Gera, Theater und Philharmonie Thüringen, Premiere Forever Lennon, 03.05.2019

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Theater und Philharmonie Thüringen

Theater und Philharmonie Thüringen / Forever Lennon © Ronny Ristok

Theater und Philharmonie Thüringen / Forever Lennon © Ronny Ristok

Ballett „Forever Lennon“ feiert Premiere in Gera

Balletturaufführungen, in denen sich das Thüringer Staatsballett dem Leben und Wirken bedeutender Künstlerpersönlichkeiten widmet, stellen immer wieder Höhepunkte im Schaffen der Compagnie dar. In Silvana Schröders neuem Ballett „Forever Lennon“ dreht sich nun alles um John Lennon. Premiere ist am Freitag, 3. Mai 2019 um 19.30 Uhr im Großen Haus des Geraer Theaters. Die passende Livemusik liefert Johnny Silver, Gewinner des Deutschen Rock- und Pop-Preises 2017, mit seiner Band. Bühnenbilder und Kostüme gestaltet Andreas Auerbach.

Chefchoreografin Silvana Schröder greift Themen auf, die John Lennon besonders bewegten: Jugend und Rebellion, Liebe, Freundschaft und Beziehungen, Ruhm und Selbstzweifel, Freiheit und den innigen Wunsch nach einer besseren, friedlicheren Welt. Wie kaum ein anderer Künstler verkörperte Lennon in all seiner Komplexität und Verwundbarkeit die Träume und Utopien einer ganzen vom Aufbruch beseelten Generation. Als intellektueller Provokateur wollte er mehr erreichen als Unterhaltungsmusik zu schaffen. John Lennon (1940-1980) war einer der einflussreichsten Popmusiker und Komponisten des 20. Jahrhunderts, der bis heute weltweit Menschen mit seiner Musik berührt. Der rebellische Beatle aus Liverpool schrieb gemeinsam mit seinem Bandkollegen Paul McCartney mitreißende Popsongs wie „She Loves You“, „Help!“ und „All You Need Is Love“ und löste mit der „Beatlemanie“ ein kulturelles Massenphänomen aus. 1970 zog er sich aus dem Rampenlicht zurück, lebte mit der Künstlerin Yoko Ono in New York zusammen und widmete sich aktiv der Friedensbewegung. 1980 wurde er vor seinem Haus am Central Park von einem ehemaligen Fan erschossen. Lennon hinterließ ein umfangreiches Solo-Werk, darunter den weltberühmten Titel „Imagine“.

Weitere Termine im Theater Gera:
Fr 03.05.2019 / 19:30 Uhr
So 05.05.2019 / 18:00 Uhr
So 12.05.2019 / 14:30 Uhr
Mo 13.05.2019 / 19:30 Uhr
Di 14.05.2019 / 18:00 Uhr
Fr 31.05.2019 / 19:30 Uhr
Sa 29.06.2019 / 19:30 Uhr
So 30.06.2019 / 14:30 Uhr

Zu vielen Terminen sind nur noch Restkarten erhältlich!

—| Pressemeldung Theater und Philharmonie Thüringen |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Anno Schreier – MÖRDER KASPAR BRAND im CENTRAL, IOCO Kritik, 16.06.2012

Juni 19, 2012 by  
Filed under Deutsche Oper am Rhein, Kritiken


Kritik

Deutsche Oper am Rhein

im CENTRAL “Alte Paketpost“ 16.06.2012

Anno Schreier “MÖRDER KASPAR BRAND“


Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

  

 

 

 

 

 


 

Am 14. Juni in diesem Jahr hatte ein Auftragswerk der Deutschen Oper am Rhein Premiere und Uraufführung im CENTRAL, der kleinen Spielstätte in der ehemaligen Paketpost. Der Auftrag ging an den jungen, in Aachen gebürtigen Komponisten Anno Schreier. Er studierte Komposition bei Manfred Trojahn an der Robert Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf, außerdem am Royal College of Music in London und bei Hans-Jürgen von Bose in München.


Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

Deutsche Oper am Rhein / MOERDER KASPAR BRAND © Hans Joerg Michel

  

 

 

 

 

 

 


Zu dem absolut interessanten Werk  motivierte ihn eine Erzählung von Edgar Allan Poe. Philipp J. Neumann, ein fast gleichaltriger Regisseur schrieb ihm das Libretto.

Es ist ein düsteres Stück über die Psyche eines Mörders.  Restaurantbesitzer Kaspar Brand wird in einer “außergewöhnlichen Stresssituation“ zum Mörder. Wie wird er fertig damit? Es entwickelt sich ein “Wechselspiel“ zwischen “Wahrheit und Trugbild“. Philipp J. Neumann setzte auch die Uraufführung am 14. 6. in Szene und gestaltete die Bühne.

Das aufwendige Bühnenbild, mehr oder weniger eine Zirkusmanege, zeigte sich nicht nur gut bespielbar, sondern überraschte auch durch verblüffende Effekte, die, wie auch die gute Übertitelung, viel zum Verständnis der häufig verwirrenden Handlung beitrug. Die Kostüme waren von Karoline Schreiber.

Anno Schreiers Musik überrascht durch formale Strenge, klaren Ausdruck in der musikalischen Schilderung der Personen  und treffender Untermalung in den Handlungsabläufen. Ganz interessant ist, dass er in der Instrumentierung ausnahmslos nur dunkel tönende Instrumente einsetzt, die in ihrer Art die ebenso dunkle Handlung illustrieren.

Die Musik ist vielfach melodisch, keine atonale Schrägheit stört. Parlando á la Kurt Weill wechselt mit symphonischen Abschnitten. Stark eingesetzt ist das Schlagzeug.

Der Dirigent Wen-Pin Chien hatte die zirka zwei Dutzend Musiker (Mitglieder der Düsseldorfer Symphoniker) und den Kammerchor (Studierende der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf)  fest im Griff und sein Engagement für die Musik Schreiers war absolut hörbar.

Sehr motiviert zeigten sich auch die Sänger. Insbesondere die drei Hauptdarsteller.

Eine überragende Leistung zeigte der Sänger der Titelpartie, James Bobby. Nicht nur, dass er sich trotz starker Erkältung bereit erklärt hatte zu singen, wie auch schon in der Uraufführung, nein, auch als Darsteller. Sein stimmliches und schauspielerisches Engagement trug außerordentlich zum Verständnis dieser gespaltenen Figur Kaspar Brand bei.

Stimmlich sonor und darstellerisch sehr stark war Richard Sveda als Brands Kontrahent und Opfer Moritz Sandelmann.

Sehr beeindruckend im Spiel und äußerst souverän in der Bewältigung der stimmlich sehr hoch liegenden Partie erlebte man die Sopranistin Anke Krabbe in der Rolle der Nadja Brand. Alle weiteren Partien waren optimal besetzt.

Herzlicher Applaus seitens des Publikums. Wir wünschen dem Komponisten und seinem Werk weiterhin Erfolg. Gute Besucherzahlen in den kommenden Vorstellungen würden da sicherlich hilfreich sein.

Hoffen wir, dass die Deutsche Oper am Rhein weiterhin ein gutes Gespür bei der Vergabe der noch geplanten Kompositionsaufträge hat.

IOCO / UGK / 16.06.2012

—| IOCO Kritik Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

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