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Wiederaufnahmen

DON GIOVANNI Dramma giocoso von Wolfgang Amadeus Mozart 09.09. – 16.10.2020, TRISTAN UND ISOLDE Musikdrama von Richard Wagner 11.10. – 07.11.2020,  HÄNSEL UND GRETEL, Märchenspiel von Engelbert Humperdinck 13.11. – 25.12.2020,  UND WIE KLINGST DU? Interkultureller Ohrenöffner AB 15.11.2020,  HEUTE ABEND: LOLA BLAU Musical von Georg Kreisler AB 05.12.2020,  LA JUIVE,  Oper von Fromental Halévy 30.01. – 19.02.2021,   KUCKUCK Oper für Babys bis 18 Monate AB 30.01.2021,  IL BARBIERE DI SIVIGLIA Opera buffa von Gioacchino Rossini 06. – 20.02.2021,  L’ELISIR D’AMORE,  Melodramma giocoso von Gaëtano Donizetti 21.02. – 26.03.2021,  ZÄHLEN UND ERZÄHLEN,  Musiktheater von Mauricio Kagel AB 25.02.2021,  DIALOGUES DES CARMELITES Oper von Francis Poulenc 05. – 27.03.2021,  KÖNIG HAMED UND PRINZESSIN SHERIFA,  Musiktheater von Zad Moultaka AB 21.03.2021, L’INCORONAZIONE DI POPPEA , Oper von Claudio Monteverdi 17.04. – 08.05.2021,  DIE ZAUBERFLÖTE,  Oper von Wolfgang Amadeus Mozart 29.04. – 21.05.2021,  LA BOHÈME,  Oper von Giacomo Puccini 13.05. – 10.06.2021,  DER FREISCHÜTZ, Oper von Carl Maria von Weber 29.05. – 30.06.2021

BALLETT  –  Premieren

Serge Nijinski Paris © IOCO

Serge Nijinski Paris © IOCO

RASTLOS,  Choreografien von Lukáš Timulak, Jirí Kylián und Juliano Nunes 08.11.2020 – 07.01.2021,  DER LIEBHABER,  Ballett von Marco Goecke frei nach Marguerite Duras URAUFFÜHRUNG 23.01. – 04.04.2021,  NACHTSCHWARZ UND WINDSCHIEF,  Choreografien von Shahar Binyamini, Paul Lightfoot & Sol León und Marco Goecke 24.04. – 15.06.2021

Ballett – Wiederaufnahmen

3 GENERATIONEN,  Choreografien von Emrecan Tanis,, Hans van Manen und Marco Goecke 13.09. – 10.10.2020,   NIJINSKI,  Ballett von Marco Goecke 12.12.2020 – 29.01.2021,   BEGINNING,  Choreografien von Medhi Walerski, Andonis Foniadakis und Marco Goecke 01.07. – 15.07.2021

KONZERTE

Sinfoniekonzerte

HEROES 1. Sinfoniekonzert 27. & 28.09.2020,  RITUAL 2. Sinfoniekonzert 01. & 02.11.2020 , SENTIMENT 3. Sinfoniekonzert 06. & 07.12.2020 , AERIALITY 4. Sinfoniekonzert 10. & 11.01.2021,  MYTHOS 5. Sinfoniekonzert 14. & 15.02.2021,  FRÜHLING 6. Sinfoniekonzert 11. & 12.04.2021 TRAGISCH  7. Sinfoniekonzert 30. & 31.05.2021 SOMMERNACHT 8. Sinfoniekonzert 17. & 18.07.2021

Festivals

OSTERTANZTAGE 2021 30.03. – 04.04.2021,  FESTIVAL:  DÄMONEN Einführungen, Nachgespräche, Gesprächsrunde, Filmreihe 16. – 18.04.2021,  OPEN STAGE Musikfestival 10.07.2021 & … DAS KINDERFEST IN DER OPER 17.01.2021,  NEUN – ABSCHIED Performance AB 13.02.2021,   OPERNBALL 26. & 27.02.2021

—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—


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Leipzig, Oper Leipzig, Die verkaufte Braut, Juni – November 2019

Juni 17, 2019 by  
Filed under Oper, Oper Leipzig, Premieren, Pressemeldung

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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

liebe hat ihren preis
Premiere von Bedrich Smetanas »Die verkaufte Braut«

Es ist ein tschechischer Sommernachtstraum, der in böhmische Dörfer führt, hinter deren Fassaden alte Traditionen und Bräuche Alltag und Leben der Menschen bestimmen. Nachdem Bedrich Smetana bei seinen Landsleuten als »Wagnerianer« verschrien war, wurde seine komische Oper „Die verkaufte Braut“ nach ihrer Uraufführung als tschechische Nationaloper gefeiert, die mit ihrer Musik der »böhmischen Volksseele« Ausdruck verschaffe. Sie wirkt als nostalgische Zeitreise, die viel mehr den menschlichen Mikrokosmos der dörflichen Welt als die große Nation in den Fokus nimmt. Gleichzeitig schuf der Komponist der »Moldau« mit diesem Werk eine klassische Spieloper, in der die Protagonisten nach vielen Verwicklungen und Intrigen schließlich zu einem glücklichen Ende finden.  Diese dramaturgisch entscheidenden Wendungen sind auch ein Grund, warum die Oper seit der deutschsprachigen Erstaufführung in Wien im Jahre 1893 im deutschsprachigen Raum traditionell in der deutschen Übersetzung auf die Bühne gebracht wird.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Marie (Magdalena Hinterdobler) soll mit Hilfe des Heiratsvermittlers Kezal (Sebastian Pilgrim) mit Wenzel (Sven Hjörleifsson), dem Sohn des Großgrundbesitzers Micha (Jean-Baptiste Mouret), verheiratet werden. Sie liebt jedoch Hans (Patrick Vogel), der sich vor Jahren aus der dörflichen Enge zurückgezogen hat, nun aber inkognito wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist. Um Maries Verheiratung mit Wenzel zu verhindern, schlägt Hans dem Heiratsvermittler einen Deal vor. Er verzichtet für Geld auf seine Marie, unter der Bedingung, dass dieses nur einen Sohn Michas ehelichen dürfe. Denn auch Hans entpuppt sich als ein Sohn des Großgrundbesitzers.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Mit Magdalena Hinterdobler (Marie), die vor Kurzem am Haus ihr umjubeltes Debüt als Rusalka gab, Patrik Vogel (Hans), Sven Hjörleifsson (Wenzel) und Sebastian Pilgrim (Kezal) geben gleich vier junge Ensemblemitglieder der Oper Leipzig ihr Rollendebüt in der Neuproduktion von »Die verkaufte Braut«. Christian von Götz, der an der Oper Leipzig bereits in Carl Maria von Webers »Der Freischütz« Regie führte, inszeniert die Geschichte der verkauften Braut als eine Zeitreise an den Anfang des 20. Jahrhunderts und verortet sie in der Enge dörflicher Beschaulichkeit, die streng nach ihren eigenen Gesetzmäßigkeiten funktioniert, in der aber immer auch das Menschliche siegt. Für die die detailgetreuen, folkloristischen Kostüme, die Trachten modern interpretieren zeichnet Sarah Mittenbühler verantwortlich. Das Bühnenbild auf der Drehbühne stammt von Dieter Richter, der dem Leipziger Publikum durch seine Arbeiten für Dietrich W. Hilsdorf, u.a. »Die Entführung aus dem Serail« und «Nabucco«. Am Pult des Gewandhausorchesters steht der erste Kapellmeister Christoph Gedschold.

»Die verkaufte Braut« ist die letzte Opernpremiere der Spielzeit 2018/19 an der Oper Leipzig.

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig / Die verkaufte Braut © Kirsten Nijhof


Premiere: Samstag, 15. Juni 2019, 19 Uhr
Weitere Aufführungen: 23. & 30. Juni / 25. August / 01. & 28. September / 06. Oktober / 16. November 2019 (alle Vorstellungen mit Einführung 45 Min. vor Vorstellungsbeginn)
Bedrich Smetana
Die verkaufte Braut
Komisches Singspiel in drei Akten | Text von Karel Sabina | Deutsch von Max Kalbeck (1893) | In deutscher Sprache mit Übertiteln
Leitung:
Musikalische Leitung Christoph Gedschold
Inszenierung Christian von Götz
Bühne Dieter Richter
Kostüme Sarah Mittenbühler
Licht Raoul Brosch
Choreinstudierung Alexander Stessin
Dramaturgie Christian Geltinger

Besetzung:

Marie Magdalena Hinterdobler | Hans Patrick Vogel | Wenzel Sven Hjörleifsson | Kezal Sebastian Pilgrim | Micha Jean-Baptiste Mouret | Kathinka Sandra Maxheimer | Agnes Sandra Janke | Esmeralda Bianca Tognocchi | Kruschina Franz Xaver Schlecht | Zirkusdirektor Springer Martin Petzold | Muff Jakob Kunath

—| Pressemeldung Oper Leipzig |—


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Leipzig, Leipziger Ballett, Magnificat – Stabat Mater, 09.02.2019

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Oper Leipzig

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

Oper Leipzig © Kirsten Nijhof

  Magnificat – Stabat Mater –  Indigo Masala

 Leipziger Ballett – Mario Schröder

In der neuen Produktion von Ballettdirektor und Chefchoreograf Mario Schröder treffen Johann Sebastian Bachs Magnificat und Giovanni Battista Pergolesis Stabat mater auf klassische indische Musik. Für die Premiere von Magnificat des Leipziger Balletts hebt sich am Samstag, 9. Februar 2019 der Vorhang auf der Bühne des Opernhauses. Schröder führt damit seine Auseinandersetzung mit der Bachschen Musik und seinem künstlerischen Erbe fort: Nach der Johannes-Passion ist dies die zweite choreografische Uraufführung von Mario Schröder zu einem musikalischen Werk von Johann Sebastian Bach. Schröder bricht Bachs Magnificat in seiner Neuinterpretation bewusst auf und spannt musikalisch einen Bogen hinein in unvertraute Klangräume. Die musikalische Leitung des Abends hat Christoph Gedschold, an dem neben dem Gewandhausorchester auch Steffi Lehmann und Susanne Krumbiegel (Sopran), Marie Henriette Reinhold (Alt), Martin Petzold (Tenor), Dirk Schmidt (Bass), der Chor sowie der Kinderchor der Oper Leipzig beteiligt sind.

Leipziger Ballett / Ballett Magnificat - Stabar Mater © Ida Zenna

Leipziger Ballett / Ballett Magnificat – Stabar Mater hier_  Magnificat © Ida Zenna

Bach vertonte im Magnificat den biblischen Lobgesang der Maria 1723 als erste umfangreiche Komposition für Leipzig und schuf damit ein Werk voll revolutionärer Kraft. Immerhin preist Maria darin jenen Gott, der die Armen und Hungernden aufrichtet, die Reichen und Herrschenden aber entmachtet. Für Mario Schröder steht im Zentrum der Auseinandersetzung mit dem Werk die Hoffnung auf einen Neuanfang durch gemeinschaftliche Veränderung. Die Darstellung im Tanz soll die Musik Bachs erlebbar machen und der visuelle Eindruck neue Assoziationen im Hören ermöglichen. Im Gegensatz zu Bachs gesellschaftlicher Dimension, verhandelt Pergolesi in seinem Stabat mater, dem Klagegesang Marias am Kreuz Jesu, einen seelischen Zustand und ist ein intimes Zwiegespräch über das Leben und den Tod. Mit dem indischen Musiker Ravi Srinivasan und seiner Band Indigo Masala erhalten auch die Klänge Indiens Einzug in den Ballettabend.

Leipziger Ballett / Mario Schröder – hier Schwanensee
youtube Video der Oper Leipzig
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Seit der Gründung 2005 spielt Indigo Masala ausschließlich eigene Stücke. Prägendster Einfluss war dabei zunächst die klassische indische Musik. Von dieser Basis aus hat das Trio klassische indische Spielideen neu vermessen, auch zahlreiche andere Stilistiken probiert und dabei eine eigene, pulsierende und virtuose Klangwelt geschaffen. Klassische indische Musik zeichnet sich durch eine prägnante Rhythmik aus, ist lebensbejahend und arbeitet verstärkt mit Improvisationen. In Kombination mit der europäischen Musiktradition sollen neue akustische Räume entstehen und die hörbare Verschiedenheit im Gemeinsamen ein Nachdenken über gesellschaftliche Vorgänge wie Intoleranz und Konkurrenzdenken anstoßen. Die Fusion der unterschiedlichen musikalischen Welten schafft einen Raum für Austausch und Begegnung, wo das Fremde, Andere und Neue nicht Angst hervorruft, sondern als Befreiung und Bereicherung empfunden wird.


Premiere: Samstag, 9. Februar 2019, 19 Uhr

Weitere Aufführungen: 16. & 22. Februar / 08., 29. & 31. März / 21. April / 14. & 16. Juni 2019 (mit Einführung 45 min vor Vorstellungsbeginn, Publikumsgespräche im Anschluss, außer Premiere)


Magnificat

Ballett von Mario Schröder | Musik von Johann Sebastian Bach, Giovanni Battista Pergolesi, Indigo Masala |Choreografische Uraufführung

Leitung
Choreografie Mario Schröder
Musikalische Leitung Christoph Gedschold
Bühne und Kostüm Paul Zoller
Dramaturgie Thilo Reinhardt, Elisabeth Kühne

Besetzung
Leipziger Ballett
Sopran 1 Steffi Lehmann | Sopran 2 Susanne Krumbiegel | Alt Marie Henriette Reinhold | Tenor Martin Petzold | Bass Dirk Schmidt
Chor der Oper Leipzig | Kinderchor der Oper Leipzig
Gewandhausorchester

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