Hamburg, Staatsoper Hamburg, Premiere LA FANCIULLA DEL WEST, 01.02.2015

Januar 15, 2015 by  
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Staatsoper Hamburg

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Staatsoper Hamburg © Kurt Michael Westermann

Premiere: Giacomo Puccinis »La Fanciulla del West« an der Staatsoper Hamburg

Vincent Boussard bringt Puccinis »Western-Oper« in Hamburg auf die Bühne

Staastoper Hamburg / La Fanciulla del West - Collage © Cristian Lacroix

Staastoper Hamburg / La Fanciulla del West – Collage © Cristian Lacroix

Alle Männer im Goldgräberlager sind in Minnie verliebt: Die Besitzerin des Saloons »Polka« ist Projektionsfigur ihrer erotischen und emotionalen Wünsche. Doch Minnie entzieht sich ihren Avancen. Als aber der mexikanische Bandit Ramerrez unter dem Namen Dick Johnson Zuflucht im Ort sucht, verliebt sie sich in ihn. Sheriff Jack Rance glaubt die wahre Identität Johnsons zu kennen und bedrängt Minnie, weil auch er sie begehrt. In einer Pokerpartie zockt Minnie um das Leben des Geliebten: Verliert sie, wird sie sich dem Sheriff hingeben, gewinnt sie, soll Dick Johnson frei sein. Mit falschen Karten dreht Minnie das Spiel zu ihren Gunsten. Doch auch der Sheriff betrügt sie, denn er lässt Dick gegen sein Ehrenwort gefangen nehmen. Nur Minnies entschlossenes Eintreten für den Outlaw mit dem guten Herzen rettet diesen vor dem Galgen…

Puccinis »Wildwest-Oper« »La Fanciulla del West« erlebt seit einiger Zeit ein Comeback auf den Spielplänen. Die Staatsoper Hamburg bringt das Werk, das Puccini für den amerikanischen »Markt« komponierte und das 1910 an der New Yorker Metropolitan Opera mit Enrico Caruso und Emmy Destinn uraufgeführt wurde, am 1. Februar 2015 als Neuproduktion heraus. Das französische Produktionsteam Vincent Boussard, Vincent Lemaire und Christian Lacroix, das in Hamburg mit großem Erfolg »Madama Butterfly« auf die Bühnen brachte, deutet das Werk neu. Regisseur Vincent Boussard beleuchtet in seiner Deutung vor allem die Einsamkeit der Männer: »Das Stück leidet immer noch unter dem fundamentalen Missverständnis eines Cowboy-und-Indianer-Spiels. Aber Puccini hat ja keine Oper über Cowboys geschrieben, sondern über Emigranten«, sagt er. Auf der Suche nach einer Zukunftsperspektive wurden die Goldgräber in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus allen Teilen der Welt nach Kalifornien gespült. »Puccini zeigt uns ganz radikal eine reine Männergesellschaft. Es gibt keine Familien, keine Frauen, nichts als Spiel, Alkohol und Arbeit«, so Vincent Boussard. »Diese Goldgräber sind eigentlich Fremdenlegionäre – entwurzelt, lieblos, gewaltbereit.« Das Bühnenbild für die Neuproduktion gestaltet Vincent Lemaire, für die Kostüme sind Christian Lacroix und Vincent Boussard gemeinsam verantwortlich.

Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Carlo Montanaro. Der italienische Dirigent und musikalischer Leiter am Teatr Wielki in Warschau und gefragter Gast an allen großen Opernhäusern, stand bereits mehrfach an der Staatsoper Hamburg am Pult. Unter anderem leitete er hier die Neuproduktionen von »Aida« und »Manon Lescaut«. Als Minnie kehrt Emily Magee an die Staatsoper zurück. Die amerikanische Sopranistin sang in Hamburg unter anderem mit großem Erfolg die Kaiserin in der Neuproduktion von »Die Frau ohne Schatten« und gab 2008 unter Simone Young ihre Rollendebüts als Daphne und Arabella. Carlo Ventre übernimmt die Partie des Dick Johnson. Der aus Uruguay stammende Tenor debütierte in der Saison 2008/09 in Hamburg mit der Rolle des Cavaradossi, 2011/12 sang er hier den Des Grieux in der Neuproduktion von »Manon Lescaut«, 2014 folgte Radamès in »Aida«. Dick Johnsons Gegenspieler Jack Rance ist Andrzej Dobber. Der polnische Bariton ist ebenfalls ein häufiger Gast an der Dammtorstraße, unter anderem konnte er hier in den Neuproduktionen von Verdis »Aida«, Borodins »Fürst Igor« und Verdis »I due Foscari« große Erfolge feiern. Es singen außerdem: Jürgen Sacher (Nick), Tigran Martirossian (Ashby), Davide Damiani (Sonora), Dovlet Nurgeldiyev (Trin), Moritz Gogg (Sid), Viktor Rud (Bello), Benjamin Popson (Harry), Jun-Sang Han (Joe), Vincenzo Neri (Happy), Alin Anca (Larkens), Szymon Kobylinksi (Billy Jackrabbit), Rebecca Jo Loeb (Wowkle), Florian Spiess (Jake Wallace) und Daniel Todd (Postillon). Die Einstudierung des Chores übernimmt Eberhard Friedrich.

Premiere: 1. Februar 2015, 18.00 Uhr
Vorstellungen: 4., 7., 10., 13., 18. und 21. Februar 2015

—| Pressemeldung Staatsoper Hamburg |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Wiederaufnahme: OTELLO, 08.11.2014

Oktober 14, 2014 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt / inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt / inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Wiederaufnahme:

OTELLO von Giuseppe Verdi

Samstag, 8. November 2014, um 19.30 Uhr, Weitere Vorstellungen: 15., 20., 23. November, 5., 13., 19. Dezember 2014,  Beginn um 19.30 Uhr

Musikalische Leitung: Pier Giorgio Morandi, Regie: Johannes Erath, Mitwirkende: Vincent Wolfsteiner / Carlo Ventre (Otello), Dimitri Platanias (Jago), Elza van den Heever (Desdemona), Jenny Carlstedt / Paula Murrihy (Emilia), Mario Chang / Beau Gibson (Cassio), Michael Porter (Rodrigo), Andreas Bauer / Magnús Baldvinsson (Lodovico), Franz Mayer (Montano), Gurgen Baveyan (Ein Herold)

 

Oper Frankfurt / Otello - Otello und Desdemona © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Otello – Otello und Desdemona © Monika Rittershaus

Die aktuelle Frankfurter Produktion des Otello, der vorletzten Oper von Giuseppe Verdi (1813-1901), feierte am 4. Dezember 2011 Premiere im Opernhaus. Die Kritik bescheinigte Regisseur Johannes Erath eine „szenisch konzentrierte“ und „handwerklich gekonnt gearbeitete“ Inszenierung. Laut einem weiteren Rezensenten sorge „die Intensität von Johannes Eraths Personenführung für die Vergegenwärtigung der Tragödie. Die Spannung zwischen den Figuren ist stets greifbar (…).“ Nun wird die aus der Spielzeit 2011/12 stammende Arbeit des jungen Württembergers, dessen Sicht auf Carl Maria von Webers Euryanthe am 15. April 2015 im Opernhaus herauskommen wird, in veränderter Besetzung zum zweiten Mal wiederaufgenommen.

Als Otello gibt der Münchner Tenor Vincent Wolfsteiner sein Hausdebüt an der Oper Frankfurt. Regelmäßig gastiert das Ensemblemitglied der Staatsoper Nürnberg u.a. an der Komischen Oper Berlin. Zu seinen aktuellen Partien gehören Wagners Tristan sowie Siegmund und Loge in Der Ring des Nibelungen. Nach seinem Hausdebüt als Scarpia in Puccinis Tosca 2013/14 kehrt der griechische Bariton Dimitri Platanias als Jago nach Frankfurt zurück – eine Partie, die er auch in Venedig verkörpern wird.

Oper Frankfurt / Otello - Otello und Desdemona © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / Otello – Otello und Desdemona © Monika Rittershaus

Weitere aktuelle Aufgaben führen ihn u.a. als Verdis Simon Boccanegra an die Münchner Staatsoper sowie als Nabucco nach Stuttgart und Valencia. „Neuzugang“ Mario Chang debütiert als Cassio, neu besetzt sind auch Andreas Bauer (Lodovico) und die beiden Opernstudio-Mitglieder Michael Porter (Rodrigo) und Gurgen Baveyan (Ein Herold). Angeführt vom ehemaligen Frankfurter Ensemblemitglied Elza van den Heever als Desdemona sind alle weiteren erst- und zweitbesetzten Sängerinnen und Sänger bereits mit der Produktion vertraut. Ein regelmäßiger Gast an der Oper Frankfurt – zuletzt für La fanciulla del West 2013/14 – ist der italienische Dirigent Pier Giorgio Morandi. Er ist derzeit Erster Gastdirigent des Helsingborg Symphony Orchestra, und zu seinen aktuellen Arbeiten zählen u.a. Turandot, La Bohème und Simon Boccanegra an der Semperoper Dresden, Madama Butterfly und Maria Stuarda in Stockholm sowie Manon Lescaut in Tokio.

Zum Inhalt: Otello, der Statthalter Venedigs auf Zypern, hat sich seinen Fähnrich Jago zum Feind gemacht, indem er ihn anlässlich einer Beförderung übergangen hat. Durch eine geschickt eingefädelte Intrige kann Jago den eifersüchtigen Otello von der angeblichen Untreue seiner Gattin Desdemona überzeugen. Blind gegenüber deren Beteuerungen ihrer Unschuld erwürgt er sie auf dem gemeinsamen Lager und stürzt sich schließlich – als er seine Verblendung bemerkt – in sein Schwert.

—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Wiederaufnahme: LA FANCIULLA DEL WEST, 05.04.2014

März 13, 2014 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Wiederaufnahme:

 La Fanciulla del West – Das Mädchen aus dem goldenen Westen
 
Musikalische Leitung: Pier Giorgio Morandi; Regie: Christof Loy
 
Mitwirkende: Barbara Haveman (Minnie), Marco Vratogna (Jack Rance, Sheriff), Ian Storey / Carlo Ventre (Dick Johnson alias Ramerrez), Peter Marsh (Nick, Kellner des Saloons „Polka“), Magnús Baldvinsson (Ashby), John Brancy (Sonora), Michael McCown (Trin), Bálint Szabó (Sid), Iurii Samoilov (Bello), Hans-Jürgen Lazar (Harry), Beau Gibson (Joe), Nathaniel Webster (Happy), Sebastian Geyer (Larkens), Carlos Krause (Billy Jackrabbit), Elisabeth Hornung (Wowkle), Franz Mayer (Jake Wallace)
 
Samstag, 5. April 2014, um 19.30 Uhr im Opernhaus  Weitere Vorstellungen: 11., 13. (Oper für Familien, 15.30 Uhr; pro Erwachsenen-Kaufkarte maximal drei Tickets für Kinder und Jugendliche bis einschließlich 18 Jahre gratis, empfohlen ab 10 Jahren; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 19., 27. April, 3., 14., 18. Mai 2014,  Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
 
Eine Produktion der Königlichen Oper Stockholm
Oper Frankfurt / La fanciulla del west © Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / La fanciulla del west © Monika Rittershaus

 
Am 12. Mai 2013 feierte La fanciulla del West (Das Mädchen aus dem goldenen Westen) von Giacomo Puccini (1858-1924) in der Inszenierung von Christof Loy Premiere an der Oper Frankfurt. In den durchweg begeisterten Kritiken wurde vor allem die individuelle Personenführung innerhalb der Szenen mit dem Goldgräber-Ensemble hervorgehoben: „Weil Loy auch größere Gruppen richtig gut inszenieren kann, verleiht er nicht nur den vielen unterschiedlichen Typen des Stücks ein klares Profil, die Puccinis Musik so feinsinnig porträtiert, sondern hebelt erstaunlicherweise auch alle Klischees der kolportageträchtigen Handlung aus.“ Ein weiterer Rezensent sieht es ähnlich: „So schürft Christof Loy in Frankfurt aus Puccinis vermeintlich banalem Plot glaubhaft-runde Charaktere heraus und liegt mit seinem packenden Opernwestern mal wieder goldrichtig.“ Nun wird die Produktion aus der Spielzeit 2012/13 mit ihren raffinierten Anklängen an das Genre des Westernfilms zum ersten Mal wiederaufgenommen.
 
Die Handlung ähnelt in ihrer Personenaufstellung Puccinis Tosca, auch hier steht der Sopran zwischen zwei Männern – dem Tenor und dem Bariton: Minnie ist Wirtin eines Saloons und die gute Seele eines kalifornischen Goldgräberlagers. Die Avancen des Sheriffs Jack Rance wehrt sie kategorisch ab. Sie hat nur Augen für einen Fremden namens Dick Johnson, hinter dem sich in Wahrheit der Bandit Ramerrez verbirgt, der mit seiner Bande das Camp ausrauben will. Diesen Plan verwirft er jedoch, da er Minnies rasch gefasste Zuneigung erwidert. Als Johnson bei einem Schusswechsel mit den Goldgräbern und dem eifersüchtigen Sheriff, welcher sein doppeltes Spiel durchschaut, schwer verwundet wird, startet Minnie eine ungewöhnliche Rettungsaktion. Sie schlägt Rance ein Pokerspiel um das Leben des Geliebten vor: Gewinnt sie, ist Dick frei; verliert sie, müssen sich beide dem Sheriff ausliefern. Der Coup gelingt, denn Minnie spielt falsch. Nachdem die Männer Dick Johnson schließlich doch gefangen nehmen und ihm mit dem Galgen drohen, rettet sie den Geliebten erneut: Minnie ruft ihren Schützlingen in Erinnerung, wie viel Gutes sie für jeden Einzelnen von ihnen getan hat, und so entlassen sie das Paar in die Freiheit.
 
Oper Frankfurt / La fanciulla del west ©Monika Rittershaus

Oper Frankfurt / La fanciulla del west © Monika Rittershaus

Anlässlich der ersten Wiederaufnahme dieser Produktion aus der Spielzeit 2013/14 gibt es Umbesetzungen vor allem in den drei Hauptpartien zu vermelden. So steigt die Holländerin Barbara Haveman neu in die Produktion ein, nachdem sie in Frankfurt bereits als Puccinis Tosca sowie als Amelia Grimaldi in Verdis Simone Boccanegra auf sich aufmerksam gemacht hat. Neben seiner internationalen Karriere ist der italienische Bariton Marco Vratogna (Jack Rance) immer wieder in Frankfurt zu erleben, so u.a. im Februar dieses Jahres als Frank in Puccinis Edgar (konzertant). Ian Storey, der nach seinem Tannhäuser 2006/07 an den Main zurückkehrt, wechselt sich als Dick Johnson mit dem premierenbewährten Carlo Ventre ab. Ein regelmäßiger Gast am Pult des Frankfurter Opern- und Museumsorchesters ist Pier Giorgio Morandi, der hier zuletzt konzertante Vorstellungen von Bellinis Norma dirigierte. Auch in den Nebenrollen werden gegenüber der Premiere im letzten Jahr einige Umbesetzungen durch Ensemblemitglieder und Gäste vorgenommen.

 
—| Pressemeldung Oper Frankfurt |—

Frankfurt, Oper Frankfurt, Premiere LA FANCIULLA DEL WEST, 12.05.2013

April 16, 2013 by  
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Oper Frankfurt

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Oper Frankfurt inmitten des Finanzzentrums © IOCO

Premiere:  LA FANCIULLA DEL WEST (DAS MÄDCHEN AUS DEM GOLDENEN WESTEN)   von Giacomo Puccini

 
Text von Guelfo Civinini und Carlo Zangarini
Nach dem Schauspiel The Girl of the Golden West (1905) von David Belasco
In italienischer Sprache mit Übertiteln
 
Musikalische Leitung: Sebastian Weigle Inszenierung: Christof Loy Szenische Leitung: Anna Tomson Bühnenbild und Kostüme: Herbert Murauer Licht: Bernd Purkrabek Video: Hobi Jarne, Nils Fridén, Emil Gotthard Choreografie: Thomas Wilhelm
Dramaturgie: Yvonne Gebauer Dramturgische Betreuung: Norbert Abels Chor: Matthias Köhler
 
BESETZUNG:
Minnie: Eva-Maria Westbroek Trin: Michael McCown
Jack Rance, Sheriff: Ashley Holland Sid: Bálint Szabó
Dick Johnson alias Ramerrez: Carlo Ventre Bello: Sungkon Kim
Nick, Kellner des Saloons „Polka“: Peter Marsh Harry: Hans-Jürgen Lazar
Ashby: Alfred Reiter Joe: Beau Gibson
Sonora: Simon Bailey Happy: Nathaniel Webster u.a.
Chor der Oper Frankfurt; Frankfurter Opern- und Museumsorchester
Oper Frankfurt / La fanciulla del west © Alexander Kenney - Kungliga Operan

Oper Frankfurt / La fanciulla del west © Alexander Kenney – Kungliga Operan

Anlässlich der amerikanischen Erstaufführungen seiner Opern Manon Lescaut und Madama Butterfly 1907 an der New Yorker Metropolitan Opera besuchte Giacomo Puccini (1858-1924) eine Vorstellung von David Belascos Schauspiel The Girl of the Golden West (1905). Obwohl es mit seinen Englischkenntnissen nicht zum Besten stand, war der italienische Komponist – geleitet von seinem untrüglichen Theaterinstinkt – von der Handlung hingerissen. Der Plan zur Komposition einer „Wildwestoper“, die zudem an der Met uraufgeführt werden sollte, war daher schnell gefasst. Die Uraufführung am 10. Dezember 1910 mit Emmy Destinn, Enrico Caruso und Pasquale Amato in den drei Hauptpartien sowie unter der musikalischen Leitung von Arturo Toscanini war beim Publikum äußerst erfolgreich. In Frankfurt war die Oper in einer szenischen Realisierung zuletzt 1958 in der Regie von Hans Hartleb und unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Rennert zu erleben.
 
Zur Handlung: Minnie ist Wirtin eines Saloons und die gute Seele eines kalifornischen Goldgräberlagers. Die Avancen des Sheriffs Jack Rance wehrt sie kategorisch ab. Sie hat nur Augen für einen Fremden namens Dick Johnson, hinter dem sich in Wahrheit der Bandit Ramerrez verbirgt, der mit seiner Bande das Camp ausrauben will. Diesen Plan verwirft er jedoch, da er Minnies rasch gefasste Zuneigung erwidert. Als Johnson bei einem Schusswechsel mit den Goldgräbern und dem eifersüchtigen Sheriff, welcher sein doppeltes Spiel durchschaut, schwer verwundet wird, startet Minnie eine ungewöhnliche Rettungsaktion. Sie schlägt Rance ein Pokerspiel um das Leben des Geliebten vor: Gewinnt sie, ist Dick frei; verliert sie, müssen sich beide dem Sheriff ausliefern…
 
Oper Frankfurt / La fanciulla del west © Alexander Kenney - Kungliga Operan

Oper Frankfurt / La fanciulla del west © Alexander Kenney – Kungliga Operan

Mit dieser Produktion fügt der als Wagner- und Strauss-Spezialist geltende Frankfurter Generalmusikdirektor Sebastian Weigle seinem Repertoire eine neue Facette hinzu. Als der ursprünglich für diese Produktion vorgesehene Regisseur, Richard Jones, von seinem Engagement zurücktrat, entschied sich Intendant Bernd Loebe für die Übernahme der Stockholmer Produktion von Christof Loy in neuer Besetzung. Nach der Premiere in Schweden am 17. Dezember 2011 bescheinigte die deutsche Presse der Arbeit seinerzeit einen „grandiosen Erfolg“ und begeisterte sich für eine Inszenierung, „bei der man eigentlich nichts besser machen kann.“ Die international gefragte holländische Sopranistin Eva-Maria Westbroek, in Frankfurt zuletzt als Sieglinde in Wagners Walküre erfolgreich, kehrt nun für die Titelpartie an den Main zurück. Gleichfalls keine Unbekannten in Frankfurt sind der aus Uruguay stammende Tenor Carlo Ventre (Dick Johnson) und der englische Bariton Ashley Holland (Jack Rance). Zu den jüngsten hiesigen Auftritten Ventres gehört Verdis Otello (2011), während Holland hier u.a. 2006 in der Titelpartie von Detlef Glanerts Caligula beeindruckte. Die übrige Besetzung stammt – von wenigen Gästen abgesehen – aus dem Ensemble der Oper Frankfurt.
 
Premiere: Sonntag, 12. Mai 2013, um 18.00 Uhr im Opernhaus, Weitere Vorstellungen: 16., 19., 24., 30. Mai, 2., 9. (15.30 Uhr; mit kostenloser Betreuung von Kindern zwischen 3 und 9 Jahren), 12., 15. Juni 2013
Falls nicht anders angegeben, beginnen diese Vorstellungen um 19.30 Uhr
 
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