Frankfurt, Oper Frankfurt, Liederabend mit Michael Spyres, 18.06.2019

Juni 11, 2019 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

TENOR MICHAEL SPYRES
BESTREITET ACHTEN UND LETZTEN LIEDERABEND DER SPIELZEIT 2018/19

Der achte und letzte Liederabend der Spielzeit 2018/19 wird bestritten von dem amerikanischen Tenor Michael Spyres am
Dienstag, dem 18. Juni 2019, um 20.00 Uhr im Opernhaus.

Oper Frankfurt / Tenor Michael Spyres © Marco Borrelli

Oper Frankfurt / Tenor Michael Spyres © Marco Borrelli

Als Vasco da Gama (L’Africaine) hat er bei seinem Debüt an der Oper Frankfurt im Februar 2018 nicht nur ferne Welten erobert, sondern auch die Herzen des Publikums: Der amerikanische Tenor ist einer der Wenigen, die die schwierige Partie bewältigen. Von der New Yorker Met, der Wiener Staatsoper, der Opéra National de Paris und dem Royal Opera House Covent Garden in London bis zu den Münchner Opernfestspielen – Michael Spyres ist auf den großen Bühnen der Welt zu Hause. In seinem Liederabend beweist er Neugierde auf das nicht ganz so Bekannte und versammelt Liedkompositionen auf Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch und Russisch, in denen ein Text, eine Figur oder ein Sujet Länder- und Sprachgrenzen hinter sich gelassen hat. Ein englisches Volkslied von Haydn gehört ebenso dazu wie Berlioz’ französische Version von Goethes „Fischer“. Mit Rossini besingt er Romeo, mit Tschaikowski Don Juan und mit Verdi den Exilanten. Auch das Musical ist vertreten mit dem Song „All the Things You Are“ von Jerome Kern und bietet dem Ausnahmetenor eine willkommene Gelegenheit, seine Vielseitigkeit auch im Liedgesang unter Beweis zu stellen.

Anlässlich seines ersten Frankfurter Liederabends präsentiert Michael Spyres, begleitet von Mathieu Pordoy am Klavier, unter dem Motto „Foreign Affairs“ Lieder von Joseph Haydn, Hector Berlioz, Gioachino Rossini, Franz Liszt, Peter I. Tschaikowski, Friedrich Nietzsche, Charles Ives, Benjamin Britten u.a.

Die Liederabend-Reihe der Oper Frankfurt wird auch in der kommenden Saison 2019/20 fortgesetzt:

Jakub Józef Orli?ski, Countertenor 03. September 2019
Pretty Yende, Sopran 29. Oktober 2019
Stanislas de Barbeyrac, Tenor 26. November 2019
Maria Bengtsson, Sopran 14. Januar 2020
Jiddische Operettenlieder u.a. mit Barrie Kosky, Klavier 04. Februar 2020
Florian Boesch, Bassbariton 25. Februar 2020
Gaëlle Arquez, Mezzosopran 31. März 2020
Peter Mattei, Bariton 12. Mai 2020
John Osborn, Tenor 23. Juni 2020

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Stuttgart, Staatstheater Stuttgart, Die sieben Todsünden – Seven Heavenly Sins, IOCO Kritik, 16.02.2019

Schauspielhaus Stuttgart, Zuschauerraum © Bjoern Klein

Schauspielhaus Stuttgart, Zuschauerraum © Bjoern Klein

Schauspielhaus Stuttgart

  Die sieben Todsünden – Kurt Weill /  Seven Heavenly Sins – Peaches

Kampf der Geschlechter, der Musik- und Geschmacksrichtungen 

von Peter Schlang

Spartenübergreifende Produktionen haben im größten Dreispartenhaus Europas, den Staatstheatern Stuttgart, eine lange Tradition. Dennoch mussten die Theaterfreunde – und das sind in diesen Fällen (eigentlich) immer Opernfreundinnen und -freunde – 23 lange Jahre warten, bis es am Samstag, dem 2. Februar 2019 unter drei neuen Intendanten wieder zu einer Neu-Inszenierung kam, an der maßgeblich und explizit Vertreter aller drei Sparten, also der Oper, des Balletts und des Schauspiels, beteiligt sind.

Die Staatstheater Stuttgart wuchten in einer Drei-Sparten-Produktion – Die sieben Todsünden von Kurt Weill und Bertolt Brecht – und mehr auf die Bühne

Ausgewählt hatte man dafür das, sieht man von dem dafür benötigten Orchester-Apparat ab, in allen drei Bereichen solistisch wie den Chor- oder das Corps betreffend eher dünn besetzte „Ballett mit Gesang“ Die sieben Todsünden von Kurt Weill und Bertolt Brecht, welches der Choreograf Georges Balanchine bei den zwei deutschen Exilanten für Paris in Auftrag gegeben hatte. Da dieses „ballet chanté“, welches am 7. Juni 1933 am Théâtre des Champs-Élysées in Paris mit Lotte Lenya und Tilly Losch in den Hauptrollen uraufgeführt wurde, jedoch mit nur 35 Minuten Spieldauer selbst für die inzwischen im Stuttgarter Schauspielhaus fast zur Regel gewordenen pausenlosen Kurz-Abende viel zu kurz ist, suchte die für diese Ko-Produktion gewonnene Regisseurin Anna-Sophie Mahler nach Material und Wegen, um aus Brecht-Weills gerade aus Sicht des weiblichen Teils der Gesellschaft noch immer berechtigter Kritik an den gesellschaftlichen Verhältnissen einen halbwegs abendfüllenden Theaterabend zu basteln. Fündig wurde sie dabei bei der in den entsprechenden Kreisen zu einer Ikone der Freiheit und des Feminismus gewordenen kanadischen Punk- und Electroclash-Sängerin Peaches, die in ihrem unter dem Topos Seven Heavenly Sins firmierenden Teil der Produktion nicht nur ihre bekannten, teils zwanzig Jahre alten Songs life präsentieren, sondern sich auch sonst intensiv „performen“ und somit auf der Bühne des Schauspielhauses eine maßgebende Rolle einnehmen durfte.

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden - Seven heavenly sins - hier : Josephine Köhler, Peaches, Louis Stiens © Bernhard Weis

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden – Seven heavenly sins – hier : Josephine Köhler, Peaches, Louis Stiens © Bernhard Weis

Als weitere Erweiterung des Originals fügt die Regisseurin der von Brecht-Weill in zwei Teile gespaltenen Anna noch zwei Abspaltungen hinzu, wobei die beiden Ur-Annas der Haupthandlung der sehr präsenten und zu jeder Zeit äußerst intensiv agierenden und bis an ihre Grenzen gehenden Schauspielerin Josephine Köhler und dem nicht minder überzeugenden Halbsolisten und Nachwuchs-Choreografen der Stuttgarter Compagnie, Louis Stiens, anvertraut sind. Letztgenannter zeichnet auch für die Choreografie dieses Abends verantwortlich und wird so zum wichtigsten Akteur des Stuttgarter Balletts in dieser Ko-Produktion.

Als die beiden weiteren Inkorporationen Annas fungieren der bereits erwähnte Stargast Peaches, welche auch die meisten der in Weills Partitur enthaltenen Songs Annas übernimmt, und die mit dieser Produktion aus dem aktiven Tänzerinnendienst scheidende Melinda Witham, die der Stuttgarter Compagnie seit über vier Jahrzehnten angehörte und sich selbst als „eine der letzten Nachkömmlinge Crankos“ bezeichnet. Peaches ergänzt das Brecht’sche Original, das die in der katholischen Morallehre als die sieben Todsünden gebrandmarkten Untugenden Faulheit, Stolz, Zorn, Völlerei, Unzucht, Habsucht und Neid vorstellt, um sieben mit den gleichen Titeln versehene, aber nun eben als „himmlische Sünden“ bezeichnete Eigenschaften, die sich allerdings – entgegen der Verheißung in Titel und Begleit-Leporello – auf eine einzige reduzieren lassen, nämlich die Wollust oder eine uneingeschränkte sexuelle Freizügigkeit. Diese wird dann auch von den vier Anna-Abspaltungen in aller Freiheit und Ausführlichkeit demonstriert, wobei die Regie allerhand zusätzliches Text- sowie Ausstattungsmaterial bemüht und nicht nur die Bühnentechnik des Schauspielhauses gehörig in Bewegung bringt. Dies gilt im ersten Teil des Abends auch für die vier Sänger Elliot Carlton Hines, Christopher Sokolowski (Beides Mitglieder des internationalen Opernstudios), Gergely Németi und Florian Spiess, welche nicht nur die ihre Tochter immer anpeitschenden wie ausnehmenden Eltern Annas und deren zwei Brüder darstellen, sondern auch allerhand Personen verkörpern, denen die „vier Annas“ während ihrer unmoralischen Anschaffungstour für die Familie ausgeliefert sind.

Als Scharnier zwischen diesem mehr oder weniger originalen ersten Teil und dem beschriebenen „Peaches-Intermezzo“ fungiert ein von Josephine Köhler mit viel Verve und allen darstellerischen Raffinessen vorgetragener Monolog der französischen Existenzialistin Virginie Despentes aus deren die Frauen stärkendem und verteidigendem Text „Die King-Kong-Theorie“, dessen ambitioniertes Programm im folgenden Peaches-Teil jedoch leider nicht aufgegriffen wird.

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden - Seven heavenly sins - hier : Josephine Köhler, Peaches, Louis Stiens, Christopher Sokolowski, Gergely Nemeti © Bernhard Weis

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden – Seven heavenly sins – hier : Josephine Köhler, Peaches, Louis Stiens, Christopher Sokolowski, Gergely Nemeti © Bernhard Weis

Interessanter und viel ergreifender gelingt der vierte und abschließende Teil dieses Patchwork-Abends. Hier lässt uns die äußerst realitätsnah und sehr berührend auftretende 64jährige Melinda Witham als gealterte Anna zu den Klängen von Charles Ives‘ „The unanswered question“ nicht nur an ihrem Abschied von der Bühne und damit vom öffentlichen gesellschaftlichen Leben teilhaben, sondern gewährt uns insgesamt anrührende Einblicke in die letzten und entscheidenden Phasen menschlichen Lebens und deren Wertigkeit. Diese Szene wird in Erinnerung bleiben und entschädigt auch für manche Ohren-Pein, welche zumindest dem älteren und  der eher klassischen Theaterkunst anhängenden Teil der Zuschauer an nicht wenigen Stellen des ohne Pause gespielten, neunzigminütigen Abends zugemutet wurde.

Dieser hat durchaus seine Reize und großen Momente, so etwa, wenn die Regisseurin den Lebenswandel Annas, genauer der ersten beiden Ihrer Alter-Egos, als Boxkampf arrangiert und dazu einen echten Boxring mit allem erforderlichen Beiwerk auf die Bühne stellt (Bühne: Katrin Connan, Kostüme Marysol del Castillo und Charlie Le Mindu sowie Courtesy of Peaches Collection) oder diesen nach Weills/Brechts Beitrag mit viel Rauch und Licht in den Bühnenhimmel aufsteigen lässt. Zuvor aber agieren die beiden erwähnten Anna-Darsteller Josephine Köhler und Louis Stiens auf ihm mit sportlichem Fleiß und zeitweise akrobatischer Meisterschaft, während das an drei Seiten um den Boxring platzierte Staatsorchester nicht nur das Publikum des Boxkampfes simuliert, sondern dem ersten Teil des Abends eine jederzeit verlässliche musikalische Basis verleiht. Unter der umsichtigen und souveränen Leitung Stefan Schreibers lassen die Musikerinnen und Musiker alle Nuancen und genre-überschreitenden Anspielungen der Weill‘schen Musik perlend, tänzerisch und mitreißend hörbar werden und verwandeln die Bühne des Stuttgarter Schauspielhauses so musikalisch in ein Tanzlokal oder Varieté der späten Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts, während Peaches in ihrem Teil das Theaterpublikum eher in einen jetzt-zeitlichen, total angesagten Club entführt.

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden - Seven heavenly sins - hier : Josephine Köhler und Peaches © Bernhard Weis

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden – Seven heavenly sins – hier : Josephine Köhler und Peaches © Bernhard Weis

Dem Staatsorchester, vor allem seinen Disponenten und sonstigen Verantwortlichen muss man für diesen Abend aber noch ein weiteres großes Lob aussprechen, leisten doch seine Mitglieder nicht nur bei der dieser Besprechung zu Grunde liegenden ersten Repertoire-Aufführung der Sieben Todsünden im Schauspielhaus ihren Dienst. Im Opernhaus ging vielmehr zur selben Zeit eine Aufführung von Puccinis Madame Butterfly über die Bühne, und am Premierenabend war dort Cherubinis Medea gezeigt worden. Zwei Opern in nicht gerade kleiner Orchester-Besetzung zur gleichen Zeit – das verlangt nach größtem Respekt und zeugt von der großen organisatorischen wie personellen und musikalischen Substanz der Stuttgarter Staatsoper!

Dramaturgisch-theatralisch hinterließ diese, die Sparten vereinende Produktion wie schon angedeutet beim Berichterstatter einen zwiespältigen Eindruck. Zum einen bietet sie in etlichen Momenten durchaus gute Unterhaltung, zeugt von dem enormen technischen wie qualitativen Potential der drei Abteilungen der Stuttgarter Staatstheater und belegt darüber hinaus das hohe Niveau, auf dem hier für ein breites Publikum Theater gemacht werden kann. Andererseits hinterlässt die Aufführung beim kritischen Besucher doch einige Zweifel, ob man sie als ernsthaften Einwurf in der Me-Too-Debatte und als mutigen Beitrag zur Einforderung von Respekt für und vor Frauen oder gar zu deren Emanzipation betrachten kann.

So wird die im Programm-Leporello formulierte Ankündigung, die Inszenierung wolle Antworten auf die Frage geben, „wie man (als Frau?) raus aus der systematischen Gewalt und den strukturellen Zwängen komme“, ja überhaupt die „großen Fragen nach der Möglichkeit von individueller Freiheit und den Bedingungen für ein selbstbestimmtes Leben stellen“, an kaum einer Stelle umgesetzt. Wenigstens in Teilen wird dagegen ein anderes, im Programm gegebenes Versprechen eingelöst, nämlich, dass man (als Zuschauer/in) an diesem Abend „eine gute Zeit haben“ werde. Doch dies ist für ein solches Projekt und den dafür betriebenen immensen Aufwand dann doch etwas wenig, denn sowohl die Inszenierung des Brecht-Teils als auch das Arrangement der Peaches-Songs zur gleichnamigen Show bieten bestenfalls gehobenes Varieté- oder Revue-Niveau, bleiben aber leider eine tragfähige inhaltliche oder gar gesellschaftspolitische Aussage schuldig.

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden - Seven heavenly sins - hier : Josephine Köhler und Peaches. Louis Stiens © Bernhard Weis

Staatstheater Stuttgart / Die sieben Todsünden – Seven heavenly sins – hier : Josephine Köhler und Peaches. Louis Stiens © Bernhard Weis

Wenn man sich allerdings das volle Haus bei den beiden ersten Aufführungen und den offenkundig bestens laufenden Vorverkauf für die kommenden Vorstellungen anschaut, dürfte dieses Defizit das Publikum keineswegs vom Weg ins Stuttgarter Schauspielhaus abhalten, sondern diesem vielmehr auch weiter ausverkaufte Abende und zudem eine Zielgruppe als Besucher bescheren, die man sonst in den Vorstellungen der Stuttgarter Staatstheater meist vergeblich sucht. Denn wann hat der Rezensent schon einmal die Begeisterung der neben ihm sitzenden jüngeren Frauen an deren Jauchzen und den von ihnen mitgesungenen Songs sowie sogar über den Boden spüren können, den das Trappeln der Füße eines begeisterten Teils des Publikums zum Beben brachte, dem man sonst eher in den Discos und Clubs der baden-württembergischen Landeshauptstadt begegnen dürfte?

So kann man diese neue Ko-Produktion der drei Stuttgarter Staatstheater-Sparten auch als äußerst gelungenen Marketing-Gag sehen, was angesichts eines sonst eher grauhaarigen Publikums in den „normalen“ Vorstellungen – zumindest von Schauspiel und Oper – keineswegs kleinzureden oder gar zu verurteilen ist.

Die sieben Todsünden von Kurt Weill / Bertolt Brecht im Schauspielhaus Stuttgart; weitere Vorstellungen am 17. und 25. 02. sowie am 02., 10., 23. und 30.03. 2019

—| IOCO Kritik Schauspielhaus Stuttgart |—

Berlin, Berliner Philharmoniker, Juni 2014

Juni 3, 2014 by  
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Berliner Philharmoniker

Juni 2014

Lorin Maazel musste sein Dirigat für die Konzerte der Berliner Philharmoniker am 4., 5., 6. und 7. Juni leider aus gesundheitlichen Gründen absagen. Für ihn tritt Semyon Bychkov ans Dirigentenpult. Anstelle des vormals geplanten reinen Richard-Strauss-Programms erklingt nun nach dessen Sympho-nischer Dichtung Don Quixote die »Große C-Dur-Symphonie« D 944 von Franz Schubert.

Die Filmreihe Musik bewegt Bilder stellt am 11. Juni mit dem Film Die Musik hat immer recht von Eck-hardt Querner und Sabine Scharnagl aus dem Jahr 2012 den Dirigenten Mariss Jansons vor.

Leider kann auch Mariss Jansons nicht wie geplant die Konzerte am 12., 13. und 14. Juni dirigieren, da er auf Anraten seiner Ärzte nach einem medizinischen Eingriff zur Rekonvaleszenz eine Dirigier-pause einlegen muss. Die Konzerte leitet Gustavo Dudamel an seiner statt. Gemeinsam mit den Damen des Rundfunkchors Berlin und den Knaben des Staats- und Domchors Berlin musizieren die Berliner Philharmoniker Gustav Mahlers Dritte Symphonie, in welcher die Mezzosopranistin Gerhild Romberger den Solopart übernimmt. Eröffnet wird der Konzertabend mit Dinah and Nick’s Love Song von Harrison Birtwistle für drei Melodieinstrumente und Harfe.

Am 14. und 15. Juni veranstaltet die Stiftung Berliner Philharmoniker gemeinsam mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz erstmalig Das Fest am Kulturforum. Zwei Tage lang können Gäste in allen zum Kulturforum gehörenden Häusern ein abwechslungsreiches Programm zu Kunst, Tanz, Mode, Theater, Literatur, Architektur und natürlich viel Musik erleben. Neben den abendlichen Konzerten auf der Open-Air-Bühne mit Jazz-Saxophonist Klaus Doldinger und seiner Band Passport Classic & Today sowie einer Aufführung der Berliner Philharmoniker von Carl Orffs Carmina Burana unter der Leitung von Sir Simon Rattle gibt es auch in den umliegenden Museen zahlreiche kammermusikali-sche Darbietungen zu hören. Die Beiträge der Berliner Philharmoniker und ihrer Orchester-Akademie werden durch zwei Education-Projekte um weitere vokale Programmpunkte ergänzt: Die im Herbst 2013 gegründeten »Vokalhelden« präsentieren ihr aktuelles Liedrepertoire und 1000 Stimmen aus ganz Berlin sorgen mit David Langs Crowd Out unter der Leitung von Simon Halsey für ein außerge-wöhnliches Klang- und Raumerlebnis auf der Piazzetta vor der Gemäldegalerie. Mit dem Fest feiern die Berliner Philharmoniker ihre mittlerweile 25-jährige Partnerschaft mit der Deutschen Bank.

Nachdem Daniel Barenboim vor kurzem das Europakonzert dirigiert hat, kehrt er am 18. Juni in einem Jubiläumskonzert als Pianist in die Philharmonie zurück; er ist vor 50 Jahren erstmalig als Solist mit den Berliner Philharmonikern aufgetreten. Nachdem sich das Orchester und Sir Simon Rattle zunächst zwei Werken des 20. Jahrhunderts gewidmet haben, Charles Ives’ The Unanswered Question sowie den Metamorphosen für 23 Solostreicher von Richard Strauss, interpretiert Daniel Barenboim als Solist im zweiten Konzertteil Johannes Brahms’ Klavierkonzert Nr. 1 d-Moll.

Die Städtepartnerschaft zwischen Tokio und Berlin feiert in diesem Jahr das Fest ihres 20jährigen Be-stehens. Aus diesem Anlass tritt der vielfach geehrte japanische Klaviervirtuose Izumi Tateno am 25. Juni mit Werken von Johann Sebastian Bach, Alexander Skrijabin, Koichiro Mitsunaga, Takashi Yoshimatsu u. a. im Kammermusiksaal auf. Der Künstler hatte 2002 einen Gehirnschlag erlitten in des-sen Folge seine rechte Körperhälfte gelähmt wurde. Nach der Rekonvaleszenz feierte er im Mai 2004 ein erfolgreiches Comeback als linkshändiger Pianist. Der Veranstalter dieses Konzerts ist die Botschaft von Japan, Informationen zum Kartenerwerb finden Sie auf unserer Webseite.

Auf der Konzertreise der Berliner Philharmoniker in die Orte Redefin (Mecklenburg-Vorpommern), Verona, Florenz und zum Loreley-Felsen in St. Goarshausen (21., 23., 24., 28. Juni) steht erneut Jo-hannes Brahms auf dem Programm. Seine Symphonie Nr. 1 c-Moll folgt auf zwei symphonische Werke Peter Tschaikowskys. Mit dessen Kompositionen Der Sturm sowie Romeo und Julia nach Stücken Wil-liam Shakespeares erinnern die Berliner Philharmoniker an den vor 450 Jahren geborenen engli-schen Dramatiker. Gustavo Dudamel leitet die Konzerte anstelle von Sir Simon Rattle, der aus familiä-rem Anlass auf das Dirigat verzichtet.

Das gleiche Konzertprogramm, ebenfalls mit Gustavo Dudamel am Dirigentenpult, kann das Publikum beim traditionellen Berliner Saisonabschluss in der Waldbühne am 27. Juni um 20.15 Uhr genießen. Es bleibt zu hoffen, dass dabei lediglich ein musikalischer Sturm durch die Arena brausen wird. An und mit der Berliner Luft verabschieden sich die Berliner Philharmoniker in die Sommerpause.

An den ersten drei Dienstagen im Juni gibt es wieder um 13 Uhr ein Lunchkonzert im Foyer der Phil-harmonie. Der Eintritt ist wie immer frei.

—| Pressemeldung Berliner Philharmoniker |—

Hannover, Staatsoper Hannover, PREMIERE BALLETT: CHAPLIN, 12.04.2014

März 11, 2014 by  
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Staatsoper Hannover

PREMIERE BALLETT: CHAPLIN

 
Ballett von Mario Schröder
Musik von Charles Chaplin, Benjamin Britten, Samuel Barber, John Adams , Richard Wagner, Charles Ives und Kurt Schwertsik
Charles ChaplinTM ® Bubb les Inc. S. A.
 
Schnurrbart, Melone, Stöckchen – mit seinem Alter Ego The Tramp schuf Charlie Chaplin die Filmfigur schlechthin: Geboren wird der Antiheld mit den traurigen Augen und dem strahlenden Lächeln in der Stummfilmzeit, und bis heute ist er eine Ikone.
 
Mario Schröders erfolgreiches Ballett fragt nach dem Menschen hinter dieser Figur und zeigt eine faszinierende Persönlichkeit voller Widersprüche: Im Milieu der Londoner Music Halls hat Chaplin als Kind die Armut am eigenen Leib kennengelernt, doch später wird er in Amerika zu einem der Reichsten im Filmgeschäft. Charlie Chaplin lebt seinen Traum und findet sich selbst. Genial und vielseitig reüssiert er als Komiker, Schauspieler, Regisseur, Komponist und Produzent. Sein Ruhm macht Chaplin zu einer Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, deren Stimme gehört wird. Er mischt sich ein: Der lustige Tramp wird politisch – mit ernsten Konsequenzen für seinen Schöpfer.
 
Mario Schröder amtiert seit 2010 als Ballettdirektor und Chefchoreograph des Leipziger Balletts. Sein Erfolgsstück Chaplin vergibt er zum ersten Mal an eine fremde Kompanie: das Ballett der Staatsoper Hannover.
 
Choreographie Mario Schröder
Bühne, Kostüme, Video Paul Zoller
 
Ballett der Staatsoper Hannover
 
Premiere Sa, 12.04.2014, 19:30 Uhr
 
Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover
e.V.
 
—| Pressemeldung Staatsoper Hannover |—

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