Berlin, Komische Oper Berlin, Premiere: Cendrillon (Aschenputtel) von Jules Massenet, 12.06.2016

Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

 

Cendrillon (Aschenputtel) von Jules Massenet
Oper in vier Akten, 1899 | In französischer Sprache, Libretto von Henri Cain nach dem Märchen von Charles Perrault

Premiere: Sonntag, 12. Juni 2016, 19 Uhr, Weitere Vorstellungen: 16. / 19. / 26. / 29. Juni und 2. / 10. Juli 2016, Einführungsmatinee: Sonntag, 5. Juni 2016, 12 Uhr (davor ab 10 Uhr Opernfrühstück)

Paris / Grabmal Gioacchino Rossini © IOCO

Paris / Grabmal Gioacchino Rossini © IOCO

Von Rossinis La Cenerentola über Prokofjews Ballett Cinderella bis zum gleichnamigen Walt-Disney-Musical – das weltweit bekannte Märchen vom armen unterdrückten Mädchen war für viele Komponisten ein beliebter Bühnenstoff. Jules Massenets 1899 uraufgeführte Adaption war seinerzeit die erfolgreichste, doch heute führt sein Cendrillon eher ein Aschenputtel-Dasein auf den Spielplänen der Bühnen. Die Neuproduktion an der Komischen Oper Berlin wartet daher mit einem doppelten Berlin-Debüt auf: Nicht nur Regie-Shooting-Star Damiano Michieletto debütiert in der Hauptstadt, auch das Werk, das er inszeniert, feiert seine Berlin-Premiere, denn in der Hauptstadt war es tatsächlich noch nie zu sehen. Die Musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Henrik Nánási. Die Titelrolle übernimmt Nadja Mchantaf, die zur nächsten Spielzeit von der Dresdener Semperoper ins Ensemble der Komischen Oper Berlin wechselt.

Cendrillon entstand an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert und traf den Nerv einer Zeit radikaler gesellschaftlicher und technischer Umbrüche, in der die Sehnsucht nach kleinen Fluchten aus einer Wirklichkeit, die die Menschen zunehmend überforderte, ins schier Unendliche wuchs. Massenet konzentriert sich in seiner zauberischtraumhaften Version der Geschichte ganz auf das gefährdete Glück des Liebespaares.

Dem Venezianer Damiano Michieletto eilt nicht erst seit seinen Arbeiten am Royal Opera House der durchaus liebevollen Ruf eines »enfant terrible des Musiktheaters« voraus. Unlängst sorgte er mit Inszenierungen von Rossinis Guillaume Tell, Mascagnis Cavalleria rusticana und Leoncavallos Pagliacci in London für Aufmerksamkeit bei Publikum und Kritik, wurde mit dem renommierten Laurence Olivier Award geehrt und gilt als international gefragter Neuerer der Opernregie. Michieletto erzählt die Fabel von Mädchen, Märchenprinz und Tanz im »gläsernen Pantoffel« für ein erwachsenes und junges Publikum: als Teil der neidvoll-harten Realität einer Ballettschule, in der die Leistungsansprüche der Erwachsenen auf die Träume von jungen Menschen treffen – und in der nach einem Unfall der Prima Ballerina Märchenhaftes geschieht.

Musikalische Leitung: Henrik Nánási, Inszenierung: Damiano Michieletto
Bühnenbild: Paolo Fantin, Kostüme: Klaus Bruns
Dramaturgie: Simon Berger, Chöre: David Cavelius, Licht: Diego Leetz

Besetzung
Nadja Mchantaf Cendrillon / Aschenputtel,  Agnes Zwierko (Madame de la Haltière), Karolina Gumos (Le Prince Charmant), Mari Eriksmoen (La Fée), Mirka Wagner (Noémie), Zoe Kissa (Dorothée), Werner van Mechelen (Pandolfe), Carsten Sabrowski (Le Roi), Christoph Späth (Le Doyen da la Faculté), Nikola Ivanov (Le Surintendant des plaisiers), Philipp Meierhöfer (Le Premier Ministre), Chorsolisten der Komischen Oper Berlin u. a.

Premiere: Sonntag, 12. Juni 2016, 19 Uhr, Weitere Vorstellungen: 16. / 19. / 26. / 29. Juni und 2. / 10. Juli 2016, Einführungsmatinee: Sonntag, 5. Juni 2016, 12 Uhr (davor ab

10 Uhr Opernfrühstück)

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Berlin, Komische Oper Berlin, Premiere: Fantasio | konzertant, 13.02.2016

Januar 28, 2016 by  
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Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

Uraufführung – Fantasio von Jacques Offenbach

Libretto von Paul de Musset nach der Komödie von Alfred de Musset

Premiere am SAMSTAG, 13. FEBRUAR 2016, 19:30, Nächste Vorstellung:
DIENSTAG, 16. FEBRUAR 2016, 19:30

Eine Uraufführung nach 125 Jahren! Zum ersten Mal erklingt Offenbachs Opéra comique Fantasio so, wie es der Komponist ursprünglich beabsichtigt hatte: mit einem Tenor in der Titelpartie. Dominique Horwitz, Schauspieler und Chansonnier mit französischen Wurzeln, führt durch die Handlung um eine unglückliche Prinzessin und ihren studentischen Verehrer.

Am Vorabend der Hochzeit der Prinzessin von Bayern und des Prinzen von Mantua feiern Volk und Studenten vor der Münchner Residenz, unter ihnen der Student Fantasio, der die Prinzessin belauscht, als sie heimlich über ihre Zukunft sinniert. Um noch mehr zu erfahren, beschließt er kurzerhand, sich als ihr kürzlich verstorbener Hofnarr zu verkleiden und so in den Palast zu gelangen. Auch der erwartete Prinz von Mantua wechselt die Kleider mit seinem Adjutanten, um die Gefühle der Prinzessin auf die Probe zu stellen. Verwechslungsspiel und Staatsraison kommen sich bald in die Quere.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben – dies trifft manchmal auch auf große Kunst zu! Fantasio erblickte 1872 aufgrund des deutsch-französischen Kriegs mit zweijähriger Verspätung das Licht der Bühnenwelt. Das ganz der Romantik verhaftete Weltbild des Komponisten war in diesen wenigen Jahren von den rasanten Zeitläuften überholt worden. Über einhundert Jahre mussten ins Land gehen, ehe man das Werk mit anderen Augen und Ohren zu schätzen lernte. Durch die typische heitere Ironie dieser Opéra comique schimmern immer wieder auch tief romantisch-melancholische Töne. Eine Wieder- und Neuentdeckung zugleich!

Musikalische Leitung Titus Engel, Chöre David Cavelius, Moderation Dominique Horwitz

BESETZUNG:
Fantasio, ein Student: Tansel Akzeybek, Der König von Bayern: Carsten Sabrowski
Elsbeth, seine Tochter: Adela Zaharia, Der Prinz von Mantua: Dominik Köninger
Marinoni, sein Adjutant: Adrian Strooper, Flamel, Elsbeths Page: Zoe Kissa
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin

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Berlin, Komische Oper Berlin, Premiere: MY FAIR LADY, 28.11.2015

Oktober 26, 2015 by  
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Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

Premiere: MY FAIR LADY

Frederick Loewe
MUSICAL IN ZWEI AKTEN (1956)
nach Bernard Shaws Pygmalion und dem Film von Gabriel Pascal
Buch und Liedtexte von Alan Jay Lerner
In deutscher Sprache

Premiere: Samstag, 28. November 2015, 19 Uhr

Weitere Termine: 5. / 9. / 15. / 27. / 31. (2 x) Dezember 2015, 15. Januar, 8. / 20. Februar, 19. März, 15. / 18. / 28. Juni und 1. / 8. Juli 2016

Eines der berühmtesten Musicals überhaupt kommt erstmals an die Komische Oper Berlin. In der Inszenierung des ehemaligen Intendanten Andreas Homoki sind Katharine Mehrling (Ball im Savoy und Arizona Lady) als Eliza Doolittle und Max Hopp (Im weißen Rössl, Eine Frau, die weiß, was sie will!) als verschrobener Professor Higgins zu erleben. Higgins, Phonetik-Koryphäe und leidenschaftlicher Verfechter der reinen Sprache, will am Beispiel der nur des Dialektes mächtigen Blumenhändlerin Eliza beweisen, dass der brillante Schliff der Sprache Tür und Tor zu den höchsten Gesellschaftskreisen öffnet. Was er auf dem Weg zum Erfolg jedoch vergisst: Eliza ist kein bloßes Versuchsobjekt, sondern ein Mensch …

Der Verfasser der literarischen Vorlage von My Fair Lady, George Bernard Shaw, bezog sich in seiner beißenden Kritik an der rigiden englischen Klassengesellschaft des 19. Jahrhunderts auf den antiken Mythos des Bildhauers Pygmalion, der sich in eine von ihm selbst gemeißelte Traumfrau verliebt. Regisseur Andreas Homoki, derzeit Intendant des Opernhaus in Zürich, konzentriert sich auf die Welten, die eine Eliza Doolittle von der »besseren Gesellschaft« eines Professor Higgins trennen, und setzt in seiner Inszenierung ganz auf die musikdramatischen Qualitäten dieses »perfekten Musicals«. Dass eine in Musik gesetzte Sprechübung – »Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühen« – bis heute auf der ganzen Welt als Evergreen gilt, sagt alles über die bezaubernde Kraft von Frederick Loewes unsterblich gewordenen Melodien.

Musikalische Leitung Kristiina Poska
Inszenierung Andreas Homoki
Choreographie Arturo Gama
Bühnenbild Frank Philipp Schlößmann
Kostüme Mechthild Seipel
Dramaturgie Johanna Wall
Chöre David Cavelius
Licht Franck Evin

BESETZUNG:
Professor Henry Higgins: Max Hopp
Eliza Doolittle: Katharine Mehrling, Winnie Böwe
Alfred P. Doolittle: Jens Larsen, Carsten Sabrowski
Oberst Pickering: Christoph Späth, Tom Erik Lie
Mrs. Higgins: Susanne Häusler
Mrs. Pearce: Christiane Oertel
Freddy Eynsford-Hill: Johannes Dunz, Adrian Strooper
Professor Zoltan Karpaty: Zoltan Fekete, Mate Gyenei, Zoltan Fekete
Chorsolisten der Komischen Oper Berlin

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Berlin, Komische Oper Berlin, Wiederaufnahme DIE FLEDERMAUS, 18.12.2014

November 5, 2014 by  
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Komische Oper Berlin

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

Komische Oper Berlin / Zuschauerraum © Gunnar Geller

DIE FLEDERMAUS MIT STEFAN SOLTESZ AM PULT

Johann Strauss: Die Fledermaus
Komische Operette in drei Akten [1874]
Text von Karl Haffner und Richard Genée

»Champagner hat’s verschuldet«

Wiederaufnahme: Donnerstag, 18. Dezember 2014, 18:15 Uhr Vortrag | 19 Uhr Vorstellung | Im Anschluss: After Show Lounge

Komische Oper Berlin / Die Fledermaus © Monika Rittershaus

Komische Oper Berlin / Die Fledermaus © Monika Rittershaus

Ab 18. Dezember ist Die Fledermaus in der Inszenierung von Andreas Homoki wieder in der Komischen Oper Berlin zu erleben. Bis Ende Januar stehen insgesamt fünf Vorstellungen auf dem Spielplan. Am Pult steht ein ausgewiesener Kenner des Genres: Stefan Soltesz, österreichischer Dirigent ungarischer Herkunft, in Opernhäusern und Konzertsälen in ganz Europa zuhause, dirigiert das Meisterwerk des Walzerkönigs Johann Strauss. Die »Operette der Operetten« ist voller Witz und moralischer Seitenhiebe, gespickt mit hinreißenden Melodien, die außerordentliche Ohrwurm-Qualitäten haben.

Mit der Fledermaus schufen Strauss und seine Librettisten eine zeitlose Verwechslungsgeschichte, rund um Rosalinde, ihren umtriebigen Gatten Gabriel von Eisenstein und Dr. Falke, den Eisenstein vor Jahren als verkleidete Fledermaus dem Spott der Gesellschaft preisgab – und der seitdem auf Rache sinnt. Eine Gesellschaftskomödie, in der keiner ist, wer er vorgibt zu sein, keine tut, was sie vermeintlich tut, und keiner liebt, wen er vorgibt zu lieben – an allem schuld ist nur der Champagner! Und dem kann man bekanntlich nicht lange böse sein …

Im Gastvortrag zur Wiederaufnahme spricht Musikwissenschaftler Dr. Kevin Clarke vom Operetta Research Center Amsterdam über »Ratten, Seitensprünge und Sexpartys«. Und auf der After Show Lounge im Anschluss an die Vorstellung gibt es wieder Gelegenheit zum Austausch mit den Sängern, die eben noch auf der Bühne standen. Wie immer gibt es den ersten »Operncocktail« gegen Vorlage der Eintrittskarte für nur 3€!

Komische Oper Berlin / Die Fledermaus © Monika Rittershaus

Komische Oper Berlin / Die Fledermaus © Monika Rittershaus

Musikalische Leitung: Stefan Soltesz
Inszenierung: Andreas Homoki
Bühnenbild und Kostüme: Wolfgang Gussmann
Dramaturgie: Werner Hintze
Chöre: David Cavelius
Licht: Franck Evin

Besetzung: Peter Bording (Gabriel von Eisenstein), Nicole Chevalier (Rosalinde), Cornelia Zink (Adele), Carsten Sabrowski (Frank), Annelie Sophie Müller (Prinz Orlofsky), Christoph Späth (Alfred), Günter Papendell (Dr. Falke), Peter Renz (Dr. Blind), Uwe Schönbeck (Frosch), Chorsolisten der Komischen Oper Berlin u. a.

Wiederaufnahme: Donnerstag, 18. Dezember 2014, 19 Uhr
18:15 Uhr »Ratten, Seitensprünge und Sexpartys«, Gastvortrag von Dr. Kevin Clarke (Musikwissenschaftler, Operetta Research Center Amsterdam). IM ANSCHLUSS: After Show Lounge

Weitere Termine: 27. Dezember 2014 | 3./25./29. Januar 2015

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