Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Spielplan November und Dezember 2018

Oktober 18, 2018 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de


Oper und Ballett am Rhein im November und Dezember 2018


Fr 02.11. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Opernfoyer
Opernwerkstatt zur Premiere von „Otello“

Im Gespräch mit Ensemblemitgliedern gibt Chefdramaturgin Hella Bartnig Einblick in die Produktion und die Gelegenheit zum Probenbesuch. Der Eintritt ist frei.


Sa 03.11. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf Rangfoyer
Wiederaufnahme: „La Cenerentola“
Gioacchino Rossinis charmante Version des Märchens vom Aschenputtel besticht durch ihre temperamentvolle Musik und überbordende Lebensfreude. Der Opernmagier Jean-Pierre Ponnelle hat ihr mit seiner witzigen und eleganten Inszenierung ein unsterbliches Denkmal gesetzt.


So 04.11. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Rangfoyer
Symphoniker im Foyer:
Aus Böhmen, Ungarn und England

Dem 2. Klavierquintett A-Dur op. 81 von Antonin Dvo?ák, – einem Highlight der Kammermusik – stellen Solisten der Düsseldorfer Symphoniker Ernst von Dohnányis Serenade op. 10 gegenüber, ein Streichtrio voller Spielfreude und Fantasie. Anna Harvey, die neue Mezzosopranistin im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein, unternimmt mit „Three Songs“ von Frank Bridge einen Ausflug nach England.


Do 15.11. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE: „Otello“ von Giuseppe Verdi

In einer hochkonzentrierten, abstrakten Bildsprache schärft der vielfach ausge­zeichnete Theaterregisseur Michael Thalheimer den Blick für die Psychologie, Emotionalität und Körperlichkeit der Figuren und setzt das Eifersuchtsdrama unter geradezu atemlose Spannung. Große Erfolge feierte seine Inszenierung bereits in Antwerpen, Gent und Düsseldorf. Mit neuer Sängerbesetzung feiert sie Premiere in Duisburg.


Sa 17.11. – 19.30 Uhr Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme:
„Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Oper über den Frauenverführer, Herzensbrecher, Womanizer. Wer ihm begegnet, wittert Gefahr, doch auch die verführerische Chance, sich von Konventionen zu befreien und Neues zu wagen. Die Inszenierung von Karoline Gruber unter der musikalischen Leitung von Antonino Fogliani.


Sa 17.11. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Sternstunden der Oper: DRK-Gala 2018

Benefiz-Gala zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes in Duisburg mit Solisten der Deutschen Oper am Rhein, dem Kinderchor am Rhein und den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Lukas Beikircher.


Fr 23.11. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE: Ballett am Rhein – b.37:
Robert Binet: „New World“ / Natalia Horecna: „The Way Ever Lasting“ / Remus ?uchean?: „Fantaisies“

Drei Uraufführungen bestimmen das Programm b.37: Robert Binet gehört zu den  meistumworbenen Nachwuchstalenten der Szene. Zu Musik von Nico Muhly verbindet er in „New World“ Geschichten über die Entstehung des Universums mit unserer Realität. Nach ihrem beeindruckenden Düsseldorf-Debut mit „Wounded Angel“ vor zwei Jahren geht es Natalia Horecna in „The Way Ever Lasting“ um das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse, Falsch und Richtig. Remus ?uchean? sieht in den „Fantaisies“ zu Martin?s 6. Sinfonie einen sommernächtlichen Traum voller phantastischer Wesen und Dunkelheiten. Jean-Michaël Lavoie dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.


Di 27.11. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme:
„Petruschka / L’Enfant et les Sortilèges“

Bilderrausch und Bühnenzauber: Nach ihrem Welterfolg mit Mozarts „Zauberflöte“ ist die zweite Opernproduktion der britischen Theatergruppe „1927“ wieder in Düsseldorf zu sehen: In Igor Stravinskys Ballett „Petruschka“ und Maurice Ravels Kurzoper „L’Enfant et les Sortilèges“ verschmelzen Bühnenaktion, Akrobatik und handgezeichnete Animationen mit den Gesangs- und Orchesterstimmen.


Fr 30.11. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme: „Hänsel und Gretel“
Die Märchenoper für die Weihnachtszeit!


Di 04.12. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Opernwerkstatt zur Premiere „Die Fledermaus“
Im Gespräch mit dem Regieteam gibt Chefdramaturgin Hella Bartnig Einblick in die Operettenproduktion und Gelegenheit zum Probenbesuch. Der Eintritt ist frei.


Sa 08.12. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE: „Die Fledermaus“ von Johann Strauß (Sohn)
„Die Fledermaus“, das Glanzstück der Operette, neu inszeniert von Axel Köhler. Mit einem Bühnenbild und Kostümen von Frank Philipp Schlößmann, musikalisch geleitet von Benjamin Reiners.


So 09.12. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf Rangfoyer
Uni goes Opera
Die schönsten Liebesszenen der Opernliteratur, präsentiert von Orchester und Chor der Heinrich-Heine-Universität sowie Solisten der Deutschen Oper am Rhein.


Di 11.12. – 19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Weihnachten mit Freunden
Konzert für den Freundeskreis und alle Opernfreunde mit Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein und den Duisburger Philharmonikern.


Do 13.12. – 18.00 Uhr Opernhaus Düsseldorf
Rangfoyer
Opernwerkstatt zur Premiere von „Maria Stuarda“
Dramaturgin Anna Grundmeier spricht mit Ensemblemitgliedern über die Produktion und lädt zum Probenbesuch ein. Der Eintritt ist frei.


Fr 14.12. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Wiederaufnahme: „Hänsel und Gretel“
Die Märchenoper für die Vorweihnachtszeit!


So 16.12. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Weihnachten in Lied und Wort

Die Matinee mit Liedern und Texten zur Weihnachtszeit ist beim Publikum inzwischen so beliebt, dass sie vom Foyer in den großen Zuschauersaal umzieht. Solisten der Deutschen Oper am Rhein präsentieren ein stimmungsvolles Liedprogramm, Operndirektor Stephen Harrison begleitet sie am Flügel. Die Texte interpretiert der bekannte Schauspieler Stefan Wilkening.


Mi 19.12. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE: „Maria Stuarda“ von Gaetano Donizetti

Das dramatische Kräftemessen zweier Königinnen, die sich im wirklichen Leben nie begegnet sind: Adela Zaharia ist die schottische Königin Maria Stuarda, der Maria Kataeva als Elisabetta I. gegenüber steht. Die Inszenierung von Guy Joosten wird von Antonino Fogliani musikalisch geleitet.


Mo 31.12. – 19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Silvestergala mit dem Ballett am Rhein

Silvester wird im Opernhaus getanzt: Eigens für diesen besonderen Abend haben die beiden Direktoren des Balletts am Rhein, Martin Schläpfer und Remus ?uchean?, ein Programm aus Klassikern der Compagnie sowie zwei Miniaturen, die noch nie im Opernhaus Düsseldorf zu sehen waren, zusammengestellt: Martin Schläpfers Wien-Ballett „Marsch, Walzer, Polka“ sowie Jerome Robbins’ „The Concert“ aus den 1950er Jahren – eines der witzigsten Stücke der Tanzgeschichte – treffen auf den romantischen Pas de deux „Romanze“ und das Trio „Mönche und Nonne“. Christoph Altstaedt kehrt ans Pult der Düsseldorfer Symphoniker zurück, am Klavier ist der junge israelische Pianist Matan Porat zu erleben.

Karten und weitere Informationen sind erhältlich im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211.89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203.283 62 100) sowie online über www.operamrhein.de.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Wiederaufnahme: WERTHER von Massenet, 29.03.2015

März 18, 2015 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

WERTHER  von JULES MASSENET

Libretto von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Wiederaufnahme 29.03.2015, 15:00 Uhr, OPERNHAUS DÜSSELDORF

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Als Johann Wolfgang Goethes Leiden des jungen Werthers bei der Leipziger Buchmesse 1774 vorgestellt wurde, machte das Werk seinen Autor über Nacht berühmt – auch wenn viele bürgerliche Leser Werther als Störenfried empfanden, der ihren moralischen und religiösen Wertvorstellungen widersprach. Dass ein Mensch seiner Schwermut freien Lauf ließ und seinem Leben konsequent ein Ende setzte, war undenkbar.

In Frankreich war Goethes Briefroman zunächst nicht besonders weit verbreitet, auch wenn schon bald nach seinem Erscheinen einige Übersetzungen herauskamen. Erst in den 1780er-Jahren entdeckten die Franzosen das Gefühl des der Liebe und des Lebens überdrüssigen Werther als Teil ihres eigenen Weltschmerzes. Bereits 1792 und 1802 waren in Frankreich und Italien erste Opern nach Goethes Werther komponiert worden – allerdings mit geringem Erfolg, was auf die Thematik zurückgeführt wurde. Dann ließ das musiktheatralische Interesse an dem Stoff wieder nach, bis Jules Massenet (1842–1912) den Briefroman für sich entdeckte: „Solche stürmische und ekstatische Leidenschaft trieb mir die Tränen in die Augen. Was für bewegende Szenen, welch packende Momente es alles hergeben konnte! Werther war es!“, notierte er in „Mes souvenirs“. Allerdings war die Handlung auch Ende des 19. Jahrhunderts dem Direktor der Pariser Opéra zu depressiv für sein Publikum. Erst nach der triumphalen Uraufführung am 16. Februar 1892 in Wien war er überzeugt und 1893 erlebte Werther in Paris einen beispiellosen Erfolg. Wie Massenet Werthers Liebe zu Charlotte, die bereits einem anderen Mann versprochen ist, in Töne fasst, die Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren psychologisch durchdringt und die Zuschauer durch seine sinnlich glühende Musik in das Drama hineinzieht, ist außergewöhnlich.

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Nachdem Joan Anton Rechis Werther –Inszenierung im April 2014 im Düsseldorfer Opernhaus Premiere feierte, wird die Produktion nun auf der Bühne des Theaters Duisburg zu erleben sein.   PMDOaR

MUSIKALISCHE LEITUNG Christoph Altstaedt, INSZENIERUNG Joan Anton Rechi
BÜHNE Alfons Flores, KOSTÜME Sebastian Ellrich
LICHT Volker Weinhart, LEITUNG KINDERCHOR Sabina López Miguez
DRAMATURGIE Bernhard F. Loges

BESETZUNG:
WERTHER Andrej Dunaev, ALBERT Laimonas Pautienius
LE BAILLI Günes Gürle, SCHMIDT Bruce Rankin
JOHANN Daniel Djambazian, BRÜHLMANN Dogus Güney
CHARLOTTE Sarah Ferede, SOPHIE Elena Sancho Pereg
KÄTHCHEN Maria Popa, WERTHERS SCHATTEN Joeri Burger
CHOR Kinderchor am Rhein, ORCHESTER Düsseldorfer Symphoniker

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

 Vorstellungen:  So 29.03. 15:00, Do 02.04. 19:30, Do 09.04. 19:30
Sa 11.04. 19:30, OPERNHAUS DÜSSELDORF

 

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Innsbruck, Tiroler Landestheater Innsbruck, 8. SYMPHONIEKONZERT, 12./13.06.2014

Tiroler Landestheater und Symphonieorcheter Innsbruck

Pressemeldung Pressemeldung Tiroler Landestheater Innsbruck

Pressemeldung Pressemeldung Tiroler Landestheater Innsbruck

8. SYMPHONIEKONZERT 12. | 13. JUNI 2014

TIROLER SYMPHONIEORCHESTER INNSBRUCK

CHRISTOPH ALTSTAEDT Dirigent
QUATUOR ÉBÈNE Klavier

CLAUDE DEBUSSY Fünf Préludes in der Orchestrierung von Hans Zender
BÉLA BARTÓK Divertimento für Streichorchester
RAPHAËL MERLIN Eléa – Konzert für Streichquartett und Orchester
ZOLTÁN KODÁLY Háry János Suite

Das Orchester ist eines der Themen dieses Konzertabends. Dieses Wunderwerk aus vielen verschiedenen MusikerInnen, Stimmlagen und Instrumenten, die sich höchsten Anforderungen stellen und damit ein gemeinsames Klangerlebnis möglich machen.
Dem Orchester gegenüber steht die Arbeit in kleinen Formationen, in der Kammermusik oder gar solistisch. Das wiederum verlangt die Konzentration aufs Wesentliche. Auch das ist Thema dieses Konzerts.

Seit das Quatuor Ébène 2004 beim ARD-Wettbewerb richtiggehend abgeräumt hat, zählen die vier jungen Musiker aus Paris zur Elite der Streichquartette. Ausdruck, Virtuosität, technische Brillanz und die Lust zur Improvisation machen ihren unverwechselbaren Stil aus. Cellist Raphaël Merlin komponierte mit Eléa ein Konzert für Streichquartett und Orchester mit Groove, bei dem die Musiker ihre Qualitäten voll ausspielen. Das Stück bezieht sich auf einen Science-Fiction-Roman von René Barjavel: unter dem Eis der Antarktis wird eine 900.000 Jahre alte Kapsel entdeckt, darin ein Paar, die einzigen Überlebenden einer vorzeiten untergegangen Kultur. Eléa, die Frau, berichtet nach ihrer Wiederbelebung von dieser hochstehenden Zivilisation, aber auch von ihrem dramatischen Untergang.
Dirigent Christoph Altstaedt, von 2011 – 2013 Chefdirigent des TSOI, programmierte ein überaus farbiges Konzert, beginnend bei der Orchesterfassung von Claude Debussys Préludes, in denen sich dem Orchester vielfältige Möglichkeiten zu immer neuen, überraschenden Akzenten von poetisch bis grotesk bieten. Bei den Préludes kommt auch ein ungewöhnliches Instrument zum Einsatz: eine Singende Säge, die von Solopaukist Robert Zorn gespielt wird.
Im Divertimento für Streichorchester greift Béla Bartók spielerisch Themen der ungarischen Folklore auf und erlaubt sich ironische Anspielungen auf die Musik der Zigeuner-Kapellen, die lange tatsächlich für echte ungarische Volksmusik gehalten wurde. Zoltán Kodály erfasste wie Béla Bartók mit seinen musikethnologischen Forschungen systematisch das ungarische Volkslied und griff seine Liebe zur Volksmusik ebenfalls in seinen Werken auf. Die Háry János Suite ist ein temperamentvolles Werk, das die Geschichten eines Aufschneiders erzählt. Ungewöhnliche Instrumente wie Zymbal, Glocken und Saxophon geben der Suite das Flair ungarischer Folklore und doch hört man reinste Kunstmusik.

Quatuor Ébène
„Ein Streichquartett, das sich mühelos in eine Jazzband verwandeln kann“, titelte die New York Times nach einem Auftritt des Quatuor Ebène 2009, bei dem das Ensemble zunächst Debussy und Haydn spielte, um danach über Filmmusik zu improvisieren, beides mit demselben Enthusiasmus und Können. Was 1999 als Zerstreuungsübung vier junger französischer Musiker in den Proberäumen der Universität begann, wurde zu einem Markenzeichen des Quatuor Ebène. Nach Studien beim Quatuor Ysaÿe in Paris sowie bei Gábor Takács, Eberhard Feltz und György Kurtág folgte der beispiellose und herausragende Sieg beim ARD Musikwettbewerb 2004, der erste und wichtigste in einer langen Reihe von Preisen, mit denen auch ihre CDs, sei es mit klassischem Repertoire oder mit Jazz-Arrangements, überhäuft wurden.
In der Saison 2013.14 konzertieren sie unter anderem in der Wigmore Hall London, der Philharmonie Luxemburg, dem Herkulessaal München und der Carnegie Hall New York. Nach der jüngst erschienenen CD „Brazil“ widmen sie sich wieder der Klassik: 2015 werden die späten Streichquartette Beethovens erscheinen.

KONZERTTERMINE
Donnerstag, 12. Juni, und Freitag, 13. Juni 2014, jeweils um 20.00 Uhr im Congress
Innsbruck / Saal Tirol.

Vor dem Konzert findet um 19.15 Uhr eine Einführung im Foyer statt.

Pressemeldung Tiroler Landestheater Innsbruck

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Premiere Werther, IOCO Kritik, 25.04.2014

April 29, 2014 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Werther von Jules Massenet, Premiere 25.04.2014

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Am vergangenen Freitag hatte Jules Massenets Oper Werther – nach Goethes Briefroman Die Leiden des jungen Werther – im Düsseldorfer Opernhaus Premiere. Goethes Roman über Liebe und Leid des jungen Werthers erschien 1774. Er hatte einen sensationellen Erfolg und wurde nicht nur in Europa zu einem der meistgelesenen Bücher überhaupt.

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Der Stoff war auch für die musikalische Welt interessant und einige Werke entstanden nach dieser Vorlage. Den Anfang machte 1792 die Oper Charlotte et Werther von Rodolphe Kreutzer. Auch Donizettis Lehrer Simon Mayr steuerte 1794 eine Opernversion dazu bei. Werke, die heute allesamt vergessen sind.

Hundert Jahre später, 1892, wurde Massenets Oper Werther an der Wiener Hofoper in deutscher Sprache uraufgeführt. Die erste Aufführung des Werkes in der französischen Originalsprache fand auch 1892 in Genf statt. 1893 war die französische Erstaufführung an der Pariser Opéra Comique.
Massenets “Drame Lyrique“ konnte sich bis heute erfolgreich auf den Spielplänen behaupten.

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Das bittersüße Seelendrama über Werthers unglückliche Liebe zu der mit Albert verheirateten Charlotte, kam nun in Düsseldorf, an der Deutschen Oper am Rhein heraus. Der aus Andorra stammende Regisseur Johan Anton Rechi, der hier auch schon “Die Czardasfürstin“ inszeniert hat, zeigte eine respektable Arbeit, einleuchtend, aber auch eigenwillig, mit verblüffenden, wie auch nicht immer nachvollziehbaren Situationen. Sehr stringent geriet die Personenregie.

Es ist sicherlich nicht leicht ein Werk zu inszenieren, das wenig Aktion hergibt und dessen Handlung fast ausschließlich im Seelenleben der Protagonisten stattfindet.

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Eingedenk dieser Tatsache ist Rechis szenische und inhaltliche Deutung doch positiv zu bewerten. Interessant ist seine Interpretation der Schlussszene.
Zunächst befremdet es, dass der Dialog Charlottes mit Werther per Telefon stattfindet. Beide sind räumlich getrennt. Doch dieser Einfall ist stark, denn er fordert ungemein die Darstellungskraft der beiden Akteure. Auch der Einfall, Werther einen Schatten zur Seite zu stellen, der quasi durch die Handlung führt, erwies sich als sinnvoll.

Überhaupt verstand es Rechi sehr gut, aus den ohnehin schon ausdrucksstarken
Sängern, noch mehr an Gestaltungskraft herauszubekommen.

Die Bühne war karg, ein paar wenige Versatzstücke genügten, um die szenischen Aktivitäten zu bebildern (Ausstattung: Alfons Flores). Dezent gerieten die Kostümentwürfe, für die Sebastian Ellrich verantwortlich war.

Sehr gut war der von Karoline Philippi sorgsam einstudierte Kinderchor, der sich im Spiel sehr aktiv zeigte.

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Die musikalische Leitung hatte Christoph Altstaedt. Der junge Kapellmeister, an der DOR seit der Spielzeit 2010/11 verpflichtet, gefiel durch sein engagiertes und lebendiges Dirigat, mit einem bemerkenswert aufmerksamen Kontakt zur Bühne. In prächtiger Verfassung waren auch die Düsseldorfer Symphoniker, denen Altstaedt allerdings nicht immer feinstes französisches Parfum zu entlocken vermochte. In den beiden letzten Akten geriet gelegentlich einiges klanglich zu massiv, doch ohne für die fabelhaften Sänger gefährlich zu werden.

Sergej Khomov, der DOR seit 1996 verbunden, sang den Werther, die Titelpartie. Mit gestalterischer Inbrunst und Emphase, in glänzender stimmlicher Verfassung, konnte er Schmerz und Leid des Titelhelden vermitteln.

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Eine ideale Verkörperung der Charlotte, stimmlich wie auch in der Darstellung, gelang Katharzyna Kuncio. Wunderbar das stupende Ebenmaß der Stimme, die satte Farbe und der dramatische Impetus. All das erfreute ebenso wie ihr intensives, anrührendes Spiel.

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel

Das waren zwei starke Leistungen, umso höher zu bewerten, wenn man bedenkt, dass es für beide ein Rollendebüt war. Kuncio wie auch Khomov wurden zu Recht lautstark gefeiert.

Mit sonorer Bass-Stimme und glänzender szenischer Präsenz, zeichnete Laimonas Pautienius den Albert, Charlottes Ehemann.

Exzellent – wie immer an der DOR – geriet die Besetzung der Nebenrollen. Insbesondere die der Sophie, Charlottes Schwester, die durch Alma Sadé ideal verkörpert wurde.

Großen Jubel und ein einsames Buh gab es im leider nicht ausverkauften Haus.

IOCO / UGK / 25.04.2014

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