Darmstadt, Staatstheater Darmstadt, Spielplan 10.10.09 – 20.12.09

Dezember 11, 2009 by  
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Staatstheater Darmstadt

Spielplan 10.10.09 – 20.12.09

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Theaterspielplatz
Seid selber Sänger!
Ein Nachmittag rund ums Singen am Theater
Foyer Großes Haus | 16 Uhr
Donnerstag, 10. Dezember 2009

3. Kammerkonzert
Mit Werken von Schubert, Schumann, Britten, von Dohnányi
Steven Isserlis (Violoncello) und Ian Brown (Klavier)
Kleines Haus | 20 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)
Donnerstag, 10. Dezember 2009

Theaterführung
Treffpunkt Künstlereingang Hügelstraße | 18 Uhr
Donnerstag, 10. Dezember 2009

Kurt Drawert
Das Gegenteil von gar nichts
Schauspiel
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung, Bühne und Kostüme Hermann Schein

Mit Sonja Mustoff, Heinz Kloss, Aart Veder, Klaus Ziemann

Pit und Harry, zwei Gestrandete, die auf gar nichts mehr warten – „aber das herzlich gerne.“ Auch 20 Jahre nach der Wende wissen sie nichts mit ihrer „wiedergewonnenen Freiheit“ anzufangen. Das Fernsehen zeigt Interesse – wie es ihnen ergangen ist, in „all der Zeit im reichen Südwesten“, will man wissen. Was also ist die Bilanz nach 20 Jahren Wende? Wuchs zwischen Adenauer, Karstadt und Quellekatalog wirklich zusammen, was zusammen gehört? Pit und Harrys „was wäre gewesen, wenn…?“ wird zu einem ganz und gar „deutschen Spiel“, dafür stehen die Szenen und Geschichten, die sie sich auf der Suche nach dem Gegenteil von gar nichts erfinden.
Gleichermaßen ironisch wie pointiert ist Kurt Drawerts Blick auf unsere gesellschaftlichen Verhältnisse. Seinem Sprachwitz erliegt so manche Parole… „Schweine!“ -„Wer?“ -„Alle.“ -„Oh.“ -„Fast alle.“ -„Also, jetzt kneife aber nicht!“
Freitag, 11. Dezember 2009

Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte
Oper in zwei Aufzügen
Großes Haus | 19.30 Uhr (ausverkauft)

Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Inszenierung Bettina Geyer | Bühne und Kostüme Walter Schütze |
Choreinstudierung André Weiss

Mit Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Susanne Serfling, Anja Vincken| Mark Adler, Markus Durst, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, Werner Volker Meyer, David Pichlmaier, Hans-Joachim Porcher, Oleksandr Prytolyuk, Jeffrey Treganza

Mozart und sein Librettist Schikaneder erzählen eine Geschichte von Verlusten, Täuschungen und Prüfungen, die lustvoll mit ihren eigenen Widersprüchen umgeht und sich trotz geradezu gewerbsmäßiger Verniedlichung während der letzten 200 Jahre eine wohltuende Kraft und Ursprünglichkeit bewahrt hat. In Handlung und Musik der Zauberflöte werden die unterschiedlichsten Figuren und Stile vereint und dabei auf verblüffende Weise zu einem Ganzen verschmolzen. Trotz aller gelehrten Anspielungen ist das Werk in erster Linie ein Unterhaltungsstück – eine Märchen- und Zauberoper, tief in der Tradition des österreichischen Volkstheaters verwurzelt. Sie ist gleichermaßen eine Oper für den Kopf wie für den Bauch.
Freitag, 11. Dezember 2009

Ray Cooney
Außer Kontrolle
Farce
Kleines Haus | 19.30 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Henri Hohenemser | Bühne und Kostüme Stelios Vasikaridis

Mit Jutta Eckhardt, Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Andreas Manz, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, Gerd K. Wölfle

London, Westminster-Hotel, Suite 648: Minister Richard Willey hat ein heimliches Stelldichein mit Jane Worthington – Sekretärin der Opposition! Und noch pikanter: Eigentlich müssten beide gerade bei der Parlamentssitzung sein. Als jedoch eine Leiche in der Suite auftaucht, gerät alles Außer Kontrolle! Willeys Assistent George Pigden wird zur Hilfe gerufen, doch damit gehen die Probleme erst los: ein Strudel aus irrwitzigen und – im wahrsten Sinne des Wortes – halsbrecherischen Versuchen, das Verhältnis vor diversen Ehepartnern, einem misstrauischen Hoteldirektor und nicht zuletzt einem häufig bewusstlosen Detektiv zu verbergen.
Mit akribischer Genauigkeit kann Ray Cooney absurd erscheinende, aber mit zwingender Logik ablaufende bürgerliche Katastrophen konstruieren, die die Figuren in atemberaubendem Tempo von einer Notlüge in die nächste treiben.
Turbulente Verwechslungskomödie mit bissigem, britischen Humor vom Allerfeinsten: höchst vergnüglich!
Freitag, 11. Dezember 2009

George Tabori
Mein Kampf
Farce
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch
Mit Gabriele Drechsel, Diana Wolf | Harald Schneider,Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

In Frau Merschmeyers Männerheim in Wien kommt um 1910 ein von der Kunstakademie abgewiesener, unscheinbarer Jüngling aus Braunau am Inn an: Adolf Hitler. Hier trifft er auf die beiden liebenswert skurrilen Juden Herzl und Lobkowitz. Der Bibelverkäufer Herzl möchte seine Memoiren schreiben: Mein Leben. Schlechter Titel, findet Freund Lobkowitz und schlägt Mein Kampf vor. Der arbeitslose Koch hält sich für Gott und vollbringt tatsächlich eine sehr besondere Schöpfung: Gemeinsam werden sie zu Hitlers Ziehvätern und nehmen sich liebevoll schützend seiner an. Von seinem Welt- und Menschenbild, über den Rat in die Politik zu gehen bis zum später berühmten Hitler-Bärtchen: Alles, was den perspektivlosen Provinzler zu einer der bekanntesten und monströsesten Gestalten des 20. Jahrhunderts machen wird, verdankt er zwei Juden – jedenfalls in der Version von George Tabori.
Mit höchst jüdischem, bisweilen bitterbösen Humor löst Tabori klare Feindbilder auf und stellt spielerisch Stereotypen in Frage.
Samstag, 12. Dezember 2009

David Wood
Der Lebkuchenmann
Kindermusical für alle ab 5 Jahren
Großes Haus | 11.30 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Ina Annett Keppel | Musikalische Leitung Michael Erhard | Ausstattung Anna-Sophia Blersch

Mit Therese Herberstein, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges, Diana Wolf | Hans Matthias Fuchs, Jürgen Hellmann, Andreas Krüger, Tino Lindenberg, Dennis Pfuhl, Max Rohland, Harald Schneider, Istvan Vincze

Im Küchenschrank ist der Teufel los! Herr Kuckuck aus der Kuckucksuhr, hat seine Stimme verloren, die Uhr soll daher entsorgt werden. Was ist zu tun? Fräulein Pfeffer und Herr Salz möchten ihren Freund nicht verlieren, sie bitten einen neuen Schrankbewohner, den frisch gebackenen Lebkuchenmann, um Hilfe. Der soll für den erkrankten Herrn Kuckuck einen Löffel heilenden Honig stibitzen. Dumm dabei ist: Der Honig wird vom alten Teebeutel verwaltet und befindet sich zudem im obersten Regal. Der hilfsbereite Lebkuchenmann begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. Prompt läuft er der gefräßigen Gangstermaus Flitsch in die Arme. Wird der Lebkuchenmann es trotzdem schaffen, den armen Herrn Kuckuck vor dem Mülleimer zu retten? Uraufgeführt 1976 in England unter dem Titel The Gingerbread Man sorgt Der Lebkuchenmann nun schon seit über 30 Jahren für Begeisterung bei kleinen und großen Zuschauern! Eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder und eine aufregende Geschichte über Mut, Einfallsreichtum und die Zauberkraft echter Freundschaft.
Samstag, 12. Dezember 2009

Galakonzert. Entartet, verdrängt, vergessen
Großes Haus | 20 Uhr

Mit Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Susanne Serfling | Mark Adler, Sven Ehrke, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, Oleksandr Prytolyuk, David Pichlmaier, Norbert Schmittberg
Violoncello Michael Veit | Opernchor des Staatstheaters Darmstadt | Staatsorchester Darmstadt | Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Moderation John Dew

Anknüpfend an die Ausstellung „Verstummte Stimmen“, welche sich mit den Schicksalen jüdischer Musiker in Deutschland in den Jahren nach 1933 auseinandersetzt, werden in diesem Konzert Kompositionen präsentiert, deren Aufführung in Deutschland viele Jahre unerwünscht oder verboten war und deren Schöpfer im besten Falle unter Anfeindungen, im schlimmsten Falle unter Inhaftierung, Folter und Ermordung zu leiden hatten.
Das Spektrum der aufgeführten Werke reicht von Kompositionen des 19. Jahrhunderts aus der Feder von Giacomo Meyerbeer (Die Hugenotten), Felix Mendelssohn Bartholdy (Elias), Fromental Halévy (Die Jüdin) und Max Bruch (Kol Nidrei) über die Oper der 1920 und 1930er Jahre (Ernst K?enek, Erich Wolfgang Korngold, Viktor Ullmann, Kurt Weill) bis hin zu Ausschnitten aus den Operetten Schwarzwaldmädel von Léon Jessel und Die Blume von Hawaii von Paul Abraham.
Durch das Programm führt Intendant John Dew, der dem aufgeführten Repertoire durch seine langjährige und intensive Beschäftigung mit systematisch vernachlässigten Opernwerken in besonderem Maße verbunden ist.
Schirmherrin des Konzerts ist Staatsministerin a.D. Ruth Wagner.
Samstag, 12. Dezember 2009

The Black Rider
Musical von Robert Wilson, Tom Waits, William S. Burroughs
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung, Bühne und Kostüme Andrej Woron | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit Virginia Goldmann, Iris Melamed, Maika Troscheit, Diana Wolf | Stefan Schuster, Hubert Schlemmer, Aart Veder,
Tom Wild, Gerd K. Wölfle, Klaus Ziemann und Band

Unheil liegt in der Luft. Käthchen gehorcht in Liebesdingen ihrem Herzen. Auserkoren als Bräutigam hat sie sich den Schreiber Wilhelm. Doch von einer düsteren Vorahnung kann sie sich nicht befreien. Nach einem alten Brauch muss, wen die Försterstochter heiratet, die Ehe mit einem erfolgreichen Probeschuss besiegeln. Ungeschickter als Wilhelm im Umgang mit dem Gewehr kann man jedoch kaum sein. Da hätte der vom Vater als Schwiegersohn auserkorene Robert weit bessere Aussichten. Als Wilhelm sich dennoch plötzlich zum treffsicheren Schützen und begeisterten Jäger wandelt, scheint es, als habe der Teufel seine Hände im Spiel. Schaurig und schön, dämonisch und schräg, diabolisch und betörend ist die moderne Fassung der Volksbuchsage vom Freischütz, mit der Carl Maria von Weber einst die Romantik für die Oper entdeckte.
Samstag, 12. Dezember 2009

Margit Schulte-Tigges liest Adventliches für Kinder
Hörsaal der TUD im Residenzschloß | 16 Uhr
Kooperation mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt Marketing GmbH
Samstag, 12. Dezember 2009

Lutz Hübner
Gretchen 89 ff.
Theaterkabarett
Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Inszenierung Martin Apelt

Mit Anne Hoffmann | Tino Lindenberg, Harald Schneider, Uwe Zerwer

Das Making Of von Faust! Die beispielhafte Versuchsanordnung hierzu: Faust I, die Kästchenszene, Seite 89 folgende. Gretchen (aufgelöst): „Es ist so schwül, so dumpfig hie …“ – ein Klassiker! Aber wie soll man ihn bloß inszenieren? Zwischen Aschenbechern, Augentropfen, Kaffeetassen und der Holzdose „Dannemann Import Kuba“ entspinnt Lutz Hübner seine Betrachtungen über die unseligen und vor allem unzähligen Kombinationen von Regie und Schauspiel. Treffen Sie selbstverliebte Regisseure, narziss-tische Diven, blutige AnfängerInnen und entnervte Spielleiter!
Daneben entschlüsselt sich ein subtiles System von Hierarchien, das zeigt: Auch im vermeintlich lockeren Theaterbetrieb regiert das Prinzip Macht. Schon Goethe wusste über die Theatermenschen zu sagen: „Es scheint, als wenn sie nichts so sehr zu erhalten suchten als das Majestätsrecht ihrer persönlichen Willkür.“
Die amüsante und facettenreiche Satire des meistgespielten deutschen Gegenwartsdramatikers auf den Theaterbetrieb für alle, die schon immer einmal wissen wollten, was Schauspieler eigentlich vormittags machen und mit welchen Aussagen man den Regisseur garantiert zur Weißglut bringt.
Sonntag, 13. Dezember 2009

Adventskonzert
Instrumentalverein Darmstadt 1883 e.V.
Musikalische Leitung | Rhodri Britton
Großes Haus | 10.30 und 13.15 Uhr (ausverkauft)
Sonntag, 13. Dezember 2009

Mei Hong Lin
Schwanengesang
Uraufführung | Tanzstück frei nach Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach | Musik von Michael Erhard
Kleines Haus | 18 Uhr (ausverkauft)

Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin | Bühne und Kostüme Thomas Gruber | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

„Ja der Schwan hatte gesungen! Er sollte also sterben, oder er ahnte zumindest den Tod in der Luft!“ Der belgische Schriftsteller Georges Rodenbach verfasste 1892 mit Bruges-la-Morte einen Roman, der ganz im Zeichen der Dekadenz des Fin de Siècle stand. Rodenbachs melancholische Geschichte aus Brugge wurde für viele Künstler zur Inspirationsquelle, darunter E. W. Korngold, der den Stoff um einen trauernden Witwer, der nichts mehr vom Leben erwartet, dann jedoch in einem Wahn in einer jungen Tänzerin das Ebenbild seiner verstorbenen Frau sieht, 1920 als Libretto fü seine berühmte Oper Die tote Stadt verwendete. Die ungebrochene Faszination des Sujets inspiriert nun auch Mei Hong Lin, die Geschichte eines Zerrissenen zwischen Todessehnsucht und Neubeginn als Tanztheater neu zu beleben. Charaktere, gefangen im Kampf um den Verlust der Vergangenheit, hyper-sensible Seelen auf der Suche nach Verfeinerung der Sinne und Stilisierung des Lebensgefühls. Ständiges Schwanken zwischen sittenstrenger Entsagung und wilder Leidenschaft, zwischen dem Verlangen nach Reinheit und der Anziehung des Verrufenen.
Sonntag, 13. Dezember 2009

Kinderoper von Benjamin Britten
Der kleine Schornsteinfeger
Eine spannende Kinderoper für alle ab 6 Jahren
Kammerspiele | 15 Uhr (ausverkauft)

Musikalische Leitung Alexander Stessin | Inszenierung Bettina Geyer | Bühne Fabian Lüdicke | Kostüme Kathrin Hümmerich

Mit Annette Bauer, Karolin Brechtelsbauer, Noëmi Gmahl, Elisabeth Hornung, Nikola Knauer, Sophie Köhler, Alina Schaefer, Sina Schecker, Agata Siebert, Nicole Tschaikin, Anja Vincken | Andreas Daum, Sven Ehrke, Leo Hubert, Lukas Meyer, Erik Pauls, Adrian Schörghofer, Mathis Vondung

Sam ist von seinen Eltern an grausame Schornsteinfeger verkauft worden und hat heute seinen „black day“, das heißt er muss zum ersten Mal in einen Kamin klettern. Doch er bleibt stecken. Allein gelassen scheint er verloren, doch die Kinder des Hauses hören seine Hilferufe. Ein aufregendes Versteckspiel beginnt … Die Kinderoper ist in ihrer Aus-sage zeitlos: Wo Unrecht ist, kann es bekämpft werden. Kinder können gemeinsam ihre Ideale verteidigen und Spaß dabei haben. Britten vertonte diese Oper für und mit Kindern 1949 als dritten Akt seines didaktischen Schauspiels Let‘s make an Opera. Herausgekommen ist ein quirliges Werk für kleines Orchester, Kinderstimmen und erwachsene Sänger. Und da selbst das Publikum mitsingen darf, ist diese Oper ab sechs Jahren aufwärts für jedes Alter beste musikalische Unterhaltung.
Sonntag, 13. Dezember 2009

BarFestspiele
Die Birnen von Ribbeck
Nach einer Erzählung von Friedrich Christian Delius
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Romy Schmidt

Mit Andreas Manz

Fontanes Ballade hat das Dorf Ribbeck, vierzig Kilometer vor Berlin gelegen, berühmt gemacht. Im Frühjahr 1990, nach Öffnung der Mauer, kommen Westberliner nach Ribbeck, um einen Birnbaum zu pflanzen und mit den Ribbeckern die neue deutsche Einheit zu feiern. Auf dem Volksfest mit Erbsensuppe, Freibier und Birnenschnaps aus dem Westen verschafft sich ein Ribbecker Gehör. Er erzählt die Geschichte des Dorfes, erzählt von alten und neuen Herren, vom Mütze ziehen in Kaiserzeit, Nazidiktatur und Sozialismus und nähert sich, misstrauisch und selbstbewusst auch dem ungewohnt Neuen nach der Wende. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, in denen die Einheit in den Köpfen längst nicht vollzogen ist, die Ressentiments auf beiden Seiten sich verfestigt haben und neben den mancherorts gewachsenen „blühenden Landschaften“, vielerorts der Verlust der sozialen Sicherheit zu beklagen ist, lässt Delius die Fragen, Gefühle und Gedanken der Stunde Null lebendig werden.
Montag, 14. Dezember 2009

George Tabori
Mein Kampf
Farce
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger | Bühne und Kostüme Anna-Sophia Blersch
Mit Gabriele Drechsel, Diana Wolf | Harald Schneider,Tom Wild, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

In Frau Merschmeyers Männerheim in Wien kommt um 1910 ein von der Kunstakademie abgewiesener, unscheinbarer Jüngling aus Braunau am Inn an: Adolf Hitler. Hier trifft er auf die beiden liebenswert skurrilen Juden Herzl und Lobkowitz. Der Bibelverkäufer Herzl möchte seine Memoiren schreiben: Mein Leben. Schlechter Titel, findet Freund Lobkowitz und schlägt Mein Kampf vor. Der arbeitslose Koch hält sich für Gott und vollbringt tatsächlich eine sehr besondere Schöpfung: Gemeinsam werden sie zu Hitlers Ziehvätern und nehmen sich liebevoll schützend seiner an. Von seinem Welt- und Menschenbild, über den Rat in die Politik zu gehen bis zum später berühmten Hitler-Bärtchen: Alles, was den perspektivlosen Provinzler zu einer der bekanntesten und monströsesten Gestalten des 20. Jahrhunderts machen wird, verdankt er zwei Juden – jedenfalls in der Version von George Tabori.
Mit höchst jüdischem, bisweilen bitterbösen Humor löst Tabori klare Feindbilder auf und stellt spielerisch Stereotypen in Frage.
Dienstag, 15. Dezember 2009

Leoš Janá?ek
Katja Kabanowa
Oper in drei Akten | in deutscher Sprache
Großes Haus | 19.30 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Musikalische Leitung Martin Lukas Meister | Inszenierung John Dew | Bühne Heinz Balthes |
Kostüme José-Manuel Vázquez | Choreinstudierung André Weiss

Mit Sonja Borowski-Tudor, Barbara Haber, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Susanne Serfling, Viola Zimmermann | Andreas Daum, Lucian Krasznec, Werner Volker Meyer, Norbert Schmittberg, Andreas Wagner

Die Handlung spielt in der russischen Provinz, am Ufer der Wolga. Die Kaufmannsgattin Katja Kabanowa sieht sich an der Seite ihres willensschwachen Mannes Tichon, den sie nicht liebt, und unter der ständigen Bevormundung durch ihre Schwiegermutter, die despotische Kabanicha, in einer ausweglosen Lebenssituation gefangen. Sie sehnt sich nach einem anderen, freieren Leben. Eine unerwartete Gelegenheit, aus ihrer eintönigen Existenz auszubrechen, ergibt sich, als ihr Mann auf eine mehrtägige Geschäftsreise gehen muss, während Katja von dem jungen Boris umworben wird. Es kommt zu einem ersten Treffen mit Boris. Auch die folgenden zehn Nächte verbringen sie zusammen. Doch ihr Gewissen lässt Katja keine Ruhe. Während eines Gewitters bricht ihr Schuldgeständnis aus ihr heraus, und sie gesteht ihren Ehebruch. Danach bleibt ihr als einziger Ausweg nur noch der Sprung in die Wolga.
Dienstag, 15. Dezember 2009

The Black Rider
Musical von Robert Wilson, Tom Waits, William S. Burroughs
Kleines Haus | 19.30 Uhr
Inszenierung, Bühne und Kostüme Andrej Woron | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit Virginia Goldmann, Iris Melamed, Maika Troscheit, Diana Wolf | Stefan Schuster, Hubert Schlemmer, Aart Veder,
Tom Wild, Gerd K. Wölfle, Klaus Ziemann und Band

Unheil liegt in der Luft. Käthchen gehorcht in Liebesdingen ihrem Herzen. Auserkoren als Bräutigam hat sie sich den Schreiber Wilhelm. Doch von einer düsteren Vorahnung kann sie sich nicht befreien. Nach einem alten Brauch muss, wen die Försterstochter heiratet, die Ehe mit einem erfolgreichen Probeschuss besiegeln. Ungeschickter als Wilhelm im Umgang mit dem Gewehr kann man jedoch kaum sein. Da hätte der vom Vater als Schwiegersohn auserkorene Robert weit bessere Aussichten. Als Wilhelm sich dennoch plötzlich zum treffsicheren Schützen und begeisterten Jäger wandelt, scheint es, als habe der Teufel seine Hände im Spiel. Schaurig und schön, dämonisch und schräg, diabolisch und betörend ist die moderne Fassung der Volksbuchsage vom Freischütz, mit der Carl Maria von Weber einst die Romantik für die Oper entdeckte.
Dienstag, 15. Dezember 2009

Hörbar
Christina Kühnreich liest Adventliches
Kammerspiele| 17 Uhr
Dienstag, 15. Dezember 2009

Lutz Hübner
Gretchen 89 ff.
Theaterkabarett
Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Inszenierung Martin Apelt

Mit Anne Hoffmann | Tino Lindenberg, Harald Schneider, Uwe Zerwer

Das Making Of von Faust! Die beispielhafte Versuchsanordnung hierzu: Faust I, die Kästchenszene, Seite 89 folgende. Gretchen (aufgelöst): „Es ist so schwül, so dumpfig hie …“ – ein Klassiker! Aber wie soll man ihn bloß inszenieren? Zwischen Aschenbechern, Augentropfen, Kaffeetassen und der Holzdose „Dannemann Import Kuba“ entspinnt Lutz Hübner seine Betrachtungen über die unseligen und vor allem unzähligen Kombinationen von Regie und Schauspiel. Treffen Sie selbstverliebte Regisseure, narziss-tische Diven, blutige AnfängerInnen und entnervte Spielleiter!
Daneben entschlüsselt sich ein subtiles System von Hierarchien, das zeigt: Auch im vermeintlich lockeren Theaterbetrieb regiert das Prinzip Macht. Schon Goethe wusste über die Theatermenschen zu sagen: „Es scheint, als wenn sie nichts so sehr zu erhalten suchten als das Majestätsrecht ihrer persönlichen Willkür.“
Die amüsante und facettenreiche Satire des meistgespielten deutschen Gegenwartsdramatikers auf den Theaterbetrieb für alle, die schon immer einmal wissen wollten, was Schauspieler eigentlich vormittags machen und mit welchen Aussagen man den Regisseur garantiert zur Weißglut bringt.
Mittwoch, 16. Dezember 2009

Die Fledermaus
Operette in drei Akten
Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Inszenierung Ansgar Weigner | Bühne Dieter Richter | Kostüme Renate Schmitzer | Choreinstudierung André Weiss

Mit Maria Gessler, Elisabeth Hornung, Margaret Rose Koenn, Marie Smolka | Mark Adler, Markus Durst, John In Eichen, Thomas Mehnert, David Pichlmaier, Jean-Michel Räber, Walter Renneisen, Norbert Schmittberg, Jeffrey Treganza

Der Notar Dr. Falke will sich für einen Streich rächen, den ihm sein Freund Gabriel von Eisenstein nach einem Faschingsball gespielt hatte. Zu diesem Zwecke verleitet er den ahnungslosen Eisenstein zu einem Flirt mit einer angeblichen ungarischen Gräfen, hinter der sich – wie sich nach turbulenten Verwicklungen herausstellt -niemand anderes als Eisensteins Gattin Rosalinde verbirgt, die wiederum – wie sich ebenfalls herausstellt – ihren Gatten mit dem Gesangslehrer Alfred betrogen hat.
Dank seiner präzise gezeichneten Charaktere und vor allem dank seiner mitreißenden Musik avancierte dieses 1874 uraufgeführte, auf einer französischen Gesellschaftskomödie basierende musikalische Lustspiel zur vielleicht beliebtesten und bekanntesten Wiener Operette des 19. Jahrhunderts.
Mittwoch, 16. Dezember 2009

Gotthold Ephraim Lessing
Nathan der Weise
Kleines Haus | 19.30 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Patricia Benecke | Bühne und Kostüme Gesine Kuhn

Mit Anne Hoffmann, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges | Heinz Kloss, Andreas Manz, Stefan Schuster, Tom Wild, Aart Veder, Klaus Ziemann

Brennpunkt Jerusalem. Die heilige Stadt der Juden, Christen und Muslime hat bis heute mehr als 40 Kriege erlebt, ist mindestens 17 Mal zerstört worden und wechselte ein gutes Dutzend Mal die offizielle Glaubensrichtung.
Man schreibt das Jahr 1192. Der dritte Kreuzzug ist zu Ende, es herrscht Waffenstillstand zwischen den drei Religionsgemeinschaften. Doch wie 2009 ist auch dieser Friede nur ein vorläufiger, ein fragiler. Schon kündigt sich neues Ungemach an: Sultan Saladin braucht Geld für einen weiteren Krieg gegen die Christen. Er denkt dabei an die finanzielle Unterstützung durch den reichen jüdischen Geschäftsmann Nathan. Doch dieser setzt den Machtinteressen eine Parabel von drei Ringen entgegen, welche einander ebenso gleichen wie die drei großen Religionen. „Es eifre jeder seiner unbestochnen, von Vorurteilen freien Liebe nach!“, so Nathans weise Forderung. Wie sinnig diese Lehre ist, bewahrheitet sich im Verlauf des Stückes, als erstaunliche Verwandtschaftsbeziehungen zu Tage treten…
Von den Nationalsozialisten verboten, avancierte der Nathan nach 1945 zum „Wiedergutmachungsstück“ (so Literaturwissenschaftler Helmut Göbel). Und noch deutlicher als zuvor tut sich seitdem das Spannungsfeld zwischen der Utopie eines menschlichen Miteinanders und der realen geschichtlichen Erfahrung auf. Dessen Grenzen auslotend, erforscht Darmstadt-Debütantin Patricia Benecke mit dem Ensemble die Möglichkeit von Humanität, Toleranz und Versöhnung.
Nathan der Weise ist Lessings letztes Bühnenstück. Er stirbt 1781, zwei Jahre vor der zurückhaltend aufgenommenen Mannheimer Uraufführung. Als Alterswerk ist es die Quintessenz seines liberalen, philanthropen Denkens, das vor allem durch Moses Mendelssohn, jüdischer Philosoph und lebenslanger Freund Lessings, beeinflusst war. Ihm setzte er auch mit der Figur des Nathan ein ewiges Denkmal. Eine jahrelange Auseinandersetzung mit dem dogmatischen Hamburger Theologen und Pastor Johann Goeze kostete Lessing schließlich seine Zensurfreiheit. Doch Lessings Botschaft bleibt im Nathan lebendig, wie er in einem Brief an seinen Bruder ankündigt: „Es wird nichts weiter, als ein satirisches Stück, um den Kampfplatz mit Hohngelächter zu verlassen.“ (nb)
Mittwoch, 16. Dezember 2009

Johann Wolfgang von Goethe
Die Leiden des jungen Werther
Kammerspiele| 20 Uhr

Inszenierung Andrea Thiesen

Mit Tino Lindenberg

Werther verliebt sich unsterblich in Lotte. Diese jedoch ist mit Albert verlobt. Werther ignoriert diesen Umstand, und auch Lotte ist nicht abweisend. Doch man ist gezwungen, vernünftig zu sein. Werthers Empfindungen werden stärker und stärker. Zwischen Schwärmerei, Orientierungslosigkeit, Leidenschaft und Verlangen entsteht in ihm ein Idealbild Lottes, das zunehmend Besitz von seinem Seelenleben ergreift. Der Versuch, durch räumliche und zeitliche Trennung Abstand zu gewinnen, schlägt in das Gegenteil um. Bei seiner Rückkehr findet er die Vergötterte mit Albert verheiratet. Dessen ahnungslose Geradlinigkeit und offene Freundschaft lassen Werthers Situation immer unerträglicher werden. Je mehr er Lotte bedrängt, desto mehr entzieht sie sich ihm. In seiner Verzweiflung borgt sich Werther Alberts Pistolen…
Dieser „Bestseller des Sturm und Drang“ machte den jungen Goethe schlagartig berühmt und löste bei unglücklich Verliebten eine Selbstmordwelle aus.
Mittwoch, 16. Dezember 2009

Kai Hensel
Klamms Krieg
Sitzungszimmer | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger

Mit Uwe Zerwer

Herr Klamm – ein unauffälliger Lehrer eigentlich. Aber beileibe kein gewöhnlicher. Von seiner Klasse wird er für den Selbstmord eines Mitschülers verantwortlich gemacht. Wie soll man mit dem offen zur Schau gestellten Hass umgehen? Gleiches mit Gleichem vergelten? Die Schule ein Dienstleistungs-Center für gute Noten? Da ist man bedient!
Was ist das eigentlich für ein Lehrer, der heimlich über Jahre hinweg zu jeder Person in der Schule eine Akte anlegt, akribisch Vorkommnisse und Entwicklungen dokumentiert? Kontrollzwang, krampfhaftes Chronistentum, Vatergefühle gar? Er muss versuchen, sich zu erklären. Dabei kommen viele Wahrheiten ans Licht, auch solche, die man gar nicht hören möchte. Klamm geht auf Konfrontationskurs und setzt dabei alles aufs Spiel.
Fesselndes Psychogramm eines zerrissenen Menschen zwischen Verantwortung und Verteidigung, zwischen Vernunft und Paranoia, zwischen Rache und Resignation.
Mittwoch, 16. Dezember 2009

Theaterführung
Treffpunkt Künstlereingang Hügelstraße| 18 Uhr
Donnerstag, 17. Dezember 2009

Aida
Oper in vier Akten | in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Constantin Trinks | Spielleitung Alfonso Romero Mora | Nach einer Inszenierung von
Michael Heinicke | Bühne und Kostüme Peter Sykora | Choreinstudierung André Weiss

Mit Yanyu Guo, Margaret Rose Koenn, Yamina Maamar | Andreas Daum, Sven Ehrke, Bastiaan Everink, John In Eichen, Thomas Mehnert, Zurab Zurabishvili, Oliver Zwarg

Im schon lange währenden Krieg zwischen Ägypten und Äthiopien wird der junge Feldherr Radames zum Heerführer der Ägypter ernannt. Im Falle des Sieges winken ihm nicht nur Ruhm und Thronfolge, sondern auch die Hand der Königstochter Amneris. Radames hingegen liebt die Sklavin Aida, die noch dazu die Tochter des äthiopischen Königs Amonasro ist. Angetrieben von ihrem Vater, verleitet sie Radames dazu, den geheimen Aufmarschplan der Ägypter preiszugeben. Er wird für diesen Hochverrat zum Tode verurteilt und bei lebendigem Leibe eingemauert. Erst nachdem sein Verlies sich geschlossen hat, bemerkt er Aida, die sich heimlich in das nämliche Gewölbe geschlichen hat, um wenigstens im Tode mit dem Geliebten vereint zu sein.
Giuseppe Verdi schrieb mit Aida seine wohl populärste Oper. Monumentale Chorszenen – beispielsweise der berühmte Triumph-marsch – prägen den Charakter dieser Oper ebenso wie die anrührenden Szenen einer gleichermaßen dramatischen wie intimen Liebestragödie.
Donnerstag, 17. Dezember 2009

Carl Zuckmayer
Der Hauptmann von Köpenick
Ein deutsches Märchen | Schauspiel
Kleines Haus | 19.30 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Malte Kreutzfeldt | Ausstattung Nikolaus Porz

Mit Sonja Mustoff, Maika Troscheit | Andreas Manz, Tilman Meyn, Matthias Kleinert, Hubert Schlemmer, Stefan Schuster, Aart Veder, Tom Wild, Gerd K. Wölfle, Uwe Zerwer, Klaus Ziemann

Der Schuster Wilhelm Voigt möchte einen Pass beantragen – und scheitert im Kampf gegen die Mühlen der Bürokratie: Ohne Arbeit keine Aufenthaltsgenehmigung. Ohne Aufenthaltsgenehmigung kein Pass. Ohne Pass keine Arbeit, keine Ausreise, kein menschenwürdiges Leben. Eine ausrangierte Hauptmannsuniform und eine pfiffige Idee helfen ihm jedoch, die Ordnungstreuen und Autoritätshörigen mit ihren eigenen Waffen zu schlagen…
Mit dieser „besten Komödie der Weltliteratur“ (Thomas Mann) schuf Zuckmayer zugleich ein kritisches Zeitstück, bei dem die liebenswert-tragische Figur des Wilhelm Voigt zum Sinnbild des kleinen Mannes wurde. Sein Kampf gegen die Ungerechtigkeiten der (Arbeits-)Welt hat vor dem Hintergrund heutiger Begriffe wie Mindestlohn, Kurzarbeit und 400-Euro-Jobs nichts an Brisanz verloren.
Donnerstag, 17. Dezember 2009

BarFestspiele
Welche Droge passt zu mir?
Monolog von Kai Hensel
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Martin Ratzinger

Mit Christina Kühnreich

„Hören Sie auf, jede Nacht Möbel zu verrücken. Damit stiften Sie Verwirrung, bei Ihrem Mann, Ihrem Kind und allen Menschen, die Sie lieben.“ Hanna, Hausfrau und Mutter, hat einen viel besseren Weg aus dem Alltagfrust gefunden. Es bedarf nur der passenden Droge zur passenden Gelegenheit und jede Frau kann den Anfechtungen des Lebens elegant und souverän gegenübertreten. Drogen machen angstfrei und schlank, mutig und stark, es gilt nur, ein paar Regeln zu beachten. Mit missionarischem Sendungsbewusstsein und der ideologischen Schützenhilfe des Philosophen Seneca gibt Hanna die im Selbstversuch gemachten Erfahrungen an ihr Auditorium weiter. Zwischen Größenwahn und Schweißausbruch, Tagtraum und Atemlähmung unternimmt Hanna eine Reise an die Pforten des Paradieses. In dem Monolog des 1965 geborenen Erfolgsautors Kai Hensel bittet nun die Bühnenfigur Hanna, charmante Thirtysomething, zu ihrem ganz persönlichen Spiel mit dem Feuer an die Theaterbar.
Donnerstag, 17. Dezember 2009

Theaterführung für Familien
Treffpunkt Künstlereingang Hügelstraße | 15.30 Uhr
Freitag, 18. Dezember 2009

Engelbert Humperdinck
Hänsel und Gretel
Großes Haus | 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Inszenierung Bettina Geyer | Puppen Lorenz Seib | Bühne und Kostüme Fabian Lüdicke | Choreinstudierung André Weiss
Puppenspieler Lorenz Seib, Michael Hatzius | Dörte Bauer, Claudia Friedemann, Lisa Remmert

Mit Katrin Gerstenberger/Elisabeth Hornung, Aki Hashimoto/ Susanne Serfling, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn | David Pichlmaier/Oleksandr Prytolyuk

„Hunger ist der beste Koch!“ heißt es in der Besenbinderfamilie, denn Schmalhans ist Küchenmeister. Da darf man nicht im Häuschen herumtanzen und -tollen. Wehe, die Milch wird verschüttet! Dann gibt’s nichts anderes zu essen. Und die Mutter schickt die Geschwister zum Beerensuchen in den Wald. – Zum Ilsenstein?! Der Vater ist entsetzt, denn der Ilsenstein ist verrufen. Da steht doch Rosina Leckermauls Haus, und die ist als Hexe verschrien. Es wird unheimlich im Wald, so recht zum Fürchten. Aber die Kinder sprechen ihr Abendgebet; der Sandmann kommt: Wald und Welt werden eins, behütet von Musik und sichtbar werdendem Traum. Das Taumännchen weckt sie am anderen Morgen auf, und da stehen sie vor dem Hexenhaus voll verlockender Leckereien. Sie können nicht widerstehen … Wer ist da? Der Wind, der Wind, das himmlische Kind, sagen die beiden. Doch die freundliche Hausherrin lädt sie ein. Nun ja, ein bisschen seltsam ist sie schon: Werden die zwei sich aus der Gewalt der Hexe, die triumphierend auf ihrem Besen durch die Luft reitet, befreien können?
Freitag, 18. Dezember 2009

Mei Hong Lin
Schwanengesang
Uraufführung | Tanzstück frei nach Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach | Musik von Michael Erhard
Kleines Haus | 19.30 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin | Bühne und Kostüme Thomas Gruber | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

„Ja der Schwan hatte gesungen! Er sollte also sterben, oder er ahnte zumindest den Tod in der Luft!“ Der belgische Schriftsteller Georges Rodenbach verfasste 1892 mit Bruges-la-Morte einen Roman, der ganz im Zeichen der Dekadenz des Fin de Siècle stand. Rodenbachs melancholische Geschichte aus Brugge wurde für viele Künstler zur Inspirationsquelle, darunter E. W. Korngold, der den Stoff um einen trauernden Witwer, der nichts mehr vom Leben erwartet, dann jedoch in einem Wahn in einer jungen Tänzerin das Ebenbild seiner verstorbenen Frau sieht, 1920 als Libretto fü seine berühmte Oper Die tote Stadt verwendete. Die ungebrochene Faszination des Sujets inspiriert nun auch Mei Hong Lin, die Geschichte eines Zerrissenen zwischen Todessehnsucht und Neubeginn als Tanztheater neu zu beleben. Charaktere, gefangen im Kampf um den Verlust der Vergangenheit, hyper-sensible Seelen auf der Suche nach Verfeinerung der Sinne und Stilisierung des Lebensgefühls. Ständiges Schwanken zwischen sittenstrenger Entsagung und wilder Leidenschaft, zwischen dem Verlangen nach Reinheit und der Anziehung des Verrufenen.
Freitag, 18. Dezember 2009

Kurt Drawert
Das Gegenteil von gar nichts
Schauspiel
Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung, Bühne und Kostüme Hermann Schein

Mit Sonja Mustoff, Heinz Kloss, Aart Veder, Klaus Ziemann

Pit und Harry, zwei Gestrandete, die auf gar nichts mehr warten – „aber das herzlich gerne.“ Auch 20 Jahre nach der Wende wissen sie nichts mit ihrer „wiedergewonnenen Freiheit“ anzufangen. Das Fernsehen zeigt Interesse – wie es ihnen ergangen ist, in „all der Zeit im reichen Südwesten“, will man wissen. Was also ist die Bilanz nach 20 Jahren Wende? Wuchs zwischen Adenauer, Karstadt und Quellekatalog wirklich zusammen, was zusammen gehört? Pit und Harrys „was wäre gewesen, wenn…?“ wird zu einem ganz und gar „deutschen Spiel“, dafür stehen die Szenen und Geschichten, die sie sich auf der Suche nach dem Gegenteil von gar nichts erfinden.
Gleichermaßen ironisch wie pointiert ist Kurt Drawerts Blick auf unsere gesellschaftlichen Verhältnisse. Seinem Sprachwitz erliegt so manche Parole… „Schweine!“ -„Wer?“ -„Alle.“ -„Oh.“ -„Fast alle.“ -„Also, jetzt kneife aber nicht!“
Samstag, 19. Dezember 2009

Wolfgang Amadeus Mozart
Die Zauberflöte
Oper in zwei Aufzügen
Großes Haus | 19.30 Uhr (ausverkauft)

Musikalische Leitung Lukas Beikircher | Inszenierung Bettina Geyer | Bühne und Kostüme Walter Schütze |
Choreinstudierung André Weiss

Mit Katrin Gerstenberger, Aki Hashimoto, Elisabeth Hornung, Niina Keitel, Margaret Rose Koenn, Adréana Kraschewski, Susanne Serfling, Anja Vincken| Mark Adler, Markus Durst, John In Eichen, Lucian Krasznec, Thomas Mehnert, Werner Volker Meyer, David Pichlmaier, Hans-Joachim Porcher, Oleksandr Prytolyuk, Jeffrey Treganza

Mozart und sein Librettist Schikaneder erzählen eine Geschichte von Verlusten, Täuschungen und Prüfungen, die lustvoll mit ihren eigenen Widersprüchen umgeht und sich trotz geradezu gewerbsmäßiger Verniedlichung während der letzten 200 Jahre eine wohltuende Kraft und Ursprünglichkeit bewahrt hat. In Handlung und Musik der Zauberflöte werden die unterschiedlichsten Figuren und Stile vereint und dabei auf verblüffende Weise zu einem Ganzen verschmolzen. Trotz aller gelehrten Anspielungen ist das Werk in erster Linie ein Unterhaltungsstück – eine Märchen- und Zauberoper, tief in der Tradition des österreichischen Volkstheaters verwurzelt. Sie ist gleichermaßen eine Oper für den Kopf wie für den Bauch.
Samstag, 19. Dezember 2009

Wajdi Mouawad
Wälder
Schauspiel
Kleines Haus | 19.30 Uhr

Inszenierung Axel Richter | Bühne und Kostüme Klaus Noack

Mit Gabriele Drechsel, Therese Heberstein, Karin Klein, Christina Kühnreich, Sonja Mustoff, Maika Troscheit, Diana Wolf | Hans Matthias Fuchs, Matthias Kleinert, Tino Linden-berg, Tilman Meyn, Hubert Schlemmer, István Vincze, Gerd K. Wölfle, Uwe Zerwer

Der Knochen ist es. Als er im Kopf ihrer Mutter entdeckt wird, beginnt für Loup eine dramatische Reise zurück zu ihren Wurzeln. Im Knochen schlummert eine Wahrheit, die unsagbar ist. Eine Kette von auswegloser Liebe und ausweglosem Leid enthüllt sich, die die junge Kanadierin bis nach Europa führt. In den Wirren des Deutsch-Französischen sowie des Ersten und Zweiten Weltkriegs findet sie weit Verstörenderes als die Kooperation mit Nationalsozialisten: Die Verwandtschaft zu Menschen, die an ihrem Schicksal zugrunde gehen. Sie findet aber auch: eine große Frauenfreundschaft, Lebensrettung, Liebe. Ihre Suche birgt immer wieder neue mysteriöse Wendungen. Und Loup muss bis an die Grenzen von Utopie, Traum und Wahnsinn vordringen, um zu erkennen, wer und warum sie ist.
Nach Verbrennungen die nächste packende Familiensaga von Wajdi Mouawad! Mit gleichermaßen archaischer Wucht wie feiner poetischer Erzählkunst lässt er sieben außergewöhnliche Frauenschicksale wieder aufleben.
Samstag, 19. Dezember 2009

Mein Leben mit Mozart
Von Eric-Emanuel Schmitt
Eine musikalische Lesung mit Aart Veder
Kammerspiele | 16 Uhr
Samstag, 19. Dezember 2009

BarFestspiele
Die Birnen von Ribbeck
Nach einer Erzählung von Friedrich Christian Delius
Bar der Kammerspiele | 20 Uhr

Inszenierung Romy Schmidt

Mit Andreas Manz

Fontanes Ballade hat das Dorf Ribbeck, vierzig Kilometer vor Berlin gelegen, berühmt gemacht. Im Frühjahr 1990, nach Öffnung der Mauer, kommen Westberliner nach Ribbeck, um einen Birnbaum zu pflanzen und mit den Ribbeckern die neue deutsche Einheit zu feiern. Auf dem Volksfest mit Erbsensuppe, Freibier und Birnenschnaps aus dem Westen verschafft sich ein Ribbecker Gehör. Er erzählt die Geschichte des Dorfes, erzählt von alten und neuen Herren, vom Mütze ziehen in Kaiserzeit, Nazidiktatur und Sozialismus und nähert sich, misstrauisch und selbstbewusst auch dem ungewohnt Neuen nach der Wende. 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, in denen die Einheit in den Köpfen längst nicht vollzogen ist, die Ressentiments auf beiden Seiten sich verfestigt haben und neben den mancherorts gewachsenen „blühenden Landschaften“, vielerorts der Verlust der sozialen Sicherheit zu beklagen ist, lässt Delius die Fragen, Gefühle und Gedanken der Stunde Null lebendig werden.
Samstag, 19. Dezember 2009

läd naid sürpries
nächtliches Überraschungsprogramm anschließend Party
Bar der Kammerspiele | 23 Uhr
Sonntag, 20. Dezember 2009

David Wood
Der Lebkuchenmann
Kindermusical für alle ab 5 Jahren
Großes Haus | 11. 30 Uhr (Restkarten an der Abendkasse)

Inszenierung Ina Annett Keppel | Musikalische Leitung Michael Erhard | Ausstattung Anna-Sophia Blersch

Mit Therese Herberstein, Iris Melamed, Margit Schulte-Tigges, Diana Wolf | Hans Matthias Fuchs, Jürgen Hellmann, Andreas Krüger, Tino Lindenberg, Dennis Pfuhl, Max Rohland, Harald Schneider, Istvan Vincze

Im Küchenschrank ist der Teufel los! Herr Kuckuck aus der Kuckucksuhr, hat seine Stimme verloren, die Uhr soll daher entsorgt werden. Was ist zu tun? Fräulein Pfeffer und Herr Salz möchten ihren Freund nicht verlieren, sie bitten einen neuen Schrankbewohner, den frisch gebackenen Lebkuchenmann, um Hilfe. Der soll für den erkrankten Herrn Kuckuck einen Löffel heilenden Honig stibitzen. Dumm dabei ist: Der Honig wird vom alten Teebeutel verwaltet und befindet sich zudem im obersten Regal. Der hilfsbereite Lebkuchenmann begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. Prompt läuft er der gefräßigen Gangstermaus Flitsch in die Arme. Wird der Lebkuchenmann es trotzdem schaffen, den armen Herrn Kuckuck vor dem Mülleimer zu retten? Uraufgeführt 1976 in England unter dem Titel The Gingerbread Man sorgt Der Lebkuchenmann nun schon seit über 30 Jahren für Begeisterung bei kleinen und großen Zuschauern! Eines der erfolgreichsten Musicals für Kinder und eine aufregende Geschichte über Mut, Einfallsreichtum und die Zauberkraft echter Freundschaft.
Sonntag, 20. Dezember 2009
Austauschgastspiel des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden
Merry Christmas?
Eine weihnachtliche Tanzkomödie für die ganze Familie von Stephan Thoss
Musik von Tschaikowsky, Crosby, Strauß u.a.
Großes Haus | 16 und 18 Uhr
Choreografie Stephan Thoss | Bühnenbild Arne Walther | Kostüme Carmen Maria Salomon

Mit dem Ballettensemble des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden

Es ist Weihnachten, das Warten auf die Bescherung ist endlich vorbei. Doch leider benimmt sich das Töchterchen Klara nicht. Ihre Bockigkeit verärgert die Eltern, bis diese das Familienfest beenden. Im tiefen Schlaf scheint Klaras Welt zu kippen – in einer Kette von Träumen und Alpträumen erlebt sie ganz verschiedene Seiten, Weihnachten zu verbringen.
Sonntag, 20. Dezember 2009

Mei Hong Lin
Schwanengesang
Uraufführung | Tanzstück frei nach Bruges-la-Morte von Georges Rodenbach | Musik von Michael Erhard
Kleines Haus | 18 Uhr

Inszenierung und Choreografie Mei Hong Lin | Bühne und Kostüme Thomas Gruber | Musikalische Leitung Michael Erhard

Mit dem Ensemble des Tanztheaters Darmstadt

„Ja der Schwan hatte gesungen! Er sollte also sterben, oder er ahnte zumindest den Tod in der Luft!“ Der belgische Schriftsteller Georges Rodenbach verfasste 1892 mit Bruges-la-Morte einen Roman, der ganz im Zeichen der Dekadenz des Fin de Siècle stand. Rodenbachs melancholische Geschichte aus Brugge wurde für viele Künstler zur Inspirationsquelle, darunter E. W. Korngold, der den Stoff um einen trauernden Witwer, der nichts mehr vom Leben erwartet, dann jedoch in einem Wahn in einer jungen Tänzerin das Ebenbild seiner verstorbenen Frau sieht, 1920 als Libretto fü seine berühmte Oper Die tote Stadt verwendete. Die ungebrochene Faszination des Sujets inspiriert nun auch Mei Hong Lin, die Geschichte eines Zerrissenen zwischen Todessehnsucht und Neubeginn als Tanztheater neu zu beleben. Charaktere, gefangen im Kampf um den Verlust der Vergangenheit, hyper-sensible Seelen auf der Suche nach Verfeinerung der Sinne und Stilisierung des Lebensgefühls. Ständiges Schwanken zwischen sittenstrenger Entsagung und wilder Leidenschaft, zwischen dem Verlangen nach Reinheit und der Anziehung des Verrufenen.
Sonntag, 20. Dezember 2009

Lutz Hübner
Gretchen 89 ff.
Theaterkabarett
Kammerspiele | 20 Uhr (ausverkauft)

Inszenierung Martin Apelt

Mit Anne Hoffmann | Tino Lindenberg, Harald Schneider, Uwe Zerwer

Das Making Of von Faust! Die beispielhafte Versuchsanordnung hierzu: Faust I, die Kästchenszene, Seite 89 folgende. Gretchen (aufgelöst): „Es ist so schwül, so dumpfig hie …“ – ein Klassiker! Aber wie soll man ihn bloß inszenieren? Zwischen Aschenbechern, Augentropfen, Kaffeetassen und der Holzdose „Dannemann Import Kuba“ entspinnt Lutz Hübner seine Betrachtungen über die unseligen und vor allem unzähligen Kombinationen von Regie und Schauspiel. Treffen Sie selbstverliebte Regisseure, narziss-tische Diven, blutige AnfängerInnen und entnervte Spielleiter!
Daneben entschlüsselt sich ein subtiles System von Hierarchien, das zeigt: Auch im vermeintlich lockeren Theaterbetrieb regiert das Prinzip Macht. Schon Goethe wusste über die Theatermenschen zu sagen: „Es scheint, als wenn sie nichts so sehr zu erhalten suchten als das Majestätsrecht ihrer persönlichen Willkür.“
Die amüsante und facettenreiche Satire des meistgespielten deutschen Gegenwartsdramatikers auf den Theaterbetrieb für alle, die schon immer einmal wissen wollten, was Schauspieler eigentlich vormittags machen und mit welchen Aussagen man den Regisseur garantiert zur Weißglut bringt.

—| Pressemeldung Staatstheater Darmstadt |—

Magdeburg, Theater Magdeburg, Spielplaninformationen Januar 2010

Dezember 9, 2009 by  
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Theater Magdeburg

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Theater Magdeburg © Theater Magdeburg / Hans Ludwig Boehme

Spielplaninformationen Januar 2010

Premieren

23. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Opernhaus
Carmen
Oper von Georges Bizet Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy
In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Die Zigeunerin Carmen hat ihre eigenen Vorstellungen von der Liebe. Sie verliebt sich in den Sergeanten Don José und gewährt ihm eine Liebesnacht. José gibt daraufhin sein bisheriges Leben auf und schließt sich den Zigeunern an. Doch Carmens Freiheitsdrang lässt sich mit seiner Eifersucht nicht in Einklang bringen. Während sie sich dem Stierkämpfer Escamillo zuwendet, besteht José auf der Dauerhaftigkeit ihrer Liebe. Auch Micaëla, seine Freundin aus Kindertagen, kann ihn nicht von Carmen abbringen. Vor der Stierkampfarena fordert José Carmen ein letztes Mal heraus …
Bizets Oper »Carmen« – nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Merimée – machte ihren Urheber unsterblich, auch wenn er den Erfolg selbst nicht mehr erleben konnte. Die eigenwillige Titelheldin, die unbeirrbar ihren Lebens- und Liebeswillen auslebt, gilt seitdem als eine der faszinierendsten Opernfiguren überhaupt.
Musikalische Leitung Anu Tali Regie Kristina Wuss Bühne/Kostüme Lukas Noll Chor Martin Wagner Mit Iago Ramos, Kartal Karagedik, Markus Liske, Peter Diebschlag, Mario Solimene, Paul Sketris, Lucia Cervoni, Evmorfia Metaxaki, Lisa Wedekind, Noa Danon Premiere am 23. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Opernhaus
Premierenfieber am 10. 1. 2010 um 11.00 Uhr im Opernhaus/Café Rossini
15. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Schauspielhaus/Bühne

Der Mann, der seine Frau mit einem Hut verwechselte
Kammeroper von Michael Nyman
Deutsch von Bertram Dippel und Florian Kaplick Libretto von Oliver Sacks, Christopher Rawlence und Michael Morris

Mal spricht Musikprofessor Dr. P. mit dem Armknauf seines Stuhls, mal fragt er eine Parkuhr nach dem Weg. Jetzt sitzt P. vor dem Neurologen Dr. S., der ihn diverser Tests unterzieht: Linien und geometrische Körper beschreibt P. tadellos, aber alltägliche Gegenstände ihrem Nutzen nach einzuordnen, misslingt ihm. Wie kann er so den Alltag meistern? Ohne seine Frau, die ihm Sicherheit durch Rituale gibt, und ohne die Musik Robert Schumanns, mit deren Hilfe er Zusammenhänge erkennt, wäre er aufgeschmissen! Als er versucht, den Kopf seiner Frau anstatt eines Hutes aufzusetzen, ist die Gattin mit ihrem Latein am Ende – und Dr. S. kommt seiner Diagnose immer näher …
Hinter dem absurd-witzigen Titel verbirgt sich ein Bestseller des Neurologen Oliver Sacks aus dem Jahr 1985. Die Musik schrieb Michael Nyman, weltbekannt durch seine Musiken zu Filmen Peter Greenaways und zu »Das Piano«.
Musikalische Leitung Adrian Prabava Regie Holger Pototzki Bühne Andreas Jander Kostüme Alrune Sera Mit Roland Fenes, Ks. Ute Bachmaier, Manfred Wulfert Premiere am 15. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Schauspielhaus/Bühne
Einblick jeweils 30 Minuten vor Beginn im Schauspielhaus/Foyer
21. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Schauspielhaus/Foyer
Fool for Love von Sam Shepard
Ein Stück in englischer Sprache nicht nur für junge Zuschauer

Eddie, Stuntman beim Film, besucht May in ihrem Motelzimmer. Er will sein Mädchen holen, doch sie sträubt sich. Eddies und Mays unendliche Liebesgeschichte läuft weiter: die beiden verführen und fetzen sich. May tobt vor Eifersucht und greift Eddie an. Der weicht ihren Attacken so flink aus, wie er geschickt zum Angriff übergeht. Die Lage spitzt sich zu, als Mays Bekannter Martin auftaucht und das Paar beginnt, vor seinen Augen die gemeinsame Vergangenheit durchzuspielen. Da schaltet sich ein alter Mann in die Zimmerschlacht der beiden ein. Die Stimme aus dem Off kommentiert den Kampf um die eigene Version der gemeinsamen Geschichte, die ein heikles Geheimnis birgt. In »Fool for Love« erzählt Sam Shepard von der zerrissenen Liebe der Halbgeschwister Eddie und May. Sie sind gefangen in ihrer Geschichte, die von Erinnerungsspuren, Filmbildern und Fantasien beherrscht wird, und sie müssen sich befreien.
Regie Axel Strothmann Bühne Achim Naumann Kostüme Christiane Hercher Musik Marc Rißmann
Mit Katharina Brankatschk; Ralph Nicholas, Marc Rißmann, Axel Strothmann
Premiere am 21. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Schauspielhaus/Foyer

29. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Schauspielhaus/Studio
Vincent
oder Die Folterleiter zum Ruhm
von Andreas Guglielmetti/Stephan Thiel
»Vincent« ist eine schräge Farce über den rasanten Aufstieg im Popbusiness. »Ich, Foster Lipowitz, bin das, was man einen Medientycoon nennt, und ich bekenne mich schuldig. Die Unterhaltungsindustrie ist am Ende. Alles was im Radio oder Fernsehen gesendet wird, ist seicht, niveaulos und austauschbar. Meine Akademie ›New Renaissance‹ wird junge Menschen heranziehen, die unserem Kulturbetrieb Niveau und Qualität zurückgeben. Wir werden unsere Künstler nicht durch Belohnung wie Geld, Ruhm und Sex anspornen, sondern durch Entbehrungen. Das Entertainment von heute braucht den archetypischen Künstler von früher!«
Regie/Bühne Stephan Thiel Kostüme Christiane Hercher
Koproduktion von Theater Magdeburg mit TheaterschaffT Leipzig und Theater unterm Dach Berlin. Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und durch die Stadt Leipzig
Magdeburger Premiere am 29. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Schauspielhaus/
Studio

Konzerte

Neujahrskonzert »Klappe, die 1.«
Begrüßen Sie gemeinsam mit uns das Neue Jahr und freuen Sie sich auf die Höhepunkte aus über 50 Jahren Filmmusik – von »Vom Winde verweht« über »Kaiserwalzer« bis hin zu »Spiel mir das Lied vom Tod« und »Fluch der Karibik«! Magdeburgische Philharmonie Evmorfia Metaxaki Sopran Mario Solimene Bariton Bettina Hartl Bandoneon und Mandoline Rainer Roos Dirigent und Moderation
1. 1. 2010 um 15.00 und 18.00 Uhr im Opernhaus

Gedenkkonzert »Für eine friedliche Welt«
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 9-d-Moll (mit dem Schlusschor nach Schillers »Ode an die Freude«)
Anita Bader Sopran Lisa Wedekind Alt N.N. Tenor Martin-Jan Nijhof Bass
Opernchor, Magdeburger Singakademie, Magdeburger Kantatenchor, Magdeburgische Philharmonie Jan Michael Horstmann Dirigent
16. 1. 2010 um 20.00 Uhr im Opernhaus
5. Sinfoniekonzert
Im Januar ist ein Shooting-Star aus der internationalen Dirigentenszene im Magdeburger Opernhaus zu Gast: Anu Tali leitet sowohl die Oper »Carmen« als auch das 5. Sinfoniekonzert. Die gebürtige Estin ist zu Recht weltweit gefragt, u. a. beim New Jersey Symphony Orchestra, dem Orchestre National de Lyon, dem NDR-Sinfonieorchester Hamburg oder dem von ihr gegründeten Nordic Symphony Orchestra. 2003 bekam sie für ihr Debüt-Album »Swan Flight« den ECHO-Klassik als »Young Artist of the Year«, 2006 gab sie ihr Debüt als Operndirigentin bei den Opernfestspielen von Savonlinna. Das Programm des 5. Sinfoniekonzerts schlägt mit Werken von Erkki-Sven Tüür (seine Sinfonie Nr. 6 schrieb er eigens für Anu Tali und das Nordic Symphony Orchestra!), Jean Sibelius und Maurice Ravels unsterblichem »Boléro« eine Brücke zwischen ihrer baltischen Heimat und dem feurigen Spanien der »Carmen«!
Erkki-Sven Tüür Sinfonie Nr. 6 »Strata«
Jean Sibelius Scènes historiques I op. 25 Maurice Ravel Boléro
Magdeburgische Philharmonie Anu Tali Dirigentin 28. und 29. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Opernhaus
Einblick jeweils 18.45 Uhr im Opernhaus/Café Rossini

3. Kammerkonzert
Es ist etwas ganz Besonderes, wenn sich ein ganzes Kammerkonzert einem einzigen Werk widmet – dem großen Oktett von Franz Schubert F-Dur op. post. 166. Es stellt eines der herausragenden Kammermusikwerke des 19. Jahrhunderts dar und hatte im Leben und Werk Schuberts eine besondere Bedeutung. Auf der einen Seite bahnte sich der Kammermusik- und Liederkomponist auf diese Weise »den Weg zur großen Sinfonie«, auf der anderen Seite bezog er sich auf seinen musikalischen Übervater Beethoven, dessen Septett er durch eine zusätzliche Violine zum Oktett erweiterte. Das Werk entstand 1824 im Auftrag des Obersthofmeisters Erzherzog Rudolfs und steht in der Tradition des unterhaltenden Divertimentos, weshalb es von den vielen privaten und beruflichen Enttäuschung des Komponisten nichts ahnen lässt.
Georg Dengel Klarinette Gerd Becker Fagott Ueli Bitterli Horn Christian Goldberg und Cristian Minea Violine Christoph Schinke Viola Rodin Moldovan Violoncello Holger Hünemörder Kontrabass
31. 1. 2010 um 11.00 Uhr im Schauspielhaus/Foyer
Für junge Zuschauer
Fake
Eine Produktion des Jugendclubs

»Es ist irgendwie anders in letzter Zeit. Ich will hier gar nicht rummeckern, aber es hat sich wirklich viel verändert.«
Daniel ist Luisas bester Freund und alles könnte so einfach sein, wäre sie nicht in Tim verliebt – Tim, der weggezogen ist. Seitdem er nicht mehr da ist, geht es Luisa schlecht, daran können weder die fürsorgliche Mutter noch Daniel und schon gar nicht die kleine nervige Schwester etwas ändern. Die Zeit vergeht, und alle Ablenkungsmanöver sind vergebens. Bis der Tag kommt, an dem Tim plötzlich wieder da ist. Doch zusammen mit seiner Rückkehr scheint sich alles verändert zu haben …
Leitung Ulrike Weidlich Mit dem Theaterjugendclub
Premiere am 27. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Opernhaus/Podium

Extras

Jazz in der Kammer Unni Løvlid »Rite«
Mit Unni Løvlid gastiert eine der bekanntesten norwegischen Folksängerinnen in Magdeburg. Ihr neues Projekt »Rite« siedelt sich musikalisch im Grenzbereichen von Elektronika, Weltmusik und zeitgenössischer Klangkunst an. Es ist genau dieses kreative wie sensible Wagnis, traditionelle Musik in vollkommen neue Orte und Zusammenhänge zu führen, das Unni Løvlid zu einer der herausragendsten Folk-Musikerin unserer Zeit kürt.
18. 1. 2010 um 21.00 Uhr im Schauspielhaus/Foyer
Magdeburger Allerlei – Die Kochshow im Opernhaus
Im Januar steigt die zweite Ausgabe der beliebten Kochshow in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing »Pro Magdeburg« e. V. und moderiert von Stadtmanager Georg Bandarau! Zu Gast in seiner Küche im Café Rossini ist diesmal Domprediger und »Magdeburger des Jahres 2002« Giselher Quast sowie die Sängerin Lucia Cervoni, Magdeburgs »Carmen« aus der gleichnamigen Oper, die zwischen Töpfen und Pfannen auch musikalische Probierportionen gibt! Natürlich kann auch diesmal wieder eine kulinarische »Kostprobe« der gezeigten Gerichte, zubereitet von Rossini-Wirt Jens-Uwe Kallmeyer, gegen Aufpreis (7€) mitgebucht werden.
26. 1. 2010 um 19.30 Uhr im Opernhaus/Café Rossini
Ton angeben
Gala zum Journalistenpreis
Anlässlich der zweiten Verleihung des Journalistenpreises »Rechtsextremismus im Spiegel der Medien« findet im Opernhaus ein großes Rockkonzert mit überregional bekannten Künstlern statt. Nach dem großen Erfolg im Januar 2008 hat sich das Justizministerium des Landes-Sachsen-Anhalt entschlossen, mit der erneuten Preisverleihung im Rahmen der Aktion »Hingucken – Einmischen« Journalisten zu unterstützen, die den Ursachen und Folgen rechter Gewalt eindrucksvoll nachgespürt haben.
31. 1. 2010
17.00 Uhr Gala zur Preisverleihung
19 Uhr Im Konzert: MISS PLATNUM
Hip-Hop und Soul, R&B und Balkan-Sound – das sind die Elemente, aus denen Miss Platnum ihren Sound kreiert. Längst ist die gebürtige Rumänin dabei, sich einen unverwechselbaren Platz in der deutschen Musikszene zu erobern. Bei TON ANGEBEN steht die Wahl-Berlinerin, die im vergangenen Jahr mit Peter Fox auf Tour war, für Weltoffenheit und Toleranz, für pure Lebensfreude und eine mitreißende Musik.
Der Abend wird gemeinsam vom Justizministerium, der Landeszentrale für politische Bildung, der Stadt Magdeburg und dem Theater Magdeburg ausgerichtet. Mit ihm startet die Kampagne „Hingucken – Für ein demokratisches und tolerantes Sachsen-Anhalt“ der Landesregierung in das Jahr 2010.
Karten: 5 Euro (keine Ermäßigung)

Premierenfieber zu
Imagine – Was wäre wenn?
Tanztheater in zwei Teilen
Die zwei jungen Choreografinnen Diane Coburn Bruning und Sylvia Camarda entwickeln mit einer Soundcollage aus junger, moderner Musik zwei Tanzstücke, die Generationen übergreifend Themen behandeln, die uns alle betreffen. Im Premierenfieber stellen sie gemeinsam mit Tanzdramaturgin Dana Dopheide und Tänzern des Ensembles die Erarbeitung ihrer beiden Choreografien vor, die unter einem gemeinsamen Leitmotiv stehen: John Lennons »Imagine«.
Premiere: 4. 2. 2010 um 19.30 Uhr, Opernhaus.
Premierenfieber am 24. 1. 2010 um 11.00 Uhr im Opernhaus/Café Rossini
Nachtschicht
Karten für 4€/6€ (Gastspiel) an der Theaterkasse. Für Besucher der Abendvorstellung ist der Eintritt zur »Nachtschicht« frei! 9. 1. 2010 Grand Prix der Monologe
Vertreter vierer Bundesländer schmeißen sich in berühmte Rollen. Vier Gretchen, vier Fäuste – das Publikum entscheidet, wer gewinnt. »Meine Ruh‘ ist hin, mein Herz ist schwer!« + Party mit DJ Morle Schilak 15. 1. 2010 Konzert: Gitarrenduo »bøsnervøs«
Michael Mowitz und Arne Schulz spielen: klassische und romantische Stücke, Jazz und Tango. 16. 1. 2010 Poetry Slam
Sieben Poeten lesen sieben Minuten lang ihre eigenen Texte. Jeder Zuschauer hat drei Stimmen zu vergeben. Letztlich kämpfen zwei Finalisten um den ersten Preis! Mit dabei sind Teilnehmer aus Hamburg, Bamberg (der Zweitplazierte bei den 13. Deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften in Düsseldorf), Magdeburg und Helmstedt. Anschl. Party mit DJ Haltung & Beträge Mit freundlicher Unterstützung von Hotel Ratswaage
23. 1. 2010 Soap: TEXAS 1 – Könnte klappen!
Glückliche Fügung, Höhenflug oder Pechpilot zur Serie? Eine Seifenoper für Schauspieler, Verbrecher, Stars und Sheriffsterne in Magdeburg, Nordwest. Das hat Folgen … + Party mit DJ Martin Reik 29. 1. 2010 Konzert: Mixtape 5 – Give me five!
Neue, alte und zeitlose Wunschlieder gespielt von der Schauspielhausband. + Premierenparty mit DJ percy polzin
30. 1. 2010 Konzert: Matthias Kass und Tobias MacIsaac
Zwei Tänzer aus dem Ballett Magdeburg präsentieren sich im Foyer als Musiker mit ihren eigenen Songs.

—| Pressemeldung Theater Magdeburg |—

Stuttgart, Staatsoper Stuttgart, Premiere Familienoper Pinocchios Abenteuer, 27.01.2010

Dezember 8, 2009 by  
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Oper Stuttgart

PREMIERE

Jonathan Dove
Pinocchios Abenteuer

Familienoper in zwei Akten
Libretto von Alasdair Middleton, Deutsch von Ralf Nürnberger

27. Januar 2010, 18 Uhr, Staatsoper Stuttgart, Opernhaus

Weitere Aufführungen: 30. und 31. Januar, 8., 13., 26. und 27. Februar, 6., 7., 13. und 14. März 2010

Musikalische Leitung David Parry
Regie Markus Bothe
Bühne Robert Schweer
Kostüme Justina Klimczyk
Choreographie Ivo Bärtsch
Licht Reinhard Traub
Chor Michael Alber
Dramaturgie Barbara Tacchini

Besetzung
Pinocchio Tina Hörhold / Inga Lampert
Geppetto Michael Ebbecke / Karl-Friedrich Dürr
Grille / Papagei Yuko Kakuta / Olga Polyakova
Feuerschlucker / Affe / Zirkusdirektor u.a. Graeme Broadbent / Mark Munkittrick
Kater Hans Kittelmann
Fuchs / Kutscher Michael Hofmeister
Blaue Fee Catriona Smith
Taube / Schnecke Hilke Andersen
Fuchs / Kutscher Michael Hofmeister / Gerson Luiz Sales
Lampwick Nam Won Huh
Ausrufer Christoph Sökler
Arlecchino, Puppe Nik K. Koch / Carlos Zapien (Opernstudio/OS)
Rosaura, Puppe Pinelopi Argyropoulou (OS) / Maria Palaska
Pantalone, Puppe Ipca Ramanovic
Trommelmacher Don Lee (OS) / Ipca Ramanovic
Kohlenhändler Dionysios Tsaousidis
Maurer Carlos Zapien (OS)

Staatsorchester Stuttgart
Projektchor Pinocchio bestehend aus Mitgliedern des Opernstudios, Studierenden an der Hochschule für Musik und Theater Stuttgart und Mitgliedern des Extrachor
Spitzbübische Holznase auf der Opernbühne: „Pinocchios Abenteuer“

Familienoper von Jonathan Dove in der Regie von Markus Bothe

Spitzbübisch geht es auf der Bühne der Staatsoper Stuttgart zu, wenn Jonathan Doves „Pinocchios Abenteuer“ am Mittwoch, dem 27. Januar 2010 um 18 Uhr im Opernhaus Premiere feiert. Regie bei dieser Familienoper führt Markus Bothe, die musikalische Leitung übernimmt David Parry, der bereits die Uraufführung im britischen Leeds 2007 dirigierte.

Die Geschichte von Carlo Collodis Pinocchio kennt jeder: Gepetto – alternierend gesungen von Michael Ebbecke und Karl-Friedrich Dürr – schnitzt aus einem sprechenden Holzscheit eine Puppe und tauft sie Pinocchio, doppelt besetzt mit den Sängerinnen Tina Hörhold und Inga Lampert. Er sucht seinen Weg durch die Menschenwelt mit ihren Pflichten und Regeln und wünscht sich nichts sehnlicher, als ein richtiger Junge aus Fleisch und Blut zu werden. Stets entzieht sich der Querkopf dabei dem Erziehungsprogramm der Gesellschaft, allen voran der Blauen Fee (Kammersängerin Catriona Smith), die ihn mit taktischer Zuwendung und gleichzeitigem Liebesentzug zu formen versucht.

„Dass sich eine Figur aus einem Erziehungsroman verselbständigt und die Faszination des Anarchischen so groß wird, dass wir als Zuschauer weniger die Erziehung als vielmehr die wunderbaren Verführungen mit vollziehen, das fasziniert mich so sehr an Pinocchio“, so der Regisseur Markus Bothe. Seine Interpretation dieser Figur erzählt davon, wie absurd das Aufstellen von Regeln sein kann und wie schwierig der Umgang damit ist.

„Alle Erwachsenen sind brav in der Soll-Welt gefangen. Aber es gibt einen Gegenpol, eine Welt, von der alle träumen, in der Geld auf den Bäumen wächst, in der es das Spaßland gibt, in der Kater und Füchse sprechen. So sehen sie Kinder, so sieht sie Pinocchio und so würden eigentlich auch Erwachsene die Welt gerne sehen. Pinocchio ist ein Archetyp, sozusagen ein ewiges Kind“, so Bothe.

Markus Bothe inszeniert regelmäßig Oper und Schauspiel u.a. in Basel, Hamburg, Freiburg Linz und Bremen. Für Familien hat er zuletzt die Theaterstücke „Ronja Räubertochter“ in Basel sowie „Tintenherz“ und „Krabat“ am Schauspielhaus in Hamburg erarbeitet.

Expressive, stilistisch von der Romantik bis hin zum Musical geprägte Musik zeichnet das Opernschaffen von Jonathan Dove aus. Mit der abendfüllenden Oper „Pinocchios Abenteuer“ gewann der britische Komponist den British Composer Award für Bühnenstücke 2008. Die musikalische Leitung der Neuproduktion übernimmt David Parry, britischer Dirigent und Music Director der Almeida Opera. Er dirigierte bereits die Uraufführung 2007 an der North Opera in Leeds und steht in Stuttgart zur Zeit für „Il barbiere di Siviglia“ am Pult.

Pinocchio erlebt seine Abenteuer in einem begehbarem Pop-up-Bilderbuch des Bühnen¬bildners Robert Schweer, der eine zweidimensionale Welt zwischen barocker Opulenz und der Ästhetik der Druckgraphik des späten 19. Jahrhunderts geschaffen hat. „Die Bühne täuscht Dreidimensionalität vor und bedient mit ihrer Maschinerie unzählige Ortswechsel von Schreinerwerkstatt über Feenwelt bis zur stürmischen See“, beschreibt Schweer.

Biografien

Jonathan Dove, Komponist von „Pinocchios Abenteuer“ wurde 1959 geboren. Nach einem Kompositionsstudium an der Cambridge Universität führte ihn sein Weg direkt ans Theater: Er spielte zehn Jahre lang die Bratsche im Opernorchester, war Assistent des Chorleiters in Glyndebourne und bearbeitete eine Vielzahl von Opern für die English Touring Opera und die Birmingham Opera Company. Seit 1990 ist er musikalischer Berater am Londoner Almeida Theatre und komponierte außerdem Musik für Theaterstücke am Royal National Theatre, für die Royal Shakespeare Company und das New Yorker Shakespeare Festival. Seinen internationalen Durchbruch feierte er mit der komischen Oper „Flight“, die 1998 in Glyndebourne uraufgeführt wurde. Mit seiner Fernsehoper: „When She Died…“ (2002) über den Tod von Prinzessin Diana erreichte bei der Erstausstrahlung fast eine Million Zuschauer, die zweite Fernsehoper „Man On The Moon“ (2006) über die erste Mondlandung gewann den Opera Special Prize beim Rose d’Or Festival for Television Programming 2007 und die Goldmedaille beim Park City Film Music Festival 2008. Seine Chormusik umfasst den Liederzyklus „The Passing Of The Year“ (2000), sowie einige Hymnen, Weihnachtslieder, die von Bach inspirierte „Köthener Messe“ (für die Akademie für Alte Musik Berlin) und Vertonungen von Gedichten von Emily Dickinson. Des Weiteren komponierte er mehrere Liederzyklen für Sologesang und die dramatische Kantate „Hojoki“ (2006) für Counter-Tenor und Orchester. Außerdem komponierte er eine Oper für und mit Grundschulkindern („The Hackney Chronicles“, 2001), vier sogenannte „community operas“, die vorwiegend mit Laiendarstellern besetzt sind und war von 2001 bis 2006 künstlerischer Leiter des Spitalfield Festivals. Insgesamt komponierte er rund zwanzig Opern, verschiedene Instrumentalwerke, u.a. das von Mozart inspirierte Flötenkonzert „The Magic Flute Dances“ 2000 und die Orchesterouvertüre „Run To The Edge“. Er ist Preisträger des Christopher Whelen Awards 1998 für seine Leistungen auf dem Gebiet der Theatermusik und des Ivor Novello Awards 2008 für Klassische Musik. Die Oper“Pinocchios Abenteuer“ war eine Auftragsarbeit der Opera North Leeds in Koproduktion mit dem Theater Chemnitz. Sie wurde im Dezember 2007 in Leeds uraufgeführt und gewann den British Composer Award für Bühnenstücke 2008. Im November 2009 hatte Doves Familienoper „Swanhunter“ in Leeds ihre Uraufführung.

David Parry dirigiert in dieser Spielzeit die Neuproduktion „Pinocchios Abenteuer“ sowie erneut „Il barbiere di Siviglia“. Nach seinen Studien an der Cambridge University, der Royal Academy of Music in London und bei Sergiu Celibidache arbeitete er als Korrepetitor in Glyndebourne, als Chorleiter bei der Touring Opera und als Assistent von Sir John Pritchard. Sein Operndebüt erfolgte mit „La Cenerentola“ am English Music Theatre; Gastdirigate an der Oper in Dortmund und an der Opera North folgten. 1983 wurde David Parry zum Music Director der „Opera 80“, der späteren English Touring Opera ernannt und seit 1987 arbeitet er als freischaffender Dirigent mit Gastdirigaten beim Glyndebourne Festival, an der English National Opera, der Opera North und der Garsington Opera. David Parry dirigierte auch die von Anthony Minghella für die English National Opera produzierte „Madama Butterfly“, eine Aufführung, die von der Kritik hochgelobt und mit dem Olivier Award ausgezeichnet wurde. Weitere Dirigate führten ihn nach Madrid, San Sebastian und mit Adams´ „Nixon in China“ an die Griechische Nationaloper Athen. David Parry dirigierte außerdem „Tosca“, „Die Zauberflöte“ und „Fidelio“ beim Hongkong Arts Festival, „La finta gardiniera“ am Theater Basel, „Lucia di Lammermoor“ an der New Israeli Opera, „Maria Stuarda“ an der Königlichen Oper Stockholm, „Der fliegende Holländer“ an der Portland Opera, Jonathan Doves „Flight“ an De Nationale Reisopera sowie „Don Giovanni“ an der Staatsoper Hannover. Als Music Director der Almeida Opera leitete er seit 1992 zahlreiche Uraufführungen, so u.a. Nigel Osbornes „Terrible Mouth“, Kevin Volans‘ „The Man who Strides the Wind“ und die britische Premiere von Bruno Madernas „Satyricon“. Zukünftige Dirigate beinhalten „La Cenerentola“ an der Garsington Opera und „Pinocchio“ an der Opera North, außerdem Sinfoniekonzerte mit dem English Chamber Orchestra, den Netherlands Radio Philharmonics, dem City of Birmingham Symphony Orchestra und dem Orchester Halle sowie beim Granada Festival in Spanien. Von „Pinocchios Abenteuer“ dirigierte er bereits die Uraufführung an der Opera North in Leeds.

Markus Bothe ist der Regisseur der Neuproduktion „Pinocchios Abenteuer“. Der in Basel lebende Regisseur inszeniert für Oper und Schauspiel, darunter zahlreiche Ur- und Erstaufführungen, so zum Beispiel die Uraufführungen der Musiktheaterwerke „Gunten“ von Helmut Oehring und „Infinito nero“ von Salvatore Sciarrino. Er arbeitete u.a. an Theatern wie der Deutschen Oper Berlin, der Washington National Opera, dem Schauspielhaus Hamburg, dem Theater Basel und dem Staatstheater Wiesbaden. Dem Stuttgarter Publikum ist er bereits durch seine Inszenierung von „Cupid und Death“ für die Junge Oper bekannt. Markus Bothe war von 2005 bis 2008 Mitglied der künstlerischen Leitung der Theaterbiennale „Neue Stücke aus Europa“ am Staatstheater Wiesbaden. Im November 2009 inszenierte Markus Bothe die Uraufführung des Familienstücks „Roter Ritter Parzival“ am Schauspiel Frankfurt.

Robert Schweer ist Bühnenbildner der Neuinszenierung „Pinocchios Abenteuer“. 1968 in Berlin geboren studierte er dort von 1991 bis 1995 Theater- und Veranstaltungstechnik. Von 1995 bis 1998 war er als Werkstätten- und Produktionsleiter am Theater Basel tätig. Seit 1998 arbeitet er als Bühnenbildner unter anderem mit den Regisseuren Lars-Ole Walburg, Stephan Rottkamp, Markus Bothe, Max Färberböck und Amélie Niermeyer zusammen, unter anderem an den Münchner Kammerspielen, am Theater Basel, am Thalia-Theater Hamburg, am Schauspielhaus Hamburg, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Zürcher Schauspielhaus, am Schauspielhaus Bochum, dem Staatstheater Stuttgart, dem Staatstheater Hannover und an der Deutschen Oper Berlin. 2007 wurde er für sein Bühnenbild der Produktion „Tintenherz“ in der Regie von Markus Bothe am Schauspielhaus Hamburg mit dem Rolf-Mares-Preis ausgezeichnet.

Justina Klimczyk, Kostümbildnerin der Neuinszenierung „Pinocchios Abenteuer“, wurde 1973 in Polen geboren. Sie studierte von 1994 bis 1999 Bühnen- und Kostümbild an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Danach arbeitete sie als Ausstattungsassistentin am Staatstheater Stuttgart und am Thalia Theater Hamburg. Seit 2003 ist sie freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin. Sie arbeitete u. a. am Hamburger Thalia Theater mit Martin Kusej sowie am Theater Freiburg, am Theaterhaus Jena, am Theater Heidelberg (Die Räuber) und mit Sebastian Hirn in Graz für die Oper Siroe. Für Der Vetter aus Dingsda war sie an der Komischen Oper Berlin und für Schilf am Münchner Volkstheater verantwortlich.

Ivo Bärtsch ist Choreograph bei der Neuinszenierung „Pinocchios Abenteuer“. Nach seiner Tanzausbildung an der Ballettschule „Hamburg Ballett John Neumeier“ tanzte er am Tanztheater Nürnberg als Solist, wo er mit zahlreichen renommierten Choreografen zusammenarbeitete. Im Jahr 2000 erhielt Ivo Bärtsch den Kulturförderpreis des Kantons Graubünden/ Schweiz. Seit August 2005 arbeitet er als freischaffender Choreograf, Tänzer und choreografischer Assistent u.a. für das von ihm und Riikka Läser gegründete experimentelle Tanztheater Cie.Satu sowie dem Tanztheater Nürnberg, dem Göteborg Ballett und zahlreichen anderen, freien Kompanien. Zusammen mit sechs weiteren ausgewählten Choreografen nahm er im Juli 2006 am „Swiss International Coaching Project for Choreographers“ unter der Leitung von Ginette Laurin teil. Zu seinen eigenen Arbeiten gehören u.a. die Choreografien für die Oper „Julius Cäsar“ in der Regie von Markus Bothe am Hessischen Staatstheater Wiesbaden sowie für Stravinskys „Geschichte vom Soldaten“ für das Festivalfinale des 6. Internationalen Kammermusikfestivals Nürnberg.

Tina Hörhold singt in dieser Spielzeit die Titelrolle in der Neuproduktion von „Pinocchios Abenteuer“, Barbara in der Neuproduktion „Katja Kabanova“ sowie ein Blumenmädchen und die Stimme aus der Höhe in der Neuproduktion von „Parsifal“. Sie wird außerdem als Rosina in „Il barbiere di Siviglia“ und als Cecilio in „Lucio Silla“ zu hören sein. In Hamburg geboren studierte Tina Hörhold bei Ks. Harald Stamm an der Hochschule der Künste in Berlin sowie bei Anna Reynolds und Jean Cox. Während ihres Studiums erhielt sie zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, wirkte bereits als Zweite Dame in „Die Zauberflöte“ unter der Regie von George Tabori in Berlin mit und sang den Hänsel in einer Gesamteinspielung von „Hänsel und Gretel“. 2001/02 wurde sie an die Wuppertaler Bühnen engagiert, wo sie mit Arsace in Grauns „Cleopatra e Cesare“ debütierte, bevor sie 2006/07 Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart wurde. Ihr Repertoire umfasst alle großen Mozart-Partien ihres Faches, wie auch die Titelpartien in „La Cenerentola“ und Luigi Rossis „Orfeo“. Gastengagements führten Tina Hörhold als Tisbe in „La Cenerentola“ nach Frankfurt, als Dorabella in „Così fan tutte“ nach Wiesbaden sowie als Ramiro in „La finta giardiniera“, als Hänsel in „Hänsel und Gretel“ und als Orlofsky in „Die Fledermaus“ nach Hannover. In Stuttgart war Tina Hörhold als Gast bereits als Martuccia in „Die Gezeichneten“ sowie als Idamante in „Idomeneo“, Sesto in „La clemenza di Tito“, Isolier in „Le Comte Ory“, Hänsel in „Hänsel und Gretel“, Zweite Dame in „Die Zauberflöte“, Suzuki in „Madama Butterfly“ und Emilia in „Otello“ zu erleben.

Inga Lampert singt in dieser Spielzeit die Titelpartie in der Neuinszenierung „Pinocchios Abenteuer“. In Magdeburg geboren begann sie ihre musikalische Ausbildung am Konservatorium „Georg Philipp Telemann“ im Fach Klavier, später Gesang. 1998 war sie mit dem Vokalquartett des Konservatoriums Bundespreisträgerin beim Wettbewerb „Jugend musiziert“. Zudem war sie von 1998 bis 2005 Mitglied im Magdeburger Kammerchor. 1999 errang sie den Ersten Preis beim „Jütting-Wettbewerb“ Stendal. Von 2000 bis 2006 studierte Inga Lampert an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig und stand 2004 im Finale des „Lortzing-Wettbewerbs“. 2003 war sie in der Hochschulproduktion „Der Vetter aus Dingsda“ von Eduard Künneke als Wilhelmine zu erleben. Sie sang die Dritte Dame in „Die Zauberflöte“ an der Oper Leipzig und Annina in „La traviata“ bei den Schlossfestspielen Wernigerode unter der Gesamtleitung von Christian Fitzner. Seit der Spielzeit 2006/07 ist Inga Lampert am Hessischen Staatstheater Wiesbaden engagiert, wo sie u.a. Sesto in „Giulio Cesare“, Angelina in „La cenerentola“, Orfeo in Glucks „Orfeo ed Euridice“, Mercédès in „Carmen“, Muse in „Les Contes d’Hoffmann“, Maddalena in „Rigoletto“ und Hänsel in „Hänsel und Gretel“ sang. Sie gastierte außerdem an der Oper Frankfurt in „Die Zauberflöte“ und am Theater Chemnitz in „Pinocchios Abenteuer“. Eine rege Konzerttätigkeit im Bereich Oratorium und Lied führte Inga Lampert in zahlreiche Städte Deutschlands sowie nach Brüssel, New York, Philadelphia und San Francisco.

Michael Ebbecke gestaltet in der laufenden Spielzeit Gepetto in der Neuproduktion von „Pinocchios Abenteuer“ sowie den Mandarin in der Wiederaufnahme der „Turandot“. Er wurde in Wiesbaden geboren und ist seit 1985 Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart, wo 1998 die Ernennung zum Kammersänger erfolgte. Michael Ebbecke sang viele herausragende Partien seines Fachs wie die Titelhelden in „Don Giovanni“, „Il barbiere di Siviglia“ und „Il ritorno d’Ullisse in patria“, Graf Almaviva in „Le nozze di Figaro“, Wolfram in „Tannhäuser“, Heerrufer in „Lohengrin“ und die Partie des Verdi in der Stuttgarter Uraufführung von Adriana Hölszkys „Giuseppe e Sylvia“. In Stuttgart sang er darüber hinaus Fritz Kothner in „Die Meistersinger von Nürnberg“, Ein anderer Mann/Ephraimit in „Moses und Aaron“, Podestà in „Die Gezeichneten“, Melisso in „Alcina“, Landsknecht in „Simplicius Simplicissimus“, Jochanaan in „Salome“ sowie Naturgelehrter in „Doktor Faust“, Hercule in „Alceste“, Sharpless in „Madama Butterfly“, Vater in „Hänsel und Gretel“ sowie Ottokar im „Freischütz“. Gastengagements führten ihn nach Buenos Aires, Genf, Lissabon, Prag, Paris, Mailand, Madrid, Wien, Düsseldorf und Zürich.

Karl-Friedrich Dürr singt in dieser Spielzeit Faninal in der Neuproduktion „Der Rosenkavalier“ sowie Gepetto in der Neuproduktion „Pinocchios Abenteuer“, außerdem Bartolo in der Wiederaufnahme von „Le nozze di Figaro“ und Mesner in „Tosca“. In Stuttgart geboren, absolvierte er sein Studium bei Günter Reich. Seit 1980 ist Karl-Friedrich Dürr Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart, wo er mit der Titelrolle in Rihms „Jakob Lenz“ debütierte. In Stuttgart sang er das zentrale Repertoire des Bass-Baritons und war seitdem in Rollen wie Leporello in „Don Giovanni“, Figaro, Klingsor in „Parsifal“, Tierbändiger/Athlet in „Lulu“, Faninal in der Götz Friedrich-Inszenierung vom „Rosenkavalier“, Vater in „Hänsel und Gretel“, Don Alfonso in „Così fan tutte“, Bartolo in „Le nozze di Figaro“ und „Il barbiere di Siviglia“, Baculus in „Der Wildschütz“, Köchin in „Die Liebe zu den drei Orangen“, Priester in „Moses und Aron“, Dr. Kolenaty in „Die Sache Makropulos“, Ruggiero in „La Juive“, Cuno in „Der Freischütz“ sowie Narbal in „Les Troyens“ zu erleben. Er gastierte u.a. an der Dresdner Semperoper, in Berlin und München, an der Opéra de la Bastille in Paris, in Triest und in New York. 1998 wurde Karl-Friedrich Dürr zum Kammersänger der Staatsoper Stuttgart ernannt.

Yuko Kakuta ist in dieser Spielzeit in der Neuproduktion „Pnima“ von Chaya Czernowin sowie als Grille und Papagei in der Neuproduktion „Pinocchios Abenteuer“ zu erleben. Sie singt außerdem Rosina und Berta in „Il barbiere di Siviglia“, Amor in „Orphée et Euridice“, Sacerdotessa in „Aida“ sowie Yniold in der Wiederaufnahme „Pelléas et Mélisande“. In Osaka in Japan geboren, studierte Yuko Kakuta Gesang an der Musikhochschule in ihrer Heimatstadt, dann an der Staatlichen Universität der Künste in Kyoto und ab 1999 an der Universität der Künste in Berlin. Bei den Festspielen in Aix-en-Provence debütierte sie als Hermia in „Summer Night’s Dream“. 2002/03 ging sie ins Festengagement an die Staatsoper Hannover, bevor sie 2006/07 Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart wurde. In der umjubelten Produktion „Al gran sole carico d’amore“ von Luigi Nono in der Regie von Peter Konwitschny gastierte sie beim Edinburgh International Festival. In Stuttgart war sie bereits als Frasquita in „Carmen“, Despina in „Così fan tutte“, Blonde in „Die Entführung aus dem Serail“, Prinzessin Fantasia in „Die Reise zum Mond“, Celia in „Lucio Silla“, Ilia in „Idomeneo“, Alice in „Le Comte Ory“, Rosina in „Il barbiere di Siviglia“ sowie als Sacerdotessa in der Premierenbesetzung von „Aida“ zu erleben. Darüber hinaus umfasst ihr Repertoire die Königin der Nacht in „Die Zauberflöte“, Sand- und Taumännchen in „Hänsel und Gretel“, Serpetta in „La finta giardiniera“, Ciboletta in „Eine Nacht in Venedig“ sowie eine Fünfzehnjährige in „Lulu“. Ferner wirkte sie bei der Uraufführung „iOPAL“ von Hans-Joachim Hespos in Hannover mit. Konzerte und Gastspiele führten sie nach Berlin, Bremen, Schwerin, Ingolstadt, München und nach Japan. Unter dem Dirigat von Andrew Litton und mit dem Rundfunkorchester NHK Tokio sang Yuko Kakuta das Sopransolo in Beethovens 9. Sinfonie; das Konzert wurde auch von Radio und Fernsehen ausgestrahlt. Zu ihren zukünftigen Engagements gehören u.a. die Königin der Nacht in „Die Zauberflöte“ an der Oper Leipzig.

Olga Polyakova gestaltet die Doppelpartie Grille und Papagei in der Neuinszenierung „Pinocchios Abenteuer“ sowie Frasquita in der Wiederaufnahme „Carmen“. Sie wird außerdem als Clizia in „Teseo“ und Sacerdotessa in „Aida“ zu erleben sein. 1976 in Moskau geboren, schloss sie ihr Gesangsstudium in ihrer Heimatstadt ab. Im Alter von 19 Jahren stand sie mit Kantaten von Bach auf dem Konzertpodium und war in den nachfolgenden Jahren mit Beethovens „Missa Solemnis“, Bruckners „Te Deum“, Mozarts „Exsultate Jubilate“ und Purcells „King Arthur“ zu hören. Während ihres Studiums sang sie Adina in „L’elisir d’amore“ und Lucy in Menottis „Telephon“. Ab Sommer 2002 war sie Mitglied des Opernstudios am Züricher Opernhaus und belegte Meisterkurse bei Thomas Hampson und Elisabeth Schwarzkopf. Zudem war sie als Mrs. Wordsworth und Emmy in Brittens „Albert Herring“, als Zerlina in „Don Giovanni“, als Blonde in „Die Entführung aus dem Serail“, als Sand- und Taumännchen in „Hänsel und Gretel“ sowie als Arminda und Sandrina in „Die Gärtnerin aus Liebe“ und als Königin der Nacht in „Die Zauberflöte“ zu hören. Zu ihren Partien zählen die Cunigonde in Bernsteins „Candide“, die Königin von Schemacha in Rimsky-Korsakovs „Der goldene Hahn“, Gilda in „Rigoletto“, Olympia in „Hoffmanns Erzählungen“, Adele in „Die Fledermaus“ und Violetta in „La traviata“. Seit der Spielzeit 2008/09 ist Olga Polyakova festes Ensemblemitglied in Stuttgart. Hier war sie außer den beiden bereits erwähnten Partien als Wühlmaus und Sonne in der Junge Oper Produktion „Die Grille“ von Richard Ayres sowie als Frau des Richters in „Jen?fa“ zu erleben.

Graeme Broadbent singt die Doppelrolle des Zirkusdirektors und des Feuerschluckers in der Neuinszenierung von „Pinocchios Abenteuer“. Graeme Broadbent studierte am Royal College of Music und mit Yevgeny Nesterenko am Tchaikowsky Konservatorium in Moskau. Er war Ensemblemitglied der Royal Opera House Covent Garden in London. Zu seinem Repertoire, welches Partien von Monteverdi bis Schönberg umfasst, gehören Basilio in „Il barbiere di Siviglia“, „Punch and Judy“, Fürst Gremin in „Eugen Onegin“, Nilakantha in „Lakmé“, Sulpice in „Fille du Regiment“, Raleigh in „Roberto Devereux“, Caronte in Monteverdis „L’Orfeo“ sowie Angelotti in „Tosca“. Er sang außerdem Commendatore in „Don Giovanni“ beim Glyndebourne Festival sowie Sarastro in „Die Zauberflöte“ für Glyndebourne on Tour, Pistola in „Falstaff“ und Thomas Ades’s „Powder her Face“ beim Almeida and Aldeburgh Festival. Graeme Broadbent gastierte an der Opera North mit einer Neuproduktion von Alexander von Zemlinskys „Der Zwerg“ sowie Kurt Weills „Die Sieben Todsünden“ und Manuel de Fallas „La Vida Breve“, ferner Weill und Brechts szenische Kantate „Mahagonny Songspiel“ mit den London Sinfonietta. Zu seinen zukünftigen Engagements gehören eine Auftragsarbeit von Jonathan Dove für Opera North sowie „Die sieben Todsünden“ am Théâtre der Champs-Elysees.

Mark Munkittrick ist in dieser Spielzeit als Zweiter Gralsritter in der Neuinszenierung „Parsifal“ sowie als Antonio in der Wiederaufnahme „Le nozze di Figaro“ und erneut als Zuniga in der Wiederaufnahme von „Carmen“ zu erleben. Außerdem singt er Ferrando in „Il trovatore“, Angelotti in „Tosca“ und Bartolo in „Il barbiere di Siviglia“. In Boston geboren, lehrte er nach dem Studium der Politikwissenschaft Englisch an der Universität von Teheran und debütierte während dieser Zeit an der dortigen Königlichen Oper. Sein amerikanisches Debüt gab er in der Carnegie Hall in New York, worauf ein Engagement an die New York City Opera folgte. 1979 wurde er nach Karlsruhe verpflichtet. Seit 1985 ist er Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart, wo ihm 2007 der Titel des Kammersängers verliehen wurde. In Stuttgart war er u.a. als Poeta in „Sitten und Unsitten des Theaters“, Taddeo in „L’italiana in Algeri“, Bill in „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“, Wesener in „Die Soldaten“, Ferrando in „Il trovatore“, Reinmar im „Tannhäuser“ und Escamillo in „Carmen“ zu erleben. Er sang Plutone in „L’Orfeo“, Hans Foltz in „Die Meistersinger von Nürnberg“, Micha in „Die verkaufte Braut“, Alberich in „Siegfried“, Paolo Calvi in „Die Gezeichneten“, den Hauptmann in „Simplicius Simplicissismus“, Zweiter Geharnischter in „Die Zauberflöte“, Bartolo in „Il barbiere di Siviglia“, Montano in „Otello“, Onkel Bonzo in „Madama Butterfly“ sowie Kaspar in „Der Freischütz“ und Steuermann in „Tristan und Isolde“.

Hans Kittelmann singt in dieser Spielzeit Normanno in der Neuproduktion „Lucia di Lammermoor“, Kater in der Neuproduktion „Pinocchios Abenteuer“ und Knappe in der Neuinszenierung von „Parsifal“. Er ist außerdem als Pang in „Turandot“ und Remendado in „Carmen“, beides Wiederaufnahmen in diesem Jahr, sowie erneut als Ruiz in „Il trovatore“ und als Paul in der Junge Oper-Produktion „Der unsichtbare Vater“ zu erleben. Er wurde in Halle geboren und studierte an der Hochschule der Künste in Berlin bei Anke Eggers und in Nürnberg bei Siegfried Jerusalem. 2003/04 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Nürnberg, 2004 bis 2006 dann Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover. Sein Repertoire umfasst Partien wie Ruiz und Borsa in „Il trovatore“, Gastone in „La traviata“, Goro in „Madama Butterfly“, Monostatos in „Die Zauberflöte“, Vitek in „Vêc Makropulos“, Steuermann in „Der fliegende Holländer“, Remendado in „Carmen“, Rodrigo in „Otello“ und Wenzel in „Die verkaufte Braut“. Seit 2006/07 ist Hans Kittelmann Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart und war hier bereits u.a. als Pedrillo in „Die Entführung aus dem Serail“, Kilian im „Freischütz“, Flavio in „Norma“, den 2. Priester in „Die Zauberflöte“, Ruiz in der Wiederaufnahme „Il trovatore“ und Gomatz in „Zaïde“ zu hören.

Michael Hofmeister singt in der laufenden Spielzeit den Fuchs in der Neuinszenierung von „Pinocchios Abenteuer“. In Augsburg geboren erhielt er dort seine erste musikalische Ausbildung im Knabenchor und am Konservatorium. Nach dem Abitur studierte er zunächst Schulmusik und Musikwissenschaft, später Gesang an der Hochschule für Musik Würzburg und „Historische Aufführungspraxis“ in Frankfurt am Main. Ein erstes Opernengagement führte Michael Hofmeister an die Staatsoper Hannover, wo er u.a. in einem Purcell-Pasticcio und in Verdis „La traviata“ besetzt wurde. Außerdem sang er John Taveners „Hide not thy face“ im Rahmen eines Theaterprojektes von Ruedi Häusermann. Er arbeitete u.a. mit den Dirigenten Enrique Mazzola und Konrad Junghänel sowie mit Regisseuren wie Calixto Bieito und Peter Konwitschny zusammen. 2008 sang er am Stadttheater Gießen in Telemanns „Emma und Eginhard“ die Partie des Adelbert. Neben seiner Konzerttätigkeit im Bereich Barockmusik setzt Michael Hofmeister sich intensiv mit zeitgenössischer Musik auseinander und wirkte an mehreren Uraufführungen mit, u.a. bei Festivals in Leipzig, Basel, der „Maerzmusik“ in Berlin, dem Mexico-City-Festival und bei der Uraufführung der Oper „Da gelo a gelo“ von Salvatore Sciarrino bei den Schwetzinger Festspielen 2006. Ebenfalls in Schwetzingen folgte 2008 die Uraufführung von Adriana Hölszkys „Hybris/Niobe“. In Stuttgart war Michael Hofmeister bereits in der Spielzeit 2008/09 in der zeitoper-Neuproduktion „Schwabengarage – Die Jagd“ zu erleben.

Gerson Luiz Sales ist in der Neuproduktion „Pinocchios Abenteuer“ als Fuchs und Kutscher zu hören. Geboren in Rio de Janeiro, studierte er Klavier und Gesang an der Hochschule für Musik Rio de Janeiro, wo er 1989 auch sein Klavierdiplom ablegte. 1991 zog er nach Mailand, wo er in einem Vokalensemble mit Renaissancemusik auftrat. 1992 erhielt er ein Engagement am Theater Hagen in Deutschland. 1993 begann er eine Countertenor-Ausbildung unter Anleitung von Prof. Phillip Langshaw an der Hochschule für Musik Köln. Seit 1995 gastierte er in verschiedenen Städten, so u.a. in Dortmund, Köln, Bremen, Maastricht, Heidelberg, München, Den Haag, Taipei (Taiwan), Wuppertal, Wien, Darmstadt, Barcelona und Madrid. Gerson Luiz Sales war bisher als Nero in Händels „Agrippina“, als Odysseus in „Deidamia“, als Bertarido in „Rodelinda“ sowie als Xerxes und Arsamenes in „Xerxes“ zu hören. Zu seinem Repertoire gehören außerdem Ottone in Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“, La Musica und Speranza in „L’Orfeo“, Philidel in Purcells „King Arthur“, Prinz Go-Go in Ligetis „Le Grand Macabre“, L´Ospite in „Luci mie traditrici“, L‘ Uomo II in Sciarrinos „La porta della legge“, Hänsel in „Hänsel und Gretel“ sowie die Titelpartien in „La Cuzzoni“ von Augustí Charles, Paisiellos „Don Quixote“ und Glucks „Orfeo“.

Catriona Smith ist in dieser Spielzeit als Blaue Fee in der Neuinszenierung „Pinocchios Abenteuer“, als Gräfin Almaviva in der Wiederaufnahme von „Le nozze di Figaro“ sowie erneut als Euridice in „Orphée et Euridice“ zu erleben. Sie stammt aus Schottland, schloss ihr Studium 1986 an der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow ab und war anschließend für ein Jahr Mitglied am Opernstudio der Universität Toronto. 1990 debütierte sie am Royal Opera House Covent Garden in London. Seit 1991 ist sie Ensemblemitglied an der Staatsoper Stuttgart, wo sie 2003 zur Kammersängerin ernannt wurde. Ihr Repertoire umfasst u.a. Fiordiligi in „Così fan tutte“, Pamina und Erste Dame in „Die Zauberflöte“, Micaëla in „Carmen“, Gilda in „Rigoletto“, Nanetta in „Falstaff“, Gretel in „Hänsel und Gretel“ sowie Najade in „Ariadne auf Naxos“. In Stuttgart sang sie darüber hinaus Norina in „Die Irren aus Vorsatz“, Colombina in Haydns „Die Feuerbrunst“, Coryphée in „Alceste“, Cleopatra in „Giulio Cesare in Egitto“, Morgana in „Alcina“, Susanne und Venus in „Aeneas in Karthago“, Olympia in „Hoffmanns Erzählungen“, Himmlische Stimme in „Don Carlo“, Sophie in „Der Rosenkavalier“, Woglinde in „Das Rheingold“, Lilla in „Una cosa rara“ sowie Konstanze in „Die Entführung aus dem Serail“. Außerdem feierte sie 2007/08 einen großen Erfolg als Princesse Eudoxie in der Grand Opéra „La Juive“. Catriona Smith gastierte u.a. an der Scottish Opera, an der Staatsoper Berlin sowie in San Francisco und Amsterdam.

Hilke Andersen singt in dieser Spielzeit die Partien Taube und Schnecke in der Neuproduktion „Pinocchios Abenteuer“ sowie erneut Mary in „Der fliegende Holländer“. Die deutsch-finnische Mezzosopranistin absolvierte ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater Hannover bei Mayling Konga und besuchte Meisterklassen bei Irwin Gage und Aribert Reimann. Während ihres Studiums debütierte sie 2000 am Staatstheater Hannover und war ab 2002 im festen Ensemble mit einer Vielzahl von Partien zu hören. Sie arbeitete mit Regisseuren wie Calixto Bieito, Brigitte Fassbaender, Anthony Pilavachi, Joachim Schlömer und Peter Konwitschny, dessen Inszenierung von Luigi Nonos „Al gran sole carico d’amore“ zum Edinburgh Festival eingeladen sowie als „Produktion des Jahres 2004“ von der Zeitschrift Opernwelt ausgezeichnet wurde. 2003 und 2005 wurde sie von der gleichen Zeitschrift zur „Nachwuchssängerin des Jahres“ vorgeschlagen. Heute ist Hilke Andersen freischaffend und zunehmend auch im Konzertbereich tätig. Zu ihren Opern- und Konzertverpflichtungen in Finnland und Deutschland zählen u.a. Auftritte bei der Münchner Biennale, dem Musikfestival in Kuhmo und dem Helsinki Festival. Gastengagements verbinden sie seit 2001 mit der Komischen Oper Berlin, an der sie Olga in „Eugen Onegin“, Dritte Dame in „Die Zauberflöte“ und Orlofsky in „Die Fledermaus“ sang. In Stuttgart ist Hilke Andersen seit 2006 regelmäßig in den Produktionen „Hänsel und Gretel“, „Die Zauberflöte“, „La traviata“ und „Der Fliegende Holländer“ zu Gast. In der Spielzeit 2008/09 war Hilke Andersen als Rosina in „Il barbiere di Siviglia“ bei den Herrenhauser Festspielen, in verschiedenen Konzerten sowie in einer Produktion von „Alcina“ in Potsdam zu hören. Es folgten „Nabucco“ mit De Nationale Reisopera und Händels „Ezio“ bei den Schwetzinger Festspielen. Ab Herbst 2009 wird sie u.a. als Mrs. Quickly in „Falstaff“ an der Finnischen Nationaloper und als Erda und Schwertleite in „Der Ring des Nibelungen“ in Köln und Shanghai zu hören sein.

Nam Won Huh singt in dieser Spielzeit die Partie des Lampwick in der Neuproduktion „Pinocchios Abenteuer“. Er stammt aus Daegu in Südkorea und studierte Gesang u.a. an der Yonsei University in Südkorea sowie bei Kammersängerin Daphne Evangelatos an der Hochschule für Musik und Theater in München. Nam Won Huh war Preisträger verschiedener Wettbewerbe, so u.a. beim Schubert-Lieder-Wettbewerb, und erhielt 2009 den Förderpreis beim Richard-Strauss-Wettbewerb in München. Er hatte erste Auftritte im Prinzregententheater und am Theater Braunschweig. Sein Repertoire umfasst zahlreiche Oratorien- und Messpartien von Haydn, Bruckner, Bach und Franz Schmitt. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, wo er Jeppo Livretto in „Lucrezia Borgia“ und Albazar in „Il turco in Italia“ gesungen hat.

Christoph Sökler singt in dieser Spielzeit den Ausrufer in der Neuinszenierung „Pinocchios Abenteuer“ sowie erneut Saretzkij in „Eugen Onegin“ und Fiorillo in „Il barbiere di Siviglia“. Er wurde in Ostfildern geboren und studierte in Karlsruhe, Leipzig, Berlin und London u.a. bei Dietrich Fischer-Dieskau, Elisabeth Schwarzkopf, dem Lied-Duo Mitsuko Shirai/ Hartmut Höll, Rudolf Piernay, Roland Hermann und Hans-Joachim Beyer. 1998 debütierte er als Hans in „Weiße Rose“ an der Jungen Oper der Staatsoper Stuttgart, wo er auch als Bariton-Solo in „Cupid and Death“ auftrat. Seit der Spielzeit 2003/04 ist er Ensemblemitglied der Staatsoper Stuttgart. Hier sang er u.a. Un feaco in „Il ritorno d’Ulisse in patria“, Apollo in „L’Orfeo“, den Baron Douphol in „La traviata“, Hermann Ortel in „Die Meistersinger von Nürnberg“ und Schaunard in „La Bohème“. Ferner war er als Antonio in „Le nozze di Figaro“, Graf von Eberbach in „Der Wildschütz“, Yamadori in „Madama Butterfly“, Kilian in „Der Freischütz“, Albert in Halévys Grand Opera „La Juive“ und Listandre bei der Uraufführung „Pastorale“ zu erleben. Christoph Sökler unterhält auch eine rege Konzerttätigkeit und gastiert regelmäßig bei Liederabenden und Konzerten in ganz Deutschland und Europa.

Nik Kevin Koch wirkt in dieser Spielzeit in der Neuinszenierung „Pinocchios Abenteuer“ sowie in der Wiederaufnahme von „Der unsichtbare Vater“ mit. Nach seinem Gesangsstudium an der Hochschule für Musik in Köln und an der Hochschule für Musik und Theater in Zürich schloss er sein Studium mit Auszeichnung ab. Meisterkurse bei KS Elisabeth Schwarzkopf, Werner Güra und Tara Venditti, Christoph Prégardien, KS Peter-Christoph Runge, Tobias Koch, Frieder Bernius, Ingeborg Danz und Arthur Janzen folgten. Er war Finalist beim Bundeswettbewerb Gesang Berlin und Zweiter Preisträger beim Händelpreis der Händelfestspiele 2001 in Karlsruhe sowie Preisträger beim Internationalen Wettbewerb Schlossoper Haldenstein. Durch die Mitwirkung bei verschiedenen Chören (u. a. Stuttgarter Kammerchor) lernte er namhafte Dirigenten wie Marcus Creed, Christoph Spering, Frieder Bernius und Laurent Gendre kennen. Verschiedene Konzertreisen führten ihn nach Spanien, Portugal, Frankreich, Luxemburg, Österreich, Ungarn und Israel, wo er auch als Solist auftrat. Auf der Bühne debütierte Nik Kevin Koch 2005 bei den Werdenberger Schlossfestspielen in der Schweiz als Jaquino in „Fidelio“. In der Spielzeit 2007/08 sang er am Opernstudio des Staatstheaters Nürnberg Il Conte di Lerma in „Don Carlos“, Gastone in „La traviata“ und den Haushofmeister in „Der Rosenkavalier“.

Pressemeldung Oper Stuttgart

Wiesbaden, Hessisches Staatstheater Wiesbaden, Spielplan Januar 2010

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Hessisches Staatstheater Wiesbaden

Spielplan Januar 2010

Großes Haus
Fr
1.1. 18.00-20.30 Uhr Freiverkauf, Preise B
Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee
Choreografie von Stephan Thoss
Musik von Peter I. Tschaikowsky

Sa
2.1. 11.00-12.30 und 14.00-15.30 Uhr Freiv., 3,50-11,00 €
Ronja Räubertochter 5+
von Astrid Lindgren
Junges Staatstheater

19.30-21.35 Uhr Freiverkauf, Preise B
Hänsel und Gretel
Märchenoper von Engelbert Humperdinck

So
3.1. 11.00-12.30 und 14.00-15.30 Uhr Freiv., 3,50-11,00 €
Zum letzten Mal
Ronja Räubertochter 5+
von Astrid Lindgren
Junges Staatstheater

19.30-22.00 Uhr Freiverkauf, Preise B
Im Weißen Rössl
Singspiel von Ralph Benatzky

Di
5.1. 19.30-22.45 Uhr Freiverkauf, Preise A
Die Zauberflöte
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Mi
6.1. 19.30-22.00 Uhr Abo C, Freiverkauf, Preise B
Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee
Choreografie von Stephan Thoss
Musik von Peter I. Tschaikowsky

Do
7.1. 19.30-22.30 Uhr Besucherring, Freiverkauf, Preise A
Kiss Me, Kate
Musical von Cole Porter

Fr
8.1. 19.30 Uhr Abo E, Freiverkauf, Preise B
Das Paradies und die Peri
Lyrisches Drama von Robert Schumann

Sa
9.1. 19.30-22.00 Uhr Freiverkauf, 12,50 bis 90€
Galavorstellung
La Bohème
Oper von Giacomo Puccini
In italienischer Sprache mit Übertiteln

Die Galagäste sind:
Cristina Gallardo-Domas (Mimì)
Fabio Sartori (Rodolfo)
Adrian Gans (Marcello)

So
10.1. 19.30-22.30 Uhr Freiverk., Sonderpreise 9,70 bis 54 €
Kiss Me, Kate
Musical von Cole Porter
Mo
11.1.
Di
12.1.
Mi
13.1. 20.00 Uhr Konzert-Abo, Freiverkauf, 8 bis 32 €
Kurhaus, Friedrich-von-Thiersch-Saal
19.00 Uhr Einführung im Dostojewski-Saal
4. Sinfoniekonzert
Werke von Richard Wagner, Ernest Chausson und Robert Schumann
Dirigent Patrick Lange
Sopran Christiane Iven

Do
14.1. 19.30-21.50 Uhr Abo D, Freiverkauf, Preise C
Labyrinth
Irr-Garten / Sweet Shadow / Carmencita
Ballettabend von Stephan Thoss
Mit Musik von Christopher Rouse, Kevin Volans, Giuseppe Verdi, Leszek Mozdzer, Georges Bizet, W.A. Mozart u.a.
Fr
15.1. 19.30-22.00 Uhr Freiverkauf, Preise B
Zum letzten Mal
Im Weißen Rössl
Singspiel von Ralph Benatzky

Sa
16.1. 19.30-21.50 Uhr Abo F, Freiverkauf, Preise C
Labyrinth
Irr-Garten / Sweet Shadow / Carmencita
Ballettabend von Stephan Thoss

So
17.1. 18.00-20.35 Uhr Freiverkauf, Preise A
Rigoletto
Oper von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit Übertiteln

Mo
18.1.
Di
19.1.
Mi
20.1. 19.30-21.50 Uhr Abo H, Freiverkauf, Preise C
Labyrinth
Irr-Garten / Sweet Shadow / Carmencita
Ballettabend von Stephan Thoss

D
21.1. 19.30-21.40 Uhr Freiverkauf, Preise C
Romeo und Julia
Tragödie von William Shakespeare

Fr
22.1. 19.30 Uhr Theatergemeinde, Freiverkauf, Preise B
Das Paradies und die Peri
Lyrisches Drama von Robert Schumann

Sa
23.1. 19.30 Uhr Freiverkauf, 8,50 bis 27€
Die hr2 Hörgala
Große Kleinkunstrevue
Mit Bodo Wartke u.a.
Moderation Alf Mentzer

So
24.1. 18.00 Uhr Abo P, Freiverkauf, Preise A
Premiere
Falstaff
Komische Oper von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit Übertiteln
Live-Übertragung in hr2 und Deutschlandfunk
Mo
25.1. 19.30 Uhr Abo A, Freiverkauf, Preise B
Das Paradies und die Peri
Lyrisches Drama von Robert Schumann

Di
26.1. 19.30-22.30 Uhr Abo B, Freiverkauf, Preise A
Kiss Me, Kate
Musical von Cole Porter
Mi
27.1. 19.30-22.00 Uhr Freiverkauf, Preise B
Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee
Choreografie von Stephan Thoss
Musik von Peter I. Tschaikowsky

Do
28.1. 11.00 Uhr Freiverkauf, 4 bis 8,50€
Konzert für junge Leute
Ein Meer von Noten 10+
Moderation: Matthias Warzecha
Musikalische Leitung: Wolfgang Ott
Mit dem Hessischen Staatsorchester Wiesbaden

19.30-22.45 Uhr Besucherring, Freiverkauf, Preise A
Die Zauberflöte
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Fr
29.1. 19.30-22.30 Uhr Abo K, Freiverkauf, Preise A
My Fair Lady
Musical nach Bernard Shaws „Pygmalion“ und dem Film von Gabriel Pascal, Musik von Frederick Loewe

Sa
30.1. 19.30 Uhr Besucherring, Freiverkauf, Preise A
Falstaff
Komische Oper von Giuseppe Verdi
In italienischer Sprache mit Übertiteln
So
31.1. 11.00-12.15Uhr Freiverkauf, 2 €
tanzXtra
Einführungsmatinée zu Es war einmal…

19.30-22.00 Uhr Freiverkauf, Preise A
Die Hochzeit des Figaro
(Le nozze di Figaro)
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
In italienischer Sprache mit Übertiteln

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