Wien, Wiener Staatsoper, DIE FRAU OHNE SCHATTEN – 150 JAHRE OPERNHAUS AM RING, 25.05.2019

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Wiener Staatsoper

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

Wien / Wiener Staatsoper © Starke

DIE FRAU OHNE SCHATTEN – Richard Stauss

 Jubiläum zur Eröffnung der Wiener Staatsoper 1869

Festpremiere am 25. MAI 2019

Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums des Opernhauses am Ring – die heutige Wiener Staatsoper wurde am 25. Mai 1869 feierlich eröffnet – kommt Richard Strauss’ Die Frau ohne Schatten am 25. Mai 2019 zur hochkarätig besetzten Festpremiere.

Auf genau dieser Bühne wurde das Werk vor 100 Jahren, am 10. Oktober 1919, uraufgeführt. Das kongeniale Duo Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal diskutierte schon ab 1910 über einen neuen Opernstoff, der Titel Die Frau ohne Schatten – ihre vierte gemeinsame Oper – existierte spätestens ab 1911. Inmitten des Ersten Weltkriegs entstand das Werk, das 1917 fertig gestellt wurde und das der Komponist selbst als „schönste und erhabenste Arbeit“ prophezeite. Erzählt wird die (komplexe) Geschichte zweier Paare – Kaiser und Kaiserin sowie Färber und Färberin –, die durch Selbsterkenntnis und Selbstüberwindung zum glücklichen Ende finden.

Lotte Lehmann Wien © IOCO

Lotte Lehmann Wien © IOCO

Wien wäre nicht Wien, wenn nicht schon das Vorhaben, das Werk hier zur Weltpremiere zu bringen (auch Hofmannsthal hatte sich zuerst dagegen ausgesprochen), auch eine Opposition auf den Plan gerufen hätte, wie Staatsoperndramaturg Dr. Oliver Láng im Magazin „Prolog“ erläutert. Parallel dazu kam Kritik am neuen Direktor Strauss, der noch vor seinem Antritt angefeindet wurde. Nach der Uraufführung – unter Franz Schalk, u. a. mit Maria Jeritza (Kaiserin), Lotte Lehmann (Färberin), Karl Aargard-Oestvig (Kaiser), Richard Mayr (Barak) und Lucie Weidt (Amme) – waren die Lager gespalten. Doch seit der Uraufführung hat Die Frau ohne Schatten eine reiche Aufführungsgeschichte erlebt und gilt als einer der besonderen Höhepunkte des Wiener und internationalen Musiktheaters. Im Haus am Ring kam es nach der Uraufführung 1919 zu sechs weiteren Premieren: 1931 kam eine Neuproduktion unter Clemens Krauss heraus (sie wurde auch bei einem Gastspiel in Venedig gegeben, die italienische Erstaufführung), bereits zwölf Jahre später, 1943, eine weitere unter Karl Böhm. Zur Wiedereröffnung des Hauses am Ring 1955 war Die Frau ohne Schatten Teil des Premierenzyklus’, in einer Doppelpremiere (mit zwei Besetzungen) brachte Karajan im Juni 1964 eine Neuproduktion heraus, 1977 stand eine weitere Premiere unter Karl Böhm auf dem Programm. Die bislang letzte Neuinszenierung erfolgte 1999 unter Giuseppe Sinopoli (Inszenierung: Robert Carsen). Insgesamt erklang die Oper bislang 147mal im Haus am Ring.


Leading Team

Christian Thielemann dirigiert Die Frau ohne Schatten

Für die musikalische Leitung konnte mit Christian Thielemann einer der bedeutendsten Dirigenten der Gegenwart gewonnen werden. Die Frau ohne Schatten ist nach Tristan und Isolde (2003) und Hänsel und Gretel (2015) seine dritte Staatsopernpremiere. Seit seinem Debüt am Haus 1987 mit Così fan tutte dirigierte er hier – neben den Premierenproduktionen – Vorstellungen von La traviata, Le nozze di Figaro, Parsifal, Die Meistersinger von Nürnberg, Ariadne auf Naxos sowie den Ring des Nibelungen.

Als „Liebe auf den ersten Blick“ bezeichnete er rückwirkend das erste gemeinsame Konzert im Jahr 2000 mit den Wiener Philharmonikern, dessen Mitglieder ja bekanntlich in Personalunion das Staatsopernorchester bilden. Im Gespräch mit Staatsoperndramaturg Dr. Andreas Láng streut er dem unverwechselbaren, weich-goldenen, „im guten Sinne defensiven“ Klang des Orchesters und der musikalischen Flexibilität der einzelnen Musiker, die stets mit einem Ohr bei den Sängern auf der Bühne seien, Rosen. Gemeinsam mit dem Orchester erarbeitete er die Frau ohne Schatten 2011 für die Salzburger Festspiele und blickt zurück: „Einige Musiker zeigten sich verwundert, dass ich mit ihnen so entspannt arbeiten würde, worauf ich erwiderte, dass es genau umgekehrt wäre: Das ganze Orchester wäre mir gegenüber entspannt. Offensichtlich stimmt also die Chemie zwischen uns. Es herrscht ein wahres Geben und Nehmen, ein gegenseitiges Anbieten und Aufnehmen.

Inszeniert wird Die Frau ohne Schatten von Vincent Huguet, der mit dieser Produktion sein Staatsoperndebüt gibt. Der französische Regisseur arbeitete vor seiner Theatertätigkeit u. a. als Kunsthistoriker, bevor er 2008 seine Zusammenarbeit mit Patrice Chéreau begann, dessen Assistent er bis zum Tod des legendären Regisseurs 2013 blieb. Jüngste eigene Inszenierungen führten ihn nach Montpellier (Lakmé), Aix-en-Provence (Dido and Aeneas) und Luzern (Roméo et Juliette).

Hugo von Hofmannsthal Wien © IOCO

Hugo von Hofmannsthal Wien © IOCO

Dass Die Frau ohne Schatten in einer Zeitenwende entstanden ist, findet Vincent Huguet spannend: „Es war der Moment in Europa, als man sich genau an der Absprungkante zwischen Vergangenheit und Zukunft befand. Nicht nur politisch, sondern auch künstlerisch. Die Avantgarde kam auf und ließ manches plötzlich alt aussehen. Daraus ist der Gedanke der „letzten romantischen Oper“ entstanden: Ein letzter Höhepunkt, eine Verschmelzung von so vielen Dingen: Da ist die deutsche Romantik drinnen, die Welt von 1001 Nacht, Antik-Ägyptisches, Goethe und vieles mehr. Umso weiter man gräbt, desto mehr eröffnet sich eine faszinierende Welt!“ Er verschreibt sich nicht einer spezifischen Lesart der Oper – „die Oper ist so reich, so vielfältig, so vielschichtig, dass jeder Versuch, sie auf eine Denkschiene zu setzen, einer Reduktion ihrer Ausdruckskraft gleichkommt. […] Strauss und Hofmannsthal wollten diesem Werk die Qualität eines Märchens schenken. Nun wissen wir: Es gibt nichts Zerbrechlicheres als ein Märchen. Sobald man es erklärt, es fest zu machen versucht und die Symbolik ausdeutet, verliert es seinen Zauber. […] Man […] muss die Magie wirken lassen.

Er betont weiters die Parallele zum Heute, geht es in der Frau ohne Schatten doch „um den Krieg […], nicht direkt angesprochen, aber in einem höheren Sinne […] – als Künstler ist man gefordert Stellung zu beziehen und einen Kommentar abzugeben. Wie also nahmen sie Stellung? Sie sagten, dass wenn Menschen sich – nicht nur in ihrem Verhalten, sondern auch in der Art, wie sie mit der Liebe umgehen – nicht ändern, der Zyklus des Lebens, der Generationenweitergabe unterbrochen wird und es kein Weiter, keine Kontinuität mehr gibt. Es muss ein Umdenken stattfinden, ein Sprung über den eigenen Schatten! […] Und eigentlich ist es beklemmend, dass wir heute erneut an einem solchen Punkt angelangt sind! Vielleicht aktuell nicht militärisch. Aber auf ökologischer Ebene: Wenn wir heute nicht umdenken und unser Verhalten grundlegend ändern, werden die Generationen nach uns keine Erde mehr vorfinden, auf der man leben kann …“

Für das Bühnenbild zeichnet Aurélie Maestre verantwortlich, für die Kostüme Clémence Pernoud. Beide präsentieren mit der Frau ohne Schatten ihre erste Arbeit für das Haus am Ring. Das Lichtdesign stammt von Bertrand Couderc, Dramaturg der Produktion ist Louis Geisler.


Die Besetzung

KS Stephen Gould singt erstmals im Haus am Ring den Kaiser. Der amerikanische Heldentenor ist der Wiener Staatsoper seit seinem Debüt 2004 als Paul in der Premiere von Die tote Stadt eng verbunden. Nach Die tote Stadt, Siegfried und Götterdämmerung (Siegfried) sowie Ariadne auf Naxos (Tenor/Bacchus) ist Die Frau ohne Schatten seine fünfte Staatsopernpremiere. An der Wiener Staatsoper war er weiters als Erik (Der fliegende Holländer), Tristan (Tristan und Isolde) sowie in den Titelpartien von Parsifal, Peter Grimes und Tannhäuser zu erleben.

In der Interpretation der Frau ohne Schatten betont er im Gespräch mit Dr. Andreas Láng für den „Prolog“, dass es „essentiell ist, eine Erzähl-Metapher zu finden, die das ganze Werk veredelt und uns hilft, die geistig/menschliche Erkenntnis zu sehen, die sich dann zum Mythos erhebt.“

Die Kaiserin verkörpert – ebenfalls erstmals an der Wiener StaatsoperCamilla Nylund. Die Frau ohne Schatten ist nach Lohengrin (Elsa) und Der Freischütz (Agathe) die dritte Premiere im Haus am Ring der finnischen Sopranistin, die hier bisher u. a. auch die Titelpartien von Salome, Arabella, Rusalka, Ariadne auf Naxos; Elisabeth (Tannhäuser), Gräfin (Capriccio), Marschallin (Der Rosenkavalier), Sieglinde (Die Walküre), Marietta (Die tote Stadt), Donna Anna (Don Giovanni) und Leonore (Fidelio) sang.

Für sie ist Die Frau ohne Schatten „eine in jeder Hinsicht bombastische Oper – in dieser Ausprägung übertrifft sie wohl alle anderen Strauss-Opern“, wie sie das Außergewöhnliche dieses Werkes charakterisiert. Mit der Musik von Richard Strauss assoziiert sie mit dem Gesang „Riesenbögen“ und den „im wahrsten Sinn des Wortes sauberen, manchmal sogar fast kindlich-reinen Klang, den es so nur bei Strauss gibt. […] Wenn ich […] an die Strauss’schen Ausbrüche in der reinen Orchestermusik denke, so sehe ich vor mir hingegen das Bild eines sich öffnenden Himmels.“

Evelyn Herlitzius, die als Elektra in Trojahns Orest in der letzten Staatsopernpremiere einen großen Erfolg feierte, gibt mit der Amme ein weiteres weltweites Rollendebüt im Haus am Ring. Die Frau ohne Schatten ist nun die zweite Premiere an der Wiener Staatsoper der gefragten deutschen Sängerin. Sie debütierte 2000 als Leonore (Fidelio) im Haus am Ring, wo sie weiters u. a. als Brünnhilde (Der Ring des Nibelungen), Isolde (Tristan und Isolde), Färberin (Die Frau ohne Schatten), Marie (Wozzeck), Kundry (Parsifal) und zuletzt in der Titelpartie von Kátja Kabanová zu erleben war.

Ihre erste Annäherung an die Gesamtheit des Kunstwerkes fasst sie so zusammen: „Sich als erstes dem Ganzen einfach hinzugeben. Danach, wenn der Rausch nachlässt: darüber lesen, sich immer mehr hinein versenken.“

Den Barak singt – wie bereits bei der letzten Vorstellungsserie der Frau ohne Schatten im Haus am Ring 2012 – Wolfgang Koch. Der international renommierte deutsche Bariton debütierte 2008 als Fritz Kothner (Die Meistersinger von Nürnberg) im Haus am Ring und war hier weiters als Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg), Telramund (Lohengrin) und Jochanaan (Salome) sowie in der Titelpartie der Premierenproduktion von Dantons Tod zu erleben.

Nach der Kundry und der Elektra gibt schließlich KS Nina Stemme als Färberin ein weiteres wichtiges internationales Rollendebüt an der Wiener Staatsoper. Die gefeierte schwedische Sopranistin ist damit – nach Der fliegende Holländer (Senta), Die Walküre (Sieglinde), La forza del destino (Leonora), Siegfried (Brünnhilde), Tristan und Isolde (Isolde), La fanciulla del West (Minnie), Elektra und Parsifal (Kundry) – in ihrer neunten Staatsopernpremiere zu erleben. Im Haus am Ring war sie darüber hinaus u. a. als Tosca, Leonore (Fidelio), Marschallin und Brünnhilde (gesamter Ring des Nibelungen) zu erleben.

Angesprochen auf das Gefühl, mit welchem sie 100 Jahre nach der Uraufführung der Frau ohne Schatten an der Wiener Staatsoper ebendiese Bühne betreten wird, sagt sie: „Abgesehen von der Ehre und Freude tragen wir ein Stück Verantwortung, wenn wir dieses Werk vor dem Publikum in unserer Interpretation präsentieren. Einerseits sind wir diesbezüglich vollkommen frei, andererseits liegt die Musik dieser Oper gerade hier in Wien gewissermaßen in der Luft, sodass man nur nach ihr greifen muss.“

Den Geisterboten singt Sebastian Holecek. Der aus Wien stammende Bariton tritt seit seinem Debüt 1991 als Papageno (Die Zauberflöte) an der Wiener Staatsoper auf und sang hier bisher u. a. Peter Besenbinder (Hänsel und Gretel), Don Fernando (Fidelio), Harlekin (Ariadne auf Naxos) und Christian (Un ballo in maschera). Die Frau ohne Schatten ist seine erste Premiere im Haus am Ring.

Die weiteren Partien singen die Staatsopern-Ensemblemitglieder Maria Nazarova (Hüter der Schwelle des Tempels und Stimme des Falken), Benjamin Bruns (Stimme eines Jünglings), Monika Bohinec (Stimme von oben), Samuel Hasselhorn (Der Einäugige), Ryan Speedo Green (Der Einarmige), Thomas Ebenstein (Der Bucklige), Ileana Tonca (Erste Dienerin, Erste Stimme der Ungeborenen, Erste Solostimme), Mariam Battistelli (Zweite Dienerin, Zweite Stimme der Ungeborenen, Zweite Solostimme), Szilvia Vörös (Dritte Dienerin, Vierte Stimme der Ungeborenen, Vierte Solostimme), Virginie Verrez (Dritte Stimme der Ungeborenen, Dritte Solostimme), Bongiwe Nakani (Fünfte Stimme der Ungeborenen, Fünfte Solostimme) und Zoryana Kushpler (Sechste Solostimme).

Es spielen das Orchester der Wiener Staatsoper und das Bühnenorchester der Wiener Staatsoper, es singt der Chor der Wiener Staatsoper.


Die Frau ohne Schatten im Radio und Livestream sowie internationale Übertragungen

Die Premiere am 25. Mai 2019 wird live auf Radio Ö1 (+ EBU) ausgestrahlt sowie
via WIENER STAATSOPER live at home übertragen (www.staatsoperlive.com). Die Premiere sowie alle Folgevorstellungen (30. Mai, 2., 6., 10. Juni 2019) werden zudem im Rahmen von „Oper live am Platz“ live auf den Herbert von Karajan-Platz übertragen.

Im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten „150 Jahre Opernhaus am Ring“ wird die Premiere zudem live bzw. live-zeitversetzt auf wichtige Plätze in den österreichischen Landeshauptstädten von Bregenz bis Eisenstadt sowie auf einen Riesenscreen im Moskauer Zaryadye-Park übertragen (www.wiener-staatsoper.at/150).

—| Pressemeldung Wiener Staatsoper |—

Markneukirchen, 54. Instrumentalwettbewerb Violoncello / Gitarre, IOCO Aktuell, 09.-18.5.2019

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

Markneukirchen / Rieseninstrumente vor Musikinstrumentenmuseum © FFF

54. Instrumentalwettbewerb  2019 – In den Startlöchern

9. – 18. Mai 2019 – Violoncello und Gitarre

Am 9.5.2019 beginnt der 54. Internationale Instrumentalwettbewerb Markneukirchen in den Fächern Violoncello und Gitarre. Und so werden vom 9. bis 18. Mai 2019 junge Musikerinnen und Musiker im Alter zwischen 16 und 29 Jahren über vier Wettbewerbsrunden ihr herausragendes Können zeigen und sich der Bewertung durch namhafte Juroren aus dem In- und Ausland stellen. Bereits am Mittwoch, dem 8. Mai werden die Teilnehmer in anreisen und der Musikstadt buntes Leben einhauchen.

Schirmherr des Wettbewerbs – Christian Thielemann

Bis zum Ende der Anmeldefrist bewarben sich 169 Kandidaten aus 36 verschiedenen Ländern von fünf Kontinenten. Davon entfielen auf das Fach Violoncello 121 Anmeldungen aus 30 Ländern. Im Fach Gitarre bewarben sich 48 Teilnehmer aus 23 Ländern. Auf Grund des hohen Zuspruchs im Fach Violoncello wurde eine Vorauswahl durchgeführt, in deren Ergebnis 71 junge Cellistinnen und Cellisten aus 25 Ländern die ersehnte Nachricht über die Zulassung zum Wettbewerb in Markneukirchen erhielten. Bei den Gitarristen wurden alle 48 Bewerber direkt nach Anmeldeschluss zugelassen.

Von den 119 zum Wettbewerb eingeladenen Musikerinnen und Musikern führt Südkorea erneut mit 20 Teilnehmern den Länderspiegel an, gefolgt von Deutschland mit acht und Frankreich mit elf Teilnehmern.

Neben den Wettbewerbsrunden in der Musikhalle Markneukirchen (Fach Violoncello) und in der Villa Merz, Adorfer Straße 38 in Markneukirchen (Fach Gitarre) erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, welches Konzerte verschiedenster Genre, Ausstellungen, Schauvorführungen in der Erlebniswelt
Musikinstrumentenbau sowie Fachvorträge beinhaltet.

Eröffnet wird der Wettbewerb am Freitag, dem 10. Mai 2019 in der Musikhalle Markneukirchen mit einem Konzert des Sinfonieorchesters Markneukirchen. Solist des Abends wird der deutsche Oboist Thomas Hecker sein. Er begeisterte als Preisträger des Internationalen Instrumentalwettbewerbes Markneukirchen 2010 und kehrt nun mit dem Oboenkonzert in e-Moll von Georg Philipp Telemann an den Ort seines Erfolges zurück. Zur festlichen Eröffnung des Wettbewerbes erklingen außerdem die Sinfonia D-Dur op. 18 Nr. 4 von Johann Christian Bach sowie die Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73 von Johannes Brahms.

Markneukirchen / 44. Internationaler Instrumentalwettbewerb Makneukirchen hier Preistraeger Victor Julien-Laferriere © Ellen Liebner

Markneukirchen / 44. Internationaler Instrumentalwettbewerb Makneukirchen hier Preistraeger Victor Julien-Laferriere © Ellen Liebner

Der Chor des Gymnasiums Markneukirchen und das Blasorchester Markneukirchen laden am Dienstag, dem 14. Mai 2019 unter dem Motto „BO & Gym“ zu einem bunten Abend ein, dessen Programm vom Musikantenmarsch über Volkslied bis hin zu Filmmusik und Musical reichen wird.

Glanzvoller Höhepunkt und Abschluss des Wettbewerbes wird auch 2019 wieder das Preisträgerkonzert mit den Bestplatzierten des Wettbewerbes in den Fächern Violoncello und Gitarre am Samstag, dem 18. Mai 2019, 19.00 Uhr in der Musikhalle Markneukirchen sein. Die beiden Bestplatzierten werden mit dem Cellokonzert a-Moll von Robert Schumann sowie dem Concierto de Aranjuez für Gitarre und Orchester von Joaquín Rodrigo zu erleben sein. Beide Werke stehen auch in den Finalrunden am 16. Mai (Gitarre) und am 17. Mai (Violoncello) auf dem Programm. Die Begleitung wird vom Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau unter der Leitung von GMD Leo Siberski (Finale Violoncello) bzw. Vladimir Yaskorski (Finale Gitarre) übernommen. Die weiteren Preisträger stellen im Preisträgerkonzert ihr Können noch einmal mit den herausragendsten Interpretationen aus ihrem Wettbewerbsprogramm unter Beweis.

Schirmherr des Wettbewerbs – Christian Thielemann

Für den Wettbewerb 2019 hat erneut der Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Christian Thielemann, die Schirmherrschaft übernommen. Die Präsidentschaft liegt in den Händen von Prof. Thomas Selditz. Unter seiner Leitung werden die beiden Fachjuryvorsitzenden Prof. Danjulo Ishizaka – Violoncello (Japan/Deutschland) und Prof. Thomas Müller-Pering – Gitarre (Deutschland) gemeinsam mit international anerkannten Musikerpersönlichkeiten und Pädagogen in den beiden Fachjurys wirken. Dazu gehören im Bereich Violoncello: Prof. Yi-Bing Chu (China), Prof. Maria Kliegel (Deutschland), Prof. Zdzislaw Zapinski (Polen), Prof. Monika Leskovar (Kroatien), Prof. Csaba Onczay (Ungarn) und Prof. Marko Ylönen (Finnland). Der Jury im Fach Gitarre gehören an: Prof. Joaquín Clerch (Kuba), Prof. József Eötvös (Ungarn), Prof. Margarita García Escarpa (Spanien), Prof. Pablo Márquez (Argentinien), Prof. Raphaella Smits (Belgien) und Prof. Alexander Swete (Österreich).

Markneukirchen – Ort mit großer Musiktradition

Markneukirchen ist schön. Doch die musikalische Tradition des Ortes ist spektakulär: Reizvoll auf dem westlichen Elstergebirge Sachsens gelegen, im oberen Vogtland nahe Tchechien, besitzt Markneukirchen eine ungewöhnliche Spezialität: Um 1200 gegründet wird der Ort nach seinem Gründer Albertus Nothaft de Wildestein Nothaft genannt. Stadtrechte erhielt das Örtchen Nothaft bereits 1360. 1405 erstmals als Markt Neukirchen amtlich erwähnt, besaß es als „Amtsstädtchen“ schon früh Sitz und Stimme im „kursächsischen Landtag“.

Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF Markneukirchen / Geigenbauer Joerg Wunderlich © FFF

Überregionale Bedeutung gewinnt das kleine Örtchen ab 1658, als protestantische Glaubensflüchtlinge den Geigenbau in die Stadt bringen. 12 Geigenbauer gründen 1677 die erste Geigenmacherinnung, 1750 beginnt der Bogenbau, 1777 gründen Saitenmacher die erste Saitenmacherinnung. 1797 schließen sich Waldhorn- und Pfeifenmacher zur „Musikalischen Blas,- Instrumentenmachergesellschaft“ zusammen. Um 1800 werden Gitarren gebaut; Zithern und Mandolinen folgen bald. 1834 wird in Markneukirchen die erste Musikschule Deutschlands gegründet. Auch die Martin-Trompete (Schalmei) wird 1905 in Markneukirchen entwickelt.

—| IOCO Aktuell Instrumentalwettbewerb Markneuenkirchen |—

Wien, Staatsoper Wien, Europäische Kulturpreisgala 2019, IOCO Aktuell, 14.03.2019

April 25, 2019 by  
Filed under IOCO Aktuell, Wiener Staatsoper

Wiener Staatsoper bei Nacht © IOCO

Wiener Staatsoper bei Nacht © IOCO

Europäischer Kulturpreis

Europäisches Kulturforum

Europäische Kulturpreisgala in Wien – 20.10.2019

 Wiener Staatsoper, Plácido Domingo, Christian Thielemann, René Pape 

In der Wiener Staatsoper, die 2019 ihr 150-jähriges Bestehen feiert, findet am 20. Oktober 2019 die Europäische Kulturpreisgala statt. Dabei treffen sich in Wien die ganz großen Namen der Klassik: von Nina Stemme über Plácido Domingo und Christian Thielemann bis hin zu René Pape.

„Für uns ist es eine große Ehre, dass wir in diesem weltweit renommierten Haus im 150. Jahr seinesBestehens unsere Preise vergeben können“, sagt Bernhard Reeder, Vorstand des Vereins Europäisches Kulturforum und damit Veranstalter dieses außergewöhnlichen Abends. Den Preis erhalten Menschen und Institutionen, deren Visionen und Kreativität beispielhaft das kulturelle Leben in Europa beeinflussen und die dafür sorgen, dass das jahrhundertelange Erbe gepflegt und in die Neuzeit integriert wird.

Erste Preisträgerin: Die Wiener Staatsoper Die Wiener Staatsoper gilt als eines der bedeutendsten Opernhäuser der Welt. Sie bietet – weltweit einmalig – über 300 Vorstellungen von über 60 Opern-und Ballettwerken. Die unverwechselbaren, künstlerischen Eckpfeiler des Hauses sind das fest engagierte Sängerensemble, das Ballett-Ensemble, das Staatsopernorchester (dessen Musiker in Personalunion den Klangkörper der Wiener Philharmoniker bilden), der Chor und das Bühnenorchester.

Wiener Staatsoper © IOCO

Wiener Staatsoper © IOCO

Darüber hinaus gastieren jedes Jahr die wichtigsten Opernstars und bedeutendsten Dirigenten im Haus am Ring. Auf der weltbekannten Bühne treffen sich nun Ausnahmekünstler, die eine ganz eigene Verbindung zueinander und zu dieser hoch geachteten Kulturinstitution haben.

Plácido Domingo: Er gilt als einer der größten lebenden Sänger unserer Zeit: Plácido Domingo gab bereits 1967 sein Debüt an der Wiener Staatsope rund ist seitdem dem Haus eng verbunden. Bei seinen bisher 4.000 Opernvorstellungen, davon über 250 alleine in Wien, brachte er die Anhänger der klassischen Musik zum Jubeln. „Die Stadt und die Staatsoper haben einen festenPlatz in meinem Herzen“, sagt der Ausnahmekünstler, der Österreichischer Kammersänger und Ehrenmitglied des Hauses ist.„Es ist eine Liebesbeziehung.“

Olga Peretyatko, die gefeierte Koloratursopranistin, wird die Laudatio auf Plácido Domingo halten. Dabei steht sie auf derselben Bühne, auf der sie als Gilda in Verdis Rigoletto 2013 ihr Debüt gab und erst im vergangenen Jänner mit der Titelpartie von Lucia di Lammermoor einen Premierenerfolg feierte.

Christian Thielemann: Christian Thielemann zählt zweifellos zu den größten Dirigenten unserer Zeit und stand zuletzt als Dirigent des in über 90 Länder übertragenen Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker 2019 im Scheinwerferlicht der Klassikwelt. Bereits 1987 debütierte er an der Wiener Staatsoper und dirigierte hier wichtige Premieren, mit Plácido Domingo und den Wiener Philharmonikern nahm er Parsifal auf. Christian Thielemann ist Chefdirigent (nicht GMD) der Sächsischen Staatskapelle Dresden und bespielt mit ihr sehr erfolgreich seit 2013 die Salzburger Osterfestspiele. Als Musikdirektor steht Thielemann außerdem den Bayreuther Festspielen vor und begeistert durch seine rauschhaften Dirigate der Werke von Richard Wagner. An der Wiener Staatsoper wird er am 25. Mai 2019, dem Geburtstag des Hauses, die hochkarätig besetzte Premiere von Richard Strauss‘ Die Frau ohne Schatten dirigieren.

René Pape:  Ebenfalls als großer Wagner-Interpret gilt der gebürtige Dresdner und zweifache Grammy-Preisträger René Pape, der sein Debüt an der Wiener Staatsoper bereits 1991 absolvierte. Danebensteht der ehemalige Sänger des Dresdner Kreuzchores auch auf allen anderen großen Bühnen der Welt, schon mit 24 Jahren wurde er ins Ensemble der Berliner Staatsoper engagiert. Seine Interpretationen wichtigerBass-Partien sind bereits jetzt legendär. Am 18.Dezember 2018 wurde er im Anschluss an die Zauberflöten-Vorstellung an der Wiener Staatsoper zum Österreichischen Kammersänger ernannt. „Für mich ist es immer etwas Besonderes, wenn ich in Wien auftreten kann, diesem einmaligen Hort der Kultur“, so René Pape.Das Haus begleitet mich seit vielen Jahren, die Mitarbeiter sind mir sehr vertraut.“

Nina Stemme: Seit Jahren ist die schwedische Sopranistin und Österreichische Kammersängerin Nina Stemme der Wiener Staatsoper eng verbunden. Ihre außergewöhnliche Stimme lässt Kritiker in höchsten Tönen schwärmen, Experten attestieren ihr immer wieder Einzigartigkeit – egal ob in der New Yorker Met, der Mailänder Scala, in der Bayerischen Staatsoper oder dem Londoner Royal Opera House Covent Garden. In der Jubiläumssaison der Wiener Staatsoper wird sie in Richard Strauss‘ hier uraufgeführter Oper Die Frau ohne Schatten ihr Debüt als Färberin geben. Im Oktober 2018 erhieltdie angesehene Wagner-Interpretin den Birgit-Nilsson- Preis, eineder bedeutsamsten Klassik-Auszeichnungen weltweit. Mit Plácido Domingo traf sie an diesem Abend auf einen ihrer größten Förderer. Schon 1993 gewann sie den von ihm begründeten Gesangswettbewerb Operalia. 

—| Pressemeldung Europäischer Kulturpreis |—

Dresden, Sächsische Staatskapelle, Sonderkonzert mit Rudolf Buchbinder, 08.03.2019

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Sächsische Staatskapelle Dresden

Semperoper

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Dresden / Semperoper im Sonnenschein © Matthias Creutziger

Sächsische Staatskapelle – Rudolf Buchbinder

– Ludwig van Beethoven –

von Thomas Thielemann

Inzwischen zur schönen Tradition geworden, kommt zumindest einmal im Jahr Rudolf Buchbinder nach Dresden, um im Semperbau mit Musikern der Sächsischen Staatskapelle eine Sonderkonzert-Matinee zu geben.

Wie meistens trat er sowohl als Solist als auch als Dirigent am 3. März 2019  in Erscheinung. Die besondere Verbindung zwischen Buchbinder und den Musikern wird damit verstärkt und führt zu besonderen Klangentwicklungen. Seine tiefgründigen intensiven Interpretationen bringen eine einzigartige Atmosphäre- es gibt kaum einen anderen, der Beethoven derart vollendet  und auf diesem Niveau spielt. Ebenso hatte der Ausnahme-Pianist und Orchesterleiter in dieser Formation mit Beethoven Klavierkonzerten im Dezember 2017 zwei Gastkonzerte in Abu Dhabi gegeben und im Januar 2018 eine Tournee mit Konzerten in  Berlin, München und Essen bestritten.

Sächsische Staatskapelle Dresden / Rudolf Buchbinder © Matthias Creutziger

Sächsische Staatskapelle Dresden / Rudolf Buchbinder © Matthias Creutziger

Buchbinder ließ im Kozert am 3.3.2019 den Flügel in der Mitte der Bühne aufstellen und umgab sich mit den Streichern. Die Bläser waren leicht erhöht im Hintergrund in Reihe angeordnet.

Zu Beginn des Konzertes spielte Rudolf Buchbinder eins der frühen Klavierkonzerte Beethovens, das B-Dur-Konzert Nr. 2  op. 19. Komponiert zwischen 1788 und 1801 war es sogar vor dem 1. Klavierkonzert entstanden und erinnert mit der in den ersten beiden Sätzen häufig verwendeten Chromatik noch an Mozart.

Das eröffnende  Allegro con brio spielte Buchbinder noch mozartisch charakterisiert. Bis er mit markantem Fugato in die Beethoven Kadenz überleitete. Das Adagio bot er poetisch, perlend und fließend bis er dann in den letzten Minuten die Stimmung auf eine berückende Art zurück nimmt. Das abschließende „Rondo. Molto allegro“ wurde dann wieder markanter gleichsam als Ohrwurm dargeboten. Virtuos, fordernd, forsch und-wenn notwendig- auch zärtlich und subtil realisierte Buchbinder mit dem Orchester die wunderbaren Dialoge

Dem frühen Klavierkonzert folgte das 1805 bis 1806 entstandene Klavierkonzert Nr. 4 in G-Dur. Für viele Musikfreunde gilt es als sein  schönstes und größtes Klavierkonzert. Gemeinsam mit dem 5. Beethovens stellt es zweifelsfrei den wichtigsten Beitrag zur „Gattung“ der  Klavierkonzerte dar.

Ludwig van Beethoven © IOCO

Ludwig van Beethoven © IOCO

Die Darbietung begann, vom Üblichen abweichend, mit dem Solo Buchbinders, bevor er dann das Orchester ziemlich aggressiv einbezog. Trotz kleinerer Klavier-Wortmeldungen blieb das Orchester im ersten Satz  der bestimmende Partner. Den kurzen Mittelsatz begann das Orchester Streicher-lastig recht schroff. Buchbinder antwortete eher schüchtern, um sich dann zunehmend selbstbewusst einzureihen. Nach Aussagen von Zeitzeugen ist Beethoven von der Orpheus-Sage zu dieser Satzgestaltung angeregt worden. Der Konflikt zwischen der Liebe des Sängers und den Mächten der Finsternis wäre durch das düstere , marschartige Streicher-Thema und den innigen Klavierthemen mit immer kürzer werdenden Argumenten vorgetragen worden. In dessen Verlauf wurde das Orchester immer leiser und kürzer in seinen Aussagen, während das Klavierspiel an Selbstbewusstsein gewinnt.

Es beeindruckte, wie Buchbinder ob seiner Doppelfunktion als Orchesterleiter und Solist beiden Argumenten zur Wirkung verhilft, dann aber den Satz mit elementar ausbrechendem Klaviersturm beendet, während die Streicher zaghaft den Sieg des Liebesthemas besiegeln. Heiter schloss sich dann unmittelbar das abschließende Rondo („vivace“) mit der erst 1809, im Jahr nach der Uraufführung nachgelieferten, Kadenz an. Nach der letzten Abwandlung des Rondo Themas beendete Buchbinder mit einer brillanten Presto Stretta.

Zum Abschluss der Matinee spielte Rudolf Buchbinder mit den Musikern der Staatskapelle das einzige in Moll-Tonart gesetzte Klavierkonzert Beethovens Nr.3 op. 37. Entstanden in den Jahren 1800 bis 1803 gilt es auch als das erste Klavierkonzert mit sinfonischen Merkmalen. Damit wollte Beethoven in Anbetracht der Fortschritte im Klavierbau der Gattung Klavierkonzerte den Weg in die Konzertsäle ebnen.

Saechsische Staatskapelle Dresden - hier : mit Dirigent Christian Thielemann © Matthias Creutziger

Saechsische Staatskapelle Dresden – hier : mit Dirigent Christian Thielemann © Matthias Creutziger

Die Darbietung des  ersten Satzes Allegro con brio enthielt alles, was Musik ausmacht: Rhythmus, Melodie, Harmonik, Klangfarben und Dynamik. Auch der Kontrast zwischen dem Solisten und den Orchestergruppen war, wie von Beethoven Schritt für Schritt zusammengefügt, ohne schematisch zu wirken. Buchbinder beeindruckte wiederum sowohl  als Orchesterleiter als auch als Solist mit einer tiefgründigen, klangvollendeten und intensiven Interpretation.

Der zweite Satz verließ den finsteren Moll-Bereich und gehörte ganz dem Klavier. Nur gedämpfte Streicher begleiteten und treten erst hervor, wenn das Klavier schweigt. Dem Klavier waren hier Klangregionen erschlossen worden, die vom Solisten auf das prachtvollste genutzt wurden. Erst das finale Rondo kehrte zum Moll zurück. Zwei kurze von Beethoven eingefügte Kadenzen gingen dann mit Schwung zum Zusammenwirken von Klavier und Orchester und damit zu einem triumphalen Abschluss über. Buchbinder betonte durchaus bewusst  die symphonische Anlage der Komposition; das Klavier gab den Ton an. Vorteil für den Musiker, der Brillanz durch Objektivität und nicht durch Verzückung erreicht. Buchbinders klarer Anschlag bringt die Läufe und gebrochenen Akkorde zu faszinierender Wirkung.

Die Souveränität der Darbietung des inzwischen 72-jährigen Pianisten hatte etwas Mitreißendes, und die Mischung aus seiner Individualität und der Disziplin der Staatskapellen-Musiker, machten den Vormittag zu einem Ereignis.

Das  Publikum im restlos ausverkauften Haus dankte für das Vormittagserlebnis mit stürmischen und stehenden Ovationen.

—| IOCO Kritik Sächsische Staatskapelle Dresden |—

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