Zürich, Opernhaus Zürich, Wiederaufnahme LA BOHÈME, 05.06.2012

Mai 29, 2012 by  
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Opernhaus Zürich

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

Opernhaus Zürich © Dominic Büttner

La Bohème Puccini (Wiederaufnahme)

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung

Dienstag, 05.06.2012, 19:00-21:30
Weitere Spieldaten: Do, 07.06.2012 So, 10.06.2012

Dirigent Massimo Zanetti Inszenierung Philippe Sireuil Bühnenbild Vincent Lemaire Kostüme Jorge Jara Lichtgestaltung Hans-Rudolf Kunz Choreinstudierung Ernst Raffelsberger Orchester Orchester der Oper Zürich  Chor Chor der Oper Zürich, Zusatzchor der Oper Zürich, SoprAlti, Kinderchor des OHZ

Mit: Ailyn Perez (Mimì), Eva Liebau (Musetta); Piotr Beczala (Rodolfo), Massimo Cavalletti (Marcello), Cheyne Davidson (Schaunard), Riccardo Zanellato (Colline), Davide Fersini (Benoît), Morgan Moody (Alcindoro), N. N. (Parpignol)

Oper in vier Bildern
von Giacomo Puccini (1858-1924)
Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach «Scènes de la vie de Bohème» (1845-49) von Henri Murger und dem Drama «La Vie de Bohème» (1849) von Murger und Théodore Barrière

Uraufführung: 1. Februar 1896, Teatro Regio, Turin

Als Puccini seine Oper «La Bohème» schrieb, war er noch nicht der gefeierte Komponist, als der er kurze Zeit später weltberühmt werden sollte. So war ihm die Situation des Quartetts Rodolfo, Marcello, Schaunard und Colline, die in einer eiskalten Dachkammer und bei kargen Mahlzeiten ihr gleichwohl unbekümmertes Leben fristen, nicht fremd. Puccini erinnert sich an seine Zeit als Musikstudent: «Ich ernährte mich von Brot, Bohnen und Heringen und fror manchmal so sehr, dass ich tatsächlich, wie Rodolfo in der Oper, die Manuskripte meiner ersten Kompositionsversuche verbrannte, um mich zu wärmen…» Den Stoff zu seiner Oper entnahm der Komponist allerdings einer literarischen Quelle: Henri Murgers «Scènes de la vie de bohème», entstanden um die Mitte des 19. Jahrhunderts. Doch das Lebensgefühl der jungen Leute, die sich bürgerlichen Normen entziehen, sich als Künstler fühlen und ziellos in den Tag hinein leben, ist uns bis heute geläufig. In ihr scheinbar oberflächliches Treiben brechen unvermittelt zwei elementare Gewalten ein: Die Liebe und der Tod. Rodolfo verliebt sich in seine Nachbarin Mimì, deren Schwindsucht immer offener zutage tritt. Teils aus Eifersucht, teils, weil er den Gedanken an ihren herannahenden Tod nicht erträgt, trennt er sich von ihr. Einige Zeit später wird die Sterbende von den Freunden in seine Mansarde getragen. Ihre letzte Freude ist die Nähe des früheren Geliebten und einwärmender Muff, den ihr Marcellos exzentrische Freundin Musetta besorgt hat. Meisterhaft verbindet Puccini impressionistische Stimmungsmusik, situationsgenaue, von grosser Leichtigkeit getragene Passagen und den mitreissenden Ausdruck tiefgehender Emotionen,wie er sich in den berühmt gewordenen Arien Bahn bricht.

Pressemeldung Opernhaus Zürich