Linz, Landestheater Linz, SISTER ACT – MUSICAL, 07.09.2019


Landestheater Linz

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

Landestheater Linz / Neues Musiktheater Volksgarten © Sigrid Rauchdobler

SISTER ACT  –  Deloris wird Zeugin, wie ihr zwielichtiger Chef …

MUSIK ALAN MENKEN | GESANGSTEXTE GLENN SLATER | BUCH CHERI STEINKELLNER UND BILL STEINKELLNER

PREMIERE SAMSTAG  7. SEPTEMBER 2019

Musicalpremiere in der Spielzeit 2019/2020 Sister Act am 7. September 2019 im Großen Saal des Musiktheaters . Wieder einmal ist es dem Landestheater Linz gelungen, sich die Rechte für ein Hit-Musical zu sichern, das bisher ausschließlich in kommerziellen Produktionen zu sehen war. Alan Menken (Die Schöne und das Biest, Aladdin, Rapunzel – neu verföhnt) schrieb die mitreißende Musik für die Musicalversion der bekannten Filmkomödie mit Whoopie Goldberg, Regie führt Andreas Gergen (Besuch der alten Dame, I Am From Austria) und es choreografiert Kim Duddy (The Wiz).

HANDLUNG: Sängerin Deloris wird Zeugin, wie ihr zwielichtiger Chef und Liebhaber Curtis einen seiner „Mitarbeiter“ erschießen lässt. Police Officer Eddie denkt sich ein spezielles Zeugenschutzprogramm aus: Er bringt sie in einem Nonnenkloster unter. Dessen berüchtigt talentarmen Chor bringt Deloris binnen kurzem so auf Vordermann, dass die Klostergottesdienste bald rammelvoll sind und sogar das Fernsehen anfängt, davon zu berichten. Nicht gerade ideal, wenn man eigentlich vorhatte, unterzutauchen.

Das Musical Sister Act wurde 2006 in Pasadena uraufgeführt. 2009 brachte Whoopi Goldberg es als Produzentin in London heraus (Spieldauer 16 Monate). 2010 machte es Stage-Entertainment in Hamburg (720 Vorstellungen) und 2011 in Wien (15 Monate) zur Erfolgsproduktion, die anschließend auch in Oberhausen, Stuttgart, Berlin, Frankfurt und München für ausverkaufte Häuser sorgte. Die Broadway-Produktion wurde 18 Monate gespielt.

Die Original-Musik stammt von Star-Komponist Alan Menken, der für Disney u. a. die Scores von The Little Mermaid, Beauty and the Beast, Aladdin, Pocahontas, The Hunchback of Notre Dame, Enchanted und Sausage Party schrieb. Sehr bekannt ist auch sein Bühnenmusical Der kleine Horrorladen. Alan Menken wurde mit 8 Oscars, 11 Grammy Awards und einem Tony Award ausgezeichnet.

Landestheater Linz / Tertia Botha (Deloris van Cartier) © Robert Josipovic

Landestheater Linz / Tertia Botha (Deloris van Cartier) © Robert Josipovic


SISTER ACT
MUSIK VON ALAN MENKEN | GESANGSTEXTE VON GLENN SLATER | BUCH VON CHERI STEINKELLNER UND BILL STEINKELLNER
Zusätzliches Material (Buch) von Douglas Carter Beane
Nach dem Touchstone Pictures Film (Drehbuch Joseph Howard)
Deutsche Dialoge von Werner Sobotka und Michaela Ronzoni
Deutsche Gesangstexte von Kevin Schröder und Heiko Wohlgemuth
In deutscher Sprache mit Übertiteln

Premiere Samstag, 7. September 2019, 19.30 Uhr, weitere Vorstellungen: 14., 15., 20., 21., 23., 24., 26., 28. September 2019, 2., 4., 5., 9., 19., 23., 25., 31. Oktober 2019

Musikalische Leitung Tom Bitterlich, Inszenierung Andreas Gergen, Choreografie Kim Duddy, Associate Choreographer Eleonora Talamini, Bühne Walter Vogelweider, Kostüme Conny Lüders, Lichtdesign Michael Grundner, Dramaturgie Arne Beeker

MIT:  Tertia Botha, Dionne Wudu (26.1., 7.2., 22.2.) (Deloris van Cartier), Daniela Dett (Mutter Oberin), Hanna Kastner (Mary Robert), Viktoria Schubert (Mary Lazarus), Sanne Mieloo (Mary Patrick / Michelle), Silke Braas-Wolter (Mary Olympia), Dawn Daphne Samantha Bullock (Mary Honorata), Susanna Hirschler (Mary Curata), Anja Karminski (Mary Theresa), Isabella Prühs (Mary Passionata), Celina dos Santos (Mary Pieta), Lynsey Thurgar (Mary Nirvana / Tina), Nina Weiß (Mary vom göttlichen Herzen Jesu), Karsten Kenzel (Curtis Jackson), Gernot Romic (Eddie Fritzinger), Lukas Sandmann (TJ), David Arnsperger (Joey), Christian Fröhlich (Pablo), William Mason (Monsignor O’Hara), Carlo Schiavone (Ensemble), Cedric Lee Bradley (Ensemble),  Band

Der Musicalrenner vom Broadway mit den Hits von Disney-Hauskomponist Alan Menken endlich in Linz!

Tertia Botha (Deloris) – erstmals in Linz

Die südafrikanische Sängerin mit künstlerischer Ausbildung in Kapstadt feierte frühe Erfolge mit der Band Preluders und 400.000 verkauften Platten. Ihre Musicalkarriere begann im Vienna’s English Theatre mit Europa- Tournee und führte an die namhaften deutschen Bühnen. Die Gründerin der Gesellschaft zur Unterstützung von Künstler*innen aus Südafrika performte für Oscarpreisträger James Horner seinen Welthit My Heart Will Go On aus dem Film Titanic. Sister-Act-Regisseur Andreas Gergen arbeitete mit Tertia bereits in dem Chormusical Martin Luther King, das – organisiert von der evangelischen Kirche – in großen Hallen mit bis zu 10.000 Zuschauer*innen aufgeführt wird.

—| Pressemeldung Landestheater Linz |—

Wien, Volksoper Wien, Wonderful Town – Leonard Bernstein, IOCO Kritik, 22.01.2019

Januar 22, 2019 by  
Filed under Hervorheben, Kritiken, Musical, Volksoper Wien

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Volksoper Wien

Volksoper Wien © IOCO

Volksoper Wien © IOCO

Wonderful Town  –  Musical – Leonard Bernstein 

– Zwei Schwestern aus Ohio erobern New York –

von Marcus Haimerl

Die Wiener Volksoper würdigte den Ausnahmekünstler Leonard Bernstein anlässlich seines 100. Geburtstags mit seinem klassischen Broadway-Musical Wonderful Town, welches bereits drei Jahre nach der Uraufführung 1953, am 9. November 1956, seine deutsche Erstaufführung an der Volksoper feierte. Wie bereits in seinem ersten New York-Musical On The Town stammen die Gesangstexte für Wonderful Town ebenfalls von Betty Comden und Adolph Green nach dem Bühnenstück My Sister Eileen von Joseph Fields und Jerome Chodorov, das bereits 1942 mit Rosalind Russell als  Ruth Sherwood, die diese Rolle auch in der Uraufführung übernahm, verfilmt wurde.

Wonderful Town –  Leonard Bernsein
youtube Trailer der Volksoper Wien
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Bernsteins Liebeserklärung an die Stadt New York spielt im Sommer des Jahres 1935 im Stadteil Greenwich Village. Ein Stadtführer zeigt Touristen die Sehenswürdigkeiten des Viertels. Unter all den Menschen, die täglich in die Stadt strömen, befinden sich auch die Schwestern Ruth und Eileen Sherwood aus Ohio. Sie beziehen ein schäbiges Souterrain-Zimmer des Malers Appopolous. Die beiden ziehen los auf der Suche nach Erfolg. Eileen, die blonde Sirene, die sich ihrer Wirkung auf Männer gar nicht bewusst ist, will Schauspielerin werden.

Jazz – Swing  – Ragtime – Conga-Rhythmen durchdringen die Volksoper

Ihre Schwester Ruth, weniger schön, dafür intellektuell, möchte Autorin werden. Nach unzähligen Vorstellungsgesprächen landet sie beim Redakteur Robert Baker, der sich über ihre Kurzgeschichten lustig macht und ihr rät, in die Provinz heimzukehren. Auch Eileens Versuche sind nicht von Erfolg gekrönt, doch lernt sie den Filialleiter des benachbarten Drugstores, Frank Lippencott, kennen, der sich der mittellosen Kundin sofort erbarmt. Robert Baker erscheint auf der Suche nach Ruth in der, von den Sprengungen für die U-Bahn erschütterten, Behausung der beiden Schwestern. Eileen lädt ihn zum Bleiben ein, ohne daran zu denken, dass sie bereits Frank eingeladen hat. Von Eileens Anblick angezogen, hat sich auch der Zeitungsmacher Chick Clark gleich selbst eingeladen.

Volksoper Wien / Wonderful Town - hier : Olivia Delauré als Eileen Sherwood, Sarah Schütz als Ruth Sherwood, Peter Lesiak als The Wreck - Loomis, Ines Hengl-Pirker als Violet, Cedric Lee Bradley als Speedy Valenti, Wiener Staatsballett © Barbara Palffy / Volksoper Wien

Volksoper Wien / Wonderful Town – hier : Olivia Delauré als Eileen Sherwood, Sarah Schütz als Ruth Sherwood, Peter Lesiak als The Wreck – Loomis, Ines Hengl-Pirker als Violet, Cedric Lee Bradley als Speedy Valenti, Wiener Staatsballett © Barbara Palffy / Volksoper Wien

Der Abend wird zum Desaster. Bob und Frank verschwinden und um Eileen für sich zu haben, täuscht Chick einen Anruf für Ruth vor: sie soll Interviews mit den Kadetten eines brasilianischen Militärschiffs machen, welches gerade in Brooklyn festgemacht hat. Doch die Kadetten haben nur eines im Sinn: Tanzen! Sie verfolgen Ruth durch die ganze Stadt, erst Eileen kann sie ablenken. Im entstandenen Conga-Chaos wird sie jedoch wegen Unruhestiftung verhaftet. Aber ihre Wirkung macht auch vor der Polizei nicht Halt, sie bezaubert das ganze Revier – alle Polizisten tanzen nach ihrer Pfeife. Ruth gelingt es Eileen freizubekommen und nimmt einen Job an, bei dem sie eine Werbetafel für den Nachtclub Village Vortex durch die Straßen des Viertels trägt. Doch schließlich wendet sich das Schicksal: Chicks Zeitung bringt Ruths Kadetten-Story mit der Schlagzeile „Blonde Sexbombe versenkt brasilianische Kriegsmarine“ heraus. Ruth hat einen Job und Eileen wird zum Kassenmagnet. Das Village Vortex lädt sie zum Vorsingen ein und gemeinsam singen die beiden Schwestern ein altes Lieblingslied der Familie, den „Rag mit dem falschen Ton“. Eileen wird engagiert und Ruth und Robert werden ein Paar.

Die aktuelle Produktion an der Wiener Volksoper wurde mit der Dresdner Staatsoperette koproduziert. Die Geschichte um die beiden Schwestern aus Ohio setzte der deutsche Regisseur Matthias Davids schwungvoll und temporeich im Bühnenbild von Matthias Fischer-Dieskau in Szene. Wenige Versatzstücke ermöglichen einen rasanten Umbau zwischen Straße, Appartement, Hafen, Polizeiwache oder Nachtclub. Die klassischen Kostüme, die das Flair der 30er Jahre vermitteln, entwickelte Judith Peter.

Volksoper Wien / Wonderful Town © Barbara Palffy / Volksoper Wien

Volksoper Wien / Wonderful Town © Barbara Palffy / Volksoper Wien

Am Pult des Orchesters der Volksoper Wien sorgt Dirigent James Holmes nicht nur für den entsprechenden Schwung, sondern auch für die notwendige Portion Gefühl mit all den Jazz-Klängen, Swing, Ragtime oder Conga-Klängen, die die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts heraufbeschwören. Zur erstklassigen Besetzung gehören auch die beiden Protagonistinnen der Dresdner Produktion. Allen voran brilliert Sarah Schütz als angehende Journalistin Ruth Sherwood, die nicht nur mit ihrem gewaltigen Mezzosopran, sondern auch mit ihrer großartigen Darstellung für viele Lacher sorgt. Auch Olivia Delauré verkörperte schon in Dresden ihre Schwester Eileen. Das blonde Gift schafft es allen Männern den Kopf zu verdrehen. Beiden gelingt eine sowohl musikalische als auch darstellerische Glanzleistung. Als Redakteur und Zeitungsherausgeber Robert Baker, der am Ende die Journalistin und Autorin Ruth in seine Arme schließen darf, brilliert der Musicaldarsteller Drew Sarich, der an der Volksoper schon in „Die fünfte Jahreszeit“ als Antonio Vivaldi Erfolge feierte.

Wonderful Town –  Leonard Bernsein
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Genauso hervorragend besetzt sind aber auch die anderen Partien: Marcus Günzel als der bügelnde Footballspieler „The Wreck“ Loomis oder Juliette Khalil als seine Verlobte Helen sorgen für exzellente Unterhaltung. Christian Graf, einer der wandlungsfähigsten Ensemblemitglieder der Wiener Volksoper, glänzt gleich in zwei Rollen: als schmieriger Journalist Chick Clark und als Trent Farraday. Oliver Liebl überzeugt das Publikum als Filialleiter des Drugstores Frank Lippencott, als Fremdenführer durch die Christopher Street und Redakteur. Christian Dolezal als Maler (und Vermieter) Appopolous und Regula Rosin als Helens Mutter, Mrs. Wade, sorgen ebenso für Unterhaltung im schillernden Schmelztiegel New Yorks wie Ines Hengl-Pirker als schrille Violet und Alexander Pinderak, der mit schönem, großen Tenor als irischer Wachtmeister Lonigan und Randolph Rexford zu erleben sind.

Mit dieser Neuproduktion konnte die Wiener Volksoper nicht nur erneut beweisen, wie geeignet das Haus für das klassische Musical ist, sondern auch dass seitens des Publikums für diese Form des Musicals immer noch großes Interesse besteht, wie der gerechtfertigte Jubel im ausverkauften Haus am Ende zeigte.

Wonderful Town an der Volksoper Wien; die weiteren Vorstellungen 21.2.; 26.2.; 1.3.; 3.3.; 7.3.; 11.3.2019

—| IOCO Kritik Volksoper Wien |—

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