Duisburg, Ballett am Rhein, Forellenquintett – Punk trifft Romantik, IOCO Aktuell, 27.05.2020

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Deutsche Oper am Rhein

Theater Duisburg © IOCO

Theater Duisburg © IOCO

Ballett am Rhein – Das Forellenquintett – online

 Punk trifft Romantik, Franz Schubert trifft die Libertins 

von Hanns Butterhof

Der kommende Wiener Ballettdirektor Martin Schläpfer zeigt noch einmal seinen Publikumserfolg Forellenquintett zur gleichnamigen Komposition von Franz Schubert, gespielt von  Mitgliedern der Duisburger Philharmoniker und Christoph Altstaedt am Klavier;  noch bis 13. Juni  2020 über operamrhein.de (link hier) kostenlos abrufbar.

Das Forellenquintett – getanzt
youtube Trailer Ballett am Rhein
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Schläpfer fügt mit dem Ballett am Rhein in der Aufführung klassisches Ballett und Tanztheater fugenlos zusammen, beim intensiven Tanz treffen Heiterkeit und Leichtigkeit auf Melancholie und manche Skurrilität. Roger Bisson hat die wunderbare Aufführung im September 2012 im Theater Duisburg (siehe Video oben) aufgezeichnet. Dass sich die Kameras mit den Tänzerinnen und Tänzern auf der Bühne bewegten, erzeugt das Gefühl von unmittelbarer Teilnahme an einem Fest reiner Tanzlust, das die mediale Vermittlung fast völlig vergessen lässt.

ZDF – 3sat zeigen das Forellenquintett des Ballett am Rhein – HIER!

Martin Schläpfers Forellenquintett, das sich erst nach einem mitreißenden Vorspiel zu Don’t be shy von The Libertines (siehe Video) romantisch entfaltet, spielt in einer Märchenwelt, die an Shakespeares Sommernachtstraum erinnert (Bühne: Keso Dekker). An einem geheimnisvoll schimmernden Ort, an dem sich Liebespaare treffen, die in rasantem Tempo die Partner wechseln, treten Sonderlinge, Kobolde und Elfen auf. Erst gegen Ende entspinnt sich die titelgebende Beziehung zwischen einem Angler und seiner Forelle, voll brutaler Zärtlichkeit und Komik, wenn immer wieder der Dichter Christian F. D. Schubart ansetzt, sein Gedicht Die Forelle zu Ende zu schreiben.

Selbst wer die Gelegenheit hatte, 2010  Martin Schläpfers Forellenquintett in der Deutschen Oper am Rhein live zu erleben, sollte sich das bis 13. Juni 2020 bestehende Angebot der operamrhein.de nicht entgehen lassen.

—| IOCO Aktuell Deutsche Oper am Rhein Duisburg |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Spielplan November und Dezember 2018

Oktober 18, 2018 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de


Oper und Ballett am Rhein im November und Dezember 2018


Fr 02.11. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Opernfoyer
Opernwerkstatt zur Premiere von „Otello“

Im Gespräch mit Ensemblemitgliedern gibt Chefdramaturgin Hella Bartnig Einblick in die Produktion und die Gelegenheit zum Probenbesuch. Der Eintritt ist frei.


Sa 03.11. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf Rangfoyer
Wiederaufnahme: „La Cenerentola“
Gioacchino Rossinis charmante Version des Märchens vom Aschenputtel besticht durch ihre temperamentvolle Musik und überbordende Lebensfreude. Der Opernmagier Jean-Pierre Ponnelle hat ihr mit seiner witzigen und eleganten Inszenierung ein unsterbliches Denkmal gesetzt.


So 04.11. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Rangfoyer
Symphoniker im Foyer:
Aus Böhmen, Ungarn und England

Dem 2. Klavierquintett A-Dur op. 81 von Antonin Dvo?ák, – einem Highlight der Kammermusik – stellen Solisten der Düsseldorfer Symphoniker Ernst von Dohnányis Serenade op. 10 gegenüber, ein Streichtrio voller Spielfreude und Fantasie. Anna Harvey, die neue Mezzosopranistin im Ensemble der Deutschen Oper am Rhein, unternimmt mit „Three Songs“ von Frank Bridge einen Ausflug nach England.


Do 15.11. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE: „Otello“ von Giuseppe Verdi

In einer hochkonzentrierten, abstrakten Bildsprache schärft der vielfach ausge­zeichnete Theaterregisseur Michael Thalheimer den Blick für die Psychologie, Emotionalität und Körperlichkeit der Figuren und setzt das Eifersuchtsdrama unter geradezu atemlose Spannung. Große Erfolge feierte seine Inszenierung bereits in Antwerpen, Gent und Düsseldorf. Mit neuer Sängerbesetzung feiert sie Premiere in Duisburg.


Sa 17.11. – 19.30 Uhr Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme:
„Don Giovanni“ von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozarts Oper über den Frauenverführer, Herzensbrecher, Womanizer. Wer ihm begegnet, wittert Gefahr, doch auch die verführerische Chance, sich von Konventionen zu befreien und Neues zu wagen. Die Inszenierung von Karoline Gruber unter der musikalischen Leitung von Antonino Fogliani.


Sa 17.11. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Sternstunden der Oper: DRK-Gala 2018

Benefiz-Gala zu Gunsten des Deutschen Roten Kreuzes in Duisburg mit Solisten der Deutschen Oper am Rhein, dem Kinderchor am Rhein und den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Lukas Beikircher.


Fr 23.11. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE: Ballett am Rhein – b.37:
Robert Binet: „New World“ / Natalia Horecna: „The Way Ever Lasting“ / Remus ?uchean?: „Fantaisies“

Drei Uraufführungen bestimmen das Programm b.37: Robert Binet gehört zu den  meistumworbenen Nachwuchstalenten der Szene. Zu Musik von Nico Muhly verbindet er in „New World“ Geschichten über die Entstehung des Universums mit unserer Realität. Nach ihrem beeindruckenden Düsseldorf-Debut mit „Wounded Angel“ vor zwei Jahren geht es Natalia Horecna in „The Way Ever Lasting“ um das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse, Falsch und Richtig. Remus ?uchean? sieht in den „Fantaisies“ zu Martin?s 6. Sinfonie einen sommernächtlichen Traum voller phantastischer Wesen und Dunkelheiten. Jean-Michaël Lavoie dirigiert die Düsseldorfer Symphoniker.


Di 27.11. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme:
„Petruschka / L’Enfant et les Sortilèges“

Bilderrausch und Bühnenzauber: Nach ihrem Welterfolg mit Mozarts „Zauberflöte“ ist die zweite Opernproduktion der britischen Theatergruppe „1927“ wieder in Düsseldorf zu sehen: In Igor Stravinskys Ballett „Petruschka“ und Maurice Ravels Kurzoper „L’Enfant et les Sortilèges“ verschmelzen Bühnenaktion, Akrobatik und handgezeichnete Animationen mit den Gesangs- und Orchesterstimmen.


Fr 30.11. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Wiederaufnahme: „Hänsel und Gretel“
Die Märchenoper für die Weihnachtszeit!


Di 04.12. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Opernwerkstatt zur Premiere „Die Fledermaus“
Im Gespräch mit dem Regieteam gibt Chefdramaturgin Hella Bartnig Einblick in die Operettenproduktion und Gelegenheit zum Probenbesuch. Der Eintritt ist frei.


Sa 08.12. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg
PREMIERE: „Die Fledermaus“ von Johann Strauß (Sohn)
„Die Fledermaus“, das Glanzstück der Operette, neu inszeniert von Axel Köhler. Mit einem Bühnenbild und Kostümen von Frank Philipp Schlößmann, musikalisch geleitet von Benjamin Reiners.


So 09.12. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf Rangfoyer
Uni goes Opera
Die schönsten Liebesszenen der Opernliteratur, präsentiert von Orchester und Chor der Heinrich-Heine-Universität sowie Solisten der Deutschen Oper am Rhein.


Di 11.12. – 19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Weihnachten mit Freunden
Konzert für den Freundeskreis und alle Opernfreunde mit Solisten aus dem Ensemble der Deutschen Oper am Rhein und den Duisburger Philharmonikern.


Do 13.12. – 18.00 Uhr Opernhaus Düsseldorf
Rangfoyer
Opernwerkstatt zur Premiere von „Maria Stuarda“
Dramaturgin Anna Grundmeier spricht mit Ensemblemitgliedern über die Produktion und lädt zum Probenbesuch ein. Der Eintritt ist frei.


Fr 14.12. – 18.00 Uhr
Theater Duisburg
Wiederaufnahme: „Hänsel und Gretel“
Die Märchenoper für die Vorweihnachtszeit!


So 16.12. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Weihnachten in Lied und Wort

Die Matinee mit Liedern und Texten zur Weihnachtszeit ist beim Publikum inzwischen so beliebt, dass sie vom Foyer in den großen Zuschauersaal umzieht. Solisten der Deutschen Oper am Rhein präsentieren ein stimmungsvolles Liedprogramm, Operndirektor Stephen Harrison begleitet sie am Flügel. Die Texte interpretiert der bekannte Schauspieler Stefan Wilkening.


Mi 19.12. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
PREMIERE: „Maria Stuarda“ von Gaetano Donizetti

Das dramatische Kräftemessen zweier Königinnen, die sich im wirklichen Leben nie begegnet sind: Adela Zaharia ist die schottische Königin Maria Stuarda, der Maria Kataeva als Elisabetta I. gegenüber steht. Die Inszenierung von Guy Joosten wird von Antonino Fogliani musikalisch geleitet.


Mo 31.12. – 19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf
Silvestergala mit dem Ballett am Rhein

Silvester wird im Opernhaus getanzt: Eigens für diesen besonderen Abend haben die beiden Direktoren des Balletts am Rhein, Martin Schläpfer und Remus ?uchean?, ein Programm aus Klassikern der Compagnie sowie zwei Miniaturen, die noch nie im Opernhaus Düsseldorf zu sehen waren, zusammengestellt: Martin Schläpfers Wien-Ballett „Marsch, Walzer, Polka“ sowie Jerome Robbins’ „The Concert“ aus den 1950er Jahren – eines der witzigsten Stücke der Tanzgeschichte – treffen auf den romantischen Pas de deux „Romanze“ und das Trio „Mönche und Nonne“. Christoph Altstaedt kehrt ans Pult der Düsseldorfer Symphoniker zurück, am Klavier ist der junge israelische Pianist Matan Porat zu erleben.

Karten und weitere Informationen sind erhältlich im Opernshop Düsseldorf (Tel. 0211.89 25 211), an der Theaterkasse Duisburg (Tel. 0203.283 62 100) sowie online über www.operamrhein.de.

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Wiederaufnahme: WERTHER von Massenet, 29.03.2015

März 18, 2015 by  
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Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

WERTHER  von JULES MASSENET

Libretto von Edouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Wiederaufnahme 29.03.2015, 15:00 Uhr, OPERNHAUS DÜSSELDORF

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Als Johann Wolfgang Goethes Leiden des jungen Werthers bei der Leipziger Buchmesse 1774 vorgestellt wurde, machte das Werk seinen Autor über Nacht berühmt – auch wenn viele bürgerliche Leser Werther als Störenfried empfanden, der ihren moralischen und religiösen Wertvorstellungen widersprach. Dass ein Mensch seiner Schwermut freien Lauf ließ und seinem Leben konsequent ein Ende setzte, war undenkbar.

In Frankreich war Goethes Briefroman zunächst nicht besonders weit verbreitet, auch wenn schon bald nach seinem Erscheinen einige Übersetzungen herauskamen. Erst in den 1780er-Jahren entdeckten die Franzosen das Gefühl des der Liebe und des Lebens überdrüssigen Werther als Teil ihres eigenen Weltschmerzes. Bereits 1792 und 1802 waren in Frankreich und Italien erste Opern nach Goethes Werther komponiert worden – allerdings mit geringem Erfolg, was auf die Thematik zurückgeführt wurde. Dann ließ das musiktheatralische Interesse an dem Stoff wieder nach, bis Jules Massenet (1842–1912) den Briefroman für sich entdeckte: „Solche stürmische und ekstatische Leidenschaft trieb mir die Tränen in die Augen. Was für bewegende Szenen, welch packende Momente es alles hergeben konnte! Werther war es!“, notierte er in „Mes souvenirs“. Allerdings war die Handlung auch Ende des 19. Jahrhunderts dem Direktor der Pariser Opéra zu depressiv für sein Publikum. Erst nach der triumphalen Uraufführung am 16. Februar 1892 in Wien war er überzeugt und 1893 erlebte Werther in Paris einen beispiellosen Erfolg. Wie Massenet Werthers Liebe zu Charlotte, die bereits einem anderen Mann versprochen ist, in Töne fasst, die Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren psychologisch durchdringt und die Zuschauer durch seine sinnlich glühende Musik in das Drama hineinzieht, ist außergewöhnlich.

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

Nachdem Joan Anton Rechis Werther –Inszenierung im April 2014 im Düsseldorfer Opernhaus Premiere feierte, wird die Produktion nun auf der Bühne des Theaters Duisburg zu erleben sein.   PMDOaR

MUSIKALISCHE LEITUNG Christoph Altstaedt, INSZENIERUNG Joan Anton Rechi
BÜHNE Alfons Flores, KOSTÜME Sebastian Ellrich
LICHT Volker Weinhart, LEITUNG KINDERCHOR Sabina López Miguez
DRAMATURGIE Bernhard F. Loges

BESETZUNG:
WERTHER Andrej Dunaev, ALBERT Laimonas Pautienius
LE BAILLI Günes Gürle, SCHMIDT Bruce Rankin
JOHANN Daniel Djambazian, BRÜHLMANN Dogus Güney
CHARLOTTE Sarah Ferede, SOPHIE Elena Sancho Pereg
KÄTHCHEN Maria Popa, WERTHERS SCHATTEN Joeri Burger
CHOR Kinderchor am Rhein, ORCHESTER Düsseldorfer Symphoniker

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Werther © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de

 Vorstellungen:  So 29.03. 15:00, Do 02.04. 19:30, Do 09.04. 19:30
Sa 11.04. 19:30, OPERNHAUS DÜSSELDORF

 

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Innsbruck, Tiroler Landestheater Innsbruck, 8. SYMPHONIEKONZERT, 12./13.06.2014

Tiroler Landestheater und Symphonieorcheter Innsbruck

Pressemeldung Pressemeldung Tiroler Landestheater Innsbruck

Pressemeldung Pressemeldung Tiroler Landestheater Innsbruck

8. SYMPHONIEKONZERT 12. | 13. JUNI 2014

TIROLER SYMPHONIEORCHESTER INNSBRUCK

CHRISTOPH ALTSTAEDT Dirigent
QUATUOR ÉBÈNE Klavier

CLAUDE DEBUSSY Fünf Préludes in der Orchestrierung von Hans Zender
BÉLA BARTÓK Divertimento für Streichorchester
RAPHAËL MERLIN Eléa – Konzert für Streichquartett und Orchester
ZOLTÁN KODÁLY Háry János Suite

Das Orchester ist eines der Themen dieses Konzertabends. Dieses Wunderwerk aus vielen verschiedenen MusikerInnen, Stimmlagen und Instrumenten, die sich höchsten Anforderungen stellen und damit ein gemeinsames Klangerlebnis möglich machen.
Dem Orchester gegenüber steht die Arbeit in kleinen Formationen, in der Kammermusik oder gar solistisch. Das wiederum verlangt die Konzentration aufs Wesentliche. Auch das ist Thema dieses Konzerts.

Seit das Quatuor Ébène 2004 beim ARD-Wettbewerb richtiggehend abgeräumt hat, zählen die vier jungen Musiker aus Paris zur Elite der Streichquartette. Ausdruck, Virtuosität, technische Brillanz und die Lust zur Improvisation machen ihren unverwechselbaren Stil aus. Cellist Raphaël Merlin komponierte mit Eléa ein Konzert für Streichquartett und Orchester mit Groove, bei dem die Musiker ihre Qualitäten voll ausspielen. Das Stück bezieht sich auf einen Science-Fiction-Roman von René Barjavel: unter dem Eis der Antarktis wird eine 900.000 Jahre alte Kapsel entdeckt, darin ein Paar, die einzigen Überlebenden einer vorzeiten untergegangen Kultur. Eléa, die Frau, berichtet nach ihrer Wiederbelebung von dieser hochstehenden Zivilisation, aber auch von ihrem dramatischen Untergang.
Dirigent Christoph Altstaedt, von 2011 – 2013 Chefdirigent des TSOI, programmierte ein überaus farbiges Konzert, beginnend bei der Orchesterfassung von Claude Debussys Préludes, in denen sich dem Orchester vielfältige Möglichkeiten zu immer neuen, überraschenden Akzenten von poetisch bis grotesk bieten. Bei den Préludes kommt auch ein ungewöhnliches Instrument zum Einsatz: eine Singende Säge, die von Solopaukist Robert Zorn gespielt wird.
Im Divertimento für Streichorchester greift Béla Bartók spielerisch Themen der ungarischen Folklore auf und erlaubt sich ironische Anspielungen auf die Musik der Zigeuner-Kapellen, die lange tatsächlich für echte ungarische Volksmusik gehalten wurde. Zoltán Kodály erfasste wie Béla Bartók mit seinen musikethnologischen Forschungen systematisch das ungarische Volkslied und griff seine Liebe zur Volksmusik ebenfalls in seinen Werken auf. Die Háry János Suite ist ein temperamentvolles Werk, das die Geschichten eines Aufschneiders erzählt. Ungewöhnliche Instrumente wie Zymbal, Glocken und Saxophon geben der Suite das Flair ungarischer Folklore und doch hört man reinste Kunstmusik.

Quatuor Ébène
„Ein Streichquartett, das sich mühelos in eine Jazzband verwandeln kann“, titelte die New York Times nach einem Auftritt des Quatuor Ebène 2009, bei dem das Ensemble zunächst Debussy und Haydn spielte, um danach über Filmmusik zu improvisieren, beides mit demselben Enthusiasmus und Können. Was 1999 als Zerstreuungsübung vier junger französischer Musiker in den Proberäumen der Universität begann, wurde zu einem Markenzeichen des Quatuor Ebène. Nach Studien beim Quatuor Ysaÿe in Paris sowie bei Gábor Takács, Eberhard Feltz und György Kurtág folgte der beispiellose und herausragende Sieg beim ARD Musikwettbewerb 2004, der erste und wichtigste in einer langen Reihe von Preisen, mit denen auch ihre CDs, sei es mit klassischem Repertoire oder mit Jazz-Arrangements, überhäuft wurden.
In der Saison 2013.14 konzertieren sie unter anderem in der Wigmore Hall London, der Philharmonie Luxemburg, dem Herkulessaal München und der Carnegie Hall New York. Nach der jüngst erschienenen CD „Brazil“ widmen sie sich wieder der Klassik: 2015 werden die späten Streichquartette Beethovens erscheinen.

KONZERTTERMINE
Donnerstag, 12. Juni, und Freitag, 13. Juni 2014, jeweils um 20.00 Uhr im Congress
Innsbruck / Saal Tirol.

Vor dem Konzert findet um 19.15 Uhr eine Einführung im Foyer statt.

Pressemeldung Tiroler Landestheater Innsbruck

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