Verona, Arena di Verona, 2020 Festival – Jonas Kaufmann Gala Event, IOCO Aktuell, 19.10.2019

Oktober 19, 2019 by  
Filed under Arena di Verona, IOCO Aktuell, Oper, Pressemeldung

arena.gif

Arena di Verona

Arena di Verona © Ennevi NV091

Arena di Verona © Ennevi NV091

ARENA DI VERONA  –  2020 FESTIVAL

Jonas Kaufmann Gala Event –  Spektakuläres Debut

Das 98. Opernfestival in der Arena di Verona beginnt am 13. Juni 2020 mit Cavalleria Rusticana and Pagliacci.  Die Festspiele dauern bis 5. September 2020. In der „Tradition der Arena“ werden klassische Opern für das spektakuläre römische Amphitheater inszeniert. Große Stars der Opernbühne geben hier gerne ihr Stelldichein. Über 600.000 Besucher werden das 98. Opernfestival 2020 in der Arena di Verona erneut zum größten Opernereignis der Welt  machen. Fünf Opernabende stehen 2019 auf dem Spielplan:  Cavalleria Rusticana / Pagliacci – 13.6.-22.8.2020, AIDA – 20.6.-5.9.2020, Turandot – 27.6.- 3.9.2020, Nabucco – 4.7.-4.9.2020, La Traviata – 1.8.-2.9.2020.

Nach Ende des erfolgreichen Arena di Verona 2019 Festival kündigte die Fondazione Arena am 17.10.2020 das spektakuläre Debut von Jonas Kaufmann in der Arena di Verona an: Am Abend des 28. Juni 2020  findet erstmals ein „Jonas Kaufmann Gala Event“  statt. Es wird 2020 der einzige Auftritt von Jonas Kaufmann in Italien sein. Karten für alle Vorstellungen des Arena di Verona 2020 Festival können ab sofort gebucht werden

Arena di Verona /Intendantin Cecilia Gasdia und Jonas Kaufmann © Fondaziona Arena di Verona

Arena di Verona /Intendantin Cecilia Gasdia und Jonas Kaufmann © Fondaziona Arena di Verona

Das Jonas Kaufmann Gala Event am 28. Juni 2019 ist das erste Sonderevent auf dem Spielplan des 2020 Festivals, denn der Protagonist des Abends ist der von allen Theatern weltweit umworbene berühmte deutsche Tenor Jonas Kaufmann, der nun endlich auch sein allseits erwartetes Debüt in der Arena feiern wird.

Die Neuheit wurde vom Sänger selbst anlässlich der Vorstellung des Buchs und Albums “Wien” im Musikverein von Wien in Anwesenheit der internationalen Presse verkündet. Kaufmann hat auch hinzugefügt, dass zum jetzigen Zeitpunkt das Jonas Kaufmann Gala Event vom 28. Juni der einzige Termin in Italien seiner intensiven Künstlertätigkeit im Jahr 2020 ist und dass er für diesen Abend mit der Stiftung ein für die Arena maßgeschneidertes Opernprogramm abstimmen wird.

Der erwartete Erstauftritt in der Arena di Verona von Jonas Kaufmann stellt auch eine Bestätigung der Entscheidung der Stiftung Arena di Verona dar, ein besonderes Augenmerk auf die Qualität der Besetzung zu richten und die besten Interpreten der internationalen Opernwelt vertraglich anzuwerben.

2020 Festival – Arena di Verona – link HIER

«Das Debüt in der Arena von Verona des berühmten deutschen Tenors Jonas Kaufmannso Arena Intendantin Cecilia Gasdia – ist das Ergebnis einer umfassenden, intensiven Arbeit im letzten Jahr. Es freut mich daher besonders und ist mir auch eine große Genugtuung, seinen bisher einzigen Auftritt in Italien für 2020 ankündigen zu dürfen. Ein exklusives Ereignis, das mit Sicherheit seine Fans aus aller Welt begeistern und unsere Bande mit seinen deutschsprachigen Anhängern und Verehrern bekräftigen wird, denn um seinen 50. Geburtstag zu feiern, hat einer der bekanntesten deutschen Kunstverlage eine Monographie über sein Leben veröffentlicht.

AIDA 2018 in der Arena – Triumphmarsch
youtube Trailer Arena di Verona
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Nun beginnt eine musikalische und künstlerische Planung mit dem Ziel, ein Programm und eine Vorstellung auszuarbeiten, die seinem und unserem Ansehen gerecht werden. Mit einem Wort, ein einzigartiges Ereignis, das unserer einmaligen Arena entspricht. Eine begeisternde Herausforderung für unser Mitarbeiterteam».

Große Begeisterung ist auch in Jonas Kaufmanns Worten zu erkennen, mit denen er verrät, schon lange dieses Ereignis erwartet zu haben: «Ich freue mich sehr, mein Debüt ankündigen zu dürfen, denn als Student war ich des öfteren in Verona, und habe mir schon damals immer vorgestellt, welche Gefühle und Emotionen man empfindet, an jenem einmaligen Ort vor einer riesigen Publikumsmenge zu singen. Die richtige Gelegenheit hatte sich bisher nie geboten, aber jetzt hat sie sich endlich ergeben».

Eintrittskarten zum Jonas Kaufmann Gala Event stehen ab heute zum Verkauf, darunter auch die neu errichteten und prestigereichen Plätze im Parkett poltronissime platinum und die Sektoren 4 und 5, die eine ausgezeichnete Sicht auf die Bühne gewährleisten.

Zur Buchung besuchen Sie unsere Website www.arena.it und folgen Sie den Social-Media-Plattformen (Facebook, Twitter, Instagram und YouTube) und erleben Sie einen magischen Abend in der Arena auch im Sommer 2020. Sollte das Ereignis Jonas Kaufmann Gala Event abgesagt werden müssen, wird es am darauf folgenden Tag, dem 29.6. 2020, stattfinden.

—| IOCO Aktuell Arena di Verona |—

Izmir, Devlet Opera de Balesi, Opernhäuser in der Türkei, IOCO Aktuell, 11.06.2019

Juni 11, 2019 by  
Filed under IOCO Aktuell, Izmir, Oper, Oper Izmir, Türkei

Oper Izmir heute, ein umgebauter Kinosaal © D Zimmermann

Oper Izmir heute, ein umgebauter Kinosaal © D Zimmermann

Devlet Opera de Balesi

Opernhäuser in der Türkei – Izmir, Istanbul, Ephesus

von Daniela Zimmermann

Die westliche Opernwelt hört bisher nicht viel von den Opernproduktionen in der Türkei. Aber das dürfte sich in den kommenden Jahren ändern. Gerade entsteht in Istanbul, am berühmten Taksim Platz, ein Opernhaus mit 2500 Sitzplaetzen, das Istanbul Devlet Opera ve Balesi. Dies Opernhaus wird durch seine extravagante, moderne Architektur zu einer neuen  Attraktion der Stadt werden. Der Entwurf stammt von dem türkischen   Stararchitekten Murat Tabanlioglu. Istanbul erhöht damit seinen Reichtum an Kultur und Architektur. Bereits 2019 soll die neue Istanbul Devlet Opera ve Balesi den Spielbetrieb aufnehmen.

Devlet Opera de Balesi / Aytül Büyüksararaçi - Intendantin der Oper Izmir © Daniela Zimmermann

Devlet Opera de Balesi / Aytül Büyüksararaçi – Intendantin der Oper Izmir © Daniela Zimmermann

Izmir, schönste und grösste Stadt der Türkei an der aegaeischen Küste bekommt nach jahrelanger Planung in den nächsten Jahren ebenfalls ein aufsehenerregend neues Opernhaus mit 1800 Sitzplätzen auf einem 56.000 m² grosses Areal. Intendantin Aytül Büyüksararaçi berichtet über die große  Unterstützung, welche die Stadt von vielen Seiten erhielt, diesen Opernneubau zu realisieren.

1980 wurde das ehemalige Cinema Gebäude aus dem Jahr 1926 vom Ministerium für Kultur angemietet und im Oktober 1982 als Opernhaus Izmir eröffnet.

Aytül Büyüksararaçi, Intendantin der Izmir Devlet Opera de Balesi, der Oper Izmir, leitet derzeit den Opernbetrieb in einem umgebauten Kinosaal. Frau Aytül leitet diesen Opernbetrieb seit 14 Jahren und ist hier zuständig für den Opernbetrieb als auch die Finanzen. Eingebunden ist Aytül zwangsläufig auch in die Errichtung der neuen Oper Izmir. Weiteres Izmir-Highlight ist das gerade eröffnete Konzerthaus mit 3 Konzertsälen. Der grösste Saal des Hauses, wird auch für konzertante Opernaufführungen genutzt werden.

Es gibt zurzeit sechs Opernhäuser in der Türkei, davon ist Izmir das 3.grösste; mit einem eigenem Ensemble, Orchester, Saenger, Chor, Ballett, insgesamt 500 Beschäftigten. Jaehrlich werden etwa Opern-, zwei Ballettproduktionen sowie zwei Kinderopern gespielt. Die Produktionen sind regelmäßig Koproduktionen mit anderen Theatern; Kulissen und Ensemble werden ausgeliehen; international erfahrene SängerInnen sind dagegen nur selten zu hören.

Opern werden grundsätzlich in der Orginalsprache, wie Italienisch, Deutsch oder Französisch, gesungen; mit türkischen Untertiteln. Spannend: Es gibt auch türkische Opern. In Deutschland schon mehrfach aufgeführt  Ali Baba und die 40 Räuber  von Selman Ada (*1953), so siehe unten, 2012 an der Oper Wuppertal.

Ali Baba und die 40 Räuber  –  Selman Ada
youtube Trailer Wuppertaler Bühnen
? Filmproduktion Siegersbusch, Wuppertal, 2012
[ Mit erweitertem Datenschutz eingebettet ]

Im Rahmen eines Integrationsprogrammes spielte die Frankfurter Oper 2014 Mozarts Entführung aus dem Serail auf Türkisch. Kein Zufall spielt die Handlung doch in der Türkei. Ahmed Adnan Saygun oder Cemal Resit Rey und Ulvi Cemal Erkin sind in der Türkei bekannte Opernkomponisten.

Intendantin Aytül Büyüksararaçi strebt an, die Kooperation der Oper Izmir mit deutschen Theatern zu vertiefen. Nicht nur mit der Oper Wuppertal auch mit Gaertnerplatztheater, gab es durch Ali Baba und die vierzig Räuber neue Formen der Zusammenarbeit.

Neu war 2018 für die Oper Izmir eine Opernaufführung im grossen antiken Theater in Ephesus: zum Ephesus Opera Festival. Der Erfolg war überwältigend. Eine Kooperation mit ausländischen Opernhäusern und internationalen Sängern sollen dieses Festval zukünftig weiter bereichern.

Am Herzen liegt Murat Tabanlioglu auch der jährliche nationale Gesangs-Wettbewerb junger Sänger in Izmir. Seit elf Jahren wird dieser Wettbewerb mit internationalen Juri durchgeführt; so auch im Februar 2019. Krönung ist eine abschließende  Galavorstellung der Gewinner des Wettbewerbes, die dort ihr Können öffentlich demontrieren.

Eine weiterer Wettbewerb für junge Sänger ist der internationale Wettbewerb, Die Neue Stimme, der seit 2 Jahren auch in der Türkei ausgetragen wird. Auch hier finden die Ausscheidungen in Izmir statt; Aytül Büyüksararaçi ist auch hier eingebunden. Brion Dickie, seit 1999 Generaldirektor des Chicagoer Opera Theater, leitet weltweit die Vorauswahl für diesen, alle zwei Jahre stattfindenden Gesangs-Wettbewerb. Initiert und finanziell getragen wird dieser Wettbewerb von der Bertelsmann Stiftung, Gütersloh. wo  die Endausscheidung stattfindet.

Die Saison 2019 /20 der Izmir Devlet Opera de Balesi   bietet Cavalleria Rusticana,  Pagliacci, La  forza del destino, Don Giovanni,  Lucia di Lammermoor. Das Ballett des Theaters gilt als das beste in der Türkei und zeigt 2019 den  Nussknacker von Peter I. Tschaikowsky.

—| IOCO Aktuell Devlet Opera de Balesi |—

Maria José Siri, Sopranistin – Im Gespräch mit IOCO, IOCO Interview, 30.11.2018

Hamburgische Staatsoper © IOCO

Hamburgische Staatsoper © IOCO

Staatsoper Hamburg

Maria Jose Siri

IOCO im Gespräch   –  Sopranistin MARIA JOSÉ SIRI

Von Rolf Brunckhorst

Anlässlich der Wiederaufnahme von Puccinis Manon Lescaut trafen wir die junge Sopranistin Maria José Siri, die bereits vor einigen Jahren ihr Hamburger Staatsopern-Debüt als Aida gab, und jetzt als Manon nach Hamburg zurückgekehrt ist.

Frau Siri hat in den vergangen Jahren eine beachtliche Karriere gemacht, insbesondere seit sie vor zwei Jahren an der Mailänder Scala ihr Debüt als Madame Butterfly in der Urfassung dieser Puccini-Oper gab. Im vergangenen Jahr gab sie an der Scala ein weiteres Rollendebüt als Francesca da Rimini, auch in dieser Spielzeit wird sie an die Mailänder Scala zurückkehren, ebenfalls als Manon Lescaut in einer Neuproduktion der Erst-Fassung dieser Oper.

Auf die Frage, welche der beiden Frauengestalten, Butterfly oder Manon, sie bevorzuge, erwidert sie nach kurzen Überlegen: „Ich würde mich für die Manon entscheiden, weil sie mir vom rebellischen Temperament her ähnlicher ist als die Butterfly. Mir als Südamerikanerin liegt der eher rebellische Charakter der Manon mehr als die ständig zurückhaltende, unterwürfige und gehorsame Butterfly.“

Maria José Siri © Victor Santiago

Maria José Siri © Victor Santiago

Maria José Siri wurde in Uruguay geboren, ihre Familie mütterlicherseits stammt aus Spanien, ihre Vorfahren väterlicherseits stammen aus einer musikalischen neapolitanischen Familie. Nach ihrem Gesangsstudium in Montevideo hatte sie ihre ersten Bühnenauftritte u.a. an den argentinischen Opernhäusern Rosario und La Plata, u.a. in Partien wie Musetta, Figaro-Gräfin und Donna Anna; ihr Debüt am Teatro Colón in Buenos Aires gab sie als Micaela in Carmen. Um ihre Gesangsstudien fortzusetzen ging sie zunächst nach Paris, später nach Wien, wo Ileana Cotrubas ihre Lehrerin wurde. Seit 15 Jahren lebt sie nun in Verona, von dort aus eroberte sie bedeutende Opernhäuser in Italien und anderen europäischen Ländern. So sang sie an der Wiener Staatsoper bereits Butterfly, Tosca, Andrea Chenier, an der Berliner Staatsoper Tosca und Tatjana/ Eugen Onegin, an der Dresdner Semper-Oper Tosca, am Liceo Barcelona La Boheme, am Théatre La Monnaie in Brüssel die Amelia/Maskenball, in Valencia Manon Lescaut, in Bilbao die Elisabetta/Don Carlos u.a.m. Besonders verbunden ist sie auch mit dem Opernhaus Turin, wo sie u.a. neben der Tosca auch Rollendebüts als Desdemona/Otello und Amelia/Simone Boccanera geben konnte.

Bei diesem breit gefächerten Repertoire bietet sich die Frage nach ihren Lieblingspartien an:  „Das ist vor allem an erster Stelle die Norma, die mir stimmlich vorzüglich liegt, ich habe diese Partie erstmals beim Opern-Festival in Macerata gesungen, von dieser Aufführung ist auch eine DVD in den Handel gekommen. An zweiter Stelle kommt die Madeleine de Coigny aus Andrea Chenier, ich sang diese Partie bereits in Turin, bei den Bregenzer Festspielen, an der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, am Teatro dell’Opera in Rom, und auch in Tokio. An die dritte Stelle würde ich Zandonais Francesa da Rimini setzen.“ Es folgt ein Gespräch über weitere wichtige Frauengestalten der italienischen Oper. „Puccinis Fanciulla del West hat eine wunderbare Musik, aber mir gefällt der Charakter der Minnie nicht so sehr, ähnlich ergeht es mir mit der Santuzza aus Mascagnis Cavalleria rusticana. Die Elisabetta in Verdis Don Carlos habe ich sowohl fünfaktig in Französisch und Italienisch gesungen, und vieraktig in Italienisch, aber ich bevorzuge das französische Original. Das Werk ist in französischer Sprache geschrieben und muss auch so klingen, und es sollte stets ungekürzt aufgeführt werdenTosca auch Rollendebüts als Desdemona/Otello und Amelia/Simone Boccanera geben konnte.“

Bei diesem breit gefächerten Repertoire bietet sich die Frage nach ihren Lieblingspartien an: „Das ist vor allem an erster Stelle die Norma, die mir stimmlich vorzüglich liegt, ich habe diese Partie erstmals beim Opern-Festival in Macerata gesungen, von dieser Aufführung ist auch eine DVD in den Handel gekommen. An zweiter Stelle kommt die Madeleine de Coigny aus Andrea Chenier, ich sang diese Partie bereits in Turin, bei den Bregenzer Festspielen, an der Wiener Staatsoper, der Deutschen Oper Berlin, am Teatro dell’Opera in Rom, und auch in Tokio. An die dritte Stelle würde ich Zandonais Francesa da Rimini setzen.“ Es folgt ein Gespräch über weitere wichtige Frauengestalten der italienischen Oper. „Puccinis Fanciulla del West hat eine wunderbare Musik, aber mir gefällt der Charakter der Minnie nicht so sehr, ähnlich ergeht es mir mit der Santuzza aus Mascagnis Cavalleria rusticana. Die Elisabetta in Verdis Don Carlos habe ich sowohl fünfaktig in Französisch und Italienisch gesungen, und vieraktig in Italienisch, aber ich bevorzuge das französische Original. Das Werk ist in französischer Sprache geschrieben und muss auch so klingen, und es sollte stets ungekürzt aufgeführt werden.“

Nun kommen wir auf Regisseure und moderne Operninszenierungen zu sprechen. Generell lehnt Frau Siri das deutsche moderne Regietheater nicht ab, und sie hat auch noch nie ein Engagement wegen einer zu modernen Regie abgesagt. Akribisch bereitet sich Frau Siri auf jede neue Rolle vor: „Ich beginne mit der Literatur, zuerst lese ich, wenn vorhanden, den zugrunde liegenden Roman oder das zugrunde liegende Theaterstück und informiere mich über die Epoche, in der das Stück spielt, im Falle der „Manon Lescaut“ z.B. Abbé Prévosts Romanvorlage. Dann erarbeite ich die Partie für mich allein am Klavier, dann lerne ich den Text, und wenn ich die ganze Partie beherrsche, gehe ich noch einige Male zu meinem Gesangslehrer, und dann bin ich für die Theaterproben vorbereitet“.

Maria José Siri © Victor Santiago

Maria José Siri © Victor Santiago

Zukünftige Engagements der Künsterin sind u.a. Andrea Chenier an der Deutschen Oper Berlin, ein Verdi-Konzert an der Mailänder Scala, Suor Angelica und Giorgetta/ Il Tabarro in Florenz, Madame Butterfly in Muscat/Oman, Tosca am Teatro Carlo Felice in Genua, die bereits erwähnte Erst-Fassung von Manon Lescaut an der Mailänder Scala, und im Sommer wiederum die Aida in der Arena di Verona. Neues gibt es auch von ihr auf dem DVD- und CD-Markt: In Kürze wird die Mailänder Butterfly auf DVD erscheinen, und als CD ist ein Puccini-Recital geplant.

Auf die Frage, wie sie neben ihren zahlreichen Engagements ihre knapp bemessene Freizeit gestaltet, antwortet sie: „Ich liebe die Natur, ich bin sehr naturverbunden, die Städte, in denen ich gastiere, erwandere ich sehr gerne, so habe ich hier in Hamburg viele Spaziergänge unternommen, bin um die Alster gelaufen, auch mit dem Alsterdampfer gefahren, bin zum Hafen gegangen und habe mir die Elbphilharmonie angesehen und hoffe sehr, dass ich auch dort einmal singen werde, ich bin in der St. Michaeliskirche gewesen, mit dem Lift hochgefahren und habe den Blick über Hamburg genossen, ich fotografiere gern und habe Hunderte Fotos von Hamburg gemacht. Zwischen den Hamburger Aufführungsterminen fliege ich zurück nach Verona, wo ich mich um die Einrichtung meines neuen Domizils kümmere, welches im Dezember bezugsfertig sein wird. Dabei kann ich mich auch ausführlich mit meinem Hund und meiner Katze beschäftigen, um die sich während meiner Abwesenheiten meine Tochter kümmert. Desweiteren gehe ich gern ins Kino, besonders bei trüber Witterung, und im Sommer liege ich auch gern mal am Strand und genieße die Sonne.“

Wir danken Frau Siri für dies ausführliche Gespräch und hoffen sehr, sie recht bald wieder an der Hamburger Staatsoper erleben zu können. Das Gespräch mit Frau Siri führte IOCO – Korrespondent Rolf Brunckhorst.

—| IOCO Interview María José Siri |—

Düsseldorf, Deutsche Oper am Rhein, Spielplan Juli 2018

logo_dor2.jpg

Deutsche Oper am Rhein

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel - www.foto-drama.de

Deutsche Oper am Rhein / Oper am Rhein fuer alle Opernhaus © Hans Joerg Michel – www.foto-drama.de


Oper und Ballett am Rhein im Juli 2018


So 01.07. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Symphoniker im Foyer

Matinee im Opernfoyer: Die Düsseldorfer Symphoniker spielen Peter I. Tschaikowskys Streichsextett „Souvenir de Florence“, Anton Arenskys Streichquartett Nr. 2 a-Moll und bringen mit den Ensemblemitgliedern Maria Boiko und Dmitri Vargin Russische Lieder zu Gehör.


Sa 07.07. – 19.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Festliche Operngala mit den Opernstars Camilla Nylund und Andreas Schager, präsentiert vom Freundeskreis der Deutschen Oper am Rhein.

Moderation: Götz Alsmann


Außerdem bis zum Ende der Spielzeit am 15. Juli:


So 01.07 – 18.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Don Pasquale

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit: Gaetano Donizettis Opera buffa in der turbulenten Inszenierung von Rolando Villazón im Opernhaus Düsseldorf


So 01.07. – 15.00 Uhr
Theater Duisburg

Franz Lehárs Operette „Der Graf von Luxemburg

Zum letzten Mal in dieser Spielzeit: Die raffinierte Komödie über einen miesen Heiratstrick und die ganz große Liebe – mit himmlische Melodien voller Sentiment, Witz, Tempo und absurder Komik, mit Bo Skovhus als Graf von Luxemburg und Juliane Banse als Angèle


Di 03.07. – 11.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Für Schulklassen (empfohlen ab 6 Jahren): „Wo die wilden Kerle wohnen


Mi 04.07. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner in Düsseldorf:

Nach 17 Jahren an der Deutschen Oper am Rhein verabschiedet sich der Stellvertretende Chordirektor Christoph Kurig in den Ruhestand. Zum Abschied dirigiert er Richard Wagners „Der fliegende Holländer“


Mi 04.07. – 11.00 Uhr
Theater Duisburg

Für Schulklassen (empfohlen ab 6 Jahren): „Gullivers Reise“ von Gerald Resch


Do 05.07. – 19.30 Uhr
Di 10.07. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Benjamin Britten: „Peter Grimes“.
Packendes Außenseiter-Drama, inszeniert Immo Karaman.


Do 05.07. – 19.30 Uhr
Sa 07.07. – 19.30 Uhr
Theater Duisburg

Young Moves“ 2018:
Plattform Choreographie mit den Kreationen von vier Tänzerinnen und Tänzern des Balletts am Rhein Young Moves 2018 in Duisburg


Fr 06.07. – 19.30 Uhr
Sa 14.07. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Cavalleria rusticana / Pagliacci“im Opernhaus Düsseldorf

Mord aus Eifersucht: zwei spannende Opern mit dem Schmelz des großen italienischen Belcanto-Gesangs. Christof Loy hat sie inszeniert – das Ensemble und die Düsseldorfer Symphoniker spielen unter der Leitung von Antonino Fogliani.


So 08.07. – 15.00 Uhr
Fr 13.07. – 19.30 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Giacomo Puccinis “Madama Butterfly” in der Inszenierung von Joan Anton Rechi mit Liana Aleksanyan als Cio-Cio-San.


Mi 11.07. – 19.30 Uhr
Do 12.07. – 19.30 Uhr
So 15.07. – 15.00 Uhr
Opernhaus Düsseldorf

Ballett am Rhein – „b.36“: Martin Schläpfers eigene Interpretation des Klassikers „Schwanensee“ ist bis zum Ende der Spielzeit ausverkauft. Tickets gibt es wieder für die Vorstellungen ab 15. September im Opernhaus Düsseldorf und ab 28. September (Premiere) im Theater Duisburg.

 

—| Pressemeldung Deutsche Oper am Rhein Düsseldorf |—

Nächste Seite »